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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

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Traurig, mutig und hoffnungsvoll

Der blaue Stein von Jimmy Liao

Dieses Buch hat mich auf den ersten Blick interessiert und es hat mir sehr gut gefallen. Einerseits haben mir die wunderschönen Zeichnungen gut gefallen, aber auch die kurzen Texte. Interessant fand ich die Sprünge in den Erzählungen, die meiner Meinung nach manchmal so wirken als hätte man etwas weggelassen.

Das kann natürlich daran liegen, dass der taiwansische Autor anders denkt und schreibt als wir es hier in Deutschland oder Europa tun würden. Oder an der Übersetzung. Oder es soll einfach so sein, damit Raum für Interpretationen bleibt. Ich war zuerst etwas irritiert, aber dann hat mir genau das gut gefallen. Denn so konnte ich mir selbst meine eigenen Gedanken machen und das Buch auf mir wirken lassen. Obwohl es so kurz ist, hat es mich sehr berührt. Es ist traurig und mutig zugleich und auch hoffnungsvoll! Kennt man die Geschichte dahinter, dass Autor Jimmy Liao das Buch schrieb, als er sehr krank war und seiner Familie ein Abschiedsgeschenk machen sollte, kann man die Traurigkeit, die Düsternis, aber zugleich auch die Hoffnung, die Liebe und die Freude verstehen. Ein wunderbares Werk – so dass es mich nicht wundert, dass Jimmy Liao damit bekannt und beliebt wurde. Berührend, nachdrücklich, eindringlich und mit einem wunderbaren Silberstreif am Horizont.

Ich bin froh, dass ich mit diesem Buch von ihm angefangen habe, denn nun freue ich mich umso mehr auf die anderen beiden Bücher, die ich noch von Jimmy Liao habe und bisher noch nicht gelesen habe. Ich werde „Der blaue Stein“ in Ehren halten und ihm ein besonderes Plätzchen in meinem Regal suchen.

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Traurig, mutig und hoffnungsvoll

Rezensionen von Streiflicht:

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Eine gute Anleitung

Bloggen for beginners von Tony Thiele

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil das Thema Bloggen für mich sowohl privat als auch beruflich immer interessanter wird, ich aber bisher keine wirkliche Ahnung davon habe. Ehrfürchtig stand ich vor diesem Thema und nun bin ich durch dieses kleine Büchlein ein bisschen schlauer. Aus meiner Sicht hätte es gerne etwas umfangreicher sein dürfen, denn so bietet es tatsächlich nur einen ersten Einblick und einige Praxisbeispiele.

Gerne hätte ich da etwas mehr Infos und Input gehabt.
Gut gefallen hat mir die Liste mit den wichtigen Begriffen, die man kennen sollte, da sie in diesem Bereich sehr wichtig sind und von den Experten wie selbstverständlich gebraucht werden. Auch die Beispiele fand ich gut, denn hier kann man gucken, was einem gefällt und was nicht, was man wie machen kann oder soll.
Ein tolles Buch für Einsteiger und absolute Beginner.

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Eine gute Anleitung

Rezensionen von Petra Sch.:

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Düster, spannend, grausam... wieder ein harter Fall für die Krähe!

Lautlose Schreie von Leo Born

Kurz zum Inhalt:
In einem Vorort von Frankfurt werden auf einem Feld die nur spärlich verbuddelten Leichen von sieben Kindern gefunden.
Die Ermittlerin Mara Billinsky, die mit ihrer optisch etwas anderen Erscheinung - Piercings, Tattoos und in schwarzer Kleidung - polarisiert und ihr Kollege Jan Rosen müssen mühsam vielen verschiedenen Spuren nachgehen, jedoch rinnt ihnen der Fall immer wieder aus den Händen.

Bis sie einer grausamen Organisation auf die Spur kommen...


Meine Meinung:
"Blinde Rache" ist der zweite Teil der Reihe um Mara Billinsky. Der Roman ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle wichtigen Informationen aus dem Vorgänger-Band sind geschickt im Geschehen integriert. Man trifft alle alten Bekannten wieder und ist sofort wieder mitten drin im Geschehen Frankfurts!
Die Schreibweise von Leo Born ist flüssig und schnell zu lesen, auch aufgrund der kurzen Kapiteln und der Cliffhanger am Ende.
In jedem Kapitel gibt es einen Sprung zu einer anderen Szene, die sich erst im Verlaufe des Buches nach und nach zu einem Ganzen zusammensetzen.

Mara Billinsky ist wieder typisch sie - sie will den Fall auf alle Fälle auflösen, und geht dabei auch über Anweisungen ihres Chefs und des neuen Staatsanwalts hinweg. Sie setzt sich durch, und ich mag, dass sie weiter und weiter ermittelt, auch wenn ihr Steine in den Weg gelegt werden, weil sie einfach Gerechtigkeit für die Toten will.
Ich war positiv überrascht, dass ihr ihr Chef Rainer Klimmt, der sie Anfangs immer noch nicht ganz ernst nimmt, sie und ihre Art, ihre Arbeit, gegen Ende endlich wertschätzt. Auch ihrem Vater Edgar Billinsky kommt sie in kleinsten Schritten näher heran.
Mara ist lebendig, man fiebert mit ihr mit, und auch die Familienzwistigkeiten sind authentisch. Sehr traurig ist natürlich Maras Geschichte; ihre Mutter wurde ermordet, als sie noch ein Kind war, und seitdem ist sie quasi auf der Suche nach deren Mörder. Ich hoffe sehr, dass hierzu im nächsten Band etwas mehr Licht ins Dunkel kommt...
Auch Jan Rosen hat sich stark entwickelt und kommt in "Lautlose Schreie" stärker zur Geltung.

Leo Born hat es super geschafft, mich mit Plot und Auflösung dieses Thrillers sehr zufrieden zu stellen. Ich finde es toll und überzeugend, wenn eine Auflösung lebensnah und authentisch ist.

Das Cover passt perfekt zum 1.Teil - es befindet sich wieder die Krähe (Mara's Spitzname im Kommissariat) darauf, und die beiden Farben sind gegenverkehrt zum Vorgängerband.
Es lässt sich somit eindeutig der Mara-Billinsky-Reihe zuordnen, was mir sehr gut gefällt.


Fazit:
Grandiose Fortsetzung der Reihe - konstant hoher Spannungsbogen, authentischer Plot, realistische Auflösung. 5 verdiente Sterne von mir!!

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Düster, spannend, grausam... wieder ein harter Fall für die Krähe!

Rezensionen von C. P.:

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Abenteuer und Intrigen in Vergangenheit und Zukunft

Das Zeitenmedaillon - Die Seherin von Tanja Neise

Die 20-jährige Amélie erbt von ihrer Mutter ein Zeitreisemedaillon. Dieses ermöglicht, durch die Zeit zu reisen, um sein eigenes Glück zu finden oder einem anderen Zeitreisenden zu helfen. Dass das Medaillon dabei einige Umwege wählt, muss Amélie schon bald feststellen. Als es sie aus dem Jahr 1805 stammend ins ferne 1473 verschlägt wird sie vom Dänen Holmger aus den Händen ihrer Entführer befreit und reist mit seinen Leuten ans dänische Schloss.

Dort gerät Holmger in eine tödliche Intrige. Kann Amélie, welche ihr Herz bereits an den blonden Dänen verloren hat, ihn mit Hilfe ihres Medaillons retten?
Ich muss gestehen, Romane mit Gegenständen, die einen durch die Zeit reisen lassen, ziehen mich wie magisch an. Deswegen war ich neugierig, was Tanja Neise wohl Schönes erdacht hat, zumal ich ihren ersten Zeitenmedaillon-Roman noch nicht kenne. Ihr Schreibstil ist wirklich angenehm und leicht zu lesen. Amélie ist anfangs eine junge Frau, welche noch nie in Kontakt mit dem Bösen geriet und muss sich notgedrungen schnell zurecht finden in Zeiten, in denen Frauen noch weniger Rechte haben als in ihrer eigenen Epoche. Ist sie anfangs noch etwas leichtgläubig, entwickelt sie sich jedoch im Laufe des Romans zu einer willensstarken Person an Holmgers Seite. Sehr schön war übrigens, wie die beiden zueinander fanden. Da musste sich Holmger schon was einfallen lassen. Jedoch wurde es nie kitschig, was ja einige Leute bei Fantasyromanen abschreckt. Im Gegenteil, es passte alles recht gut und Amélie gerät mehrfach in gefährliche Situationen. Wobei sie oftmals in ihren Träumen vor bevorstehenden Gefahren gewarnt wird. Auch die Zeitsprünge sind gut gewählt, nicht nur in die Vergangenheit sondern auch in ihre Zukunft. Da gefiel mir, wie Tanja Neise unsere Welt durch Amélies Augen beschrieb. Wobei das Medaillon seinen eigenen Kopf zu haben scheint und Amélie nicht immer Einfluss auf das Ziel ihrer Zeitsprünge hatte sondern das Medaillon sie auch mal in eine Zeit schickte, wo Amélie auf bestimmte Informationen stoßen sollte.
Ein sehr schöner und unterhaltsamer Zeitreiseroman mit einer Protagonistin, die sich zu einer starken Frau entwickelt und ihren Mann aus den Fängen einer gefährlichen Intrige am königlichen Hof befreit.

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Abenteuer und Intrigen in Vergangenheit und Zukunft

Rezensionen von yellowdog:

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Nicht das Spektakel ist das Spektakel

Meine Zeit mit Eleanor von Amy Bloom

Ein Buch über die Freundschaft einer Reporterin zur First Lady, Eleanor Roosevelt.
Der Roman hat einen burschikosen Erzählton, da die Erzählstimme so angelegt und stimmig ist. Ich empfinde das als glaubwürdig für diese fast schon historisch wirkende Handlung.
Neben dem mit Eleanor Roosevelt und Lorena „Hick“ Hickok angelegtem Basis-Plot, gibt es viel Rückschau auf Kindheit und Leben der Reporterin.

Was Hick in ihrer Kindheit ertragen musste, ist bedrückend.
Durch die Rückblenden versteht man schließlich, wie Hick die selbstbewusste Persönlichkeit wurde, die ihren Erfolg begründete.
Eleanor und Hick haben einen tiefe Beziehung. Mir war das bisher unbekannt.
Vieles fand ich interessant, besonders die Passagen im weißen Haus, aber streckenweise war es nicht besonders spannend und ich habe nicht das Gefühl, das man diesen Roman unbedingt lesen muss.

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Nicht das Spektakel ist das Spektakel

Rezensionen von thora01:

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Spannender Fantasyroman

Meine Zeit mit Eleanor von Amy Bloom

Inhalt/Klappentext:
Als die Skar kamen, nahmen sie den Menschen alles. Seither ist die Erde von Sand bedeckt und Wasser schwer zu finden. Ashara, Wolkenstürmerin und somit Gebieterin über den Wind, kämpft jeden Tag ums Überleben. Auf der Flucht vor den Skar, die es auf Elementwandler wie sie abgesehen haben, läuft Ashara dem unnahbaren Kiyan in die Arme.

Trotz anfänglichen Misstrauens kommen sich die beiden näher und Ashara erkennt, dass Kiyan der Retter der Menschheit sein könnte. Denn die Tyrannen haben einen Fehler begangen. Einen Fehler, durch den sie sich ihren größten Feind selbst schufen. Als Kiyan in die Fänge der Skar gerät, muss Ashara handeln. Ist sie bereit, die zerstörerische Kraft des Sturms in sich zu entfesseln, um Kiyan zu befreien und die Skar zu besiegen?
(Quelle: Arena)

Meine Meinung:
Sehr schöner und spannender Fantasyroman. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und ich konnte mich sofort in die Geschichte hineinfallen lassen. Die sehr detailierte und genaue Beschreibung der Handlungsschauplätze machte es mir sehr leicht in die Welt von Windborn einzutauchen. Die Protagonisten fand ich sehr sympathisch und besonders. Ashara hat mich von der ersten Zeile weg von sich überzeugen können. Sie ist eine sehr mutige und kämpferische junge Frau, die sich von nichts und niemanden aufhalten lässt. Sie muss im Verlauf der Story einiges einstecken und kommt gestärkt aus diesen Situationen heraus. Kiyan sah ich zu Beginn etwas kritisch. Er war für mich ein wenig zu glatt und konnte seine Persönlichkeit nicht unbedingt positiv zeigen. Erst im Verlauf der Geschichte legte er seine unnahbare Maske ab und wir konnten seine wahren Beweggründe erfahren. Die Geschichte ist von Beginn an spannend und mit Überraschungen gespickt. Der Mittelteil war zwar sehr interessant aber er konnte mich einfach nicht genauso in den Bann ziehen wie das erste und letzte Drittel des Buches. Gegen Schluss wurde es immer spannender und actionreicher. Der Show down war für mich genau richtig. Er brachte viele Erkenntnisse und hat fast alle Fragen beantwortet.

Mein Fazit:
Toller Fantasyroman. Die Geschichte konnte mich sofort in den Bann ziehen.

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Nicht das Spektakel ist das Spektakel

Rezensionen von dorli:

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Am Ende nur ein kalter Hauch

Am Ende nur ein kalter Hauch von Lena Avanzini

Carla Bukowski, Gruppeninspektorin beim LKA Wien, steckt mitten in einem Mordfall mit einer Leiche, die dem Aussehen nach ihre Doppelgängerin hätte sein können, als sie die Nachricht vom Tod ihrer geliebten Großmutter Rosalba erhält. Auch wenn Carla eigentlich nicht der Sinn nach einem Zusammentreffen mit ihrer leidigen Verwandtschaft steht, fährt die Ermittlerin unverzüglich in ihr Heimatdorf Prumbach.

Als sie sich zwei Tage später auf dem Rückweg nach Wien befindet, erreicht sie ein Anruf ihres Bruders Sebastian – er bittet Carla um Hilfe, denn sein 20-jähriger Sohn Daniel wurde entführt…

„Am Ende nur ein kalter Hauch“ ist bereits der dritte Fall für Carla Bukowski - dieser Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorhergehenden Bände bestens verständlich.

Lena Avanzini versteht es ganz ausgezeichnet, den Leser in den Bann ihres Kriminalromans zu ziehen. Schnell ist man mittendrin im Geschehen und erlebt nicht nur Carlas Ermittlungen hautnah mit, sondern erfährt zudem in mehreren Rückblenden einiges aus ihrer Vergangenheit - dramatische Ereignisse, die während ihrer Teenagerzeit stattgefunden haben und die in dem aktuellen Fall eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

Falsche Fährten, mehrere Verdächtige sowie immer neue Hinweise, Indizien und Ereignisse halten das Geschehen lebendig und haben mir genauso wie die zahlreichen im Handlungsverlauf auftauchenden Fragen viel Platz zum Miträtseln und Mitgrübeln über Motiv und Identität des Täters gegeben. Überraschungen und Wendungen sorgen zudem dafür, dass die Sogwirkung des Krimis bis zur letzten Seite nicht abreißt.

„Am Ende nur ein kalter Hauch“ hat mir sehr gut gefallen – ein kurzweiliger Krimi, der neben einer fesselnden Handlung ganz besonders mit einer eigenwilligen Ermittlerin punkten kann.

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Am Ende nur ein kalter Hauch

Rezensionen von Pink Anemone:

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Eines jener Bücher in das man ein- und nie wieder auftauchen möchte und einem lange in Erinnerung bleibt. Eine wahre Wohlfühl-Dystopie.

Der Wal und das Ende der Welt von Ironmonger John

Erst wird ein junger Mann angespült, und dann strandet der Wal. Die dreihundertsieben Bewohner des Fischerdorfs St. Piran spüren sofort: Hier beginnt etwas Sonderbares. Doch keiner ahnt, wie existentiell ihre Gemeinschaft bedroht ist. So wie das ganze Land. Und vielleicht die ganze Welt. Weil alles mit allem zusammenhängt.

John Ironmonger erzählt eine mitreißende Geschichte über das, was uns als Menschheit zusammenhält. Und stellt die wichtigen Fragen: Wissen wir genug über die Welt, in der wir leben? Was brauchen wir, um uns aufgehoben zu fühlen? Und was würdest du tun, wenn alles auf dem Spiel steht? ... (Klappentext)

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"Am blassgrauen Himmel über Piran Head flogen an diesem Tag keine Flugzeuge. Auf dem Wasser waren keine großen Schiffe zu sehen. Keine Wanderer kamen über die Klippenwege. Kein Fahrzeug fuhr auf der Straße. Kein Strom floss durch die Kabel, kein Wasser durch die Leitungen. Die Radiosender sendeten keine Musik. Als die Dorfbewohner an diesem trüben Oktobertag erwachten, hörten sie nur das Schreien der Möwen, das Pfeifen des kalten Nordwindes und das Läuten zweier Kirchenglocken."
(S. 347)

Was war zuerst da - der Wal oder der angspülte nackte Mann?
In dem kleinen Fischerdorf St. Piran an der Küste Cornwalls geschahen zwei besondere Ereignisse an einem Tag und innerhalb weniger Minuten. Es wurde ein Wal ganz nah an der Küste gesichtet und es wurde ein Mann an den Strand gespült. Zwei Ereignisse und beide führten dazu, dass in diesem kleinen Dorf ab diesem Zeitpunkt nichts mehr ist wie es einmal war.

Wie Joe wird man in St. Piran angespült. Es ist ein malerisches Dörfchen, von der Außenwelt nahezu abgeschnitten und mit gerade mal 300 Einwohnern. St. Piran wimmelt nur so von skurrilen aber äußerst liebevollen Figuren und jeden einzelnen schließt man sofort ins Herz. Jeder hat seine Eigenheiten, jeder seine kleine Geschichte und jeder seinen Grund in diesem kleinen Fischerdörfchen zu bleiben, anstatt in eine der größeren Städte zu ziehen. Dann ist da nun auch Joe, der ihnen im wahrsten Sinne vor die Füße gespült wurde und das kleine Dörchen somit in Aufruhr versetzt.
Joe ist, bzw. war, Börsenanalytiker einer Bank und sorgte mit seiner letzten Analyse in seiner Abteilung für einen Supergau. Er flüchtete und gelangte so auf sehr spektakuläre Weise nach St. Piran.
Im Verlauf erfahren wir, in Form von Rückblenden, was sich ereignete, was für ein Typ Joe vorher war und erhalten auch Einblicke was passiert, wenn nur ein Zähnchen im großen Zahnrad des Systems abbricht und somit unweigerlich zum Kollaps führt - ein wahrer Schmetterlingseffekt, der zu Krieg, Hunger, Pandemien und so zum Ende der Zivilisation und somit auch der Menschlichkeit führt. Doch dies scheint diesmal nicht nur bloße Theorie zu sein und im Verlauf spitzt sich die Lage zu und macht auch vor dem abgelegenem Dörfchen St. Piran nicht Halt.

"Ein Mann in Irland klagte: >>Das schwarze Zeug ist alle.<<
>>Das Öl?<<, fragte Peter.
>> Kein Öl, du Pfeife. Guinness!<<"
(S. 338)

Es ist schwer dieses Buch in ein Genre einzuordnen. Es ist nicht nur ein Roman und nicht nur eine Dystopie.
In den mir bekannten Dystopien liegt die Welt bereits in Trümmern - hier ist man jedoch dabei wie alles seinen Anfang nimmt.
In den anderen Dystopien kämpft jeder gegen jeden, jeder konzentriert sich auf sein eigenes Überleben - hier sieht man wie es laufen könnte, wenn man sich die Menschlichkeit bewahrt und zusammenhält.
Und in anderen Dystopien läuft man durch ein Setting aus zerstörten Gebäuden mit beklemmender Atmosphäre, doch hier befindet man sich in einem malerischen Fischerdörfchen, mit weichem Sand unter den Füßen, weiß getünchten Häusern im Rücken und blickt auf das tiefblaue Meer.
Und dann ist da natürlich der Wal, der sich nah an der Küste aufhält und seine Fontäne in den regenverhangenen Himmel bläst. Dieser hat seine ganz eigene Aufgabe in diesem Roman.

Der Schreibstil ist klar und flüssig, mit ruhigen Tönen, wunderschönen Naturbeschreibungen und Wohlfühlatmosphäre. Das mag nun etwas kurios klingen, da es sich hier um ein beginnendes Endzeitszenario handelt, doch in diesem dystopischen Roman sind vor allem Zusammenhalt, Hoffnung und der Erhalt der Menschlichkeit die großen Themen. Hier entwickeln sich die Charaktere, ohne sich selbst zu verlieren.

">>Es gibt ein paar Dinge, auf die wir uns immer verlassen können, Joe.
Die Sonne wird morgen aufgehen. Wir sind alle sterblich. Und es wird immer Gesetze geben, die es zu befolgen gilt.<<"
(S. 299)

Man fühlt sich in diesem Roman/in dieser Dystopie so unheimlich wohl, spürt jedoch auch gleichzeitig die drohende Gefahr, welche in immer größer werdenden Schritten auf einen zukommt ... und trotzdem würde man nicht weg wollen, genau so wie die Bewohner von St. Piran auch.

Fazit:
Dieser dystopische Roman ist bedrückend, regt zum Nachdenken an und ist zugleich wunderschön und voller Hoffnung - quasi eine Wohlfühl-Dystopie.
Ich habe gelacht, ich habe auch das ein oder andere Tränchen verdrückt, habe mich nur zu gerne in diesem Fischerdörfchen aufgehalten und selbst ich Misanthropin, habe so ein kleines bisschen den Glauben an die Menschheit gewonnen.
Es ist eines jener Bücher, in das man ein- und nie wieder auftauchen möchte und welches einem lange in Erinnerung bleibt. Ein Lesehighlight sondergleichen!

© Pink Anemone (inkl. Leseprobe, Bilder, Rezept zum Buch und Autoren-Info)

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Eines jener Bücher in das man ein- und nie wieder auftauchen möchte und einem lange in Erinnerung bleibt. Eine wahre Wohlfühl-Dystopie.

Rezensionen von DOS_GARDENIAS:

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Ausgesprochen rührend

Drachenläufer von Khaled Hosseini

Khaled Hosseini gibt spannende Einblicke in das einstige und heutige Afghanistan. Eine eindringliche Geschichte übers Erwachsenwerden, über Freundschaft und Reue. Das Buch ist meiner Meinung nach noch schwerer zu verdauen als der Film. Das kann niemanden kalt lassen.

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Ausgesprochen rührend

Rezensionen von StefanieFreigericht:

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„…manchmal ist die Übertreibung näher an der Wirklichkeit als die Wahrheit.“

Der Wal und das Ende der Welt von John Ironmonger

„…manchmal ist die Übertreibung näher an der Wirklichkeit als die Wahrheit.“ S. 10

St. Piran an der Küste Cornwall ist mehr Dörfchen als Dorf, kaum jemand verirrt sich hierher. Doch an einem Tag wurden aus den 307 Einwohnern 308 Einwohner, es war im Oktober oder September, an einem Mittwoch oder Donnerstag, als einige der Einwohner am Strand einen Wal sichteten und den nackten Mann fanden.

Der Teenager Charity Cloke war dabei mit ihrem Hund und der Strandgutsammler Kenny Kennet, und der am Strand gefundene Mann namens Joe änderte schon vom ersten Moment an etwas im Ort.

Doch Joe ist derjenige, dessen Namen sie aus einem Hut gezogen haben bei der Investmentbank, für die er arbeitete. Und jetzt ist er da und wird ein Versprechen erfüllen, das er gegeben hat.

Okay, das hier ist so einiges: Gesellschaftskritik (Leerverkäufe, sinnentleerte Jobs, Just-in-time-Produktion), Dystopie für diejenigen, die sonst nie Dystopien lesen, Märchen, philosophische Diskussion, Liebesgeschichte. Das ist leicht zu lesen, der Ton ist ähnlich wie bei Lekys „Was man von hier aus sehen kann“ oder der Film „Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam“ (bei der Frage nach Cappuccino dachte ich noch an „Und täglich grüßt das Murmeltier“). Alles ist etwas skurill, mit vielen kauzigen Charakteren. Die Zeitebenen wechseln, da ist das „Jetzt“, dann kurze Rückblicke in Joes hektisches Leben als Analytiker einer Investmentbank, gut durch den Stil verdeutlicht, weitere Rückblenden zu Joes Jugend, kurze Sprünge in die Zukunft, zu dem Fest, in dem man sich ans Jetzt erinnert. Das alles sehr geschickt, man bekommt das gut mit, die Ebenen entwickeln sich aufeinander zu; auch die riesige Personenzahl bekommt man überraschend gut hin.

Was so ein bisschen, hm, zweischneidig ist: das gleitet ganz schon ins Gefühlvolle auf den letzten Seiten, mit Weihnachtsliedern, großem Dorffest, Überraschungsbesuchern und sehr viel Zucker, äh, Tran. Das ging gerade noch so, weil der Rest so schön ist und weil ich genau der „Nicht-Dystopie-Leser“ bin, zu düster. Tut mir leid, düster im Hier und Jetzt vertrage ich, eine düstere Zukunft nicht. Das ist sicher auch ein perfektes Buch zum Verschenken, passend vor allem für Weihnachten, auch hören würde ich das gerne. Leicht, ohne belanglos zu sein.

5 Sterne.

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