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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

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Überraschend wendungsreich

Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus. von Nova Winter

Ich bin ja absolut geschockt und begeistert über dieses Buch. Ich hatte eigentlich null Erwartung, hab mir bestensfalls einen soliden Thrill erhofft. Aber dieses Buch hat mich ja völlig aus den Socken gehauen. Eine absolute Achterbahnfahrt der Gefühle.

Es geht direkt fulminant los, obwohl das Setting fast nicht beschaulicher sein könnte.

Quasi von Anfang an herrscht eine unterschwellige Spannung und Kühle zwischen den einzelnen Figuren. Gegenseitige Interaktionen wirken unangenehm, irgendwie gestellt und gleichzeitig kann man nicht so recht festmachen, woran es liegt.

Der Cold Case rund um Fabians Verschwinden ist spannend aufgebaut und bekommt mit fortlaufender Handlung immer mehr Facetten. Es gibt diverse Verdachtsmomente, gleichzeitig wirkt keine der Figuren absolut vertrauenswürdig. Weder Lu und Quentin, aber auch Jonas und Smilla scheinen Geheimnisse mit sich herumzutragen.

Smilla erscheint außerdem zunehmend wahnhaft, droht zu entgleiten und an der Situation zu zerbrechen. Dieser konstante Brodeln hat mir verdammt gut gefallen und eine Atmosphäre erschaffen, in der man niemandem trauen kann.

Die Auflösung war ein absoluter Oberknaller. Da war ich schier fassungslos.
Fands richtig gut, atmosphärisch und spannend und eine super kurzweilige Unterhaltung.

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Überraschend wendungsreich
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super spannend

Gnadenopfer von Viveca Sten

ich bin riesiger Fan dieser Reihe und mochte diesen neuen Band richtig gerne. Thematisch find ich den Plot nahbar und trotzdem spannend und brisant angesiedelt und auch sehr authentisch, da man von derartigen Fällen ja durchaus schon gehört hat. Das macht das ganze Thema noch greifbarer. Hab richtig mitgefiebert und versucht mitzurätseln.

Bin ja absoluter Fan von Hanna, die Frau ist so cool und hat echt ein untrügliches Gespür. Dass der Fall dieses Mal durch die Verbindung zu Karro im unmittelbaren Umfeld von ihr und ihrem Team passiert, fand ich spannend geplottet. Ich mochte die unterschiedlichen Perspektiven der Geschichte richtig gern und fand vor allem auch die Täter-Sicht sehr eindrücklich.

Bedingt durch das Rahmensetting ist es dieses Mal alles etwas gemäßigter, aber trotzdem sehr stimmungsvoll. Ich hatte tatsächlich sehr schnell einen Anfangsverdacht, der sich in großen Teilen sogar bestätigt hat. Vor allem auch die Zwistigkeiten in Karros team wurden sehr anschaulich dargestellt und ein bisschen hat sie mir leid getan, was da alles auf sie einprasselt.

Neben dem Fall spielt auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Hanna und Daniel wieder eine große Rolle, was mir gut gefällt. Hannah wird mir jedem Buch nahbarer und ich fieber inzwischen auch mit ihrem Privatleben richtig mit. Denke da können wir uns im Folgeband noch auf einiges einstellen.

Hat sich wieder fantastisch lesen lassen, gut unterhalten und war eine weitere packende Fortsetzung in dieser Reihe.

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super spannend
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Bisschen irre

Landleute von Daniel Mason

Der Start ins Buch war für ein Empfinden eher träge angelegt, man wird langsam ins Setting und die Familiendynamik eingeführt, wobei Miles eine eher unspektakuläre Rolle zukommt. Eingerichtet in der Häuslichkeit des ländlichen Lebens wird er dann immer empfänglicher für neue Freundschaften, Hobbys und allerlei abstruses Gedankengut, um nicht in der Langeweile seines eintönigen Lebens zu versinken

Miles fand ich ja so ein bisschen unsympathisch, wie er sich im Drückebergertum profiliert und sich in seiner Langeweile suhlt.

Er könnte ja was tun- Dissertation verfassen, eine Anstellung finden, umschulen. Aber irgendwie sonnt er sich in der zu Anfang der Beziehung geleisteten Care-Arbeit und schafft es nicht, sich aus dem selbstgebuddelten Sumpf zu befreien, den er mit Ehrenämtern und Freizeit-Aktivitäten füllt. Schlimmer finde ich eigentlich nur, dass der Rest der Familie nicht mal eine Persönlichkeit zu haben scheint. Die Handlung ist wirklich rund um Miles angelegt und auf ihn ausgelegt.

Vor allem die „Bunte Minute“ war für mich jedes Mal ein irrwitziges Spektakel aus Nonsense-Gebabbel und männlicher Profilierung. Braucht kein Mensch- unterhaltsam ist es leider trotzdem.

Die Geschichte ist gefühlt eine Aneinanderreihung von Fakten, Fiktionen und Irrglauben. Der Erzählstil ist ein bisschen eigen, die klassische Roman-Form wird immer mal wieder aufgebrochen, der lange Epilog ist fast schon unfassbar spektakulär und wurde für mich zum Herzstück der Geschichte.

Zwischendurch hab ich mich immer mal gefragt, was ich da eigentlich lese. Trad-Wife Trend gefühlt mal anders, aber nicht weniger abstrus. Kann man machen, ich bleibe mit gemischten Gefühlen zurück.

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Ardnakelty auf der Schneide

Wie ein Fluss in der Nacht von Tana French


Ich liebe diese Buchreihe und auch dieser Band war für mich wieder ein absoluter Lesegenuss. Wenige Autoren können in meinen Augen so plotten und Schicksale miteinander verweben wie Tana French- es ist ein Fest.

Wie Tommy die Stadt in seiner eisernen Klaue hat ist einfach nur erschreckend und nervenzehrend.

Ein Glück, dass Lena und Cal sich davon weder beeindrucken, noch unterkriegen lassen. Die beiden gehen gewohnt forsch ans Werk. Generell fand ich die Figurenentwicklung wieder sehr gelungen und vor allem Mart und Trey sind einfach herrlich.

Ich fand vor allem die Dynamiken innerhalb des Ortes wieder wahnsinnig faszinierend. Die kleinen Schikanen, die Gerüchte, das Misstrauen. Hier wird für ordentlich Stimmung gesorgt. Die Spaltung des Dorfes ist spürbar, es brodelt und läuft unwillkürlich auf einen Kipppunkt zu.

Ich fand die Geschichte wieder unfassbar packend und wurde richtige in den brodelnden Kessel rund um Ardnakelty hineinzogen. Sehr atmosphärisch und vor allem auch authentisch geplottet war dieses Buch wieder ein absoluter Hit.

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Zeilenmagie

The Story Keeper: A Tale of Hearts and Magic von Rachel Mavie

Buchige Fantasy gefällt mir richtig gut und ist eine angenehme Mischung aus cosy und spannend. Ich fand die Idee der Storykeeperin und ihrer Reise in die Geschichten richtig gelungen und sehr einnehmend beschrieben. Auf emotionaler Ebene hat mich die Geschichte zwar nicht 100% abgeholt, aber ich hab das Buch trotzdem super gern gelesen.

Lumina ist eine richtig coole Protagonistin und ihre Bedeutung für Avalora macht sie zur wichtigsten Figur der Geschichte. Daran lag es vielleicht, dass ich Reeds Blick auf sie und ihre Beziehung zu ihm so ein bisschen unvorteilhaft klischeehaft empfunden habe.

Reed als Gatekeeper hätte bis fast zum Schluss gefühlt auch komplett fehlen können, denn Lumina kommt gut alleine klar und er stolpert mehr in seine Rolle als dass er dafür irgendwie qualifiziert wäre. Ich mag ihn eigentlich, aber irgendwie steht er immer so ein bisschen blass und eher unfähig im Schatten.

Den Twist, den die Geschichte nimmt, fand ich aber wieder richtig gelungen und alles rund um Avalora und die Zeilenmagie hat mir richtig gut gefallen.

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Heftiger Pageturner

Totensee von Sophie Czerny

Ich fand den rasanten Einstieg in die Handlung sehr gelungen, auch wenn ich mit den vielen Perspektiven anfangs so ein bisschen gehadert habe, weil man sie nicht gut verorten kann. Das legt sich aber mit der Zeit und es setzt sich nach und nach ein schauerliches Bild zusammen.

Die dargestellten Themen gehen an die Nieren, die Schilderungen von Gewalt und Schikanen sind nichts für zarte Gemüter.

Fassungslos war ich, wie wenig Ada ernstgenommen wurde; vor allem von Kollegen

Ada ist absolut wahnhaft unterwegs- einerseits in ihrer Situation sehr nachvollziehbar und ich fands absolut mutig, dass sie die Dinge einfach selbst in die Hand nimmt, andererseits fand ich ihr selbstzerstörerisches Verhalten auch absolut abstoßend. Je mehr man über sie erfährt, desto mehr Verständnis entwickelt man zwar, trotzdem konnte ich ihr ihre Fehler und ihr Verhalten Mara gegenüber nicht so richtig verzeihen.

Die Geschichte ist echt ein wilder Ritt, aber lässt einen auch echt nicht los. War bisschen erleichtert, als ich das Ende erreicht hatte. Absolut verstörend, erschreckend und nervenaufreibend.

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coole Fantasy Adaption rund um Lydia Bennett

Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub

Ich liebe Stolz und Vorurteil in jeglichen Varianten und auch an dieser magisch angehauchten Adaption rund um die jüngste Bennett-Tochter bin ich nicht vorbeigekommen. Finde diese Fantasy-Komponente passt richtig gut zur Ursprungs-Geschichte und dem altenglischen Vibe.

Lydia ist eigentlich nicht unbedingt meine Lieblingsfigur.

Aber vielleicht ist sie gerade deshalb für dieses Buch perfekt gewählt. sie bekommt nicht nur eine neue Facette, sondern auch eine tiefere Persönlichkeit. Und auch die Beziehung zu ihren Schwestern und zu Wicked wird hier nochmal ganz anders beleuchtet, wodurch Lydia für mein Empfinden weniger einfältig daherkommt als im Original. I

Ich finds generell ziemlich cool, dass hier die ursprünglichen Ereignisse des Originals aufgegriffen werden, aber einen anderen Gesichtspunkt bekommen. Diese Adaption nutzt hier geschickt die Lücken in der Erzählung von Austen aus um sie mit alternativen Inhalten zu füllen. So hat man den Wiedererkennungseffekt und gleichzeitig weiß man nie, was als nächstes kommt. Von der Erzählt her hat mich das total abgeholt und ich fands richtig gelungen.

Alles rund um Lydias Magie, den Hexenzirkel und den Dämonenpakt fand ich auch ziemlich cool angelegt. Es hätte trashig wirken können, aber ich fands atmosphärisch und unterhaltsam auf die Geschichte abgestimmt. Insgesamt eine ziemlich runde Sache

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Gefangen im Pakt mit den Fae

Upon a Broken Throne 1. King of Ravens von Clare Sager

Ich lese so Romantasy zwischendurch ja ganz gerne und mags immer, wenn sie etwas düsterer angelegt ist. Das ist hier auf jeden Fall gegeben, auch wenn dieses natürliche Machtgefälle zwischen Annon und Drystan ja eher nicht so meinen Geschmack trifft: sie ist nichts, kränklich und schwach, wird von ihm aufgrund eines ominösen Handels mehr oder weniger entführt und soll dann man bitte nicht rumbocken, wenn man sie völlig im Dunkeln tappen lässt.

Ja ne, ist klar. Also die Prämisse ist halt nicht mein Fall, zwischendurch wirds aber besser und die Protagonisten begegnen sich zunehmend auf Augenhöhe, sofern das überhaupt möglich ist, wenn einer Fae und einer Mensch ist.

Das Setting und Worldbuilding hat mir an sich gut gefallen. Alles rund um das Labyrinth hätte aber für mich gerne ausführlicher angelegt sein können. Die Idee rund um den Handel und die Prüfungen ist eigentlich ziemlich cool, aber irgendwie wurde hier Potential verschenkt, weil es für meinen Geschmack zu wenig Raum einnimmt und bis auf zwei Szenen eher oberflächlich abgehandelt wird.

Bei der Lovestory ist mein größtes Manko dass ich es so wenig nachvollziehbar fand, wieso die ganze Geschichte überhaupt seinen Anfang nimmt. Aber wie sich die beiden füreinander erwärmen ist auf jeden Fall cute. Und auch die Freundschaft mit Min gefällt mir richtig gut.

Gegen Ende wird die Geschichte für meinen Geschmack ein bisschen mit Nebenhandlung überladen und es passiert nochmal so viel, dass gefühlt alles über den Haufen geworfen wird, was man zu wissen glaubt. Irgendwie war das für mich ein ziemliches Stimmungskiller.

Ich würde Band in der Hoffnung auf ein paar mehr Antworten durchaus lesen wollen, auch wenn mich dieser erste Band nicht 100% überzeugt hat

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So eine süße Ergänzung

Schascha und der Buchspazierer von Carsten Henn

Ich habe die Geschichte vom Buchspazierer geliebt und es ist immer noch eines meiner All-Time-Favorites. Dass es nun die Geschichte aus der Sicht von Schascha gibt, empfinde ich als ungeahnte Bereicherung. Wie herzig will ein Buch bitte sein? Klar, ist für junge Leser gedacht, aber bin ehrlich, mein jung gebliebenes Bücherliebe-Herz hats auch geliebt.

Besonders hervorzuheben sind die wunderschönen Illustrationen, die die Szenen untermalen und die Geschichte bereichern.
Die Geschichte ist wunderbar leicht runtergebrochen auf das was zählt: dass Menschen keine Inseln sind, einander brauchen, gesehen werden wollen und dass Gemeinschaft das größte Geschenk ist.

Die Geschichte ist super herzig und angenehm leicht zu verfolgen. Definitiv nicht nur für junge Leser geeignet, sondern generell für alle, die illustrierte, herzliche Geschichten lieben.

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Mörder Mystery mit einem Hauch düsterer Magie

Death's Daughter von S. A. Barnes

Ich liebe Dark Academy und düstere Fantasy-Geschichte und dieses Buch ist eine sehr gelungene Mischung aus Vibe und Spannung. Bin geradezu durch die Seiten geflogen, weil mich die Story absolut gepackt hat.

Jocasta ist schon eine eigenwillige und eher spezielle Protagonistin, aber sie passt perfekt in diese Geschichte.

Ich fand ihre Reaktionen manchmal völlig daneben, was aber ihren nicht-menschlichen Charakter unterstreicht. Ihr Bündnis mit Devon fand ich richtig faszinierend und die Idee, dass sie sich zusammen tun um selbstbestimmt leben zu können gibt der Geschichte eine angenehme Tiefe.

Das Thema rund um die Nachkommen fand ich durchaus ansprechend angelegt und die übernatürliche Komponente gibt dem College-Setting einen angenehm dunklen Vibe, der mir gut gefallen hat. Ich fands spannend, wie man nach und nach mehr über die einzelnen Nachkommen und ihre Fähigkeiten erfährt, trotzdem ist es genau die Art von Urban Fantasy, in die man leicht reinkommt und die nicht überwältigend komplex ist.

Liest sich wirklich angenehm weg und ist spannend geplottet. Fand hier vor allem auch die Lovestory interessant angelegt, irgendwie weniger rosarot verklärt und stattdessen nüchtern authentisch. Zum Ende hin gabs ein paar wirklich coole Enthüllungen, was definitiv Lust auf mehr macht. Hat mir gut gefallen.

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