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Rezensionen von Petra Sch.:

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Spionagethriller mit Längen

Schatten der Toten von Herrmann Elisabeth

Kurz zum Inhalt:
Judith Kepler arbeitet in Berlin als Tatortreinigerin. Es passiert plötzlich einiges, das ihr Leben auf den Kopf stellt: Ihr Chef liegt im Krankenhaus und möchte, dass sie die Führung übernimmt. Die Halbwaise Tabea, die ihr sehr am Herzen liegt, ist ebenfalls im Krankenhaus und Judith kann ihren Vater nicht erreichen.

Und dann ist das noch Isa Kellermann, eine Mitarbeiterin des Verfassungsschutzes, die den ehemaligen Spion Bastide Larcan um jeden Preis fassen möchte - dieser ist jedoch Judiths Vater und hält sich derzeit in Odessa auf.
Soll Judith die Vergangenheit ruhen lassen oder ebenfalls nach Odessa reisen?



Meine Meinung:
"Schatten der Toten" ist der dritte Teil um die Tatortreinigerin Judith Kepler. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle Infos aus dem Vorgängerband werden genauestens beschrieben, da sie für die Geschichte wichtig sind.
Leider war mir aufgrund des Klappentextes nicht bewusst, dass diese ganze Spionagesache so detailliert dargelegt wird. Ich lese zwar immer wieder mal gerne Spionagegeschichten, aber dabei muss es nicht so derart ins Detail gehen. Teilweise war es mir auch zu verworren und ich habe auch nicht alle Zusammenhänge gleich verstanden.
Außerdem hätte man das Buch gut und gern um ein Drittel kürzen können, was auch der Spannung zugute gekommen wäre. Denn diese ausufernden Stasi-und-Geheimdienst-Beschreibungen haben mich oft aus dem Lesefluss gebracht und waren langatmig und zäh.
Auch hätte ich mir gerne gewünscht, mehr über die Arbeit einer Tatortreinigerin zu erfahren; das ging in diesem Buch leider total unter.
Das letzte Drittel des Buches hat mir dann jedoch gefallen, es wurde rasant (die geplante Operation des deutschen Verfassungsschutzes in Odessa) und dramatisch (das schreckliche und grausame Verhalten des ukrainischen Milliardärs Oleg Nikiforov).
Aus der Danksagung der Autorin hätte ich herausgelesen, dass dies der letzte Band um Judith Kepler ist. An und für sich wäre auch alles gut abgeschlossen - doch hat es sich die Autorin nicht nehmen lassen, doch noch etwas einzubauen, das die Geschichte weiterlaufen lassen könnte... Ich bin gespannt, ob es noch einen weiteren Band geben wird.
Das Cover ist eher unscheinbar - sollen die Stufen an die Potemkinsche Treppe in Odessa erinnern, die eine Bedeutung für die Geschichte hat?


Fazit:
Ein etwas anderer Spionagethriller; leider mit zähen Längen in der Mitte, aber einem spannenden Finale.

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Spionagethriller mit Längen

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Zwischen Kultur, Politik und Pastis

Provenzalisches Feuer von Sophie Bonnet

Dieser vierte Fall für Pierre Durand taucht tief ein in die Geschichte der Provence. Ein provenzalisches Feuer wütet, still und leise in den Köpfen einiger Okzitanien-Fans. Doch geht es hier tatsächlich darum, dass einige Menschen sich eine eigenständige Kultur wünschen oder um etwas ganz anderes?

Vielleicht hätte Journalist Maxim Sachet mehr gewusst, doch beim jährlichen Saint-Jean-Fest wird Maxim ermordet und da stellt sich natürlich die Frage, an welcher Geschichte er dran war.

Hat sein Tod etwas mit der okzitanischen Musikszene zu tun oder dem angeblichen Selbstmord eines Schriftstellers vor über vier Jahren?

Dieser wollte Bücher über das Leben in Sainte-Valérie schreiben. Für die einen hätte das mehr Tourismus und mehr Geld bedeutet, für die anderen mehr Tourismus und das Verlieren des dörflichen Lebens. Die meisten wollten nicht, dass über sie geschrieben wird und vielleicht sogar ihre Geheimnisse öffentlich werden. Die Dorfbewohner schweigen, auch der alte Polizist, dessen Stelle Pierre Durand übernahm.

Es ist ein verzwickter Fall für Pierre Durand und seine Kollegen. Zwischen Kultur, Politik und Pastis geht er gründlich jeder Spur nach, muss sich sogar von Madame Duprais chauffieren lassen, aber am Ende löst er das fast perfekte Verbrechen.

Fazit: Spannender vierter Fall für Pierre Durand, bei dem man einiges über die okzitanische Kultur erfährt.
5 Punkte.

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Zwischen Kultur, Politik und Pastis

Rezensionen von LEXI:

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Egal was passiert, wir werden einander nie verlassen, solange wir uns lieben!

Solange sie tanzen von Barbara Leciejewski

„Es war mein Traum, mit dir mein ganzes Leben zu verbringen. Und dieser Traum ist in Erfüllung gegangen. Gibt es etwas Schöneres?“ (Hans Friedberg)

Ada Friedberg ist seit einem Jahr verwitwet und lebt in einer kleinen Wohnung am Stadtrand von München. Der Tod ihres Ehemannes hinterließ eine riesengroße Lücke in ihrem Leben.

Einzig der alte Boxerrüde Hemingway und Adas abendliche Beobachtungen der Nachbarschaft gestalten ihren einsamen Alltag ein wenig unterhaltsamer. Doch während Ada in Erinnerungen schwelgt und die goldenen Jahre mit Hans in ihren Gedanken Revue passieren lässt, ergreift sie eine leise Unruhe. Ada hat das Gefühl, immer vergesslicher zu werden, sie registriert kurze Momente der Verwirrtheit. In einem ehemals leerstehenden alten Haus erblickt Ada eines Nachts ein tanzendes Paar… hätte Hans doch bei ihr sitzen und es sehen können, hätte Ada doch noch einmal mit ihm tanzen können…

Barbara Leciejewski erzählt von der Witwe Ada, die ein einsames, aber zufriedenes Leben in einer kleinen Wohnung führt und auf bewegte und erfüllte Jahre zurückblicken darf. Die Autorin macht ihre Leser mit der reizenden alten Dame und deren Umfeld bekannt, macht sie mit Adas Alltag vertraut. Sie stellt ihnen Adas erwachsene Kinder Susanne und Thomas, deren Partner und Kinder, aber auch Adas Nachbarn vor, von denen besonders der nette alte Witwer Herr Lenz und ein hilfsbereiter junger Mann namens Leo eine wichtige Rolle spielen. Barbara Leciejewskis Geschichte wurde in zwei Erzählebenen verfasst und beginnt mit der Gegenwart, in der Ada sich in ihrem einsamen Leben als Witwe zurechtfinden muss. Der Fokus des zweiten Handlungsstrangs ist auf die Vergangenheit gerichtet, die liebevoll und in bedächtigen Schritten aufgerollt wird. Man darf die junge Ada zurück ins Jahr 1957 zu ihrer ersten Begegnung mit Hans Friedberg begleiten, erlebt die wunderschöne Zeit des Kennenlernens, ihre Verliebtheit und die gemeinsame Leidenschaft für den Tanz. Im Verlauf der Jahre überwindet das Paar einige Hürden und kann dabei stets auf eine tiefe und unerschütterliche gegenseitige Liebe bauen. Zwar verblassen mit zunehmender Vergesslichkeit das Leben und die klaren Bilder der Gegenwart immer mehr vor Adas Augen, doch die wunderschönen Erinnerungen und tiefen Gefühle der Vergangenheit bleiben bestehen. Und Ada wünscht sich nichts sehnlicher, als noch ein einziges Mal mit Hans zu tanzen.

„Es geht nicht darum, dass man ein Versprechen einhält, sondern darum, dass man es gerne einhält und dass man es an jedem einzelnen Tag wieder genauso geben würde.“

Sowohl der einfühlsame und wunderschöne Schreibstil der Autorin, als auch die starken Emotionen und tiefgründigen Gedanken machten diesen Roman zu einer herzerwärmenden Lektüre, die einerseits wehmütig stimmt, zugleich jedoch einen Rückblick in liebevoller Dankbarkeit für wunderschöne erlebte Jahre darstellt. Es gibt Bücher, die mich als Leser tief berühren und unter die Haut gehen. „So lange sie tanzen“ ist eines davon – eine erlesene kleine Perle, die mich vollständig in den Sog dieser Geschichte zog und mich durch Adas Erzählungen oftmals zu Tränen rührte. Barbara Leciejewski bedient sich hervorragend ausgearbeiteter Charaktere und schreibt von dem Kampf um eine Liebe gegen alle Hindernisse, eine Liebe, die ein ganzes Leben lang währte und auch über den Tod des Partners hinaus bestehen blieb. Das Thema Demenz wurde in die Handlung verwoben und ist von einem Aufruf, die kostbare Lebenszeit zu nützen und den Augenblick zu leben, begleitet.

„Man schiebt zu viel auf in seinem Leben. Später werde ich dies und später können wir das. Dabei wissen wir doch überhaupt nicht, ob es ein Später gibt. Wir halten uns alle für unsterblich.“

„Manchmal wünsche ich mir, ich könnte die Uhr zurückdrehen. Ich würde alles anders machen. Und ich würde jede Sekunde genießen, jede einzelne Sekunde. Warum merkt man immer zu spät, wie kostbar das Leben ist?“

Fazit: „So lange sie tanzen“ stellt eine zauberhafte Hommage an die Liebe dar und ist eine Lektüre, die man nicht so rasch wieder vergessen kann.

Begeisterte fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Egal was passiert, wir werden einander nie verlassen, solange wir uns lieben!

Rezensionen von liesmal:

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Erinnerungen

Die hellblauen Schuhe von Noor van Haaften

„Die hellblauen Schuhe“ der Autorin Noor van Haaften ist erschienen bei Gerth Medien. Der Titel des Buches ist gleichzeitig eine von 27 wahren Geschichten aus dem Leben der Autorin. Hellblaue Schuhe in großer Zahl sind auf dem wunderschönen Cover abgebildet. Das erkennt man allerdings erst bei näherem Hinsehen.

Auf den ersten Blick könnten es auch Schmetterlinge oder kleine Blumen sein. Wundersame Begegnungen und Erlebnisse sind Gegenstand der gefühlvollen Geschichten, aber auch das Wunder der Schöpfung – zum Beispiel ein kleines Schneeglöckchen – bietet Raum für eine besondere Geschichte. Jeder Geschichte stellt Noor van Haaften ein besonderes Zitat oder einen Bibelspruch an die Seite und stellt eine Verbindung her. Beim Lesen ist die Liebe zu spüren, mit der die Autorin Menschen und Tieren, aber auch der gesamten Schöpfung begegnet.

Dieses Buch enthält Geschichten mit Bezug zur Bibel zum Selberlesen, sie sind aber auch zum Vorlesen in einer Gruppe sehr gut geeignet, bieten Raum zum Nachdenken und zum Austausch, es gibt lustige und traurige, aber auch hoffnungsvolle Geschichten. Sehr gern empfehle ich dieses Buch mit vielen ganz persönlichen Geschichten, die mich sehr berührt haben und mir viele gute Nachrichten übermitteln konnten.

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Erinnerungen

Rezensionen von Anja:

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Raubtierspaß für klein und groß

Die wilde Baumhausschule: Raubtierzähmen für Anfänger von Allert Judith

Greta ist neu in der Stadt und geht zum ersten Mal in eine Schule. Zumindest war das der Plan, doch leider stürzt das Schulhaus ein, als sie auf ihrem Elefanten angeritten kommt. Kurzerhand nimmt Greta ihre ganze Klasse mit in den Zoo ihrer Eltern, um den Unterricht ins dortige Baumhaus zu verlegen.

Eine aufregende Zeit für die ganze Klasse bricht an, denn ständig geht im Zoo irgendwas schief.

Die Aufmachung des Buches ist super süß. Im Einband befinden sich farbige Illustrationen zu den Figuren. Die Geschichte selbst ist mit zahlreichen schwarz-weiß Abbildungen versehen, die schön anzusehen sind und den Inhalt des jeweiligen Kapitels unterstreichen.

Der Schreibstil ist kindgerecht einfach und anschaulich. An vielen Stellen ist die Geschichte sehr witzig, was vor allem an der speziellen Darstellung einiger Zoobewohner liegt.

Auch die Handlung empfinde ich für die Altersgruppe als passend.
Die Haupthandlung dreht sich um den verrückten Zoo, in dem jeden Tag andere ungewöhnliche Dinge passieren, sodass es für die Schulklasse eine Art kleinen Kriminalfall zu lösen gibt.
Zwar deutet sich die Auflösung früh an, dennoch können die Leser/innen ein wenig miträtseln, wer, was und warum es passiert. Die Motive des „Täters“ sind dann ein wenig schräg, finde ich für eine Kindergeschichte aber ok.

Allerdings ist das Buch nicht nur witzig und abgedreht, sondern hat auch einen ernsten Unterton.
Da hätten wir zum einen Greta, deren Eltern immer nur arbeiten, sodass das Mädchen sich eine etwas normalere Familie wünscht. Dieser Punkt kommt in diesem Band noch etwas kurz – vielleicht wird das Thema in den Folgebänden noch bearbeitet?
Und dann gibt es Theo, der im letzten Schuljahr als Klassenclown galt und nun den Druck verspürt, seinem Ruf wieder gerecht zu werden. Theo glaubt, dass ihn niemand mag, wenn er nicht witzig ist, sodass er nicht wiederspricht, als die Kinder ihm die Streiche im Zoo zuschreiben. Doch als die Ereignisse vor Ort immer weniger witzig werden, weiß Theo nicht, wie er aus der Nummer wieder herauskommen soll. Seine Mitschüler beginnen sauer zu werden, weil sie „seine Streiche“ langsam gefährlich werden. Theo muss also irgendwas tun, um seine Unschuld zu beweisen. Letztlich läuft es natürlich darauf hinaus, dass Theos Freunde ihn auch mögen, wenn er keinen Unsinn anstellt und er einfach so sein soll, wie er ist. Das Thema ist über die komplette Handlung eingewoben, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen.

Fazit

Wild-zahme Tiere und eine kleine Detektivgeschichte rahmen eine Handlung voller lebensnaher Themen wie Freundschaft, Mut oder den Wunsch, gemocht zu werden, ein. Aufmachung, Schreibstil und Handlung finde ich für die Altersgruppe absolut passend.

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Raubtierspaß für klein und groß

Rezensionen von Anja:

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spannender, ereignisreicher Auftakt

Die wilde Baumhausschule: Raubtierzähmen für Anfänger von Allert Judith

Kurz vor ihrem 18. Geburtstag erfährt Caroline, dass sie eine Hexe ist. Aber es kommt noch schlimmer: Ihre Fähigkeiten wurden bisher nicht aktiviert und könnten völlig außer Kontrolle geraten, wenn dies nicht dringend nachgeholt wird. Es gibt da nur ein kleines Problem, dass Caroline in große Gefahr bringt…

Grundsätzlich hat mir die Geschichte gut gefallen.

Ich-Erzählerin Caroline ist eine sympathische Protagonistin, die sich erstaunlich schnell mit der Tatsache abfindet, dass sie magische Kräfte besitzt. Nur die Kontrolle der Fähigkeiten gestaltet sich eher als schwierig.
Dass ihr zwei Jungs, die sie beide gern mag, ihre Hilfe anbieten und dabei um ihre Zuneigung buhlen, macht die Trainingsstunden für Caroline auch nicht gerade einfacher. Durch ihre aufgewühlten Gefühle verliert sie hin und wieder ihr eigentliches Ziel aus den Augen, obwohl sie eigentlich kaum Zeit zum Abschweifen hat.
Caroline weiß nur wenig über ihre Herkunft und Vergangenheit. Die aktuellen Ereignisse konfrontieren sie mit vielen verdrängten Erinnerungen, sodass der Teenager in vielen Situationen ein Wechselbad der Gefühle durchlebt.

Hin und wieder gibt es zwischen Carolines Passagen Abschnitte aus der Sicht eines unbekannten, welche kleine Hinweise zum Voranschreiten der Handlung geben oder neue Fragen aufwerfen. Die für diese Kapitel gewählte Schriftart fand ich anfangs etwas schwierig zu lesen.

Die ganze Handlung ist sehr ereignisreich. Es werden immer wieder neue Fragen aufgeworfen, auf die Caroline und ihre Freunde Antworten suchen. Gleichzeitig weiß Caroline nicht immer, wem sie trauen kann. Denn irgendwer ist hinter ihr her und ohnehin drängt die Zeit. Dadurch wird das Geschehen, je weiter es voranschreitet, immer spannender und dramatischer. Es gibt einige Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen, und einen richtig fiesen, schockierenden Cliffhanger.

Auch wenn ich die ganze Hexenwelt mit den verschiedenen Clans einerseits total spannend fand, fand ich es dennoch schade, dass jede Hexe/ jeder Hexer zwar eigentlich eine bestimmte Fähigkeit hat, über die kein anderer verfügt, sie aber letztlich irgendwie doch alles zu können scheinen. Fensterscheibe kaputt? Kein Problem. Schäbiges Hotelzimmer? Eine Handbewegung und es wird eine Luxushütte daraus…
Dadurch wirken die Hexen so übermächtig, gleichzeitig haben sie aber doch einige Probleme, die sich dann plötzlich doch nicht mit ihren Kräften lösen lassen.
Im krassen Gegensatz dazu stehen die Voodoomagier, deren Magieausübung so überzogen dargestellt ist, dass sie schon fast wieder lächerlich wirkt.

Aufgrund des dramatischen offenes Endes bin ich sehr gespannt auf den zweiten Band.

Fazit

Spannende Handlung mit sympathischen Figuren. Obwohl die Zeit drängt, ist Caroline manchmal ein wenig zu sehr mit ihrem Jungsproblem beschäftigt, letztlich entwickelt sich aber dennoch eine rasante, spannungsgeladene Handlung voller Überraschungen.
Wenn die Hexen ein klein wenig enger definierte Fähigkeiten gehabt hätten, hätte es mir noch besser gefallen.

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Raubtierspaß für klein und groß

Rezensionen von Caroline :

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Wie lange ist man schuldig?

Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson

Chicago 2004: Während einer Veranstaltung bedroht Ben Solomon mit einer ungeladenen Pistole einen angesehenen jüdischen Mitbürger der Stadt. Elliot Rosenzweig Förderer der Schönen Künste, großzügiger Unterstützer diverser sozialen Programme und persönlicher Freund des Bürgermeisters.


Ben glaubt in Elliot einen ehemaligen "Freund" erkannt zu haben.

Er soll Otto Piontek sein, ein Deutscher, der einige Jahre in Bens jüdischer Familie lebte. Als Deutschland Polen eroberte, schloss Otto sich der SS an und dabei eignete er sich widerrechtlich jüdisches Eigentum an.

Nun setzt Ben alles daran, Otto vor Gericht zu zerren. Dabei sollen ihm Catherine Lockhart und Liam Taggart helfen. Sie müssen Beweise finden, dass Elliot Otto ist, um ein Gerichtsverfahren beginnen zu können.

Wie hat es mir gefallen?

Als ich gesehen habe, dass von Ronald H. Balson ein weiteres Buch auf Deutsch erscheint, wollte ich es unbedingt lesen. Sein Werk "Karolinas Töchter" war eines meiner Jahreshighlights 2018, denn es hat mich unheimlich berührt und die Geschichte bleibt mir sicherlich noch sehr lange im Gedächtnis.

Kurzer Hinweis: dieses Buch ist eigentlich das erste in der Catherine Lockhart und Liam Taggart Reihe. Es gibt eine kleine (wirklich kleine) Hintergrundstory, die hier beginnt und in "Karolinas Töchter" weiter erzählt wird.

Diese Geschichte unterscheidet sich wesentlich von "Karolinas Töchter". Wieder wird das Buch aus zwei abwechselnden Perspektiven erzählt. Die Rückblenden ins Polen des Zweiten Weltkriegs sind erschütternd, schockierend und ungemein ergreifend. In der Gegenwart liegt das Hauptaugenmerk auf einem möglichen Gerichtsverfahren und der Erbringung von Beweisen. Ben bringt seine Vergangenheit schonungslos ans Licht. Schmerzliche Erinnerungen an seine Eltern, Verwandte und Freunde und glasklare an seine Peiniger. Dennoch war sein Leben glücklich und geprägt von einer liebevollen Ehe.

Bens Erzählungen und Liams Nachforschungen stehen einer unsicheren Catherine entgegen. Oft sehen wir in Gerichts- bzw. Anwaltsromanen eine/n strahlende/n Helden/in. Catherine zweifelt stark. Zuerst am Fall, an ihrer Berufswahl, an ihrer Anstellung bei einer gut gehenden Anwaltskanzlei und vor allem an sich. Ihre Entwicklung erstaunte mich sehr und ist sicherlich noch nicht am Ende angekommen.

Die wichtigste Frage, die ich mir während der Lektüre selbst bestellt habe, war: "Wie lange darf Strafe für eine Schuld eingefordert werden?"

Diese Thematik begleitet mich seit jeher. Moral und Ethik spielen für mich dabei eine große Rolle und dennoch gehen manchmal Verstand und Herz nicht Seite an Seite, sondern ziehen in zwei völlig unterschiedliche Richtungen.

Ich gebe zu, dass mir persönlich "Karolinas Töchter" besser gefallen hat. Die Geschichte rund um diese zwei Mädchen war herzerweichend. "Hannah und ihre Brüder" setzt an einer völlig anderen Stelle an, die die Geschichte nüchterner erzählt.

www.mariessalondulivre.at

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Wie lange ist man schuldig?

Rezensionen von jiskett:

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Guter Krimi mit einem überraschend grausamen Fall

Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson

In "Mörderisches Lavandou" wird Leon Ritter mit grausamen Verbrechen konfrontiert. Das Vorgehen des Täters ist recht speziell und bei der Untersuchung der Leiche kommen entsetzliche Einzelheiten zu Tage, die vermuten lassen, dass hinter dem Fall mehr steckt, als es den Anschein hat. Ich muss sagen, dass ich die Schilderungen fast zu detailliert fand, da ich sie in diesem Ausmaß nicht von der Reihe gewohnt war, doch die Ermittlungen waren trotzdem interessant und ich wollte wissen, welche Motivation hinter diesem Vorgehen steckte.

Es war lange nicht ersichtlich, was den Täter antrieb und auch die Kapitel aus seiner Sichtweise gaben nur wenige Hinweise, was natürlich zu Spekulationen anregte. Die Auflösung war meiner Meinung nach überzeugend, hätte aber etwas ausführlicher behandelt werden können, da am Ende alles ziemlich schnell ging.

Wie schon in den vorherigen Bänden wurde die Arbeit in der Rechtsmedizin sehr interessant dargestellt, auch wenn sie mir dieses Mal fast ein wenig zu kurz kam. Die Ermittlungen, die Ritter eigenmächtig anstellt, wurden jedoch ebenfalls gut und fesselnd geschildert, ebenso wie das Vorgehen der anderen Charaktere. Aus der Inhaltsangabe geht bereits hervor, dass der Fall für Leon persönlich wird, zum einen, weil er in Schwierigkeiten gerät, zum anderen, weil seine Lebensgefährtin plötzlich verschwunden ist. Diese Aspekte hatten letztlich eine geringere Bedeutung, als ich erwartet hatte, aber sie spielen durchaus eine große Rolle und dadurch ist es umso entscheidender, dass aufgeklärt wird, was hinter den Vorkommnissen und Funden steckt. Der Autor hat gut dargestellt, wie Leon versucht, die Wahrheit herauszufinden, aber es war nicht gerade schön zu sehen, wie er in diese Situation geraten ist. Ich fand es auch etwas seltsam, wie die Leiter der Ermittlungen mit allem umgegangen sind, doch es wurde immerhin erklärt, wieso sie so gehandelt haben.

Ein wenig schade war, wie Leons Privatleben in diesem Band dargestellt wurde. Er hat ein paar Entscheidungen getroffen, die ich schwer nachvollziehbar fand und es kam mir etwas bequem vor, wie der Konflikt aufgelöst wurde, doch zugleich wurde der innere Tumult des Protagonisten glaubwürdig dargestellt und ich fand gut, dass sein Verhalten thematisiert wurde. Die Balance zwischen diesen Szenen und der Arbeit am Fall ist definitiv gelungen und ich mochte, wie die beiden Bereiche sich im Laufe der Handlung mehr und mehr vermischt haben.

Alles in allem würde ich "Mörderisches Lavandou" mit 4 Sternen bewerten. Es ist ein gut geschriebener, fesselnder Krimi, der den Leser mit einem überraschend grausamen Fall konfrontiert, aber auch mit ruhigen Momenten dienen kann. Die Ermittlungen waren interessant und obwohl mir am Ende alles ein wenig zu schnell ging, war die Auflösung passend.

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Wie lange ist man schuldig?

Rezensionen von manu63:

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Die Schlacht tobt

Das Erbe der Macht - Band 18: Blutnacht von Andreas Suchanek

Blutnacht ist der Titel des 18. Bandes der Das Erbe der Macht Reihe des Autors Andreas Suchanek. Überall toben Kämpfe und viele der Licht-und Schattenkämpfer werden getötet. Das Chaos regiert und mittendrin Bran der seine Fäden zieht. Jen und Alex versuchen zu retten was zu retten ist und müssen im Laufe der Ereignisse erkennen das ein uralter Pakt ihr Schicksal besiegeln will.

Alte Legenden und Wahrheiten werden aufgedeckt und nichts ist wie zuvor und alles wird in Frage gestellt.

Band 18 der Reihe ist sehr heftig, es gibt viele Tote und Verletzte und das Schicksal in Form des Autors macht nicht Halt und bringt auch geliebte Hauptcharaktere in Lebensgefahr. Der Schreibstil ist wir gewohnt flüssig und die einzelnen Kapitel enden oft mit einem Cliffhanger während das neue Kapitel wieder einen der anderen Stränge aufnimmt. Die Spannung steigt an etlichen Stellen ins unermessliche und als Leserin wurde ich in den Bann der Geschichte gezogen und musste dann ungläubig auf das Wort Ende schauen. wo ich doch so gerne weiter gelesen hätte. Die Reihe steuert mal wieder auf neue Höhepunkte zu und der Autor versteht es sehr gut seine Leserschaft zu faszinieren und in Atem zu halten.

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Die Schlacht tobt

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Nur zu 1/4 im Musée d'Orsay

Die Frau im Musée d'Orsay von Foenkinos David

Ich liebe das Musée d'Orsay, besonders wegen den Bildern der Impressionisten. Auch mag ich Bücher mit speziellen Charakteren. Laut Klappentext erwartet mich im neuen Roman von David Foenkinos so eine interessante Figur.

Interessant war dann leider bloss das erste Viertel, in dem wir Antoine Duris im Musée d'Orsay begegnen.

Im zweiten Viertel erfährt man Antoines Geschichte, bis zu dem Punkt, als Camille in seinem Kurs auftaucht. Ihre Story, die zwar erschütternd ist, aber trotzdem nicht berührt, erfahren wir in den nächsten 40% und die restlichen 10% blieben dann noch für den Abschluss der Geschichte mit Antoine.

Leider habe ich mich vom Cover, vom Titel und vom Klappentext in die Irre führen lassen. Es ist so gar keine schöne französische Geschichte, wie man sie zum Beispiel von Jean-Paul Didierlaurent geboten bekommt. Mir fehlten Emotionen, Charme, ebenso die Glaubwürdigkeit betreffend Camilles Leben.

Auch sprachlich kann "Die Frau im Musée d'Orsay" überhaupt nicht mithalten. Im noch interessanten ersten Teil beginnt gefühlt jeder zweite Satz mit "Er ...", später werden die Satzanfänge zwar abwechslungsreicher, aber der Schreibstil und der Inhalt sind eintönig.

Dazu fragte ich mich, warum der Autor einen Vornamen bei einem Roman, bei der gerade mal eine Handvoll Figuren wichtig sind und eine weitere Handvoll daneben mal kurz auftauchen, doppelt vergeben muss. Auch wenn der zweite Name nicht wichtig für den Verlauf ist und quasi nur aufgezählt wurde, gibt es dennoch mehr als nur zehn französische Frauen-Vornamen.

Überzeugt hat mich einzig der erste Teil, der im Musée d'Orsay spielt. Die Geschichte geht danach aber in eine ganz andere Richtung, weder Manet, Monet noch Modigliani spielen noch eine Rolle.

Obwohl seit längerem zwei andere Titel vom Autor auf meiner Merkliste stehen, wird dies mein erster und letzter Foenkinos-Roman bleiben. "Die Frau im Musée d'Orsay" verspricht mehr, als man schlussendlich zu lesen bekommt. Zukünftig bleibe ich bei französischen Autoren, dir mir den versprochenen französischen Charme auch wirklich bieten.

Fazit: Banale Geschichte, die leider nur zu einem Viertel im Musée d'Orsay spielt.
2 Punkte.

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