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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Filomenas Geschichte

Die Farben meines Herzens von Noa C. Walker

“Die Farben meines Herzens” erzählt die Geschichte von Filomena, die alleine und zurückgezogen an den Südtiroler Bergen lebt. Die Umgebung und ihre Einwohner prägen den Roman. Neu in diese Gegend kommt der Förster Mika.

Filomena leidet an Angstattacken, Platzangst und hat eine Sozialphobie.

Den Grund dafür erfährt man erst Mitte des Buches, als sie Mika erzählt, was vor 10 Jahren vorgefallen ist.

Das Thema des Romans ist Leben mit Beeinträchtigungen und Überwinden von Phobien und depressiven Phasen, gepaart mit einer leisen Liebesgeschichte.

Stilistisch hatte eigentlich mehr erwartet, da Noa C.Walker aka Elisabeth Büchle eine so berühmte Autorin ist. Bei den Figuren gibt es einige Klischees, die es nicht unbedingt gebraucht hätte.

Insgesamt würde ich das Buch als mittelmäßig bewerten. Positiv ist aber zu bewerten, das nicht versucht wird, zu behaupten, solche Zustände, an denen die Hauptfigur leidet, wären einfach und schnell oder etwa nur durch Liebe zu lösen.

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Filomenas Geschichte

Rezensionen von yellowdog:

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Hardboiled

RUN - Sein letzter Deal von Douglas E. Winter

Wer wie ich in den 90ziger Jahren viele US-amerikanische Crime/Horror-Anthologien gelesen hat, dem wird Douglas E. Winter ein Begriff sein.
Das sein einziger Roman aus dem Jahr 2000 jetzt in Deutsch erscheint ist sehr erfreulich und zeigt den guten Riecher des findigen Luziferverlags, denn Run ist wirklich eine Perle des Genres!

Burdon Lane ist Waffenhändler.

Bei einem Deal jedoch eskaliert alles, er wurde reingelegt und er muss sehen, wie er überlebt. Dazu schließt er sich sogar mit Jinx zusammen, einem schwarzen Gangster, der eigentlich zur Konkurrenz gehört, sich aber in derselben Situation befindet. Bald wird es noch mehr Überraschungen geben, der Roman wird nie langweilig.

Die Stimme des Icherzählers prägt den Roman stark. Sein Erzählstil ist beeinflusst von einem Philipp Marlowe. Markig, spöttisch, illusionslos, manchmal selbstgerecht und zynisch.
Was für eine Litanei! Was für ein Antiheld!
Für den Leser ist das natürlich ein Genuß!

Der Roman hat einen druckvollen Drive, nimmt immer mehr Tempo auf. Im Verlaufe der Handlung wird mehr geballert als in 10 anderen Krimis zusammen. Es steuert auf ein grandioses Finale zu!

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Hardboiled

Rezensionen von heinoko:

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Grandios erzählt, nicht nur für Jugendliche

Hyde von Antje Wagner


Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an, nein, schon beim genaueren Betrachten des Covers, in seinen Bann gezogen und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen! Da ich den Inhalt nicht erzählen kann, ohne Wesentliches der Geschichte zu verraten, bemühe ich dieses Mal ausnahmsweise den Klappentext: „Seit sie denken kann, ist Hyde Katrinas Zuhause gewesen.

Hier ist sie aufgewachsen, mit ihrer Schwester Zoe und ihrem Vater. Jetzt ist Hyde verschwunden – und Katrina auf sich allein gestellt. Von dem, was geschehen ist, weiß sie nur noch Bruchstücke. Als sie beginnt, ein verfallenes Haus zu renovieren, mit dem sie sich auf seltsame Weise verbunden fühlt, führt sie dies auf die Spur eines ungeheuren Geheimnisses. Ist sie überhaupt diejenige, die sie glaubt zu sein?“
Das Buch ist meiner Meinung nach grandios geschrieben. Zwei Erzählstränge, Gegenwart und erinnerte Vergangenheit, werden aus Sicht von Katrina erzählt. Katrina ist eine seltsame Achtzehnjährige, Tischlerin auf der Walz, mit einer undeutlichen Aussprache und einem Tuch vor dem Gesicht. Die beiden Erzählstränge bewegen sich erst einmal in langsamen Schritten aufeinander zu, aber je mehr die Handlung voranschreitet, desto schneller finden die Sprünge von Jetzt zu Früher und zurück statt, wobei von Abschnitt zu Abschnitt immer neue Wendungen, neue Fragen, Rätsel und Ungewissheiten auftreten. Allein schon dieses Stilmittel schafft eine Steigerung der Spannung, die atemlos macht. Die Person Katrina, überhaupt alle Personen im Buch, werden außerordentlich lebendig beschrieben, man kommt Katrina im Laufe des Buches als Leser sehr nahe, was ebenfalls einen Teil der Spannung ausmacht. Und dann ist da für mich persönlich das wichtigste Element, der großartige Sprachstil, der teilweise fast expressionistisch mit Wörtern malt wie z. B. die Abendstimmung wie „Johannisbeersirup – ausgelaufen am Himmel“, und so die Geschehnisse, die durchaus auch etwas Mystisches haben, ganz und gar stimmig erzählt. Das Buch löst einen gewaltigen Sog aus, so dass man sich als Leser restlos im Geschehen verliert und die vielen angeschnittenen Themen und damit verbundenen Gefühle hautnah erlebt.
Fazit: Ein grandios erzähltes Buch, fesselnd, erschreckend, intensiv – und keinesfalls „nur“ ein Jugendbuch!

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Grandios erzählt, nicht nur für Jugendliche

Rezensionen von Meli:

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Auf der Suche nach Orïshas Magie

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

Seit elf Jahren gibt es in Orïsha keine Magie mehr. Die Maji wurden damals alle getötet und ihre Kinder, die damals noch zu jung für ihre magischen Gaben waren, aber durch ihre weißen Haare als Divîné gekennzeichnet sind, werden seitdem unterdrückt und entwickeln keine Gaben mehr.
Zélie ist eine solche Divîné und sie hasst den König und alles, was von ihm ausgeht.

Heimlich lernt sie den Kampf mit dem Stab und schlägt sich durch, bis ihr eines Tages ein magisches Artefakt in die Hände fällt und sie erfährt, dass sie die Magie zurückbringen kann. Mit dem Kronprinzen auf ihrer Spur kämpft Zélie gemeinsam mit ihrem Bruder Tzain und der unerwarteten Verbündeten Amari für Orïshas Zukunft ...

Protagonisten
Zélie musste schon einiges mitansehen, zuerst den Tod ihrer Mutter in jener Nacht vor elf Jahren, und zur gleichen Zeit auch noch, wie ihr Vater seine Stärke verlor. Und auch die Magie verschwand ganz aus ihrem Leben. Zurück blieben nur schmerzvolle Erinnerungen an bessere Zeiten und mit dem weißen Haar ein Merkmal, dass sie zum Opfer macht, obwohl sie selbst noch nie richtig Magie spüren konnte. Sie ist wütend auf all jene, die Schuld daran sind und würde sich gerne alle persönlich vornehmen, wenn sie nur könnte, denn sie handelt oft ziemlich impulsiv und unbedacht und bringt sich damit gelegentlich in Schwierigkeiten. Sie ist mit Leidenschaft bei ihren Handlungen und bereit, für ihre Wünsche zu kämpfen, da sie einfach nicht länger ein Leben führen will, bei dem sie ständig in Furcht lebt.

Amari ist die Prinzessin des Landes, aber sie war schon immer eher ein Vogel in einem goldenen Käfig und sah nicht viel vom Leben außerhalb des Palasts. Das Leben am Hof findet sie aufgesetzt und fühlt sich dort einfach nicht wohl. Ihre beste Freundin ist ihre Dienerin Binta, eine Divîné, aber ihre Herkunft ist Amari egal. Doch als diese getötet wird und Amari einige schreckliche Tatsachen erfährt, hält sie es nicht länger aus, stiehlt das magische Artefakt und stößt auf ihrer Flucht auf Zélie. Zu Amaris primären Motiven geht es nicht darum, die Magie zu retten, sondern vor allem ihre Freundin zu rächen. Sie möchte in Andenken an sie den Divîné helfen und ihrem Vater die Stirn bieten. Zwar schmerzt es sie, ihren Bruder Inan auf der gegnerischen Seite zu wissen, aber sie hält an ihrer Überzeugung fest.

Prinz Inan ist zu meinem Lieblingscharakter geworden, vielleicht weil er noch mehr durchmachen muss als die anderen. Ihm wurde zwar seit seiner Kindheit eingebläut, wie böse Magie sei und dass die Wünsche seines Vaters auch seine Wünsche sind, aber er ist nicht blind. Eher ist er fehlgeleitet und hat Angst vor Konsequenzen. Während sein Vater gerne einen Schlussstrich zieht und alle Bedrohungen eliminieren möchte, ist so viel Tod nicht in Inans Sinn, denn er fühlt sich seinem Volk verpflichtet und möchte die unschuldigen Menschen beschützen. Er bevorzugt also eher friedliche Wege, aber manchmal hat er keine andere Wahl. Als er auf der Jagd nach seiner Schwester und der Schriftrolle bei sich selbst Veränderungen ausmacht, verwirrt ihn das und ihm kommen noch die da gewesene Zweifel. Ist Magie nur böse? Haben die Maji es wirklich verdient, so brutal getötet zu werden?

Tzain macht sich immer Sorgen um seine Schwester und sie haben manchmal Meinungsverschiedenheiten, aber sie halten immer zusammen. Er hat es nicht so schwer wie sie, weil er kein Divîné ist und kann ihre Gefühle nicht immer nachvollziehen. Er ist ruhiger und nicht so impulsiv. Außerdem merkt man von Anfang an, dass er Amari nicht ganz so abstoßend findet, denn er hält zu ihr, wenn Zélie sich wegen ihrer Herkunft beschwert. Von ihm hat man etwas weniger mitbekommen, weil er keine eigene Erzählperspektive hat.

Handlung und Schreibstil
Für mich war das Buch jetzt nicht auffällig anders als andere Jugendbücher, die in High-Fantasy-Welten spielen. Die Tiere waren zwar eher exotisch und natürlich wurden die Hautfarben anders beschrieben, aber sonst war es für mich nicht außerordentlich anders und ich habe darin auch keinen besonders afrikanischen Geist erkennen können - wobei man da auch hinzufügen muss, dass ich mich da nicht besonders auskenne.

Ansonsten hat es mir aber auch gut gefallen. Zwar finde ich magische Artefakte manchmal etwas unnatürlich wirkend, aber die Reise und das Abenteuer waren durchaus spannend. Die Welt der Divîné und Maji sowie ihrer Götter war wirklich interessant und ich hätte gerne noch mehr davon gesehen. Es wurden auch wichtige Punkte angesprochen, wie zum Beispiel, dass nach der Rückkehr der Magie sicher nicht direkt Frieden herrschen würde und dass auch die Gaben der Maji zu neuem Leid führen könnten.
Einige Szenen wirkten leider etwas zu konstruiert und haben in dem Moment nicht wirklich Sinn ergeben, was dann etwas unangenehm aufstieß, aber es war nicht weiter schlimm.

Mit den magischen Begriffen bin ich sehr gut zurecht gekommen, denn es waren nicht allzu viele auf einmal, und auch generell keine Flut an Informationen. Zwar gab es zu Beginn eine Liste mit den Maji-Clans, ihren Namen, ihren Gaben sowie ihren Gottheiten, aber man hat nicht alle ständig gebraucht sondern nur wenige kennengelernt.

Fazit
Insgesamt hat mir "Children of Blood and Bone - Goldener Zorn" wirklich gut gefallen. Die magische Welt war faszinierend, auch wenn ich gerne mehr davon gesehen hätte. Auch die Charaktere konnten mich wirklich überzeugen!

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Auf der Suche nach Orïshas Magie

Rezensionen von PFIFF:

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Ungleiches Brüderpaar mit Problemen

Nachsommer von Johan Bargum

Zwei Brüder treffen am Sterbebett der Mutter nach langer Zeit wieder zusammen. Sie sind grundverschieden, sowohl vom Aussehen als auch vom Charakter.
Im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass Rivalitäten unter ihnen ihr Verhältnis zueinander getrübt haben. Einiges Ungesagtes kommt ans Tageslicht, Geständnisse kränken und schmerzen.

Man versucht zu vergessen, was allen Beteiligten schwer fällt.

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Ungleiches Brüderpaar mit Problemen

Rezensionen von PFIFF:

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Berührende Liebesgeschichte

Nachsommer von Johan Bargum

Mikaela, Mutter von einer Tochter aus erster Ehe und einem kleinen Sohn von ihrem derzeitigen Ehemann, einem beliebten Arzt, Stürzt vom Pferd ung liegt seit vier Wochen im Koma.
Ihr Mann versucht mit allen Mitteln, sie aufzuwecken, findet in ihrem Kleiderschrank die Bestätigung, dass sie mit einem berühmten Schauspieler verheiratet gewesen war.

Er überwindet sich und bittet ihn ans Krankenbett von Mikaela.
Als diese aufwacht, fehlt ihr die Erinnerung an die letzten 15 Jahre, schmerzhaft für ihren Mann und die Kinder. Langsam kehrt die Erinnerung zurück und lässt sie die ganze Situation aus einer neuen Perspektive sehen.

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Ungleiches Brüderpaar mit Problemen

Rezensionen von niknak:

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Auf der Suche nach Liebe in Sizilien

Unter der Sonne Siziliens von Margot S. Baumann

Inhalt:
(Klappentext)
Justin Montague Browne, Spross eines verarmten englischen Adelsgeschlechts, entdeckt durch Zufall auf dem Landsitz seiner Familie einen wunderschönen Liebesbrief. Die poetischen Worte, die sein Großonkel vor über sechzig Jahren schrieb, bewegen ihn so, dass er nach Sizilien fliegt, um die mysteriöse Ginny zu suchen, an die der Brief gerichtet war.

Was als Urlaubsreise mit romantischer Mission beginnt, wird unter der Sonne Italiens für den smarten Engländer zu einer persönlichen Herzensangelegenheit ganz anderer Art: Denn Justin lernt die Sizilianerin Romina D’Agostino kennen, die sich für die Suche nach Ginny genauso begeistern kann wie er. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit, die ungeahnte Auswirkungen auf ihr eigenes Leben hat …

Mein Kommentar:
Dies ist mein erstes Buch der Autorin Margot S. Baumann und wird sicher nicht mein letztes sein. Sie hat einen sehr lockeren und flüssigen Schreibstil und die Seiten fliegen nur so dahin. Weiters besitzt sie eine sehr bildhafte Sprache und schafft es dem Leser ein deutliches Bild der Landschaft und der Personen zu zeichnen, sodass man das Gefühl hat selbst vor Ort zu sein. Die Lust nach Sizilien zu reisen und sich diese Orte selbst anzuschauen ist auf alle Fälle geweckt.

Aber auch die Charaktere wurden sehr liebevoll und detailliert beschrieben und sie haben alle eine Tiefe, die es dem Leser leicht macht, sie sofort sympathisch zu finden und sich mit ihnen zu identifizieren. Ich habe vor allem Justin und Romina sofort ins Herz geschlossen und fieberte mit ihnen mit.
Dabei war es sicher auch hilfreich, dass die Geschichte teilweise aus Rominas und teilweise aus Justins Sicht geschrieben war. So wie es sich im Laufe des Buches ergab. So konnte ich beide Charaktere sehr gut kennenlernen und wusste über ihre Gefühle und Gedanken Bescheid. Beide haben eine sehr romantische Ader, und sie machen sich mit Begeisterung auf die Suche nach dem Hintergrund des Liebesbriefes. Sie wollen herausfinden, wer Ginny ist und warum Justins Großonkel ihr damals diesen Liebesbrief schrieb. Außerdem sind sie auf der Suche nach der Ursache, warum sie nicht zusammenkamen. Diese Suche schweißt beide enger zusammen und sie kommen auch ins Grübeln über ihr eigenes Liebesleben.

Die Autorin schafft es den Leser ans Buch zu fesseln, indem sie immer wieder neue Situationen und Schwierigkeiten einbaut, die beide auf ihrer Suche zu bewältigen haben. Dabei lernen sie sich aber auch besser kennen und werden stärker. Sie beginnen langsam auf ihr Herz zu hören und nicht nur auf ihren Verstand. Diese Entwicklung konnte ich als Leser sehr gut nachvollziehen.

Mein Fazit:
Einen wirklich gelungene Liebesgeschichte vor der Kulisse Siziliens, in der sich zwei auf eine Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart machen und dabei die wahre Liebe suchen.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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 Auf der Suche nach Liebe in Sizilien

Rezensionen von jiskett:

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Schöpft sein Potential nicht richtig aus

Children of Blood and Bone - Goldener Zorn von Tomi Adeyemi

Ich war sehr gespannt auf "Children of Blood and Bone: Goldener Zorn". Die Inhaltsangabe klang richtig gut und gerade den afrikanischen Touch fand ich reizvoll und interessant; dazu kamen noch die ganzen positiven Rezensionen zur Originalausgabe, sodass ich recht hohe Erwartungen an das Buch hatte.

Leider wurden diese nur teilweise erfüllt.

Als Leser wird man ohne größere Erklärungen direkt in die Geschichte geworfen und deshalb hat es am Anfang eine Weile gedauert, bevor ich ein Gespür für die Welt, in der die Handlung spielt, bekommen hatte. Danach fand ich sie faszinierend und die Autorin hat ihre Welt gut ausgearbeitet, gerade, was die verschiedenen Arten von Magie und den Konflikt zwischen den sogenannten 'Maji' und jenen, die Magie vernichten wollen betrifft. Beide Positionen waren dabei verständlich, obwohl man für eine Seite mehr Sympathie entwickelt und die Extreme, zu denen die anderen greifen, nicht gutheißen kann.

Das Buch wird zum einen von Zélie erzählt, deren Mutter eine Maji war und getötet wurde, und zum anderen von Amari und Inan, den Kindern des Königs, der die Magie auslöschen möchte. Dadurch wurden unterschiedliche Einblicke in die Situation ermöglicht, was gerade in Bezug auf den großen Konflikt hilfreich war. Trotz dieser Einsichten in das Denken und Fühlen der Protagonisten war ihr Handeln für mich aber nicht immer nachvollziehbar, was für mich ein großer Kritikpunkt ist. Gerade Inans Charakterisierung kam mir inkonsistent vor; ich konnte ihn gegen Ende nicht mehr verstehen oder begreifen, was ihn wirklich antrieb und das hat dazu beigetragen, dass ich seine Kapitel eher frustrierend fand.

Weiterhin haben sich meiner Meinung nach einige Aspekte der Handlung zu schnell entwickelt, gerade, was die Beziehungen unter den Charakteren betrifft. Dadurch waren sie für mich nicht immer glaubwürdig und ich konnte die an sich schönen Szenen nicht richtig genießen. Auch in anderen Bereichen schreitet die Geschichte rasch voran. Die Protagonisten kommen nur selten zur Ruhe und obwohl das Buch mich durch das hohe Tempo fesseln konnte, ging mir trotz aller Hindernisse einiges zu glatt, da sie quasi von einem Problem zum anderen gingen und diese oft beinahe zu leicht gelöst wurden. Das fand ich schade, da so ein wenig der Tiefgang gefehlt hat. Dazu kommen noch Entscheidungen der Figuren, die teilweise nicht wirklich logisch waren und manchmal ein wenig konstruiert wirkten, so als seien sie einfach nur ein bequemer Grund, um einen bestimmten Handlungsstrang einzuleiten oder voranzutreiben.

FAZIT:
Die Bewertung von "Children of Blood and Bone: Goldener Zorn" ist mir sehr schwer gefallen, doch letztlich würde ich 3 bis 3,5 Sterne vergeben. Das Buch hat mich trotz aller Kritik gut unterhalten, ich fand es an sich fesselnd und recht interessant, die Charaktere waren mir weitgehend sympathisch und das Ende macht definitiv neugierig auf mehr. Das Handeln der Figuren war für mich allerdings nicht immer verständlich und viel ging mir zu schnell, was meinen Lesespaß ein wenig getrübt hat.

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Schöpft sein Potential nicht richtig aus

Rezensionen von LadyIceTea:

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Eine wundervolle Fortsetzung

Wo die Dünen schimmern von Patricia Koelle

Jessieannas Ziel ist es, eine Lotion herzustellen die die Seele heilt und nicht nur die Haut. Doch das gewisse Etwas fehlt ihr noch zur Perfektion. Als sie nach einer schweren Krankheit von ihrem Vater Pinswin auf seine Heimatinsel Amrum geschickt wird, ist sie zunächst wenig begeistert. Doch als sie langsam Land und Leute kennen lernt, verliebt sie sich Stück für Stück.

Doch was ist mit ihrem Verlobten Ryan und ihrer Heimat, die sie eigentlich so sehr liebt?

Ich liebe Patricia Koelles Schreibstil und fühle mich beim Lesen ihrer Bücher einfach pudelwohl. Sie erzählt die Geschichte in einem Tempo, welches mich entspannen und abschalten lässt. Auch „Wo die Dünen schimmern“ ist absolut Urlaub für die Seele.
Das Buch kommt ohne großes Drama aus. Zwar gibt es ein paar Stellen, an denen es spannend wird und man ein wenig mitfiebern kann aber in genau dem richtigen Maße. Denn die Geschichte braucht kein übermäßiges Drama. Es macht einfach so sehr viel Freude, den Weg von Jessianna und den schon aus „Wenn die Wellen leuchten“ bekannten Figuren zu begleiten.
Die Bücher kann man unabhängig voneinander lesen, denn die Geschehnisse aus Band eins werden noch mal angenehm aufgefrischt. Trotzdem fand ich es wunderbar, altbekannte Gesichter wiederzusehen und ihre Entwicklung weiterzuverfolgen.
Mir hat es richtig Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und ich freue mich schon auf den dritten Band. Eine klare Empfehlung!

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Eine wundervolle Fortsetzung

Rezensionen von yellowdog:

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November 1938 in einem deutschen Dorf

Ein ganz normales Pogrom von Sven Felix Kellerhoff

Ein Sachbuch mit wichtigen Thema.
Das ein Dorf in Deutschland in jener schlimmen Zeit genauer betrachtet wird, funktioniert, weil es stellvertretend für nahezu alle in Deutschland steht und somit exemplarisch ist.
Es ist deutlich ein Sachbuch, nicht erzählend. Dabei ist schade, dass man die Täter und die 1938 wenigen im Dorf verbliebenden Juden über die Fakten hinaus nicht besser als Menschen kennen lernt.

Das wäre mir wichtiger gewesen als die Klärung von Begriffen und ihre Anwendbarkeit oder irgendwelche Zahlen.
Davon abgesehen ist das Buch gut gemacht, wird mit zunehmender Lesedauer immer packender, obwohl die Schilderungen der Greueltaten stellenweise nur schwer erträglich sind.

Im Mittelpunkt steht der Demütigungsmarsch, zu den die Juden 1938 in Guntersblum getrieben werden. Dabei werden sie geschlagen und verhöhnt. Erschreckend, dass dabei so viele Kinder anwesend waren, die für dieses Spektakel sogar Schulfrei hatten und sich offensichtlich prächtig dabei amüsierten. Das zeigt besonders deutlich, die Verrohung der Gesellschaft. Krasse Minderheit war ein Ehepaar, dass sich später wegen ihren aggressiven Söhnen entschuldigte.

Auch Plünderungen und Verwüstungen waren eine Selbstverständlichkeit. Der Autor schildert das detailliert.
Und im ganzen Lande wurden die Synagogen abgebrannt.

Deutlich wird auch die staatliche Steuerung der Pogrome, die das ganze förderten und den Tätern praktisch frei Hand gaben. Den traumatisierten Opfern drohte noch Flucht oder die Deportation.

Wenn man das alles so liest, fragt man sich auch, ob vergleichbares heute möglich wäre und man kommt zu dem Schluß, dass es nicht unmöglich ist, da das Klima deutlich antisemitische und fremdenfeindliche Züge trägt und Hetzer gibt es genug!

Das Buch schließt noch mit einem Ausblick auf die Zeit nach 1945.
Fazit: Ein wirklich lesenswertes Buch!

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November 1938 in einem deutschen Dorf