Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Tolle Idee, gelungene Umsetzung
Die One-Pot-Challenge von Jumbo Schreiner; Martin Kintrup; Sarah Schocke; Sandra Schumann
Dieses Buch hat mich neugierig gemacht, da ich Kochbücher sammle und dieses so ganz anders klang. Ein anderer Ansatz, eine neue Herangehensweise, das klingt interessant. Und das Buch hat mich auch begeistert. Es ist nicht nur eine tolle Idee gewesen, sondern auch gelungen umgesetzt. Ein bisschen witzig, mit vielen Bildern und neuen Ideen für eine etwas ausgefallenere Küche, dabei aber nie abgehoben.
So wird immer eine Zutat, zum Beispiel eine Aubergine, vorgeschlagen und die drei Kandidaten müssen dann etwas Leckeres daraus kochen. Dabei müssen sie sich aber auf ein „one pot“, also einen Topf, ein Blech oder eine Pfanne, beschränken und darin das komplette Essen zaubern. Eine lustige Idee, die viel Kreatives und auch Neues zu Tage bringt. Als Leser und „Nachmacher“ bekommt man Rezepte und Ideen geliefert. Außerdem werden die jeweiligen Essensvorschläge immer auch bewertet und unter einander verglichen.
Ein wunderbares Buch, das eine tolle Rezeptsammlung mit Humor und schönen Bildern verbindet, was will man mehr? In die Küche gehen und kochen vielleicht...
Rezensionen von Streiflicht:
Spannend mit seltsamem Ende
Hannas Leichen von Alex Buchenberger
Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, denn ich hatte sehr verschiedene Kommentare darüber gelesen. Das macht es immer besonders spannend.
Ich kam gut in die Geschichte rein und fand auch den Fall sehr interessant, aber leider hat mir das Ende die Freude dann doch ziemlich verhagelt. Vorher mochte ich die Ermittlerin Hanna recht gerne, aber dann war es irgendwie aus.
Schade, denn das hätte nicht sein müssen und war auch für den Fall völlig unerheblich.
Bis auf die letzten Kapitel hat mir das Buch aber wirklich gut gefallen und hat mich gut unterhalten. Die Figuren werden realitätsnah und detailreich beschrieben, sodass man als Leser dem Geschehen gut folgen kann. Der Fall war rund und mit einem roten Faden, sodass man das gut nachvoll-ziehen konnte. Allerdings hatte ich schon früh einen Verdacht, der sich dann auch bestätigt hat. Für mich war das ziemlich glasklar und eine Wendung wäre noch schön gewesen. Aber wie gesagt, abgesehen vom Ende hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Sollte es weitere Fälle mit Hanna geben, würde ich sie gerne lesen und ihren Werdegang weiter mitverfolgen.
Rezensionen von BarbaraM:
Lebe und vertraue deiner Individualität, verliere nie die Hoffnung und zähle auf die Familie!
Hannas Leichen von Alex Buchenberger
„Wo man im Meer nicht mehr stehen kann“ von Fabio Genovesi ist 2019 in der deutschsprachigen Ausgabe im Verlag C. Bertelsmann erschienen und im Jahr 2017bei Mondadori Libri. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 408 Seiten.
Der achtjährige Fabio wächst in der unglaublichen, italienischen Familie der Mancinis auf: er hat neben seinen Eltern und Großeltern gleich noch zehn weitere Großväter, die unverheirateten Brüder seines Opas.
Fabio steht also im absoluten Mittelpunkt der großen Familie und natürlich möchte jeder der teilweise auch schrulligen Charaktere viel Zeit mit ihm verbringen und ihn auf das „echte“ Leben vorbereiten. Erst in der Schule bemerkt Fabio, dass es auch noch gleichaltrige Kinder gibt, doch da ist er längst ein Außenseiter.
Als sein Vater durch einen Unfall ins Koma fällt, gelingt es Fabio durch seine eigene Art, zu ihm durchzudringen.
Fabio Genovesi gelingt es in seinem Roman den Leser durch seinen feinfühligen, unglaublich anschaulichen, poetischen und dabei auch so humorvollen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Er lässt den jungen Protagonisten Fabio, die Welt der Erwachsenen immer so gut und klug erklären und verstehen und bringt sehr viel Gelassenheit in die Geschichte der oftmals so skurrilen Personen.
Die Botschaft des Buches lautet in meinen Augen: Lebe und vertraue deiner Individualität, verliere nie die Hoffnung und zähle auf die Familie!
Fazit: Ein wunderschöner, feinfühliger, humorvoller und lesenswerter Roman, der mir sehr viele Glücksmomente beim Lesen schenkte und bei dem man unweigerlich ein Grinsen während des Lesens im Gesicht hat.
Es war für mich ein sehr schönes Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Fabio und seiner großen Familie einzutauchen.
Ich kann es jedem nur weiterempfehlen.
Rezensionen von Petra Sch.:
ein äußerst komplexer Kriminalfall
Das Verschwinden der Stephanie Mailer von Dicker Joël
Kurz zum Inhalt:
Am 30. Juli 1994, am Tag des allerersten Theaterfestivals, geschieht im beschaulichen Badeort Orphea in den Hamptons ein schrecklicher Vierfachmord: Der Bürgermeister, seine Frau und sein Sohn sowie eine zur Tatzeit vorbeijoggende Einwohnerin von Orphea werden brutalst erschossen.
Die beiden jungen Polizisten Jesse Rosenberg und Derek Scott übernehmen voller Elan den Fall.
Schon bald findet sich ein Verdächtiger.
Doch 20 Jahre später behauptet die Journalistin Stephanie Mailer, dass die beiden damals den falschen Täter hatten, und dass sie das Offensichtliche übersehen hätten. Kurz darauf verschwindet Stephanie Mailer und Jesse und Derek nehmen die Ermittlungen von damals wieder auf. Was hatten sie übersehen?
Meine Meinung:
"Das Verschwinden der Stephanie Mailer" ist mein erster Roman von Joel Dicker. Nach kurzer Eingewöhnungsphase hat mir der Schreibstil gut gefallen.
Die Geschichte wird in verschiedenen Erzählperspektiven und zwei Zeitebenen dargestellt: 1994 und 2014. Der Leser erfährt immer nur bruchstückhaft über die Ereignisse von 1994, und in der Gegenwart 2014 gehen die Geschehnisse voran. Der Zusammenhang baut sich erst tröpfchenweise nach und nach auf.
Die vielen verschiedenen Charaktere bringen jeder auf seiner Weise die Geschichte voran. Die detaillierten Beschreibungen lassen Atmosphäre und Spannung aufkommen, jedoch nehmen die ständigen Perspektiven- und Zeitwechseln teilweise das Tempo heraus.
Es ist ein wirklich komplexer Fall, der zum Mitdenken anregt, mit Verwicklungen und Verstrickungen, Erpressung, Korruption und vielen Nebenfiguren. Der Roman ist jedoch sehr gut durchdacht - jedes Mosaiksteinchen scheint seinen Sinn zu haben.
Jedoch war ich von der Polizeiarbeit von Jesse und Derek oft nicht begeistert: sie fragen nicht nach, sie forschen nicht richtig, und nehmen Vieles bzw. die Aussagen als gegeben hin, ohne zu hinterfragen. So funktioniert doch keine richtige Polizeiarbeit.
Und seeehr übertrieben fand ich die Darstellung des ehemaligen Polizeichefs von Orphea, der mittlerweile Regisseur ist.
Die Auflösung war dann so, wie ich es mir nach ca. zwei Dritteln des Buches bereits dachte.
Trotzdem hat mir die Geschichte insgesamt gefallen und ich werde bestimmt noch andere Werke von Joel Dicker lesen.
Fazit:
Die Geschichte hat mir trotz vieler übertriebenen Darstellungen und Klischees gefallen; ich mag es, wenn so ein typisch amerikanisches Kleinstadtleben detailliert ausgeschlachtet wird und sich somit ein komplexer Kriminalfall ergibt. Nur die ermittelnden Beamten hätten für meinen Geschmack genauer arbeiten können (dann hätten sie den Fall nämlich schon 1994 gelöst! ;)
Rezensionen von yesterday:
Literatur, die immer aktuell sein wird
Wo die Schakale heulen von Amos Oz
Wer “Eine Geschichte von Liebe und Finsternis” von Amos Oz gelesen hat, wird manche Begegnungen, Szenen und Charaktere in diesem Buch möglicherweise leichter begreiflich finden als ohne dieses “Vorwissen” um den so eigenen, sehr metaphorischen und dann wieder unverblümten, direkten Stil des Jerusalemer Autors.
“Wo die Schakale heulen” entstand vor Oz’ autobiografischem Epos und erschien im Original 1965. Es enthält zehn Kurzgeschichten, fiktive Episoden und Einblicke in das damalige Israel und seine leidgeprüften Einwohner.
Es ist kein Roman, den man so eben nebenbei als leichte Lektüre lesen kann, die Geschichten eint allesamt dass sie kaum, eigentlich gar keine, heitere Momente besitzen. Humor findet sich nur zwischen den Zeilen, in einzelnen Bemerkungen oder Gedanken entweder eines der Personen oder des Erzählers.
Oz beherrscht meisterlich, feinste Stimmungen und Schwingungen zwischen Charakteren entstehen zu lassen, ohne etwas darüber niederzuschreiben. Er lässt das meiste im Kopf des Lesers entstehen, so lange bis man sich fragt, ob man da nicht doch zu viel hineininterpretiert hat?
Und dann wieder, ganz plötzlich, schwenkt die Situation um und er präsentiert mit wenigen Sätzen eine so intensive, überraschend direkte, fast brutal ehrliche Szenerie, die auch so schnell wieder vorbei ist, dass man als Leser kaum Zeit hat, davon abgestoßen zu werden.
Die zehn Geschichten lassen sich zwar auch rein als Einblick in die damalige, uns ferne Welt verstehen, dennoch bieten sie allesamt die Möglichkeit, Gleichnisse zu entdecken, Kritik an Umständen, der Gesellschaft und anderem, die auch heute und auch außerhalb Israels ihre Gültigkeit haben.
Werke von Amos Oz sind jedem zu empfehlen, der Lust auf anspruchsvolle, tiefgehende Literatur hat, aber die “klassische Weltliteratur” schon kennt oder nicht lesen möchte. Es ist nur wichtig, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, nicht vom ungewohnten, schwierigen Beginn abschrecken zu lassen, den Oz einem neuen Leser zweifellos bieten kann.
Wer es sich zutraut, sollte meiner Meinung nach gleich mit “Eine Geschichte von Liebe und Finsternis” starten, aber ansonsten ist “Wo die Schakale heulen” ein guter Einstieg und stilistisch sogar der etwas schwierigere. Durch die kurzen Episoden, die über mehrere Jahre entstanden sind, merkt man, dass der Stil noch nicht ganz der ausgereifte ist wie im großen Roman, er schwankt noch stärken zwischen den Extremen.
Dass Amos Oz seine Werke nicht mehr überarbeiten kann (er verstarb 2018), ist einerseits schade, andererseits hat er durch seine erzählerische Gabe Texte geschaffen, die in vielen Aspekten so universell sind, dass sie mehrere Generationen später als Gesamtkomposition nichts an Eindringlichkeit verloren haben. Oz blickt seinen Protagonisten tief in Kopf und Seele und extrahiert mittels weniger Wörter und Sätze ihre ureigenste Menschlichkeit. Und solange es Menschen auf der Erde gibt, ganz egal was und wie wir uns verändern, solange bleibt diese Form der Literatur aktuell.
Rezensionen von manu63:
Guter Abschluss
Wo die Schakale heulen von Amos Oz
Hoffnung lautet der Titel des zweiten Bandes der Dilogie Dark Age der Autorin Sabine Schulter. Die Geschichte über Liz und Nick und die Suche nach Beweisen für Liz Unschuld geht weiter. Unterstützt von ihren Freunden gehen die Protagonisten durch Höhen und Tiefen und der Band endet mit einem großen Showdown.
Wie bereits im ersten Band ist der Erzählstil schnörkellos und gut lesbar. Die Protagonisten agieren gefühlvoll und man merkt als Leser welche Freundschaft hinter allem steht. Der Fokus liegt hierbei nicht auf den Kämpfen gegen die Dunkeln sondern bei der Suche nach Beweisen und die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Liz und Nick und wie Liz die Ereignisse der Vergangenheit bewältigt. Der oft eher ruhigere Erzählstil wird von mir geschätzt, wobei die Spannung nicht zu kurz kommt. Langeweile kommt bei mir an keiner Stelle auf und die Entwicklungen rund um Nick und Liz werden schlüssig erzählt. Gerade die Kleinigkeiten am Rande der Geschichte machen ihren Charme aus und ich hätte gerne noch weiter gelesen wie das Leben von Nick und Liz sich entwickelt. Dennoch ist der Abschluss rund und lässt keine Fragen offen.
Rezensionen von nane 2408:
schöne Geschichte
Wo die Schakale heulen von Amos Oz
Dieser Roman von Anstey Harris hat mich wirklich überzeugt.
In einer ruhigen Weise erzählt uns die Protagonistin ihre Geschichte, mal in der Gegenwart mal in kleinen Rückblenden.
Sie muss einige Schicksalsschläge verkraften, auch werden ihre Zukunftspläne wie Seifenblasen zerplatzen und doch schafft sie es mithilfe ihrer Freunde und der Musik zu sich selbst zu finden.
Als sie an ihrem schlimmsten Tiefpunkt angekommen ist und sie nicht mehr will, holen ihre Freude sie da raus. Und endlich steht sie auf eigenen Füssen, traut sich was zu, nimmt ihr Leben selbst in die Hand und trifft eigene Entscheidungen.
Diese Wandlung der Protagonistin ist einfach nur schön zu lesen.
Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen und ich empfehle sie gerne weiter.
Rezensionen von rewareni:
Laurenz erster Fall
Was die Gottlosen planen von Magnus Mahlmann
Gefängnispfarrer Laurenz Broich wird ausgerechnet nach Köln in sein Heimatveedel als Pastor versetzt. Dort leben seine Schwester Linda, die die Familien Detektei übernommen hat mit ihrem an Demenz leidenden Großvater Eberhard. Ein wenig überfordert ist Laurenz mit der energischen Charity-Lady Birte Molzhagen, die sich nicht nur ehrenamtlich bei der Nachbarschaftshilfe engagiert, sondern die auch für den neuen Pastor das Pfarrhaus renovieren lassen möchte.
Bald schon kommt Laurenz in einen Gewissenskonflikt als er erfährt, dass seine Schwester im Auftrag von Martin Molzhagen dessen Frau Birte observieren muss, um diese der Untreue zu überführen. Als kurz daruf ein Mord passiert müssen Linda und Laurenz erkennen, dass so mancher ein unlauteres Spiel spielt und sie gemeinsam versuchen müssen, schlimmeres zu verhindern. Zum Glück haben sie auch noch Olek, den Laurenz aus dem Gefängnis her kennt, der nun bei ihnen wohnt und sich um den Haushalt und Opa Eberhard kümmert. Denn geheimnisvolle Nachrichten, die ihren Großvater betreffen, sind mysteriös und besorgniserregend.
,, Was die Gottlosen planen´´ ist der erste und bestimmt nicht letzte Fall des Pfarrers Laurenz Broich. Der Autor Magnus Mahlmann hat eine spannende, auch humorvolle und schöne Geschichte rund um Laurenz und seiner Familie geschrieben. Seine beiden Protagonisten Laurenz und Linda kommen sehr sympathisch rüber, auch wenn gerade zu Beginn sich die Freude über ein Wiedersehen in Grenzen hält. Sie, die die langjährige Familientradition in einer Detektei zu arbeiten aufrecht erhält und er, der ganz aus der Reihe schlägt und sich nie dafür interessiert hat. Dabei hat der Autor schöne und auch witzige Dialoge für beide parat, wenn sie sich gegenseitig ihren Beruf madig machen, aber auch wenn emotionale Gespräche über die Familie, ihre Enttäuschungen im Leben, zur Sprache kommen, fühlt man sich als Leser gut unterhalten. Es ist ein Roman, der nicht durch übermäßige Brutalität oder viele aufregende Szenen besticht, sondern der eher in ruhiger Art und Weise Gefühle und Emotionen rüberbringt. Mich hat es auch gar nicht gestört, dass man ca. ab der Mitte schon weiß, wer der Mörder ist, weil danach noch spannende und unerwartete Szenen kommen. Auch die Nebenprotagonisten wie der ehemalige Strafgefangene Olek, der sich zu einem tollen und hilfsbereiten Mitbewohner entwickelt hat, sowie der demente Großvater Eberhard, dem anscheinend ein düsteres Geheimnis aus seiner Vergangenheit umgibt, sowie der humorvolle Pater Matthew, runden perfekt die Geschichte ab. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Mischung zwischen feinem Zynismus, Spannung, Intriegen und menschlichen Schicksalen macht den Roman zu einem Lesevergnügen. Da die Familiengeschichte und die Geheimnisse rund um den Großvater noch nicht abgeschlossen sind, darf man sich schon auf den nächsten Fall von Pfarrer Laurenz freuen.
Rezensionen von begine:
Die Frauen machen das
Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung von Heidi Rehn
Von der Autorin Heidi Rehn habe ich schon einiges gelesen. Ihr neues Werk „Das Lichtspielhaus – Zeit der Entscheidung“ führt uns München und fängt in den 20er Jahren an.
Es ist interessant zu lesen, wie die Kinowelt in den Jahren Veränderungen hin nahm. Die Autorin hat eine fiktive Familie geschaffen.
Die Familie Donaubauer besitzt ein mondänes Lichtspielhaus und 6 kleinere. Mit Zenzi, der Patriarchin hat die Autorin ein Unikum geschaffen. Zusammen mit ihrer Schwiegertochter kämpfen sie um ihr Weiterkommen und Weiterbestehen bis in die 1940er Jahre.
Die zwischenmenschlichen Themen sind interessant.
Heidi Rehn schreibt mit ruhiger Stimme ein besonderes Stück Zeitgeschichte. Ich war von der Geschichte gefesselt.
Rezensionen von Bibliomarie:
Nett
Hamish Macbeth ist reif für die Insel von M. C. Beaton
Weihnachten steht vor der Tür. Hamish Macbeth hat Männerschnupfen, zum Weihnachtsfest hat sich eine nervige Tante angesagt – da kommt der Vorschlag seiner alten Freundin Priscilla grade recht. Ihre Bekannte Jane betreibt ein Wellness Hotel auf der kleinen Insel Eileencraig und fühlt sich bedroht.
Zwei seltsame Unfälle und die Weissagung einer Hellseherin, die ihr den nahen Tod prophezeit, haben sie verunsichert.
Constable Hamish hat eh Urlaub und gegen einen kostenlosen Hotelaufenthalt hat ein Schotte noch nie etwas einzuwenden gehabt. Als er allerdings die anderen Hotelgäste kennenlernt, bereut er seinen Entschluss doch. Eine bunte Mischung Exzentriker hat sich dort eingefunden, die Stimmung ist nicht unbedingt harmonisch, auch Janes Ex-Mann ist dabei. Die Bevölkerung der Insel hat wirklich nicht viel für die Hotelbesitzerin übrig, das merkt Hamish sehr schnell, es liegt aber wohl eher an ihrem Auftreten: zu kurze Röcke, zu tiefe Ausschnitte, Stiefel bis übers Knie und glänzende Strumpfhosen. Wenn sich jetzt der Leser die Augen reibt, dann sollte er ins Impressum schauen. Das Buch ist schon gut 30 Jahre alt.
Aber tatsächlich kommt eine Frau ums Leben, sie trug bei einem Spaziergang über die Klippen ausgerechnet Janes Regenjacke – war es ein Unfall oder Mord wegen einer Verwechslung?
Wenn je das Prädikat „Cosy Crime“ passt, dann auf dieses Buch. Es passiert eigentlich nicht viel, die Geschichte lebt von den skurrilen Begebenheiten und kauzigen Charakteren. Ein wenig merkt man dem Text das Alter an, denn wenn man unterwegs ist muss zum Telefonieren ein Pub oder Hotel aufgesucht werden. Auch die Anspielungen auf Agatha Christie sind charmant, so merkt ein Hotelgast an, dass es der Vorfall einem ihrer Krimis ähnelt.
Die Autorin ist bekannt für ihre eher unterhaltsamen Krimis, wobei ich denke, dass sie grade noch die Kurve zwischen Komik und Albernheit geschafft hat.
Für Schottland Fans, am besten vor dem Kamin mit einem schönen Whisky konsumiert. ;-)








