Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Spannend und interessant
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn die Beschreibung klang sehr interessant und pa-ckend. Und das Buch hat auch gehalten, was ich mir erhofft hatte. Es ist spannend und fesselnd und man sollte am liebsten Urlaub haben, wenn man es liest, weil man einfach immer weiterlesen möchte und quasi hineingezogen wird.
Der Schreibstil des mir bisher ungekannten Autoren ist le-bendig und flüssig und leicht zu lesen. Das macht Spaß, vor allem wenn es dann um technische Dinge geht, die für den Laien hier gut und verständlich erklärt werden. Es bleibt bis zum Ende spannend und das Buch hat trotz seiner 500 Seiten keine Längen. Das begeistert mich.
Die Auflösung am Ende des Buches ist gelungen und eine runde Sache, als Leser legt man das Buch zufrieden zur Seite.
Die Figuren sind gut beschrieben und man mag vor allem auch mit der Hauptfigur Markus mitfie-bern. Es ist krass, wie schnell sich ein Leben ändern kann, quasi von einer Minute auf die andere. Das ist teilweise schon beklemmend und wirklich berührend. Dass die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, tut sein Übriges und lässt den Leser nachdenklich zurück.
Bitte mehr davon!
Rezensionen von BarbaraM:
Ein absolut gelungener historischer Abenteuerroman, der spannend bleibt bis zur letzten Seite!
Der Gesang der Bienen von Ralf H. Dorweiler
„Der Gesang der Bienen“ von Ralf H. Dorweiler ist 2019 im Bastei Lübbe Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 400 Seiten.
Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
A.D. 1152: Als Zeidler streift Seyfried durch den Schwarzwald und erntet Honig und Wachs von wilden Bienenvölkern.
Als seine Frau zum Tode verurteilt wird, bricht er auf der Suche nach Beistand zum Kloster Bingen auf. Er findet es in heller Aufregung vor, denn die gelehrte Äbtissin Hildegard hat sich mit ihrer direkten Art Feinde innerhalb und außerhalb der Klostermauern geschaffen. Sie knüpft ihre Hilfe an schier unerfüllbare Bedingungen, die Seyfried bis vor den frisch gekrönten König Friedrich I. führen.
Ralf H. Dorweiler schafft es mit seinem Schreibstil gekonnt, den Leser in den Bann der Geschichte um den Zeidler Seyfried, seiner Familie, Hildegard von Bingen und allen weiteren Charakteren zu ziehen. Sein Buch lässt sich leicht, flüssig und fortlaufend spannend lesen und ich konnte mich als Leserin sehr gut in die ausgesprochen fein ausgearbeiteten Charaktere der Geschichte einfühlen. Ich habe tatsächlich jede Seite des Buches genossen und war nicht nur vom Ende sehr angetan. Beim Zuklappen war ich wirklich sehr fasziniert davon, wie wunderbar der Autor alle Fäden am Ende zusammenlaufen ließ und wie stimmig das Buch insgesamt ist.
Sehr gut gefallen hat mir auch das Verzeichnis der im Buch vorkommenden Personen mit den jeweiligen Erklärungen.
Fazit: „Der Gesang der Bienen“ ist ein abenteuerliches, sehr gut recherchiertes historisches Abenteuerbuch mit einer durchwegs spannenden Geschichte. Die Spannung bleibt während des ganzen Romanes erhalten.
Man merkt dem Buch an, dass es mit ganz viel Herzblut geschrieben worden ist.
Lesespaß ist hier 100% garantiert und ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Berührende Liebeserklärung an das Meer
Nächte, in denen Sturm aufzieht von Jojo Moyes
Dieses mitreißende und in jeglicher Hinsicht inspirierende Werk der Bestsellerautorin Jojo Moyes ist mehr als 'nur' ein Liebesroman. Es veranschaulicht die innige Bindung zwischen Mutter und Kind, lässt uns die Sehnsucht nach einem Neubeginn nachvollziehen, zelebriert den Zusammenhalt von Menschen, von Familien, Freunden, Kollegen oder gar ganzen Gemeinden, die einander Halt geben.
Es ist ein eindringlicher Appell, ein Loblied auf die Schönheit und beeindruckende Vielfalt unserer Natur, die wir Menschen viel zu oft als selbstverständlich betrachten. Es ist auch eine Geschichte über Verlust und Trauer, über Machtlosigkeit und Angst – und dennoch überwiegt auf wundersame Weise ein Gefühl des unerschütterlichen, lebensbejahenden Optimismus. Das Buch rüttelt wach, regt zum Nachdenken an und weckt den Ansporn, sich mehr für den Schutz der Natur einzusetzen.
Liza McCullen und ihre kleine Tochter Hannah haben die Hölle auf Erden erlebt, doch nun scheinen sie im Paradies angekommen zu sein; die Flucht aus London hat sie um die ganze Welt geführt und ihrer beider Leben gerettet. Im abgeschiedenen und von unberührter Natur umgebenen kleinen Fischerörtchen Silver Bay, einer Postkartenidylle in New South Wales an der Ostküste Australiens, werden sie von Lizas Tante Kathleen mit offenen Armen empfangen und finden Stück für Stück ins Leben zurück. Besonders Hannah blüht regelrecht auf unter der liebevollen Fürsorge Kathleens und liebt ihr neues Zuhause; auch Liza erkennt, dass sie draußen auf dem Meer, wo sie Wal- und Delfinbeobachtungstouren für die gelegentlich eintrudelnden Touristen anbietet, endlich zur Ruhe kommen kann. Doch den anderen Bewohnern der Gemeinde gegenüber bleibt sie lieber auf Distanz; die Angst 'entdeckt' zu werden ist ihr ständiger Begleiter. Kein Wunder also, dass der gutaussehende britische Tourist Mike Dormer, der mit seinen schicken Businessanzügen so gar nicht in das malerische Bild von Silver Bay passt, ihr ein Dorn im Auge ist. Was will er hier? Tatsächlich verbirgt Mike etwas, das nicht nur Lizas Leben in Gefahr bringen könnte…
Dieses war mein erstes Buch von Jojo Moyes – und was für ein fulminanter Auftakt es war! Ich hatte ja schon viel über die Schreibkünste der Autorin gehört, darüber, wie es ihr gelingt, große Emotionen in ihren Lesern zu wecken und Geschichten zu erschaffen, die dauerhaft berühren. Und ich kann nur sagen: selten war ein Lob so berechtigt und angebracht. Ich bin während des Lesens so eingetaucht in die Story, dass ich alles um mich herum vergessen und die ganze Nacht durchgelesen habe.
Der fesselnde, einladende Schreibstil strotzt nur so vor bildreichen, detaillierten Beschreibungen, die sofort Bilder im Kopf entstehen lassen. Authentizität heißt das Schlüsselwort – sowohl in den Dialogen der wunderbar intensiv und vielschichtig ausgearbeiteten Figuren als auch im Hinblick auf die gründliche Recherche zum Alltag an Bord eines Whale Watching-Bootes wird deutlich, dass Jojo Moyes viel Herzblut in dieses Buch gesteckt hat. Man fühlt sich sofort heimisch in Silver Bay und die besondere Atmosphäre des Küstenstädtchens, die die Autorin im Interview mit dem Rowohlt Verlag als eine "eigenartige Mischung von Geborgenheit und Einengung" bezeichnet hat, ist gekonnt eingefangen worden. Die Thematik Umweltschutz, insbesondere der Schutz der Meere, ist eine wichtige, tragende Komponente der Handlung; Wale, die sanften, anmutigen Riesen des Ozeans, ebenso wie die verspielten, lebensfrohen Delfine werden so persönlich und liebevoll beschrieben, dass speziell eine herzzerreißende Szene mich so zum Weinen gebracht hat, dass ich beim Lesen kurz pausieren musste. Das Werk sensibilisiert die Leser für die Schönheit unserer Welt und hat bei mir den Wunsch geweckt, mich weiter über Meeressäuger zu informieren.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, wobei die jeweilige Perspektive stets ein Kapitel umfasst und daher alles sehr übersichtlich strukturiert und jederzeit nachvollziehbar ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen, in denen mehrere Erzählperspektiven oft dazu führen, dass man von jeder Figur ein wenig, aber nie genug erfährt, um eine Bindung aufbauen zu können, werden hier alle Charaktere (- wie unterschiedlich sie auch sein mögen -) derart anschaulich in ihrem Denken und Fühlen geschildert, dass man automatisch mit ihnen mitfiebert. Es ist das erste Mal, dass ich mich völlig selbstverständlich in die Perspektive eines männlichen Hauptcharakters habe hineinversetzen können.
In die Handlung eingeflochten ist alles, was man sich von einem guten Buch wünschen kann: Dramatik, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen, Geheimnisse, Weisheit, Herzklopfen und eine unerwartete Wendung, die mir den Atem geraubt hat.
Nicht nur der Buchtitel ist sehr treffend an die Handlung angelehnt; auch das durch Hochglanzprägung verzierte Cover besticht durch die Weite der Natur, die sich vor der Silhouette der abgebildeten Frau majestätisch ausbreitet, übertroffen nur noch von der zauberhaft harmonischen Farbkombination des Himmels, die zum Träumen verleitet.
Fazit: Eine wundervolle Alltagsflucht, die uns im Anschluss die Welt mit anderen Augen sehen lässt. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Fans von emotionalen Frauenromanen.
Rezensionen von Bibliomarie:
Gartenglück
Liebe geht durch den Garten von Ulrike Hartmann
Anna, alleinerziehende Mutter zweier Söhne, geht das Stadtleben in ihrer Dachgeschosswohnung auf die Nerven. Ein Garten wäre ihr Wunschtraum, beflügelt von Zeitschriften, die die Idylle eines Schrebergartens malen, pachtet sie eine kleine, verwilderte Parzelle. Da ihre finanziellen Mittel begrenzt sind, greift sie zu, weil sie die Laube ohne Ablösung bekommt, der Vereinsvorsitzende spricht von Reparaturbedarf.
Doch als sie die Laube betritt, sieht sie nichts als Verwahrlosung und schon bald kommt der Verein mit Gartenregeln und Verpflichtungen.
Aber Gartennachbarin Lene steht mit Rat zur Seite und Paul, ein anderer Schrebergärtner, ist immer zur Hilfe bereit. Schweigsam ist er, aber auch ungemein attraktiv, was auch Sabine von nebenan nicht entgangen ist.
Das Glück, einen Garten zu besitzen, zu planen und zu pflanzen wird beim Lesen fast übermächtig. Wie sich Anna und ihre Jungs immer leidenschaftlicher mit ihrem kleinen Grundstück beschäftigen macht richtig Spaß zu verfolgen. Natürlich bin ich beim Thema Paul ganz auf Annas Seite und ihre Versuche bei Paul nicht nur Interesse am Garten, sondern auch an ihr zu wecken, ist eine sehr unterhaltsame Abfolge von kleinen und lustigen Katastrophen.
Die warmherzige Geschichte hat mir sehr gut gefallen, die Mühen und Plagen eines Gartens und die Belohnung in Form von Obst und Gemüse und einem blühenden Paradies ist realistisch beschrieben, man spürt förmlich die Erde unter den Händen. Aber auch im Paradies ist man nicht vor Regeln, wie der exakten Heckenhöhe und dem regelmäßigen Rasenmähen verschont. Trotzdem spürt man die Liebe zum Schrebergarten und der kleinen Gartenfreuden.
Aber nicht nur beim Gärtnern ist der Autorin eine lebendige Schilderung gelungen, auch ihre Figuren sind liebevoll gezeichnet. Anna möchte man nur zu gern zu Freundin haben und auch Freundin Martha und Nachbarin Lene sind tolle Frauenfiguren und wunderbar lebensecht.
Mit einer Szene hat mich die Autorin besonders angerührt, sie beschreibt ein schlimmes Sommergewitter, das Bäume wie Streichhölzer knickt und viele Schäden anrichtet, die Erinnerung an Sturm Ela wurde wach.
Das Buch hat mir rundum gefallen, man spürt die Liebe zur Natur, freche und witzige Dialoge machen Spaß und der Konkurrenzkampf um Paul bietet viel Situationskomik
Rezensionen von begine:
Ungewöhnlich
Die verborgenen Stimmen der Bücher von Bridget Collins
Bridget Collins Roman „Die verborgenn Stimmen der Bücher“ wurde von Ulrike Seeberger ins deutsche übersetzt.
Dieser Roman ist anders, als erwartet, aber ich konnte mich immer mehr mit ihm anfreunden. Er ist nicht unbedingt realistisch, hat jedoch einen schönen Stil. Die Geschichte spielt in einer Zeit, als Bücher verpönt waren.
Emmett Farmer arbeitet in der Landwirtschaft. Er wird krank, er hat das Buchbinderfieber. Danach kommt er bei einer Buchbinderin in die Lehre.
Die Buchbinder haben die Gabe, Menschen die Erinnerungen zu nehmen und die werden in Büchern aufgehoben.
Memmetts Lebensweg wird nicht einfach.
Nach einer Zeit erfahren wir von seiner Freundschaft zu Lucian.
Der Roman wird da spannend und hat mich überrascht. Die Autorin hat diese Idee gut umgesetzt. Das Buch ist ein etwas ungewöhnliche Roman, der sich gut lesen läßt.
Rezensionen von TanyBee:
Realistisches Gedankenspiel?
Die Mauer von John Lanchester
„Die Mauer“ spielt in einer unbenannten Zukunft, nach dem „Wandel“. Um Großbritannien herum wurde eine Mauer gebaut, um „Die Anderen“ draußen zu halten. Jeder, Männer und Frauen, müssen zwei Jahre Wachdienst auf der Mauer leisten. Die Geschichte setzt ein, als Joseph Kavanagh seinen Dienst antritt.
Zwei lange Jahre voller 12 Stunden Schichten in der Kälte liegen vor ihm. Und er muss diesen Job ernst nehmen, denn wenn es ein Anderer über die Mauer schafft, wird er selbst auf dem Meer ausgesetzt.
Die Lage der Welt wird im Buch eher angedeutet als ausführlich erklärt. Anscheinend ist der Meeresspiegel gestiegen und viele Gegenden sind unbewohnbar. Großbritannien hat sich vom Rest der Welt durch die Mauer abgeschottet. Ein Szenario, wie es heute schon in Ansätzen vorhanden ist, Stichworte: Klimawandel und Flüchtlinge. Allerdings geht es im Roman kaum um die Lage der Welt als Ganzes, sondern eher ganz konkret um Joseph und welche Auswirkungen das auf ihn und sein Leben hat.
Besonders gut beschrieben ist die Wut von Joseph Generation auf die der Eltern, die den „Wandel“ in seinen Augen zu verantworten haben und dessen Konsequenzen er nun tragen muss.
Ich habe das Buch gerne gelesen, es ist spannend und die Gedankenspiele rütteln auf. Denn lassen wir nicht heute schon „Andere“ im Meer ertrinken, statt ihnen zu helfen? Auch ohne Mauer. Trotzdem ließ mich die Lektüre am Ende auch ein wenig unbefriedigt zurück. Sehr viel bleibt offen. Sehr wenig erfahren wir über die Welt. Ich hätte mir am Ende noch eine Art Aha Erlebnis gewünscht, für den Leser und für Joseph, aber das blieb aus. Man wird zurück gelassen in Hoffnungslosigkeit.
Mein Fazit: ein spannendes Buch für alle, die realistische Dystopien gerne mögen. Und die damit leben können, dass nicht alle Fragen beantwortet werden. Ich habe es gerne gelesen, deswegen gebe ich 4 Sterne.
Rezensionen von TanyBee:
Eine außergewöhnliche Familie
Niemals ohne sie von Jocelyne Saucier
Die Familie Cardinal ist besonders, denn die Eltern haben 21 Kinder. Der Vater ist Erzsucher und sie wohnen in einem kleinen Städtchen, das eigentlich nur wegen einer Mine existiert. Als die Kinder erwachsen sind, zerstreuen sie sich in alle Winde. Doch nun soll der Vater eine Auszeichnung bekommen und tatsächlich sind alle angereist.
Es ist das erste Familientreffen.
Der Anfang des Romans wird uns erzählt von ‚Matz‘, dem jüngsten Kind. Er erzählt von einer wilden und freien Kindheit. Als jüngstes Kind hat er kaum Kontakt zu seinen Eltern, seine Geschwister ziehen ihn groß. Schnell wird klar, dass er damals gar nicht alles mitbekommen hat und auch heute noch, im Erwachsenenalter, haben seine Geschwister Geheimnisse vor ihm.
Was das Buch so interessant macht: Nach dem ersten Abschnitt wechselt die Perspektive und die Geschwister erzählen nach und nach jeweils einen Teil der Geschichte. Und wenn eines der älteren Kinder erzählt, die quasi die Rolle der Eltern übernommen haben, sieht die Geschichte ganz anders aus.
Dieser Roman konnte mich an vielen Stellen überraschen, er spielt mit dem Leser. Deswegen möchte ich auch gar nicht zu viel verraten. Nur soviel: die Familie hat ein Geheimnis, das unter der Oberfläche brodelt und nur darauf wartet entdeckt zu werden.
Begeistert haben mich aber nicht nur die unerwarteten Wendungen, sondern auch die Beschreibung der Familie, die Dynamik zwischen den Kinder und Eltern. Bei 21 Kinder haben die Eltern längst aufgegeben, sich um jeden zu kümmern, die Mutter steht den ganzen Tag in der Küche und der Vater versteckt sich bei der Arbeit oder im Keller. Und doch lernen wir gerade den Vater noch von einer ganz anderen Seite kennen.
Ein wunderbares Buch, bei dem man in einen richtigen Leserausch verfällt. Könnte man sicher gut an einem verregneten Sonntag in einem Rutsch durchlesen. Eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von TanyBee:
I Like
Ein wirklich erstaunliches Ding von Hank Green
April May ist 23, wohnt in New York und hat gerade ihren ersten Job nach dem Studium. Eines Nachts kommt sie erst spät aus dem Büro und sieht auf ihrem Heimweg eine riesige Roboterstatue. Zuerst wäre sie fast daran vorbei gelaufen, doch dann besinnt sie sich und ruft ihren Freund Andy an. Gemeinsam drehen sie ein Video über „Carl“ wie sie ihn nennen und stellen es ins Internet.
Als April am nächsten Morgen aufwacht ist sie berühmt! Es stellt sich heraus, dass auf der ganzen Welt Carls aufgetaucht wird und das Video wird von allen Fernsehsendern ausgestrahlt.
Die Geschichte wird von April selbst erzählt und sie erzählt es so, als wäre alles wirklich geschehen und als wüssten wir alle davon, als hätte der Leser die Videos natürlich auch gesehen, weil einfach jeder Mensch auf der Erde sie gesehen hat. Das fand ich sehr witzig. April redet frei Schnauze, gar nicht so sehr, als wäre es ihre Absicht gewesen ein Buch zu schreiben sondern eher als erzählt sie die Geschichte. Ihre Ausdrucksweise ist dabei recht schnodderig, aber das hat mich gar nicht gestört, es hat einfach gut zur Geschichte gepasst.
Es ist ein sehr modernes Buch, voll auf der Höhe der Zeit. Die Leute schicken sich Textnachrichten, Videos von allen Ereignissen landen sofort im Netz und diskutiert wird bei Twitter. Ich will nicht spoilern, aber später im Buch kommt noch eine Art Exit Game dazu und die Leute schließen sich im Internet zusammen um die Rätsel gemeinsam zu lösen. Das hat mir sehr gefallen. Natürlich werden auch die Schattenseiten des Netzes angesprochen. Ich habe das Gefühl, dass viele Autoren heutzutage ihre Bücher ein paar Jahre in der Vergangenheit spielen lassen, um das Thema Social Media zu vermeiden. Hier sind die sozialen Medien Teil der Story!
Ich habe das Buch richtig gerne gelesen. Es ist mitreißend und spannend und manchmal witzig. Und doch gibt es auch ein paar negative Punkte. Ich hasse Rezensionen mit Spoilern, deswegen drück ich mich sehr wage aus: Die ganze Carl Geschichte bleibt mysteriös. Ich habe gesehen, dass es noch einen zweiten Teil geben soll. Die Frage ist natürlich ob der es besser macht, ob der Autor die Kurve kriegt.
Mein Fazit: ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter! Bedingung ist, dass man als Leser mit der Sprache der Erzählerin klar kommt und dass man der digitalen Welt nicht völlig abgewandt ist. Dann hat man jede Menge Spaß mit April und Carl!
Rezensionen von TanyBee:
Es wird mit jeder Seite besser
Worauf wir hoffen von Fatima Farheen Mirza
In „Worauf wir hoffen“ geht es um eine Einwandererfamilie aus Indien. Laila heiratet Rafik fast blind, es ist eine arrangierte Ehe, und sie folgt ihm in die USA, wo er seit einiger Zeit lebt. Sie bekommen 3 Kinder, die beiden Mädchen Hadia und Huda und den Jungen Amar. Sie sind Schiiten, Moslems, und sehr streng gläubig, was sie natürlich auch an ihre Kinder weitergeben.
Sie leben in Amerika wie in einer Blase, haben fast nur mit Leuten aus ihrer Gemeinde zu tun. Aber die Kinder gehen zur Schule und kommen so mit anderen Kindern in Kontakt. Während Hadia und Huda sehr formbar und folgsam sind, verweigert sich Amar oft seinen Eltern und den strengen Regeln.
Am Anfang habe ich mir sehr schwer getan mit diesem Buch. Die Geschichte springt ständig in der Zeit. In einem Absatz sind die Kinder klein, im nächsten Erwachsen, dann wieder Teenager. Alle Namen klingen so ähnlich. Es kommen viele religiöse Begriffe vor, die ich nicht kenne. Und es hat mich irgendwie wütend gemacht, wie die Kinder aufwachsen müssen. Dabei geht es Ihnen ganz und gar nicht schlecht, aber diese sinnlosen religiösen Regeln machen mich immer ein wenig traurig.
Ich habe wirklich lange gebraucht, bestimmt 150 Seiten, aber auf einmal entfaltete sich die Schönheit dieses Buchs. Und es wird besser und besser, je weiter es fortschreitet. Auf einmal geht es gar nicht mehr nur um Religion, es geht vor allem und Kinder, die nicht so sind, wie die Eltern es vielleicht erhofft haben. Die ständig im Kampf mit der Welt liegen. Die einfach ganz anders sind als ihre Eltern, die damit nicht umgehen können. Die von anderen Eltern vielleicht genauso als wunderbar empfunden worden wären. Und um die Geschwister dieser Kinder.
Ganz am Ende kommt noch Rafik zu Wort, der vorher nur als meistens abwesender und herrischer Vater in Erscheinung getreten ist. Und das ist mein absoluter Lieblingsteil. Aber das müsst ihr selbst lesen.
Dies ist also ein Buch, dass am Anfang ein bisschen Durchhaltevermögen erfordert und dass man nicht gleich weglegen sollte, wenn man nicht sofort alles versteht. Ganz klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Sorko:
Der Weg des Zeidlers
Der Gesang der Bienen von Ralf H. Dorweiler
Die Geschichte spielt im 12. Jahrundert, der Leser trifft unter anderem auf bekannte Persönlichkeiten jener Zeit wie Hildegard von Bingen und König Barbarossa. Die Hauptfigur ist jedoch Seyfried, der Zeidler, der Honig und Wachs von wilden Bienenvölkern sammelt. Seine Frau Elsbeth verfügt über Kenntnisse in der Heilkunde, sie hilft anderen Menschen, die ihren Rat suchen.
Und genau das bringt sie jetzt in Schwierigkeiten, als ein Mädchen, dem sie helfen wollte, ohne ihr Verschulden stirbt. Da es sich bei dem Mädchen um die Tochter eines Adligen handelte, wird Elsbeth auf dessen Burg vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. Der verzweifelte Seyfried erreicht einen Aufschub der Hinrichtung um zwei Wochen. Er will nach Bingen gehen und die hoch angesehene Nonne Hildegard um Fürsprache bitten. Seine beiden ältesten Kinder, Anna und Jasper, müssen auf der Burg bleiben und Arbeitsdienste verrichten. Die jüngste Tochter, Lise, wird bei einer Bäuerin im Dorf in Pflege gegeben. Elsbeth wird ins Verließ der Burg geworfen, wo sie die nächsten zwei Wochen verbringen muss.
Für Seyfried beginnt eine abenteuerliche Reise. Abwechselnd verfolgen wir die Erlebnisse von Seyfried und von Anna, Jasper und Elsbeth. Anna ist erst vierzehn Jahre alt, doch sie übernimmt Verantwortung für ihren jüngeren Bruder. Sie wächst an ihren Aufgaben und an ihren Erlebnissen. Für mich ist sie der stärkste Charakter in diesem Buch.
Seyfried trifft nach einigen Schwierigkeiten auf Hildegard, doch die wirkt zunächst gar nicht sehr hilfsbereit. Sie stellt dem Zeidler eine Aufgabe, die er eigentlich in der kurzen Zeit, die ihm noch verbleibt, gar nicht erfüllen kann. Aber er muss es, denn von der Erfüllung dieser Aufgabe macht Hildegard ihre Hilfe abhängig.
Die Figur der Hildegard wird in dieser Geschichte nicht als die gütige Heilige beschrieben. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die sich gegen mächtige Männer durchsetzen muss. Sie ist dabei, ihr eigenes Kloster zu gründen, das sich noch im Bau befindet. Die finanziellen Mittel sind knapp, das Essen der Nonnen noch knapper. Keine leichte Aufgabe für eine Frau in der damaligen Zeit. Das mag die manchmal etwas schroff anmutende Art von Hildegard erklären.
Ob am Ende doch noch alles gut wird, das will ich hier nicht verraten. Nur so viel sei noch gesagt: Seyfried trifft auch noch auf den gerade gewählten König Friedrich(Barbarossa). Ob und wie der ihm möglicherweise helfen kann, wird der Leser erfahren.
Eine spannende Story aus dem Hochmittelalter, zum Teil mit Personen, die tatsächlich gelebt haben. Aber es bleibt natürlich ein Roman, also eine fiktive Geschichte. Sehr gut lesbar, spannend bis zum Ende, auch mit ein paar überraschenden Wendungen. Mir hat das insgesamt gut gefallen, kleinere Schwächen habe ich gesehen, doch das sind natürlich rein subjektive Empfindungen. Meiner Ansicht nach hätte der Autor an einigen Stellen die Handlung etwas anders darstellen können, was in meinen Augen dann etwas nachvollziehbarer gewesen wäre. Das betrifft nicht zuletzt auch das Ende der Geschichte.
Alles in allem eine durchaus empfehlenswerte Lektüre, gute Unterhaltung ist garantiert.









