Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gute_Laune:
Umwerfend gut!
Was sie nicht weiß von Shari Lapena
Als Sam einen Anruf vom Kindergarten erhält, dass seine Frau Bryden die gemeinsame Tochter Clara nicht abgeholt hat und nicht zu erreichen ist, wundert er sich sehr. Noch mehr, als er feststellt, dass ihr Handy, ihre Tasche und ihr Auto da sind, nur Bryden nicht. Detective Jayne Salter und ihr Team decken bei ihrer Suche nach Bryden erstaunliche Geheimnisse auf.
Ich bin immer wieder davon fasziniert, wie leicht mich Shari Lapena in ihre Storys zieht. Andere Autoren und Autorinnen tun sich damit sehr viel schwerer, manche schaffen es gar nicht. Doch bei ihr habe ich immer das Gefühl, sämtliche Figuren nicht nur deutlich vor Augen zu haben, sondern sogar zu kennen. Sofort spüre ich eine leichte Spannung, die sich immer mehr steigert und keinen Moment nachlässt. Längen und zähe Stellen gibt es bei ihr schlicht nicht. Das ist großartig, da liest man gerade zu suchtmäßig weiter und ist allerbestens unterhalten. Dabei braucht sie keine detaillierten Gewaltbeschreibungen. Sie kommt mit kleinen Andeutungen direkt ans Ziel.
Man möchte fast schon schmunzeln, wie so nach und nach die Geheimnisse ans Licht kommen. Die sind zwar weniger lustig, denn heftig, aber sie zeigen sehr schön, dass es überall etwas gibt. Manche der Geheimnisse sind allerdings schon echte Hammer! So wird der Leser immer wieder auf neue Spuren angesetzt und gleichzeitig so verwirrt, dass es kaum vorstellbar ist, wie sich alles aufklären kann. Wahnsinnig gut! Ebenfalls gelungen finde ich, dass man super lange rätselt, wer diese Sie aus dem Titel denn nun ist. Die Dynamik zwischen den Figuren ist realistisch und gibt der Story zusammen mit den kurzen Kapiteln ein rasantes Tempo.
Lapena schafft es meisterlich, die Spannung bis zum Ende auf hohem Niveau zu halten. Mich begeistern ihre Bücher immer wieder durch ihre neuen Ideen, Settings und Figuren. So sehr wie sie, überrascht mich sonst kein Autor oder Autorin. Das Ende ist auch hier fulminant. Ein einziger Faden bleibt lose. Das und der letzte Satz bringen mich dazu, mir zu wünschen, dass es eine Fortsetzung geben wird. Das wiederum wäre eine Novität bei Shari Lapena. Kurz und gut, ich bin bestens unterhalten worden und habe jede Seite genossen. Volle fünf Sterne, mehr geht ja leider nicht!
Rezensionen von Mabla59 :
Spannendes Highlight dieses Genres
Weil sie lügt von Caroline Seibt
Die junge Anna Brunner hat es nicht leicht. Vor anderthalb Jahren ist ihre ältere Schwester Juliane verschwunden und nicht wieder aufgetaucht. Ihr Vater ist unter Mordverdacht an seiner Tochter in Untersuchungshaft gekommen und ihre labile, psychisch kranke Mutter ist ihr keine Stütze. Geschweige denn, daß die Mutter sich um den kleinen Bruder Leon kümmern kann.
Alles bleibt an Anna hängen.
Plötzlich meldet sich ein Mithäftling von Annas Vater bei Katharina Engels, der Ermittlerin die den Fall Juliane Brunner bearbeitet, und erklärt, Brunner hätte ihm den Mord an seiner Tochter gestanden.
Jetzt läuft der ganze Ermittlungsapparat wieder an und Anna sieht sich erneuten Durchsuchungen und Verdächtigungen gegenüber. Also beginnt sie, auf eigene Faust zu recherchieren und herauszufinden was wirklich mit Juli geschehen ist.
Selten hat mich ein Buch so gepackt und in Atem gehalten wie "Weil sie lügt".
In kurzen knappen Kapiteln, jeweils aus der Sicht von Anna und Katharina erzählt und die fast alle mit einem kleinen Cliffhanger enden, erzählt Caroline Seibt die Geschichte. Extrem spannend und mit immer neuen Wendungen bis hin zur Auflösung.
Ein wahres Highlight, dass jeder Fan dieses Genres lesen sollte
Rezensionen von Mabla59 :
Schicksalsreise
Die Mitternachtsreise von Matt Haig
Meine Bewertung bezieht sich auf das Hörbuch "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig, erschienen im Argon Verlag, hervorragend gelesen von Christoph Maria Herbst.
Wilbur Butt ist tot! Aber er wird von Agnes Bagdale eingeladen, eine Reise mit dem Mitternachtszug zu machen. Agnes war die Besitzerin des Buchladens, in dem Wilbur als Kind immer seine geliebten Bücher fand und deren Bagdales Bookshop, den er später übernahm , der Grundstein zu Wilburs späterem Imperium als Buchhändler wurde.
Agnes, inzwischen selbst verstorben, nimmt ihn mit auf eine Reise in seine Vergangenheit, in der er die schönsten Momente seines Lebens noch einmal sieht. Aber auch die schlimmsten und traurigsten Momente wird er noch einmal erleben. Und seine große Liebe Maggie wiedersehen.
Matt Haig lässt uns nachdenken, ob wir selbst eine solche Reise antreten wollen würden und was wir, wenn möglich, ändern würden.
Eine wunderbare Reise
Rezensionen von Liddy:
Ganz große Knutbert-Liebe
Cats Tagebuch - Lass die Ratte aus dem Sack! von Franziska Höllbacher
Als Katzenbesitzerin – oder wie ich jetzt gelernt habe: Da unsere Britisch-Kurzhaar-Katzen uns bei sich wohnen lassen – haben wir uns schon riesig auf dieses Buch gefreut. Kater Knutbert führt ein entspanntes Leben, doch plötzlich ist die ganze Nachbarschaft in Aufruhr. Ein Biest treibt dort sein Unwesen und als er schließlich auch noch verdächtigt wird, fasst er den Entschluss, die Bestie zu fangen, denn schließlich möchte er seine geliebten Routinen und seine Ruhe wiederhaben.
Das Buch ist in Form eines Tagebuchs aus der Sicht von Knutbert geschrieben und hat uns begeistert. Die Einblicke in seine Gedankenwelt waren unglaublich witzig und welche Ideen er hatte, um zur Bestie zu gelangen, fanden wir sehr kreativ. Allgemein haben uns die Einträge bzw. Katastrophenberichte einer Superheldenkatze sehr zugesagt. Es gibt zum Beispiel „Kratzer am Rande“ oder viele Kritzeleien, sodass jede Seite einfach spannend ist. Auch ist das Buch reichlich illustriert, was uns sehr gefallen hat. Wir konnten viel zusammen lachen, weshalb es von uns eine ganz große Empfehlung gibt – insbesondere für Katzenfans!
Rezensionen von Mabla59 :
Konnte mich leider nicht überzeugen
Die Gesetze von Liebe und Logik von Debra Curtis
Das Cover zu "Die Gesetze von liebe und Logik" hat mir schon beim ersten Blick gut gefallen und auch der Klappentext war genau in meinem Beuteschema. Dazu kamen die ersten sehr positiven Rezensionen, so dass ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Lilly wächst mit ihrer Schwester Jane in einem streng katholischen Haushalt auf.
Trotz der christlichen Erziehung feiert Lilly gerne wilde Partys und lernt dort ihre große Liebe kennen. Leider zerbricht diese an einem tragischen Ereignis. Mit ihrem zweiten Mann, einem Ornithologen, ist sie zwar glücklich, aber sie kann ihre erste große Liebe nicht vergessen und wird ihn auch später wiedertreffen.
Solche Geschichten über mehrere Jahrzehnte und über Generationen gefallen mir in der Regel sehr.
Bei diesem Buch von Debra Curtis habe ich mich allerdings sehr schwer getan. Der, teils abgehackte, Schreibstil hat meinen Lesefluss stark beeinflusst und eine Sympathie für die handelnden Personen wollte sich nicht einstellen
Rezensionen von Lerchie:
Wo ist Oliver?
Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers von Sophie Oldenstein
Nicky bekommt ein Stipendium für die Ashfield Academy. Sie schließt dort neue Bekanntschaften und merkt, dass etwas nicht stimmt. Mit Agatha, Pauly und Shu entdeckt sie ihre magischen Fähigkeiten und stößt auf einen alten Kriminalfall. Dunkle Mächte erwachen und bedrohen das Dorf. Die vier Freunde müssen es retten.
Ein Büch für Jugendliche/Kinder ab elf Jahren.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich ganz gut lesen, ist ja auch ein Kinder- bzw. Jugendbuch. Es gab auch keine Unklarheiten im Text, die den Lesefluss stören konnten. In der Geschichte war ich bald drinnen, konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Es geht darum, sich mit dem richtigen Menschen anzufreunden und das sind die vier Nicky, _Shu, Agatha und Pauly. Agathas Fr3eund Oliver ist verschwunden und die vier versuchen herauszufinden wieso und wo er ist. Wird ihnen das gelingen? Mit der Zeit stellt sich heraus, dass es nicht nur um Oliver geht. Dies ist ein Kinder bzw. Jugend Fantasy Roman. Er war spannend´, hat mir gut gefallen und mich auch gut unterhalten. Ich habe mit den Freunden gebangt und gezittert, mich aber auch gefreut. Und ich bin gespannt auf das zweite Buch, denn es ist eine Dilogie. Von mir eine Weiterempfehlung sowie fünf Sterne.
Rezensionen von Margarita:
Kann man sich sparen
Meeresdunkel von Till Raether
Hm, nee, das war es leider nicht für mich.
Zunächst einmal hat mich der Schreibstil nicht überzeugt. Die Sätze sind sehr kurz und abgehackt, Emotionen eher Fehlanzeige. Zusätzlich war das ständige Denglisch von Esmé unerträglich. Mal wieder ein alter Mann, der meint zu wissen, wie Jugendliche sprechen.
Aber auch inhaltlich hat mich Meeresdunkel nicht abgeholt. Die Charaktere sind eigentlich alle unsympathisch, komisch oder sinnlos. (räusper, die Kinder... Warum waren die da? Was sollte das ganze Ding mit Juri und seiner Puppe???) Das muss man erst mal schaffen bei so einer großen Gruppe. Und ich befürchte, dass das nicht so gewollt war vom Autor. Die Erwachsenen haben sich auch ständig verhalten, als wäre es ihr erster Tag auf diesem Planeten.
Die ganzen Beziehungsdramen, die mindestens die Hälfte des Buchs einnehmen, sind vollkommen losgelöst vom Mystery-Teil, der im Fokus hätte stehen sollen. Vergesst also die ersten 200 Seiten, die sind absolut irrelevant für den Ausgang der Story. Klasse!
Ab dem großen Wendepunkt kommt mehr Spannung und Action auf, und die Auflösung ist auch ganz okay, aber nicht so gut, als dass ich jemandem empfehlen würde, dieses Buch zu lesen. Lohnt sich meiner Meinung nach leider nicht.
Rezensionen von gabiliest:
Das Gehirn und die Spuren des Lebens
Trauma und Gehirn von Isabella Sarto-Jackson
Isabella Sarto- Jackson, die Präsidentin der Austrian Neuroscience Association, bietet in ihrem Fachbuch “Trauma und Gehirn- Wie soziale Erfahrungen die Hirnentwicklung prägen” eine wissenschaftlich fundierte Zusammenschau über die Entwicklung des Gehirns, das sich besonders in der Kindheit und im Jugendalter neuroplastisch verändert.
Hier hinterlassen alle erlebten Ereignisse Spuren, die im späteren Leben sowohl für das Individuum selbst, in Beziehungen zu Partnern und Kindern als auch allgemein im Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt wesentlich sind. Zudem bezieht die Autorin die Anlage- Umwelt- Debatte sowohl aus faktischer Sicht als auch in der Darstellung der Lehrmeinungen mit ein. Hauptthema des Buches ist, dass das Gehirn auf alle sozialen Reize reagiert und durch sie verändert wird, wobei die Auswirkungen ganzkörperlich und natürlich auch im Verhalten des Individuums spürbar sind.
So schädigen Traumata, in welcher Form sie auch entstanden sind und erlebt wurden, das Gehirn. Stress, Vernachlässigung und Gewalt in jeder Form prägen eine schwierige Kindheit, was es den Betroffenen oft unmöglich macht, die durch diesen Stress verursachten Situationen zu bewältigen. Unter den vielen herausragenden Erklärungen fand ich den Aspekt besonders interessant, dass hier Anpassungsreaktionen an die Situation entstehen, die jedoch verhindern, dass das Individuum Angst tatsächlich verlernt. Selbst kleinste Reize können zu einem Flash-Back und zu einem erneuten Erleben des Traumageschehens führen. Aufschlussreich ist zudem, dass hohe Cortisolspiegel und damit ein hohes Stresslevel das gesamte weitere Leben prägen. Sehr intensiv behandelt die Autorin die unbedingte Notwendigkeit fester sozialer Bindungen und von Zugehörigkeit, besonders zwischen Mutter und Kind. Hier zeigt sich über Generationen hinweg, wie Vernachlässigung und lose Bindungen das Verhalten von Müttern prägen und damit maßgeblich das Leben des Kindes beeinflussen, das keinen sicheren Bindungsstil erleben durfte.
Erst spät geht die Autorin auch auf die wichtige Bindung zum Vater ein, dem eine andere Rolle – die des Spielpartners– im Familiengefüge zugestanden wird. In den letzten drei Kapiteln des Buches wird mehr Praxisbezug hergestellt, dennoch sollten die Lesenden keine Handlungsanleitungen erwarten. Neben der genauen Beschreibung, welche Spuren Traumata im Gehirn hinterlassen, erklärt Isabella Sarto- Jackson die furchtbaren Auswirkungen von Deprivation, Armut und Vernachlässigung. Besonders betont wird die Einbettung von Jugendlichen in familiäre und Peer- Groups, vor allem in die Gruppe von Gleichaltrigen, da soziales Verhalten nur auf diese Weise gelernt werden kann. Zurück zu den Wurzeln kommt die Autorin im Zusammenhang mit der Maslowschen Bedürfnispyramide, wo am Beispiel der amerikanischen Ureinwohner gezeigt wird, wie es möglich ist, Heranwachsenden Selbstwirksamkeit, soziales Mitgefühl, Entscheidungsfähigkeit und Resilienz zu vermitteln. So kann das Buch als Aufforderung an die Gesellschaft und die Politik verstanden werden, vor allem die Situation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.
Besonders bewegend sind die Passagen über Viktor Frankl, der als Opfer der NS- Diktatur vorgelebt hat, dass man trotz der furchtbarsten Erlebnisse einen Sinn im Leben finden kann.
Mein Fazit:
Ich habe “Trauma und Gehirn” mit den Augen eines interessierten Laien gelesen, bringe jedoch Erfahrung in der Jugendarbeit und im strafrechtlichen Kontext mit. Das Buch ist fachlich ausgezeichnet geschrieben, wer jedoch nur mangelhaftes Grundlagenwissen aus Medizin und Psychologie mitbringt, wird hier Geduld und Ausdauer brauchen. Erst die letzten drei Kapitel des Buches bieten für diese Gruppe der Lesenden konkretere Beispiele, die dazu anregen, sie in die eigene Arbeit zu integrieren. Für Fachleute sei auf das ausführliche Literaturverzeichnis und auf die zahlreichen begleitenden Fußnoten verwiesen. Für die leichtere Lesbarkeit hätte ich mir eine bessere Strukturierung des Textes gewünscht.
Ich empfehle dieses Fachbuch, das Schnittstellen zu Medizin, Pädagogik, Justiz und Psychologie bietet, besonders Fachkräften gerne weiter. Interessierte Laien werden jedoch Geduld und Ausdauer brauchen – die das Buch zweifellos verdient.
Rezensionen von downey_jr:
Is that all there is?
Laura Clark ist dann mal weg von Helen Russell
Ich gestehe: „Laura Clark ist dann mal weg“ von Helen Russell hätte mich von der Cover-Gestaltung her nicht unbedingt angesprochen – zum Glück habe ich diesen Roman trotzdem gelesen, sonst hätte ich wirklich etwas verpasst!
Wer von uns (Frauen) kennt das nicht: Ob Familienorganisation, Haushalt, unbezahlte Care Arbeit, Zusatzaufgaben und unentgeltliche Mehrarbeit im Job .
.. Wären wir nicht gerne auch mal einfach „weg“?
Protagonistin Laura Clark hat immer perfekt „funktioniert“. Doch eines Tages sucht Ehemann Mark vergeblich nach seinem Mittagessen und Tochter Sian erfolglos saubere Kleidung. Auch im Büro fällt auf, dass sie nicht da ist, denn niemand kümmert sich um den kaputten Aufzug und andere Beschwerden. Mehr als eine „Out of Office“-Nachricht ist von Laura zu sehen.
Ihre Mutter wundert sich, das Laura nicht auf Ihre Wünsche und Bitten per Sprachnachricht reagiert. Auch die Nachbarn vermissen die hilfsbereite Laura. Und noch nicht einmal Lauras beste Freundin Ruth, frischgepackene alleinerziehende Mutter von Zwillingen, bekommt Antworten auf ihre Nachrichten an Laura.
Erst vermutet ehemann Mark seine Frau auf einer Beerdigung, die Kollegen denken, sie sei mit der Organisation des Büroausflugs beschäftigt – doch nach und nach wird allen klar: Laura Clark ist tatsächlich verschwunden!
Mark ist völlig überfordert mit dem Organisieren von Nahrung und Haushalt sowie dem Ausführen des Hundes, den Handwerkern und Lauras Mutter, die nun ihn statt Laura behelligt. Auch Sian, immerhin schon 19 Jahre alt, muss sich plötzlich selbst um Dinge kümmern, die bisher bequemerweise Mami aufgeladen werden konnten.
Erst spät gibt Ehemann Mark widerwillig eine Vermisstenanzeige auf, während ihr Kollege Ian auf Lauras Computer nach Antworten sucht, wo sie stecken könnte ...
Helen Russel hat es mit „Laura Clark ist dann mal weg“ geschafft, das Thema „Mental Overload“ sowie gesellschaftliche Erwartungen in einen Roman zu packen, der sowohl unterhaltsam als auch tiefgründig ist.
Der Schreibstil der Autorin und ihre Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Bei der Darstellung von Laura als permanent überlasteten Frau in Familie und Beruf war ich hin- und hergerissen zwischen Lachen und Wiedererkennen.
Der erste Teil des Romans fordert ein klein wenig Geduld, aber zum Ende hin hat mich die Story immer mehr gepackt - bis hin zum mehr als gelungenen Finale, in dem endlich Laura selbst zu Wort kommt.
Dieser Aufbau bzw. Perspektivenwechsel (dass andere berichten und Laura zunächst stummt bleibt) mag nicht allen gefallen, macht für mich den Roman aber gerade so besonders.
„Laura Clark ist dann mal weg. Und sie könnte eine Weile wegbleiben.“
Von mir bekommt das Buch 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung:
Für alle „Laura Clarks“ unter uns - für alle Frauen, die sich täglich aufopfern, die sich schonmal übersehen und nicht wertgeschätzt fühlten: Unbedingt lesen!
Vielen Dank an den Lübbe Verlag & Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar! ????????
Rezensionen von Julchentim:
Mitreißender Auftakt mit Herz
Nobody's Quest von Alyssa Day
Ich war von Anfang an doch recht schnell in der Geschichte und habe Solis Reise gerne verfolgt. Sie ist eine sympathische Hauptfigur, deren Entwicklung für mich das Highlight des Buches war. Besonders gut gefallen hat mir, wie ihre inneren Kämpfe und Selbstzweifel in die Handlung eingebunden wurden, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen.
Die Geschichte bietet viel Action, eine super spannende Quest und eine tolle Gruppendynamik. Gerade die wachsenden Beziehungen innerhalb der Reise haben das Buch für mich so besonders gemacht. Auch die zarte Liebesgeschichte hat gut gepasst, weil sie die Handlung ergänzt und zum Glück nicht dominiert.
An manchen Stellen hätte ich mir aber doch etwas mehr Tiefe bei den Nebenfiguren und einen gleichmäßigeren Erzählfluss gewünscht. Trotzdem hat mich die Geschichte bis zum Schluss gut unterhalten. Das Ende hat richtig Lust auf den nächsten Band gemacht und ich bin gespannt, wie es mit Soli und ihrer ungewöhnlichen Gruppe weitergeht.











