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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von KimVi:

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Rasanter Krimi!

Eisige Tage von Alex Pohl

In einem Auto am Elster-Saale-Kanal wird die Leiche eines Mannes gefunden. Kommissarin Hanna Seiler und ihr Kollege Milo Novic nehmen die Ermittlungen auf. Schon bald stellt sich heraus, dass der Tote Anwalt war, mit einer Makarov erschossen wurde und Verbindungen zur russischen Mafia hatte. Außerdem werden in seinem Besitz Bilder von jungen Mädchen gefunden.

Darunter ist auch eine Aufnahme, auf der eine Minderjährige zu sehen ist, die seit einer Woche vermisst wird...

"Eisige Tage" ist der Auftaktband zu einer neuen Krimireihe, in der Hanna Seiler und Milo Novic in Leipzig ermitteln. Die Handlung beginnt mit einem rätselhaften Prolog, der zunächst nicht mit den aktuellen Ereignissen in Verbindung gebracht werden kann. Dennoch behält man ihn beim Lesen stets im Hinterkopf und versucht herauszufinden, wen genau man dort beobachtet hat.

Die Handlung wird aus häufig wechselnden Perspektiven betrachtet und ist in relativ kurze Kapitel unterteilt. Es gibt auch immer mal wieder Rückblicke in die Vergangenheit. Da die Wechsel allerdings mit Überschriften und den entsprechenden Handlungsorten gekennzeichnet sind, fällt die Orientierung leicht. Dennoch sollte man am Anfang konzentriert lesen, um alles richtig aufzunehmen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Durch die häufig wechselnden Perspektiven, die oft an entscheidenden Stellen stoppen, wird ein rasantes Tempo aufgebaut. Man stellt sich die Frage, wie sich das alles verbinden und worauf es hinauslaufen wird. Man wird früh dazu angeregt, eigene Ermittlungen anzustellen. Doch zunächst ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Dadurch wird die Spannung früh aufgebaut und kann durchgehend gehalten werden.

Obwohl es sich um den Auftaktband zu einer Krimiserie handelt, hat man zunächst das Gefühl, dass wichtige Hintergrundinformationen zu den Ermittlern fehlen. Es gibt kurze Rückblicke in die Vergangenheit der beiden, die neugierig auf weitere Informationen machen. Seiler und Novic wirken durchaus sympathisch, doch richtig einschätzen kann man sie nicht. Deshalb betrachtet man sie gelegentlich etwas distanziert.

Dennoch habe ich mich beim Lesen dieses Auftaktbandes sehr gut unterhalten. Denn, einmal angefangen, konnte ich den Krimi kaum noch aus der Hand legen. Das rasante Tempo hat mich mitgerissen und ich wollte unbedingt erfahren, wie alles zusammenhängt. Die Auflösung konnte mich voll und ganz überzeugen. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb vier von fünf Sternchen und freue mich auf weitere Ermittlungen, bei denen es hoffentlich mehr Hintergrundinformationen zu Seiler und Novic gibt.

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Rasanter Krimi!

Rezensionen von niknak:

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Das Geheimnis der Donatis

Eisige Tage von Alex Pohl

Inhalt:
(Klappentext)
Wenn Iris inmitten ihrer Blumen ist, ist sie glücklich. Doch als eines Tages eine Frau vor ihr steht, die ihr bis aufs Haar gleicht, gerät ihre Welt ins Wanken. Wer ist sie und was hat das zu bedeuten? Wie Iris liebt es Viola, sich mit Blumen und ihren Düften zu umgeben. Die beiden sind Zwillinge und wussten bislang nichts von der Existenz der jeweils anderen.

Um mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren, reisen die Frauen in die Toskana, wo sich der Landsitz der Donatis inmitten eines prachtvollen Blumengartens befindet. Die Schwestern werden bereits von ihrer Großmutter erwartet – und nur sie kann den beiden helfen, das Rätsel ihrer Herkunft zu lösen …

Mein Kommentar:
Dieses Hörbuch stammt von der Autorin Christina Caboni und wurde von Nicole Engelen gelesen. Bisher kannte ich weder die Autorin noch die Sprecherin und ging ganz unvoreingenommen an die Sache heran.
Die Sprecherin hat eine angenehme Stimme und man hört ihr eigentlich ganz gerne zu. Doch leider fehlten mir die Emotionen zu Beginn komplett. Mit der Zeit wurde es etwas besser, doch ich denke, dass da noch viel drin gewesen wäre.

Dafür hat sie die verschiedenen Personen mit unterschiedlichen Stimmlagen gesprochen, sodass man als Hörer immer sofort wusste, welcher Zwilling gerade spricht. Auch die anderen Personen waren gut unterscheidbar. Für meinen Geschmack hat sie Iris, die immer alle lieb hat und recht naiv wirkt, mit einer teilweise zu hohen Stimme gesprochen, die schon fast schrill wirkte. So war es für mich schwer, sie sympathisch zu finden, da mir einfach die Stimmlage nicht gefiel.
Im Gegensatz dazu hat ihre Schwester Viola eine eher kalte und unnahbare Art, welche auch am Hörbuch sehr gut rüberkommt.
Daher war es eher schwer auch nur eine der beiden Schwestern ins Herz zu schließen.
Ihre Großmutter Giulia Donati wirkt sehr geheimnisvoll, was die Sprecherin sehr gut rübergebracht hat. Man merkt, dass sie ein Geheimnis hat, welches nach und nach aufgedeckt wurde.

Es war für mich eher schwer dem Hörbuch zu folgen, da es keine Kapitel und Unterteilungen gab. Zumindest wurden sie nicht angesagt. Es gab immer wieder längere Pausen, welche meiner Meinung nach ein Kapitel abschlossen, was aber nicht deutlich zum Ausdruck kam. Das fand ich schade, da es sicher recht interessant gewesen wäre und man sich leichter zu Recht gefunden hätte.
Immerhin gibt es ja einige verschiedene Handlungsstränge. Es wird von Viola erzählt, aber auch von Iris und natürlich die Geschichte rund um Giulia und ihre Vergangenheit.

Außerdem wirken die Zwillinge nicht wie junge Damen, da sich ihre Eltern immer Sorgen machen, wenn sie kurz unterwegs sind und ständig überwacht werden. So fragt die Familie auch nach, ob alles in Ordnung ist, wenn sie nur kurz allein in den Wald gehen, oder einen Ausflug nach Volterra machen. Das war schon ein wenig nervig. Zumindest bin ich der Meinung, dass sie in diesem Alter ruhig selbständiger hätten sein können, ohne dass sie dauernd überwacht werden.

Das Geheimnis rund um die Familie Donati fand ich recht interessant und das mysteriöse kam sehr schön zur Geltung. Auch die Beschreibung des Gartens oder der verschiedenen Blumen fand ich sehr schön. Es gab immer wieder sehr detaillierte Beschreibungen von einzelnen Pflanzen und welche Wirkung sie auf den Menschen haben. Das war sehr genau und schön beschrieben und gefiel mir gut. So konnte man sich auch beim Zuhören ein sehr gutes Bild machen.

Leider hat die Geschichte sich am Schluss fast ein wenig zu schnell entwickelt und die vielen Geheimnisse wurden etwas zu schnell und teilweise gar nicht so wirklich aufgeklärt. So wartete ich zum Beispiel immer darauf zu erfahren, warum die Eltern die Zwillinge getrennt haben, aber so richtig kam das bis zum Schluss nicht heraus.

Mein Fazit:
Eine sehr mysteriöse Geschichte rund um ein altes Familiengeheimnis, welches mit der Zeit geklärt wird. Leider blieb noch viel Potential nach oben, welches nicht ausgenutzt wurde. Und die Sprecherin könnte sich in ihrer Art auch noch steigern.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rasanter Krimi!

Rezensionen von niknak:

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Neuanfang in Manhattan?

Eine Liebe in Manhattan von Kate Dakota

Inhalt:
(Klappentext)
Als Kind hat sie in New York in einem Moment alles verloren. Kann sie die Vergangenheit hinter sich lassen und der Liebe eine Chance geben?

Emma kehrt in die Stadt zurück, aus der sie nach einer Tragödie als Kind geflohen war. New York City. Hier besucht die Dolmetscherin im Rahmen einer Weiterbildung eine Sprachschule.

Ein Angebot für einen Nebenjob kommt ihr gerade recht: Emma soll neben ihrem Studium Touristen auf Rundflügen über New York betreuen. Als sie dabei den Piloten Floyd kennenlernt, ist es Abneigung auf den ersten Blick. Denn der attraktive Mann wirkt arrogant und überheblich auf sie. Doch aus der Zusammenarbeit entsteht nach und nach eine Freundschaft und die beiden kommen sich sogar näher. Doch plötzlich stößt Emma Floyd von sich und die Narben der Vergangenheit brechen wieder auf …

Mein Kommentar:
Dies ist ein Buch der Autorin Kate Dakota, die ich schon kenne und ihre Bücher liebe. Von daher ging ich mit großen Erwartungen an das Buch heran und wurde auch nicht enttäuscht. Sie hat wie immer einen sehr gefühlvollen und lebhaften Schreibstil und das Buch ist viel zu schnell zu Ende gelesen. Dies liegt sicher auch daran, dass ich es nach dem Beginn gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich war so gespannt, wie es weitergeht, dass es mich nicht mehr losließ.

Die Protagonisten sind sehr schön beschrieben und man erfährt nach und nach sehr viel über ihr Leben, ihre Gefühle, aber auch ihre Vergangenheit. Dadurch wirken sie sehr lebendig und man schließt sie sehr schnell ins Herz. Bei Floyd war ich zu Beginn noch skeptisch, aber man merkt als Leser schnell, dass man nicht nur auf den ersten Eindruck schauen soll, sondern manchmal muss man die Personen einfach besser kennenlernen, um sich ein Bild von ihnen zu machen. Dies hat die Autorin sehr gut rübergebracht.

Sie schafft es immer wieder aufs Neue den Leser mit kleinen Details zu überraschen und die Geschichte dadurch in eine andere Richtung zu lenken. So bleibt die Spannung auch bei einer Liebesgeschichte immer erhalten. Ich finde es sehr schön, dass in ihren Büchern nicht immer alles so geradlinig verläuft, sondern die Protagonisten auch ihre Ecken und Kanten haben und sich wie Menschen im richtigen Leben verhalten. Das macht ihre Bücher so glaubhaft.

Außerdem bringt sie sehr viel Tiefe in ihre Bücher, da sie auch immer ernste oder schwierige Themen in die Geschichte einbaut, ohne dass das Buch dadurch an Leichtigkeit verliert. Ich mag es, wenn die Personen mit ihren Problemen zu kämpfen haben, die sich aus ihrer Vergangenheit ergeben und man im Laufe des Buches merkt, wie sie es immer besser schaffen, sich davon zu lösen und positiv in die Zukunft zu schauen. So wie bei Emma. Sie hat ihre Mutter in Manhattan verloren und versucht nun die Vergangenheit zu bewältigen, um eine Zukunft für sich zu bekommen. Man erlebt ihre Ängste und ihre Sorgen sehr gut mit, aber man erfährt auch wie sie es in kleinen Schritten und mit Hilfe ihrer Freunde schafft, langsam wieder ins Leben zurückzukehren.

Aber auch andere Themen, wie Sucht, den Tod eines geliebten Familienmitgliedes und die Bewältigung der Vergangenheit hat die Autorin sehr gut verarbeitet. Und somit mich und sicher auch die anderen Leser zum Nachdenken angeregt. So kann man zwar am Ende das Buch mit einem ruhigen Gewissen zur Seite legen, aber dennoch bleibt noch etwas hängen und man denkt weiter über die Geschichte und gewisse Themen nach. Ich finde es toll, dass man dadurch auf eine leichte Art und Weise wachgerüttelt wird und auf Probleme aufmerksam gemacht wird, ohne dass sie die Geschichte überlagern.

Mein Fazit:
Ein Buch für alle, die emotionale Liebesgeschichten mögen, mit sehr viel Tiefe und aktuellen Themen, die zum Nachdenken anregen. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch der Autorin und bin gespannt, womit sie uns diesmal überraschen wird.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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 Neuanfang in Manhattan?

Rezensionen von niknak:

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Adel verpflichtet

Duke of Manhattan von Louise Bay

Inhalt:
Scarlett King würde alles tun, um ihre Firma zu retten, auch Ryder Westbury heiraten. Ryder Westbury muss verheiratet sein, um das Familienerbe und der damit einhergehende Titel des Duke of Fairfax zu erhalten. Aber was ihm viel wichtiger ist, auch sein Unternehmen nicht zu verlieren. Als er Scarlett kennenlernt, scheint sie die perfekte Kandidatin zu sein.

Oder etwa nicht?

Mein Kommentar:
Dies ist der dritte Teil dieser Reihe. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, da die Protagonisten in jedem Buch wechseln. Ich kenne den ersten Teil, aber nicht den zweiten. Trotzdem fiel es mir nicht schwer der Handlung zu folgen, da die ersten beiden Bände nur eine kleine Nebenrolle gespielt haben.

Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der einen in die Geschichte zieht und den Leser super schnell durchs Buch führt. Sie findet eine angenehme Balance zwischen einer detailreichen Beschreibung und einem zu detailreichen Schreibstil. Man kann sich die Gegend sehr gut vorstellen, besonders gut gelang mir dies in Woolton, dem Herrenhaus in England.

Die Geschichte ist in den Ich - Perspektiven von Ryder und Scarlett geschrieben. Ich liebe diese Erzählweise, da man dadurch, meiner Meinung nach, den besten Überblick über die Geschichte erhält.

Scarlett King ist Mitgründerin von Cecily Fragrancy. Sie ist sehr ehrgeizig und würde alles tun um ihr Unternehmen zu retten. Scarlett ist bereits geschieden und hat alles andere als Glück bei ihren Dates. Sie ist ein gefühlvoller und starker Charakter und sie scheut sich nicht davor ihre Meinung offen und ehrlich zu sagen.

Ryder Westbury ist ein britischer Aristokrat, der sich sein Imperium in New York selbst aufgebaut hat. Er ist ein knallharter Geschäftsmann und auch er würde sehr weit gehen, um seine Firma zu erhalten und sie nicht zu verlieren. Sein Großvater und seine Schwester sind seine wichtigsten Personen und er würde alles tun, um sie zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass es ihnen gut geht. Obwohl er immer wieder als Frauenheld, der bereits mit halb Manhattan geschlafen hat, bezeichnet wurde, war er sehr schnell sehr intensiv auf Scarlett fixiert.

Als Leser konnte man die Funken zwischen den beiden beinahe spüren. Zuerst war sie rein körperlicher Natur, aber ziemlich schnell änderte sich dies bei beiden Protagonisten und wir konnten beobachten, wie sich die Gefühle entwickelten und immer stärker wurden. Da sich die beiden durch einen One - Night - Stand kennen lernten, kam es natürlich immer wieder zu erotischen Szenen. Diese waren sehr schön beschrieben und das Knistern zwischen ihnen war fast spürbar.

Im Großen und Ganzen war die Geschichte sehr vorhersehbar und nicht wirklich neuwertig. Dies hat mich nicht gestört, da ich dies bei den allermeisten Liebesromanen auch nicht erwarte. Trotzdem kann man sich darauf einstellen, dass man bereits am Anfang erahnen kann, wie das Buch ausgehen wird.

Mein Fazit:
Mir hat das Buch gut gefallen. Ein schönes Buch für zwischendurch, man muss sich nicht groß konzentrieren und kann sich einfach fallen lassen. Eine Reihe mit großem Lesegenuss. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin, beziehungsweise auf den neuen Teil dieser Reihe.

Ganz liebe Grüße,

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 Adel verpflichtet

Rezensionen von niknak:

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erotische Kurzgeschichten

Duke of Manhattan von Louise Bay

Inhalt:
Dieses Buch beinhaltet 12 erotische Geschichten, die alle in sich abgeschlossen sind und bei denen es immer sehr offen und direkt zur Sache geht. Egal ob im Freien, in der Bahn oder ein anderer mit einem Callboy. Es ist sicher für jeden das passende dabei.

Mein Kommentar:
Das Buch steht von der Autorin Eve Passion und ist in 12 Kurzgeschichten aufgeteilt.

Die Autorin hat einen lebendigen und flotten Schreibstil und das Buch ist in Kürze fertig gelesen.

Was mir besonders aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass jede Geschichte sich nicht nur um das erotische Abenteuer dreht, sondern es auch immer eine kurze Einleitung dazu gibt, wie es dazu kam. Das fand ich sehr interessant und schön. So etwas gibt es bei erotischen Kurzgeschichten eher selten. So war jedes sexuelle Abenteuer perfekt in eine Geschichte verpackt. Ganz viele sind sie aus dem Leben gegriffen und könnten sich auch jederzeit so ereignen. Aber es gibt auch die anderen, welche es wieder spannend machen, und so weiß man als Leser nie was einen erwartet und in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Die Spannung war auf alle Fälle vorhanden. Nicht jede Geschichte endet mit einem offenen Ende, sondern meist weiß man als Leser sehr genau, wie sich die Beziehung der beiden weiter entwickelt.

Die Autorin hat einen offenen Schreibstil und nimmt sich kein Blatt vor den Mund. So werden alle Szenen sehr offen dargestellt und das Kopfkino läuft auf Hochtouren. Auch die Geschichte Drumherum wird sehr lebendig und schön dargestellt und man lernt die Protagonisten für eine Kurzgeschichte recht gut kennen.

Mein Fazit:
Ein wirklich interessantes Buch, das alle begeistern wird, die bei einem erotischen Buch nicht nur vom erotischen Abenteuer lesen wollen, sondern auch eine kleine Geschichte Drumherum mögen. Man kann es auch sehr gut verteilt lesen, da jedes Abenteuer in sich abgeschlossen ist. Eine Geschichte für jeden Abend, oder so.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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 Adel verpflichtet

Rezensionen von niknak:

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Dirty Talk

Die Hütte im Schnee | Erotischer Roman von Svenja Mund

Inhalt:
(Klappentext)
Allein mit diesem fremden Mann in der eingeschneiten Hütte war sie ihm ausgeliefert.
Er hatte ihr mit obszönen Worten im Dirty Talk von seinen erotischen Fantasien erzählt. Sie hatte dabei als treibende Kraft fungiert, ihn dazu animiert.
Nun war es an ihr, ihre erotischen Gedanken zu offenbaren.

Aber waren diese nicht zu skurril, zu obszön?
Sie konnte sie nur preisgeben, wenn sie ihn spürte – auf ihrer Haut, tief in ihr. Aber das wollte sie doch gar nicht! Oder doch?

Mein Kommentar:
Dieses Buch stammt von der Autorin Svenja Mund, von der ich bisher noch kein Buch gelesen habe. Sie hat einen flüssigen und offenen Schreibstil und man kann sich das Geschehen sehr gut vorstellen. Ich fand ihre Beschreibungen der Hütte und Landschaft sehr schön und man konnte sich ein gutes Bild machen.

Die Geschichte ist aus einer Erzähler Perspektive beschrieben und so lernt man beide Hauptprotagonisten sehr gut kennen. dennoch blieben sie für mich recht oberflächlich.
Wanda bleibt mit ihrem Auto stecken und findet bei Max in seiner Hütte einen Unterschlupf. Zu Beginn ist sie noch recht zurückhaltend und schüchtern aber im Laufe der Geschichte wird sie immer offener. Als sie erfährt, dass Max erotische Geschichten schreibt, fordert sie ihn heraus und so beginnen sie sich gegenseitig ihre geheimen Phantasien zu offenbaren. Dabei kann sie sich ihm nur öffnen, wenn sie ihn in sich spürt.
Zu Beginn der Geschichte ist Max für mich eher der Starke, aber je mehr sich Wanda öffnet, umso mehr gibt er klein bei und ordnet sich unter. Sie sagt etwas und er macht es ohne weiter nachzudenken. Er scheint ihr ja schon fast hörig. Sie wird dann die dominante und bestimmt wo es lang geht. Das hat mich etwas gestört, da es überhaupt nicht zu dem Bild von Max passt, welches man als Leser am Beginn der Geschichte bekommt.

Außerdem sind mir ihre Phantasien teilweise zu gewagt und auch nicht ganz nachvollziehbar. Ich denke, dass nur wenige Männer bei ihren Phantasien mitmachen und ihre Wünsche erfüllen. Welcher Mann will schon nach dem Verkehr sein eigenes Sperma ablecken und der Frau wieder in den Mund weitergeben, damit sie es für immer bei sich hat. Das war mir ein wenig zu viel des Guten.

Auch fand ich es schade, dass man die ganzen erotischen Phantasien nicht mehr in eine Geschichte eingebaut hat. So blieb es nach Beginn der Erzählungen immer nur beim Gleichen. Sie spürt ihn in sich und erzählt und das war es dann schon fast. Ein paar Szenen wurden auch gemeinsam nachgespielt. Aber ich denke, dass man aus der Situation in der Hütte noch viel mehr rausholen hätte können. Vor allem da der Beginn für mich sehr vielversprechend war. Leider konnte dieses Niveau nicht lange gehalten werden.

Mein Fazit:
Eine interessante Geschichte über eine Begegnung im Schnee und einer einsamen Hütte, die meiner Meinung nach noch viel Potential gehabt hätte. Leider konnte sie mich nicht so richtig begeistern. Dennoch bin ich gespannt, was die Autorin noch zu bieten hat, da mir ihr Schreibstil sehr gut gefallen hat.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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 Dirty Talk

Rezensionen von Pink Anemone:

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Eine Dystopie ohne Action, jedoch mit umso mehr Sprachgewalt und Atmosphäre.

Die Straße von Cormac McCarthy

Die Welt nach dem Ende der Welt
Ein Mann und ein Kind schleppen sich durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee schimmert grau. Sie haben kaum etwas bei sich: ihre Kleider am Leib, einen Einkaufswagen mit der nötigsten Habe und einen Revolver mit zwei Schuss Munition.

Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Die Geschichte der beiden ist eine düstere Parabel auf das Leben, und sie erzählt von der herzzerreißend Liebe eines Vaters zu seinem Sohn....(Klappentext)

❄❄❄❄❄

"Dass die Welt auf einen rohen Kern nicht weiter zerlegbarer Begriffe zusammenschrumpfte.
Dass die Namen der Dinge langsam den Dingen selbst in die Vergessenheit folgten.
Farben. Die Namen von Vögeln. Dinge, die man essen konnte.
Schließlich die Namen von Dingen, die man für wahr hielt.
Zerbrechlicher, als er gedacht hätte.
Wie viel war schon verschwunden?"
(S. 81)

Dieses Buch beinhaltet eine Dystopie der ganz anderen Art, denn hier passiert im Grunde nicht viel. Keine Zombies, keine actiongeladenen Szenen und keine Bandenrivalitäten zwischen den Überlebenden.
Ein Vater und sein Sohn bewegen sich in einer dystopischen Welt auf einer Straße in Amerika nach Süden, um dem kalten Winter zu entgehen und um an der Küste eventuell Hilfe zu finden, eine Gemeinschaft von Überlebenden, die ihnen nicht ans Leder wollen. Man erfährt nicht, was der Auslöser für die postapokalyptischen Zustände sind oder in welchem Jahr sie sich befinden.
Man streift mit den beiden durch eine Welt, die nicht mehr so ist wie sie einmal war und nie mehr so sein wird. Eine Welt, in der es nichts mehr gibt außer verbrannte Erde, Ruß und Asche, welche selbst die Sonne nicht hindurch lässt. Eine Welt ohne Tiere, dafür mit umso mehr Überlebenden vor denen man sich in Acht nehmen muss. Denn was isst man, wenn es keine Tiere zum Schlachten mehr gibt und man von Hunger getrieben wird?

"Die Stadt war größtenteils ausgebrannt. Keinerlei Anzeichen von Leben.
Autos auf der Straße mit einer Aschekruste überzogen, alles von Asche und Staub bedeckt. Im getrockneten Schlick Fossilien.
In einem Eingang ein ledrig mumifizierter Leichnam. Der dem Tag eine Grimasse schnitt.
Er zog den Jungen näher an sich heran.
Vergiss nicht, dass das, was du in deinen Kopf lässt, für immer dort bleibt."
(S. 14)

Der Schreibstil ist flüssig und beinhaltet, trotz der düsteren und beklemmende Atmosphäre literarisch poetische Züge.
Der Erzählstil ist packend und die Dialogführung nur auf das Nötigste beschränkt. Doch gerade dies führt zu einer unheimlichen Ausdruckskraft der Gespräche zwischen Vater und Sohn.

"Wenn deine Träume von einer Welt handeln, die es nie gegeben hat oder nie geben wird, und du wieder glücklich bist,
dann hast du aufgegeben.
Verstehst du? Und du darfst nicht aufgeben.
Das lasse ich nicht zu."
(S. 169)

Der Autor entführt den Leser in eine unglaublich düstere und herzzerreißende Story voller Erschöpfung, Hunger, Angst, aber auch voller Liebe und Mut.
Aufgrund der äußerst plastischen Beschreibungen von Setting und Gefühlen, fiebert man mit den beiden mit - spürt den Hunger und die Angst in einem hoch kriechen, riecht und schmeckt Rauch und Asche, sieht die verbrannte Welt vor Augen. Hier wird das nackte Überleben von Vater und Sohn mit einer unglaublichen Sprachgewalt erzählt, welche einem als Leser die Gänsehaut rauf und runter laufen lässt.
Wie soll man in so einer Welt überleben und schafft man es trotzdem im Herzen gut und seinen Prinzipien treu zu bleiben? Kann man hier weiterhin zu den Guten gehören?

"Sie kampierten auf einem terrassenförmigen Stück Land jenseits eines zugefrorenen Baches an der Straße.
Der Wind hatte die Asche vom Eis geweht, und das Eis war schwarz,
sodass der Bach aussah wie ein sich durch den Wald windender Basaltpfad."
(S. 35)

Fazit:
Dieses Buch ist eines meiner absoluten Lesehighlights.
Der Autor schaffte es, mich mit dieser Story völlig einzunehmen. Ich habe voller Spannung die Seiten umgeblättert, habe geweint, nachdenklich vor mich hin gestarrt und manche Passagen mit Genuß mehrmals gelesen.
Eine vergleichbare Dystopie, welche mich trotz fehlender Action so sehr in die Story hineingesogen hat, ist mir noch nicht untergekommen. Eine Dystopie ohne Action, jedoch mit umso mehr Sprachgewalt und Atmosphäre.

© Pink Anemone

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Eine Dystopie ohne Action, jedoch mit umso mehr Sprachgewalt und Atmosphäre.

Rezensionen von thora01:

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Sehr interessanter 2. Band

Die Weltportale (Band 2) von B. E. Pfeiffer

Inhalt/Klappentext:
Auch nach dem Sieg über den Schatten findet Eleonora keine Ruhe. In ihren Träumen begegnet sie einer mysteriösen Frau, die sie vor etwas zu warnen versucht. Als auch noch die Magie zu erlöschen droht, besteht kein Zweifel mehr: Der Schatten ist nicht besiegt, sondern lauert auf seine Chance, seinem Gefängnis zu entfliehen.

Nur die Lunara können den Verlust der Magie abwenden. Doch dieses mysteriöse Volk versteckt sich in den Tiefen des Meeres, verborgen vor den Augen der Menschen. Wird es Eleonora und ihren Freunden dennoch gelingen, sie zu finden, bevor es zu spät ist?
(Quelle: Sternensand Verlag)


Meine Meinung:
Sehr spannender wenn auch etwas ruhiger gehaltener 2. Band der Reihe „Die Weltportale“. Ich wurde sofort wieder in die Welt von Eleonora und ihren Freunden hineingezogen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Auf mich wirkt er etwass tiefgründiger als im 1. Band. Die Protagonisten gefallen mir sehr gut. Sehr schön ausgearbeitet fand ich die Zwickmühle in der Eleonora steckt. Die beiden Jungs fand ich auch sehr gut geschrieben. Ich merkte deutlich wie für beide Eleonara sehr wichtig ist. Der Spannungsaufbau war für mich genau richtig. Die Geschichte war sehr spannend und dennoch bestand er nicht nur aus Actionszenen. Ich fand es ganz besonders Lesenswert wie sich die Beziehungen zwischen den Protagonisten entwickelt hat und wie Eleonora trotz all ihren Zweifeln den ihr voherbestimmten Weg beschreitet. Sehr schön fand ich wie die Autorin ein neues und sehr interessantes Volk auf der Bühne erscheinen lässt. Für mich waren die zwischenmenschlichen Szenen in diesem Band sehr wichtig und ich konnte die Beweggründe von Eleonora und ihren Mitstreiter sehr gut nachvollziehen. Das letzte Drittel hat es dann wieder in sich. Die Autorin hat meine Gedanken gekonnt in ein kleines Chaos gestürzt. Der Abschluss war wie schon im ersten Band eine Konfrontation zwischen Hell und Dunkel mit einem Cliffhänger der sich gewaschen hat.

Mein Fazit:
Genialer 2. Band. Er ist etwas ruhiger und um einiges tiefgründiger gehalten als der erste Teil. Ich bin sofort in die Geschichte abgetaucht und erst wieder aufgetaucht nachdem ich es fertig gelesen habe. Ich liebe die Reihe „Die Weltportale“ und kann es kaum erwarten den dritten Teil in die Finger zu bekommen.

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Sehr interessanter 2. Band

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Ein bissig kritischer Blick auf Österreichs Politik

Biedermeiern von Livia Klingl

Unter Biedermeier versteht man die Politikverdrossenheit, das Abwenden von der gefährlichen Politik, die Resignation, den Rückzug ins Privatleben und die Fokussierung auf sein eigenes kleines Glück. Kommt uns das bekannt vor? Diese Epoche (1815-1848) ist die Antwort auf das Ende der Napoleonischen Kriege, auf die „feste“ Hand der Reaktion, der Zensur und die Resignation der Bürger, die sich mehr Gedankenfreiheit erhofft hatten.

Und jetzt, mehr als 200 Jahre später, scheint sich die Bevölkerung auf ähnliches zu besinnen?

Dieses Buch ist die Zusammenfassung ihrer Kommentare, die sie seit der Nationalratswahl 2017 bis November 2018 geschrieben hat. („An diesem wahlergebnis sind die Inländer schuld.“ Biedermeiern Tag 1).
Das Buch ist als Blog gestaltet und durchgängig in Kleinbuchstaben gehalten, was für mich persönlich anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig war. Nicht gewöhnungsbedürftig ist der pointierte, bissige und kritische Schreibstil. Mit vielen ihrer politisch unkorrekten Kommentare spricht sie auch mir aus der Seele.

Herrlich sind die Verballhornungen wie fezbuch, witzekanzler und bubenkanzler. Die Karikaturen sind ebenso treffend wie der Blick auf die unglücklich agierende Opposition. Dazu siehe Tag 277:
„Besonders unerträglich macht diese schlechte regierung erst diese schlechte opposition.“ Dem ist leider wenig hinzuzufügen.

Mir gefällt „Biedermeiern Tag 24“ ausnehmend gut:

„Früher hatte ich keinen respekt vor politikern, weil ich jung und ahnungslos war.
Heute habe ich keinen respekt vor Politikern, weil die jung und ahnungslos sind.“

Der Schlusssatz der Betrachtung von Tag 374, „hauptsach’ die sozen san weg“ scheint überhaupt das Credo der aktuellen Bundesregierung zu sein., egal wie sinnvoll ein Vorschlag, eine Aktion der Sozialdemokraten war oder ist, alles was eine „soz’n“ Handschrift trägt, muss weg. Auch das hatten wir schon einmal ...
Bin schon gespannt, wann die ersten, die diese Regierung gewählt haben, entdecken, dass viele Änderungen, z.B. im Sozialbereich, nicht "für den kleinen Mann" sondern gerade zu gegen dieses Klientel gerichtet ist.
Da muss ich doch glatt noch ein Zitat von François de Neufchâteau (1750-1828) anbringen: "Das Volk wird der Regierung nur dann vertrauen, wenn es ihm gut geht."

Livia Klingl ist Journalistin und hat bereits mehrere Sachbücher herausgebracht. Als Auslandskorrespondentin sieht sie die österreichische Politik mit einem kritischen Auge.

Dem Verlag Kremayr & Scheriau ist hier ein tolles Buch gelungen. Schon das Cover, das als Biedermeier-Tapete gestaltet ist, und ein Guckloch gleich einem Schlüsselloch aufweist, weckt Interesse und macht neugierig auf den Inhalt.

Gerne gebe ich 5 Sterne.

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Ein bissig kritischer Blick auf Österreichs Politik

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Napoleons Leben auf nur 100 Seiten? Geht das?

Napoleon von Alexandra Bleyer

Dieses Buch ist aus der Reclam-Serie „100 Seiten“ und beschäftigt sich mit einer Person, über die es einige Laufmeter an Büchern gibt: Napoleon.

Gleich als ich die Ankündigung zu diesem Buch gelesen habe, stellt ich mir die Frage, ob das überhaupt möglich sein wird. Kann man das Leben des Aufsteigers, des Herrschers und des Despoten auf 100 Seiten darstellen? Wo doch schon die Beschreibung seiner Krönungszeremonie zum Kaiser der Franzosen mehrere 100 Seiten umfasst?

Alexandra Bleyer, Historikerin und profunde Kennerin dieser Epoche, hat sich wie sie selbst beschreibt, die Freiheit genommen “.

. die Rosinen aus dem Kuchen zu picken und den für mich spannendsten Fragen nachzugehen“.

Eine davon ist die Fragen nach der Körpergröße, die immer wieder Anlass zu Spekulationen gibt. (Nachzulesen auf S. 9)

Geschickt werden Zitate von Napoleon-Biografen wie Johannes Willms, Munro Price sowie Zeitgenossen Napoleons eingeflochten.
Besonders gut gefällt mir folgendes: "Das Volk wird der Regierung nur dann vertrauen, wenn es ihm gut geht." (François de Neufchâteau (1750-1828)). Der Kurzzeitinnenminister hat die Zeichen der Zeit richtig erkannt. Letztlich ist das französische Volk 1813/14 kriegsmüde. Man ist es leid, Steuerlast, Tod der Verwandten, Elend und Hunger für den Ehrgeiz eines einzelnen Mannes auf sich zu nehmen. Selbst seine engsten Mitarbeiter halten ihn (natürlich nur hinter vorgehaltener Hand) für verrückt und größenwahnsinnig.
Dabei steht Napoleons Karriere gleich mehrmals auf Messers Schneide. Sei es, dass er zu lange (unerlaubt) seiner Truppe ferngeblieben ist (1793) oder sich wiederholt dem Direktorium widersetzt hat. Das wäre doch eine spannende Geschichte für Freunde der „alternative Geschichtsschreibung“, so ein kleines „was-wäre-wenn“-Spielchen.

Napoleon ist in seinem schrankenlosen Streben nach Macht und Anerke einem Trugbild aufgesessen, nämlich dem der „Vereinigten Staaten von Europa“ unter seiner Führung, das schlussendlich sich ins Gegenteil verkehrt. Er wird am 18. Juni 1815 in der Schlacht von Belle-Alliance (besser bekannt als Waterloo) einem Heer der vereinigten eropäischen Monarchien gegenüberstehen und verlieren.

Was bleibt von Napoleon? Der Versuch ein einheitliches System von Maßeinheiten einzuführen (wird erst 1875 mit der Meterkonvention realisiert)? Eine moderne Rechtssprechung (Sein „Code Civile“ von 1804 ist Grundlage für einige Staaten)? Die geraubten Kunstschätze im Louvre (der Großteil wurde nach Napoleons Sturz wieder ihren rechtmäßigen Eigentümerns zurükgegeben)? Die Entschlüsselung der Hieroglyphen? Ohne Feldzug nach Ägypten wäre das Rätsel wohl erst viel später gelöst worden? Eine Reihe von Königreichen von seiner Gnade? Das Kaisertum Österreich 1806-1918? Die Einführung von Propaganda und Selbstinszenierung als Mittel zur Macht?

Jetzt, nach der Lektüre dieser 100 Seiten kann ich mit Fug und Recht behaupten: „Ja, es geht! Es ist möglich!“

Alexandra Bleyer hat das schier Unmögliche geschafft: Nämlich das schillernde Leben des Napoleon Bonaparte auf 100 Seiten durchaus humorvoll darzustellen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesen 100 Seiten eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Napoleons Leben auf nur 100 Seiten? Geht das?