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Rezensionen von ravenmoon:

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Buchliebe mit Herzklopfen und Tiefgang

Jede Seite an dir von Jana Crämer

Manchmal sind es die Geschichten, die einen erst zum Schmunzeln bringen und dann ganz nebenbei zum Nachdenken anregen. Jede Seite an dir von Jana Crämer ist für mich genau so ein Buch.

Schon äußerlich ist es ein echter Hingucker: Das leuchtende Türkis, die winterlichen Illustrationen, der goldene Schriftzug und der passende Farbschnitt mit Spruch machen das Buch zu einem kleinen Schmuckstück.

Und auch inhaltlich bekommt man eine Geschichte, die mit Buchladenflair, Weihnachtsstimmung, humorvollen Dialogen und einer schönen Portion Herzklopfen punktet.

Besonders gut hat mir gefallen, dass hinter der romantischen Geschichte mehr steckt als die Frage, ob zwei Menschen zueinanderfinden. Jana Crämer greift ernste Themen wie Cybermobbing und dessen Folgen auf und gewährt zugleich einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Influencer- und Content-Creator-Welt. Denn hinter Likes, Reichweite und scheinbar perfekten Online-Auftritten steckt nicht nur Glanz, sondern auch enormer Druck. Gerade diese Mischung aus Unterhaltung und nachdenklich stimmenden Momenten ist für mich eine große Stärke des Buches.

Auch die Figuren entwickeln im Laufe der Geschichte ihre Facetten. Besonders Max hat mich überrascht: Was zunächst recht oberflächlich wirkt, bekommt nach und nach mehr Tiefe. Nicht alle Entwicklungen konnten mich am Ende gleichermaßen überzeugen, und manches hätte für meinen Geschmack etwas mehr Raum gebraucht. Trotzdem habe ich Romy und Max gern begleitet und wollte wissen, wie es mit ihnen weitergeht.

Mein Fazit: Eine warmherzige, humorvolle Romance mit winterlichem Wohlfühlflair, die nicht nur das Herz anspricht, sondern auch wichtige Themen aufgreift. Für mich überwiegen die Stärken ganz klar. Wer Liebesgeschichten mit Buchladenatmosphäre, sympathischen Momenten und etwas mehr Tiefgang mag, sollte hier ruhig einmal hineinschnuppern.

5 von 5 Sternen

Vielen Dank an LovelyBooks und den Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars und die Möglichkeit, dieses Buch im Rahmen der Leserunde zu entdecken. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflußt.

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Buchliebe mit Herzklopfen und Tiefgang
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Viel Hype, wenig Substanz

The Remarried Empress 1 von Alphatart

Ich muss gestehen: Ich bin absolut ratlos, woher dieser riesige Hype um die Reihe kommt. Nachdem ich so viel Gutes gehört hatte, ging ich mit großen Erwartungen an den ersten Band – und wurde leider auf ganzer Linie enttäuscht. Für mich war das Buch über weite Strecken schlichtweg todlangweilig.

Das größte Problem ist das extrem langsame Pacing. Der gesamte erste Band fühlt sich wie ein ewig langer, zäher Prolog an, in dem kaum nennenswerte Handlung passiert. Stattdessen dreht sich alles gefühlt nur um höfische Etikette, Protokolle und den starren Status quo.

Dazu kommt, dass die Protagonistin Navier mich leider überhaupt nicht abholen konnte. Uns wird von der ersten Seite an eingetrichtert, wie unglaublich klug und perfekt sie ist. Spüren tut man davon im ersten Band aber wenig – vieles wird einfach nur behauptet („Tell, don't show“). Weil ihr Stolz es ihr verbietet, sich auf Konflikte einzulassen oder aktiv gegenzusteuern, lässt sie extrem viel passiv über sich ergehen. Das wirkt auf Dauer nicht stark, sondern einfach nur frustrierend und passiv.

Eines muss man dem Buch allerdings lassen: Optisch ist es ein absolutes Meisterwerk. Die Aufmachung ist wahnsinnig schön geworden – angefangen beim traumhaften Umschlag über das liebevoll gestaltete Innencover bis hin zum wunderschönen Farbschnitt. Hier hat der Verlag wirklich ganze Arbeit geleistet, und das Buch ist im Regal ein absoluter Hingucker.

Fazit:
Wer eine packende Story, spürbare Charakterentwicklung und Tempo sucht, wird hier leider enttäuscht. Der erste Band verliert sich in zähen Hof-Beschreibungen, ohne dass echte Spannung aufkommt. Ob ich mir den zweiten Band antue, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht – für den Auftakt gibt es von mir leider nur knappe 2 von 5 Sternen.

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Viel Hype, wenig Substanz
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Einfach mal reinfallen

Serpentis 1. Das Rätsel der Schlangen von Silja Sillanpää

Manchmal ist eine Geschichte einfach so seltsam, dass man als Leser erst einmal kurz stehen bleibt und denkt: Okay … was passiert hier gerade? ???? Genau dieses Gefühl hatte ich bei Serpentis – Das Rätsel der Schlangen – und irgendwie war gerade das ein Teil seines Reizes.

Stein ist zwölf Jahre alt und auf der Suche nach seiner verschwundenen Mutter.

Dabei landet er nicht etwa an einem gewöhnlichen Ort, sondern tief unter der Erde und schließlich auf einem geheimnisvollen Zug, dessen Welt mit unserer ungefähr so viel gemeinsam hat wie ein Regenschirm mit einer Lokomotive. Menschen, merkwürdige Gestalten, eine Schlange namens Niji, alte Geheimnisse und jede Menge Dinge, die man erst einmal so hinnehmen muss, wie sie eben sind.

Denn Serpentis erklärt seine Welt nicht ständig. Man wird gemeinsam mit Stein hineingeworfen und entdeckt sie nach und nach. Das hat mir gut gefallen. Die Geschichte nimmt ziemlich schnell Fahrt auf und lässt einem kaum Zeit, sich gemütlich zurückzulehnen. Gerade am Anfang spricht Stein den Leser sogar immer wieder direkt an. Dadurch entsteht tatsächlich das Gefühl, dass man nicht nur seine Geschichte liest, sondern irgendwie mit ihm gemeinsam dort unterwegs ist. Später verliert sich dieses Stilmittel etwas, als Stein einen richtigen Gesprächspartner bekommt.

Überhaupt lebt das Buch stark von seiner ganz eigenen Atmosphäre. Ich hatte zunächst eine eher unheimliche Geschichte erwartet. Das trifft es für mich allerdings nicht ganz. Serpentis ist vielmehr skurril, fremdartig und manchmal herrlich schwer einzuordnen. Man muss sich auf diese Welt einlassen und akzeptieren, dass hier manches einfach anders funktioniert.

Und vielleicht ist genau das etwas, womit Kinder leichter umgehen können als Erwachsene. Während ich an manchen Stellen noch dachte: „Moment … warum eigentlich?“, könnte ein zehnjähriger Leser vermutlich viel schneller sagen: „Na und? Dann ist das eben so.“ ????

Besonders hervorheben muss ich die Gestaltung des Buches. Serpentis ist nicht einfach ein hübsch illustriertes Kinderbuch. Die Bilder von Pasi Pitkänen sind kleine Kunstwerke und gehören für mich ganz selbstverständlich zum Leseerlebnis dazu. Es gibt zahlreiche ganzseitige Illustrationen, daneben immer wieder kleinere Zeichnungen – und die Qualität bleibt dabei durchgehend beeindruckend. Zusammen mit der Geschichte entsteht dadurch eine ganz eigene Vorstellung dieser merkwürdigen Welt. Text und Bilder funktionieren hier nicht nebeneinander, sondern miteinander.

Auch sprachlich hat mir das Buch gefallen. Die Übersetzung aus dem Finnischen von Elina Kritzokat liest sich flüssig und lässt die Geschichte angenehm leicht vorankommen.

Was am Ende bleibt, ist eine ungewöhnliche Fantasygeschichte, die sich nicht unbedingt darum bemüht, alles so zu gestalten, wie man es erwartet. Sie nimmt einen mit auf einen geheimnisvollen Zug, führt in eine völlig fremde Welt und lässt einen gemeinsam mit Stein herausfinden, was dort eigentlich vor sich geht.

Und manchmal ist es gar nicht schlecht, wenn ein Buch einen nicht sofort alles verstehen lässt. Man muss sich einfach darauf einlassen – und gelegentlich eben einfach mal reinfallen.

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Einfach mal reinfallen
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Eine faszinierende Reise ins magische Florenz

Graceless Heart von Isabel Ibañez

Ich hatte das große Glück, -Graceless Heart- bereits im englischen Original lesen zu können – und schon dort hat mich die Geschichte vollkommen in ihren Bann gezogen. Umso schöner ist es, nun auch die deutsche Ausgabe in den Händen zu halten, denn Ravensburger hat daraus nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ein echtes Schmuckstück gemacht.

Die Übersetzung von Dr. Maria Zettner gefällt mir ausgesprochen gut. Was ich bisher auf Deutsch gelesen habe, wirkt flüssig, stimmig und angenehm zu lesen. Die Geschichte selbst kenne ich bereits aus dem englischen Original, sodass ich ihren Inhalt unabhängig davon beurteilen kann. Und der bekommt von mir ganz klar 5 von 5 Sternen.

Besonders begeistert haben mich die beiden Hauptfiguren. -Ravenna- ist klug, entschlossen und wunderbar schlagfertig. Selbst wenn sie Angst hat, lässt sie sich nicht einfach aus den Ränkespielen der mächtigen Männer verdrängen. Sie denkt mit, kontert und versucht immer wieder, ihren eigenen Weg zu finden. -Saturnino- steht ihr dabei in Sachen Strategie und Gerissenheit kaum nach. Zwischen den beiden entwickelt sich eine herrlich bissige Dynamik, bei der man nie genau weiß, wer gerade wen auszutricksen versucht. Ihre Wortgefechte und die spürbare Chemie zwischen ihnen haben mir unglaublich viel Spaß gemacht.

Überhaupt ist das Setting ein großes Highlight. -Florenz zur Zeit der Renaissance-, prachtvolle Gewänder, mächtige Familien, politische Intrigen und die Auseinandersetzungen rund um die Medici und den Papst treffen hier auf ein eigenes Magiesystem. Diese Verbindung aus historischer Atmosphäre und Fantasy funktioniert für mich hervorragend. Und dann begegnet einem sogar Leonardo da Vinci in einer kleinen Nebenrolle – ein wunderbares Detail!

Ein paar Dinge hätten für mich allerdings noch etwas mehr Raum bekommen dürfen. Über die Fae erfährt man vergleichsweise wenig, obwohl eine von ihnen eine wichtige Rolle spielt. Auch Ravennas Magie hätte ich gerne noch ausführlicher kennengelernt und ihre Entwicklung stärker verfolgt. Gerade weil mich diese Elemente so neugierig gemacht haben, hätte ich davon einfach gerne noch mehr gelesen.

Auch die Romance verläuft nicht geradlinig, sondern ist immer wieder von Annäherung und Rückzug geprägt. Gerade bei Saturnino spürt man seinen inneren Konflikt zwischen seiner Anziehung zu Ravenna und dem Schicksal, das er für sich akzeptiert zu haben glaubt. Für mich hat gerade dieses Hin und Her die Beziehung interessant gemacht.

Und dann wäre da noch die wunderschöne Aufmachung der deutschen Ausgabe. Das Cover ist schon ein Blickfang, aber der -dunkelblaue Farbschnitt mit Mond und Sternen und den gelben Akzenten- ist für mich das absolute Highlight. Zusammen mit der Gestaltung des Aufklapp-Covers entsteht eine Ausgabe, die dem fantastischen Charakter der Geschichte wunderbar gerecht wird.

-Graceless Heart- ist für mich eine gelungene Mischung aus -Renaissance, Fantasy, Magie, Intrigen und einer knisternden Liebesgeschichte-. Eine Geschichte mit starken Figuren, einer außergewöhnlichen Atmosphäre und genau der richtigen Portion Geheimnisse, bei der ich mich gerne noch länger in dieser Welt aufgehalten hätte.

Von mir gibt es also auch für die Deutsche Ausgabe ganz klar 5 von 5 Sternen.

Vielen Dank an vorablesen.de und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Rezension wurde dadurch nicht beeinflusst und gibt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

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Eine faszinierende Reise ins magische Florenz
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Zwei Seiten, eine Geschichte

Chimaira: Malin & Maira von Giebken Sabine

Schon die Gestaltung von „Chimaira: Malin & Maira“ hat mich begeistert. Denn dieses Hardcover ist tatsächlich etwas ganz Besonderes: Von der einen Seite beginnt Mairas Geschichte, dreht man das Buch um, hält man plötzlich Malins Geschichte in den Händen. Zwei Cover, zwei Charaktere, zwei Perspektiven – und trotzdem ein einziges Buch.

Selbst der wunderschöne Farbschnitt greift dieses Konzept auf.

Auch im Inneren setzt sich diese Idee liebevoll fort. Beide Seiten haben ihr eigenes Charakterdesign und eine kurze Einführung in die jeweilige Perspektive. Dadurch bekommt man tatsächlich immer wieder das Gefühl, ein anderes Buch aufzuschlagen. Und genau das passt ganz wunderbar zu dem, worum es in dieser Geschichte geht: Jede Geschichte hat zwei Seiten.

Zunächst begegnen uns sehr typische Themen, die Jugendliche beschäftigen: Selbstzweifel, der Wunsch nach Anerkennung, Aussehen, Freundschaft, Verliebtsein und die Frage, wie man von anderen wahrgenommen wird. Doch je weiter man liest, desto mehr entwickelt sich daraus eine Geschichte, die deutlich tiefer geht.

Besonders beeindruckt hat mich die Entwicklung der beiden Charaktere. Malin und Maira könnten unterschiedlicher kaum sein, und gerade diese Gegensätze machen ihre Perspektiven so interessant. Ihre Gedanken, ihre Entscheidungen und vor allem ihre Erfahrungen wirken dabei erstaunlich authentisch. Nichts fühlte sich für mich künstlich aufgesetzt oder nur deshalb konstruiert an, damit die Geschichte funktioniert. Stattdessen hatte ich immer wieder das Gefühl, die beiden wirklich ein Stück auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.

Sprachlich hat mir das Buch ebenfalls ausgesprochen gut gefallen. Sabine Giebken schreibt modern, flüssig und gleichzeitig auf einem Niveau, das angenehm anspruchsvoll ist. Die Sprache passt hervorragend zur Altersgruppe ab 12 Jahren, ohne dass Erwachsene sich dabei auch nur eine Sekunde fehl am Platz fühlen.

Und dann ist da noch etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt: Dieses Buch hat mich bewegt. Hinter der zunächst eher klassischen Teenagergeschichte steckt so viel über Selbstbild, Wünsche, Erwartungen und darüber, wie leicht man sich selbst verlieren kann, wenn man unbedingt jemand anderes sein möchte. Gerade die Entwicklung der Figuren hat mich emotional immer stärker erreicht.

Fast 500 Seiten sind es, wenn man beide Seiten des Wendebuchs zusammenrechnet – und trotzdem fühlte sich das Lesen nie nach einem schweren Brocken an. Im Gegenteil: Das Buch liegt gut in der Hand und liest sich wunderbar.

„Chimaira: Malin & Maira“ ist für mich ein außergewöhnliches Buch – nicht nur wegen seiner wunderschönen und ungewöhnlichen Gestaltung, sondern vor allem wegen seiner Figuren und der emotionalen Geschichte, die sich hinter den beiden Seiten verbirgt.

Ein Buch, das mich überrascht, berührt und begeistert hat.

Vielen Dank an vorablesen.de und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Rezension wurde dadurch nicht beeinflusst und gibt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

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Zwei Seiten, eine Geschichte
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Zwischen Buchseiten, Magie und großen Gefühlen

The Story Keeper: A Tale of Hearts and Magic von Rachel Mavie

Ich war wirklich neugierig auf The Story Keeper – und das Buch hat diese Vorfreude tatsächlich gerechtfertigt

Allein die Ausstattung macht Freude: Das Paperback ist schön verarbeitet, das Cover passt wunderbar zur Geschichte und auch die aufklappbaren Umschlagseiten sind liebevoll gestaltet. Besonders das Charaktermotiv im Anime-Stil und das schön gesetzte Zitat auf der Rückseite sind kleine Details, die zeigen, wie viel Liebe in dieses Buch gesteckt wurde.

Auch im Inneren setzt sich dieser Eindruck fort: Das Schriftbild ist angenehm und sauber, und die feinen, geschwungenen Ornamente zu Beginn der Kapitel geben dem Buch eine zusätzliche märchenhafte Note.

Noch wichtiger ist natürlich die Geschichte selbst – und hier hat mich -The Story Keeper- voll erwischt.

Die Mischung ist für mich einfach genau richtig: -Slow Burn, eine gehörige Portion verträumter Fantasy, große Gefühle und vor allem eine wunderbare Liebe zu Büchern und Geschichten.- Die Idee, Geschichten nicht nur zu lesen, sondern sie tatsächlich zu betreten und zu erleben, besitzt ohnehin einen ganz besonderen Zauber. Die Welt rund um die Storykeeper und das Sanctuary trägt diesen Zauber weiter und entwickelt dabei eine Atmosphäre, in der man sich als Leser ausgesprochen wohlfühlen kann.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil. Die Autorin beweist bereits von den ersten Seiten an ein feines Gespür für Sprache. Die Geschichte liest sich flüssig und leicht, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Es gibt diese schönen Momente, in denen man nicht unbedingt wissen muss, was als Nächstes passiert, sondern einfach gerne noch ein bisschen in der Welt bleiben möchte.

Und die Romance? Genau mein Geschmack. Sie darf sich entwickeln, bekommt Raum und lebt nicht davon, möglichst schnell von null auf hundert zu kommen. Gerade dieses langsame Annähern macht die Gefühle für mich umso schöner.

Viel mehr möchte ich über die Handlung eigentlich gar nicht verraten, denn bei -The Story Keeper- würde ich einen Teil des Lesevergnügens nehmen, wenn ich zu viel erzählen würde. Es gibt einige Entwicklungen, die man einfach selbst entdecken sollte.

Für mich ist dieses Buch eine -wunderschöne Cozy Romantasy mit viel Herz, Fantasie und einer spürbaren Liebe zum geschriebenen Wort-.

Wer Geschichten liebt, in denen Bücher mehr sein dürfen als bedruckte Seiten, und wer sich gerne ein wenig zwischen ihren Zeilen verliert, dürfte sich in Avalora sehr wohlfühlen.

Vielen Dank an vorablesen.de und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Rezension wurde dadurch nicht beeinflusst und gibt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

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Eine spannende Idee, bei der mir die Zielgruppe Kopfzerbrechen bereitet

DunkelZone von Vojtech Matocha

„DunkelZone“ hat mich zunächst mit einer wirklich ungewöhnlichen Idee neugierig gemacht: Mitten in Prag entsteht ein geheimnisvolles Viertel, in dem Elektrizität nicht funktioniert und das sich immer weiter ausbreitet. Dazu kommen drei junge Protagonisten, Geheimnisse, Verfolgungen und jede Menge Abenteuerpotenzial.

Gerade der Einstieg ist gelungen, denn man findet schnell in die Geschichte hinein und lernt Jirka, En und Tonda zügig kennen.

Auch die Atmosphäre ist bemerkenswert. Allerdings ist sie für mich nicht nur geheimnisvoll, sondern über weite Strecken -durchgehend düster und bedrückend-. Das liegt dabei gar nicht allein am Setting der DunkelZone, sondern wird durch die Erzählweise und den gesamten Text vermittelt. Selbst ruhigere Passagen tragen diese Schwere in sich.

Und genau hier beginnt mein persönliches Problem mit der angegebenen Altersempfehlung ab 11 Jahren.

Bereits sehr früh geschieht ein Mord, mit dem Jirka erstaunlich souverän umgeht. Im weiteren Verlauf kommen unter anderem Verfolgungen durch einen Mann mit einer Axt und einen Dobermann hinzu. Für einen erwachsenen Leser ist das sicherlich kein Problem. Wenn ich das Buch allerdings aus der Perspektive eines Erwachsenen betrachte, der überlegt, ob er es seinem elfjährigen Kind zum Lesen geben würde, fällt meine Antwort klar aus: -eher nicht-. Mir ist die Kombination aus Mord, Bedrohung und der permanent düsteren Grundstimmung für diese Altersgruppe persönlich zu heftig.

Gleichzeitig frage ich mich aber, ob ältere Jugendliche unbedingt die ideale Zielgruppe wären. Denn obwohl die Geschichte durchaus ihren Reiz hat, bleibt der Erzählfluss über weite Strecken eher verhalten. Es gibt Passagen, die sich beinahe wie eine Geschichtsstunde lesen und die Handlung merklich ausbremsen. Ein älteres Kind oder ein Jugendlicher, der mit der düsteren Thematik problemlos umgehen könnte, könnte sich deshalb möglicherweise an genau diesem eher ruhigen Erzähltempo stören.

Damit hatte ich beim Lesen zunehmend Schwierigkeiten, das Buch altersmäßig einzuordnen. -Für mich passen die düstere und teilweise ziemlich bedrohliche Thematik und das eher gemächliche Erzähltempo nicht ganz stimmig zu einer Zielgruppe ab 11 Jahren.-

Ein kleiner persönlicher Stolperstein waren für mich außerdem die vielen tschechischen Namen. Natürlich passen diese hervorragend zum Schauplatz und ich würde niemals kritisieren, dass die Figuren tschechische Namen tragen. Da ich der tschechischen Sprache allerdings nicht mächtig bin, konnte ich einige Namen tatsächlich nur „überlesen“, ohne sie mir richtig einzuprägen. Wenn mehrere Figuren in kurzer Folge auftauchen, hat mir das stellenweise die Orientierung etwas erschwert.

Sehr gut gefallen haben mir dagegen die hochwertige Aufmachung und das schöne Schriftbild. Die kleinen Illustrationen von Karel Osoha passen wunderbar zur Geschichte und unterstreichen deren Atmosphäre. Davon hätte ich mir allerdings mehr gewünscht – gerade einige ganzseitige Illustrationen hätten das Buch für mich noch stärker aufgewertet.

Unterm Strich bleibt bei mir deshalb ein etwas zwiespältiger Eindruck. -Die Geschichte hat definitiv ihren Reiz, das Setting ist ungewöhnlich und die Grundidee spannend.- Auch kann ich gut nachvollziehen, warum das Buch erfolgreich ist und Auszeichnungen erhalten hat. Für meinen persönlichen Geschmack funktioniert es als Kinderbuch jedoch nicht ganz.

Drei Sterne gibt es deshalb nicht, weil „DunkelZone“ schlecht geschrieben oder uninteressant wäre, sondern weil ich mich während des Lesens immer wieder gefragt habe, -für welche Altersgruppe dieses Buch eigentlich am besten geeignet ist-. Für mich liegt genau dort seine größte Schwäche.

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Wenn aus einer Show plötzlich bitterer Ernst wird

Final Show von Dirk Schmidt


Eine Show, bei der man eigentlich Unterhaltung erwartet – und plötzlich geht es um viel mehr. Genau dieser Gegensatz hat für mich den besonderen Reiz von "Final Show" ausgemacht.

Das Cover hat mir von Anfang an richtig gut gefallen. Die einsame Gestalt auf der Treppe und das intensive Blau vermitteln sofort eine düstere, spannungsgeladene Atmosphäre und passen für mich hervorragend zu einem Thriller.

Es macht neugierig darauf, was sich eigentlich hinter dieser Show verbirgt.

Auch die Geschichte selbst entwickelt sich spannend. Die Ereignisse rund um die Band werden immer undurchsichtiger und scheinen von einem dunklen Geheimnis überschattet zu sein. Immer wieder gab es Momente, in denen ich meine eigenen Vermutungen überdenken musste. Dabei entsteht die Spannung nicht nur durch das, was passiert, sondern vor allem durch die Frage: "Wem kann man hier eigentlich noch vertrauen?"

Besonders gut gefallen hat mir Lucy. Sie ist neugierig, stellt Fragen und gräbt immer tiefer in der Vergangenheit der Band. Je mehr sie herausfindet, desto schwieriger wird es allerdings auch für sie, einzuschätzen, wem sie noch vertrauen kann. Ich fand es spannend zu beobachten, wie sie sich in dieser zunehmend eskalierenden Situation behauptet.

Überhaupt sind die Figuren interessant gezeichnet. Sie haben unterschiedliche Motive und wirken dadurch nicht einfach austauschbar. Gerade wenn die Situation immer weiter aus dem Ruder läuft, fand ich es spannend zu sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Charaktere damit umgehen.

Eine kleine Besonderheit muss ich außerdem erwähnen: Erste Sätze sind mir beim Lesen tatsächlich wichtig. Manchmal entscheidet schon der erste Satz darüber, ob ich mich mit einem Buch sofort anfreunde. Bei "Final Show" war es nicht der erste, sondern direkt der zweite Satz, der mir im Gedächtnis bleiben wird:

„Wenn Katzen sieben Leben haben, müsste er vor Kurzem die dritte Katze angebrochen haben.“

Ich glaube, das muss man nicht weiter kommentieren. ????

Beim Schreibstil hatte ich allerdings ein paar Schwierigkeiten. Gerade am Anfang haben mich einige sehr lange Sätze und teilweise ungewöhnliche Satzstellungen aus meinem Lesefluss gebracht. Manchmal musste ich einen Satz noch einmal lesen oder beim nächsten Absatz kurz neu ansetzen, weil ich mich stärker auf die Formulierung als auf die Handlung konzentriert habe. Dadurch bin ich stellenweise aus der Immersion gefallen. Das ist natürlich eine sehr persönliche Leseerfahrung – andere Leser werden diesen Stil möglicherweise ganz anders empfinden.

Insgesamt hat mir "Final Show" aber gerade wegen seiner ungewöhnlichen Mischung gefallen. Hinter der glitzernden Welt der Unterhaltung lauern Macht, Geheimnisse, alte Konflikte und gefährliche Interessen. Die Spannung nimmt stetig zu und irgendwann geht es längst nicht mehr nur um die große Show.

"Ein spannender Thriller mit einer interessanten Grundidee, undurchsichtigen Figuren und einer Protagonistin, deren Nachforschungen immer tiefer in eine ziemlich dunkle Vergangenheit führen. Sprachlich hat mich das Buch nicht immer erreicht, die Geschichte selbst konnte mich aber über weite Strecken neugierig halten. "

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Wenn die Tiefsee zum Überlebenskampf wird

Be a Light in the Dark Sea 1 von Softcoral

Wenn die Tiefsee zum Überlebenskampf wird

Was für ein Buch! Ich hätte nach den ersten Seiten nicht unbedingt erwartet, wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Der Einstieg wirkt zunächst fast wie eine ruhige Reise in eine faszinierende neue Welt: Park Muhyun kommt als frischgebackener und einziger Zahnarzt auf einer riesigen Unterwasserstation an und muss sich erst einmal in dieser ungewöhnlichen Umgebung zurechtfinden.

Genau dadurch lernen wir gemeinsam mit ihm die Station, ihre Bewohner und die Strukturen kennen.

Das Setting hat mich dabei besonders angesprochen. Unterwasserstationen sind natürlich keine völlig neue Idee, aber im Vergleich zu den inzwischen zahlreichen Science-Fiction-Geschichten über die Eroberung des Weltalls wirkt die Tiefsee erfrischend anders. Vor allem ist diese Zukunft erschreckend nah an unserer eigenen vorstellbaren Realität. Eine Menschheit, die ihre Erde zunehmend unbewohnbar macht und anschließend in die Tiefsee ausweicht, um dort weiter nach Ressourcen zu suchen – das hat durchaus etwas Beklemmendes.

Auch Muhyun als Hauptfigur hat mir gut gefallen. Über seinen Alltag als Zahnarzt bekommt man ganz nebenbei einen Einblick in das Leben auf der Station. Anfangs scheint dort vieles geradezu beneidenswert: gute Bezahlung, Vergünstigungen und eine Gemeinschaft von Menschen, die für ihre Arbeit offenbar ordentlich entlohnt werden. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher zeigen sich die Risse in diesem vermeintlich perfekten System. Die unterschiedlichen Interessen der beteiligten Nationen und die politischen und sozialen Spannungen sorgen dafür, dass unter der Oberfläche einiges brodelt.

Und dann nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Aus dem interessanten Science-Fiction-Setting wird zunehmend ein packender Überlebenskampf. Die Flucht durch die Station, die verschiedenen Gruppen und die Frage, wem man überhaupt noch vertrauen kann, sorgen für ordentlich Spannung. Dabei steigert sich die Dynamik immer weiter, bis es gegen Ende ausgesprochen brutal wird.

Hier auch eine deutliche Warnung: Wer empfindlich auf Gewalt und blutige Szenen reagiert, sollte vorsichtig sein. Gerade im letzten Drittel geht es teilweise sehr heftig zur Sache. Für mich ist das definitiv kein Buch für zarte Gemüter – ich würde es eher ab 16 Jahren empfehlen.

Ein ganz besonderes Lob möchte ich außerdem der Übersetzung aussprechen. Alexandra Dickmann versteht es wirklich hervorragend, mit der deutschen Sprache umzugehen. Die Sprache wirkt anspruchsvoll und gleichzeitig wunderbar flüssig. Keine erzwungene Jugendsprache, keine holprigen Formulierungen – stattdessen finden sich immer wieder richtig schöne sprachliche Bilder und Formulierungen. Für mich war die Sprache tatsächlich eines der Highlights des Buches.

Auch die Ausstattung gefällt mir. Das Buch liegt angenehm in der Hand und die aufklappbaren Umschlagseiten sind ein schönes Detail. Auf der vorderen Klappe wird das Titelmotiv noch einmal aufgegriffen, wobei ich persönlich ein zusätzliches Motiv spannender gefunden hätte. Dafür bietet die hintere Klappe eine Vorschau auf die offenbar vierteilige Reihe.

Und dann dieses Ende … Damit hatte ich so nicht gerechnet. Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten. ????

Be a Light in the Dark Sea hat mich jedenfalls von einem zunächst faszinierenden Science-Fiction-Setting bis zu einem ausgesprochen dynamischen und teilweise brutalen Finale mitgenommen. Für mich eine ungewöhnliche Geschichte, die gerade durch ihr Tiefsee-Szenario aus der Masse heraussticht.

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Ein kleines Wirbelwindherz zum Verlieben

Seaside Sisters 2: Elsas Wirbelwindherz von Mia Andersen

Ich habe die Seaside Sisters wirklich vermisst – und deshalb war die Freude beim Aufschlagen von **„Elsas Wirbelwindherz“** riesig. Schon nach den ersten Seiten war ich wieder mitten in der wunderbaren Welt der vier Freundinnen auf Rosenholm. Und dieses Mal durfte ich Elsa ein Stück näher kennenlernen.

Was mir besonders gut gefallen hat: Die Geschichte verbindet all das, was die Reihe für mich so besonders macht – **Freundschaft, Zusammenhalt, Bücher, Kreativität und die ersten großen Gefühle**. Gerade Elsas Geschichte hat dabei eine ganz eigene, wunderbar warmherzige Atmosphäre. Ihre zurückhaltende Art macht sie unglaublich sympathisch, und ich hatte sie sehr schnell ins Herz geschlossen. Tatsächlich musste ich zwischendurch denken, dass mein zehnjähriges Ich Elsa vermutlich unbedingt als Freundin hätte haben wollen. ????

Die Freundschaft zwischen Lene, Elsa, Amba und Frida ist für mich erneut eines der großen Highlights. Jede der vier ist anders, hat ihre eigenen Interessen und Stärken, und trotzdem merkt man jederzeit, wie wichtig sie einander sind. Genau dadurch wirkt ihre Freundschaft nicht künstlich, sondern angenehm echt.

Auch das Setting auf Rosenholm ist wieder zum Wohlfühlen. Die winterliche Inselatmosphäre, die liebevollen Details und der lockere, einfühlsame und humorvolle Schreibstil machen das Buch zu einer richtig gemütlichen Lektüre. Dazu kommen ganz vorsichtig die ersten romantischen Gefühle – kindgerecht und mit genau der richtigen Portion Herzklopfen erzählt. Nie kitschig, sondern so, wie sich erste Schwärmerei eben anfühlen kann: aufregend, verwirrend und wunderschön.

Besonders begeistert haben mich außerdem die Gestaltung und die vielen kleinen Extras im Buch. Die Illustrationen von Hanna Wenzel passen wunderbar zur Geschichte, die Comic-Doppelseite ist ein echtes Highlight und auch die kreativen Ideen und das Rezept am Ende fand ich einfach großartig. Solche Details machen aus einem schönen Kinderbuch für mich etwas ganz Besonderes.

Wenn ich überhaupt etwas bemängeln möchte, dann tatsächlich die Ausstattung: Ich hätte mir passend zum wunderschönen Cover auch den angekündigten bzw. erwarteten Farbschnitt gewünscht. Bei meinem Exemplar war dieser leider nicht vorhanden. Gerade bei einer Reihe wie den Seaside Sisters hätte das den Wiedererkennungswert noch einmal deutlich erhöht. Für die Geschichte selbst ist das natürlich nebensächlich – schade finde ich es trotzdem.

**Fazit:**
„Elsas Wirbelwindherz“ ist für mich eine rundum gelungene Fortsetzung und hat mein Herz mindestens genauso schnell erobert wie Band 1. Die Geschichte ist warmherzig, humorvoll, kreativ und voller kleiner Momente, die einfach glücklich machen.

Man kann den Band problemlos lesen, ohne den ersten zu kennen. Aber ganz ehrlich: **Warum sollte man sich die Seaside Sisters entgehen lassen?** ????

Ein Buch zum Wohlfühlen, Mitfiebern und Verlieben – für Kinder ab etwa 10 Jahren und durchaus auch für Erwachsene, die sich gerne noch einmal an die aufregende Zeit der ersten Schwärmerei erinnern.

Vielen Dank an vorablesen.de und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Rezension wurde dadurch nicht beeinflusst und gibt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

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Ein kleines Wirbelwindherz zum Verlieben