Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Auftakt einer neuen Krimi-Reihe
Hendriksen und der mörderische Zufall: Der erste Fall von Ole Hansen
Dies ist der Auftakt einer neuen Reihe rund um die Hamburger Detektei von Jeremias Voss. Der gute Voss hat ja nach zehn höchst turbulenten wie auch erfolgreichen Fällen geheiratet und sein Büro für Ermittlungen an Dr. Marten Hendriksen verkauft.
In seinem ersten Fall muss sich Hendriksen, ein Pathologe mit Leichenallergie, mit paranormalen Erscheinungen beschäftigen, denn auf Schloss Bolkow scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen.
Gemeinsam mit Assistentin Lizzi, eine ehemaligen Angehörigen einer Eliteeinheit, versucht er dem Spuk auf den Grund zu gehen. Dass es dabei nicht ohne Blessuren für Marten abgeht, versteht sich von selbst, weigert er sich doch beharrlich eine Schusswaffe mitzuführen oder sie gar zu gebrauchen.
Werden Marten und Lizzi den ominösen Spuk beenden können? Und vor allem, wer oder was steckt dahinter?
Meine Meinung:
Die Figur des Dr. Marten Hendriksen finde ich sympathisch. Ein Pathologe, der im Laufe der Jahre eine Allergie gegen seinen Beruf entwickelt hat, ist eine witzige Idee. Mit seiner Vorliebe für Pfefferminztee verblüfft er Freund und Feind. Aufgrund seiner eher schmächtigen Gestalt wird er manchmal unterschätzt. Er ist eher ein Asket, denn ein Genussmensch.
Auch Lizzi, als martialisches Gegenüber gefällt mir. Die beiden ergänzen sich recht gut. Jeder hat so seine Stärken.
Recht gut ist die Lage der Bevölkerung geschildert. Ein Dorf mit hoher Arbeitslosigkeit am Rande Deutschlands, in dem die Männer (fast) jeden Job annehmen, auch wenn sie davon ausgehen müssen, dass dieser nicht ganz legal ist. Die Umtriebe von Fans rechter Politik und ihre mehr oder weniger subtilen Machenschaften, sind hier auch gut beschrieben.
Petra erscheint mir ein wenig ambivalent. Einerseits hat sie mit ihrem Besitz hochfliegende Pläne andererseits sind wenig konkrete ZDF (Zahlen, Daten und Fakten) vorhanden.
Obwohl diese Reihe scheinbar nahtlos an die Vorgänger-Reihe rund um Jeremias Voss anschließt, holpert es ein wenig. Die lieb gewonnenen Figuren wie Voss, Silke Moorbach oder Vera Bornstedt fehlen einfach. Erst als die Rentnergang samt Hund Nero in Erscheinung treten, ist für mein Empfinden, die gewohnte Dynamik (wieder) vorhanden.
Aber, wie heißt es so schön? Ein neues Spiel, ein neues Glück. Ich denke DocMarten und Lizzi werden ihren Weg machen. Der zweite Fall liegt schon lesebereit auf dem Tolino und wird demnächst in Angriff genommen.
Fazit:
Eine neue Krimi-Reihe, mit durchaus sympathischen Ermittlern, die sich aber noch ein wenig weiterentwickeln müssen, daher diesmal nur 3 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein gelungenes Mittelalterepos
Die Perlenfischerin von Sabine Weiß
Bardowick, ein kleines Städtchen an der Ilmenau, dessen Bewohner durch den Handel zu bescheidenen Wohlstand gekommen sind, wird Ende des 12. Jahrhunderts von einem Ritterheer zerstört. Es ist die Zeit der Intrigen und Kriege zwischen Staufern und Welfen um die Vorherrschaft in den Deutschen Landen.
Leidtragende sind immer die Menschen, die zwischen die Mahlsteine der Politik geraten.
Familie Ostmann, bestehend aus dem Ehepaar Gerold und Magda sowie den Kindern Bendix und Ida, ist eine davon. Auf der Flucht aus der brennenden Stadt geht die kleine Ida verloren. Während sich Gerold und der Rest der Familie in Lübeck eine neue Existenz aufbauen können, wächst Ida, als Waise bei Neslin, einer alten Einsiedlerin, am Rande eines Weilers im Einklang der Natur auf. Kurz vor ihrem Tod enthüllt Neslin Ida die wenigen Informationen zu ihrer, Idas, Herkunft und vererbt ihr das Waldgrundstück am Flussufer. Gemeinsam mit Bauernsohn Esko und der Magd Kethe bricht Ida auf, um ihre Familie zu suchen.
Meine Meinung:
Sabine Weiß ist wieder ein großartiger historischer Roman gelungen. Eingebettet in die Zeit der Kreuzzüge, Raubritter, Intrigen und der Christianisierung der angestammten Bevölkerung „mit Feuer und Schwert“, erleben wir die Höhen und Tiefen der Familie Ostmann. Wir können teilhaben an den Schwierigkeiten, die die Flüchtlinge beim Aufbau einer neuen Existenz haben. Wir leiden sowohl mit Ida als auch mit den Verwundeten der diversen Kämpfe.
Die historischen Hintergründe sind penibel recherchiert. Der rote Faden durch das Buch sind die Flussperlen, die Ida in Flussmuscheln findet. Das wird Ida letztlich als Wilderei ausgelegt, da Flüsse samt Inhalt Eigentum des Adels und/oder Klöstern ist. Auch Bruder Bendix weiß die wertvollen Perlen zu schätzen, verdient er sein Geld ja als Goldschmied.
Sehr fein und detailliert sind die Standesunterschiede, unter denen Ida und ihr späterer Gemahl Esko zu leiden haben, dargestellt. Man heiratet nur innerhalb seines Standes. Es sei denn, eine vermögende Bürgerstochter „muss“ heiraten und ein verarmter Ritter braucht Geld. Da verschwimmen dann die Grenzen…
Für uns moderne Leser ist es kaum auszuhalten, über die begrenzten Rechte von Frauen zu lesen. Die Zeugenaussage eines Mannes ist mehr wert als die einer Frau, Frauen dürfen nichts erben, Frauen dürfen nicht unbegleitet aus dem Haus, Frauen dürfen dies nicht und das nicht. Man erwartet von ihnen, dass sie ein Kind nach dem anderen zur Welt bringen, den Haushalt führen, den Ehemann zu hofieren und seine Launen zu ertragen. Deshalb bin ich sehr froh, im hier und heute zu leben.
Die Autorin gibt ihren Lesern eine wichtige Botschaft auf den Weg mit: Achtet die Natur, betreibt keinen Raubbau. Das wird sehr subtil eingeflochten, als Esko den herzoglichen Wald bewirtschaftet. Er lässt, zum Unwillen seiner Arbeiter, nicht dem gesamten Wald abholzen, sondern nur ausgesuchte Bäume. Auch Ida erntet nur jene Muschel, bei denen sie sicher ist, dass sie Perlen enthalten. Während die Glücksritter die Muschelbänke zerstören und nur stinkendes Muschelfleisch hinterlassen.
Im Anhang finden wir ein Glossar über die wichtigsten Begriffe aus dem Mittelalter und Abbildungen von Karten, sodass wir uns sowohl zeitlich als auch örtlich orientieren können.
Fazit:
Ein gelungenes Mittelalterepos, das auch sozialkritische Töne anklingen lässt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Follpvosten:
Außergewöhnlich
Dragon Tale - Kind des Feuers von Aylin Hacker
Das Wort "Außergewöhnlich" klingt an sich schon außergewöhnlich, aber es beschreibt das Buch meiner Meinung nach perfekt.
Wenn ich "Dragon Tale - Kind des Feuers" kurz beschreiben sollte, dann könnte ich das gar nicht.
Was mir am ehesten in den Sinn kommt, ist: "Eine Geschichte".
Es ist kein Buch, das geschrieben wurde, um ein Buch zu schreiben. Die Autorin wollte nicht nur etwas Geld verdienen, auf einen Trend aufspringen oder nebenbei ein Buch schreiben, weil sie ein paar Stunden Freizeit hatte.
Nein, dieses Buch wurde geschrieben, um eine Geschichte zu erzählen. Und wenn man beachtet, was im Nachwort steht, dann existiert diese Geschichte schon unglaublich lange.
Das merkt man auch mit jeder Seite, die man liest, immer mehr - hinter wirklich jedem Ereignis, jedem Satz steckt eine Menge an Gedanken, die man nicht innerhalb eines Jahres aus dem Ärmel schütteln kann. Auf der Webseite des Buches wird von Mysterien gesprochen; was damit gemeint ist, versteht man ebenfalls mehr und mehr, je weiter man in der Geschichte kommt: Ein Rätsel nach dem anderen wird dem Leser serviert, und man will mehr und mehr wissen, was es damit auf sich hat. "Durchdacht" ist hier das richtige Wort.
Genug von meinem Gesamteindruck, worum geht es nun in der Geschichte?
Protagonistin ist die 15-jährige Monica, die auf dem Cover zu sehen ist.
In den ersten Kapiteln erfährt man kurz von ihrem Leben und Menschen, die ihr wichtig sind, werden vorgestellt und ihre Interessen und Vorlieben, wie Kreuzworträtsel und Zimt, werden angesprochen; danach geht es ohne Umschweife los und Monica stolpert in eine Sache hinein, von der sie noch nichts ahnt, als sie auf einem Friedhof ein Monster trifft.
Kurze Zeit später ist sie unter anderem in einen Mordfall verstrickt und hat einerseits eine völlig neue, fantastische Welt zu erkunden, andererseits aber immer noch ihr Leben auf der Erde zu handlen, und das alles, während sie mit diversen Monstern zu kämpfen hat. Man bekommt auch deutlich mit, dass es alles andere als einfach ist, so ein Doppelleben zu führen.
Im weiteren Verlauf steht dann alles davon im Vordergrund: Das Leben auf der Erde (wo der Jugendbuch/Coming of Age-Teil zur Geltung kommt), die Abenteuer in der neuen Welt Draconica (wo der Hauptfokus auf Fantasy und Action liegt, aber auch neue Freundschaften geschlossen und Rätsel entdeckt werden), und das Zusammenspiel von beidem (wo unter anderem auch die Polizei eine kleine Rolle spielt).
Dabei ist das Buch durchgehend so geschrieben, dass man den Spaß am Lesen nicht verliert; wenn eine Passage nicht sehr actionreich ist, wird stattdessen auf die Charaktere eingegangen, was ernster sein kann, aber teilweise auch mit einem Humor, den man in einem doch eher ernsten Fantasyroman selten sieht - RPG-Liebhaber werden sich vielleicht an Dragon Quest erinnert fühlen, wo die Grenze zwischen dramatischen Inhalten und Comedy auch sehr dünn ist. In der Buch-Welt erinnert diese Dynamik wahrscheinlich am ehesten an die Hollows-Reihe (die Blut*-Reihe im deutschen Sprachraum).
Die Charaktere sind allesamt interessant; so gut wie keiner lässt sich einem Stereotypen zuordnen und jeder hat auf seine eigene Art Tiefe. Man sieht auch selten einen so bunten Mix an Charakteren - seien es nun Menschen, Drachen oder andere Fabelwesen (von denen es eine Menge gibt), jeder hat einmalige Charakterzüge.
Fazit: Die Mischung aus einer durchdachten Handlung, einem guten Schreibstil, genau der richtigen Menge Humor und interessanten Charakteren hat mich so von diesem Buch überzeugt, dass ich es uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
700 Seiten klingen im ersten Moment nach viel, aber nach dem Ende fragt man sich dann: "Das war's? Wo ist der Rest?"
Nicht empfehlen kann ich dieses Buch jemandem, der auf der Suche nach der fünftausendsten Romantasy-Reihe oder einem Erotik-Buch ist. Wer aber offen für neues und ein Freund von Fantasy und Drachen ist, der kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.
Ich warte gespannt auf den zweiten Band!
Rezensionen von Harakiri:
Etwas verwirrend
Dragon Tale - Kind des Feuers von Aylin Hacker
Cat ist die Flucht gelungen, doch die Seuche gibt immer noch keine Ruhe. Im Gegenteil: ihr Vater plant, diese auf die gesamte Menschheit auszudehnen und nur Cat kann dies stoppen. Doch wie soll sie ihn finden? Als endlich eine Lösung in Sicht scheint, treten noch mächtigere Gegner auf und Cat hat es noch mit einem weiteren Problem zu tun: sie ist nicht, wer sie zu sein scheint…
Der zweite Band von Emily Suvada beginnt beinahe nahtlos nach dem ersten.
Mir fiel der Einstieg in die Geschichte recht leicht, obwohl das letzte Buch schon fast ein Jahr her ist. Ich habe mich auch gleich gut aufgehoben gefühlt und konnte mit Cat, Cole, Anna, Leoben und Mato mitfiebern. Zahlreiche Wendungen machen die Handlung undurchschaubar und spannend. Man weiß nie, wem man noch trauen kann und so ist man als Leser immer sehr eingesponnen und nah am Geschehen. Besonders gefallen hat mir der Teil mit Jun Bei und Cat, deren Erinnerungen und Verwicklungen.
Allerdings ziehen sich die technischen Erklärungen, die mir schon im ersten Band etwas schwer gefallen sind, auch durch dieses Buch und so habe ich mich teilweise etwas schwer getan. Dennoch fand ich auch die sehr spannend und zukunftsweisend. In der Zukunft wird lt. Suvada nicht mehr mit konventionellen Waffen gekämpft, sondern sich mit Viren beworfen. Den Teil fand ich sehr erfrischend und einfallsreich, denn die Menschen bestehen dann auch größtenteils aus Technik. Eigentlich ein erschreckender Blick in die Zukunft, den Suvada hier wirft. Dennoch auch ein guter Einblick in die Welt der künftigen Technik, denn vorstellbar finde ich das allemal, dass KI einen Teil unserer Körper übernimmt.
Das Buch ist in sich abgeschlossen, bietet am Ende aber Raum für eine Fortsetzung. Denn noch sind nicht alle Feinde besiegt und es herrscht kein Frieden.
Rezensionen von Gaby 2707:
Mörderisches Sylt
Sylter Gift von Ben Kryst Tomasson
Die Häkelschwestern oder die Häkelmafia, wie sie Kari Blom nennt, das sind die Bäckerwitwe Alma Grieger, Klempnerwitwe Grethe Aldag, Kapitänswitwe Marijke Meenken und Landarztgattin Witta Claaßen. Die vier älteren Damen finden bei ihrem Rundgang an der Odde nicht nur eine weitere tote Möwe am Strand beim Hörnumer Leuchtturm, sondern auch eine tote Frau, gefesselt an einen Stuhl.
Zur gleichen Zeit observieren Kriminalhauptkommissar Jonas Voss und seine Kollegin Kriminalkommissarin Hannah Behrends einen abgelegenen Parkplatz, wo ein Mercedes als Lockvogel platziert ist. Gibt es zwischen der toten Frau am Strand und den Autoschiebern vielleicht eine Verbindung?
Kari, Jonas und die Häkeldamen habe ich schon in den Sylter Affären kennen- und schätzen gelernt. Es freut mich, dass die resoluten Damen neben den ermittelnden Beamten auch hier wieder eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Ich habe nicht nur die Vier richtig in mein Herz geschlossen.
In diesem Fall geht es um organisierte Kriminalität, um Verletzungen des Umweltschutzes und um Mord. Sehr gut ineinander verwoben, gut nachvollziehbar und mit Wendungen gespickt, schaue ich den Ermittlern über die Schulter. Ich bin ihnen zwar immer einen kleinen Schritt voraus, anfangen kann ich damit aber trotzdem nichts. Ich lasse mich sogar mal wieder auf´s Glatteis führen und merke, wie meine Vorurteile hier mit einfließen. Das wahre Tatgeschehen bzw. den Täter habe ich erst kurz vor Schluss durchblickt.
Natürlich kommt auf dieser wunderschönen Insel auch der Lokalkolorit nicht zu kurz. Ich sehe die Möwen über den blauen Himmel schweben und habe ihre unverwechselbaren Schrei im Ohr. Ich spüre den frischen Wind und den Sand auf meiner Haut. Und freue mich nun noch mehr, dass ich diese Insel bald wieder besuchen darf.
Kari und Jonas – ihnen hätte ich gewünscht, dass sich ihre persönlichen Probleme lösen lassen. Ich erfahren wieder einiges an Privatem und kann beide Seiten in ihrem Handeln und ihren Gedanken immer besser verstehen. Für mich gehört ein Schuss privates einfach mit dazu.
Auch diesmal durfte ich einen fast unblutigen, spannenden und ideenreichen Krimi lesen, der mir wieder sehr gut gefallen und aufregende Lesestunden geschenkt hat. Ich bin gespannt, worin sich Kari, Jonas und die Häkeldamen beim nächsten Mal verstricken.
Rezensionen von dorli:
Der Gesang der Bienen
Der Gesang der Bienen von Ralf H. Dorweiler
Münstertal im Schwarzwald, 1152. Das beschauliche Leben des Zeidlers Seyfried gerät völlig aus den Fugen, als seine heilkundige Frau Elsbeth für den Tod von Fronika - der Tochter Gottfrieds von Staufen, des ministerialen Marschalls der Zähringer - verantwortlich gemacht und zum Tode verurteilt wird.
Vom zuständigen Gericht bekommt Seyfried eine Frist von zwei Wochen und damit die Gelegenheit, die Fürsprache der Äbtissin Hildegard von Bermersheim einzuholen und das Leben seiner Frau zu retten. Seyfried macht sich unverzüglich auf den Weg nach Bingen…
In seinem historischen Roman „Der Gesang der Bienen“ nimmt Ralf H. Dorweiler den Leser mit auf eine Reise mitten hinein in das 12. Jahrhundert und wartet mit einer tollen Mischung aus Historie, Abenteuer und Spannung auf.
Ralf H. Dorweiler erzählt mit viel Pep und Schwung. Obwohl die Akteure einiges an
Leid ertragen müssen, wirkt die Geschichte farbenfroh und lebendig. Dank der detailreichen Beschreibungen und Schilderungen kann man sich alles bestens vorstellen und wird von der vorherrschenden Atmosphäre schnell eingefangen.
Der Autor hat wenig Mitleid mit seinen Protagonisten. Seyfried bekommt auf der selbst unter günstigen Bedingungen kaum zu schaffenden Strecke nach Bingen allerhand Steine in den Weg gelegt. Und als er endlich angekommen ist, wird seine Geduld auf eine harte Probe gestellt, denn die Äbtissin Hildegard konfrontiert den Zeidler mit allerlei Aufgaben und Bedingungen, bevor sie über sein Anliegen entscheiden will.
Elsbeths Ausharren im Kerker ist natürlich alles andere als ein Zuckerschlecken und auch Seyfrieds 14-jährige Tochter Anna, die gemeinsam mit ihrem Bruder Jasper auf der Staufener Burg abwarten muss, bis Seyfried zurück ist, hat mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Ralf H. Dorweiler erzählt nicht nur die spannende Geschichte rund um Seyfried und seine Familie, er macht den Leser auch mit einem alten Handwerksberuf bekannt: dem des Zeidlers. Ein Zeidler war mit dem Sammeln von Honig und Wachs von wilden Bienen beschäftigt. Die vielfältigen Aufgaben, die Arbeitsweise und die Schwierigkeiten, die bei der Ausübung dieses Berufes auftraten, werden interessant beschrieben und verständlich erläutert.
„Der Gesang der Bienen“ hat mir sehr gut gefallen. Es hat Spaß gemacht, die Akteure durch die für sie sehr aufregende Zeit zu begleiten und ihr Miteinander und Gegeneinander zu beobachten.
Rezensionen von thora01:
Eine Täuschung mit Folgen - spannend, emotional und humorvoll
Bleib doch, wo ich bin von Lisa Keil
Inhalt/Klappentext:
Kaya hat alles, was sie zu ihrem Glück braucht: eine kleine Buchhandlung in ihrem Heimatort, beste Freunde und ihr heiß geliebtes Shetlandpony. Für einen Mann, der länger bleibt als eine Nacht, ist eigentlich kein Platz in ihrem Leben.
Lasse ist überzeugter Großstädter und nur aufs Land gezogen, weil er als Lehrer die erstbeste Vertretungsstelle annehmen musste.
Als Kaya ihn auf einer Scheunenparty trifft, ahnt sie nicht, dass der gutaussehende Typ der Klassenlehrer ihrer Nichte ist. Eine Begegnung mit aufregenden Folgen …
(Quelle: FISCHER Taschenbuch)
Meine Meinung:
Sehr schöner Liebesroman. Er ist sehr ruhig und humorvoll. Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt mich mit den Protagonisten mitfiebern. Die Protagonisten sind sehr interessante Persönlichkeiten. Kaya gefällt mir sehr gut. Ich finde es toll wie sie sich für ihre Nichte einsetzt auch wenn es nicht unbedingt der richtige Weg ist. Sie ist sehr sympathisch und hat das Herz auf dem richtigen Fleck. Lasse finde ich auch sehr spannend. Er hat ein etwas spezielleres Packerl zu tragen. Ich finde es toll wie er sich im Verlauf der Geschichte mit diesem Packerl beschäftigt. Die Geschichte ist sehr gefühlvoll geschrieben und doch sehr humorig. Ich liebe die Szenen zwischen den Beiden. Sie sind sehr lustig und ich fand es toll wie die Autorin die Zwickmühle von Lasse beschrieben hat. Der Abschluss gefällt mir sehr gut. Ich finde es toll, dass alles doch noch ans Licht kommt und die Mutter von Kayas Nichte doch für mich sehr überraschend reagiert hat. Toll finde ich das Happy End und freue mich schon auf die Fortsetzung.
Mein Fazit:
Wundervolles Debüt. Sehr leichtverdaulich und humorvoll. Ich konnte mich sofort in die Story hineinfallen lassen. Ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt.
Rezensionen von begine:
Ein tolles Gespann
Elena - Ein Leben für Pferde 7: In letzter Sekunde von Nele Neuhaus
Die Autorin Nele Neuhaus ist bekannt mit vielen Krimis. Jetzt habe ich sie mit Jugendbüchern entdeckt
Der Roman Elena – Ein Leben für Pferde 7: In letzter Sekunde, ist schon der 7. Teil der Elena-Reihe. Die ersten habe ich verpasst, aber das stört nicht, ich kam gut in die Geschichte hinein.
Das Buch ist ein schöner Pferderoman, mit kriminalistischen Einschlägen.
Die 16jährige Elena und ihre Freundin Melike sind besonders sympathisch. Sie sind ware Detektive, besonders Melike. Elena ist eine Pferdenärrin. Ihr Freund Farik und ihr Exfreund Tim bereichern die Geschichte.
Nele Neuhaus Schreibstil besticht mir einfühlsamen spannender Raffinesse. Dieser Roman ist einfach nur schön zu lesen. Zwar mehr für Mädchen, aber auch ich war begeistert.
Rezensionen von Bibliomarie:
Wie ein Märchen
Elena - Ein Leben für Pferde 7: In letzter Sekunde von Nele Neuhaus
Girifalco ist ein verschlafenes Nest. Wir sind in den 60iger Jahren, dort lebt der Postbote – so wird er im Laufe des Buches nur genannt und tagein tagaus sieht man ihn mit seiner Tasche durch die Straßen ziehen. Es könnte ein ereignisloses Leben sein, aber der Postbote hat sein Geheimnis.
Als vaterloser Junge aufgewachsen, ohne großen Ehrgeiz, fast träge, kommt eines Tages in der Schule sein Talent Schriften zu kopieren sehr gelegen, er hilft einer Mitschülerin den Zorn des ungerechten Lehrers abzuwenden.
Aber erst als er Postbote wird, hat seine Berufung gefunden. Es ist ein Zufall, der ihn beim ersten Mal dazu verführt einen Brief zu öffnen. Von da an geht kein Brief ungelesen durch seine Hände. Er kopiert jedes Schreiben und archiviert sie. Er kommt krummen Machenschaften auf die Spur, liest von heimlicher Liebe und unglücklichen Begebenheiten. Aber er begnügt sich nicht damit nur zu lesen. Er beginnt in das Leben seiner Dörfler einzugreifen. Ein Liebesbrief hier, eine verklausierte Warnung dort, so lenkt er die Geschicke seiner Nachbarn, verhindert Unglück und bringt Paare zusammen, deren Schüchternheit ihnen im Wege stand. Er zieht keinen Nutzen aus seinem Tun, im Gegenteil, er will helfen.
Auch sammelt er „Zufälle“, notiert, nummeriert und archiviert sie, genau wie Zeitungsberichte, die ihm kurios erscheinen.
Doch zwischen dem Leben der Anderen verliert er fast seine eigenen Träume und Wünsche aus den Augen.
Jedem der Kapitel ist ein fast märchenhafter Satz als kleine Inhaltsangabe vorgestellt. Wie überhaupt das ganze Buch den Eindruck eines Märchens macht. Es ist eine untergegangene dörfliche Welt die der Autor beschreibt. Das ist sehr warmherzig und mit spürbarer Liebe zu den beschriebenen Personen erzählt. Die Figuren – es sind eine ganze Menge und glücklicherweise gibt es ein ausführliches Personenregister – werden lebendig, der Leser taucht schnell in ihr Leben ein und leidet und freut sich mit ihnen. Ein ganzer Kosmos wird dargestellt, bildhaftig und farbig. Ich hatte das Dorf vor Augen und es erinnerte mich an die alten S/W Filme von Don Camillo. Verschmitzt und tragisch-komisch. Der Autor hat ein ganz eigenen Ton gefunden und mich damit überzeugt.
Dazu passt das gewählte Foto des Schutzumschlags ganz ausgezeichnet.









