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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Pink Anemone:

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Eine Mischung aus Kochbuch und Bildband - ein Buch zum Kochen, Träumen und Genießen.

Kulinarische Einblicke in eine der ursprünglichsten Regionen Irlands. Mit lokalen Produkten hochwertig und gesund kochen. Ein Leckerbissen für Gaumen und Augen. In Zeiten hochverarbeiteter Lebensmittel und steigender Unverträglichkeiten erfreuen sich regional und biologisch angebaute Nahrungsmittel und gesundes Essen einer immer größeren Beliebtheit.

An diesem Punkt setzt Was das Land uns schenkt Rezepte aus Irland an. Das irische Connemara zählt zu den natürlichsten Regionen des Landes, Oscar Wilde bezeichnete es einst als eine wilde Schönheit . Mit seinen schroffen Hügeln, malerischen Heide- und Moorgebieten und zerklüfteten Küsten im Westen ist es landschaftlich so abwechslungsreich wie beeindruckend. Hier ist es noch möglich, im Einklang mit der Natur zu leben und die natürlichen Ressourcen und landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die das Land bietet, zu nutzen. Dieser Band besucht das Screebe House, ein historisches Anwesen im Westen Irlands, das für seine Gastfreundlichkeit, seinen Komfort und die feine Küche bekannt ist, und zeigt, wie man mit lokalen Produkten und etwas Kochtalent qualitativ hervorragende Gerichte kreieren kann. Neben Klassikern wie dem Full Irish Breakfast und Nachmittags-Scones enthält er auch Muscheln aller Art, Lammkarree oder eine irische Käsekunde. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen der Region runden das Buch perfekt ab und nehmen uns mit auf eine Traumreise an die irische Westküste....(Klappentext)

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"In der sogenannten Slow-Food-Bewegung wird ein Gedanke aufgegriffen,
der der armen Bevölkerung im Westen Irlands durch ihre tägliche Lebenssituation eingegeben war:
Bewahrung des traditionellen Lebensmittelhandwerks, Rückbesinnung auf regionale Produkte,
artgerechte Tierhaltung und die Erhaltung einer großen Geschmacksvielfalt."
(S. 3)

Mit diesem ungewöhnlichen Kochbuch reist der Leser an Connemaras Küste im Westen Irlands. Sieben Tage mietet man sich im Screeb House ein und lernt auf diese Weise Land, Leute und vor allem die Küche kennen.

Fischfang, Jagd und Gemüseanbau haben in Irland einen großen Stellenwert, dementsprechend gestalten sich auch die Rezepte, die vielfältiger nicht sein könnten, wie z.B.:

Venusmuscheln in Weisswein-Sahne-Sauce
Roastbeef an Estragon-Rotwein-Sauce
Hirschragout
Full Irish Breakfast
Eingelegtes Gemüse
Irish Coffee
Irischer Apfelkuchen
Apfelcrumble, etc.

Das Buch enthält eine bunte Mischung aus aufwendigen und einfachen Rezepten, von deftigen bis himmlisch leichten, traditionellen, sowie neu interpretierten Gerichten, von pikant bis süß. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ich habe bereits ein paar Rezepte nachgekocht und war bisher von jedem einzelnen begeistert.
Die Zutaten sind im Großen und Ganzen leicht erhältlich (bis auf bestimmte Meeresfrüchte und Fischarten) und die Zubereitung ist gut und einfach beschrieben. Zusätzlich erhält man nützliche und interessante Tips für die Küchenpraxis, wie z.B.: wie man Fische entschuppt und ausnimmt, über typisch irische Käsespezialitäten oder Informationen zu Garnelen, Austern und Seeigel.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es eine Mischung aus einem Kochbuch und Bildband ist. Hier werden nicht nur die Rezepte schön in Szene gesetzt, sodass einem schon beim bloßen Durchblättern das Wasser im Mund zusammenläuft und der Magen zu grummeln beginnt. Auch Bilder von Land und Leuten sind darin enthalten, viele davon mit kurzer Information dazu.

"In kaum einer anderen Region Irlands zeigt sich die Landschaft der grünen Insel so kontrastreich wie in Connemara:
weitläufige grüne Täler wechseln sich ab mit Moorlandschaften und einer zerklüfteten Küstenlandschaft mit vielen kleinen Halbinseln."
(S. 69)

Die Aufmachung und Verarbeitung ist zudem qualitativ hochwertig und lädt zum Schmökern ein und das immer und immer wieder.

Fazit:
Eine wunderschöne und stimmungsvolle Mischung aus Kochbuch und Bildband und somit ein Buch zum Kochen, Träumen und Genießen. Ich bin noch immer ganz hin und weg und werde mit Sicherheit noch viele Rezepte ausprobieren und/oder nochmals nachkochen.
Wer Irland und dessen Küche mag, wird dieses Buch lieben.

© Pink Anemone

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Rezensionen von heinoko:

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Schade um die Lesezeit


Anmerkung vorneweg: Eigentlich mag ich es nicht, wenn in der Rezension der Klappentext zitiert wird. Aber in diesem Fall wähle ich gerne diesen einfacheren Weg zur Inhaltsübersicht, da mir das Buch wenig gefallen hat und ich es mir damit gerne etwas leichter machen möchte:
„Paris 1944. Jean Ricolet ― ein junger Inspektor aus dem Süden Frankreichs ― wird nach der Befreiung nach Paris versetzt.

Er soll der Form halber den Mord an einem Nazi untersuchen, der für die Verteilung der Raubkunst zuständig gewesen ist. Im Zuge seiner Ermittlungen sucht Ricolet die Kunststudentin Pauline Drucat auf, die für die Nazis als Expertin arbeiten musste, doch gleichzeitig eine Spionin der Résistance war. Gemeinsam beginnen sie und Ricolet der Spur des Mörders zu folgen. Und schnell erhärtet sich ihr Verdacht, dass von der Verteilung der Raubkunst nicht nur die deutschen Besatzer profitierten ...“
Eigentlich klingt der Plot interessant. Der geschichtliche Hintergrund – 1944, Paris ist befreit – verlockt. Am Ende des Buches frage ich mich allerdings vergeblich, was ich an Historischem erfahren habe, was ich gelernt haben könnte. Nichts. Und was habe ich über Paris, über die Franzosen gelernt? Nichts. Ein paar eingestreute französische Brocken, ein paar klischeehafte Beschreibungen. Nein, das genügt einfach nicht. Nächster Kritikpunkt sind die Protagonisten. Inspektor Ricolet, vom Lande, wird als eine Mischung aus trampelig-naiv und draufgängerisch-charmant dargestellt, dann wiederum kommandiert er seine Kollegen herum, die Kollegen erst ganz klischeehaft mit Vorbehalten ihm gegenüber, dann machen sie plötzlich alles, was er möchte, Pauline als verlogen-betrügerisch, sich selbst verkaufend (ach ja, Zeitbezug, da konnte man nicht anders, wenn man etwas erreichen wollte…), mitunter geradezu pubertär wirkend, aber auch wieder irgendwie anziehend, niemals aber wie eine mutige Frau in der Résistance. Also rundum sind die Protagonisten in ihren sehr gemischten Persönlichkeiten jenseits aller minimal-psychologischen Kenntnisse gezeichnet, dazu noch so blass-lebensleer beschrieben, dass man als Leser diesen Menschen sehr fern bleibt. Man liest als leidlich interessierter Zuschauer, ohne Emotionen, ohne Hoffen und Bangen, man liest einfach nur, damit man das Buch gelesen hat. Eine gewisse Spannung flackert hin und wieder auf, aber dieses Spannungsfeuer erstickt sich selbst immer wieder an seinen Unwahrscheinlichkeiten. Dass der Sprachstil sperrig ist, spröde, umständlich, rundet den Negativeindruck ab. Das Buch mischt wild alle Genres von Krimi bis Schmonzette, verbindet dieses Durcheinander in unpassendem Sprachstil und verpasst dem Ganzen sozusagen als Garnierung ein paar hübsche französische Wörter und ein Kriegsjahr, das sich in diesem Buch so harmlos wie Hustenbonbon darstellt. Schade um die Lesezeit!

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Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:

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Ein Meisterwerk

Die Frau, die liebte von Janet Lewis

Beim Lesen des Buches entstehen Historienbilder die sehr liebevoll und detailreich ausgeschmückt sind. Die Spannung hält vom ersten bis zum letzten Wort. Man bekommt Lust, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich eventuell eine Verfilmung anzusehen, bzw. mehr von Janet Lewis
zu lesen.

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Ein Meisterwerk

Rezensionen von Lagoona:

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Anders als erwartet

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

Es geht um eine fremde Welt namens Orïsha, es geht um Götter, es geht um Mythen, die teilweise an die westafrikanische Kultur erinnern. Es geht um Kämpfe, um Ungerechtigkeit und es geht auch um verlorene Magie und Liebe, Trauer, Verlust und Familie.
Ich tue mich diesmal mit einer Bewertung wirklich etwas schwer.

Ich finde die Idee an sich ganz gut, aber ich habe mich teils wirklich durch die Geschichte gekämpft. Vieles ist anders gelaufen, als ich es mir gewünscht habe und ich bin weder überzeugt noch so richtig zufrieden. Leider, denn ich habe mich wahnsinnig auf das Buch gefreut. Ich gebe 3,5 Sternchen und bin trotzdem gespannt, wie der Film auf mich wirken wird, wenn er denn bei uns erscheint. Ich kann dennoch jedem nur raten sich seine eigene Meinung zu bilden, denn nur, weil ich nicht so ganz in die Story reingekommen bin, muss das ja nicht heissen, das andere sie nicht vielleicht toll finden werden :-)

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Anders als erwartet

Rezensionen von BarbaraM:

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Ein witziges und sehr unterhaltsames Abenteuer

Mein Onkel, der Roboter von Petrowitz Michael

Jonas hat einige Probleme in der Schule und deshalb soll seine Mutter zum Elterngespräch in die Schule kommen. Aber damit ist Jonas überhaupt nicht einverstanden. Da läuft ihm zufällig ein Schulkamerad über den Weg, der gerade am Bau eines Roboters herumtüftelt. Jonas hat eine brandheiße Idee.

Ob die jedoch gut geht?

Mit seinem Band „Mein Onkel, der Roboter“ aus der Leserabenreihe (3. Lesestufe) ist Michael Petrowitz ein witziges und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Ravensburger Verlag erschienen ist und 55 Seiten umfasst. Das Buch ist in großer Schrift und einfach gehaltener Sprache zu lesen. Also absolut für Kinder geeignet. 
Passend zur Geschichte sind viele ausdrucksstarke Zeichnungen im Comic-Stil von Illustrator Benedikt Beck zu finden.

Die Geschichte um den Roboter Herrn Botti weist viele humorvolle Ideen auf. So hat er zum Beispiel seine ganz eigene Art mit dem sportlichen Ehrgeiz vom Sportlehrer umzugehen. Bemerkenswert sind die vielen Details, die in dem Buch stecken und die das Herzblut aufzeigen, mit dem das Abenteuer verfasst wurde.
Die Zeichnungen im Buch haben meine Kinder sehr angesprochen. Sie haben sich teilweise überlegt, was die jeweiligen Personen gerade sagen und denken und haben diese dann nachgespielt. Das war ein toller Nebeneffekt beim gemeinsamen Lesen!
Super finden es meine Kinder, dass sie mit dem Buch auch auf Antolin Punkte sammeln können und es hinten im Buch ein Leseraben Leserätsel gibt.


Fazit: Wir sprechen eine Kaufempfehlung aus, für Jungen und Mädchen ab 7 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer erleben wollen.
Lesespaß garantiert.

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Ein witziges und sehr unterhaltsames Abenteuer

Rezensionen von Caroline :

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Eine Geschichte, die nicht am Anfang beginnt

Mein Onkel, der Roboter von Petrowitz Michael

Stell dir vor es klingelt an der Tür und du machst auf. Vor dir steht dein Mann, der seit acht Jahren keine Rolle in deinem Leben spielt. Genau das passiert Jennifer. Bruno will sofort die Scheidung, denn er möchte wieder heiraten. Da die Gesetzeslage in Spanien anders ist, soll Jennifer alles Stehen und Liegen lassen, um eine Unterschrift zu leisten.

Jenny denkt nicht daran, ihrem Ex diesen Gefallen einfach so zu tun. Genau deshalb hat sie damals nach einer spontanen Hochzeit, die Flucht ergriffen. Zwei Monate hielt die Ehe mit Bruno de Verteuil, einem erfolgreicher Winzer. Ihm verfiel die 21jährige Jennifer vom ersten Moment an. Als er jedoch von ihr verlangte in Spanien zu bleiben, um ihn auf dem Weingut zu unterstützen, blieb ihr keine andere Wahl als nach Kanada zurückzukehren. Ihr Studium und ihre beruflichen Plänen wollte sie unter keinen Umständen aufgeben.
Bruno kann sehr überzeugend sein. So fliegt Jenny mit ihm gemeinsam wieder nach Spanien. Die Gegend rund um das Weingut erweckt Erinnerungen. Gut wie auch Schlechte. Die Vergangenheit fest eingeschlossen, stellt sie sich der neuen Situation.

Wie hat es mir gefallen?

Ich weiß nicht mehr genau, wo ich dieses Buch entdeckt habe. Mir gefiel auf Anhieb das Cover und der Klappentext. Danke an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar.

Bereits in der Kurzbeschreibung fand ich die Ausgangssituation ansprechend. Warum endet eine spontane Hochzeit in so einem Desaster? Die Antwort auf diese Frage beantwortet Suzanne Roy mit einer sehr lebendigen weiblichen Hauptfigur. Bei Jennifer fand ich viel von mir selbst. Ich hätte ähnlich reagiert wie sie, als ihr Ehemann unglaubliche Forderungen stellt. Dieser Überfall und die darauf folgenden Aktionen haben die Furie geweckt. Ihrem Plan, Bruno ein wenig auflaufen zu lassen, konnte ich nichts abgewinnen. Freute mich aber schon auf die Umsetzung.

Langsam erfährt der Leser Einzelheit zu dieser wilden Liebe. Zwar nicht in dem Umfang, den ich erhoffte, aber genug, um zu begreifen, warum Jennifer wild um sich schlägt und manchmal recht rigorose Handlungen setzt. Obwohl sie sich in den acht Jahren von einer jungen, impulsiven zu einer ernsthaften Frau verändert.

Zu Beginn fand ich Bruno sehr übergriffig. Nicht im körperlichen Sinn, aber in seinem Benehmen gegenüber seiner Noch-Ehefrau. Erst im Laufe der Story erklärt sich seine forsche Herangehensweise zumindest zum großen Teil.

Einen Zusatzpunkt vergebe ich für das Setting. Katalonien/Spanien als Handlungsort eines Liebesromans ist mir noch nicht sehr oft untergekommen. Dieses Weingut mit Blick aufs Meer und der Abgeschiedenheit überzeugte mich.

Mein Fazit zu dem Buch lautet wie folgt: Die Geschichte setzt an einem ungewöhnlichen Punkt an. Jennifer und Bruno haben acht Jahre lang keinerlei Kontakt. Sie entwickeln sich beide unabhängig voneinander. Wobei Jennifer sich ungleich mehr verändert. Mit einundzwanzig Jahren fehlte es ihr damals an Lebenserfahrung. Nach einem erfolgreich absolvierten Studium und dem Aufbau einer aufstrebenden Werbeagentur ist sie an diesen Aufgaben gewachsen.
Bei Bruno sind die Entwicklungen sehr subtiler zu beobachten. Er öffnet sich nur langsam und zeigt seine veränderten Seiten in kleinen Dosen.

Zum Cover möchte ich noch erwähnen: Es ist wunderschön gestaltet. Es macht Lust das Buch zu lesen, aber warum muss die Frau brünett sein?? Jennifer ist eindeutig blond und das spielt auch eine kleine Rolle?

www.mariessalondulivre.at

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Ein witziges und sehr unterhaltsames Abenteuer

Rezensionen von heinoko:

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Langer Tanz um's Feuer

Mein Onkel, der Roboter von Petrowitz Michael


Viel geschieht eigentlich nicht in diesem Buch: Sara und Keith mit ihren beiden Kindern leben ein geordnetes, strukturiertes und durchaus glückliches Familien- und Berufsleben. Als die neuen Nachbarn, Gavin und Louise, im Nebenhaus einziehen, beobachtet sie Sara erst verstohlen, dann immer offenkundiger.

Nach ersten vorsichtigen Kontaktaufnahmen werden Sara und Keith mehr und mehr in die unkonventionelle Welt der neuen Nachbarn hineingezogen. Da gibt es altersfleckige Bettwäsche, vor Schmutz klebende Fußböden, halb abgebeizte Türen, völlig vernachlässigte und unerzogene Kinder. Alles nimmt Sara, die perfekte Hausfrau, wahr, durchaus erst mit Schaudern, dann aber zunehmend mit einer unerklärlichen Faszination. Je mehr Zeit Sara und Keith mit ihren neuen Nachbarn verbringen, umso mehr löst sich ihr eigenes wohlgeordnetes Leben auf.

Ich habe das Buch gelesen, als sei ich selbst eine neugierige Nachbarin, stünde hinter einer imaginären Gardine und könnte es einfach nicht lassen, die beiden Ehepaare zu beobachten. Und ich war, wie Sara, gleichermaßen angezogen und abgestoßen von diesen so verschiedenen Lebensformen. Ich schaute fasziniert zu, wie Sara und Keith zunehmend sich selbst verloren, indem sie, wie sie selbst glaubten, mehr Weltoffenheit gewannen. Voyeuristisch schaute ich als Leserin diesen Menschen beim Leben zu und wartete gespannt auf das entscheidende Drama. Eine seltsame Spannung liegt über dem gesamten Buch, sehr eindringlich ist es geschrieben, mit großartiger Beobachtungsgabe in Szene gesetzt, mit schönen Wortbildern („… wie eine psychedelische Trappfamilie…“) farbig gemalt. Auch psychologisch stimmig werden die Menschen dargestellt, von sehnsüchtiger Unsicherheit bis zur exaltierten Selbstüberschätzung wird eine große Bandbreite menschliche Eigenschaften anhand von kleinen Szenenschnippseln bildlich nachvollziehbar gemacht. Für mich erscheint dieses gelungene Buch wie ein langer, sehr langer Tanz um das Feuer und der voyeuristische Leser wartet von Seite zu Seite darauf, wann sich wer wie schwer verbrennen wird.

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Ein witziges und sehr unterhaltsames Abenteuer

Rezensionen von HEYN Leserunde Silvia Grutze:

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Magisch - DIE FRAU, DIE LIEBTE !

Die Frau, die liebte von Janet Lewis

Genial vom Anfang bis zum Ende - ich hab es in einem Stück durchgelesen, eine wunderbare Sprache. Das Cover so lieblich gestaltet, doch der Inhalt des Romans weit davon entfernt. Der Roman von Janet Lewis ist unbedingt lesenswert!

Diese Geschichte nach einer wahren Begebenheit wurde verfilmt was mir bis dato nicht bekannt war - und zwar "Sommersby" mit Jodie Foster und Richard Gere.

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Magisch - DIE FRAU, DIE LIEBTE !

Rezensionen von Gaby 2707:

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Nun wird in Nordfriesland ermittelt

Die Frau, die liebte von Janet Lewis

Nach ihrem monatlichen Tratschabend bei ihrer Freundin Petra findet Bodo Hinrichs seine schwangere Frau Franziska erschlagen im Vorgarten. Der Mörder hat ihr ein Schild mit der Jahreszahl 2008 unter den Arm geklemmt.
Die beiden mitlerweile verheirateten Kommissare Fenna Stern und Tammo Anders, die die Tote, Patentochter von Tammos Onkel Friedo, sehr gut kannten, werden von den bereits begonnenen Ermittlungen wegen Befangenheit abgezogen.

Dann der nächste Schock: Die Dienststelle in Greetsiel wird aufgelöst. Für Beide sind nun Dienststellen vorgesehen, die von Greetsiel einmal 2 Autofahrstunden bzw. 150 km weg liegen. Erst mal beurlaubt, planen sie einen Urlaub mit Friedo und Martha in Nordfriesland. Kaum sind sie dort, finden sie in der Zeitung den Artikel über einen ermordeten Immobilieninvestor. Auch er hat ein Schild in der Hand mit der Zahl 2013. Hängen der Mord an Franzi und der Mord in Husum zusammen?
Doch nicht nur diese beiden Morde beschäftigen Fenna und Tammo. Es tauchen unschöne Geheimnisse im Fall Franzi auf und auch in ihrer privaten Situation wird sich einiges ändern...

Wie ich es von den Krimis von Ulrike Busch gewohnt bin, liest sich auch diese Geschichte leicht, flüssig und vor allem spannend. Ich bin sofort mittendrin und fühle mich wie auf Besuch bei Freunden in Ostfriesland.

Recht bald tauchen die ersten Verdächtigen auf. Es kommen Geheimnisse ans Licht, die Franzi geschickt verborgen hat. Ich kann von Anfang an mit ermitteln und mit rätseln. Der Spannungsbogen hält sich hoch. Die Ermittlungsarbeit wird sehr anschaulich beschrieben und man merkt, dass man hier nicht in einem sonntagabendlichen"Tatort" ist, wo man die Taten immer recht schnell auflöst. Durch das dauernde Zusammensein mit den Ermittlern lerne ich sie sehr genau kennen und verstehen. Es ist schön zu beobachten, wie gut Fenna und Tammo nicht nur im Privatleben, sondern auch bei der Arbeit harmonieren. Gerade Fenna besticht durch ihre Besonnenheit, hat die richtigen Fragen zur rechten Zeit parat und bringt Tammo wieder auf Spur, wenn es sein muss.

Fenna und Tammo ermitteln hier nicht mehr in Greetsiel und Umgebung, sondern der Mittelpunkt liegt diesmal in und um Husum und am Nordstrand in Nordfriesland. Da ich in der Gegend schon einmal einen wunderschönen Urlaub verlebt habe, habe ich einiges, was hier beschrieben oder angesprochen wird, gleich wiedererkannt.
Wenn Fenna und Tammo mit dem Rad unterwegs sind, spüre ich den Fahrtwind in meinen Haaren, sehe die Schaafe auf dem Deich marschieren und habe den Salzgeruch der Nordsee in der Nase.Und bei der Fischplatte für 2 oder dem Krabbenbrötchen läuft mir das Ewasser im Mund zusammen.

Wieder ist es Ulrike Busch gelungen, einen Fall zu konstruieren, der mich von Anfang an gefesselt und sehr gut unterhalten hat.
Für mich hat dieses Buch die 5 Sterne voll verdient.

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Magisch - DIE FRAU, DIE LIEBTE !

Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

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Historische Gerechtigkeit – konstruiert

Jud von Georg Thiel

Der Roman konstruiert eine erstaunliche Symmetrie zwischen der Opferrolle des Helden in der Vorkriegszeit und seiner – nahezu gewaltfreien – Übernahme der Befehlsgewalt über seinen früheren Peiniger in der Nachkriegszeit. Das könnte der Stoff zu einem modernen Märchen sein, wenn da nicht die psychologische Dimension wäre, die dem Märchen bekanntlich fremd ist: Der beruflich wie privat stets scheiternde Photograph Titus Springs wandelt sich im Schatten Siegmund Freuds zu einem schlagfertigen, findigen und in der Herstellung von Gerechtigkeit erfolgreichen Akteur, dem auch die Liebe zufällt.

Den Übergang bewirkt eine Eisenbahnfahrt nach Wien und der Anblick eines Photos, mehr nicht. Wenn's weiter nichts ist – auf nach Wien, und die Welt kommt in Ordnung.

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Historische Gerechtigkeit – konstruiert