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Rezensionen von Petra Sch.:

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Kann man als Mordopfer seinen Tod aufklären?

Noch fünf Tage von Helena Falke

Eigentlich sollte es ein unvergesslicher Silvesterabend für die schwerreiche Familie Harman am Davoser Familiensitz werden. Immerhin hat die Privatköchin Lis Castrop, die mit ihrer 12-jährigen Tochter Cosima bei den Familie lebt, ein perfektes Menü kreiert.
Doch es kommt zur Katastrophe: das Ehepaar Harmann und die beiden Kinder sterben in der Nacht - es befand sich Gift im Menü.

Lis, die einzige andere Person im Haus zur Tatzeit, ist auch vergiftet, hat aber noch fünf Tage zu leben. Somit ist sie Opfer und Zeugin zugleich. Und wird logischerweise zur Verdächtigen, immerhin ist sie die einzige (noch) Überlebende.
Um ihre Tochter Cosima zu schützen, will sie den Mord unbedingt aufklären, bevor die fünf Tage um sind: ein tödlicher Countdown.

Die Geschichte wird aus Sicht von Lis in ich-Form erzählt, somit kann man sich gut in sie hineinversetzen.
Man lernt auch ihre Vergangenheit kennen und wie sie zur Starköchin aufgestiegen ist und wie sie zur Familie Harmann gekommen ist.
Manchmal fragt man sich, wie diese Dinge mit den aktuellen Ereignissen zusammenhängen, doch nach und nach klärt sich alles auf. Lis Überlegungen und Ermittlungen hab ich mit Spannung verfolgt, und man bekommt einige Täter serviert.
Ich war über die Auflösung, auch wenn mir bald klar wurde, wer es war, doch über das warum sehr überrascht. Und habe tief in die Abgründe menschlich-charakterlichen Abschaums geblickt.
Und die Art, wie das Gift ins Essen gekommen ist, war richtig perfide.
Dieser Teil hat mir gut gefallen, weniger gut, weil unglaubwürdig, fand ich Lis' persönlichen Countdown - sie hat die Minuten bis zu ihrem Tod gezählt. Sooo genau kann man das doch gar nicht vorhersagen!?
Und ihr Verhalten ihrer Tochter gegenüber fand ich nicht gut. Bzw. nicht fair, indem sie ihr den Tod verschwiegen hat.


Fazit:
"Noch fünf Tage" ist mal ein ganz anderer Thriller: Lis, die ein sterbendes Opfer ist, hilft, ihren Mord aufzuklären. Leider konnte mich der Charakter der Protagonistin nicht mitreißen.

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Kann man als Mordopfer seinen Tod aufklären?

Rezensionen von nessabo:

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Eine literarische und emotionale Naturgewalt

Unter Wasser von Tara Menon

Diese Geschichte hat mir emotional echt den Boden unter den Füßen weggerissen. Ein so tolles Werk, das auf wenigen Seiten derart sprachgewaltig über Freundinnenschaft, Trauer und Katastrophe schreibt, habe ich selten in den Hände gehalten.

Tara Menon schreibt auf zwei Zeitebenen und verbindet so nicht nur zwei Naturkatastrophen miteinander.

Das ist von Anfang an klar, aber die Autorin schafft es dennoch, die Geschichte spannend zu verfassen. Der Reiz der Erzählung liegt auch weniger in Ereignissen als in der authentischen und einfühlsamen Beschreibung der Emotionen sowie Erinnerungen von Marissa. Diese erlebt als Jugendliche nicht nur den verheerenden Tsunami 2004 in Thailand, sondern als Erwachsene auch Hurrikan Sandy in New York.

Besonders faszinierend war für mich, wie Menon nicht nur die richtigen Worte für die Beschreibung der Katastrophen findet, sondern auch einen so naturverbundenen Ansatz wählen konnte. Besonders in den Erinnerungen zurück wird klar, wie wertschätzend Marissa und ihre beste Freundin Arielle mit der Natur um sie herum umgehen. Entsprechend reizvoll und erschütternd ist schließlich auch der Umgang mit deren zerstörerischsten Seiten.

Nicht nur bekommt indigenes Wissen Raum, sondern auch diese ganz besondere Freundinnenschaft zwischen den beiden Mädchen. Ich fand ihre Verbindung wundervoll beschrieben und war umso erschütterter über das sich von Anfang an abzeichnende Ende.

Eine kraftvolle, extrem atmosphärische und pointiert emotionale Erzählung, die ich nur allen ans Herz legen kann. Sie geht unter die Haut und ist dadurch sicherlich keine leichte Kost, aber sie ist literarisch wunderbar erzählt und war für mich in ihrer Intensität etwas wirklich Besonderes.

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Eine literarische und emotionale Naturgewalt

Rezensionen von askyfullofpages:

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Schwestern

All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer

Kunst.
Krankheit.
Schwestern.✨

Ich mochte das Hörbuch wirklich total gerne. Die verschiedenen Sprecher:innen haben für mich richtig gut zur Geschichte gepasst und die Stimmung und Emotionen sehr gut transportiert.
Die Beziehung der beiden Schwestern hat mich am meisten berührt Ich konnte ihre Wut, ihre Verzweiflung und die vielen widersprüchlichen Emotionen total gut nachvollziehen.

Gerade ihre unterschiedlichen Perspektiven und inneren Konflikte wirkten auf mich authentisch. Hier möchte ich aber als Kritikpunkt anmerken, dass ich einzelne Szenen nicht gebraucht hätte. Die immense Wut und Verzweiflung der Protagonistinnen waren für mich ohnehin schon mehr als greifbar. Abgesehen davon gab es ein paar Situationen, die auf mich etwas unrealistisch wirkten. Mein Hörerlebnis hat das aber überhaupt nicht getrübt, weil für mich vor allem die Emotionen der Geschichte im Vordergrund standen.
Trotz meiner Kritikpunkte bleibt das Hörbuch für mich etwas Besonderes. Die Mischung aus einer berührenden Geschichte und den tollen Sprecher:innen, die die Gefühle perfekt wiedergeben konnten, hat das Hörerlebnis für mich so bewegend gemacht. Ich habe das Hörbuch richtig gerne gehört und kann es allen empfehlen, die emotionale Familiengeschichten und Geschichten überGeschwisterbeziehungen mögen.

Vielen Dank an SAGA Egmont und NetGalley Deutschland für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst und ist wie immer ehrlich und unabhängig.

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Schwestern

Rezensionen von Ryria:

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Schwieriger Schreibstil

Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher

Ich muss gestehen, die Gestaltung des Buches hat mich so begeistert, dass ich lediglich den Klappentext vor dem Kauf gelesen habe, was sich im Nachhinein wohl als Fehler herausstellte.
Zunächst muss ich die Aufmachung jedoch nochmal loben, von Farbschnitt bis zum Hardcover und Page-Overlay passt hier alles schön zusammen.

Auch die Idee der Geschichte hat mir gefallen: Damals quasi unzertrennliche Kindheitsfreunde treffen sich nach 20 Jahren in ihrer Heimatstadt wieder, wo zurückgeblickt wird auf ihre Jugendzeit und damalige Geheimnisse und erste romantische Gefühle. Dazu kommt dann noch ein bunter Themenmix aus Corona, Familienbeziehungen, Erkrankungen, Affären, alternden Eltern...
Teilweise wurde mir das Drumherum schon fast zu viel, dafür tritt die Haupthandlung ewig auf der Stelle - es passiert nicht wirklich was, auch Spannung baut sich keine auf.
Die Atmosphäre ist dafür wiederum besser gelungen, auch wenn sich hier das für mich größte Problem teilweise doch einmischt: Der Schreibstil.
Dieser konnte mich so gar nicht begeistern und wirkte eher ein wenig altmodisch auf mich, obwohl ich altersmäßig jetzt nicht so weit von den Protagonisten weg bin. Zunächst werden oft Wörter benutzt, die unnatürlich wirken. Auch die Dialoge leiden unter diesem Mangel, es wirkt vermehrt nicht wie ein normales Gespräch, sondern eher wie Schauspieler, die eine Szene im Theater vortragen.
Die Beschreibungen sind teils schön, teils aber auch zu übertrieben, sowohl von der Menge her, als auch von der Flut von Vergleichen und Metaphern.
Trotz angenehmer kurzer Kapitel sorgte dies dafür, dass mein Lesefluss immer wieder gestört wurde.
Ich kann mir aber auch vorstellen, dass eine etwas ältere Zielgruppe diesen Stil sehr lieben wird, so waren diese Kalendersprüche vor den Kapiteln schon so gar nicht mein Geschmack.
Drei Perspektiven zu verwenden war wiederum eine schöne Idee, allerdings waren diese doch auch recht ähnlich geschrieben. Die Charakterisierung der Figuren hätte durchaus noch mehr in die Tiefe gehen können.
Insgesamt konnte mich der Inhalt leider nicht so begeistern wie das Äußere, trotzdem kann ich mir auch gut vorstellen, dass andere Leser*innen große Freude an diesem Buch finden werden.

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Schwieriger Schreibstil

Rezensionen von Tara:

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Ein magischer Sommerroman mit aktueller Thematik

Magisch von Annika Büsing

„Magisch“ ist ein aktuelles und intensives Buch der in Bochum lebenden Autorin Annika Büsing.

Die Handlung ist in einem Dorf am Rande des Ruhrgebiets im Spätsommer angesiedelt.
Paul Magisch ist nach fünfzehn Jahren in seine Heimat zurückgekehrt. Damals waren er und Marie ein Paar. Nun treffen sie sich wieder und zwischen den beiden ist alles wie früher.

Allerdings hat sich auch viel verändert und für Paul wird die Bedrohung durch die rechte Szene im Dorf und Maries Bruder Andi spürbar.

Der Schreibstil von Annika Büsing ist lebendig, direkt, klar, ohne Schnörkel und damit angenehm leicht zu lesen.
Die Ereignisse werden aus der Perspektive von Marie erzählt. Marie ist inzwischen 36 und durch ihre Erinnerungen erfährt man Stück für Stück, wie sie und Paul in ihrer Jugend das unangepasste Punk-Pärchen des Ortes wurden. Diese Rückblicke haben etwas angenehm Leichtes und stellen einen gelungenen Kontrast zu den aktuellen Ereignissen im Dorf dar.

Der Rechtsextremismus nimmt überall zu und mit Andi begegnet Marie diesem in ihrem direkten Umfeld. Entsprechend schwierig ist der Umgang in ihrer Familie.

Mit Marie und Magisch hat die Autorin zwei wirklich großartige Protagonisten erschaffen. Insbesondere Magisch fand ich toll, er ist unangepasst, aber dabei auch total charmant und humorvoll. Ich habe die Momente zwischen den beiden geliebt.
Auch die Dynamik in der Dorfgemeinschaft wirkt authentisch. Sie zeigt zwei Seiten, da ist zum einen ein starker Zusammenhalt, aber zum anderen dann auch wieder tiefstes Misstrauen.

Für mich war es das erste Buch von Annika Büsing aber keinesfalls das letzte, da ich ihren Schreibstil einfach genial fand.

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Ein magischer Sommerroman mit aktueller Thematik

Rezensionen von ekiam:

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Berufe entdecken mit Pinguinen

Wo Pinguine arbeiten von Barbara Drobny

Wo Pinguine arbeiten ist ein Wimmelbuch, das uns vom ersten Durchblättern an begeistert hat. Hier wimmelt es nur so von Pinguinen. Jeder einzelne hat kleine charmante oder humorvolle Eigenheiten, sodass man immer wieder schmunzeln muss und schnell beginnt, seine Lieblingspinguine zu entdecken.

Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet: detailreich, lebendig und herrlich wimmelig.

Egal, wie oft wir das Buch angeschaut haben, es gab jedes Mal wieder etwas Neues zu entdecken. Genau das macht für mich ein gelungenes Wimmelbuch aus.

Besonders gut gefällt mir das Konzept. Jede Doppelseite widmet sich einem Beruf und zeigt eine typische Situation aus dem Arbeitsalltag. Statt ausschließlich die klassischen Traumberufe in den Mittelpunkt zu stellen, begegnen Kinder hier vielen Berufen aus ihrem eigenen Alltag: Busfahrerin, Erzieher, Bademeister, Bibliothekarin oder Eisverkäufer; aber auch Berufen, die ihnen vielleicht noch gar nicht begegnet sind, wie etwa dem des Trauerredners. Dadurch entsteht ganz nebenbei ein realistischer und vielfältiger Einblick in die Arbeitswelt.

Die Wimmelbilder laden außerdem dazu ein, gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Kinder entdecken selbst immer neue Details und stellen ganz automatisch Fragen zu den verschiedenen Tätigkeiten. So lernen sie spielerisch, was hinter den einzelnen Berufen steckt, ohne dass das Buch belehrend wirkt.

Passend dazu braucht es gar nicht viele Worte. Die kurzen Texte erklären jeweils knapp, worum es in dem vorgestellten Beruf geht, und lassen den Illustrationen genügend Raum, ihre eigene Geschichte zu erzählen.

Manchmal sind die Seiten allerdings so herrlich vollgepackt, dass es gar nicht so einfach ist, den jeweils vorgestellten Pinguin zu finden. Zum Glück hilft das Buch hier nach: Am Ende sind alle Pinguine noch einmal abgebildet, sodass man bei Bedarf nachschauen kann.

Zusätzlich zieht sich eine kleine Mitmachaufgabe durch das gesamte Buch: Insgesamt sind 80 Bananen versteckt, auf jeder Seite mindestens eine. Für Kinder ab vier Jahren dürfte das vollständige Zählen zwar noch eine echte Herausforderung sein, das gemeinsame Suchen macht aber unabhängig vom Endergebnis großen Spaß.

Wo Pinguine arbeiten verbindet liebevolle Illustrationen, humorvolle Details und ein außergewöhnliches Konzept zu einem Wimmelbuch, das man immer wieder gern zur Hand nimmt. Eine klare Empfehlung für kleine Entdeckerinnen und Entdecker, die gern suchen, staunen und ganz nebenbei etwas über die vielfältige Berufswelt lernen möchten.

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Berufe entdecken mit Pinguinen

Rezensionen von Nicole Koppandi:

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Liebe gegen alle Konventionen

Anna Plochl von Gabriele Reiterer

Anna Plochl, der nicht standesmäßigen Ehefrau von Erzherzog Johann, wird eine fundierte Biografie gewidmet, die ihr mehr als gerecht wird.

Als Anna 15 Jahre alt ist, lernt sie den um 17 Jahre älteren Johann in Aussee zufällig kennen. Erzherzog Johann ist der Bruder des Kaisers und muss Jahre warten bis der Kaiser die Zustimmung zur Hochzeit mit der Posthalter-Tochter gibt.

Bis dahin leben sie zusammen, jedoch ohne Trauschein. Anna wird die meiste Zeit ihres Lebens alleine sein. Erzherzog Johann ist im Auftrag der kaiserlichen Familie unterwegs.

Erst Jahre nach der Hochzeit wird Anna in den Adelstand erhoben – und wird Gräfin von Meran. An den Kaiserhof in Wien begleitet sie Johann selten, sie fühlt sich dort nicht wohl und wird von den meisten abgelehnt. Am Hof bekommt sie ihre soziale Herkunft sehr zu spüren. Daher bleibt sie viel lieber auf den Gütern in der Steiermark, wird dort als Landwirtin anerkannt und sorgt mit ihrer Hands-on Mentalität für Aufschwung und Ausbau der Landgüter.

Die Kunsthistorikerin Gabriele Reiterer hat sich durch die Archive gearbeitet, Briefe und Tagebücher von Anna Plochl gesichtet und akribisch recherchiert.

Ich fand diese Biografie ganz wunderbar zu lesen. Das Buch ist schön gestaltet und reich bebildert. Ich habe bei der Lektüre reichlich Neues erfahren, nicht nur über Anna Plochl, auch über Erzherzog Johann.


Absolute Empfehlung

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Liebe gegen alle Konventionen

Rezensionen von ravenmoon:

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Mars, Chaos und jede Menge Spaß

Red Star Rebels von Amie Kaufman

Ich hatte mit Red Star Rebels richtig unterhaltsame Lesestunden. Schon das tolle Cover und die kleinen Extras wie die Mars-Timeline und der Stationsplan haben Lust auf die Geschichte gemacht.

Vor allem Hunter und Cleo sind ein herrliches Duo. Ihre Schlagabtausche haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht und die Handlung entwickelt ein erstaunliches Tempo – obwohl das Buch gerade einmal wenige Stunden erzählt.

Irgendwo zwischen Der Marsianer und Kevin – Allein zu Haus entsteht ein turbulentes Abenteuer, das einfach Spaß macht.

Wer allerdings knallharte Science-Fiction mit jeder Menge Technik und wissenschaftlichen Details erwartet, sollte seine Erwartungen etwas anpassen. Das Buch setzt klar auf Action, Humor und sympathische Figuren. Auch die Liebesgeschichte ging mir persönlich etwas zu schnell.

Trotzdem überwiegt für mich eindeutig der Lesespaß. Red Star Rebels ist ein kurzweiliger, humorvoller Sci-Fi-Roman mit viel Tempo und genau der richtigen Portion Wortwitz

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Mars, Chaos und jede Menge Spaß

Rezensionen von Bineira:

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Ausführliche Informationen und viele gute Tipps

FamilienFIRE und andere Triggertage - Wie du weich landest, wenn du in alte Beziehungsmuster zurückfällst. von Elisabeth Mestekämper

Elisabeth Mestekämper ist Psychologin und will mit ihrem Buch "Familien Fire und andere Triggertage" Menschen, die unter ungesunden Familiendynamiken leiden, dabei helfen, diese zu überwinden.

Dazu erläutert sie zunächst die psychologischen Grundlagen von Bindung, Co-Regulation, Nervensystem und Trauma.

Dann wendet sie sich der Familiensituation zu und beleuchtet Routinen, Rituale, Loyalitätskonflikte, Trauer. Zwischendurch sind immer wieder Reflexionsfragen eingestreut, so dass man das Gelesene auf die eigene Situation anwenden kann. Personalisierte Fallgeschichten verdeutlichen zudem die theoretischen Aussagen.

Den größten Teil des Buches machen die praktischen Tools aus. Untertitelt in fünf thematische Bereiche stellt Frau Mestekämper 30 Werkzeuge vor, mit denen man sich in belastenden Situationen selbst helfen kann.

Das können beispielsweise Schreib- oder Atemübungen, Gesprächstechniken und Imaginationen sein. Auch ein Erste-Hilfe-Koffer mit Methoden zur Stabilisierung des Nervensystems in besonders belastenden Momenten ist dabei.

Die Autorin hat ein anspruchsvolles Buch geschrieben. Sie bemüht sich zwar um eine verständliche Sprache, jedoch ist insbesondere der theoretische Teil sehr komplex und für mein Dafürhalten für Laien zu tief gehend. Der praktische Teil ist zugänglicher, und die Übungen sind gut nachvollziehbar.

Insgesamt enthält das Buch viele gute Tipps und Hinweise; wer sich darüber hinaus eingehend mit den psychologischen Grundlagen der familiären Bindung beschäftigen möchte, findet darin ausführliche, wissenschaftlich fundierte Informationen.

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Ausführliche Informationen und viele gute Tipps

Rezensionen von reimon:

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Eine unbedingte Leseempfehlung!

Alleinruhelage von Eva Menasse

Eva Menasse formuliert so präzise und zugleich gut lesbar, dass man immer wieder wünscht, eigene Erfahrungen ebenso beschreiben zu können. Auf 200 Seiten haben die LeserInnen viele Gelegenheiten, ihre persönlichen Handlungen und Entscheidungen zu reflektieren.
Der erste Satz „Haus, ich verkaufe dich.

“ führt in den genialen Dialog der namenlos bleibenden Erzählerin mit dem Gebäude, das einen großen Teil ihrer eigenen und der deutsch-deutschen Geschichte „miterlebt“ hat. Kurz vor dem - nach langem Überlegen erfolgenden - Verkauf des Hauses, das der inzwischen aufgelösten Familie als geliebtes Feriendomizil diente, reflektiert die Frau ihr Leben, ihre Beziehungen und deren Scheitern und ihr Eindringen als „Fremde“ in die ehemals ostdeutsche Datschen-Kolonie.
Besonders sympathisch sind die Szenen, in denen die beiden polnischen Alleskönner zu ganz praktischen Helfern bei der Bewältigung des Abschieds werden.
Das wunderschöne Cover des Buchs nimmt das Zur-Ruhe-Kommen der Hauptfigur vor ihrem neuerlichen Aufbruch vorweg.

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Eine unbedingte Leseempfehlung!