Kunden em pfehlungen
Rezensionen von spozal89:
Herbstfeeling in deutscher Kleinstadt
Kiss me in Orange von Alix Bente
Herbst ist einfach meine liebste Jahreszeit und ich liebe Bücher die Herbst thematisiert sind. Kiss me in Orange ist mir natürlich wegen des tollen orangen Covers ins Auge gestochen. Obwohl mir persönlich die Personen darauf nicht gefallen, fand ich den Klappentext dennoch ansprechend, weshalb ich das Buch gelesen habe.
Positiv möchte ich als erstes hervorheben, dass die Herbststimmung hier wirklich total toll rüberkommt. Goldried ist eine typische deutschr Kleinstadt, aber mit dem Herbstfest und den anderen Beschreibungeb bin ich richtig gut in Stimmung gekommen. Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und angenehm und ich bin gut durch die Geschichte gekommen. Warum ich dann letztendlich aber nur drei Sterne gebe? Mit der Protagonistin Emma bin ich absolut nicht warm geworden und auch Niklas war jetzt nicht mein Favorit Book Boy. Auch die Beziehung und wie sich die Freundschaft/Liebe der beiden entwickelt hat war mir nicht tiefgründig genug. Dafür gab es andere tiefere Themen wie die Familienverhältnisse von Niklas und Emmas Vater, die ich persönlich nicht gebraucht hätte und so auch nicht erwartet habe. Das mochte ich persönlich nicht so gerne und ich würde es jetzt auch nicht zu den cosy Herbstbüchern zählen.
Rezensionen von rewareni:
Erinnerungen
Als die Wolken noch süß waren von Bunye Ngene
Feyi lebt mit ihrer Familie in Nigeria, als sie plötzlich die Nachricht bekommt, dass ihre Großmutter in Deutschland verstorben ist. Da sie sie nicht gekannt hat, betrifft sie im ersten Moment diese Mitteilung nicht wirklich. Erst als sie erfährt, dass sie ein Haus in Starnberg geerbt hat beginnt sie sich mit ihrer Familiengeschichte mehr auseinander zu setzen und beschließt zu ihrer Tante Claudia nach Deutschland zu fahren.
Hier begegnet ihr eine für sich doch unbekannte und manchmal auch etwas beängstigende neue Welt. Als ihr Claudia Briefe von ihrer Oma überreicht taucht sie in eine Zeit ein wo ihre Oma Erna ihre Lebensgeschichte erzählt und so manches für Feyi klarer wird, warum ihre Mutter keinen Kontakt mehr zu ihr hatte.
,, Als die Wolken noch süß waren“ ist ein ruhiger und berührender Roman, wo der Autor Bunye Ngene, eine Familiengeschichte erzählt, bei der eine falsche Entscheidung Folgen für viele Menschen hat.
Das Erzähltempo ist eher gemächlich aber intensiv, da man in die Gefühls-und Gedankenwelt der Oma eintauchen kann, die ihre verbleibenden Erinnerungen, ob ihrer Demenzerkrankung, für ihre Enkelin zu Papier gebracht hat. Das Thema Demenz wird hier einfühlsam, aber auch erschütternd beschrieben, wenn die Großmutter selber bemerkt hat, dass sowohl mit ihrem Geist als auch mit ihrem Körper etwas nicht stimmt. Ihre Verzweiflung und auch ihre Wut, hat der Autor dabei gut beschrieben.
Die Erinnerungen an ihre Kindheit, ihre Jugend und auch die Kriegserlebnisse waren dabei immer wieder berührend und haben dabei auch Themen wie Rassismus, Homosexualität... aufgegriffen, die gezeigt haben, dass sich bis heute dabei nicht wirklich viel verändert hat.
Die falsche Entscheidung, die Erna damals ihrer Tochter Ursula gegenüber getroffen hat, hat sie die ganzen Jahre über belastet und auch bereut, wo aber beide nie einen Weg gefunden haben, sich gegenseitig zu verstehen und zu verzeihen.
Somit war es auch für Feyi eine besondere Reise in die Vergangenheit, wo sie nie die Chance hatte, ihre Oma kennen zu lernen.
Die Briefe von Erna waren spannend zu lesen, wo ihre fortschreitende Demenz, dabei auch immer wieder eine Rolle gespielt hat.
Es ist ein Roman in dem man langsam eintauchen kann und wo das berührende und auch erschütternde Ende trotz allem der richtige Abschluss ist.
Rezensionen von Anabellb:
Packender historischer Krimi
Four Heads Missing von Thorsten Schleif
Ich mag Spannung (Thriller und Krimis), aber auch historische Romane.
Dieses Buch vereint beides und
hat mich aufgrund des ungewöhnlichen Covers direkt angesprochen.
Das Buch ist der zweite Band um das Ermittlerduo der Gesellschaftsdame Irene Adams und des Leibwächters William Berger des Autors und Richters Thorsten Schleif.
Der Autor war mir bisher unbekannt, aber ich mag seine Sprache, eindringlich und bildhaft. Man fühlt sich direkt in das düstere und nebelige London um 1888 versetzt.
Die Protagonisten sind interessant und authentisch. Es macht Spaß, Ihrem Miteinander zu folgen.
Die Geschichte, deren Basis eine gut recherchierte True Crime Story ist, wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Das fordert die Aufmerksamkeit des Lesers, fördert aber auch, ebenso wie durch gekonnte Wendungen , die Spannung.
Packende Unterhaltung, die ich an einem Tag ausgelesen habe!
Ich freue mich auf weitere Fälle dieses Duos und werde mir jetzt auch frühere Bücher des Autors besorgen.
Rezensionen von SelinaW:
Tolles Gesamtpaket
Das verfluchte Gold von Hell Gate von Davide Morosinotto
Allein optisch ist „Das verfluchte Gold von Hell Gates“ ein richtiger Hingucker. Die Idee, die gefundene Streichholzschachtel nachzubilden, ist genial und macht das Buch schon vor dem ersten Aufschlagen zu etwas Besonderem. Aber auch im Inneren ist das Buch wunderschön illustriert und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Die Charaktere wurden großartig ausgearbeitet und konnten mich sehr begeistern. Da wäre ich doch glatt auch gerne eine Kakerlake. Besonders die Dynamik der Gruppe fand ich sehr gelungen, da jede Figur ihre eigene Persönlichkeit und ihre eigenen Stärken mitbringt. Für mich waren die Kapitel von Bill insgeheim die Highlights, da ich sie besonders interessant fand.
Das Setting kam für mich sehr authentisch rüber und wurde durch die Illustrationen noch stärker zum Leben erweckt. Die Handlung blieb bis zum Schluss spannend und lud immer wieder zum Miträtseln ein.
„Das verfluchte Gold von Hell Gates“ werde ich auf jeden Fall gerne für Jung und Alt weiterempfehlen.
Rezensionen von isa_mw:
Moral vs. Moral
Honey von Imani Thompson
Tu es!
Aber eigentlich ist es falsch.
Egal, nun mach!
Oder ist es doch zu viel?
Beim Lesen von Imani Thompsons 'honey' erlebt man eine Achterbahn der Moralvorstellungen. Die Protagonistin Ysra lebt ein auf den ersten Blick typisches Universitätsleben: Freundschaften, Partys, Beziehungen und Männer.
Während ihrer soziologischen Recherchen scheint sie dabei ein ganz eigenes Moralverständnis zum Umgang mit Diskriminierungen aller Art zu entwickeln. Während sie sich in ihrer Arbeit auch mit Rache und Gewalt beschäftigt, entwickelt sie eine Methodik, um sich aus der systemischen Unterdrückung freizukämpfen. Schnell stellt man sich die Frage: Darf ich das gut finden? Was darf Female Rage?
Meine Antwort ist eine Gegenfrage: Warum werden männliche Autoren für Thriller gefeiert, in denen Gewalt an Frauen teils noch konkreter dargestellt wird?
Das Fazit: Wir dürfen und sollten 'honey' gut finden.
Aufgrund der Kälte, die von Ysra ausgeht und meinem Missverständnis gegenüber einiger ihrer Umgangsweisen mit anderen Menschen, wollte ich zuerst einen Stern abziehen. Am Ende habe ich mich dennoch für die fünf Sterne entschieden, da diese Eigenschaften und Taten genau das sind, was die Geschichte braucht und realistisch macht: Wir dürfen Wut empfinden. Wir dürfen Grenzen setzen. Wir dürfen Fehler machen.
Besonders gut gelingt Imani Thompson der Umgang mit Intersektionalität. Sehr natürlich und dabei so offensichtlich wird im Roman deutlich, wie erdrückend Sexismus und Rassismus für sich, aber vor allem im Zusammenspiel sind. Einige männliche Charaktere wirken im ersten Moment in ihrer Überheblichkeit überspitzt dargestellt. Doch schnell fällt auf: das ist Alltag. Das ist eine Welt mit Männern.
Rezensionen von BarbaraM:
Wieder ein bisschen genauer hinsehen
Das Jahr der Wale von Kelly Anderson
„Das Jahr der Wale“ von Kelly Anderson ist für mich ein ganz besonderes Buch. Eine Geschichte, die mich vor allem durch ihre besondere Atmosphäre und ihre tiefe Verbundenheit zur Natur berührt hat. Ganz besonders haben es mir die Charaktere angetan. Vor allem Mara, Annie und Evan sind mir sehr ans Herz gewachsen.
Ihre Geschichten, ihre Beziehungen zueinander und ihre ganz eigene Verbindung zur Natur haben mich sehr berührt. Annie steht dabei immer wieder zwischen verschiedenen Welten, zwischen Meer und Land, zwischen Vernunft und Gefühl und zwischen dem Leben, das von ihr erwartet wird, und dem Leben, das sich für sie richtig anfühlt. Am meisten begeistert hat mich jedoch, welchen Stellenwert die Natur in diesem Buch bekommt. Das Meer, die Wale und die Landschaft sind nicht einfach nur Kulisse. Sie gehören ganz selbstverständlich zum Leben der Menschen und verbinden alles miteinander. Dabei wird auch deutlich, wie wunderschön und gleichzeitig unberechenbar die Natur sein kann. Genau das macht dieses Buch für mich so wertvoll. Ich glaube, dass vielen von uns dieses Gespür für die Natur ein Stück weit verloren gegangen ist. Wir leben unseren Alltag und vergessen manchmal, wie eng wir eigentlich mit unserer Umwelt verbunden sind. Wir Menschen stehen nicht außerhalb der Natur, sondern sind ein Teil von ihr. Das Jahr der Wale erinnert auf eine sehr besondere und überhaupt nicht belehrende Weise daran. Auch das leicht Mystische der Geschichte mochte ich sehr. Nicht alles wird erklärt und vielleicht muss es das auch gar nicht. Manches darf einfach gefühlt werden. Gerade das passt für mich wunderbar zu diesem Buch. Das Jahr der Wale hat mich berührt und zum Nachdenken gebracht. Über unsere Verbindung zur Natur, darüber, wo wir wirklich zu Hause sind und wie wichtig es manchmal ist, wieder genauer hinzusehen und auf das eigene Gefühl zu hören. Vielleicht brauchen wir manchmal genau solche Geschichten, um uns wieder daran zu erinnern, dass wir selbst ein Teil von all dem sind.
Rezensionen von Jule:
Warm und hoffnungsvoll
Das Tarot Café von Moon Hye Joung
Seryeon legt für ihre Klienten die Tarotkarten – zumindest sollte sie das. Denn oft entwickelt sich – vor dem Legen der Karten – ein Gespräch mit ihren Klienten, in denen sie Ratschläge gibt. Dabei lernt man als Leser auch langsam ihr eigenes Leben und ihre Probleme kennen. Moon Hye Joung schreibt in ihrem Buch „Das Tarot Café“ so, dass man durch das Kartenlegen auch gleichzeitig mehr über Seryeon erfährt.
Da gibt es zum Beispiel ihren Ex Freund...
Die Handlung entwickelt sich immer weiter zu etwas, mit dem ich nicht ganz gerechnet habe. Dies allerdings im positiven Sinn, denn die Atmosphäre ist warm, herzlich und hoffnungsvoll. Beim Lesen mag man sich am liebsten in eine Decke einkuscheln und das, was man liest, einfach genießen. Dazu trägt auch der Schreibstil bei, der so voller Gefühl und nicht überzogen ist. Man liest einfach gerne die Worte, die geschrieben wurden, da sie so leicht sind. Die kurzen Kapitel ermöglichen es ebenfalls, recht schnell in der Geschichte voranzukommen, aber dennoch in den recht vielen kleinen Momenten zu verweilen.
Die Illustrationen und kurzen Erklärungen der Tarotkarten bieten einen tieferen Einblick und mehr Verständnis für das Kartenlegen. Insgesamt harmoniert alles perfekt, nur passiert es an manchen Stellen, dass die Geschichte doch etwas sehr ruhig ist.
Dennoch hat mir das Buch gut gefallen, gerade durch den Fakt, dass man immer wieder verschiedene Charaktere kennenlernt, mit Seryeon aber immer eine Konstante bleibt. Es ist also eine Empfehlung für alle, die sich in die Welt der Tarotkarten begeben möchten und sich nach einer ruhigen, unaufgeregten und ehrlichen Geschichte sehnen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:
Schwer verdaulich....
Ochsenkopf von Manik Sarkar
Manik Sarkars Debütroman präsentiert sich sehr schonungslos und gesellschaftskritisch.
Der Idealismus des jungen Metzgers, der an der Realität und den Wünschen der Kunden scheitert, wird sehr plastisch dargestellt und die Bilder bleiben hängen.
Irgendwann wird man gezwungen, genauer auf das eigene Konsumverhalten in Bezug auf den Fleischkonsum hinzusehen.
Und ja, der Roman ist verstörend und schwer verdaulich, aber absolut empfehlenswert!
Rezensionen von isablue:
Glaub an dich!
Ella, die schlaue Kuh von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn
Dies ist für mich das erste Kinderbuch von Marc-Uwe Kling; davor kannte ich von ihm nur die Känguru-Chroniken. Aber auch diese Geschichte für Kinder hat mich aus verschiedenen Gründen begeistert:
Ella, die kleine Kuh, möchte unbedingt Lehrerin werden. Aber das ist nun mal den Erklärbären vorbehalten und soll - wenn es nach ihnen und auch allen anderen Tieren geht - so bleiben.
Tatsächlich sind die anderen Tiere wirklich gemein zu Ella, als sie ihren Berufswunsch äußert und bezeichnen sie sogar als „dumme Kuh“.
Für mich ist das ein gelungener Anlass, um mit Kindern über Respekt, Höflichkeit und Mobbing zu sprechen. Ella lässt sich davon aber nicht beirren und zeigt, dass man mit Mut und Selbstvertrauen alles schaffen und seine Träume verwirklichen kann.
Ich finde die Reime sehr schön, obwohl nicht alle rein sind, und auch die Zeichnungen gefallen mir sehr. Für mich ergeben sich viele unterschiedliche Sprechanlässe „nebenbei“, was ich bei Kinderbüchern immer toll finde.
Insgesamt ein süßes, witziges, gelungenes Buch mit einer wichtigen Aussage; die Reime und Bilder unterstützen wunderbar!
Rezensionen von LeserinLu :
Klamauk
Wir jagen Schatten (Wir finden Mörder-Serie 2) von Richard Osman
Leider konnte mich dieser zweite Band der Reihe nicht so überzeugen wie der erste. Grundsätzlich mag ich das Setting im New Forest sehr, vor allem die Ponys und die etwas verschrobene Atmosphäre, die mir im ersten Teil gut gefallen haben. In diesem Band bekommt man davon allerdings deutlich weniger mit, da die Handlung die drei ziemlich schnell auf ihre internationale Reise schickt.
Auch mit dem Humor hatte ich meine Schwierigkeiten. Mir war es insgesamt einfach etwas zu viel Klamauk. Die zahlreichen popkulturellen Anspielungen haben mir dagegen gut gefallen und waren für mich einige der unterhaltsameren Momente des Romans. Was mir allerdings wirklich gefehlt hat, war die Charakterentwicklung. Gerade weil ich die Figuren im ersten Teil interessant fand, hätte ich mir gewünscht, ihnen hier näherzukommen und mehr über ihre Beziehungen und Persönlichkeiten zu erfahren.
Auch die Gestaltung des Buches hat mich leider nicht überzeugt. Das Cover wirkt auf mich ziemlich billig und passt zudem überhaupt nicht zu den Personenbeschreibungen im Roman. Schade, denn gerade bei einer Reihe finde ich es schön, wenn die Gestaltung die eigene Welt des Buches unterstützt.
Insgesamt für mich ein unterhaltsamer, aber zu klamaukiger Krimi. Das liebenswerte Setting und die Figuren aus dem ersten Band hätten für mich gerne eine größere Rolle spielen dürfen. Hoffentlich gibt es das im dritten Band wieder.











