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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LadyIceTea:

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Einfach spannend!

Der Puzzlemörder von Zons von Catherine Shepherd

Zons vor über 500 Jahren. Eine junge Frau wird ermordet und entstellt aufgefunden. Der Puzzlemörder treibt sein Unwesen. Die Zonser Stadtwache Bastian Mühlenberg ist ihm stetig auf den Fersen, um ein nächstes Opfer zu verhindern.
Zons heute. Während die Journalismus-Studentin Emily über die Puzzlemorde recherchiert, werden Frauenleichen gefunden und alles macht den Anschein, als wäre der Puzzlemörder zurückgekehrt.

Dieses Mal macht Oliver Bergmann Jagd auf ihn, doch der Täter ist immer einen Schritt voraus.

Ich liebe den Schreibstil von Catherine Shepherd. Ich habe dieses Buch jetzt das zweite Mal gelesen und trotzdem wurde ich wieder mitgerissen. Die Geschichte ist einfach von der ersten bis zur letzten Seite spannend.
Es geling der Autorin wirklich gut, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden. Beide Seiten waren unglaublich fesselnd. Ich wollte immer nur weiterlesen um zu erfahren was damals passiert ist und wie es im heute weitergeht.
Ich fand es unheimlich spannend in der Vergangenheit mitzuerleben, wie Bastian ohne große Technik ermittelt und wie der echte Täter sein Unwesen treibt. Auch seine Sicht der Dinge zu erfahren, hat die Geschichte abgerundet.
Dass man in der Gegenwart nicht weiß wer der Täter ist, hat dem Ganzen noch einen zusätzlichen Kniff verpasst. So konnte man wunderbar miträtseln und selbst versuchen, die Fäden zu verbinden.
Die Figuren sind alle samt gut gelungen. Auch die unsympathischen Charaktere passen perfekt ins Bild. Da ich grade ein Reread der Reihe mache, freue ich mich schon sehr die Figuren wiederzutreffen.
Ein toller erster Band einer richtig guten Reihe!

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Einfach spannend!

Rezensionen von yellowdog:

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Beklemmend

Eine Geschichte der Wölfe von Fridlund Emily

Die Geschichte der Wölfe ist ein Roman, der sehr stark von Stimmungen und einer dunkel gefärbten Atmosphäre lebt.

Die 14jährige Linda führt abgelegen im verschneiten Minnesota ein einsames Leben, da sich ihre Eltern kaum um sie kümmern. Als neue Nachbarn herziehen, die einen kleinen Jungen haben, wird sie dessen Babysitter.

Der kleine Paul ist ein lieber, aber nicht immer einfacher Junge. Er hat zum Teil seltsame Anwandlungen, die offenbar aus einer ungewöhnlichen Erziehung resultieren.
Trotzdem verstehen sich Linda und Paul gut und Linda hat auch Vertrauen in seine Eltern Patra und Leo.
Das sind bemerkenswerte Szenen mit Paul und Linda, aber auch die Gespräche die Linda mit Patra oder seltener auch mit Leo führt.
Wie es weitergeht weiß man ja leider schon aus dem Klappentext, der sehr weit geht.

Viele Passagen entbehren nicht eine gewisse Beklemmung beim Lesen.

Emily Fridlund war mit dem Roman für den bedeutenden Man Booker Award auf der Short List nominiert. Sie verlor zwar gegen den bewundernswerten George Saunders, der ein wirklich schwieriges Buch vorlegte, aber als Debütantin ist die Short List auch schon eine respektable Leistung.

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Beklemmend

Rezensionen von Solstice:

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Ein einmalig-praktisch-informativer Wanderführer quer durch Tirol!

Das Tiroler Vier-Jahreszeiten-Wanderbuch. 102 Wandertipps für Frühling, Sommer, Herbst und Winter von Hubert Gogl

Dieses Wanderbuch bietet eine unglaubliche Auswahl an Touren für jede Jahreszeit! Vom Frühling bis in den Winter beschreibt Hubert Gogl, der sein Heimatbundesland Tirol nicht nur offenkundig liebt, sondern auch von Osten nach Westen, von Norden nach Süden und vom Talboden bis zu den höchsten Gipfeln mit den spektakulärsten Ausblicken durchquert hat, unzählige Wanderungen, die noch dazu optimal auf die Jahreszeit abgestimmt sind.

Meine Lieblingstour im Frühling: Die Taubenseerunde an der Grenze von Bayern und Österreich mit dem bis zu 24 Grad warmen Taubensee, anschließend eine urige Einkehr in der Taubenseehütte.
Meine Lieblingstour im Sommer: Auffi auf den Gratlspitz (1893m) mit 26 (!) zählbaren Kirchtürmen am Gipfel, dann über Drahtseile auf den Hochstrickl (1787m) - und grad rechtzeitig zum Mittagessen wieder retour nach Alpbach.
Meine Lieblingstour im Herbst: Über den Niederkaiser (1280m), vorbei an der Einsiedelei Maria Blut und aufwärts zur Gmailkapelle. Nach der Kaiser Niederalm obi zur Granderalm und schließlich zum Rummlerhof.
Meine Lieblingstour im Winter: Von Niederthai ins Horlachtal mit Tourenschi, Rodel oder als Langläufer. Jausnen kann man auf der Larstigalm (1777m) samt Kapelle vor der Alm und "seelenschmeichelndem" (Hubert Gogl) Winteridyll. Von der Schweinfurter Hütte überblickt man dann einen Haufen 3000er des Ötztals.
Egal, womit man sich in Tirol fortbewegt, egal, zu welcher Jahreszeit - Hubert Gogls Wanderbuch beschreibt einzigartige Touren, die insgesamt eindeutig mehr sind, als die Summe ihrer Teile. Das Beste daran: Alle Touren sind auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

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Ein einmalig-praktisch-informativer Wanderführer quer durch Tirol!

Rezensionen von yesterday:

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Britisch-deutsches Ermittlerduo im zerstörten Köln

Echo der Toten von Beate Sauer

Beate Sauer versetzt den Leser hier gekonnt in die mühselige und entbehrungsreiche Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. 1947 in Deutschland. Die Ruinen dominieren Stadtbilder, der Schwarzmarkthandel blüht, Lebensmittel sind rar und die Briten beherrschen als Besatzungsmacht große Teile des Landes.

Doch das Verbrechen hat mit Ende des Krieges nicht Halt gemacht.

Ein Mann wird auf dem Land in einer Scheune ermordet. Der Tote war gewissermaßen recht prominent, da er als Schwarzmarkthändler weit herumkam. Der Fall wird Richard Davies von der Royal Military Police zugeteilt, weil auch britische Waren gehandelt wurden. Er fordert Unterstützung von der Weiblichen Polizei an, denn es soll ein Kind befragt werden, das ein wichtiger Zeuge sein könnte. Friederike Matthée wird ihm zugeteilt und die beiden ermitteln fortan in Absprache mit der deutschen Kriminalpolizei.

Solche Ermittlungen können generell, auch heutzutage, relativ mühevoll und schwierig sein. Umso mehr Hochachtung muss man vor jenen Personen haben, die damals tatsächlich mit den Umständen zurechtkommen und ihre Arbeit machen mussten. Die Menschen und Geschehnisse im Roman sind erfunden, dennoch erlebten zahlreiche Überlebende tatsächlich den Januar 1947, der mit niedrigsten Temperaturen und viel Schnee die Leute im Griff hatte. Fließendes Wasser und warme Räume waren keine Selbstverständlichkeit, ganz abgesehen davon, sich täglich sattessen zu können.

Diese Zustände stellt die Autorin hier deutlich heraus, vor allem auch dadurch, weil sie Matthée mit Davies zusammenspannt. Als Mitglied der britischen Besatzungsmacht und durch seinen Rang in der Polizei hat er weniger Einschränkungen als die meisten deutschen Bürger. Er ist es gewohnt, beim Essen etwas Auswahl zu haben und muss sich um Sprit für seinen Jeep keine Sorgen machen. Die beiden können den Fall am Ende lösen, doch im Licht der ganzen “Reise” und der Ereignisse bis dahin erscheint das fast nicht mehr so wichtig. Die Atmosphäre und die Annäherung zweier so unterschiedlicher Leben in einer so schwierigen Zeit sind die wahren Stars dieses Krimis.

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Britisch-deutsches Ermittlerduo im zerstörten Köln

Rezensionen von Gl?cksklee:

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Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Scythe - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman

Zum Inhalt
„Scythe – Der Zorn der Gerechten“ ist nach „Scythe – die Hüter des Todes“ der zweite Band in Neal Shustermans utopischer Trilogie, in der es der Menschheit gelungen ist, den natürlichen Tod oder den krankheitsbedingten Tod hinter sich zu lassen. Aus der Cloud heraus hat sich hat eine intelligente künstliche Intelligenz gebildet, der Thunderhead, der alle regionalen Regierungen und politischen Instanzen ersetzt hat und dafür sorgt, dass alle zur Erhaltung und dem Schutz menschlichen Lebens auf der Erde notwendigen Maßnahmen ergriffen werden.

Einzig eine Institution entzieht sich der Regulatorik des Thunderheads – das Scythetum. Die Scythe sind die Hüter des Todes, die dafür Sorge tragen, das Bevölkerungswachstum einzudämmen. Doch was geschieht, wenn diese durch eigene Regeln gebundene Gruppierung beginnt, die Regeln und Beschränkungen der eigenen Handlungsweisen in Frage zu stellen und abzulehnen?
Meine Meinung
Im ersten Band der Reihe hat Neal Shusterman seine Leser bereits in die Welt eingeführt, in der die damaligen Scythe-Lehrlinge Rowan und Citra leben.
Dieser zweite Band fokussiert sich neben Citra und Rowan, die nach wie vor zu den Hauptcharakteren zählen, sowohl auf einen neu eingeführten Charakter (Greyson Tolliver) und den Thunderhead selbst. Bis auf wenige Ausnahmen spielte der Thunderhead als künstliche Intelligenz mit Bewusstsein im ersten Band eigentlich allzu aktive Rolle. Das ändert Neal Shusterman in „Der Zorn der Gerechten“ grundlegend.
An Stelle der Auszüge aus den Scythe-Tagebüchern, die der Autor im ersten Band zwischen die Kapitel einflocht, kommt nun der Thunderhead selbst zu Wort. Ich fand es unglaublich faszinierend den Überlegungen und Ausführungen zu folgen, die der Thunderhead, der alles Wissen und alle Erfahrungen der Menschheit in sich vereint, anstellt. Für mich verschwamm dabei relativ früh die Grenze, bis zu der der Thunderhead als eine reine „Maschine“ angesehen werden kann. In einigen Momenten des Romans wirkt er unglaublich menschlich. Auch Greyson Tolliver ist ein faszinierender Charakter, der einem sehr schnell ans Herz wächst.
Neal Shusterman macht grundsätzlich eine Kunst daraus, dass einem die Hauptcharaktere alle gleichermaßen am Herzen liegen. Manchmal, wenn eine Buchreihe mehrere Hauptpersonen besitzt, deren Perspektiven sich abwechseln, ertappe ich mich dabei, dass mich die Erlebnisse einiger Charaktere mehr interessieren. Das ist bei „Der Zorn der Gerechten“ nicht so. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Rowan und Citra weitergeht, aber mindestens genauso sehr wollte ich wissen, wie sich die Dinge für Greyson entwickeln, wie sich der Thunderhead verhält… das sorgt dafür, dass der Perspektivenwechsel den Spannungsbogen konstant sehr hoch hält, da es keine Passagen gab, die für mich weniger von Bedeutung oder weniger interessant waren. Hinzu kommt, dass Neal Shusterman einen unglaublich tollen und flüssigen Schreibstil besitzt. Auch aktuelle Themen und Sachverhalte lässt er so in die Handlung einfließen, dass man einen Bezug zu den Ereignissen hat und die Entwicklungen, die zu diesem Utopia, das an der Schwelle zu Chaos und Zerstörung zu stehen scheint, nicht als komplett unwahrscheinlich, sondern beinahe denkbar wahrnimmt.
Trotz der beachtlichen Seitenanzahl hat sich das Buch sehr schnell gelesen – und jetzt heißt es angespannt darauf warten, dass der nächste Band erscheint. Von mir erhält „Scythe – Der Zorn der Gerechten“ volle fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Rezensionen von Caroline :

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Kit und David erzählen eine wundervolle Geschichte

Scythe - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman

David und Kit gehen in die gleiche Highschool und besuchen auch gemeinsam Kurse, doch ihre Wege kreuzen sich sonst eher selten.

Als Kits Vater bei einem Autounfall stirbt, steht ihre Welt völlig Kopf. Niemand kann sie verstehen und alle erwarten, dass sie wieder zur Normalität findet. Deshalb entscheidet sie sich eines Tages die Mittagspause mit David zu verbringen.

Sie schätzt sein Schweigen und er behandelt sie nicht wie ein rohes Ei.

David unterscheidet sich von allen anderen Mitschülern. Ihm fällt es ungemein schwer, soziale Kontakte zu knüpfen. Bei allgemein üblichen Aktivitäten nimmt er auch nicht teil. Sein Tag ist durchgeplant und organisiert. Seine ruppige und direkte Art stößt bei vielen auf Ablehnung und deshalb hält er sich meist von den anderen Schülern fern.

Mit den gemeinsamen Mittagessen beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft, die beiden hilft schwierige Zeiten zu überstehen.

Wie hat es mir gefallen?

Wieder einmal wurde ich ein williges Opfer des Titels, des Covers und vor allem des Klappentexts. Zwar habe ich hin und wieder Probleme mit Jugendbüchern, aber diesem Buch wollte ich unbedingt eine Chance geben.

Erzählt wird die Geschichte meist abwechselnd aus Kits und Davids Sicht. Besonders David hat mich immer wieder in seinen Bann gezogen. Sein Leben mit dem Asperger Syndrom gestaltet sich besonders schwer. Mit dieser speziellen Form des Autismus können betroffene zwar ein fast normales Leben führen, allerdings ist es nicht ganz einfach. So ergeht es auch David. Ihm fällt es ungemein schwer, menschliche Reaktionen richtig zu interpretieren und einzuordnen. Deshalb hat er ständig ein Notizbuch bei sich. Gemeinsam mit seiner Schwester hat er Regeln aufgeschrieben, Menschen kategorisiert, um sie besser beurteilen zu können.

Anfangs weiß Kit nicht so genau, warum sie sich zu David gesetzt hat. Langsam jedoch erkennt sie, wie er tickt, wie sie seine Reaktionen und Handlungen einordnen soll. Sie fühlt sich wohl in seiner Gesellschaft, denn er spricht Dinge oft klar und direkt aus. Zwar ist dies oft schmerzhaft, aber auch befreiend. Mit ihren Freunden verbindet sie so kurz nach dem Tod ihres Vaters kaum mehr etwas.
Die Autorin beschreibt Kits Ausnahmezustand sehr gut. Die Welt der jungen Frau ist in 1000 Teile zersprungen, nichts ist mehr wie es früher war und deshalb kann sie auch nicht mehr einfach so weiterleben, wie vor dem Autounfall. Selbst mit ihrer Mutter hat sie Probleme eine gemeinsame Gesprächsbasis zu finden.

David versteht zwar Kits Gefühlslage nicht in allen Einzelheiten, aber er mag sie unglaublich gerne und will ihr helfen. Sie verbringen ungewöhnlich viel Zeit miteinander und lernen sich sehr gut kennen.

Die Autorin hat ein wundervolles Buch geschrieben mit einer ungewöhnlichen aber über aus sympathischen männlichen Hauptfigur, die mein Herz im Sturm erobert hat.

Kit ist eine junge Frau, die ich sofort in die Arme nehmen und trösten wollte. Mein Papa ist erst vor kurzem verstorben und ich kann ihren Schmerz nachvollziehen.

Besonders gefallen, hat mir vor allem auch das letzte Drittel und das Ende. Eine großartige Geschichte mit überzeugenden Figuren, die ich auch Erwachsenen empfehlen kann.

www.mariessalondulivre.at

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Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Rezensionen von Krimine:

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Ein beklemmender Rückblick in die Nachkriegszeit kombiniert mit einem vielschichtigen Kriminalfall

Scythe - Der Zorn der Gerechten von Neal Shusterman

Warum immer samstags, fragt sich Kommissar Peter Hoffmann und macht sich schlecht gelaunt auf den Weg in das Provinznest Kaltenbruch, wo er einen Mord aufklären soll. Einen, der mit viel Heimtücke begangen worden ist und der die Bewohner über alle Maßen schockt. So wurde ohne ersichtlichen Grund der Sohn eines Bauen mit einer Axt niedergestreckt, während ein bekannter Kneipenschläger mit Blut besudelt am Tatort verweilt.

Doch anstatt ihn als Täter noch am selben Tag zu überführen, stellt sich das Verbrechen als viel komplizierter heraus und Hoffmann hat alle Hände voll zu tun, die Folgen vergangen Unrechts zu entwirren.

"Kaltenbruch" ist ein Roman, der in den fünfziger Jahren spielt, als das Leben in dem rheinischen Dorf Kaltenbruch von den Nachwehen des Krieges gezeichnet war. Frauen brachten ihre Kinder alleine durch, die Arbeit der Bauern war knochenhart und Flüchtlinge versuchten sich zu integrieren. Und inmitten dieser von Veränderungen geprägten Zeit siedelt Michaela Küpper ihre Geschichte an, die von dem Alltag einer Dorfgemeinschaft, von Missgunst und Neid und von traumatischen Kriegserinnerungen erzählt. So kommt es vor allem unter der jüngeren Bevölkerung zu Auseinandersetzungen, weil dem sozialen Status eine ganz besondere Rolle beigemessen wird.

Der Einstieg in den Roman erfordert vom Leser eine hohe Aufmerksamkeit, weil er zunächst einmal die Bevölkerung von Kaltenbruch kennenlernen muss. Da gibt es zum einen eine junge Frau, die bei einem Bombenangriff ihre Mutter verlor und auf dem Leitnerhof ein neues Zuhause gefunden hat, zum anderen spielt eine aus Polen stammende Flüchtlingsfamilie eine große Rolle, deren Kinder bedroht und gehänselt werden. Und dann gibt es da noch einen Hilfsarbeiter aus der Fabrik und zwei Bauernsöhne, die dasselbe Mädchen lieben. Hinzu kommen ein Dorfpolizist, der mit Leib und Seele Ordnungshüter ist, ein Düsseldorfer Kommissar, der nichts mit der ländlichen Idylle anfangen kann und seine neue Schreibkraft, die sich wider Erwarten als überaus gewieft entpuppt.

Der Schreibstil von Michaela Küpper ist unspektakulär und kühl, überzeugt aber durch seine Authentizität und einer angenehmen Bildhaftigkeit. Sämtliche für das verheerende Geschehen wichtige Figuren sind glaubhaft dargestellt, wobei ihr Zusammenspiel oftmals nur angedeutet wurde. Hier fehlen Informationen, die für den Fortgang der Ermittlungen wichtig sind und oftmals die emotionale Tiefe, um Handlungsweisen wirklich verstehen zu können. Demgegenüber sind die Rückblicke in die Vergangenheit sehr bewegend dargestellt und lassen ein nachvollziehbares Bild der damaligen Ereignisse entstehen. Der Mordfall selbst wurde gut erdacht, sodass der Leser lange Zeit rätseln musste, wer und was hinter den Taten steckt und dadurch die Spannungsbogen auf einem steten Level verweilt.

Fazit.
Ein beklemmender Rückblick in die Nachkriegszeit und ein Roman, der mit einem interessanten Ermittlerteam und einem vielschichtigen Kriminalfall gut unterhält.

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Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Rezensionen von begine:

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Geschichtsträchtig

Revolution im Herzen von Claudia Beinert; Nadja Beinert

Claudia und Nadja Beinert haben gemeinsam den Roman „Revolution der Herzen, Die heimliche Liebe des Karl Marx geschrieben. Zum 200. Geburtstag Karl Marx entwickeln sie einen historischen Roman mit Tatsachen und Fiktion.

Sie lassen Helene Demuth, genannt Lenchen mit ruhiger Sprache aus ihrem Leben erzählen.

Von Anfang an bin ich gefesselt. Sie kommt aus einer armen Familie, anheimelnd war die Szene als ihr Vater ihr Schachspielen beibringt. Als sie 10 Jahre alt ist, macht sie sich nach dem Tod des Vaters, auf den Weg um Dienstmädchen zu werden. Auf dem Weg kann sie Baroness Jenny vor einem Hund retten und die nimmt sie mit der Kutsche mit, schon da lernt sie den düsteren schwarzen Karl, wie sie ihn nennt, kennen. In Jennys Familie bekommt sie eine Anstellung und so geht alles seinen Weg.
Ihr Weg geht von Trier nach Paris , Brüssel und London. Sie ist der Fels der Familie Marx und nimmt Karls Meinung auf. Durch Lenchen wird besonders das Ergehen der Dienstmädchen in verschiedenen Familien beleuchtet.

Die Autorinnen haben Lenchens Geschichte und Karl Marx undd seine rFrau Jennys Leben interessant beschrieben. Die Leser erleben so den Kampf Mary und Engels, gegen die Armut und Ausbeutung. Bedrückend ist die große Kindersterblichkeit.

Claudia und Nadja Beinert erzählen im Nachwort noch wie das leben und der Kampf Karl Marx, seiner Frau, Lenchen und den Kindern weitergeht. Das ist informativ und interessant.
Den Roman ist ein Stück Weltgeschichte und ich kann ihn empfehlen.

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Geschichtsträchtig

Rezensionen von Pink Anemone:

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Gelungene Anthologie voller unheimlicher und skurriler Geschichten, Morbidität und schwarzen Humor. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

GHOST WRITER von Andreas Gruber

Diesmal entführt Andreas Gruber Sie mit seinen Horrorgeschichten in das Leipzig des Jahres 1840, nach New Orleans um 1908 und in das Wien des Jahres 1945.
Wir treffen auf elektronische Spinnen, einen kriminellen Zahnarzt, einen verrückten Erfinder in einem Kellerlabor und ein ungewöhnliches Brüderpaar, das an einer seltenen Krankheit leidet.

Erfahren Sie mehr über einen erschreckenden archäologischen Fund bei Athen, eine Lovecraft-Hommage über die Miskatonic-Universität in Arkham, sowie eine teuflische Weihnachtsgeschichte direkt aus der Hölle.
Und freuen Sie sich nicht zuletzt auf ein Wiedersehen mit Edgar Allan Poe und Jack the Ripper...(Klappentext)

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Der Autor Andreas Gruber hat unglaublich viele schriftstellerische Facetten und in seinen Anthologien kommen diese besonders gut zur Geltung. Egal ob historischer Grusel, SciFi, unheimlicher Thriller, Medical-Horror oder gar eine Mischung des ein oder anderen. Jeder dieser Geschichten besticht durch unglaublich atmosphärische Beschreibungen des Settings, packenden Schreibstil, authentischen Charakteren, aber auch äußerst skurrilen und auch bekannten Figuren, und durch schwarzen und nicht selten auch morbiden Humor.

"Als ihr Mann, durch einen nächtlichen Anruf geweckt, statt nach dem Telefon zur Waffe greift, die auf dem Nachttisch liegt, schießt er sich beim 'Abheben' versehentlich in den Kopf. Blöder Zufall, kommt sicher nur einmal im Leben vor." (S. 41)

Hier finden wir ebenso einen Schreibstil der an E.A. Poe und H.P. Lovecraft erinnert, als auch einen modernen und frischen Stil, je nach Geschichte und Genre.

Es traf zwar nicht ganz jede Geschichte meinen Geschmack (wie das bei Anthologien eben so ist), wurde jedoch mit so manch anderer Geschichte dafür entschädigte und mich umso mehr begeistern konnte.
Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei, jeder kommt durch ein paar Geschichten auf seine Kosten.

Ein ganz besonderes Schmankerl sind die Einleitungen zu jeder Geschichte, welche nicht selten witzige Anekdoten, sowie kleine private Einblicke des Autors enthalten und einen auf die jeweilige Geschichte einstimmen. Diese sollten also unbedingt gelesen werden.

"Die folgende Geschichte ist die zweite bisher unveröffentlichte Story in diesem Band. Ursprünglich wollte ich für diese Kollektion nur alte Stories überarbeiten und keine neuen schreiben. Aber diese Geschichte musste einfach aufs Papier. Die Idee war da, krallte sich mit aller Macht in meinem Kopf fest und ließ mich nicht mehr los, bis ich sie mir von der Seele geschrieben hatte. Nun gehört sie Ihnen - was für eine Erleichterung!" (S. 217)


Fazit:
Wieder eine gelungene Anthologie voller unheimlicher und skurriler Geschichten, Morbidität und schwarzen Humor.
Zugegeben, nicht jede Kurzgeschichte traf meinen Geschmack, aber die anderen im Gegenzug umso mehr und diese ließen mich dann mehr als nur begeistert zurück.
Ich werde immer wieder aufs Neue vom Schreibstil des Autor mitgerissen und das betrifft nicht nur seine Anthologien, sondern vor allem auch seine Thriller.
Ich hätte mich noch ewig in diesem Buch verkriechen mögen, so unheimlich einige Geschichten und so morbid und bösartig so manche Figuren auch waren. Jedenfalls schloß ich das Buch dann mit dem Wissen nun endlich die wahre Geschichte Jack the Rippers zu kennen, dass jeder Zahnarzt irgendwann seine gerechte "Bezahlung" bekommt und das Weihnachten in der Hölle nicht anders gefeiert wird als auf Erden.

© Pink Anemone

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Gelungene Anthologie voller unheimlicher und skurriler Geschichten, Morbidität und schwarzen Humor. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Rezensionen von Gudrun Gaber:

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Von England über Brüssel nach Bruchleithen

Jud von Georg Thiel

So lange es Täter/Menschen mit folgender Einstellung gibt: "Es ist nicht meine Schuld, dass der Nationalsozialismus die herrschende Ideologie dieser Jahre gewesen ist. Dass man von uns unerschütterlichen Glauben, unbändigen Willen, ungebeugten Opfermutter eingefordert hat." braucht es solche Bücher.

Lassen Sie sich auf die Geschichte (Roman/Fiction) ein.

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