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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von CanYouSeeMe:

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Lass uns über Style reden

Lass uns über Style reden von Michael Michalsky

Der Klappentext des Buches kann vermuten lassen, dass es sich bei dem Buch von Michael Michalsky um eine Art Ratgeber handelt. Mein erster Eindruck hat mich zu der Annahme kommen lassen, dass sich hier vielleicht der ein oder andere Tipp für ein ‚stylisheres‘ Leben finden lassen.
Meine Annahme war nicht komplett falsch – dennoch hat das Buch mir nicht das geboten, was ich mir erwartet habe.

Herr Michalsky sinniert in diesem Buch über seine Einstellung zum Thema ‚Style‘. Es gibt einige sehr angenehme Passagen. Für mich waren das die persönlichen Momente, in denen er von seinem Leben und Werdegang spricht. Beim Lesen merkt man, dass er viel recherchiert hat – er spricht Studien an, vergleicht Ergebnisse. Ich hätte mich gefreut an irgendeiner Stelle auch die Namen der Studien zu erfahren, um sich mit dem ein oder anderen interessanten Ergebnis näher beschäftigen zu können.
Insgesamt habe ich das Buch als ein großes „Ich finde, dass…“ empfunden. Was ja auch verständlich ist. Dennoch hatte ich zu oft den Eindruck, dass die persönlichen Ansichten des Autors als die einzig wahren glorifiziert wurden. Das hat viele Passagen arrogant und überheblich wirken lassen und mir ein wenig den Spaß an der Lektüre genommen.
‚Lass uns über Style reden‘ ist ein kurzweiliges und partiell interessantes Buch. Ich persönlich konnte daraus jedoch keinen Mehrwert ziehen und frage mich mit welcher Intention es denn genau auf den Markt gekommen ist – das wurde mir beim Lesen nämlich nicht klar.

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Lass uns über Style reden

Rezensionen von Nepomurks:

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Leider diesmal nur Mittelmaß...

Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde

Nach „Die Geschichte der Bienen“ war ich ziemlich gespannt auf den neuen Roman von Maja Lunde: „Die Geschichte des Wassers“. Aber so richtig konnte der Funke dann diesmal doch leider nicht überspringen..
Auf mich wirkten die Geschichten an vielen Stellen zu klischeehaft und pathetisch was den Naturschutz und ein nötiges Umdenken angeht, dafür jedoch gleichzeitig zu wenig authentisch.

Maja Lunde erzählt wieder in verschiedenen Strängen und Zeiten (2017 vs 2041), verknüpft die beiden Geschichten dabei indirekt miteinander und schafft ein durchaus erschreckendes Szenario rund um „Hauptprotagonistin“ Signe, die weiteren Charaktere und das Hauptthema des Romans, den Wassermangel der Zukunft. Man durchlebt vielfältig die Konsequenz des Problems mit den Figuren, erlebt deren Nöte, Flucht und Suche. Sicherlich gab es einige durchaus ergreifende Momente in den Verläufen, doch ich konnte mich oftmals nicht ausreichend mit den Figuren identifizieren und habe auch die vielen Wiederholungen des Wortes „Wasser“ als eher störend empfunden. Ich meine, schließlich weiß man worum es geht.. Die Szenerie hatte meines Erachtens einfach mehr Potenzial, als hier von Maja Lunde ausgeschöpft wurde und ich hätte mir dann doch weniger die schlechtere Kopie des Vorgängers gewünscht, als vielmehr etwas Neues.
Für mich war der zweite Roman der Autorin eher enttäuschend als überraschend und ich hoffe, dass das nächste Buch sich ein wenig aus dem bekannten Schreibmuster lösen kann. Auch bin ich zu Beginn nur schwer in die Geschichte hineingekommen und musste viel Schwung vom anfänglichen Enthusiasmus mitnehmen, um das Buch zu Ende zu lesen.Ich würde dem Buch trotzdem sehr gut gemeinte 3 Sterne geben, es aber dennoch nur eingeschränkt weiterempfehlen. Vielleicht wäre es für Leser hilfreich, wenn sie zuvor nicht das Buch der Bienen gelesen haben..

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Leider diesmal nur Mittelmaß...

Rezensionen von Nepomurks:

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Absolut lesenswert!

Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde

In „Die Weisheit der Trottellumme“ erzählt Florian Werner auf sehr einfühlsame Weise wundervolle Geschichten diverser Tiere und verbindet in seinen Anekdoten Information mit philosophischen Ansätzen und Lebensweisheiten. Ich fand die einzelnen Kapitel durchweg ziemlich interessant, manches Mal witzig, teils aber auch berührend und nachdenklich stimmend.

Florian Werner schafft es meiner Meinung nach durch seinen Erzählstil immer wieder, eine intensive Bindung zwischen Leser und Inhalt zu erzeugen und man kann während der Lektüre förmlich in die Welt der jeweiligen Protagonisten eintauchen. Ob Orca, Fliege, Igel, Fledermaus oder Krokodil und Känguru – in jedem Kapitel erweckt Florian Werner das jeweilige Tier zum Leben und verpasst den Protagonisten einen spürbaren Charakter. Und siehe da: Man kann als Mensch womöglich noch Vieles von den Tieren lernen! Obwohl die Geschichten des Autors eher leicht daher erzählt wirken, sind sie mir wegen der Intensität an vielen Punkten unter die Haut gegangen. Die Mischung aus Denkanstoß und Info ist Florian Werner (wie ich finde) sehr gut gelungen. Zudem gefiel mir, dass die einzelnen Kapitel kurz gehalten und so auch gut zwischendurch zu lesen sind. Insgesamt ein schönes Buch, das ich absolut empfehlen kann! Beide Daumen hoch und 5 Sterne.

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Leider diesmal nur Mittelmaß...

Rezensionen von Peter Burk:

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Tirol zu jeder Jahreszeit

Das Tiroler Vier-Jahreszeiten-Wanderbuch. 102 Wandertipps für Frühling, Sommer, Herbst und Winter von Hubert Gogl

Denkt man an Tirol so kommen einen Berge und Täler in den Sinn. Ebenen gibt es hier kaum, das Land ist geprägt von gewaltigen Höhenunterschieden. Und lädt zu jeder Jahreszeit zum Wandern ein.

Mit dem neu erschienenen Tiroler Wanderbuch hat Hubert Gogl einen treuen Begleiter für das ganze Jahr geschrieben.

Gogl stammt aus St. Jodok und hat alle Touren selbst erkundet – natürlich auch vor seiner Haustür im Schmirntal, einem kleinen Paradies in unmittelbarer Nähe des wohl am meisten befahrenen Alpenübergangs. Das Buch überzeugt von Anfang an, sei es durch die schöne Bebilderung (fast ausschließlich vom Autor), die Kartenausschnitte oder die genauen Zeit- und Höhenangaben (die allerdings persönlich noch nicht in der Praxis erprobt wurden). Aber auch die Auswahl der über 100 Touren ist gelungen, den von allem und für alle ist etwas dabei: altbekannte Familienklassiker wie das Kranzhorn zum Auftakt , das beliebte Gasthaus Rauschbrunnen oberhalb Innsbrucks oder das Wiesle im Ötztal; ernstzunehmende Ganztagestouren wie Thaneller, Tschirgant oder Muttekopf; eine Rodeltour zur Kemater Alm oder eine reine Winterwanderung zu Walderalm oberhalb des Vomper Lochs.

Was hebt das Buch von den unzähligen bereits erschienen Tiroler Wanderführen ab? Nun, die jahreszeitliche Aufteilung ist wohl einzigartig und bietet eine gute Orientierungshilfe zur Frage „Wann eine Tour geht“. Ein praktisches Merkmal sind auch die Hinweise zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln (in Kombination mit einer Öffi-App – der Verkehrsverbund Tirol ist Kooperationspartner). Ganz besonders gefällt mir die persönliche Note des Autors bei den Beschreibungen: immer wieder lässt er eine kurze Geschichte zur Herkunft von Namen, geschichtlichen Begebenheiten oder Brauchtümern einfließen. Ein schönes Wanderbuch!

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Tirol zu jeder Jahreszeit

Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

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Der Mann hat Humor

Jud von Georg Thiel

Georg Thiel zeigt uns, wie man ein ernstes Thema humorvoll aufarbeiten kann - vor allem am Anfang des Buches. Der Überraschungseffekt wäre jedoch größer, wenn man als Titel nicht "Jud" gewählt hätte.
Besonders gefallen hat mir, wie die unterschiedlichen Charaktere ihre sehr eigene Sprache sprechen.

Ein Höhepunkt ist wohl der Besuch der Brüsseler Weltausstellung - großartig.

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Der Mann hat Humor

Rezensionen von Josef Lüthold:

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Neuoffenbarungen sind nicht irrtumsfrei.

Die Jugend Jesu von Jakob Lorber

Das Werk von Jakob Lorber ist gut bis sehr gut. Aber es ist nicht irrtumslos. Denn die Diktate an Lorber kamen meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie wurden vielfach von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate eingeflossen sind.

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Neuoffenbarungen sind nicht irrtumsfrei.

Rezensionen von ikatzhorse2005:

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Deutschlands vergangene Jahrhunderte

Die Jugend Jesu von Jakob Lorber

Deutschlandreise eine Lesung aus der Produktion Audiobuch Verlag 2018 mit 8 Cds und 586 Minuten Hörzeit.
Eine andere Welt des Denkens und Betrachtens, zeitgenössische Reiseberichte und Ansichten über mehrere Jahrhunderte sind in dieser Sammlung zusammengefasst. Zugegeben leichtfüßig und gut zu verstehen, die Begebenheiten um Mark Twain, Heinrich Heine, Theodor Fontane und Johann Wolfgang von Goethe.

Die landschaftlichen Reize, unwegsame Reisegefährte sowie die Eigenarten von Land und Leuten kreuz und quer in Deutschland ließen mich erstaunt aufhorchen und entlockten mir ein verhaltenes Lächeln. Die Größen der zeitgenössischen Sprache, eingefangen durch die verschieden Sprecher und Interpretationen, lassen die Geistes-und Kulturwissenschaften durch ihre literarischen Texte aufleben. Ein Werk zwischen Leben und Denken der damaligen Zeit, erzählt mit tiefsinnigen Worten.
Die Episoden aus längst vergangenen Tagen von Michel de Montaigne und Germaine de Stael vermochten mich nicht zu begeistern. Die Abhandlungen und kritischen Beobachtungen ermüdeten mich und ich konnte leider nicht aufmerksam folgen.
Fazit: Ein gelungener Versuch Impulse bekannter Poeten aufleben zu lassen mit Schwächen und Höhen, Längen und Tiefen für einen kurzweiligen Hörgenuss.

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Neuoffenbarungen sind nicht irrtumsfrei.

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Heilen ihre Bestimmung, Theriak ihr Gehilfe

Die Arznei der Könige von Sabine Weiß

Die Arznei der Könige ein historischer Roman von Sabine Weiß über das Leben und Wirken um die junge Heilkundige Jakoba.
Auf 636 Seiten erweckt dieser bewegende Roman das 14. Jh. in einer farbenreichen Palette zum Leben. Die Geschichte beginnt in Lüneburg. Die Adelige Jakoba hat nach einem Schicksalsschlag im Kloster ihre Bestimmung als Krankenpflegerin gefunden.

Doch ihr Oheim und Vormund entreißt sie der schützenden Obhut des Klosters und zwingt sie erneut in eine ungewollte brutale Ehe. Die Männer an ihrer Seite, Bruder Anno und Ehemann Gevehard, kalt, missbilligend, berechnend, sie benutzend,...sehen sie als Mittel zum Zweck. Ein gefährliches Leben, dem sie sich entzieht und unter Angst in Richtung Süden flieht. Aufgenommen von Arnold einem Theriak-Krämer und dessen exotischer Frau Mona erlernt sie die Methoden und Künste des Heilwissens. Rasch macht sie sich als einfühlsame angesehene Heilerin einen Namen und erlernt, dank eines venezianischen Apothekers die geheimnisumwobene Herstellung der Arznei der Könige, des Theriaks.
Urchristliche Ideale und der Lange Arm der Macht der Männer und Gelehrten bringen sie fast zum Fall und wollen verhindern, dass sie das aufgibt, was ihre Bestimmung im Leben ist und sie vollkommen ausfüllt - das Heilen und Behandeln von Kranken!
Ein bewegendes menschliches Drama nach Vorlagen einer wahren Begebenheit mit realem Hintergrund.
Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen gekonnt in einem flüssig zu lesenden Text. Die Protagonisten sind klar gezeichnet. Gefühle und Begebenheiten werden anschaulich dargestellt und lassen den Leser mit Jakoba weinen, verzweifeln, leiden, lieben, hoffen und kämpfen. Die Geschehnisse sind sehr gut recherchiert und es entfaltet sich ein malerisches Bild des Mittelalters. Ritter, Knechte, Mägde, Könige, Hunger, Leid, Rivalitäten, Prunk und Macht, Stand, Tugenden,...Medica Jakoba ist ein Spielball des ganzen Geschehens. Anschaulich, spannend und deutlich werden die Heilanwendungen, Kräuterkenntnisse und Arzneimittelherstellungen in den stimmungsvollen Roman verpackt.
Fazit: Mich konnten die lebhaften Zeilen aus der Feder von Sabine Weiß restlos begeistern. Ein Schatz unter den historischen Romanen. Eine unfreiwillige Reise einer mutigen Frau auf dem Weg zu sich selbst.

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Heilen ihre Bestimmung, Theriak ihr Gehilfe

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Man überlebt fast alles

Die Arznei der Könige von Sabine Weiß

Kranichland von Anja Baumheier eine Produktion des Audio Buch Verlag, gelesen von Beate Rysopp auf 2 MP3-CDs mit 704 Minuten Spielzeit.
Mit ihrem Debüt taucht Anja Baumheier tief in eine Familiengeschichte über drei Generationen ein und begibt sich auf eine fesselnde Spurensuche. Zwischen Erinnerung und Familienepisoden, Gesprächsfetzen, Vergangenheit sowie Hier und Jetzt, detailliert, lebendig, schwelgend in Euphorie, Mut, Schmerz, Wut, Angst, Verdrängung und Erkenntnis, spürt man die eigenen Wurzeln.

Ein erschütterndes Werk über Familienbande, die hartnäckige Suche nach Liebe, Verlust und Wiederfinden und die Frage, wie man unter widrigsten Bedingungen die Hoffnung nicht verliert. Die Autorin betrachtet ein sensibles und schonungsloses Thema deutscher Geschichte, Schicksale, die miteinander verwoben sind und eine Reihe von Geheimnissen bergen.
Johannes Groen flieht nach dem Krieg aus Schlesien und findet in Rostock mit Elisabeth, seiner gefundenen Liebe, eine neue Heimat. Der Sozialismus und das Regime streckt die Hände nach Johannes aus. So zieht das junge Paar nach Ost-Berlin und gründet eine Familie. Doch Elisabeth verliebt sich in Anton, der seine Zukunft in West-Berlin sucht.
Ein geteiltes Leben, eine große Sehnsucht, der sehnliche Wunsch nach Freiheit und Entscheidungen, die noch über Jahrzehnte hinweg fatale Folgen haben. Einfühlsam und unerbittlich berichtet die Autorin über die Machenschaften der DDR-Regierung und die legitimierten Verbrechen dieser Zeitepoche.
Die äußerst angenehme Erzählstimme hat mich bestimmte Situationen intensiv erleben lassen, mich durchweg gefesselt und bereicherte die Lesung mit einfühlsamen Interpretationen der verschiedenen klar gezeichneten Protagonisten und Charaktere.
Fazit: Ein erstaunlicher Hörgenuss, der ein Stück deutsch-deutsche Geschichte aufleben lässt. Diese Lektüre betrachtet kritisch eine Zeit der Blendung und Lügen, verpackt in eine nebulöse Familiensaga. Sie öffnet die Augen und hinterlässt einen leicht schalen Beigeschmack, der sicher von der Autorin gewünscht ist?! Unbedingt hören, diese Zeilen werden im Kopf bleiben.

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Heilen ihre Bestimmung, Theriak ihr Gehilfe

Rezensionen von ikatzhorse2005:

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Poesie der Farben

Die Arznei der Könige von Sabine Weiß

Der Augenblick der Zeit von Stephanie Schuster ein Roman aus dem Blessing Verlag 2018
In diesem Debütroman von Stephanie Schuster begeben sich zwei Menschen auf den Weg, das Geheimnis eines Gemäldes aufzudecken. Getrennt durch mehrere Jahrhunderte sind sie außer Stande sich zu begegnen und doch verbindet die Suchenden ein Ziel, das Rätsel um die geheimnisvolle Frau auf dem Bild zu lüften und sich dabei selbst ein Stück weit zu entdecken, die Traurigkeit ihres eigenen Schicksals zu akzeptieren um weiterleben zu können.

Ina Kosmos, Künstlerin, Malerin in München der heutigen Zeit und Georg Tannstetter, Sternendeuter, angehender Gelehrter und Arzt zu Zeiten der Renaissance sind die Hauptprotagonisten in dieser berührenden Geschichte. Zwei Erzählstränge laufen im farbenfrohen und emotionalen Finale zusammen. Alle Fäden winden sich um Leonardo da Vinci und "La Bella Principessa", Bianca Maria Sforza und scheinen verborgen in diesem höfischen mailänder Porträt. In einer detailreichen, liebevollen und wunderbar recherchierten Sprache gelingt es der Autorin die gesamte Farbpalette sichtbar zu machen und die Begebenheiten bei Hofe zum Leben zu erwecken. Die Überschriften der einzelnen Kapitel lesen sich wie ein Farbkasten aus dem Künstlerbedarf um die Ecke: Sepia, Indigo, Purpur, Ocker, Diamantsilber,...eine Einstimmung für die Sinne. Sie machen Lust selbst wieder zum Pinsel zu greifen, um der eigenen Kreativität seinen Lauf zu lassen.
Fazit: Eine intelligente Spurensuche, ein Erinnern lebendig, inspirierend, eine Hommage an die Kraft der Kreativität, das Schöne im Leben, ein Hoch auf die schönen Künste, die Malerei und den Erhalt der Kunstwerke aus fast vergessenen Zeiten. Ein Roman selbst wie ein außergewöhnliches poetisches Gemälde, gewürzt mit einer Prise Sinnlichkeit und Erkenntnis. Klar, deutlich, schön – eine Aufforderung zum Lesen!

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Heilen ihre Bestimmung, Theriak ihr Gehilfe