Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnder Krimi bis zur letzten Seite - Wien um 1920
Der dunkle Bote von Beer Alex
Alex Beer entführt uns in die junge Republik Österreich. Die Menschen hungern und frieren, die Spanische Grippe hat Millionen Todesopfer gekostet und die Kriminalität steigt unaufhörlich. Kaum ist eine Platte (=Bande) dingfest gemacht, so wachsen zwei neue nach. In diesem Umfeld müssen sich August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter zu allem Überfluss um ein ordentliches Büro mit einem Kollegn-Duo matchen: Wer mehr Fälle aufklärt, bekommt das Büro.
Zusätzlich belastet August das Verschwinden von Luise und ihren Kindern. Axel Koch, ihr lange tot geglaubter und plötzlich wieder aufgetauchter Ehemann hat Frau und Kinder entführt, und Emmerich Rache geschworen.
Dann geschehen mehrere Morde, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben und die Ermittler sind ein wenig abgelenkt. Ist die junge in Sachen Frauenrechte engagierte Journalistin Alma Lehner in die Todesfälle verwickelt? Die Spur führt ins nichts, als eine weitere übel zugerichtete Leiche gefunden wird.
Veit Kolja, eine Figur aus dem ersten Teil („Der zweite Reiter“), den August Emmerich für immer hinter sich gelassen geglaubt hat, erscheint wieder auf der Bildfläche. Diesmal will er helfen und verrät, wo Axel Koch seine Familie versteckt hat und, was der Unterweltler vorhat, doch nicht ohne Emmerich vor der Brutalität seines Widersachers zu warnen.
Meine Meinung:
„Es geht ihm nicht gut, dem müden, wunden Wien“, stellt August Emmerich fest und meint damit auch sich selbst. Er ist ebenfalls müde und verwundet. Er vermisst Luise und die Kinder, die er als „seine Familie“ bezeichnet.
Die Autorin legt gekonnt mehrere Spuren, die Emmerich weiterbringen, aber auch in die Sackgasse führen. Sehr gut gefällt mir, dass den Frauen im Polizeipräsidium eine große Rolle eingeräumt wird. Ohne die „Hühnerarmee“ geht so gut wie gar nichts. Bei der ersten Nennung des Begriffs musste ich schlucken - wie abwertend. Doch die Damen arbeiten effizient, im Untergrund und das im Schutze des unterschätzt Werdens. Das Netzwerk inklusive Flurfunk (in Österreich „Buschtrommeln“ genannt) ist engmaschig.
Auch die Rolle von Alma Lehner ist gut angelegt. Ein bisschen ähnelt sie August Emmerich. Sie hat Ecken und Kanten, lässt sich nicht einschüchtern und will das Leid vor allem von Frauen lindern. Ihre Arbeit erledigt sie recht unkonventionell. Ob sich da in einem neuen Band etwas mit Emmerich anbahnen könnte?
In August Emmerichs Privatleben spitzt sich Lage immer mehr zu. Der Showdown ist berührend wie beklemmend.
Ich habe mich in das Wien von 1920 zurückversetzt gefühlt. Den erwähnte Münstedt Kino Palast habe ich selbst noch besucht. Das Kino wurde 1984 endgültig geschlossen. Einige der Tschocherl (kleine Branntweinstuben), in denen man an illegalen Glücksspielen teilnehmen konnte, haben recht lange überlebt.
Fazit:
Ein atmosphärischer Krimi, der die Zustände der jungen Republik Österreich im Jahre 1920 perfekt wiedergibt. Ich gebe hier 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
Rezensionen von Vicky:
Mutig sein ist das, was ich will.
Falling Fast von Bianca Iosivoni
‘Falling Fast‘ ist ein Liebesroman der Autorin Bianca Iosivoni. Außerdem bildet der Roman den ersten Teil der gleichnamigen Reihe ‘Falling Fast‘, diese besteht aus zwei Teilen.
Das Cover ist wunderschön gestaltet, es ist fantastisch und lädt beim Betrachten zum Träumen ein!
Unter 'Zu diesem Buch' kann an sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die beiden Hauptfiguren Hailee DeLuca und Chase Whittaker holen.
Außerdem wird hier die Existenz eines dunklen Geheimnisses angedeutet und so die Spannung von Anfang an geschürt! Also ich kann nur sagen: begebt euch auf die Suche nach diesen Geheimnis!
Anfangs gibt es einen Hinweis zu potenziell triggernden Inhalten, dies habe ich so bisher nur selten gesehen finde ich aber gut! Auch die Playlist fand ich super, ich habe die Lider der Liste während dem Lesen des Romans auf und ab gehört! Sie sind wirklich passend zum Buch gewählt.
Die Geschichte selbst umfasst 28 Kapitel. Diese sind abwechselnd aus Sicht von Hailee und Chase geschrieben. Manche Kapitel sind auch mit Datums- und Zeitangaben versehen, dadurch finde man sich leicht zu recht.
Fazit: Der Einstieg mit Hailee ist interessant aber nicht sehr aufschlussreich. Bei mir hat es aber definitiv das Interesse an mehr geweckt! Diese Erkenntnisse liefert der Sprung 21 Tage zurück. Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert aber das Hin und Her zwischen Hailee und Chase ist manchmal zum Verrücktwerden. Das Ende ist absolut gemein! Ich würde am liebsten sofort mit dem nächsten Band 'Flying high' weiterlesen! Ich werden mir den zweiten Band auf jeden Fall zulegen, schließlich will ich wissen wie es weitergeht!
Rezensionen von Buechertraeumerin:
Berührende Liebesgeschichte
Falling Fast von Bianca Iosivoni
Um "Falling Fast" ist ja der Hype in den sozialen Netzwerken riesig. Bisher hatte ich auch noch kein Buch von Bianca Iosivoni gelesen, weshalb ich umso gespannter auf ihre neue Liebesgeschichte war.
Im Buch geht es um Hailee, die endlich mit ihrer Vergangenheit und ihren vielen Ängsten abschließen will.
Daher entschließt sie sich zu einem Roadtrip durch Amerika. Zufällig landet sie in dem kleinen Dorf Fairwood, wo ihr bester Freund Jesper bis zu seinem Tod gelebt hat. Ihr Versprechen, sein Manuskript zu lesen, will sie nun endlich einlösen. Doch sie hat nicht mit dem attraktiven Chase gerechnet, der Gefühle in ihr weckt, die sie schon längst verloren geglaubt hat...
Das Buch wird abwechselnd aus den Perspektiven von Hailee und Chase erzählt. Dies hat mir sehr gut gefallen, da man durch diese Erzählweise lernt man beide Protagonisten sehr gut kennen.
Chase war mir sofort sympathisch, man lernst sehr gut seine Gedanken und Gefühle kennen und sein Charakter wirkte dabei sehr authentisch und sympathisch.
Hailee war mir anfangs ebenfalls sympathisch, doch leider konnte ich im Laufe des Buches nicht alle ihrer Handlungen ganz nachvollziehen. Das lag vor allem an ihren Angstzuständen, die viel Platz in der Geschichte einnahmen, aber nicht oft in Hailee's Handlungen zu erkennen waren.
Der Schreibstil hat mir an sich gut gefallen und die Geschichte ließ sich auch größtenteils flüssig lesen. Leider wurden oft einige Szenen etwas unnötig in die Länge gezogen, sodass der Lesespaß ein wenig gehemmt wurde. Dagegen ist dann auf den letzten 150 Seiten so viel passiert, dass ich das Buch nicht mahr zur Seite legen konnte. Wäre das Gleichgewicht hier etwas besser gewesen, wäre die Geschichte durchweg spannend gewesen.
Die Eingliederung der ernsten Themen in die Geschichte fand ich gut gelungen.
Die Liebesgeschichte zwischen Hailee und Chase fand ich total schön beschrieben. Ich konnte mit den beiden richtig mitfühlen und hoffe, dass wir im zweiten Band noch mehr von den berührenden Szenen zwischen den beiden lesen dürfen.
Gut gefallen hat mir, dass der Buchtitel am Ende einen Sinn gemacht hat. Mir gefällt es, wenn dieser im direkten Zusammenhang mit der Geschichte ist.
Fazit: "Falling Fast" hat mir trotz kleinerer Schwächen schöne Lesestunden beschert. Wäre die Handlung an manchen Stellen etwas flotter gewesen, wäre das Buch ein Lesehighlight geworden. Von mir gibt es daher 4 von 5 Sternen.
Ich bin nun schon auf den zweiten Teil "Flying High" sehr gespannt.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Johanna, 15 Jahre aus Breitenbach,
Offline ist es nass, wenn's regnet von Jessi Kirby
Mari, die Hauptperson in „Offline ist es nass, wenn’s regnet“ von Jessi Kirby ist die typische Influencerin mit dem perfekten Leben – zumindest wird dieser Anschein erweckt, wenn man sich ihre stundenlang bearbeiteten Bilder auf Instagram ansieht. Dort post sie in Bikinis, lichtet liebevoll angerichtete Frühstücksschalen ab und macht Pärchenshoots mit Ian, der im echten Leben nicht mehr als ein entfernter Bekannter ist.
Doch das muss ja keiner so genau wissen, oder?
Sofort am Anfang des Buches merkt man, wie viel Wahrheit wirklich hinter ihrem Social Media Leben steckt, und auch, wie verloren Mari ist. Nichts ist ihr wichtiger als die beste Bildunterschrift zu dem perfekten Bild zu schreiben und anschließend ängstlich auf die ersten Likes und Kommentare zu warten.
Der krasse Gegensatz dazu ist Bri, Maris Cousine, die ihr ganzes Leben damit verbrachte, Abenteuer zu erleben, Freunde kennenzulernen und zu reisen, doch als sie kurz vor ihrem 18. Geburtstag stirbt, bricht für Mari eine ganze Welt zusammen. Obwohl sie und ihre Cousine sich seit ihrem 13. Geburtstag immer weiter voneinander entfernt hatten, da Mari sich von dort an zunehmend nur noch mit ihrem fiktiven Leben online beschäftigte, trauert sie sehr um ihre abenteuerlustige Cousine. Sie fühlt sich schuldig und schämt sich für ihr Verhalten, dass dazu geführt hatte, dass die beiden sich in so unterschiedliche Richtungen entwickelt hatten. Am Abend vor Bris 18. Geburtstag, den sie nicht mehr erleben durfte, realisiert sie erstmals, wie fake ihr bisheriges Leben war. Kurzerhand dreht sie ein Video, indem sie unter Tränen gesteht, wie wenig Freude ihr dieses ständige Bangen um Likes bereitet und wie einsam und verloren sie sich oft fühlt, weshalb sie beschlossen hat, von nun an mit Social Media aufzuhören.
Ohne diese Entscheidung zu realisieren, schläft sie ein, und wacht am nächsten Morgen auf, als gerade ein riesiges Paket vor ihre Tür geliefert wird. Darin befinden sich ein Wanderrucksack, Schuhe und zahlreiche andere nützliche Sachen, die sich als Bris Wanderausrüstung entpuppt. Erst jetzt erinnert sich Mari, dass Bri schon seit ihrem 13. Lebensjahr eine Wanderung entlang des John Muir Trails geplant hatte, die sie durch ihren plötzlichen Tod leider nicht mehr in Angriff nehmen konnte.
Kurzerhand beschließt Mari, selbst die 350 km zu wandern um damit Bris Andenken in Ehren zu halten. Anfangs noch als reiner Trip für Bri geplant, bekommt Mari durch den Trail die Möglichkeit, über sich selbst und ihr Leben nachzudenken, und schafft es dadurch auch, den riesigen Berg an Schuldgefühlen und Selbstzweifeln, den sie immer mit sich herumtrug, zu bewältigen. Obwohl die Idee, ohne Erfahrung einfach so den Trail zu wandern, ihr als relativ hirnrissig erscheint, ermöglicht der Trail ihr es trotz einiger Startschwierigkeiten, sich selbst und neue Freunde zu finden.
Anfangs kam mir dieser Roman relativ leicht vor, doch schon bald stellte sich heraus, dass dieses Buch längst nicht so kitschig ist, wie es der zugegebenermaßen geschmacklose Titel vorgibt. Bris und Maris Geschichte beweist eine Tiefe, die ich nicht für möglich gehalten hätte, und in diesem Sinne hat mich dieses Buch mehr als nur positiv überrascht.
Verschiedene Themen wie Trauer, Freundschaft, Scham, Selbstfindung, Abenteuerlust und Träume werden ohne jegliche Sentimentalität behandelt, aber dennoch sehr gut dargestellt. Bris Tod beschäftigt Mari immer noch sehr, und mit jedem Schritt schafft sie es, sich selbst zu vergeben, den Kontakt mit Bri abgebrochen zu haben. Obwohl man selbst als Leser / Leserin Bri nie kennengelernt hat, so ist sie doch der Typ Mensch, den man einfach nur bewundern kann, abenteuerlustig, mutig und selbstbewusst wird sie beschrieben, und auch Mari beweist im Laufe des Buches mehr Mut und Geschicklichkeit, als sie es sich selbst vielleicht zugetraut hätte.
Eines der wichtigsten Themen, um die es in diesem Buch geht, ist die Welt der Social Media, obwohl es auch eher am Anfang eine wichtigere Rolle spielt. Oftmals ist man so besessen mit dieser fiktiven Welt, dass man gar nicht merkt, dass es da draußen ja noch eine viel interessantere gibt. Bücher wie dieses sind wichtig, denn sie erinnern uns daran, anzuhalten, über unsere Entscheidungen nachzudenken und bewusster zu leben, obwohl das wahrscheinlich leichter gesagt als getan ist. Trotzdem denke ich, dass Social Media hinsichtlich vielerlei Bereiche oft nicht glücklich macht und man sich vor Augen führen sollte, dass am Ende des Lebens Erinnerungen mehr zählen als 10 000 Likes für ein bestimmtes Foto.
In diesem Sinne, „Offline ist es nass, wenn’s regnet“ ist ein Buch, dass dazu anregt, rauszugehen, keine Angst zu haben und Abenteuer zu erleben, aber vor allem dabei versuchen, sich selbst treu zu bleiben. Emotional und beinahe herzzerreißend, aber dabei immer noch unglaublich wunderschön geschrieben hat mich dieser Roman sehr beindruckt und auch so einiges an Fernweh bei mir ausgelöst, insbesondere bei Stellen, wo die sicher atemberaubende Szenerie des John Muir Trails beschrieben wird.
Rezensionen von Harakiri:
cold case
Die junge Frau und die Nacht von Musso Guillaume
Was wurde aus Vinca?
Eine Jahrgangsfeier an einem Gymnasium an der Cote d’Azur droht, ein altes Geheimnis ans Licht zu bringen. Thomas und Maxime fürchten um ihre Freiheit, versuchen aber gleichzeitig, das Rätsel um Vincas Verschwinden zu lösen. Denn es gibt Anzeichen, dass nichts so ist wie es zu sein scheint.
Der Anfang des Buches zog sich ein wenig, doch bald war ich in der Geschichte gefangen und habe selbst mitgerätselt, was denn nun aus Vinca wurde. Leider verrät sich der Autor zwischendurch einmal selbst und so war die große Überraschung für mich weg, aber der Weg ist ja das Ziel und ich habe mich sehr über die Auflösung gefreut. Denn es ist tatsächlich nichts, wie es scheint und das Buch bietet einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte.
Cold Cases sind ja immer ein wenig ein schwieriges Thema. Zu viel Zeit vergangen, Zeitzeugen verstorben und scheinbar unlösbar. Doch genau das macht ja den Reiz aus und Musso hat den Fall für mich mehr als akzeptabel aufgebaut und aufgelöst. Stellenweise war man versucht zu glauben, dass Musso seine eigene Geschichte nieder schreibt.
Sein sprachlicher Ausdruck ist wieder einmal unübertroffen und man merkt ihm die Liebe zu seinem Ort der Kindheit regelrecht an.
Fazit: wieder ein Buch eines meiner Lieblingsschriftsteller, das ich sehr gerne gelesen habe. Ich mag zwar mehr die mystischen Bücher von ihm, aber auch im Krimibereich kann er sehr gut mithalten.
Rezensionen von Petra Sch.:
(K)Eine Hochzeit?! - Eine Hochzeitsplanerin auf dem Weg ins Glück - mit Hindernissen...
Trau dich doch von Ellen Berg
Kurz zum Inhalt:
Amelie ist frisch geschieden und muss sich nun - komplett ohne Geld des lieben Exgatten - ein neues Leben aufbauen: Sie wird die Mitbewohnerin von Edeltraut und eröffnet eine Hochzeitsplanungsagentur!
Doch natürlich geht bei den Hochzeiten immer alles Mögliche schief - und dann ist der nächste Bräutigam auch noch genau DER Mann, der die Schmetterlinge in ihrem Bauch zum flattern bringt - und noch dazu ihr Scheidungsanwalt.
..
Wird Amelie ihr Glück finden?
Meine Meinung:
Der Schreibstil von Ellen Berg ist wie gewohnt flüssig und schnell zu lesen und man ist sofort mitten drin in der Geschichte.
Das Buch ist witzig geschrieben, es kommen viele lustige Sprüche vor und auch bei den div. Chaos- und Hoppala-Szenen bei den Trauungen musste ich laut lachen! Und ja - es erinnert einen an die eigene Hochzeit bzw. jene von Freunden. Denn es geht ja IMMER irgendwas schief... ;) Zum Glück nicht soo dramatisch wie bei Amelie.
Natürlich gibt es auch jede Menge Hindernisse zu überwinden und die Erkenntnis, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Die handelnden Personen polarisieren, und man hegt sofort heftige Gefühle - im Positiven (ich liebe Edeltraut!) sowie im Negativen (sorry, aber Amelies Exmann ist ja wohl das Letzte...)
Das grandiose Finale ist mal wieder toll und überraschend gelöst und es gibt natürlich ein Happy End! :)
Es gab auch wieder zwei Zitate, die mir besonders gut gefallen haben und die so schön authentisch sind:
"Heiraten ist der durchgeknallteste Abenteuerurlaub aller Zeiten." und "Ein Essen ohne Wein ist ein Frühstück." (DAS konnte natürlich nur von Edeltraut kommen! ;)
Übrigens mag ich Edeltraut - Amelies Freundin, Vermieterin und Mitarbeiterin - besonders gerne!! Edeltraut ist eine Freundin, wie sie sich jeder wünscht: zwar manchmal etwas mürrisch, aber sie kümmert sich um Amelie, passt auf sie auf und ist immer (!!) für sie da.
Das Cover lässt das Buch wieder eindeutig als Werk von Ellen Berg erkennen und ist wie gewohnt humorvoll. Mir gefällt es, wenn man sofort erkennt, dass ein Buch zu einem/r bestimmten Autor/in gehört.
Fazit:
Humorvoller Roman über den "schönsten Tag im Leben" und über diejenige, die diesen Tag überhaupt erst möglich macht - die Hochzeitsplanerin! Chaotisch, witzig und einfach nur schön zum Lesen - ein typischer Gute-Laune-Roman von Ellen Berg!
Rezensionen von Vicky:
Dorians Geschichte
Dorian von Nalini Singh
'Dorian' ist ein Novella der Autorin Nalini Singh. Ich finde das Cover ist toll gestaltet und passt zur eigentlichen Reihe.
Die Geschichte umfasst fünf kurze Kapitel und gehört zum Gestaltenwandlerkosmos der Autorin. Unter 'Zu diesem Buch' kann man sich einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um Dorian aus dem Rudel der DarkRiver-Leoparden holen.
Ich finde die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil – er ist wie gewohnt sehr leicht zu lesen und man taucht dadurch von der ersten Zeile an in die Geschichte ein. Als einziges Manko wäre hier zu nennen dass die Geschichte viel zu schnell wieder zu Ende ist – aber damit muss man bei einer Novella wohl rechnen!
Fazit: Man muss die Reihe vermutlich nicht kennen um mit diesem Buch in den Gestaltenwandlerkosmos hineinzuschnuppern aber empfehlen würde ich es nichtsdestotrotz denn so wäre es bestimmt einfacher sich zu Recht zu finden und außerdem würde man ansonsten bereits zu viel von Dorians Geschichte vorwegnehmen!
Ein kurzer Warnhinweis noch am Ende - ACHTUNG: Diese Novella ist bereits in der Anthologie 'Wilde Umarmung' erschienen. Dies nur als kleine Warnung an all jene welche die Serie genauso süchtig verschlingen wie ich und sie deshalb bereits kennen könnten!
Rezensionen von Pink Anemone:
Ein genialer Serienauftakt - spannend, wendungsreich und blutig. Ich liebe es!!
Dorian von Nalini Singh
5 Jahre, unzählige Opfer und ein Serienkiller, der auch nach seinem Tod nicht ruht …
Tue nichts Böses, sonst wird er dich bestrafen. Zuerst wird er einen Menschen entführen, den du liebst. Dann wird er dir ein Ohr des Opfers in einem weißen Geschenkkarton schicken. Daraufhin ein Auge, dann die Zunge.
Du kannst versuchen, ihn zu stoppen, aber du wirst es nicht schaffen. Denn er ist der Four Monkey Killer, und er kennt kein Erbarmen. Du kannst nur hoffen, dass er nicht weiß, wer du bist, und dass er es nie erfährt … (Klappentext)
☠☠☠☠☠
"Es war der Anfang von etwas Schrecklichem gewesen. Von etwas, was sich jemand ganz genau zurechtgelegt hatte. Von etwas Bösem."
(S. 20)
Eigentlich wollte ich zu diesem Buch überhaupt keine Rezension schreiben, doch hier kann ich einfach nicht anders und muss Euch berichten. Dieser Thriller ist nämlich absolut abgefahren!!
Seit 5 Jahren hält der 4MK (Fourth Monkey-Killer) Chicago in Atem. Sieben Opfer gehen auf seine Rechnung und diese Rechnung beinhaltet Selbstjustiz mit dem Ergebnis Tod.
Jedes Opfer war die Rache für die ungesetzliche Handlung eines Angehörigen der weiblichen Opfer. Doch er tötet nicht nur, sondern foltert und verstümmelt seine Opfer. Zuerst schneidet er ihnen ein Ohr ab, dann die Augen, danach die Zunge und schließlich tötet er die Frauen. Stück für Stück werden diese Teile dem gesetzlosen Angehörigen zugeschickt.
Nun scheint es als wäre der Serienkiller endlich gestoppt worden .. durch einen Bus, im wahrsten Sinne, denn er wurde von einem überfahren.
Es hätte alles so ein glückliches Ende nehmen können, wenn er nicht noch ein 8. Opfer irgendwo versteckt hätte. Selbst nach seinem Tod scheint er den Ermittlern dreckig ins Gesicht zu lachen.
Porter, der leitende Ermittler, und sein Team müssen das Mädchen finden, doch wie ohne Hinweise? Oder gibt das Tagebuch des Killers, welches bei ihm gefunden wurde, Aufschluß darüber? Selbst in dieser Autobiographie verhöhnt der 4MK die Ermittler, lässt Porter aber gleichzeitig tief in die Psyche und Seele eines wahren Psychopathen blicken ... und die Uhr tickt ... TICK TACK!
"Ich habe gemordet, einfach nur weil ich dem Drang nachgeben musste, der mit der Zeit übermächtig wird. Einem Drang - einem Hunger nicht ganz unähnlich -, der nur gestillt werden kann, indem Blut fließt oder ein gequälter Schrei erklingt." (S. 28)
Hier eröffnet sich einem ein blutiger Thriller, gepaart mit schriftstellerischer Leistung par excellance. Der Schreibstil ist grandios und lässt einem nur so durch die Story fliegen.
Die Story selbst ist fesselnd, brutal und blutig und die Charaktere ausgefeilt und authentisch.
Man liest sowohl aus Porters Sicht, wobei einem die Dialoge zwischen den Ermittlern oft schmunzeln lassen und dadurch die Story etwas aufgelockert wird. Man erhält aber auch Einblick in die Perspektive des Opfers. Diese Passagen sind dann düster und beklemmend. Und dann wäre noch das Tagebuch des Fourth Monkey-Killers. Dieses gewährt einem Einblicke in das Leben des Killers - von Kindheit an, bis zum Ende, quasi eine Autobiographie. Dieser Teil ist mehr als nur verstörend.
"Der Schmerz in ihrem Ohr, die tauben Zehen, die Verletzlichkeit, weil sie sich nackt an diesem unheimlichen Ort befand - all das schoss ihr durch den Kopf. Der fremde Blick, der auf ihr ruhte. Der Mann, der sie verschleppt hatte - ein Mann, der genauso gut meilenweit oder bloß Zentimeter von ihr entfernt sein mochte, irgendwo hier in der Finsternis."
(S. 208)
Jede Perspektive endet mit einem Cliffhanger und ich kann nicht sagen welche Passage mein Favorit war, denn jede ist auf ihre Weise einnehmend und spannend zu verfolgen. Die Story ist nämlich von überraschenden Wendungen durchzogen und nicht selten kam mir ein "Oh, verdammt!!" über die Lippen.
Das Ende, bzw. die Auflösung, hält dann noch eine zusätzliche Überraschung bereit. Ich würde Euch jedoch raten vor Beendigung des Buches den Klappentext des 2. Teils der Sam Porter-Reihe "Das Mädchen im Eis" NICHT zu lesen, denn in diesem wird böse gespoilert und verdirbt so manche Überraschung.
">>Ich wette, wenn ich das Messer genau richtig ansetzen würde, wenn ich unten anfangen und mich dann ganz langsam um die Dorsalseite herum nach oben arbeiten würde bis zum Ellennerv, könnte ich deine Haut wie einen nassen Handschuh abziehen.<<"
(S. 318)
Fazit:
Spannend von Anfang bis Ende, wendungsreich, sodass einem manchmal regelrecht der Atem stockt und allem voran der Schreibstil, der einem Kopfkino beschert und eine unglaublich literarische Sprachgewalt besitzt. Dieses Buch ist ein genialer Serienauftakt einer neuen Thriller-Reihe und wenn der Autor diese Art zu schreiben beibehält, könnte dies einer meiner Lieblingsreihen werden. Für schwache Mägen und sensible Nerven ist dieses Buch, und wohl die gesamte Reihe, nur bedingt zu empfehlen. Ich hingegen liebe es!
© Pink Anemone (inkl. Buchtrailer, Leseprobe, Bilder und Autoren-Info)
Rezensionen von thora01:
Yoga einmal ganz anders - toller Erotikroman
Lotus House - Lustvolles Erwachen von Audrey Carlan
Inhalt/Klappentext:
Die prickelnde Lotus House-Serie: Liebe, Leidenschaft und Yoga unter der Sonne Kaliforniens!
Die Yoga-Lehrerin Genevieve Harper findet nach dem tragischen Unfall ihrer Eltern Halt und Kraft im Lotus House. Als der attraktive Baseballspieler Trent Fox auftaucht und Privatstunden bucht, ist ihr zunächst alles andere als nach einem heißen Abenteuer.
Doch sie ahnt nicht, dass Trent ihr zeigen wird, wie sinnlich die Kunst des Yogas sein kann …
“Lustvolles Erwachen” ist erst der Auftakt der prickelnden Lotus-House-Serie; jeder einzelne Band verbindet den großen Trend Yoga mit heißer Erotik. Millionen deutscher Audrey-Carlan-Fans werden begeistert sein!
(Quelle: Ullstein Verlag)
Meine Meinung:
Sehr spannender und erotischer Auftakt der Serie. Ich wurde sofort von der Geschichte gefesselt und habe mit den Protagonisten mitgefiebert. Der Schreibstil gefällt mir sehr. Er ist leicht zu lesen, teilweise ein wenig vulgär angehaucht. Ich mag es wie die Autorin die erotischen Elemente integriert hat. Ganz besonders fand ich die Yoga-Positionsbeschreibung im ersten Absatz jedes neuen Kapitels. Sie machen das Buch nachvollziehbar und regen den Leser an diese auszuprobieren. Die kapitelweisen Perspektivenwechsel zwischen dem weiblichen und dem männlichen Prota fand ich sehr gelungen. Die Protagonisten sind ganz besondere Persönlichkeiten mit ihrer ganz eigenen Vorgeschichte. Auf den ersten Blick passen die Beiden so gar nicht zueinander. Viv ist eine sehr bodenständige und verantwortungsbewusste Persönlichkeit. Sie hat schon einiges erlebt und wurde davon stark geprägt. Bei Trent war ich mir zu Beginn nicht sicher wie ich in einordnen sollte. Er ist ein kleiner Bad Boy und ziemlich von sich überzeugt. Wobei er mir auch sehr ruhelos vorgekommen ist. Erst durch das Zusammentreffen von Viv und Trent wird die Story richtig spannend. Trent und Viv entwickeln sich sehr positiv im Verlauf der Geschichte. Das Ende war für mich keine richtige Überraschung. Dennoch war der Werdegang der Story spannend, interessant und erotisch.
Mein Fazit:
Sehr erotischer und spannender Reihenauftakt. Ich war sofort von der Geschichte begeistert und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil der Reihe.
Rezensionen von nil_liest:
Potpourri an Anekdote
Heut ist irgendwie ein komischer Tag von Cornelius Pollmer
„Urteile können sich ändern, wenn man Dinge nicht nur aus der Ferne und in Eile betrachtet. Wenn man stattdessen dabei ist, mit Aufmerksamkeit.“ (S. 167)
In “Heut ist irgendwie ein komischer Tag” teilt Cornelius Pollmer, ein begabter Schreiberling, mit uns seine Reiseaufzeichnungen und Begegnung eines Sommers, den er in Brandenburg verbrachte.
Er war nicht bei den Highlights der Sehenswürdigkeiten, nein, Pollmer war in Hermannswerder, Neuruppin, Fürstenberg, Werben, Fehrbellin, Karwe.
Besäufnisse wechseln sich ab mit melancholisch, auch literarischen Geschichten. Vor allem sind es Geschichten über ehrliche Begegnungen mit Brandenburgern.
Es sind Einblicke, ein Buch wie eine Begegnungscollage ohne Pointen.
Dieses Buch passt in unsere Zeit den eigenen Carbon footprint zu verringern und sich mal in nächster Nähe umzusehen und das „schneller, höher, weiter“ sein zu lassen.
Nur finde ich den Untertitel suboptimal, denn ums Wandern geht es nicht. Statt der „Wanderung durch die Mark Brandenburg“ hätte es eher wie auf der Rückseite heißen sollen, denn es trifft die Sache um einiges besser: Fontane Reloaded! Fontane ist der seidene rote Faden, der immer mal wieder aufgenommen und weitergesponnen wird.
Bald hat das Mäkeln ein Ende, nur noch eines, da es auch sehr schade ist, dass es keine Karte Brandenburgs gibt wo all die Geschichten ihrer örtlichen Verhaftung bekommen. Sei es im inneren Buchumschlag noch zu Beginn der einzelnen Geschichten.
Cornelius Pollmer schreibt diese Texte mit einer beeindruckenden sprachlichen Vielfalt. Mich hat er überzeugt! Alleine sprachlich macht dieses Buch schon Spaß ohne überheblich daherzukommen. Fast schon ein Sprachschöpfer der „Bonmot-Bömbchen“ (S. 33).
Fazit: Glück ist überall zu finden - lasst uns mit offenen Augen in der Nähe flanieren statt nur von der Ferne zu träumen.
Ich danke dem Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar recht herzlich.










