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Rezensionen von Bibliomarie:

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Istrien

50 Dinge, die man in Istrien getan haben muss von Silvia Trippolt-Maderbacher

Die Covergestaltung zeigt schon, dass das Buch kein Reiseführer im herkömmlichen Sinn sein will. Kartoniert und mit einem farbigen Streifen, der die Anmutung eines Gummibands hat, wie man ihn bei Tage-und Notizbüchern kennt, wirkt es wirklich wie die Notizen einer gut informierten Reisenden, die sie gerne weitergibt.

Und genau das macht das Buch aus. Silvia Trippolt-Maderbacher kennt und liebt den Landstrich und zählt nicht einfach nur Sehenswürdigkeiten auf. Sie hat die Dinge aufgespürt, die man erst auf den zweiten Blick wahrnimmt und der bekannte Spruch „Man sieht nur, was man weiß“ wird bestätigt.
Mir war zum Beispiel gar nicht bewusst, das Istrien eine alte, geschichtsträchtige mediterrane Kulturlandschaft mitten im Herzen Europas ist. Römische und osmanische Einflüsse, die Venezianer und die Habsburger haben auch mitgemischt und alle haben ihre Spuren hinterlassen.


Eine Region, die man mit Fug und Recht als „ Genussregion“ bezeichnen kann. Dafür sorgen viele junge und engagierte Winzer und Olivenbauer, die alte Küche wird neu interpretiert und am liebsten würde ich mich sofort irgendwo am Wasser in einem Restaurant niederlassen.


Die Auswahl der 50 Orte ist ganz subjektiv und jeder Ort hat etwas ganz Besonderes, eine kleine geschichtliche Anekdote oder eine besondere Spezialität, oder …..
Jeder kann sich herauspicken, was für ihn bei seiner nächsten Istrienreise zu seinem Lieblingsort werden kann.


Ein handliches Format, eine überreiche Bebilderung (die meisten Fotos stammen wohl von der Autorin) und nützliche Abschnitte, farbig unterlegt und mit Info betitelt, sind echter Mehrwert. Bei den Infos finden sich nützliche Adressen, Tipps für kleine Ausflüge und Zwischenstopps, immer mal wieder ein Restauranttipp und vieles mehr.


Mich hat dieses Buch bei der Ferienplanung inspiriert und um auf den Beginn meiner Rezension zurückzukommen: ein echtes Gummiband hätte ich gut gefunden, denn dann finden auch persönliche Notizzettel, Eintrittskarten oder ähnliches einen Halt.

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Istrien

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Bezaubernd und romantisch

50 Dinge, die man in Istrien getan haben muss von Silvia Trippolt-Maderbacher

Naivität und amerikanische Oberflächlichkeit - das waren meine Hauptkritikpunkte an den ersten zwei Bänden der "Paris in Love"-Serie. Deshalb war ich sehr gespannt auf den nun vorliegenden dritten Teil, in dem auch wieder eine Amerikanerin Paris erobern soll.

Es ist die knapp 30jährige Del, die für einen Parfüm-Wettbewerb nach Paris kommt.

Sie wurde zusammen mit fünf anderen Teilnehmern ausgewählt und darf sich in der traditionsreichen Parfümerie Leclère den Aufgaben stellen.

Del wurde von ihrer Grossmutter in die Welt des Duftes eingeweiht. Doch seit dem Tod von Nan will ihr nichts mehr recht gelingen. Auch ihr Traum, in New York eine Parfümerie zu eröffnen, mit ihrer Zwillingsschwester Jen an ihrer Seite, klappte nicht. Wenn sie diesen Wettbewerb gewinnen würde, hätte sie neues Kapital um sich diesen Traum zu erfüllen.

Von Tag zu Tag ist Del immer mehr von Paris begeistert. Sie erlaubt sich sogar den Gedanken, wie es wäre hier zu leben, vielleicht sogar an der Seite von Sébastien, den jungen Chef der Parfümerie. Während sie sich Tagträumen hingibt, aber immer wieder von ihrer Vernunft besiegt wird, konkurrenzieren sich einige ihrer Kollegen. Del ist vorsichtig, denn auch sie könnte Opfer von Ablenkungsversuchen werden. Dabei hätten sie doch alle Freunde sein können. Immerhin mit zwei anderen aus der Teilnehmergruppe freundet sie sich an - als Leser mag man alle drei und drückt ihnen allen den Daumen.

Die Autorin hat hier nicht nur die Atmosphäre in Paris richtig gut eingefangen, sondern auch die Protagonistin lebensecht charakterisiert. Man spaziert mit Del durch die Strassen und hofft, dass sie sich total fallen lassen und ihre Lebenspläne über den Haufen werfen kann.

Viele der anderen Figuren sind ebenso toll, zum Beispiel Lex, Aurélie und Lila. Man spürt ihre Sehnsucht, ihre Trauer und ihre Träume. Auch jene von Sébastien, der erst vor einem Jahr seinen Vater verloren hat und sich in der Rolle als Firmenchef erst finden muss.

Endlich hat sich Rebecca Raisin von der Oberflächlichkeit verabschiedet und tischt uns glaubwürdige Figuren auf. Zudem nimmt die Autorin uns mit in die Welt des Parfüms, und beschreibt alles so klar und schön, dass man sich die beschriebenen Düfte gut vorstellen kann. Es ist definitiv der schönste und beste Band der dreiteiligen Serie.

Leser der vorherigen Bänden werden sich an den kurzen Wiedersehen mit Océane und Anouk erfreuen. "Die kleine Parfümerie der Liebe" kann jedoch sehr gut ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Fazit: Bezaubernd und romantisch - wie ein Spaziergang durch Paris, bei dem man die Zeit vergisst.
5 Punkte.

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Istrien

Rezensionen von buchina:

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Leider zu oberflächlich

Meistens kommt es anders, wenn man denkt,6 Audio-CDs von Petra Hülsmann

Auch wenn die Romane der Autorin einzeln abgeschlossen sind, findet man hier einige Charaktere aus dem Vorgängerband „Wenn's einfach wär, würd's jeder machen“ wieder. Der Vorgängerband mit der Lehrerin Annika war mein erster Roman von Frau Hülsmann und ich war sehr begeistert, was überraschend ist, da ich sehr selten diese Art von Liebesromanen lese, da sie mir einfach zu kitschig sind.

Aber der Roman gefiel mir, weil er so erfrischend war und vor allem humorvoll. Aus diesem Grund freut ich mich sehr auf den neuen Band ihrer Hamburgreihe.
Diesmal steht die Mitbewohnerin von Anika im Blickpunkt: Nele. Sie fängt einen neuen Job in einer Marketingfirma an und hat sich vor kurzem von ihrem angeberischen Freund getrennt. Kaum in der neuen Firma angefangen knistert es zwischen ihr und ihrem Chef Claas. Die Nebenhandlungen bestehen im Wesentlichen aus der Arbeit von Nele, ihre Agentur muss einen etwas verstaubten Politiker zu besseren Ergebnissen verhelfen und der Geschichte im Neles Bruder Lenny, der Trisomie 21 hat und versucht selbstständiger zu werden. Lennys Geschichte ist wirklich ein Highlight des Romans. Mit viel Gefühl erzählt die Autorin mit welchen Vorurteilen Lenny kämpfen muss und wie er sich mit seiner selbstbewussten Art dagegen ankämpft. Dagegen fand ich die Liebegeschichte zwischen Nele und ihrem Chef etwas langweilig. Beide Charaktere werden nur oberflächlich beleuchtet. Ihre Vergangenheit und ihre Beziehungswunden werden nur kurz angesprochen. Claas ist einfach perfekt und Nele war für mich, oft einfach naiv. Sie sind beide einfach nett.
Schmunzeln musste ich auch bei diesem Buch oft, aber es war für mich nicht so humorvoll wie die Schulgeschichten bei Anika. Hier hat mir aber gefallen, dass einer der Hauptcharaktere mit Behinderung gab, das ist wirklich selten. Und die Autorin hat seine Probleme in der Gesellschaft sehr gut umschrieben, ohne mit dem Zeigefinger alles aufzuzeigen. Dadurch wird schnell klar Lenny ist nicht behindert, er wird behindert.
Insgesamt ist es aber ein sehr kurzweiliger Roman, der gerade bei den Charakteren würde ich mir mehr Tiefe wünschen und auch die Liebesgeschichte war für mich wenig leidenschaftlich. Sehr intensiv dagegen waren die Beschreibungen von Hamburg, da merkt man sehr, dass Petra Hülsmann die Stadt liebt. Ich habe richtig Lust, meinen nächsten Sommerurlaub in Hamburg zu verbringen.
Zum Ende noch etwas über die Sprecherin des Hörbuches. Nana Spiers Stimme passt sehr gut zum Hörbuch, jung und freundlich. Es war angenehm ihr zuzuhören. Ihre Betonungen waren gut und auch Lenny konnte sie die passende Stimmfärbung geben.

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Leider zu oberflächlich

Rezensionen von heinoko:

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Pupsfröhliche Mutmachgeschichte

Furzipups, der Knatterdrache (Bd. 1) von Kai Lüftner


"Nein, nicht viele Ungeheuer
spucken, wenn es ernst wird, Feuer.
Für Drachen ist es sogar Pflicht,
die meisten tun es – einer nicht!"

Feuerspeien ist Drachenpflicht, das ist bekannt. Und alle können es. Alle, bis auf den kleinen Furzipups. Er strengt sich an und übt und übt mit großem Eifer – und schafft letztlich doch nur kleine Rauchwölkchen.

Also probiert er es wieder, diesmal mit allergrößtem Krafteinsatz, denn er möchte doch so gerne sein wie alle Drachen, und was passiert da? Na, was wohl? Ja, er pupst. Und Furzipups übt weiter, bis er etwas ganz Besonderes kann, nämlich im Rhythmus pupsen. Wer kann das schon?
Der Verlag Coppenrath ist immer gut für ungewöhnliche und besonders schön gestaltete Bücher. Ein zauberhaftes Mutmach-Buch ist die vorliegende Geschichte von Furzipups. Denn es ist gar nicht schlimm, wenn du nicht bist wie die anderen, wenn du etwas nicht so kannst wie die anderen. Du bist einzigartig, du bist etwas Besonderes und kannst mit Sicherheit irgendetwas besser als die anderen. In eingängigen Reimen bringt der Autor und Songwriter Kai Lüftner die witzige Geschichte von Furzipups und seine Mutmach-Botschaft zu Papier. Wiebke Rauers hat dazu einmalig schöne ausdrucksstarke Bilder gemalt, deren beeindruckende Farbigkeit und Lebendigkeit besticht. Nicht zu vergessen der im Buch integrierte „Pups-Knopf“. Buch und Pups-Button machen übrigens nicht nur kleinen Kindern Spaß…

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Pupsfröhliche Mutmachgeschichte

Rezensionen von thora01:

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Wünsche und ihre Auswirkungen - humorvolle Märchenadaption

Furzipups, der Knatterdrache (Bd. 1) von Kai Lüftner

Inhalt/Klappentext:
Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick? Oder an Wunschfeen, die Herzenswünsche erfüllen?
Prinzessin Alessandra glaubt in erster Linie daran, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen sollte. Sie möchte nicht von einer Fee abhängig sein oder auf den edlen Prinzen in glänzender Rüstung warten, der sie und ihren Vater rettet.

Stattdessen ist sie bereit, jedes Risiko einzugehen, um den König vor dem Tod zu bewahren. Dass sie dabei nicht nur einen Drachen, sondern auch noch den Stallburschen Nathaniel und dessen Wunschfeerich an ihrer Seite hat, könnte ihre Aufgabe leichter gestalten. Könnte … denn Nathaniel und sie verbindet eine ganz besondere Magie, die sie erst noch akzeptieren müssen. Und selbst dann ist es nicht sicher, ob sich ihre Geschichte wirklich zum Guten wenden kann.
(Quelle: Sternensand Verlag)

Meine Meinung:
Sehr humorvolle Adaption. Sie hat mich sofort in den Bann gezogen und ich fand die Umsetzung des Märchens Aschenputtels sehr gelungen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist leicht zu lesen und genau richtig für genussvolle Lesestunden. Die Protagonisten gefallen mir sehr gut. Ganz besonders hat mir die Rollenverteilung gefallen. Ich fand Alessandra sehr sympathisch und genau das Gegenteil von dem was ich erwartet habe. Sie benimmt sich so gar nicht wie eine Prinzessin. Sie hat ihren eigenen Kopf und lässt sich nur sehr schwer von einem Vorhaben abbringen. Nathaniel ist für mich ein sehr spannender Charakter. Er ist trotz seiner Lebensumstände ein sehr positiver Mensch. Ich finde es toll wie er mit den ganzen Situationen umgeht und für seine Bestimmung kämpft. Am genialsten finde ich den Feerich. Er ist sehr lustig und ich habe mich sehr amüsiert. Die Missgeschicke fand ich genial geschrieben. Ganz besonders finde ich wie er zu Nataniel steht und ihm den Weg zu seiner heimlichen Liebe ebnen will. Für mich war die gesamte Story sehr gut abgestimmt. Die Autorin hat mit dieser Story das Märchen genial erweitert und umgesetzt. Sehr schön fand ich wie mehrere Märchen in das Werk eingeflossen sind. Der Abschluss fand ich sehr gelungen. Er hat mich vollkommen in den Bann gezogen. Die Geschichte ist von Beginn an sehr spannend und hat einen tollen Spannungsaufbau.

Mein Fazit:
Sehr humorvolle Adaption mit sehr starken Protagonisten. Ich habe mich sofort in diese humorvolle Geschichte verliebt. Sie ist für mich auf jeden Fall ein Highlight.

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Pupsfröhliche Mutmachgeschichte

Rezensionen von Vicky:

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Manchmal sind Erinnerungen die Schmerzen nicht wert

Cat & Cole 2: Ein grausames Spiel von Emily Suvada

'Ein grausames Spiel‘ ist ein Jugendroman der Autorin Emily Suvada. Außerdem bildet er den zweiten Band der 'Cat & Cole'-Reihe und umfasst dreiundvierzig Kapitel.


Das Cover ist toll, mir gefällt der blaue Nebel sehr gut. Ich finde das Cover ist wirklich schön gestaltet und passt zum ersten Band der Reihe!

Unter ‘Das Buch‘ darf man einen sehr interessanten aber zugleich auch beunruhigenden Text lesen.

Dieser klärt sich, wie bereits in Band eins, im Verlauf der Geschichte auf.

Der tolle und angenehme Schreibstil von Emily Suvada erleichtert den Einstieg in die Geschichte sowie das Vorankommen während dem Lesen ungemein. Man ist sofort wieder im Geschehen drinnen und es liest sich alles sehr flüssig – das finde ich wirklich ausgezeichnet gelungen! Es ist wieder spannend – vom Anfang bis zum Ende! Die Autorin hat es erneut geschafft mich von der ersten bis zur letzten Zeile zu fesseln und mich regelrecht in diese ‘neue‘ Welt zu ziehen.

Einziges Manko : Ich persönlich hätte mir eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse aus Band eins gewünscht denn dieser ist bei mir doch bereits einige Zeit her und somit hat es etwas gedauert bis ich das Passierte aus dem vorherigen Band nochmal verinnerlicht hatte. Anders hätte es den Einstieg bzw. Anschluss bestimmt noch deutlich mehr erleichtert!

Fazit: Tolle Fortsetzung der Reihe! Mitreißend, spannend und zugleich zutiefst beunruhigend wie sich die Welt entwickeln könnten – denn so abwegig sind diese Zukunftsvisionen hier nicht! Auch wenn es als Jugendbuch betitelt ist, ist es denke ich für jede Altersgruppe lesenswert! Ich würde allerdings allen empfehlen vorher den ersten Band der Reihe zu lesen denn sonst wird man sich hier nicht zurecht finden!

Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen – schließlich will ich wissen was aus ‘Cat & Cole‘ , aber auch aus all den anderen Figuren welche ich in den zwei Bänden lieb gewonnen habe, wird :-)

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Manchmal sind Erinnerungen die Schmerzen nicht wert

Rezensionen von dorli:

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Die Alpen sehen und sterben

Die Alpen sehen und sterben von Isabella Archan

Maria „Mitzi“ Schlager macht ein paar Tage Urlaub in Kufstein. Während eines nächtlichen Spaziergangs wird sie Zeugin eines Mordes – ein Mann wird über ein Brückengeländer in den Inn geworfen. Der Täter bemerkt Mitzi und verschwindet. Doch schon am nächsten Tag begegnen die beiden sich wieder…

„Die Alpen sehen und sterben“ ist ein Kriminalroman der besonderen Art, denn der Mörder wird dem Leser bereits auf den ersten Seiten vorgestellt.

Über Täter und Motiv miträtseln und mitgrübeln - ein Detail, das mir bei Krimis eigentlich sehr wichtig ist - fällt hier also weg. Dennoch hat mich MörderMitzis erster Fall durchweg gefesselt. Grund dafür war zum einen die ungewöhnliche Hauptfigur und zum anderen das eigentümliche Zusammenspiel der Akteure.

Mitzi ist seit einem tragischen Ereignis in ihrer Kindheit traumatisiert und wirkt auf den ersten Blick naiv und verträumt. Wenn sie etwas erzählt, schweift sie oft ab und vermischt Realität und Fantasie. Mit ihrer Andersartigkeit hat sie nicht nur mich schnell in ihren Bann gezogen, auch der Auftragskiller Sam ist von ihrer Erscheinung hingerissen. Nach ihrer ersten Begegnung auf der Brücke provoziert er weitere Treffen und schon bald entwickelt sich zwischen den beiden eine seltsame Vertrautheit. Mitzi fühlt sich mehr und mehr zu Sam hingezogen, sie ist fasziniert von dem Mann, hat aber gleichzeitig Angst vor ihm und ist entsetzt, wie kaltblütig er seine Aufträge ausführt.

Während die ehrgeizige Agnes Kirschnagel von der Polizeiinspektion Kufstein und der vorübergehend dienstuntauglich geschriebene Frankfurter Hauptkommissar Heinz Baldur versuchen, den Mörder zur Strecke zu bringen, begreift Mitzi, dass Sam ein Serientäter ist und gestoppt werden muss. Dennoch kann sie sich nicht dazu durchringen, den polizeilichen Ermittlern den entscheidenden Hinweis zu geben. Ihre Gefühle fahren immer schneller Achterbahn – um die rasante Fahrt zu stoppen, entschließt sie sich zu einer dramatischen Aktion…

„Die Alpen sehen und sterben“ hat mir sehr gut gefallen – ein spannender, tiefgründiger Krimi, der mit einer originellen Protagonistin und einer guten Prise Humor punkten kann.

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Die Alpen sehen und sterben

Rezensionen von Gaby 2707:

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Vom Indianerjungen zum Terroristen

Die Alpen sehen und sterben von Isabella Archan

In einem kleinen südamerikanischen Dorf im Regenwald lebt der sechsjährige Miro und lernt von seinem Vater, wie man die schönsten Schmeterlinge fängt, um sie zu verkaufen und damit den Lebensunterhalt für die Familie zu bestreiten. Doch ganz langsam und schleichend verändert sich die Welt um ihn herum.

Als Miro 10 ist, entgeht er einem Massaker, bei dem nicht nur seine Familie ums Leben kommt, sondern sein ganzes Dorf ausgelöscht wird. Aus dem kleinen Jungen wird ein Mann und die Abholzung des Regenwaldes und die Suche nach Öl lassen ihn ganz langsam zum Terroristen reifen. Zusammen mit Weggefährten behält er sein Ziel immer vor Augen, auch wenn sein Weg mehr als fragwürdig ist.


Ich will einfach nicht glauben, dass es solch brutale und korrupte Machenschaften, wie sie hier beschrieben werden, wirklich gibt. Und schon gar nicht kann ich glauben, in welche Richtung sich Miro entwickelt, bis er selbst zum Terroristen wird und auch er über Leichen geht. Wobei der Terror ja nicht aus ihm selbst kommt. Er ist den ganzen Umständen unter denen das Land und die Bevolkerung zu leiden hat geschuldet. Ich bin da in einer Zwickmühle. Auf der einen Seite finde ich die schleichende, negative Entwicklung Miros absolut untragbar, wie er sich immer weiter auf den Terrorismus einschwört und nur noch Hass sein Leben regiert. Andererseits kann ich ihn aber auch ein Stück weit verstehen, dass er die Vernichtung seiner Welt nicht hinnehmen will und kann. War Miro mir anfangs bis zum Studium noch sehr sympathisch, hat sich das nach und nach geändert. Bis zum Schluss davon nichts mehr übrig war. Mich hat diese Entwicklung sehr nachdenklich und auch traurig gemacht.

In dieser Geschichte finde ich alles. Vom Abholzen des Regenwaldes zum Umweltschutz, über die Politik zur Korruption und der Entstehung eines Terrorregimes. Auf der einen Seite die bunten Schmetterlinge des Regenwaldes, sogar die Liebe hat hier einen kleinen Platz, auf der andere Seite Terror, Gewalt und Tod.

Ich kann fast nicht glauben, dass diese Geschichte schon 30 Jahre alt sein soll. So aktuell und hochbrisant sind die behandelten Themen.

Mit seinem prägnanten, auf den Punkt gebrachten Schreibstil hat mich der Autor ab den ersten Seiten gefangen und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Manche politischen Diskussionen finde ich etwas langatmig, hat der guten Unterhaltung, die ich hier geboten bekommen habe, aber nicht geschadet.

Insgesamt gesehen ein Buch, das mich berührt, aufgewühlt und fassungslos gemacht hat und das noch eine Weile in mir gären wird.
4,5 von 5 Sternen

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Die Alpen sehen und sterben

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Vom Bücherfass zum Download

Geschichte des deutschen Buchhandels von Reinhard Wittmann

Dieses Buch ist die vierte Auflage eines wirklich sehr interessanten Themas. Es gibt einen detaillierten Überblick über die mehr als 500-jährigen Geschichte des Buchhandels im deutschen Raum.

In 13 Kapiteln spannt Autor Reinhart Wittmann den Bogen von der Antike bis zur Gegenwart:

Der Buchhandel vor Gutenberg und in der Frühdruckzeit
Der Buchhandel im Zeitalter der Konfessionskämpfe
Der Buchhandel der Barockzeit - das „Tauschzeitalter“
Die Entstehung des modernen Buchhandels
Der Dichter auf dem Markt - die Entstehung des freien Schriftstellers
Die Entstehung des modernen Publikums - die Leserevolution
Der Buchhandel zwischen Wiener Kongress und Märzrevolution
Der Buchmarkt im Nachmärz und der Gründerzeit
Der Buchmarkt um die Jahrhundertwende: „Kulturbuch“ und „Massenbuch“
Der Buchhandel in der Weimarer Republik
Der Buchhandel im Dritten Reich und im Exil
Buchhandel und Buchmarkt nach 1945
Die digitale Herausforderung


Mir hat das Buch bis auf zwei Dinge sehr gut gefallen: Da ist zum einem die extra kleine Schrift - die ist fast nicht zu lesen.

Das müsste jetzt nicht wirklich sein. Zumal das Buch für geschichtliche interessierte Leser gedacht ist, die eher schon ein wenig älter sind.
Das Zweit, das mich einigermaßen irritiert wie gestört hat: Man hat zwar Taler oder Gulden in DM umgerechnet, aber dann die DM nicht mehr in Euro. Natürlich kann man (so wie ich als Österreicherin) die Faustformel 1 Euro = 2 DM verwenden, doch stört das den Lesefluss schon einigermaßen. Diese beiden Irritationen kosten einen Stern.

Ich finde das Buch außergewöhnlich gut recherchiert und gut erzählt. Vom Bücherfass zum eBook - ein weiter Weg.

Fazit:

Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Vom Bücherfass zum Download

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Fesselnd bis zur letzten Seite

Bachchoral von Ernst Schmid

In diesem 3. Fall erhalten Frieda Bach und Ronald Wendt, die beiden in eine Abstellkammer verbannten Ermittler, Zuwachs: Bettina Eichler, eine junge etwas unkonventionell gekleidete Polizistin. Sie soll das Team für Cold Cases verstärken. Allerdings geschieht dies nicht auf Grund gesteigerten Wohlwollens durch Abteilungsleiter Gruppeninspektor Gruber, sondern ist ebenfalls Verbannung, weil Bettina es gewagt hat, Gruber zu widersprechen.

Der heftet sich nämlich die Erfolge von Frieda und Ronald auf seine Brust, in der Hoffnung die Karriereleiter schnell hoch zu klettern. Na, wenn er sich da nur nicht verspekuliert.

Diesmal sind Frieda und ihr Team mit einer 50 Jahre zurück liegenden Mordserie an Frauen beschäftigt. Für Frieda wird der Fall für eine wahre Zerreißprobe: ihr verstorbener, geliebter Mann wurde damals verdächtigt, mehrere Frauen gefoltert und bestialisch ermordet zu haben. Wie konnte sie sich von ihm so täuschen lassen?
Noch während sie die in alten Akten wühlen, geschehen mehrere Frauenmorde, die der alten Serie frappant ähneln. Ist hier ein Nachahmungstäter am Werk?

Parallel zu den aktuellen polizeilichen Ermittlungen muss sich Frieda der unbekannten Vergangenheit ihres Mannes stellen.

Meine Meinung:

Wie wir es von Autor Ernst Schmid gewöhnt sind, schickt er Ermittler und Leser tief in die Abgründe der Menschen. Der Plot ist auch diesmals ähnlich wie bei den Vorgängern („Bachpassion“ und „Bachfuge“).
Neu hingegen ist die Person von Bettina „Betty“ Eichler, die mit Piercing und knappen Röckchen eher dem Klientel der Kriminalpolizei als einer Ermittlerin ähnelt. Dass sie die Nichte des Polizeipräsidenten ist und trotzdem auf dessen Protektion pfeift, macht die junge Frau so richtig sympathisch.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Der Autor verwendet wohl gesetzte Worte. Das Wortspiel mit Friedas Nachnamen „Bach“ und dem Komponisten kommt immer wieder vor.


Häufige Perspektivenwechsel machen den Thriller so richtig spannend. Zu Beginn der jeweiligen Ansicht steht der Name der entsprechenden Person: Also „Katharina“, „Christina“ etc.. Nur beim Täter ist die Überschrift „Er“ - und das aus gutem Grund. Nun weiß man, dass es sich um einen männlichen Täter handelt, wobei, das ist auf Grund der Grausamkeit ersichtlich. Erst langsam entwickelt (im Sinne von ans Tageslicht kommen) sich der ganze Hintergrund.

Die Charaktere haben alle ihre Ecken und Kanten. Allen voran natürlich das Ermittler-Trio. Auch Mathilde, die Schwägerin von Frieda ist eine Type für sich.

Die beschriebenen Gewaltorgien sind jetzt nicht unbedingt jedermanns Sache. Auch für mich gerade noch lesbar. Eine weitere Steigerung muss jetzt meiner Meinung nach nicht sein. Der Cliffhanger am Ende des 3. Bandes lässt auf einen weiteren Fall schließen.

Fazit:

Ein blutiger Thriller, der durch gekonnte Schreibweise besticht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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