Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Ein Blick in die Abgründe
Hüter der Angst von H.C. Scherf
Da ich den Autor H.C. Scherf sehr schätze, war ich natürlich auch auf sein neues Werk sehr neu-gierig. Er versprach neue Protagonisten und eine grausige, gruslige Reise in die Abgründe der menschlichen Ängste...
Und wieder ist dem Autor ein spannendes Werk gelungen, das dennoch ganz anders ist als die bisherigen Bücher.
„Hüter der Angst“ spielt mit den Ängsten und das auf einem schmalen Grad, der keinen Ausrutscher verzeiht. Die Opfer müssen das am eigenen Leib erleben oder besser ge-sagt erleiden. Gleichzeitig ist die Geschichte nicht so brutal und blutig wie die Vorgänger, aber feiner und tiefgründiger, psychologisch interessanter – mir gefällt das hier sogar noch besser!
Der Autor spielt nicht nur mit seinen Lesern, wie der Hüter der Angst mit seinen Opfern, sondern zieht sie mit in die tiefen Abgründe der menschlichen oder unmenschlichen Psyche. Er führt auf falsche Fährten, lenkt ab und dennoch bleibt immer ein roter Faden. Das Buch nimmt immer mehr Tempo auf und begeistert mit Spannung bis zum Ende.
Gut gefallen haben mir auch der Ermittler und seine Praktikantin, die sich wunderbar ergänzen. Eine junge Frau mit neuen, frischen Ideen und ein Mann, der eine schwere Vergangenheit hat und vom Leben gezeichnet ist. Gerade diese Differenz macht den Charme ihrer Zusammenarbeit aus! Ich freue mich schon auf mehr von diesem Duo und H.C. Scherf!
Rezensionen von Streiflicht:
Interessant und hilfreich
Bienen helfen heilen von Christian Thuile
Da ich mich schon lange für Bienen und ihre Erzeugnisse interessiere und auch schon lange gerne Honig esse oder auf Wunden auftrage, war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Eigentlich wollte ich nur mal reinblättern und ein bisschen querlesen, aber dann hat es mich so gepackt, dass ich das Buch auf der ersten Seite aufgeschlagen habe und erst nach der letzten Seite wieder zugeklappt habe.
Weil es nicht nur gut und klug und zugleich einfach und gut zu lesen geschrieben ist, sondern auch weil es viele interessante Impulse gibt und Belege zeigt. Das hat mir gut gefallen. Man merkt, dass der Autor sich eingehend mit dieser The-matik beschäftigt hat und wirklich Bescheid weiß. Viele Belege und Studien werden benannt und machen das Ganze auch greifbar. Einige der Informationen kannte ich bereits, da ich mich mit dem Thema Bienen immer mal wieder beschäftigt habe und ich auch die Imkerei sehr spannend finde. Dennoch habe ich viel Neues und Wissenswertes erfahren.
Gut fand ich auch den Aufbau des Buches, der logisch und hilfreich ist. Man lernt die Bienen und ihre Eigenschaften, ihr Leben als Volk und vieles mehr kennen und erst danach geht es um ihre Erzeugnisse und wie hilfreich sie auch für uns Menschen sein können. Gut und klar strukturiert findet sich hier jeder zurecht und kann auch zu einzelnen Punkten gut Informationen finden. Ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch noch viele Male zur Hand nehmen werde. Außerdem habe ich es bereits jetzt drei Freundinnen empfohlen und werde es sicherlich auch gerne mal verschenken.
Rezensionen von Streiflicht:
Süß und bezaubernd
Bienen helfen heilen von Christian Thuile
Dieses Buch ist einfach süß und bezaubernd. Die Geschichte von der kleinen Kröte Bach, die lie-ber im Meer leben will, hat mir gut gefallen. Von mir aus hätte das Buch gerne noch etwas dicker sein können, aber für Kinder ab zwei ist es vermutlich genau richtig, um besser einschlafen zu können.
Die kleine Kröte hat das Leben im Bach satt und würde gerne zum Meer reisen. Denn da leben spannende und interessante Tiere.
Das ist auf den festen Seiten, die auch etwas ungeschickte Kinderhände und den einen oder ande-ren Biss ertragen können, wunderbar dargestellt. Die Zeichnungen sind einfach und kindgerecht, hübsch koloriert und die Texte passen gut dazu.
Und am Ende ist alles gut und die Kröte ist doch zufrieden und das Kind kann ruhig einschlafen. Ein schönes, kindgerechtes Buch, nicht nur für die Kleinsten!
Rezensionen von rewareni:
Ein toter Student
Ein Espresso für den Commissario von Dino Minardi
Eigentlich wollte Commissario Marco Pellegrini hinter der Theke des Familienbetriebes in Ruhe seinen Espresso genießen, wenn er nicht kurz darauf zu einem Tatort müsste. Ein junger Student wird ermordet in seiner Wohnung gefunden. Gemeinsam mit seinen Kollegen Claudia Spagnoli und Fabio Cunego begibt sich Marco auf Spurensuche, wo sie zwar viele Hinweise zu dem Verbrechen finden, aber keine passen wirklich zusammen.
Ist es jemand, dem es nicht gepasst hat, dass der Tote illegal vermietet hat? Oder hängt es mit seiner Arbeit in einer Agentur zusammen, die neue und inovative Ideen zur Gewinnung von Sonnenenergie gefunden haben? Dass es auch immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Claudia und Fabio kommt behagt Marco ebenfalls nicht. Seltsam ist auch, wie sich der junge Student eine sehr teure Ducati leisten konnte. Als es auch noch zu Protesten gegen das geplante Testcenter am Comer See kommt, spürt Marco, dass hinter dem Tod des jungen Mannes mehr stecken muss, als sie zuerst angenommen haben.
,,Ein Espresso für den Commissario´´, ist Pellegrinis erster Fall, aus der Feder des Autors Dino Minardi. Bereits das wunderschöne Cover mit einem Blick auf den Comer See, lässt beim Leser Urlaubsgefühle aufkommen. Der Autor beschreibt in einer eher ruhigen Art und Weise die Schönheiten dieser Umgebung und seine kulinarischen Einwürfe runden das Lokalkolorit gut ab. Den Krimi würde ich als Regionalroman bezeichnen, wo man ihn auch als Cosy Krimi einordnen kann. Die Spannung bezüglich der Aufklärung des Falles geht eher langsam voran, man darf sich also keine spektakulären Szenen erwarten. In diesem Roman stehen viele Gespräche im Vordergrund und auch die persönlichen ,,Schatten der Vergangenheit´´ des Commissarios fließen immer wieder in die Geschichte hinein. Dass es auch zwischen den Kollegen nicht immer alles reibungslos klappt, hat der Autor gut beschrieben. Wie es mit Marco Pellegrini, seiner Familie und seiner früheren Liebe Franca weitergeht, wird sicher in den kommenden Romanen zu erfahren sein.
Rezensionen von Streiflicht:
Eine bewegende Spurensuche
Sadie von Courtney Summers
Nachdem ich das erste Mal von diesem Buch gehört hatte und die Inhaltsangabe gelesen hatte, war mir klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Ich wollte unbedingt wissen, was hinter der Ge-schichte von Sadie und ihrer ermordeten Schwester steckt. Und nun kann ich es jedem nur emp-fehlen. Das Buch ist sehr berührend, gleichzeitig aber auch spannend und beeindruckend.
Sadie ist mir während des Lesens sehr nahe gekommen und ich hätte das Mädchen zu gerne mal in den Arm genommen. Sie hat mir unglaublich leidgetan, gleichzeitig habe ich sie aber auch bewundert und für ihren Mut und ihre Stärke gefeiert. Ein unglaublich tolle Figur, die meiner Meinung nach ganz nah an der Realität ist.
Die Geschichte der beiden Mädchen, die es schon so früh schwer haben und vom Leben gezeich-net sind, ist sehr emotional und realistisch beschrieben. Gleichzeitig ist die Schreibweise sehr un-gewöhnlich, da auch Telefonate und ein Podcast mit eingebunden sind. Das ist auf den ersten paar Seiten ein bisschen verwirrend, hat mir aber sehr gut gefallen. Die Geschichte wird auf zwei Ebe-nen erzählt und das macht das Ganze noch plastischer. Einerseits wird aus Sadies Leben berich-tet, andererseits aus Sicht des Reporters, der sich auf die Suche nach ihr macht und nach ihren Spuren sucht.
Absolut faszinierend und etwas ganz Besonderes. Ich konnte die eine oder andere Träne nicht verdrücken und bin nachhaltig beeindruckt. Dieses ganz andere Flair kann man nur schlecht be-schreiben, man kann es nur nachlesen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Nichts für schwache Nerven
Nemesis von Courtney Summers
An einem Strand in Miami wird die grausam zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf ihrer Schulter ein Blitz in einem Kreis. Staatsanwältin C.-J. Townsend ist sich sicher, dass dies die Handschrift des Snuff-Club ist, der vor einigen Jahren Florida in Atem hielt. Die Mitglieder dieses Clubs investieren sehr viel Geld um miterleben zu können, wie junge Frauen vergewaltigt und getötet werden.
CJ kennt die Namen der einfluß- und super reichen Clubmitglieder. Als erneut eine junge Frau verschwindet, muss sie das Gesetz in ihre eigenen Hände nehmen. Und die Zeit rennt...
Boah, diese Geschichte ist nichts für schwache Nerven.
Nach Cupido, Morpheus und Argus ist Nemesis der 4. Band der Thriller-Reihe, bei dem ich C.-J. Townsend über die Schulter sehe und mit ihr zusammen versuche, das Böse auszumerzen. Leider ist es auch der letzte Teil dieser Serie, was ich persönlich sehr bedauere. Als Leserin muss ich nicht unbedingt die ersten Teile der Reihe kennen, da die Fälle in sich abgeschlossen sind und die Autorin immer wieder Sequenzen aus den vorherigen Fällen hier einfließen lässt. Ich kenne die ersten drei Bücher, die doch schon einige Zeit zurück liegen, und habe mich beim Lesen leichter getan um in die Handlung wieder hinein zu finden.
Die eher kurzen Kapitel steigern die Leselust. Durch das offene Ende von Argus konnte ich ja schon ahnen, was hier auf mich zukommen würde. Nach und nach nimmt die Handlung Fahrt auf und ich kann das Buch, obwohl einige Szenen mich emotional sehr stark berühren und schockieren, nicht aus der Hand legen. Dafür sorgt auch der eingängige, sehr detailgenaue und gut vorstellbare Schreibstil der Autorin.
Es fasziniert mich zu lesen, wie leicht sich die Frauen einlullen lassen und sich dem Bösen nicht mehr entziehen können. Was den jungen Frauen hier passiert, ist einfach nur schrecklich. Und ich bin entsetzt, wenn ich mir vorstelle, dass es wirklich Menschen gibt, die hieran Gefallen finden und dafür ihr Geld ausgeben. Obwohl ich solche Szenen schon aus „Argus“ kenne, war ich wieder total schockiert und entsetzt.
CJ ist sich absolut bewusst, dass sie hier Grenzen überschreitet und ich finde es interessant in ihren Gedanken zu lesen, wie sie über evtl. Strafen, die sie treffen könnten, nachdenkt. Ich mag CJ aber nicht nur als stellvertretende Oberstaatsanwältin, die sich mit allem, was ihr zur Verfügung steht, für das Leben der jungen Frauen einsetzt. Auch als mutige, willensstarke Frau, die immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, und trotzdem zusammen mit ihrem Mann Dominik gerne Eltern werden möchte, hat sie mich wieder beeindruckt.
„Nemesis“ - ein spannungsgeladener, aufwühlender und schockierender Thriller, der mein Nervenkostüm ganz schön strapaziert hat.
Rezensionen von Gaby 2707:
Feuer in Martinsfehn
Nur wer die Hölle kennt von Barbara Wendelken
Vor 20 Jahren hat die fünfzehnjährige Melody Bella Matzke ihren Heimatort Martinsfehn nach dem Brand des Pferdehofes ihrer Mutter verlassen. Damals kamen nicht nur ihre Mutter und ihr kleiner Bruder Michel in den Flammen um, sondern auch Daniela Finke, eine sehr begabte junge Reiterin, die von ihrer Mutter gefördert wurde.
Melody wurde eine Zeit lang der Brandstiftung verdächtigt, es konnte ihr aber nicht bewiesen werden.
Heute ist sie zusammen mit ihrem kleinen Sohn Linus zurück in dem Ort, an dem es immer noch Menschen gibt, die nicht an ihre Unschuld glauben und die sie nicht hier haben wollen. Aber da ist auch noch ihre große Jugendliebe Thore...
Für mich ist es schon der 4. Fall, den ich zusammen mit Nola van Heerden und Renke Nordmann lösen darf. Ich bin gerne in Martinsfehn.
Die handelnden Personen sind so menschlich mit ihren verschiedensten Charakterzügen gezeichnet. Das Dorfleben wirkt so authentisch, dass ich mich hier gleich mittendrin fühle.
Melody war mir ab dem ersten Kennenlernen sympathisch. Dass sie in ihre alte Heimat, wo sie auch heute noch Anfeindungen ausgesetzt ist, zurückkehrt, fand ich schon bemerkenswert. Und auch sie zweifelt hier und da, ob ihre Entscheidung die richtige war. Ich kann mich gut in sie hineinversetzen und ihren Gedanken folgen.
Auch mit den meisten anderen Protagonisten bin ich schnell warm geworden. Mit der Pferdewirtin Rosi de Buhr habe ich mich allerdings sehr schwer getan.
Barbara Wendelken erzählt ihre Geschichte in zwei Zeitzonen und aus verschiedenen Perspektiven. Einmal fühle ich mich zurückversetzt ins Jahr 1997 zu dem Leben vor und nach dem Brand, der Melody damals ihr Zuhause nahm und ihr Leben verändert. Ich lese von den Ermittlungen, die damals stattgefunden haben, die aber ohne Täter abgeschlossen wurden.
20 Jahre später öffnen Renke und Nola die Akte von damals wieder, denn der heutige Brand scheint mit dem von damals in Verbindung zu stehen.
Die Frage nach der Schuld und auch nach dem Warum zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte. Bei beiden Fragen muss ich auf die Antworten aber warten bis kurz vor Schluss. Die Spannung baut sich ganz langsam auf, bleibt hier und da unterschwellig stehen, und hält ihr hohes Niveau bis zum Schluss, der mich sprachlos und erschüttert zurück lässt.
Es hat auch diesmal wieder viel Spaß gemacht mitzurätseln. Ich war hier und da nahe dran, habe mich aber wieder auf eine falsche Fährte führen lassen. Dass gelingt der Autorin richtig gut.
Neben den Ermittlungen spielt auch das Privatleben der beiden Ermittler Nola und Renke wieder eine Rolle. Aber anscheinend können die Beiden nicht mit-, aber auch nicht ohne einander. Es ist zum Verzweifeln.
Auch mit Conrad Landau gibt es ein Wiedersehen, was allerdings auch nicht gut ausgeht. Aber auch da wird nicht mehr verraten.
Eine von Anfang bis zum Ende spannende und interessante Geschichte mit einigen Nebenschauplätzen, die ich sehr gerne gelesen habe. Ich bin gespannt, wie es mit Nola und Renke und der Kripo Leer weitergeht.
Rezensionen von mamaofhannah07:
Fernweh und ein Auf und Ab der Liebe
Nur wer die Hölle kennt von Barbara Wendelken
Zeilen ans Meer von Sarah Fischer erschienen im Bastei Lübbe Verlag
Das Buch beginnt mit einem Brief an den Ozean, verpackt in einer Flaschenpost, abgegeben an das Meer in Perth am 18. August 1999. Zeilen der 19jährigen Lena, die in Australien zu sich selbst gefunden hat. Zeilen, die von Liebe und Träumen zu diesem Kontinent zeugen, voller Hoffnung und Glück.
Zeilen, die nach Verrücktheit und Lebensmut klingen. 15 Jahre lang wartet diese Nachricht auf Sam, der sie 2015 am Strand von Sydney findet und Lena mit einem Brief antwortet. Träume und was davon übrig geblieben ist, wandern per Post um die halbe Welt. Von Deutschland nach Australien, von Australien nach Deutschland. Was kann passieren, wenn das Schicksal seine Finger im Spiel hat? Kann aus einer Brieffreundschaft Verliebtheit, ja sogar Liebe werden? Kann eine Begegnung mit einem Fremden dem Leben eine neue Richtung geben? Vertrautheit über eine solch große Distanz, unfassbar! Doch die beiden sind etwas besonderes, sie sind Lena und Sam...
Oh mein Gott! Dieses Buch, Sams und Lenas Briefe und Botschaften sind mit Abstand das Romantischste, was ich je gelesen habe. Die Intensität der Charktere und des Gesagten steigern sich mit jedem Schriftstück. Höhen und Tiefen des Lebens und eine mögliche Freundschaft oder gar Beziehung werden ausgelotet. Über Turbulenzen hinweg wird das Leben der beiden Weggefährten heftig dureinander gewirbelt. Dabei kann Lena die Spuren, die diese vergangenen 15 Jahre hinterlassen haben, nicht einfach fortwischen. Die Hauptfigur, Lena gibt dem Leser die Möglichkeit, sich selbst zu erkennen und ihr dabei ganz nah zu sein. Im Alltag verloren, von Pflichten überrollt, alle Träume tief vergraben, aufgegeben für die Ansprüche der anderen. Da tritt unerwartet Sam in ihr Leben. Selbst er, der sonnenverwöhnte Surfer, versucht die Schattenseiten der Vergangenheit auszublenden. Gemeinsam geben sie sich Halt und Mut, kleine Fluchten sowie Hoffnung auf eine glückliche Zukunft. Es entstehen wunderbar, fast poetische Zeilen, die Sarah Fischer in einen einfühlsamen, gegenwärtigen Roman verewigt hat. Die Autorin erzählt in klarer, warmherziger Weise und lässt auch die schweren Momente nicht außen vor. Die Autorin bindet Glück und Trauer, Verlust und Zuversicht fest zusammen, dass es beinnahe wehtut. Dabei kommt eine Prise Fernweh auf. Die Bilder Australiens, Münchens und Frankreichs ziehen so eindeutig vor dem inneren Auge vorbei, als wäre man mit Sam am Strand oder mit Lena am Eisbach. Sarah Fischer spart nicht mit detailreichen, ausschmückenden Beschreibungen der sehnsuchtsvollen Örtlichkeiten.
Das i-Tüpfelchen dieser romantischen Geschichte sind die Buchempfehlungen, die im Briefwechsel ausgetauscht werden. Danke für die Anregungen und Erinnerungen, die hier als Appetithäppchen dienen.
Fazit: Der Aufbau in Briefform funktioniert hier sehr gut. Die Dynamik steigert sich mit jedem Brief. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und hätte gern noch weitere Episoden mit Sam und Lena erlebt. Ich vergebe eine unbedingte Leseemmpfehlung für diesen Balanceakt zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, diesen einfühlsamen, lebendigen Roman, diese einmalige, bezaubernde und zeitgenössische Liebesgeschichte, die lange nachklingt und eine unspezifische Sehnsucht zurücklässt. Übrig bleibt ein Gedanke über die eigenen verpassten Chancen und die Möglichkeiten, die da vielleicht noch lauern...
Rezensionen von Lesestern:
Ein Atemzug - und die Welt gerät aus den Fugen
Nur wer die Hölle kennt von Barbara Wendelken
" Im Schatten der Vergangenheit" von Elisabeth Büchle ist ein hochbrisantes und spannendes Lesevergnügen mit Tiefgang.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die Leistungssportlerin und Protagonistin Hanna Jameson, die nach einem kurzen Erholungstrip vor einem verlassenen Zuhause steht.
Was ist passiert und wo ist ihre Familie?
Ein Albtraum beginnt und Hanna steckt mittendrin in einem
gefährlichen Roadtrip auf Leben und Tod.
Ihr bisheriges Leben wird erschüttert und die Frage nach ihrer wahren Identität wird aufgeworfen.
Elisabeth Büchle spannt einen großen Bogen in die Vergangenheit der Familie Jameson.
Die Handlung des Romans spielt parallel sowohl in Deutschland wie in Amerika.
Man begibt sich zusammen mit Hanna auf Spurensuche, durchlebt gefährliche Situationen und gibt sich Verdachtsmomenten hin.
Dabei erfährt man nach und nach wie alles zusammenhängt und wird doch immer wieder überrascht.
Nichts ist vorhersehbar, immer wieder gibt es neue Spuren. Man ist mittendrin in der Geschichte, lernt auch die anderen vielschichtigen Charaktere, deren Umfeld und Vergangenheit kennen und fiebert mit bis zum Ende.
Probleme wie Rassendiskriminierung werden uns erschreckend nahe gebracht und konfrontieren uns mit der Tatsache wie totgeglaubte Ideologien und deren Ausläufer auch heute noch in unsere Gegenwart hineinwirken.
Trotz brisanter Thematik gibt es jede Menge Emotionen in dieser spannungsgeladenen Familiengeschichte.
Und bei alldem stellt sich immer wieder die Frage: wem kann man noch trauen?
Der Schreibstil ist flüssig und zieht einem geradezu ins Geschehen. Die genauen und wunderbaren Natur- und Ortsbeschreibungen sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre, erhöhen die Spannung und visualisieren die beschriebene Situation beim Lesen.
Fazit: Ein spannendes unterhaltsames und zugleich aktuelles Lesevergnügen mit vielschichtigen faszinierenden Charakteren getragen von Glaube, Liebe, Mut und Vertrauen.
Unbedingte Leseempfehlung!
Rezensionen von dorli:
Die Blutchronik
Die Blutchronik von Liliana Le Hingrat
Edirne, Osmanisches Reich im Mai 1448. Vlad Draculea – seit mehreren Jahren gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Radu in osmanischer Geiselhaft – wird von Sultan Murad entlassen und zum Fürsten der Walachei ernannt. Der 18-jährige Vlad fiebert der Rückeroberung des walachischen Throns entgegen, endlich kann er den Tod seines Vaters rächen.
Und damit beginnt sich das Karussell aus grausamen und blutigen Machtkämpfen zu drehen…
In ihrem historischen Roman „Die Blutchronik“ entführt Liliana Le Hingrat den Leser in das 15. Jahrhundert nach Südosteuropa und erzählt die Geschichte des walachischen Fürsten Vlad III. Draculea.
„Die Blutchronik“ ist die Fortsetzung von Liliana Le Hingrats Debütroman „Das dunkle Herz der Welt“ – obwohl die Kenntnis des ersten Bandes nicht unbedingt vonnöten ist, halte ich es für ratsam, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da das Wissen über die vorherigen Ereignisse den weiteren Lebensweg Vlads verständlicher und nachvollziehbarer macht.
Liliana Le Hingrat erzählt in diesem Roman nicht nur die Lebensgeschichte des Vlad Draculeas, sondern nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die südosteuropäische Historie. Die Autorin hat dafür die historischen Ereignisse in der Region zwischen Mai 1448 und Dezember 1476 mit einer spannenden fiktiven Geschichte verknüpft und so ein vielschichtiges und glaubwürdiges Bild von Ort und Zeit gezeichnet.
Schnell ist man mittendrin im Geschehen und wird mit einer Welt aus Machtgier, Intrigen, Verrat und Mord konfrontiert. Man merkt dem Roman auf jeder Seite an, dass Liliana Le Hingrat sehr intensiv recherchiert hat. Viele Fakten, die - wie die Autorin in ihrem Nachwort erläutert - durch eigene Interpretationen ergänzt wurden, lassen die politische Situation und das Gerangel um den Thron der Walachei, mit all der Brutalität und Grausamkeit, wie sie in der damaligen Zeit üblich war, vor den Augen des Lesers lebendig werden. Neben den ganzen kriegerischen Handlungen beleuchtet Liliana Le Hingrat aber auch das persönliche Umfeld Vlad Draculeas und zeigt den Fürsten als Ehemann und Vater.
„Die Blutchronik“ hat mir sehr gut gefallen – auch wenn das Ringen um die Macht und die ganzen Kriegswirren nicht immer leicht zu durchschauen waren, war es sehr interessant, das vielfältige Miteinander und Gegeneinander der Akteure zu beobachten und damit einen Einblick in die Geschichte Südosteuropas zu bekommen.








