Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
GUte Krimi-Unterhaltung
Ins Watt gebissen von Regine Kölpin
Als im Nachbarhaus eine Familie mit fünf Kindern einzieht, ist der wortkarge Müller Ino Tjarks so richtig sauer. Statt heiliger Ruhe, toben Tertius und Quartus rund um Inos Haus herum und stolpern über eine Leiche.
Kurdirektor Alois Winterscheid wird ausgerechnet hinter dem Haus von Ino Tjarks, dem größten Gegner seiner hochfliegenden Ausbaupläne, ermordet aufgefunden.
Die Ermittler schießen sich recht schnell auf Ino ein, der mit seiner Abneigung Alois gegenüber auch gar nicht hinter dem Berg hält. Als Inos Verhaftung im Raum steht, beschließen Gerda und Theda, die eine Haushälterin bei Ino, die andere Bäckerin im Dorf, die Sache in ihre eigenen Hände zu nehmen.
Die neugierigen Damen entdecken, dass es noch andere gibt, die auf Alois nicht gut zu sprechen waren…
Meine Meinung:
Dieser Krimi liest sich leicht und locker. Die humorvolle Komponente lässt dieses Buch das Richtige für den Strandkorb sein.
Herrlich sind die schrulligen Dorfbewohner. Da ist zum eine Ino selbst, der Neuerungen so gar nicht mag. Wenn es nach Alois‘ Willen gegangen wäre, so hätte er für dämliche Touristen Korn zu Mehl mahlen sollen. Geht doch gar nicht, oder?
Und Gerda, die sich als „Facility Managerin“ samt selbst gebastelten Ausweis vorstellt und die friesische Ausgabe von Miss Marple mimt. Immerhin hat sie ja alle Krimis von Agatha Christie gelesen.
Genial die Familie von Tertius und Quartus mit ihrem Latein-Fimmel und der römischen Nummerierung ihrer Kinder.
Überhaupt, das ganze Dorf hält in einer Sache zusammen: Man braucht den Bullen nicht immer alles sagen.
Fazit:
Der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, die mit Witz und schrulligen Personen punktet. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
Rezensionen von PFIFF:
Krimi im Drogenmilieu
Die ewigen Toten von Simon Beckett
Im Norden Londons soll ein altes Krankenhaus abgerissen werden. Naturschützer haben aber dort eine seltene Fledermausart entdeckt. Bei näherer Durchsuchung wird eine mumifizierte, menschliche Leiche gefunden.
Jetzt werden Gerichtsmediziner und Polizei dazu gerufen. Der Abrissbeauftragte ist verzweifelt.
Ihm läuft die Zeit davon und damit auch sein Budget.
Als ein Gerichtsmediziner durch eine brüchige Decke stürzt, werden noch zwei eingemauerte Leichen gefunden. Leichenspürhunde sollen nun nach weiteren Toten suchen.
Im abbruchreifen Gebäude hatten sich Junkies getroffen. Also wird vermutet, dass es sich um Drogentote handelt. Doch genauer Untersuchungen bringen grausame Details ans Licht.
Unglaublich spannend, gruselig und großartig geschrieben.
Rezensionen von PFIFF:
Mittelmeerreise des 16-jährigen Autors mit einem Frachter
Die Mittelmeerreise von Hanns-Josef Ortheil
Der Autor unternahm mit 16 Jahren mit seinem Vater eine Mittelmeerreise auf einem Frachtschiff. Die Reise startete in Antwerpen und endete in Istanbul.
Für den jungen Ortheil war es ein prägendes Erlebnis. Er führte ein Reisetagebuch, so wie sein Vater und schrieb jetzt seine Erlebnisse nieder, seine Erfahrungen mit den Crewmitgliedern, eine Bekanntschaft mit einer jungen Griechin, das Leben auf einem Schiff und das Erstellen einer Bordzeitung.
Deutlich erkennt man, welchen Weg er einschlagen wird, obwohl sein Plan, Pianist zu werden, noch überwiegt.
Schon in jungen Jahren sieht man die Begabung des Autors, seine Reife und Zielstrebigkeit, seine Eifer und seine Aufrichtigkeit, sein Bestreben, alles zu hinterfragen und die Neugier, Neues kennenzulernen.
Rezensionen von PFIFF:
Hundeliebesgeschichte
Die Ballade von Max und Amelie von David Safier
Die einäugige Hündin, die in einem wilden Rudel neben einer Müllhalde lebt, trifft auf einen Stadthund und rettet ihn vor Kindern, die ihn mit Steinen bewerfen. Sie kümmert sich um seine Wunden und flieht mit ihm.
Beide überstehen Abenteuer, während sie versuchen zur Familie von Max zu finden.
Er erzählt von seinen Menschenfreunden, vor allem dem kleinen Mädchen, das ihn sicher sehr vermisst. Narbe, die Hündin, versucht, alles zu verstehen und verliebt sich in Max.
Beide träumen von ihren früheren Leben. Das Schicksal holt sie ein und sie müssen um ihr Leben kämpfen.
Eine entzückende, ergreifende Geschichte aus der Sicht der Hunde.
Rezensionen von laville:
nicht für kleine Kinder
Die Ballade von Max und Amelie von David Safier
Ein Mann und ein Mädchen sind aus dem Krieg hierher geflohen. Alles geht gut bis das Mädchen in die Schule muss. Da finden die bösen magischen Wesen sie und ihren Vater, der eigentlich gar nicht ihr richtiger Vater ist. Die brutalen Szenen werden durch den lustigen Drachen etwas abgemindert. Ich finde aber dass es ein Buch für Jugendliche ist die schon etwas älter sind.
Meiner kleinen Schwester zehn, würde ich es nicht zu lesen geben.
Rezensionen von Bibliomarie:
Sterben in Cornwall
Die Ballade von Max und Amelie von David Safier
Nach einer Trennung sucht DCI Fiona Sutherland zusammen mit ihrem 11jährigen Sohn einen Neuanfang, möglichst weit weg von ihrem Ex-Mann. Als eine Stellenausschreibung nach Cornwall lockt, greift sie zu und wird Leiterin der Dienststelle in Camborne. Ein hübsches Steincottage scheint auf sie gewartet zu haben und eine nette Nachbarin mit Sohn im gleichen Alter von Tim machen den Neuanfang zumindest im privaten Teil angenehm.
Auf der Dienststelle muss sich Fiona durchbeißen, in Cornwall scheinen die Uhren etwas langsamer zugehen und mit Frauen in leitender Stellung tun sich ihre Mitarbeiter noch schwer.
Nun kann sie sich beweisen: Die Leiche eines seit Monaten vermissten Kajakfahrers wird in der St. Michaels Bay angespült und bald stellt sich heraus, es war kein Unfall – der Unternehmer wurde ermordet.
Mir hat der Debüt - Krimi von Angela Richmond gefallen. Sie weiß, wovon sie schreibt. Sie arbeitet hauptberuflich als Ärztin und lebt seit einigen Jahren in ihren Wahlheimat Cornwall. Dieses Wissen fließt in die Beschreibung des Falles ein und den stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen merkt man an, dass die Autorin alle Plätze kennt und liebt. Das versetzte mich bildhaft nach Cornwall.
Ich fand den Plot auch gut aufgebaut, wie gesagt, da floss viel von Richmond ärztlichem Wissen mit ein und obwohl sich bei mir schon sehr früh ein handfester Verdacht ergab – er hat sich dann auch bestätigt – bleibt die Spannung weiterhin erhalten. Die Mischung aus Beruflichem und Privatem war eine ausgewogene und sympathische Mischung.
Das Ende des Krimis erinnerte mich an die Klassiker von A. Christie. Wie weiland Poirot versammelt DCI Sutherland alle Beteiligten zu einer Art Showdown. Dort konfrontiert sie alle mit den Ermittlungen und Fakten - denn viele Verdächtige hatten ein Motiv - um dann den wahren Täter zu entlarven.
Ich frage mich allerdings, warum so viele englische Phrasen wie z. B. The rest is history , A nice cup of tea, it’s a nightmare usw mitaufgenommen wurden, die dann in Fußnoten übersetzt werden. Sollte damit eine englische Atmosphäre erzeugt werden, ist das zumindest für meinen Geschmack misslungen. Manches war auch komplett unnötig, für „Truck Driver“ gibt es eine passende deutsche Entsprechung, beziehungsweise ist der Ausdruck auch allgemein verständlich.
Aber abgesehen von diesem Einwand, der meine Bewertung auch beeinflusst hat, ist dieser Roman eine stimmungsvolle und spannende Unterhaltung und macht mich neugierig, wie die Autorin neue Fälle für Fiona Sutherland entwickeln wird.
Rezensionen von thora01:
Nikki und Rileys Weg zueinander
Blütenzauber auf Gansett Island von Marie Force
Inhalt/Klappentext:
Der neue prickelnde Roman aus der beliebten Gansett-Island-Reihe von #1 BILD-Bestsellerautorin Marie Force.
Seit Riley McCarthy das Dach des alten Ferienhauses repariert hat, kann er Nikki Stokes, die Enkelin der Besitzerin, nicht mehr vergessen. Nikki war nur kurz auf der Insel, bevor sie wieder in ihr turbulentes Leben als Managerin ihrer berühmten Schwester zurückgekehrt ist.
Als Riley erfährt, dass Nikki sich nach einem weiteren Skandal wieder auf der Insel aufhält, ist er entschlossen, die Chance zu nutzen, die bezaubernde junge Frau besser kennenzulernen.
Nikki hat genug von den Eskapaden ihrer Schwester, einem Reality-TV-Star, und sucht Zuflucht im Haus ihrer Großmutter auf Gansett Island, das ihr aus glücklichen Sommern in der Kindheit vertraut ist. Insgeheim hofft sie, den attraktiven Handwerker wiederzutreffen, der im vorigen Herbst das undichte Dach repariert hat. Nikki ist nach einer schlimmen Erfahrung eigentlich vorsichtig, was Männer betrifft, doch Riley McCarthy weckt Gefühle in ihr, zu denen sie sich gar nicht mehr fähig gehalten hatte …
(Quelle: Montlake Romance)
Meine Meinung:
Wunderschöner Liebesroman. Der Schreibstil hat mich sofort in den Bann gezogen. Die Geschichte ist von der ersten Seite weg sehr spannend und unterhaltsam. Die Autorin spielt sehr gekonnt mit den Emotionen der Protagonisten. Die Protas sind sehr sympathisch und haben ihre ganz besonderen Eigenheiten. Ganz besonders gefällt mir Nikki. Sie ist sehr sympathisch und bodenständig. Den Weg zu ihrer Persönlichkeit zu begleiten war für mich sehr spannend. Auch Riley gefällt mir sehr gut. Er ist sozusagen das Kücken unter den McCarthys und ich fand es sehr schön wie im Nikki ziemlich unter die Haut ging. Der Roman ist ein wenig ruhig gehalten und vor allem die emotionale Komponente macht ich ihn zu etwas ganz speziellem. Sehr schön fand ich wie die Protas aus den Vorbänden auch in dieser Geschichte ihren Platz gefunden haben. Der Abschluss war genau meins und ich bin schon sehr gespannt welcher Bewohner von Gansett Island der Hauptprota vom nächsten Band wird.
Mein Fazit:
Wunderschöner Roman. Er ist ruhig aber emotionsgeladen. Ich mag die beiden Protagonisten und habe mit den Beiden mitgefiebert.
Rezensionen von Bibliomarie:
Very british
Blütenzauber auf Gansett Island von Marie Force
Dieser neu aufgelegte Klassiker gehört zu den typischen Büchern aus Englands Goldenem Krimizeitalter. Der Autor hat zwar nie die Berühmtheit einer Agatha Christie oder einer Dorothy Sayers erreicht, gehörte aber zu den meistgelesenen Autoren dieser Zeit.
Das Setting ist, wie so oft, ein englischer Landsitz der Oberschicht.
Dorthin hat zum Wochenende Lord und Lady Aveline zur letzten Jagd der Saison eingeladen. Neben den illustren Gästen – eine Schauspielerin, ein gefeierter Portraitmaler, eine Schriftstellerin, ein Abgeordneter und natürlich auch ein wenig Geldadel – wird unversehens auch John Foss ganz unfreiwillig zum Wochenendgast.
Er stieg zufällig mit Nadine Leveridge aus dem Zug, als er am Tritt hängenblieb und sich unglücklich den Knöchel verstaucht. Die Leveridge, als Typ männermordender Vamp in die Geschichte eingeführt, nimmt ihn sofort mit zum Landhaus, sie kennt Aveline als großzügigen Gastgeber. Zumal John Foss auch die richtige Schulkrawatte trägt und sicher auch im Debretts zu finden ist. Warmherzig aufgenommen und ärztlich versorgt, verbringt John nun das ereignisreiche Wochenende als außenstehender Beobachter und das im wahrsten Sinn des Wortes, denn sein Krankenlager wurde in einem Nebenraum der Eingangshalle aufgestellt und so kann er Kommen und Gehen gut verfolgen.
Die Gesellschaft ist mehr als spannungsreich, Eitelkeiten und Animositäten sind zu spüren und es dauert nicht lange, als ein Toter gefunden wird. Es muss ein Kriminalbeamter gerufen werden und klar ist auch, der Täter kann sich nur im Kreis der Gäste befinden.
Der Autor lässt seine Figuren in geistreichen Dialogen brillieren, die schon den einen oder anderen Hinweis enthalten. Ich kann mir vorstellen, dass die heutigen Leser diesen Gesprächen nicht mehr ganz so viel abgewinnen können, sie wirken halt sehr gekünstelt und aus der Zeit gefallen. Gut gefallen haben mir die subtilen Standesunterschiede. Der Kriminalkommissar wird von allen nur Kendall genannt, da gibt es kein Mister oder Sir, ganz im Gegensatz der respektvollen Anrede, die Kendall ganz natürlich verwendet. Auch halten es die Zeugen für ganz selbstverständlich, dass gewisse Ereignisse, die nach ihrem Selbstverständnis in ihren Kreisen bleiben sollten, der Polizei erstmal vorenthalten werden.
Mir hat dieser Klassiker gut gefallen, was sicher auch daran liegt, dass ich schon viele Autoren und ihre Bücher aus dieser Zeit kenne und ich deshalb auch nicht allzu viel Spannung oder gar Action erwartet habe. Amüsant und ein Blick in ein vergangenes Zeitalter war es allemal.
Rezensionen von thora01:
sehr spannender und undurchsichtiger Thriller
Einer wird sterben von Wiebke Lorenz
Inhalt/Klappentext:
Sie ist allein im Haus. Allein mit ihrer Angst.
Sie kann mit niemandem sprechen. Nicht einmal mit ihrem Mann.
Was wissen die Leute im Auto?
Und vor allem, was werden sie tun?
Eines Morgens steht es plötzlich da. Das schwarze Auto. Mitten in der ruhigen Blumenstraße in einem gehobenen Wohnviertel.
Darin ein Mann und eine Frau, die reglos dasitzen. …
(Quelle: FISCHER Scherz Verlag)
Meine Meinung:
Sehr spannender Thriller. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und ich konnte mich sofort in die Geschichte hineinversetzen. Die Art des Aufbaus der Story ist sehr interessant und überraschend. Die Protagonisten war mir bis zum letzten Viertel sehr sympathisch. Danach musste ich meine Meinung schrittweise revidieren. Die Protagonisten ist ein wenig komisch jedoch nicht unbedingt im negativen Sinne. Ihre wahren Emotionen wurden von ihr gekonnt versteckt. Sehr spannend und nervenaufreibend fand ich den Psychoterror. Diese Art ist nur für sehr nervenstarke Leser geeignet. Der Spannungsbogen ist sehr straff und der Leser wird von einer spannungsgeladenen Szene direkt in die nächste geworfen. Der Abschluss war für mich doch ein ziemliche Überraschung und ich musste zugeben, das ich die Protagonisten komplett falsch eingeschätzt habe.
Mein Fazit:
Toller Psychothriller. Er ist jedoch nur für Leser mit starken Nerven geeignet.
Rezensionen von S.:
Patienten im Schrank und Tee aus kaputten Tassen
Einer wird sterben von Wiebke Lorenz
Lang ist es her- zum Glück. 1925 in Leeds wagt Agnes einen Neuanfang. Verbannt aus ihrem Elternhaus beginnt sie eine Ausbildung zur Gemeindeschwester. Sie stößt auf Ablehnung, verrichtet Hilfsarbeiten, wird gemobt. Bess, ihre Vorgesetzte, schikaniert sie besonders heftig. Und auch Polly, ihre Zimmergenossin, hat so ihre Probleme.
Bei ihren Hausbesuchen trifft Agnes auf skurrile Verhältnisse, verstecken sich Patienten in Schränken oder drängen ihr Tee auf. Wird sie sich jemals durchsetzen? Was ist Bess‘ dunkles Geheimnis? Wird Finns gewalttätige Vergangenheit sein Verhängnis?
Donna Douglas beschreibt das Wirken der Gemeindeschwestern und das Leben in Leeds‘ Armutsvierteln. Stolz, Mutterliebe, ungewollte Schwangerschaften und Hochmut spielen eine Rolle. Mit viel Sympathie schildert sie den Alltag und die Gedanken ihrer Protagonistinnen.
Leicht und unterhaltsam zu lesen, gute Unterhaltung aus dem Bastei Entertainment Verlag. Übersetzt von Ulrike Moreno.







