Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sabina Haslinger:
Wie unpassen, wenn eine Wanderführerin Gelenksprobleme hat...
Gelenkfit in die Berge von Christian Fink; Christian Hoser; Peter Gföller
Wie passend daher dieses Buch! ...zwar werden hier vor allem Knie und Hüfte auf jeweils 30 bis 40 Seiten behandelt und auch das Thema Arthrose kommt ausgiebig zu Wort... doch auch für mein durch eine Bänderverletzung etwas aus dem Lot geratenes Sprunggelenk konnte ich mir einiges herauslesen. Manchmal bedarf es einfach einer Auffrischung oder das nochmalige Hinweisen in Sachen Vorbereitung für die Berge.
.. Kräftigungsübungen und Bewegung für die Bewegung am Berg sind einfach wichtig und vor allem Koordinationsübungen haben mir in der stabilisation meines Sprunggelenkes gut getan. Interessant auch wieder die Anleitung zum Gehen am Berg - ja, ja ich als Wanderführerin weiß das (berücksichtige es aber nicht immer) aber viele Leute wissen es nicht und machen daher ihren Gelenken unnötig das Leben schwer!
Wie gesagt, das Thema Hüfte und Knie, war für mich weniger "akut", wobei der Aufbau/die Anatomie und Schutz (Bewegung hält die Gelenke geschmeidig) der Gelenke durchaus auch interessant und wissenwert war.
Meiner Meinung nach sehr wichtig und immer unterschätz - die Tourenplanung - schön dass hier ein ein Kapitel diesem Thema gewidmet ist! Einfach "unwissend" in die Berge zu gehen ist mit Gelenkproblemen sicherlich noch problematischer als ohne Gelenkserkrankungen... ein "bissl" Vorbereitung tut nicht weh - vor allem schützt es vor unnötigen "schmerzen" die ein falscher oder zu langer Weg bedeuten ;-)
Ach ja und wichtig auch die Ausrüstung in dem Zusammenhang - passend zur Tour - Kleidung, Schuhe, Rucksack und Stöcke - alles im Buch enthalten!
Ich finde es ist ein gelungenes Buch für Wanderer, die nicht "aufgeben" wollen!
Rezensionen von EdVanSchleck:
Exquisite Zutaten und spezielle Infos
Naturnahes Kochen - einfach, gut, gesund von Erwin Seitz
„Naturnahes Kochen – einfach, gut, gesund“ von Erwin Seitz umfasst 223 Seiten die sich aufteilen in einen Warenkunde- und einen Rezeptteil.
Von dem Warenkundeteil bin ich etwas enttäuscht. Es zwar wird auf einen Großteil der gängigen Zutaten eingegangen allerdings werden nicht die Informationen vermittelt, die ich erwartet hätte.
Anstatt Informationen zur Qualität und wichtige Informationen zur richtigen Handhabe werden historische Hintergründe und Infos zur Kultivierung der Zutaten geliefert. Zu den meisten Zutaten gibt der Autor Vertriebe oder Händler an, die mit den entsprechenden Waren in der gewünschten Qualität handeln. Das ist bei Gewürzen noch halbwegs nachvollziehbar aber ich denke jeder weiß selbst am besten wo man frische Zutaten wie Eier oder Fisch kaufen kann.
Nach dem Warenkundeteil verbleiben etwas mehr als 110 Seiten, auf denen aber leider nur 24 Rezepte festgehalten wurden, die mich jedoch auch nicht wirklich überzeugen konnten (darunter einfaches Haferflockenmüsli, Rührei mit Kräutern und 3 Salatrezepte). Zu jedem Rezept gibt es zwei mehr oder weniger appetitliche Bilder und eine kleine Hintergrundinfo rund um das entsprechende Gericht bzw. die verwendeten Zutaten. Von den Rezepten ist zwar vom Haferflockenmüsli, über Salate bis hin zu Fleisch, Fisch, Wurst und auch Süßspeisen alles dabei, allerdings leider meist nur eines oder mit Glück auch ein zweites Rezept. Auch frische und gesunde Rezepte würde ich mit naturnah verbinden, nicht aber Bratwürste mit Sauerkraut oder Blutwurst mit Kartoffelstampf.
Unter naturnahem Kochen hätte ich mir Rezepte erhofft, die mit vielen frischen und knackigen Zutaten arbeiten, die ich frisch vom Wochenmarkt und dem Bioladen oder möglichweise sogar aus dem eigenen Garten bekommen könnte. Stattdessen werden teilweise sehr spezielle Zutaten verwendet, mit denen ich sicher niemals kochen werde (Saibling-Kaviar, Safran oder Weißtannenhonig). Hinter den Zutaten sind oft Zusätze wie „vorzugsweise von Firma XY“ hinzugefügt. Eigentlich ein ganz nettes Feature, das sicherstellt, dass das Rezept am Ende genau so schmeckt, wie sich der Erfinder das Gericht vorgestellt hat, doch manchmal sind diese Zusätze sehr absurd. Ich bin mir sicher, dass der Basmati Reis trotzdem gut schmeckt, auch wenn er nicht „vom Fuße des Himalayas“ stammt.
Fazit:
Dieses Kochbuch hat mich als solches nicht wirklich überzeugt. Im Warenkundeteil werden zu viele historische Informationen zu den Zutaten gegeben und zu wenig Infos über die Güte und die richtige Verarbeitung der Zutaten. Die Rezepte sind mir allgemein zu „muffig“ für naturnahes kochen. Darunter verstehe ich Rezepte mit frischen und knackigen Zutaten, die am besten aus der Region stammen und keine Exquisiten Zutaten, die ich mir quer über den halben Erdball schicken lassen muss, damit ich sie auf Linsen oder Sauerkraut anrichten kann.
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Rezensionen von Gaby 2707:
Für Liebe und Abenteuer ist man nie zu alt
Nie wieder Amore! von Tessa Hennig
Monika Renner ist nun 66 Jahre alt, hat ihre Apotheke an Tochter Tanja übergeben und sich in einer Seniorenresidenz eingemietet. Hier hat sie viel Zeit. Zeit zum Nachdenken. Vor allem an ihre Zeit mit dem attraktiven italienischen Kellner Vincenzo Martini, der aber leider lange verstorben sein soll.
Als Moni eine Nachricht von der Auswandererin Lena bekommt, dass Vincenzo quicklebendig auf einer Obstplantage auf Sizilien leben soll, schmeißt sie ihre Urlaubspläne von einer Kreuzfahrt mit Tochter Tanja nach Norwegen über den Haufen. Schon sitzt sie mit Enkel Jan, der auf Sizilien so gar keinen Bock hat, im Flieger nach Catania. Das Sommerabenteuer beginnt...
Wie Moni da im Boot sitzt und sich von ihrem Enkel Jan durch die Wellen schippern lässt – ein Cover, das richtig Lust auf Urlaub macht – nicht nur in Italien oder Sizilien.
Tessa Henning hat es mit ihrem Witz, ihrer leicht-locker-flockigen Schreibweise und einer humorvollen Geschichte wieder mal geschafft, dass ich fast nicht aufhören wollte zu lesen und meine nach oben gezogenen Mundwinkel fast einen Krampf bekamen.
Ihre Figuren sind so lebendig, liebenswert und menschlich gezeichnet, haben alle ihre eigene Ausstrahlung. Ich bin so gerne mit der sympathischen, unternehmungslustigen Moni unterwegs. Für ihr Alter ist sie sehr rüstig und immer auf Tour. Ganz im Gegensatz zu ihrem anfangs meist schlecht gelaunten Enkel Jan, der von Beginn an schon keine Lust hat, auf Oma aufzupassen. Das ändert sich aber, als er Lena kennenlernt.
Die beiden jungen Frauen Lena und Francesca, die sich ihren Traum erfüllen und auf Sizilien eine Sprachenschule eröffnen wollen, nehmen für mich etwas viel Raum in der Geschichte ein. Auch wenn Moni sich in ihrem Projekt engagiert bzw. Denaro zuschießt. Aber durch sie erfahre ich einiges aus der Vergangenheit von Moni und Vincenzo. Auch die weiteren Personen stellen sich realistisch dar und geben der Geschichte ihren eigenen Pfiff. Nachdem es am Ende drei verliebt Paare gibt, kann man von "Nie mehr Amore" nicht sprechen – oder.
Die eingestreuten italienischen Ausdrücke und Redewendungen katapultieren mich zusammen mit Moni und Jan sofort ins Urlaubsfeeling. Bei der Fahrt durch Sizilien habe ich verschiedene wundervolle Bilder direkt vor Augen, blumige Gerüche in der Nase und träume mich einfach auch dorthin.
Wie es sich für eine witzige Reise durch Sizilien gehört, fehlt natürlich auch eine Begegnung mit der Mafia nicht.
Tessa Henning schafft es wieder mit Bravour, Unterhaltung, Humor, Spannung, Geheimnisse, Überraschungen und verschiedene Wendungen unter einen Hut zu bringen und in einer interessanten, lesenswerten Geschichte zusammenzufassen. Mir hat die Reise mit Moni sehr gut gefallen und ich finde es so schön hier zu lesen, dass man für die große Liebe und für ein Abenteuer nie zu alt ist.
Rezensionen von Josef Lüthold:
Neuoffenbarungen: Kenntnis und Kritik
Briefwechsel zwischen Jesus Christus und Abgarus von Jakob Lorber
Die Bücher von Jakob Lorber sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Denn die Diktate an Lorber kamen meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie wurden vielfach von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate eingeflossen sind.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von Josef Lüthold:
Neuoffenbarungen sind nicht irrtumsfrei.
Die zwölf Stunden von Jakob Lorber
Die Bücher von Jakob Lorber sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Denn die Diktate an Lorber kamen meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie wurden vielfach von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate eingeflossen sind.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von yellowdog:
Vielfältig
Zweite Chance auf Eden von Peter F. Hamilton
Der britische Science Fiction-Autor Peter F. Hamilton hat zur Hochzeit des Genres in den neunziger Jahren ein umfangreiches Werk geschaffen, dass die Space Opera belebte.
Dieses Band des Armageddon-Zyklus beinhaltet mehrere Kurzgeschichten und wurde als Collection im Original 1999 veröffentlicht. Die einzelnen Stories erschienen noch früher in New Worlds, Interzone, New Moon, etc.
Gleich die erste Kurzgeschichte hat viel Action und zeigt Begegnungen zwischen Menschen und Aliens. Die Kaltschnäuzigkeit der Icherzählerin ist beachtlich, sie ist ein Kämpferin durch und durch. Dass die Seelen Toter eine bedeutende Rolle spielen, gibt dem Text sogar einen phantastischen Einschlag.
In der Summe finde ich das aber zu viel und übertrieben.
Die zweite lange Geschichte (Die zweite Chance, Second Chance at Eden) zeigt, dass Hamilton es auch ruhiger und tiefgründiger kann. Diese Story leitet dem Buch den Titel her.
Noch einmal ein anderes Gesicht zeigt der Autor mit der von mir am meisten geschätzten Kurzgeschichte “Zeiten ändern sich”, die auf einer Farm im Grenzland angesiedelt ist. Hamiltons Vielseitigkeit ist eine Stärke.
Candyknospen ist eine Story, die, unüblich für Peter F. Hamilton, mit wenig Dialog auskommt.
In “Die Leben und Lieben der Tiarella Rosa” steht ein Zeitspringer im Mittelpunkt. Auch diese Geschichte ist gut lesbar und gehört zu den Besten im Buch.
Das Band schließt mit “Fluchtwege”.
Mich überzeugt die literarische Qualität von Peter F. Hamilton nicht durchgehend, aber die Zusammensetzung der Collection halte ich für gelungen.
Rezensionen von PFIFF:
In der Kindheit getrennte Geschwister finden sich nach vielen Jahren
Libellenschwestern von Wingate Lisa
In hohem Alter kommt die Geschichte der Geschwister zu Tage, die als Kinder von ihren Eltern und untereinander gewaltsam getrennt wurden. Eine unglaubliche und traurige Geschichte, die dem Leser immer wieder den Atem anhalten lassen, noch dazu weil wahre Begebenheiten dahinter stecken. Das Ganze spielt in Memphis, Tennessee, und beginnt 1939.
Die Enkelin einer alten Dame kommt zufällig hinter das große Geheimnis ihrer Großmutter und forscht so lange weiter, bis sie alle Einzelheiten ermittelt hat.
Eine unfassbare illegale Adoptionsgeschichte kommt ans Tageslicht, in die honorige Amerikaner verstrickt sind, Polizisten, Richter, Politer, Schauspieler. Natürlich liegt es im Interesse von deren Familien, dass Stillschweigen bewahrt wird und der Mantel des Vergessens über die Verbrechen gebreitet wird.
Rezensionen von PFIFF:
Das letzte Lebensjahr von Gerhard Hauptmann
Wiesenstein von Hans Pleschinski
Hans Pleschinski "Wiesenstein"
Gerhard Hauptmann musste 1945 aus Dresden fliehen. In Schlesien, im Wiesenstein findet er etwas Ruhe, in der Hoffnung, einen ruhigen Lebensabend zu verbringen. Doch sein Gesundheitszustand verschlechtert sich. Dauernde Drohungen der Deportation zerren an den nerven aller Hausinsassen, seiner Frau Margarethe und seiner Entourage.
Dieses letzte Jahr im Leben des berühmten Dichters und Nobelpreisträgers bringt eine Zusammenfassung seines Wirkens, seiner Freundschaften. Im Hintergrund die schrecklichen Auswirkungen des verlorenen Zweiten Weltkriegs.
Am Ende seines Lebens angekommen, zieht Hauptmann ein Resumée, übt Selbstkritik und versucht, seine ihm verbliebene Zeit positiv zu nutzen, unterstützt von seiner Frau und ein paar lieben Freunden und Weggenossen.
Rezensionen von PFIFF:
Montalban kämpft gegen mehrere Fronten
Eine Stimme in der Nacht von Camilleri Andrea
Commissario Montalban muss einen grausamen Mord an einer jungern Frau aufklären und den Tod des Geschäftsführers eines Supermarktes in Vigatà.
Nichts ist so wie es scheint. Das Blatt wendet sich in beiden Fällen. Die Intuition von Montalban und eine listige Vorgehensweise entlarven letztendlich die wahren Schuldigen und führen sie einer gerechten Strafe zu, die mit normalen Mitteln nicht zu erreichen gewesen wäre.
Montalban muss gegen mehrere Fronten in den eigenen Reihen kämpfen. Mächtige Politiker und Vorgesetzte machen ihm das Leben schwer. Doch er wäre nicht Montalban, wenn ihm nicht geeignete Mittel einfallen würden, Gleiches mit Gleichem zu vergelten.
Rezensionen von DieLeserin:
Höllisch, rasant, packend, abgrundtief böse!
Eine Stimme in der Nacht von Camilleri Andrea
Der Fall "Dionysos" liegt kaum hinter ihnen, werden die Töchter der Staatsanwältin Helena Faber und ihrem Mann Robert entführt. Die Spur führt zu einer Geheimorganisation, einem Mädchenhändlerring. Besonders erschreckend dabei ist, dass die Hintermänner in unantastbaren Positionen sitzen und Helena und Robert bald nicht mehr wissen, wem sie überhaupt noch trauen können.
Uwe Wilhelm hat hier nicht nur äußerst - wie in der Hölle so üblich - heiße Eisen angefasst, sondern lässt auch den Leser ins Schwitzen kommen. Actionreiche Szenen wechseln sich ab wie ein Schusswechsel, der nie endet. Es eskaliert an allen Stellen, nicht nur der Plot wird immer böser, immer drängender, nein auch die Themenhintergründe werden immer böser, verzwickter und aussichtsloser, die Figuren verzweifelter, aber auch skrupelloser.
Moralische Seitenblicke werden geschickt in die Handlung verwoben, dass man sie kaum wahrnimmt bei all dem Schrecken, der hier auf den Leser losgelassen wird. Ob das nun Vietnam als Pädophilenparadies ist, die Türkei als Frauenhassobjekt, ob das die Aussichtslosigkeit beim Kampf gegen Diplomatenimmunität oder Lecks im Polizeiapparat ist, ob das Selbstjustiz oder pure ohnmachtsanfällige Verzweiflung ist ... moralisch ist all das harter Tobak. Nur geballt und komprimiert. Nur erschreckend.
Für Leser, die einiges aushalten, eine absolute Leseempfehlung! Packend, düster, traurig, erschreckend, rasant und höllisch. Alles in einem Paket.
Hinweis: Ich würde empfehlen, unbedingt mit Band 1 (Die sieben Farben des Blutes) zu beginnen, denn die Fälle werden nur teils aufgeklärt und ziehen sich weiter, ebenso wie die Figuren.










