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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

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Spannend, interessat und mit viel Lokalkolorit

Wütende Wölfe von Förg Nicola

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, weil mich das Thema Wölfe sehr interessiert, aber auch weil es in Bayern spielt. Auf den ersten Seiten dann tat ich mich sehr schwer mit Irmi, die mir erst so gar nicht gefiel. Dabei kann ich nicht recht in Worte fassen, was mich so gestört hat. Vielleicht dass sie so aus der Zeit gefallen wirkte und älter war als ich dachte.

.. Jedenfalls fand ich das Thema trotzdem spannend und dann gab es auch schon den ersten Todesfall und nach und nach mochte ich Irmi immer mehr. Auch in Kombination mit Luise, da sich die beiden meiner Meinung nach sehr gut ergänzen.
Insgesamt haben mir die Beschreibungen der wunderschönen Landschaft sehr gut gefallen. Man hat alles richtig vor Augen und ist fast wie vor Ort. Auch die handelnden Figuren wirken sehr plastisch und authentisch und es macht Spaß, das Buch zu lesen und mit zu verfolgen, was noch alles passiert.
Allzu zart besaitet darf man dabei nicht sein, denn es geht schon recht zur Sache. Als Leser rätselt man sehr lange, wer wohl der Täter ist bzw. warum all diese Todesfälle passieren. Dabei gelingt es der Autorin auch gut, falsche Fährten auszulegen. Besonders die kleine Überraschung im Epilog hat mir sehr gut gefallen.
Interessant fand ich die vielen Detailinformationen zu Wölfen und milchgebenden Rindern, auch wenn es sicherlich sehr viel war.
Insgesamt ein rundum gelungenes und spannendes Buch, das Lust auf mehr von Irmi macht!

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Spannend, interessat und mit viel Lokalkolorit

Rezensionen von Streiflicht:

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Tom Winter als James Bond der Schweiz

Die Spur des Geldes von Beck Peter

Das Buch hat mich absolut begeistert und fasziniert. Es ist rasant, unterhaltsam und spannend und gleichzeitig auch immer wieder witzig und mit einer tollen Sprache, die manchmal schon fast poe-tisch ist. Besonders gerne mochte ich den „furchtlosen Fuchs auf der Rollbahn“ am Flughafen, den „Fischgrätanzug, der sich umdreht“ oder den „Hosenanzug, der weiter plapperte“, aber auch „blau-grün glitzernde Forellen.

Damit hat mich der Autor wirklich überzeugt und ich habe mir direkt die ersten beiden Bücher mit Tom Winter gekauft. Gut fand ich auch, dass man diesen dritten Teil auch sehr gut ohne Vorwissen lesen kann, auch wenn ich es immer schöner finde, eine Reihe auch der Reihe nach zu lesen.
Toll sind auch die Rückblenden in kursiver Schrift, die dem Leser helfen, das aktuelle Geschehen anhand der Vergangenheit einzuordnen und zu verstehen. Zudem machten mich diese Einschübe immer sehr neugierig.
Die komplette Geschichte ist modern, komplex und führt um die halbe Welt, da muss man als Leser schon dran bleiben. Gleichzeitig schreibt Peter Beck so flüssig und rund, dass man den Ge-schehnissen leicht folgen kann, auch wenn es immer mal wieder um detailreiches Wissen zu ver-schiedensten Themen geht. Die Schilderungen von Landschaft, Orten und Personen sind so plaka-tiv, dass das Kopfkino auf Hochtouren läuft. Das macht Spaß!
Mir hat gut gefallen, dass der fiktive Roman recht realitätsnah gehalten ist und am Puls der Zeit ist. Sicherlich ist Tom Winter ein ausgefallener Held, aber gerade das hat mir sehr gefallen. Er ist qua-si der James Bond der Schweiz. Er ist manchmal ein rauer Geselle, gleichzeitig hat er aber ein goldenes Herz und setzt sich gerne für andere ein. Er spürt der Wahrheit nach, sucht nach der Spur des Geldes und taucht im Schlammwasser von Lügen und Betrug, Hass und Angst, bis er den Grund erreicht hat. Ein wahrer Held!

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Tom Winter als James Bond der Schweiz

Rezensionen von Streiflicht:

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Witzig und unterhaltsam

Die Spur des Geldes von Beck Peter

ieser Krimi spielt im Dachauer Moos und das hat mich sehr neugierig gemacht, da ich diese Gegend zwar ein bisschen kenne, aber noch nie einen Roman gelesen habe, der dort spielt. Eigent-lich sind die Amperauen eine friedliche Gegend, aber auch nördlich von München wird gemordet! Und das gleich doppelt.

Als Annamirl Hofstetter, eine ehemalige Lehrerin und bayrische Miss Marple, dort mit ihren beiden Hunden spazieren geht, findet sie gleich zwei Tote, die sie auch noch kennt! Zuerst gerät sie dann selbst in Verdacht, dann aber ihr Patenkind. Da sie sich absolut nicht vorstellen kann, dass diese eine Mörderin sein soll, muss sie selbst ermitteln – denn die Polizei wandelt ja nur auf den bekannten Spuren.
Annamirl ist eine witzige Figur, die nicht nur gerne ermittelt und sich dabei auch mal in Gefahr bringt, sondern sich auch für ihre Lieben einsetzt. Sie ist herzensgut und scharfsinnig, eine gute Kombination, die mir gefallen hat. Mit Charme und Witz ermittelt sie, sodass man als Leser auch mal schmunzeln kann, auch wenn die Kriminalgeschichte eigentlich sehr tragisch ist.
Auch die Beschreibung der Umgebung und Natur kommt nicht zu kurz, sodass es auch an Lokalkolorit nicht fehlt.
Ein runder Krimi, den ich gerne gelesen habe. Geboten wird neben Witz auch Spannung, ein bisschen Leidenschaft, Liebe und Tragödien des Alltags.

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Tom Winter als James Bond der Schweiz

Rezensionen von Streiflicht:

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Bildhaft, anschaulich und sehr interessant

Ran an das Fett von Anne Fleck

Auf dieses Buch war ich sehr neugierig. Immer hieß es, man solle Fett vermeiden, nun soll man plötzlich ran... Aber wieso? Genau das erklärt die Autorin Dr. med. Anne Fleck in diesem Buch ganz ausführlich. Es ist kein Buch, das man einfach so nebenbei lesen kann, denn es ist schon ein bisschen komplex.

Gleichzeit ist der Stil von Doc Fleck aber so bildhaft, anschaulich und direkt, dass man auch als interessierter Laie sehr gut versteht, worum es geht: „Fett kann nicht nur Krankheiten vorbeugen und sie lindern, sondern heilen!“
Ein interessante Botschaft, die mich immer tiefer ins Buch gezogen hat. Die Autorin beschreibt, ausgehend von einer allgemeinen Einführung und Erläuterung, nach und nach, welche Krankheiten mit Hilfe von guten Fetten geheilt oder zumindest gelindert werden können, welche Ölsorten und Nussarten gut sind und wie man sie verwenden kann. Schöne, einfache und plakative Illustrationen helfen dem Leser beim Verstehen der Infos und Hintergründe.
Rezepte, einfache Alltagstipps, ein Fett-Check und ein umfangreiches Glossar runden das Buch wunderbar ab.
Wer sich darauf einlassen mag, wird hier viel Interessantes und vielleicht auch Hilfreiches finden. Ich habe hier wieder mal vom sogenannten Ölziehen gelesen, das werde ich nun mal ausprobie-ren...

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Bildhaft, anschaulich und sehr interessant

Rezensionen von yellowdog:

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Ein Buch von Belang

Ran an das Fett von Anne Fleck

Die britische Lyrikerin, Modell und Schauspielerin Yrsa Daley-Ward hat jamaikanische und nigerianische Wurzeln, wuchs aber in England auf.
Dieses bei Blumenbar erschienene Buch ist ein exzellentes poetisch-literarisches Memoir. Also autobiographisch, aber literarisch verarbeitet.
Das sie als Lyrikerin begann merkt man diesem Buch an.

Es ist rhythmisch und wechselhaft gestaltet, sehr schön gemacht. Sprachlich ein Genuß.

Yrsa erzählt davon, wie sie mit ihrem jüngeren Bruder zumeist bei den Großeltern aufgewachsen ist. Es gibt auch noch einen älteren Bruder.
Ihre Mutter Marcia war immer unstet, sie hat 3 Kinder von 3 verschiedenen Männern und lebt in wechselnden Beziehungen.
Yrsa hat es nicht leicht, sie ist schwarz und anders. Die Großeltern sind strenggläubig, also ist fast alles Sünde. Yrsa leidet unter der chaotischen Situation und neigt schon als Kind zu Depressionen.
Als Erwachsene ist sie wie eine getriebene. Yrsa Daley-Ward erzählt mit imponierender Ehrlichkeit. Gerade deswegen werden die Emotionen erlebbar und nachvollziehbar.

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Bildhaft, anschaulich und sehr interessant

Rezensionen von Streiflicht:

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Pack die Koffer!

Wie Buddha im Gegenwind von Urban Gabriela

Eine Mama, die mit ihrem kleinen Kind um die Welt reist? In 22 Ländern sind sie unterwegs... Wow, das klingt beeindruckend. Da wollte ich mehr wissen! Und die Lektüre hat mir großen Spaß gemacht. Die Autorin Gabriela Urban schreibt humorvoll und unterhaltsam und immer so als würde sie guten Freunden ihre Geschichten und Erlebnisse erzählen.

Auch das macht den Reiz dieses besonderen Buches aus. Durch die vielen kleinen Anekdoten und Berichte über ihre Gedanken und Gefühle wird das Geschehen für den Leser nach- und miterlebbar. So authentisch und zu-gleich würdigend, als wäre man ganz nah dabei.
Besonders mag ich auch die Art von Gabriela Urban, wie sie auf andere Menschen zugeht. Sie reist abseits der bekannten Hotspots und in eher unbekannte Länder und Regionen. Dort kommt sie mit den Menschen vor Ort in Kontakt – oft auch dank des kleinen blonden Jungen, der sie begleitet und so manches Herz öffnet, in dem er einfach Kind ist und seine Freude, Neugier oder Be-geisterung zeigt. Die beiden lernen Land und Leute im wahrsten Sinne des Wortes kennen und oft verlieben sie sich auch ein bisschen. Das zeigt, wie schön unsere Welt ist, wie viele wunderbare, liebenswerte und hilfsbereite Menschen es gibt, gerade auch da, wo man sie nicht erwartet.
Gut gefällt mir bei diesem Buch auch das Cover, das ein Foto der Autorin mit ihrem Sohn zeigt und die bunte Welt dazu. Auch die Rückseite ist ähnlich und dazu passend wunderschön gestaltet. Ich bin kein Coverkäufer, aber bei diesem Buch macht das Cover wirklich Lust auf das Lesen und Schmökern.
Tolle Fotos in der Mitte des Buches zeigen ein paar der unzähligen Eindrücke, die die Autorin wäh-rend ihrer vielen Reisen macht. Sie vermitteln Lebensfreude und machen Mut, selbst auf Reisen zu gehen, vor allem abseits der ausgetretenen Pfade und Touristenhochburgen. Auf geht`s zum Kofferpacken!

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Pack die Koffer!

Rezensionen von mamaofhannah07:

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Ich liebe Bücher, die sich echt anfühlen!

Wie Buddha im Gegenwind von Urban Gabriela

Bürgerin aller Zeiten - Die Schönaus 1913-1933 von Heike Wolf
1913 ist Lotte 4 Jahre alt. Sie wächst in einem gut behüteten, komfortablen Elternhaus im Musikerviertel in Leipzig auf. Eines weltwichtigen Tages ist sie zusammen mit ihrem Vater Wilhelm auf dem Weg zur Einweihung des Völkerschlachtdenkmals.

Beide bummelten durch die festlich geschmückte Stadt, vorbei an der Kanzlei ihres Vaters und des jüdischen Geschäftspartners und Freudes Hr. Kron sowie der Goethe Statue hin zum Marktplatz zum Besuch des Kaisers. Als die Prozession vorbeizieht, winkt Lotte mit ihrer schwarz-weiß-roten Fahne in Richtung Kutsche und ist sich ganz sicher: "Ich habe den Kaiser gesehen!" Friedlich, voller Glück und Wohlstand ahnt die Familie Schönau nicht, was in den kommenden Jahren für Veränderungen auf das Land, die Leute und die Welt zukommen sollen. Im Sommer 2014 weilen die Schönaus in Ahlbeck und erhalten die erschütternde und alles verändernde Nachricht: "Krieg!"...
Mir gefällt das realistische, lebensechte Cover mit diesem grandiosen Buchtitel, dessen Sinn sich erst in der Erzählung erschließt! Heike Wolf hat hier ein geschichtliches, von der eigenen Familie inspiriertes Meisterwerk in Romanform erschaffen. Anhand der fiktiven Familie Schönau geht die Autorin auf eine beeindruckende Zeitreise und lässt, dank ihres bildhaften Schreibstils längst vergilbte Bilder wieder aufflammen. Ab der ersten Zeile habe ich mich als Teil der Familie Schönau gefühlt und bin mit den Hauptprotagonisten durch Leipzig und Berlin spaziert. Die Charaktere sind lebensnah und stehen für einzelne Überzeugungen und Ideologien. Das liebenswerte Modschekiebchen Lotte; die kaisertreue Augusta; die dialektsichere, gute Seele des Hauses, Mathilde; Freigeister wie Dorchen und Johann sowie die jüdische Familie Kron und viele andere..., alle Protagonisten sind durchweg charakterstark und bei ihren Auftritten im Buch allseits präsent. Die Glaubwürdigkeit wird immer wieder duch die fesselnde Erzählweise unterstrichen. Heike Wolf gelingt ein Balanceakt zwischen Fakten und emotionler Aufgewühltheit. Die historischen Details sind fließend in das Gesagte eingebunden und wirken informativ, passend platziert. Dies zeugt von einer exzelenten Recherche und einem enormen Hintergrundwissen. Die Bürgerin aller Zeiten liest sich leicht und flüssig, trotz schwieriger Gegebenheiten. Die Autorin gibt hinreichende Lichtblicke in einer von Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten gezeichneten Zeit. Das positive Gefühl bleibt bestehen trotz zahlreicher Schicksalsschläge.
Neben den fortlaufenden Ereignissen ab 1913 gibt es einen weiteren Erzählstrang aus dem Jahr 1989, in dem Lotte ihren achzigsten Geburtstag plant. Diese kurzen Episoden sind perfekt in die Geschichte eingeflochten und wecken durch die faszinierend erzählten Worte und Anrisse in die vergngenheit die Neugier des Lesers. So entsteht eine in sich runde, überzeugende Geschichte der Schönaus und ihren Lieben, die jedoch noch nicht zu Ende erzählt ist. In "Des Lebens labyrinthisch irrer Lauf", dem 2. und abschließenden Band berichtet Heike Wolf von den dramatischen Ereignissen von 1935-1957.
Fazit: "Bürgerin aller Zeiten", Teil 1 der Schönau-Saga hat mich in seinen Bann gezogen und durchweg begeistert. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen und habe so gut wie alles um mich herum vergessen. Neben dem emotionalen Plot habe ich interessante Details erfahren. Band 2 liegt schon bereit, denn ich möchte unbedingt in den abschließenden Zeitabschnitt eintauchen, weil mir die Figuren sehr ans Herz gewachsen sind. Mit diesen beiden Romanen umspannt die Autorin die Kaiserzeit, die Weimarer Republik, einen Krieg, der Ende Juli 1914 begann und 1945 endete, die Umwälzungen der DDR bis hin zum Mauerfall. Verstaubt, altbacken, keineswegs! Nie war Geschichte so lebendig und wurde mit größerer Begeisterung erzählt!
Ganz große Erwartungen werden hier erfüllt und somit kann ich diese bewegende Familiengeschichte uneingeschränkt empfehlen. Ein richtig guter historischer Roman und ein absolutes Lesehighlight!

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Rezensionen von Bücherfee:

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sehr empfehlenswert

Wie Buddha im Gegenwind von Urban Gabriela

Dieses Buch gibt einen Einblick in die Emotion Trauer und was sie für die Betroffenen bedeutet. Und nicht nur. Der Autorin ist es gelungen anhand von persönlichen Schicksalen aufzuzeigen, wie der Trauerprozess bei Hinterbliebenen abläuft. Wesentlich sind dabei die Bewältigungsstrategien, die den Trauernden geholfen haben .

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

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Dichtung und Wahrheit: ein Spannungsverhältnis wird neu aufgerollt – spannend!

Der Stotterer von Charles Lewinsky

Schweres Stottern kann einen Menschen aus der Welt seiner Mitmenschen und vom Gespräch mit ihnen sehr weitgehend ausschließen. Als Ausweg bleibt dem Ich-Erzähler das Schreiben – er erschreibt sich (s)eine Welt. Dabei gerät er nicht nur mit dem Gesetz in Konflikt, sondern löst sich auch vom traditionellen Anspruch autobiographischen Erzählens: dem Anspruch auf Wahrheit oder zumindest Wahrhaftigkeit.

Als Autor seiner Lebensgeschichte – wenn auch nicht seines von Sektierern verpfuschten Lebens (?) – tut er schreibend alles, was dem Urheber literarischer Texte zusteht: Er spielt mit Chronologie und Erzählperspektive, er nutzt die Schwächen seiner Adressat_innen weidlich aus, er erprobt verschiedene Überlebens- und Rachestrategien und erzählt scheinbar Faktisches in mehreren Varianten. All dem wirkt sein wiederholtes Bekenntnis zur eigenen Amoralität raffiniert entgegen: Es erweckt den Eindruck von Ehrlichkeit aus dem Munde eines ‚in Wahrheit‘ bedauernswerten Menschen. So stellt sich bei der Lektüre immer von neuem die Frage nach der Grenze zwischen berichteten ‚Fakten‘ aus dem Leben des Ich-Erzählers und seiner eigenen erzählerischen Fiktion innerhalb der Fiktion des Romans. ‚Story‘ erweist sich als Bestandteil von ‚history‘, und die notorischen Fragen aus dem Literaturunterricht (Was will der Dichter uns hiermit sagen? Wie spiegelt das Werk die Biographie? etc.) laufen ins Leere. All das erreicht uns mit Sprachwitz und Situationskomik scheinbar schwerelos … ein großartiges Buch!

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Dichtung und Wahrheit: ein Spannungsverhältnis wird neu aufgerollt – spannend!

Rezensionen von C. P.:

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Wenig überzeugende Story, magere Ausstattung des Hörbuchs

Das Lied der Krähen,2 Audio-CD, 2 MP3 von Leigh Bardugo

Nachdem bereits soviele von Bardugos Grischaversum und diesem Roman schwärmten war ich natürlich neugierig auf Kaz Brekker und seine Krähen. Man startet in Ketterdam, einer Handelsstadt, welche unter mehreren Banden aufgeteilt ist. Kaz gehört hierbei zu den Krähen und ist, wie oftmals zu lesen, nicht der Anführer der Krähen sondern nur ein erfolgreiches Mitglied, welcher den gutbezahlten Auftrag annimmt, einen mächtigen Mann aus dem Eistribunal, eine Art Hochsicherheitsgefängnis, zu befreien.

Dafür schart er fünf Leute um sich, welche jeweils durch ihre Fähigkeiten zum Erfolg der Mission beitragen sollen. Neben Kaz, der so eine Art Mastermind ist, wären da sein Freund Jesper (spielsüchtiger Waffenexperte), Inej („das Phantom“, eine Kletterkünstlerin), Matthias (ehemaliger Hexenjäger), Nina (eine Grischa, was im Grischaversum einer Hexe entspricht) und Wylan (Kaufmannssohn mit so einigen Talenten).
Das Buch beginnt leider sehr verwirrend, ich habe zu Beginn kaum verstanden, worum es ging und wunderte mich, was das mit den Krähen zu tun haben sollte. Leider wurde auch nur wenig erklärt, was es mit den Grischa auf sich hat. Als später die Hauptcharaktere ins Spiel kamen wurde es langsam interessanter. Hier gefiel mir, dass jeder Charakter seine eigene, gut ausgearbeitete Vergangenheit hat, welche zwischendurch in Rückblicken beleuchtet wird. Eindeutig ein Pluspunkt der Story. Weniger gefiel mir, dass die Gruppe um Kaz, mit Ausnahme des 15-jährigen Wylan, altersmäßig so um die 17 Jahre alt ist, jedes Mitglied aber bereits Erfahrungen gesammelt haben soll wie eine Person mitte/ende 20. Das passte einfach nicht. Dafür macht sich das junge Alter wiederholt bemerkbar, wenn die Charaktere sich unnötig bockig oder aufbrausend wie Teenager verhalten, welche sie eben auch sind. Am meisten störte mich beim Hörbuch zusätzlich, dass Kaz sprach wie der „Pate“, was einfach nicht zu einem Teenager passt. Zumal mir seine Genialität sowie seine vielfältigen Beziehungen in Ketterdam auch zu übertrieben ausfielen für seine junge Bandenkarriere.
Die Ausstattung der Hörbuchs lässt leider sehr zu wünschen übrig, es gibt weder Kartenmaterial, um die vielen örtlichen Gegebenheiten nachvollziehen zu können, noch ein Personenregister. Beides musste ich mir mühsam im Netz zusammensuchen. Besonders die Karten wären eine Hilfe gewesen, da die Personen aus unterschiedlichen Gebieten mit anderen Gegebenheiten stammen und auch der Einsatz im Eistribunal besser nachvollziehbar gewesen wäre.
Mein Fazit: Die Story hält nicht, was sie verspricht, die Charaktere sind mir zu jung und die Handlung zu vorhersehbar. Wer sich darauf einlassen will, sollte lieber die Printversion nehmen, da sind wenigstens Karten mit dabei.

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Wenig überzeugende Story, magere Ausstattung des Hörbuchs