Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewareni:
Utopische Geschichten
Die letzte Fahrt der Enora Time von Andreas Gruber
,, Die letzte Fahrt der Enora Time´´ bietet uns 11 utopische Kurzgeschichten, geschrieben von dem phantasievollen Autor Andreas Gruber. Der mit seinem seltsamen Vorwort gleich eine Schockstarre bei seinen Lesern auslöst und dafür aber im Nachwort dafür büßen muss!!!!
In seinen Geschichten kann man eintauchen in die Weiten des Weltraumes und hautnah dabei sein wenn der Bordcomputer mit seinem Raumschiff etwas anderes vor hat, als die Crewmitglieder.
Da bekommt man SF in seiner Reinkultur und Erinnerungen an ,,Raumschiff Enterprice´´ werden dabei wach.
Aber auch humorvoll gelingt es Andreas Gruber in der Geschichte ,, Heimkehr nach Algata´´ mit originellen Wortschöpfungen und Situationskomik eine SF Story seinen Lesern näher zu bringen.
Dass er aber auch düstere Dystopien auf Lager hat beschreibt er in der Geschichte
,, Ecke 57th Street´´, wo Kabeln, Datenleitungen, Glasfaserstränge… sich nicht mehr dort befinden, wo man sie eigentlich vermuten würde.
Schön ist wie immer bei seinen Erzählbänden, dass man vor jeder Geschichte eine kurze Einleitung findet, wo der Autor über die Entstehungsgeschichte, persönliche Erinnerungen…. berichtet.
So ist ,, Joyce´´ eine ,,zeitreisende´´ Liebesgeschichte, an deren Entstehung seine Frau nicht ganz unbeteiligt war.
Eine bunte Mischung also, wo man zu den Geschichten einmal mehr und einmal weniger Zugang findet, aber trotzdem gut unterhalten wird. Für Andreas Gruber Fans wieder ein weiterer Erzählband aus dem Luzifer Verlag.
Rezensionen von rewareni:
Ein Kampf, um Leben und Tod
Amurante von Rico Forwerk
Kayleigh ist froh, ihre furchtbaren Erlebnisse, die sie vor Monaten in der Waldhütte erleben musste, so halbwegs verarbeitet zu haben. Ihre Sitzungen bei einem Psychotherapeuten helfen ihr dabei und ihr Arbeitskollege Max, der sich auffallend um sie bemüht, lassen sie endlich so etwas wie Normalität verspüren.
Doch plötzlich hat sie seltsame Träume, in der auch wieder der Vogelmann auftaucht, der ihr damals geholfen hat und ihre Traumreise führt sie in die Vergangenheit zu ihrem Vorfahren, der Andeutungen macht über schreckliche Dinge, die unterhalb in den Gänge von London passieren. Als Kayleigh erfährt, dass gerade in dieser Stadt plötzlich Menschen verschwinden, die sich zuvor krankhaft verändert haben, weiß sie, dass sie eine Aufgabe bekommen hat, die nur sie erfüllen kann. In London trifft sie auf ihre früheren Freunde Ben und Miranda und als diese ebenfalls verschwindet macht sie sich auf die Suche nach ihr. Das Tagebuch ihres Vorfahrens, das sie heimlich aus einem Grab gestohlen hatte, macht ihr nicht viel Mut, denn die Geschehnisse unterhalb Londons, sind für den normalen Verstand kaum greifbar. Aber Kayleigh ist bereit den Kampf aufzunehmen und sie erlebt Dinge, die keinem Menschen zu wünschen sind.
,, Amurante- Die Krankheit´´ ist ein 582 Seiten starker Wälzer aus der Feder von Rico Forwerk. Es handelt sie hierbei um den 2. Teil der Amurante Reihe. Man kann der Handlung problem folgen, auch ohne den ersten Teil gelesen zu haben. Wer sich natürlich für die voran gegangene Entführung von Kayleigh interessiert, dem kann ich den 1. Band ,, Amurante- Der Wald´´ auch empfehlen.
Der Autor schafft es mit seiner spannenden, unheimlichen und bildgewaltigen Geschichte den Leser von Beginn weg in Atem zu halten. Er hat einen angenehmen Schreibstil und verwendet oft auch Wörter, die im Sprachgebrauch selten vorkommen wie z.B. invatierend, erratisch, Invasor… Dadurch erzeugt er immer wieder eine ,,vornehme´´ und besondere Stimmung.
Seiner Protagonistin macht er wie schon im ersten Band, das Leben sehr schwer. Als Leser leidet man mit ihr, man begibt sich auf spannende Reisen in die Vergangenheit oder in die grauenvolle Unterwelt. Kaum denkt man, dass Kayleigh einen Schritt nach vorne geschafft hat, fällt sie schon wieder zwei Schritte zurück. Der Autor lässt seine Leser mit seiner detailierten Bildbeschreibung ein Kopfkino erleben, wo man sowohl die gruseligen Szenen, als auch die farbenprächtigen Bilder vor sich sieht.
Eine spannende Geschichte, die immer wieder mit Überraschungen aufwartet und ein Ende, mit dem man als Leser nicht rechnet.
Rico Forwerk hat sich schreibtechnisch gut weiter entwickelt und ich bin schon neugierig, wie die ,,Amurante Reihe´´ weitergeht.
Rezensionen von liesmal:
Miteinander in einer Welt
Sprichst du Schokolade? von Lester Cas
Die Geschichte spielt in England. Als Nadima als „Neue“ in Josies Klasse kommt, ist es mit der Verständigung nicht ganz einfach. Über die Sprache gibt es jedenfalls zunächst keine Möglichkeit, denn Nadima spricht kein Englisch. Doch die Sprachbarriere wird durchbrochen, als Josie Nadima ein Stück Schokolade anbietet und dazu die Frage stellt: „Sprichst du Schokolade?“ Auch Nadima hat etwas zum Naschen dabei – und schon klappt es zwischen den beiden Mädchen mit der Verständigung.
Immer wieder finden sie Wege, wie sie „ohne Worte“ miteinander kommunizieren können.
Allerdings ist die Sprache nicht das einzige, was die Mädchen voneinander unterscheidet. Nadima, ihre Eltern und Geschwister kommen aus einem anderen Kulturkreis, sind als Flüchtlinge nach England gekommen und versuchen hier ein neues Leben zu beginnen.
Ganz langsam nähern sich Josie und Nadima an. Feinfühligkeit und Fingerspitzengefühl sind notwendig. Das ist für Josie nicht immer ganz einfach. Sie hat zwar ein großes Herz, einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und setzt sich für andere ein, allerdings kommen die Worte oft schneller aus ihrem Mund, als dass sie sich Gedanken darüber macht, was unüberlegte Worte anrichten können.
Das Cover sieht fremdartig und sehr ansprechend aus. Viele Geschichten aus dem Buch tauchen dort in Bildern auf. Die einzelnen Kapitel, die im Schnitt fünf Seiten lang sind, sind mit Überschriften versehen. Themen sind Legasthenie, Essen aus anderer Kultur, Katastrophen, die manchmal durch Unüberlegtheit entstehen, es geht um Ausraster, um Wut, Tränen und Eifersucht, aber auch um Verständnis füreinander, um Freundschaft und Einsicht, um Armut und um Stolz.
Was viele Menschen nicht bedenken, wird in diesem Buch, das sicherlich nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene lesenswert ist, sehr einfühlsam beschrieben: was einzelne Menschen und Familien erlebt haben, die ihre Heimat sicherlich nicht gern verlassen haben, aber dennoch als Flüchtlinge in einem für sie fremden Land versuchen, sich ein neues – ein sicheres – Leben aufzubauen.
Rezensionen von heinoko:
Manches bleibt im Dschungel-Dunkel
Ins Dunkel von Jane Harper
Ein unglaublich fesselndes Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann!
Es wirkt fast wie ein Schulausflug: Eine Männer- und eine Frauengruppe, jeweils zu fünft, fröhlich-aufgeregt, haben als teambildende Maßnahme von ihrer Firma eine mehrtägige Wanderung durch den australischen Busch zu absolvieren, nur mit Landkarte, Kompass und ihrem Rucksack versehen.
Kein Handy. Beide Gruppen haben unterschiedliche Routen, Treffpunkt am vierten Tag 12 Uhr wieder zurück am Ausgangspunkt. Die Männer sind pünktlich da. Viele Stunden später tauchen auch die Frauen auf, verletzt, nach Hilfe schreiend – und es sind nur vier! Der Ermittler Aaron Falk und seine Kollegin müssen Alice, die vermisste Frau, unbedingt finden, denn sie ist eine wichtige Information.
Bereits der Prolog hat mich gepackt, und so ist es das gesamte Buch über geblieben. Ich hing an den Seiten, konnte nicht mehr aufhören. Jane Harper hat einen unglaublich intensiven Sprachstil, dessen Bilderwelt einen regelrecht verfolgt. Geradezu filmreif sieht man das Geschehen vor sich, man wird hineingestoßen in eine Welt, in der die Natur die wahre Herrscherin ist, ihren eigenen Gesetzen folgend, die uns Menschen in ihrer Gewalt Angst macht. Man erlebt hautnah die Kälte, die in jede Pore zieht, und spürt den eisigen Regen, der überall eindringt. Man erlebt, wie Dunkelheit und seltsame Geräusche die Angst steigern. Und wie vor allen Dingen die fünf Frauen in ihrer Unterschiedlichkeit sich erst einmal mit halbwegs freundlicher Bereitschaft bemühen, miteinander auszukommen, aber je mehr Angst und Verzweiflung Raum gewinnen, fällt diese Fassade ab und harte Wahrheiten brechen auf.
Man tut gut daran, das Buch möglichst zeitnah von Anfang bis Ende zu lesen (wozu einen die Spannung sowieso bringt). So stören die nach rückwärts unterschiedlich zeitversetzten Perspektivwechsel etwas weniger. Diese verhackstückte Erzählweise ist leider ein derzeit gerne benutztes Stilmittel zur Spannungsverdichtung, wobei das vorliegende Buch dies absolut nicht gebraucht hätte, denn die Geschichte ist richtig gut, absolut packend, sie spielt intensiv mit unseren Ängsten und sie schildert psychologisch nachvollziehbar extrem unterschiedliche Charaktere und deren Reaktion in einer Ausnahmesituation.
Bis fast zum Schluss bleibt man als Leser im Ungewissen. Nicht alles findet letztlich im unerwarteten Ende der Geschichte eine schlüssige Erklärung, auch bleibt mir persönlich absolut rätselhaft, weswegen sich die Frauen beharrlich siezen. Dennoch bleibt mein Fazit: Ein großartig geschriebener Thriller, fesselnd bis zur letzten Seite, in seiner Intensität lange nachwirkend.
Rezensionen von zenzi:
Paris - Probleme - Paris
Ins Dunkel von Jane Harper
Dieser Roman ließ sich leicht und gut lesen - erst die Wochenendreise mit dem Kind Evi des geschiedenen Partners Bastian nach Paris - da kommt schon Sehnsucht nach dieser Stadt auf. Aber dann gehen die Probleme nach den schönen Momenten in Frankfurt weiter. Die Ex von Bastian ist furchtbar böse auf Jenny, auch und weil sie allein mit dem Kind diesen netten Ausflug gemacht hat.
Überhaupt will sie Bastian wieder verwöhnen und zurückgewinnen? Der innere Zwiespalt von Bastian mit seiner neuen Frau Jenny eine harmonische Beziehung führen, ihre Schwangerschaft zu erleichtern, sein Kind Evi möglichst bestens zubetreuen, aber auch den Eltern am Bauernhof zuhelfen, weil sein Bruder einen schweren Unfall hatte - diese Figur war sehr aus dem Leben gegriffen, weil es vielen Männern so geht und es kaum möglich ist, allen Beteiligten gerecht zu werden, noch dazu muss er zwischen den einzelnen Beteiligten hunderte Kilometer fahren!
Jenny will das Studium abschließen - der betreuende Professor kümmert sich sehr intensiv um Jennny - da werden Bastian von seiner Ex Gerüchte in Ohr gesetzt, sodass dieser die Geburt und die ersten Tage seines Kindes mit Jenny verpasst und berufsmäßig im mexikanischen Unwetter lange verschollen bleibt....aber zum Schluss ist er doch der Retter in Not bei der Klassenfahrt nach Paris.
Eine andere Geschichte ist das Geheimnis, das den Vater von Jenny umspinnt, diese Suche nach der kompletten Familie habe ich gerne gelesen, geschmunzelt, war auch berührend.
In diesem Roman werden viele familiäre Probleme angesprochen, die sehr häufig in unserer Gesellschaft herrschen. Den Zwiespalt, die Gedankengänge, die Handlungsweisen und Reaktionen konnte ich meist gut nachvollziehen, aber nicht immer habe ich verstanden, warum der gerade Weg so schwierig ist zu gehen.
Jedenfalls eine nette Urlaubsgeschichte.
Rezensionen von zenzi:
sehr aktuell
Hass im Fadenkreuz von Tatjana Flade
Hass und Fadenkreuz - das ist keine gute Kombination!
Ein sehr aktueller Roman - die Parolen der Populisten hört man leider immer wieder, um Menschenmassen gegen die Ausländer zu manipulieren. Wie kann dieser Trend gestoppt werden - mit Gewalt? Die Kaltblütigkeit der Scharfschützen - Auftrag ist Auftrag - gibt es keine andere Lösung eine Meinung und Strömung, auch wenn sie gefährlich manipulierend ist, zustoppen?
Eine spannende Geschichte, die Esther und Lys erleben.
Die Liebesszenen lockern sehr gut diese brutalen Themen um Terrror, politische Anschläge, rechte Parolen auf. Gut fand ich auch den wechselnden Aktionsort, dass man hinter die Kulissen der einzelenen Aktionsgruppen schauen kann und die Terrorszene auch von anderen Seiten beschrieben wird.
Ein spannender, sehr lesenswerter Roman, der nachdenklich stimmt und bei dem dann doch das Gute siegt.
Rezensionen von thora01:
Ein spannender und magischer Reihenauftakt
Die Weltportale (Band 1) von B. E. Pfeiffer
Inhalt/Klappentext:
»Du musst dich nicht vor den Schatten fürchten. Ein Schatten bedeutet nur, dass hinter dir ein Licht brennt.«
Eleonora lebt in einer Welt, die einst durch magische Portale mit anderen Welten verbunden war. Als Tochter eines Magiers und einer Elfe vereint sie zwei unterschiedliche Kräfte, ist mächtig und gehört doch zu keinem Volk.
Mit der Aufnahme auf die Akademie der Magie erhofft sie sich nicht nur, ihre Kräfte unter Kontrolle zu bekommen, sondern auch, endlich akzeptiert zu werden.
Als sie jedoch von einem mysteriösen Schatten angegriffen wird und hinter ein lange gehütetes Familiengeheimnis kommt, ist die anfängliche Ablehnung ihrer Mitschüler ihr geringstes Problem. Wird es ihr gelingen, ihre Welt vor der Dunkelheit zu bewahren?.
(Quelle: Sternensand Verlag)
Meine Meinung:
Genialer Reihenauftakt. Die Story hat mich sofort in den Bann gezogen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er lässt sich leicht lesen und regt die Phantasie der Leser an. Die Protagonisten sind sehr speziell. Sie haben alle ihre ganz eigenen Ecken und Kanten. Eleonora hat mich von Anfang an verzaubert. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit. Ganz besonders gefällt mir wie sie indirekt auf ihre Mitbewohner einwirkt und sie sich verändern. Sie wirkt stark und dennoch gibt es Situationen wo sie unsicher ist. Aestus ist mir sehr sympathisch obwohl er zu Beginn sich von seiner schlechtesten Seite zeigt. Er entwickelt sich im Velrauf der Geschichte sehr positiv und zeigt erst zum Schluss was wirklich in ihm steckt. Lucius gefällt mir sehr gut. Er verkörpert den perfekten Edelmann. Seine Ansichten sind ein wenig altertümlich. Er wirkt zu Beginn der Gesichte ziemlich unnahbar und taut im Verlauf immer mehr auf. Die Geschichte ist ein wenig undurchsichtig und wird gegen Ende erst klarer. Die Zusammenhänge werden ans Licht gebracht und ich mag das Zusammenspiel von Eleonora, Aestus und Lucius sehr. Die Story bringt sehr viele Geheimnisse ans Tageslicht und der Abschluss hat es richtig in sich. Er ist sehr actionreich und zeigt sehr schön welche Bestimmung die einzelnen Protagonisten haben. Die Überleitung zum 2 Teil der Reihe ist sehr gut gelungen. Ich bin schon sehr gespannt wie die drei sich im zweiten Teil schlagen werden.
Mein Fazit:
Wundervoller Reihenauftakt. Sehr spannenden Protagonisten und Beziehungsgeflechte. Für mich ist es ein Must Read und ich freue mich schon sehr auf den Folgeband..
Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:
Prägnante Satire!
Guten Morgen, Genosse Elefant von Wilson Christopher
Juri Zipit, ein einfältiger Junge, wird mit seinem Vater, einem Tierarzt, eines Nachts in Stalins Datscha gebracht. Dieser ist körperlich krank und paranoid, weswegen Juris Vater, wie alle Ärzte zuvor, bald verschwindet. Juri verbringt getrennt von seinem Vater mehrere Wochen mit dem „Stählernen“, wird zu seinem Vorkoster.
Und plötzlich ist er mittendrin im sowjetischen Machtzentrum. Er erlebt politische Intrigen, bekommt Einblicke in Stalins verquere Weltsicht und dessen körperlichen und geistigen Abbau.
Eine verworrene und absurde Geschichte, die Christopher Wilson in „Guten Morgen, Genosse Elefant“ geschrieben hat. Auf spannende Weise erzählt Wilson von politischen Absurditäten, einem paranoiden und wahnsinnigen Mächtigen und gleichzeitig von brutaler und menschenverachtender Realität. Eine gelungene und vielschichtige Erzählung.
Seine überzeichneten Charaktere werden immer wieder durch den Kakao gezogen, lächerlich gemacht und wirken dabei so einschüchternd und real. Die Geschichte wird in ihrer ganzen Tragik und Komik erlebbar. Neben den anderen Akteuren spielt Juri eine übergeordnete Rolle. Dieser naive Junge, mit seinen banalen Einschätzungen, seinen entwaffnenden Beobachtungen macht die Geschichte erlebbar. Er wirkt sympathisch und drollig. Die Geschichte aus der Sicht dieses Jungen zu erzählen macht den besonderen Reiz des Romans aus. Er bietet in dieser wahnwitzigen Geschichte Halt.
Wilson schreibt seine Geschichte mit viel Witz. Eine ganz große Satire, die all die brutale Realität enthält. Die Ereignisse gehen nahe und erschüttern. Er überzeichnet, verdeutlicht und schreibt leichtfüßig. Insgesamt ein gut lesbarer Text, der mitnimmt und begeistert. Seine Dialoge sind absurd und lustig, bieten kluge Einsichten, gehen ins poetische und sind vulgär. Der Autor erschafft über diese besondere Ausdrucksweise eine spürbare Atmosphäre.
Eine sehr prägnante und eindrückliche Satire. Leichtfüßig aus der Sicht des Jungen Juri erzählt. Spannende Einsichten in die Sowjetunion zu Zeiten Stalins. Insgesamt sehr gelungen!
Rezensionen von Biest:
Eine tolle und emotionale Geschichte
Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren von Ali Benjamin
Inhalt:
"Was auch immer du sagen willst, mach den Mund auf und sag es einfach. Das rate ich dir. Lass die Welt wissen, was du denkst."
Dieses preisgekrönte Debüt erforscht feinfühlig, was es heißt, am Leben zu sein. Eine ergreifende Geschichte der Selbstfindung und ein goßer Blick auf unsere Existenz.
Dass Dinge einfach passieren, kann Suzy nicht akzeptieren. Sie macht sich über vieles Gedanken: den Schlafrhythmus von Schnecken, die jährliche Zahl der Quallenstiche oder wie alt man ist, wenn das Herz 412 Millionen Mal geschlagen hat – gerade mal 12 Jahre. In dem Alter ist Suzys Freundin Franny im Sommer ertrunken, obwohl sie eine gute Schwimmerin war. Suzy muss herausfinden, wie das geschehen konnte. Es ist ein weiter, erkenntnisreicher Weg in einer Welt voller Wunder, bis sie begreift, dass der einzige Trost manchmal ist, Dinge anzunehmen, die man nicht ändern kann. Doch als sie es begreift, sieht sie auch die Welt und ihre Wunder, die nur darauf gewartet haben, gesehen zu werden.
Meine Meinung:
Eine tolle Geschichte, die einen zum Lächeln bringen und zu Tränen rühren kann.
Suzy ist ein tolles Mädchen. Ihr Charakter hat mir sehr gut gefallen. Da sie die Story aus der Ich-Perspektive erzählt, kann man sich super in sie hineinversetzen und ihren Gedanken und Gefühlen ohne Probleme folgen.
Sie ist ein sehr wissbegieriges Mädchen. Sie liest viel und interessiert sich sehr für die Natur und ihre Lebewesen, die Naturwissenschaft ist ihr größtes Hobby.
Durch den Verlust ihrer Freundin heufen sich ihre negativen Gedanken und sie empfindet jedes weiter Wort als überflüssig. Desshalb schweigt sie.
Ich stelle mir das als äußerst schwierig vor, kein einziges Wort zu sagen und sich so durch den Alltag zu kämpfen. Aber Suzy ist eine starke und mutige Persönlichkeit.
Der Aufbau der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist in 7 Teile aufgeteilt, jedes davon ist in kurze Kapitel mit jeweils eigener Überschrift aufgeteilt. Jedem Teil geht eine Definition voraus, die zum jeweiligen Teil passt.
Auch finden sich immer wieder ein paar Zeilen, die Suzy sich in ihr Notizbuch schreibt.
Die kurzen, knackigen Kapitel lassen einen nur so durchs Buch fliegen. Der Schreibstil ist total angenehm und lässt sich super lesen.
Das Cover gefällt mir mit seinen verschiedenen Blautönen und dem Titel in knalligem gelb auch sehr gut.
Fazit:
Ein tolles Jugendbuch, welches ich ruhigen Gewissens weiterempfehlen kann. Eine tolle, emotionale Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Rezensionen von Gaby 2707:
Der 2. Fall für die Staatsanwältin und den Kommissar
Schwarze Roben von Stefanie Gregg; Paul Schenke
Bombenattentat in Kiel. 12 Mitarbeiter der Anwaltskanzlei "Bartelsen & Partner", die mit dem Kleinbus in den Schwarzwald in ein exclusives Golfhotel fahren wollten, werden in der Tiefgarage kurz vor der Abfahrt in die Luft gesprengt. Markus Lohmann, der sich etwas verspätet hat, kommt mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Klinik.
Alle anderen Mitarbeiter sind tot.
Staatsanwältin Elena Karinoglous will diesen Fall unbedingt selbst übernehmen. Zusammen mit Hauptkommissar Sven Fricke, mit dem sie schon mal einen Fall gelöst hat, macht sie sich auf Spurensuche. Fricke, der sich nach Eckernföhrde hatte versetzen lassen, kehrt zusammen mit Lars Oppermann, seinem kurzfristigen Partner, nicht nur wegen dem neuen Fall nach Kiel zurück.
Bei ihrem Fall "Blutvilla" habe ich Elena Karinoglous und Sven Fricke schon über die Schulter schauen dürfen und ihre kleinen Reibereien mitbekommen. Das ist auch bei diesem Fall nicht anders. Immernoch finden sie Gefallen aneinander, schleichen um einander herum, wie die Katze um den heißen Brei. Aber wer weiß, dieser Fall scheint sie wieder ein Stück näher zueinander geführt zu haben. Ich habe die Beiden richtig lieb gewonnen.
Ich lerne sehr viele verschiedene Menschen kennen, die in diesen Fall in irgendeiner Form verstrickt sind. Manche werden sehr detailliert beschrieben. Sie habe ich sofort gut im Kopf. Bei anderen kann ich meine Fantasie spielen lassen um sie mir vorzustellen. Das gefällt mir besonders gut.
Bei den Fahrten durch den Kieler Stadtteil Düsternbrook und bei denen Blicken aus den Fenstern der Anwaltskanzlei kommt der Lokalkolorid richtig gut rüber. Ich würde gerne stundenlang dort am Fenster stehen und über die Ostsee schauen.
Frust, Wut oder wenn Fricke eine Riesenlaus über die Leber gelaufen ist – die verschiedenen Gefühle der Protagonisten kommen sehr gut vorstellbar rüber. Sie scheinen richtiggehend auf mich überzuschwappen.
Stefanie Gregg und Paul Schenke haben sich auch bei dieser Geschichte einen spannenden Plott und interessante Protagonisten ausgedacht. Leider kommt bei dem ganzen Auf und Ab für mich die Spannung etwas zu kurz. Trotzdem habe ich gut mitfiebern und mit recherchieren können. Die absolut schlüssige Auflösung kam mit einem Täter, den ich nicht auf dem Flipchart hatte, für mich etwas unverhofft um die Ecke.
Wer Krimis mag, die nicht vor Blut strotzen; mit einem Ermittlerpärchen, das sich nicht entscheiden kann, aber sehr gut zusammen arbeitet; einer interessanten Geschichte und einer sehenswertenb Umgebung – der ist hier genau richtig. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall der Staatsanwaltschaft und der Kripo Kiel.
Ein interessanter, unterhaltsamer Krimi, der mir 4,5 Sterne wert ist.










