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Rezensionen von LEXI:

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Möwenherz – ein Herz aus Gold und Ambra, das Zeichen einer großen Liebe

Möwenherz von Karen Bojsen

Jona Bennett avancierte durch seinen Fleiß, sein außergewöhnliches Talent und sein einzigartiges Gehör vom Wunderkind aus problematischen Familienverhältnissen zum besten Geiger seiner Generation. Seine größte Leidenschaft gilt seiner Stradivari namens „Francesca“, die er niemals aus den Augen lässt.

Der schlaksige Mann mit den schönen schlanken Händen ist permanentem Druck ausgesetzt, er ist stets gefordert, Höchstleistungen zu bringen. Unterwegs zu einem Konzert in New York erleidet er eine Panikattacke und steht am Rande eines Zusammenbruchs.

Ebba Koenig ist nicht nur Jonas persönliche Assistentin, sondern zugleich auch seine Freundin und Vertraute. Sie reist mit Jona von Konzert zu Konzert, koordiniert die Termine und managt das gesamte Leben des sensiblen Künstlers. Die Nachricht vom Tod ihrer geliebten Großmutter Gesa bringt Ebbas straff organisierte Welt zum Einsturz. Sie bricht unverzüglich auf nach Emilienkoog, einem Dorf an der nordfriesischen Küste, wo sie einst viele wunderschöne Tage und Wochen bei ihren Großeltern verbringen durfte. Ebba war acht, als sie den zwei Jahre älteren Finn in Emilienkoog kennenlernte, ihr bester Freund aus Kindheitstagen und ihre spätere große Liebe. Ein Unglück in ihrer Kindheit überschattete jedoch das gesamte weitere Leben der beiden.

Finn Grothe ist ein erfolgreicher Kardiologe und arbeitet im Herzzentrum von Arthur Feldhusen in München. Unterwegs in den Urlaub verspürt der gebürtige Nordfriese nach der Nachricht über den Tod eines gestrandeten Wals in Emilienkoog plötzlich den unerklärlich starken Drang, seinen Heimatort aufzusuchen und sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen.

Karen Bojsen wählt als Rahmenhandlung die Geschichte des Walfangs und ermöglicht ihren Lesern Einblicke in das harte Leben jener Männer, die zur See fuhren und sich großen Gefahren aussetzten. Sie berichtet von Walen, die aus ungeklärten Gründen während ihrer Wanderung vom Kurs abkommen und im Wattenmeer stranden, wo sie letztendlich verenden. Sie erwähnt die Gräuel des industriellen Walfangs – ein sinnloses Schlachten und daraus resultierend tausende tote Tiere. Die Autorin regt zum Nachdenken an und ruft zu einem achtsamen Umgang mit den endlichen Ressourcen der Ozeane auf.

Karen Bojsens wunderschöner Schreibstil und ihre bildhafte Sprache tragen dazu bei, die beeindruckende Landschaft Nordfrieslands und den beinahe dreihundert Jahre alten, von blühenden Staudengärten umgebenen Hof von Ebbas Großeltern während der Lektüre vor den Augen des Lesers erscheinen zu lassen. Sie beschreibt die Schönheit des Wattenmeers, den Gesang der Vögel und die raue Herzlichkeit der Bewohner an der nordfriesischen Küste.

Die handelnden Figuren dieses Buches sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet und ihre Gedanken und Emotionen authentisch wiedergegeben. Das Hauptaugenmerk liegt auf den drei Protagonisten Ebba Koenig, Jona Bennett und Finn Grothe. Durch Rückblicke in die Vergangenheit erfährt man nach und nach immer mehr über die Jugendjahre von Ebba und Finn. Die Autorin liefert auch nähere Details zu Jonas Umfeld und Werdegang. Was mir an diesem Roman ganz besonders gut gefallen hat war die Charakterisierung der herzlichen Bewohner der nordfriesischen Küstenlandschaft. Sie werden trotz kleiner Macken allesamt überaus liebenswert dargestellt. Jörgen Pausen, der Kapitän der Frisia mit dem verwitterten Cowboygesicht, der starker Raucher ist, seinen Kaffeekonsum jedoch zugunsten des Grüntees aufgab, wuchs mir ebenso ans Herz wie der wortkarge und ernste Friedrich Grothe, der im Alter von sechsundsiebzig Jahren immer noch seine Landhauspraxis in Husum führt. Meine ganz persönliche Favoritin war Finns Tante Anneke, die dem Jungen nach dem frühen Tod der Mutter ihre ganze Liebe schenkte und ihn aufzog, während sein Vater in seinem Kummer zu versinken drohte. Annekes unaufgeregte und praktische Art und ihre Sensibilität für die wesentlichen Dinge im Leben machten sie zu meiner liebsten Nebenfigur in dieser Handlung. Natürlich wurden in vielen Rückblenden auch auf das Leben von Ebbas Großeltern Gesa und Henri Koenig näher eingegangen, die mir ebenfalls beide auf Anhieb sehr sympathisch waren.

Ich habe nach der Lektüre dieses wunderschönen Sommerromans das Haus und die malerische Landschaft Nordfrieslands regelrecht vor meinem inneren Auge und genoss diese ruhige und gefühlvolle Geschichte in vollen Zügen. Karen Bojsen brachte eine große Themenvielfalt in dieses Buch ein und befasste sich zudem auch mit den Schatten der Vergangenheit, mit denen ihre handelnden Figuren zu kämpfen hatten. Sie thematisierte unausgesprochene Vorwürfe, Schuldgefühle und Kindheitstraumata. Mit diesem Roman erzählt sie eine berührende Geschichte mit inhaltlicher Tiefe, die mir sofort Lust darauf machte, mehr von dieser Autorin zu lesen. „Möwenherz“ war eine bereichernde Leseerfahrung, die ich sehr gerne weiterempfehle!

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Möwenherz – ein Herz aus Gold und Ambra, das Zeichen einer großen Liebe

Rezensionen von Stinsome:

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Gefühlvoll und lustig, mit kleinen Schwächen. Eine gute Einstimmung auf die Reihe!

Winston Brothers von Penny Reid

Worum geht es?

Schon seit ihrer Kindheit ist Jessica James in Beau Winston verliebt. Warum? Weil er der charmanteste, netteste und liebenswürdigste Kerl auf dem Planeten ist, der Held, der ihre Katze von einem Baum gerettet hat. Nur in Sachen Aussehen muss er sich den ersten Platz mit jemandem teilen: Mit seinem Zwillingsbruder Duane, der sich charakterlich nicht stärker von Beau abheben könnte.

Er ist frech, schonungslos direkt, nervtötend und hatte in ihrer Kindheit nichts Besseres zu tun, als ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit einen Streich zu spielen. Als Jessica in ihre Heimatstadt zurückkehrt, um Praxiserfahrungen als Lehrerin zu sammeln und die Schulden für ihr Studium abzubezahlen, bevor es sie wegen ihres Fernwehs wieder in die Welt hinaus zieht, dauert es nicht lange, bis sie auf Beau trifft. Obwohl sie ihn fünf Jahre nicht gesehen hat, weiß sie sofort, dass er es ist, denn sie bekommt vor Verlegenheit und Ehrfurcht keinen einzigen Ton heraus. Dass das nicht das zuverlässigste Indiz ist, muss sie auf die harte Tour lernen …

Meine Meinung

Ich gestehe: Mich hatte das Cover wegen des Models zunächst etwas abgeschreckt, sodass es mich allein wohl nicht zum Lesen des Klappentextes bewegt hätte. Der Name der Autorin und das offensichtliche Angehören zum New Adult Genre haben mir den nötigen Schubser gegeben, mich mit dem Klappentext und der Leseprobe auseinanderzusetzen und ich kann nur sagen: Gott sei Dank, denn beides macht unglaublich viel Lust auf das Buch, sodass ich es kaum erwarten konnte, mir Jessica und Duanes Geschichte vorzuknöpfen.

Meine starke Begeisterung, die durch Klappentext und Leseprobe geweckt wurde, konnte sich zwar leider nicht bis zum Ende halten, aber das lag größtenteils daran, dass sich ein Handlungsstrang in den Plot verirrte, den ich persönlich nicht gebraucht hätte und der meinen persönlichen Lesegeschmack nicht getroffen hat. Wer gerne Bücher mit Motorradclubs und deren kriminellen Machenschaften liest, der hat dann vielleicht etwas mehr Spaß an diesem Aspekt der Geschichte als ich.

Überzeugend war der Schreibstil, der mich sofort auf den ersten Seiten abholte. Die Autorin schreibt humorvoll und locker und auch die expliziten Szenen, von denen es hier gar nicht mal so viele gibt, sind ansprechend und niveauvoll geschrieben. Dass die Liebesszenen nicht in so hoher Zahl auftauchten und die eigentliche Handlung nicht in den Hintergrund drängten, hat mir gut gefallen, denn dadurch lag der Fokus vor allem auf der Gefühlsebene der sich anbahnenden Beziehung zwischen den Protagonisten, was ihre Liebesgeschichte glaubwürdig machte und ihr Tiefe verlieh.

Durch ihre Vorgeschichte, das Necken und Streichespielen in ihrer Kindheit, bekam ihre Liebesgeschichte außerdem einen süßen Beigeschmack. Die Gefühle waren automatisch glaubhafter und nachvollziehbarer, sodass man mit Jessica und Duane mitfiebern konnte. Dazu trug ebenso bei, dass von der Autorin kein künstliches Drama herbeigeführt und keine unnötigen Missverständnisse in die Geschichte eingebaut wurden. Ganz im Gegenteil sogar: Die Protagonisten spielen keine Spielchen, es gibt kein nerviges Herumeiern und sowohl Jess als auch Duane sind ehrlich und aufrichtig und scheinen über den nötigen gesunden Menschenverstand zu verfügen, gewisse Personen als falsch zu entlarven und sich von diesen nicht beeinflussen zu lassen. Das fand ich wirklich sehr erfrischend!

Insgesamt waren Jessica und Duane zwei sehr sympathische und interessante Charaktere. Jessica ist trotz ihrer gelegentlichen Sprachunfähigkeit in der Nähe von Beau eine junge, selbstbewusste Frau, die weiß, was sie will, und dazu auch steht. Dazu gehört auch ihre Lust zu reisen, die vor allem von ihrer Familie nicht verstanden und nicht ernst genommen wird, für die sie aber immer wieder einsteht und die auch in der Beziehung mit Duane eine nicht unwichtige Rolle spielt. Duane ist allein schon aufgrund ihrer Vorgeschichte ein spannender Gegenpart, der sich von seinem charismatischen, immer freundlichen Zwilling Beau wirklich stark abhebt: Er ist schonungslos ehrlich, nicht zu Unaufrichtigkeit fähig, selbst wenn diese angebracht wäre, und geht mit seinem Lächeln und seiner Zuneigung sparsam um. Vor allem aber ist er ein von Grund auf guter Kerl, den ich sofort sympathisch fand und hinter dessen Fassade mehr steckt, als Jessica bisher immer geglaubt hat.

Ein weiterer Pluspunkt der Geschichte waren die wunderbaren Nebencharaktere, mit denen das Buch aufwartet. Nicht nur Jess‘ liebe Freundin Claire, auch sämtliche Winston Brüder haben mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert oder mir ein breites Grinsen entlockt, weil sie alle auf ihre ganz eigene Art Charme versprühen. Ich bin froh, dass wir auch noch in den Genuss ihrer Geschichten kommen werden.

Einen kleinen Kritikpunkt sehe ich in der Oberflächlichkeit, mit der die Hintergründe der verschiedenen Figuren gestraft sind. Jessica und Duane haben beide einen interessanten Hintergrund, der ein tieferer, emotionalerer Blick wert gewesen wäre. Stattdessen werden diese Aspekte recht unspektakulär und wie nebenbei behandelt, sodass es schwerfiel, mit den Figuren hinsichtlich dessen mitzufühlen und sich auf gewisse Dinge einzulassen. Auch eine doch sehr wichtige und überraschende Wendung wurde dem Leser auf sehr unspektakuläre, nüchterne Weise eröffnet, aus der sehr viel mehr Emotionen hätten herausgeholt werden können, als es hier geschehen ist. Da hat die Autorin in meinen Augen Potential verschenkt, um den Leser zu berühren und tiefer in die Geschichte zu saugen.

Trotz alledem wartet die Geschichte mit einem passenden Happy End auf, das zwar nicht überraschend kommt und erahnt werden kann, den Leser aber mit einem zufriedenen und guten Gefühl zurücklässt, sodass die Autorin doch schon einiges richtig gemacht hat.

Fazit

Insgesamt ist dieser Auftakt eine klasse Einstimmung auf die Winston Brothers – Reihe und eine unterhaltsame, lustige und gefühlvolle Lektüre für zwischendurch, die viel Spaß macht. Ich kann das Buch trotz kleinerer Schwächen empfehlen und vergebe 3,5 Sterne.

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Gefühlvoll und lustig, mit kleinen Schwächen. Eine gute Einstimmung auf die Reihe!

Rezensionen von skiaddict7:

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Interessante Überlegungen, jedoch langatmig mit vielen Wiederholungen

Der emotionale Rucksack von Vivian Dittmar

All unsere bisherigen Erlebnisse, die wir nicht oder nur wenig verarbeitet haben, tragen wir wie in einem Rucksack mit uns herum: der „emotionale Rucksack“. Erstmal ein anschaulicher Gedanke, der irgendwie einleuchtet. Darum geht es in Vivian Dittmars Buch. Der Gedanke an sich ist nicht neu. Wie heißt es doch so schön, „jeder hat sein Päckchen zu tragen“.

Dittmar selbst ist „anerkannte Querdenkerin zum Thema emotionale Kompetenz“. Sie scheint eine Art Psychologin zu sein, wobei sie jedoch keine universitäre Ausbildung zu haben scheint, da sie früh erkannt hat, dass sie das, was sie lernen will, nicht an Universitäten reicher Industrienationen lernen kann (gemäß Dittmars eigener Homepage).

Das Buch besteht aus drei Teilen. Der erste Teil erklärt die Grundlagen: was füllt unseren Rucksack, wie funktioniert emotionale Aktivierung? Hier gibt es einige seltsam anmutende Erklärungen, zum Beispiel definiert Dittmar hier scheinbar willkürlich Emotion als nicht gefühltes Gefühl aus der Vergangenheit („emotionale Altlast“), im Gegensatz zu einem Gefühl. Manche Aussagen leuchten auch ein.

Teil zwei erklärt bzw. lehrt einen bewussten Umgang mit unseren Altlasten und unserem Rucksack. Hier wird erklärt, wie die emotionale Aktivierung als Chance genutzt werden kann, die Altlasten abzubauen und somit den Rucksack zu erleichtern. Es werden verschiedene Übungen erklärt, um eine „bewusste Entladung“ zu praktizieren bzw. emotionale Aktivierungen, die im Alltag auftreten, zu nutzen um diese Gefühle zu verarbeiten. Das mag vielleicht verrückt klingen, wenn man sich mit dem Thema nicht beschäftigt hat, scheint aber nach dem Lesen des Buches tatsächlich einleuchtend.

Im dritten und letzten Teil wird die emotionale Hygiene erklärt. Das Ziel wäre nämlich, den Rucksack regelmäßig über bewusste Entladungen zu „leeren“ und leicht zu halten, so wie wir uns auch regelmäßig um unsere Körperhygiene kümmern. Auch hier bin ich wieder über zum Teil fragwürdige Aussagen gestolpert. Meint Dittmar doch (S.180): „(…) sind die vielen Infektionen, die sich ausbreiten, weil unser Immunsystem durch mangelnde emotionale Hygiene geschwächt ist.“ Für einen Mediziner eine unglückliche Aussage, welche ohne zugehörige Referenz im Buch zu finden ist. Dennoch war dieser Teil bei weitem der hilfreichste. In „Gefühle als Kraft“ wird erklärt, wie man Gefühle auch positiv nutzen kann. Diesen Teil fand ich sehr anschaulich und hilfreich. Auch zum Umgang mit anderen Menschen in „aktiviertem Zuständen“ konnte ich viel für den Alltag lernen.

Insgesamt fand ich den Ansatz interessant. Das Buch war für mich jedoch sehr schwer zu lesen, es gab viele Wiederholungen und insgesamt fehlte mir der rote Faden ein bisschen, obwohl es immer wieder „Merkkästen“ am Seitenrand gibt. Diese erleichtern zwar das Lesen, jedoch war es trotzdem oft schwierig sich zu orientieren. Nichtsdestotrotz würde ich sagen, dass sich das Lesen gelohnt hat. Insgesamt gibt es von mir leider nur drei Sterne.

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Interessante Überlegungen, jedoch langatmig mit vielen Wiederholungen

Rezensionen von Gluecksklee:

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So viel mehr als nur ein Unterhaltungsroman

Miss Gladys und ihr Astronaut,2 Audio-CD, 2 MP3 von David M. Barnett

Nach dem Klappentext und aufgrund des Covers waren meine Erwartungen an „Miss Gladys und ihr Astronaut“ eher auf dem Niveau eines leichten Unterhaltungsromans. Allerdings hat mich das Buch dermaßen positiv überrascht, weil so viel mehr ist als „nur“ ein Unterhaltungsroman. Die Geschichte rund um Gladys und Thomas Major, eher unfreiwillig von vielen Major Tom genannt, ist definitiv unterhaltsam.

Und fesselnd. Und rührend. Und traurig. Und unglaublich lustig.
David M. Barnett versteht es, die Balance aus Humor, Drama und Spannung zu halten. Es gab immer wieder Momente, bei denen ich wirklich lachen musste, sei es wegen der Wutausbrüche von Major Tom, den lustigen Gesangseinlagen von Gladys oder einfach, weil die Dialoge zwischen den einzelnen Figuren zum Schreien sind. Mir hat das Buch einfach wahnsinnig gut gefallen, Gladys und Thomas und James... sie alle sind mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen.
Ein Autor, der ein solches Talent für das Geschichtenerzählen hat, landet bei mir definitiv auf der Liste der Autoren, nach deren Neuerscheinungen ich künftig Ausschau halten werde.

„Miss Gladys und ihr Astronaut“ habe ich in Hörbuchform genossen und muss sagen, dass Simon Jäger ebenfalls mit seiner angenehmen Stimme und dem Talent, wirklich jeder Figur eine eigene Stimme zu geben, sehr dazu beigetragen hat, dass ich die Geschichte so genossen habe. Er hat nicht nur ein angenehmes Sprechtempo, sondern auch eine tolle Art und Weise, das Gelesene zu betonen, sodass die Emotionen, die in den Beschreibungen und den durch die Figuren gesagten Abschnitten wirklich beim Hörer ankommen.

Von mir erhält „Miss Gladys und ihr Astronaut“ fünf von fünf möglichen Sternen und eine definitive Hör- bzw. Leseempfehlung.

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So viel mehr als nur ein Unterhaltungsroman

Rezensionen von KimVi:

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Spannender Pageturner!

Das Haus der Mädchen von Andreas Winkelmann

Die schüchterne Leni kommt nach Hamburg, um dort ein Praktikum bei einem Verlag zu absolvieren. Für die Dauer ihres Aufenthaltes hat sie ein WG-Zimmer in einer schönen Villa gemietet. Dort lernt sie die lebenslustige Vivien, die so ganz anders ist als sie selbst, kennen. Da Vivien nicht lockerlässt, freunden sich die beiden an.

Doch plötzlich fehlt von Vivien jede Spur. Dass die neue Freundin abgereist ist, ohne sich von ihr zu verabschieden, hält Leni für ausgeschlossen. Deshalb begibt sie sich auf die Suche und gerät dabei selbst in große Gefahr.....

Der Einstieg in diesen Thriller gelingt mühelos. Denn man beobachtet gespannt, wie der Krankenpfleger Oliver zur falschen Zeit am falschen Ort ist und dabei etwas entdeckt, das ihn das Leben kosten wird. Olivers Tod wird von einem Obdachlosen beobachtet, der nun selbst ins Visier von Olivers Mörder gerät. Damit ist der Grundstein für eine spannende Handlung gelegt. Man möchte unbedingt erfahren wie es weitergeht und wie sich der Handlungsstrang, in dem die schüchterne Leni im Mittelpunkt steht, wohl mit dem Ganzen verbinden wird.

Andreas Winkelmann versteht es von Anfang an, das Interesse an der Handlung zu wecken. Durch die ständig wechselnden Perspektiven, die häufig an besonders spannenden Stellen stoppen, hängt man schnell am Haken und wird förmlich durch das Buch getrieben. Auch in diesem Thriller gelingt es dem Autor wieder hervorragend, mit den Ängsten der Leser zu spielen und diese zu schüren.

Die Charaktere wirken authentisch, sodass man mit ihnen mitfiebern und den Thrill der Handlung nachvollziehen kann. Da die Handlungsorte ebenfalls so realistisch beschrieben sind, hat man das Gefühl, selbst am Ort des Geschehens zu sein. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Das bereits früh aufgebaute Tempo kann durchgehend gehalten werden und sich zum Schluss sogar noch steigern. Der Drahtzieher ist gar nicht so einfach auszumachen. Es gelingt Andreas Winkelmann hervorragend, Wendungen einzubauen, die dafür sorgen, dass man dem Täter nicht so schnell auf die Schliche kommt und am Ende überrascht wird.

Krimis und Thriller sind meine absoluten Favoriten und die, die aus der Feder von Andreas Winkelmann stammen, lese ich besonders gern. Denn er schafft es immer mich zu überraschen und mit einer temporeichen Handlung durch das Geschehen zu treiben. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb auch alle fünf Bewertungssternchen und eine klare Leseempfehlung.

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Spannender Pageturner!

Rezensionen von dorli:

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Nordland. Hamburg 2059 – Freiheit

Nordland. Hamburg 2059 - Freiheit von Gabriele Albers

In ihrem dystopischen Roman „Nordland. Hamburg 2059 – Freiheit“ nimmt Gabriele Albers den Leser mit in eine Stadt, die ganz anders ist, als das Hamburg, das wir heute kennen. Die Autorin hat die heutige politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation einer drastischen Entwicklung unterworfen und katapultiert den Leser in eine Welt, in der eine skrupellose, gierige Minderheit das Zepter schwingt.

In Sachen Technik wurden große Fortschritte gemacht, aber auf sozialer Ebene hat man den Rückwärtsgang eingelegt.

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft in Nordland nicht nur meilenweit auseinander, sie scheint in zwei Teile zerbrochen – die Birds haben alles, alle anderen haben nichts. Frauenrechte? Gibt’s nicht mehr. Über Jahrzehnte hart erkämpft, sind diese zumindest in den Reihen der reichen Birds wie weggewischt.

Die hochsensible Lillith gehört zu den Birds. Die Tochter des Senators und Nordland-Mitbegründers Davide Civetta träumt von einer selbstbestimmten Zukunft, doch ihr kaltherziger Vater sieht sie nur als Wertgegenstand und will sie in Kürze verheiraten. Lillith sucht einen Ausweg aus ihrer Misere und findet sich plötzlich inmitten einer Widerstandsgruppe wieder: den Omegas. Hier erfährt sie, wie es außerhalb des Kreises der Reichen und Mächtigen in Nordland wirklich aussieht: Armut, Unterdrückung und Elend soweit das Auge reicht. Lillith will Freiheit, für sich selbst und für die geschundene Bevölkerung Nordlands – in beiden Fällen ein Kampf gegen die sprichwörtlichen Windmühlen.

Auch in Nordlands Oberschicht läuft nicht alles in ruhigen Bahnen. In dem ursprünglich gleichberechtigten Team aus Senatoren gibt es einige, die heimlich ihr eigenes Süppchen kochen und damit das bestehende System ins Wanken bringen – eine Chance für den Widerstand? Oder der Untergang aller?

Gabriele Albers hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil und versteht es ganz ausgezeichnet, den Leser in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Schon nach wenigen Seiten war ich gefesselt von den Ereignissen und habe gespannt das Geschehen verfolgt. Die Autorin hat eine interessante Welt kreiert, alles ist sehr gut durchdacht und ausgeklügelt. Die Beschreibungen sind detailreich, die Schilderungen lebhaft und mitreißend. Die Handlung wirkt sehr authentisch und beschert einem eine Gänsehaut, wenn man auf Szenarien trifft, die denen ähneln, die in unserer Historie noch nicht allzu weit zurückliegen.

Trotz der Fülle an Figuren fällt es nicht schwer, den Überblick zu behalten, da alle Akteure mit Eigenarten und Besonderheiten ausgestattet sind und einen hohen Wiedererkennungswert haben. Besonders gut gefallen hat mir, dass Gabriele Albers eine Hauptprotagonistin ins Rennen schickt, die zwar couragiert handelt, aber nicht zur Superfrau mutiert. Lillith muss Fehlschläge hinnehmen und zudem akzeptieren, dass sie nicht jeden lieb gewonnenen Wegbegleiter retten kann.

Zahlreiche Überraschungen und Wendungen sorgen dafür, dass die Geschichte immer wieder neuen Schwung bekommt und die Sogwirkung bis zur letzten Seite nicht abreißt.
Das Buch endet mit einem Paukenschlag – ich habe absolut nicht mit diesem Twist gerechnet und bin jetzt mehr als neugierig, was im zweiten Band dieser fesselnden Dystopie alles auf Lillith & Co. zukommen wird.

„Nordland. Hamburg 2059 – Freiheit“ hat mich durchweg begeistert – absolute Leseempfehlung für alle, die gut und spannend unterhalten werden wollen und gleichzeitig einen Blick auf ein düsteres, aber äußerst realitätsnahes Zukunftsszenario unserer Gesellschaft werfen möchten.

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Nordland. Hamburg 2059 – Freiheit

Rezensionen von Harakiri:

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wo ist die Spannung?

Ein Teil von ihr von Karin Slaughter

Diese Woche im August wird Andy wohl nicht mehr vergessen. Aus einer normalen Geburtstagsfeier wird eine wilde Jagd quer durch Amerika – und immer mit der Angst im Nacken und vor allem mit der Frage: „Wer ist meine Mutter wirklich?“. Denn beim Essen in einem Diner tötet Andys Mutter einen Amokschützen.

Und das ist so gar nicht das, was Andy von ihrer Mutter kennt.
Karin Slaughter kenne ich als Autorin spannender, auch etwas blutrünstiger Thriller. Leider fehlte das hier alles komplett. Das Buch beginnt zäh, geht zäh weiter und endet auch nicht wirklich spannend. Kurz: ich frage mich, wer die Autorin so weich gespült hat? Ich musste mich teilweise wirklich durch das Buch quälen. Slaughter verliert sich in langweiligen Erklärungen, ihre Charaktere (zugegebenermaßen handeln die authentisch) wirken nicht überzeugend und auch die Story konnte mich nicht überzeugen.
Die Handlung wird auf zwei Ebenen erzählt: in der Jetzt-Zeit aus der Sicht von Andrea (Andy) und in der Vergangenheit aus der Sicht von ihrer Mutter. So erfährt der Leser wenigstens vor der Protagonistin was im Leben der Mutter früher passiert ist.
Fazit: nächstes Mal hoffentlich wieder mehr Thrill.

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wo ist die Spannung?

Rezensionen von mfurch:

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magisches Jugendbuch

Hyde von Antje Wagner

In "Hyde" steht die junge Tischlerin Katrina im Mittelpunkt. Sie ist auf der Walz, doch in Wahrheit hat sie eine Mission: Rache. Sie verbirgt ihr Gesicht hinter einem Tuch und spricht undeutlich. Was ist ihr Geheimnis?

In zwei Strängen wird ihre Geschichte erzählt, von ihrem Leben als sie noch mit ihrem Vater und ihrer Schwester Zoe in Hyde lebte.

Und parallel die Handlung in der Gegenwart, in der sie ein altes Haus renoviert, Haus Waldkauz.

Die Autorin schafft Atmosphäre und eine Sogwirkung, ich wollte das Buch gar nicht mehr beiseite legen. Passend für ein Jugendbuch ist die Sprache eher einfach und leicht zu lesen, eine Geschichte die nicht nur jugendliche Leser fesselt. Die Charaktere fand ich gut, sie sind detailliert beschrieben, ich konnte mit ihnen mitfiebern und mir auch die Umgebung gut vorstellen, die die Autorin bildhaft beschreibt. Ich fand es spannend, wie am Ende die beiden Stränge verwoben werden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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magisches Jugendbuch

Rezensionen von yellowdog:

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Süchtig nach Gefahr

Der Kriegstourist von Jesper Bugge Kold

Niels ist Gymnasiallehrer in Dänemark, verheiratet, 2 Kinder und ganz schön gelangweilt von seinem mittelmäßigen Leben. Sein alter Freund Michael hingegen ist ein bekannter Kriegsfotograf, der schon in 80 Ländern war. Er lädt Niels ein, ihn nach Beirut zu begleiten. Ein Erlebnis für Niels.
Zurück in Kopenhagen verspürt er schnell wieder die Langeweile des Alltags und folgt auch Michaels nächster Einladung nach Lybien und weitere Kriegsgebiete.

Das hat auch Auswirkungen auf Niels Familienleben.
Niels ist auch nicht der einzige Kriegstourist. Mehrere Leute sind ähnlich Getriebene. Arnaud, Nenad, Tara und David. Immer wieder treffen sie an gefährliche Orten wieder auf einander.

Man muss nicht selbst das Verlangen nach dem Kick verspüren, um sich für diesen Roman zu interessieren. Über dieses Thema hatte ich bisher noch nichts gelesen.
Die Besuche der verschiedenen Ländern sind spannend geschildert. Die Gefühle von Niels kann man auch verstehen, wenn man selbst keine Drang nach Kriegsgebieten hat. Ich persönlich urteile nicht darüber.
Aber es ist absehbar, dass das seinen Preis hat und Niels irgendwann an seine persönliche Grenze stossen wird. Das passiert auch, als ein Freund getötet wird.

Auch der Fotograf Michael hat mich als Figur interessiert. Krieg zu fotografieren ist sein Beruf, aber auch seine Leidenschaft, der Mittelpunkt seines Lebens. Er könnte wohl keinen alltäglichen Zeitungsjob mehr aushalten. Jesper Bugge Kold schafft authentische Beschreibungen eines nicht alltäglichen Berufs, der sehr auszehrend sein kann.

Der Kriegstourist ist ein gut geschriebenes Buch, das mich aufgrund des Themas und der Art, wie der Leser an die Figuren herangeführt wird, überzeugen konnte.

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Süchtig nach Gefahr

Rezensionen von mfurch:

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fesselnd

Opfer von Pierre Lemaître

Bei einem Raubüberfall in einem Juweliergeschäft befindet sich Anne Forestier. Sie ist Zeugin, zur falschen Zeit am falschen Ort. Anne Forestier ist in Gefahr, da sie die Täter identifizieren könnte. Ihr Lebensgefährte Kommissar Camille Verhoeven von der Pariser Mordkommission ist zwar eigentlich nicht für den Fall zuständig, aber er setzt alles dran, Anne zu schützen.

Es darf nur niemand erfahren, dass die beiden liiert sind.

Das Cover ist zwar eher schlicht, hat aber eine große Wirkung und macht neugierig auf die Story. Die Leseprobe fand ich spannend, hatte dann aber doch so meine Probleme, in die Geschichte reinzukommen. Wobei ich das an nichts bestimmten festmachen könnte. Es hat jedenfalls einige Zeit gedauert, bis ich in der Geschichte angekommen bin. Ab dann flutschte es aber und die Seiten flogen nur noch so dahin. Ich fand die Figuren glaubwürdig und konnte mit Verhoeven mitfiebern. Zum Ende hin nimmt die Story mächtig an Fahrt auf, die Spannung ist kaum mehr auszuhalten. Das Ende hat ich überrascht. Durch den knappen Schreibstil sicher nicht jedermanns Sache, von der Story her aber überzeugend.

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fesselnd