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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von ReiShimura:

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Zwischen Stillstand und sanfter Unterhaltung

Neuanfang in Notting Hill von Norie Clarke

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut und konnte es kaum erwarten, bis ich es endlich lesen bzw. hören kann. Dies hat dann leider aufgrund eines Bücherstaus länger gedauert als erwartet. Ich denke, dass diese lange Zeit der Vorfreude auf das Buch meinem Urteil nicht gutgetan hat. Die Erwartungen sind dadurch immer größer geworden und die Enttäuschung war daher fast vorprogrammiert.

Dabei hat alles eigentlich recht gut angefangen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir aufgrund der sehr detaillierten Beschreibungen leichtgefallen und ich konnte die Szenerie gleich direkt vor meinen Augen sehen. Die Stimmen von Regine Lange und Brigitte Carlsen haben dabei maßgeblich beigetragen. Bereits zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass das Tempo des Buches eher mäßig war. Ich habe zuerst vermutet, dass es an der Sprechgeschwindigkeit der Erzählerinnen liegt, dieses ist mir nämlich oft zu langsam. In weiterer Folge musste ich allerdings feststellen, dass die Erzählerinnen überhaupt keine Schuld treffen. Das geringe Tempo liegt einzig und allein an der Autorin Norie Clarke und war mir, wie man vielleicht schon merkt, viel zu langsam. Viele Teile des Buches haben sich gezogen wie alter Kaugummi und ich hatte mehrmals das Gefühl auf der Stelle zu treten und nicht voranzukommen.
In gewisser Weise muss ich der Autorin zugutehalten, dass der langsame Erzählstil in Einklang mit dem Inhalt des Buches ist. Immerhin nimmt auf Jess in gewisser Weise Tempo aus ihrem Leben heraus, in dem sie sich aus der kurzweiligen Onlinewelt zurückzieht. Diese Idee bzw. dieses Experiment des Rollentausches ist zwar nicht unbedingt eine komplette Neuheit, hat mir aber gut gefallen und war einer der Hauptgründe, warum ich mich für dieses Hörbuch entschieden habe. Der Rollentausch an sich war auch interessant, jedoch auch ein klein wenig unrealistisch. Vor allem in Bezug auf Joan. Denn für mich ist es nur schwer vorstellbar, dass sie bezüglich der Onlinewelt so weltfremd war. Ich denke, dass die Autorin hier ein klein wenig übertrieben hat, um dem Ganzen etwas mehr Würze und Tiefgang zu geben.
Wobei Würze und Tiefgang gute Stichworte sind. Denn beides war in dem Buch eher Mangelware. Viele Themen werden in dem Buch leider nur sehr kurz angerissen oder viel zu schnell wieder abgefertigt. Die Handlung ist bereits relativ früh äußerst vorhersehbar und dadurch wird jeder Spannungsbogen bereits im Keim wieder erstickt. Dies finde ich sehr schade, denn da wäre definitiv Potenzial für mehr darin gewesen.
Aber nicht nur die Spannung leidet darunter, sondern auch die Liebesgeschichte. Denn auch auf diese habe ich mich sehr gefreut. Leider konnte mich auch diese nicht wirklich überzeugen. Die eingestreuten Briefe zwischen Jess und ihrem Brieffreund Mr. PO Box waren zwar nett, aber eben auch nicht mehr. Hier hatte ich viel größere Erwartungen und mich auf viele romantische Momente gefreut. Eben wieder einmal eine klassische Liebesgeschichte ohne Spice dafür mit großen Gefühlen. Diese Erwartungen konnte die Autorin Norie Clarke aber leider nicht erfüllen.
Alles in allem war dieses Buch ein nettes Hörerlebnis für zwischendurch bei dem ich ohne Probleme nebenbei andere Tätigkeiten durchführen konnte ohne Angst zu haben zu viel von der Geschichte zu verpassen, wenn ich geistig wieder einmal abgeschweift bin.
Da mir aber sowohl die Sprecherinnen und Sprecher als auch der Schreibstil der Autorin gut gefallen haben, würde ich dieses Buch aber nicht als vergeudete Lesezeit bezeichnen. Es ist viel mehr so, dass es sich hierbei um ein Buch handelt, dass einem nicht lange im Gedächtnis bleibt und es keinen großen Einfluss hat, ob man es gelesen hat oder nicht.

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Zwischen Stillstand und sanfter Unterhaltung

Rezensionen von peedee:

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Der Zauber der Insel

Winterzauber am Inselweg von Julie Peters

Friekes Buchladen, Band 5: Smilla fragt sich, ob die Trauer niemals leichter wird. Vor zwei Jahren hat sie ihren Mann verloren und an manchen Tagen fühlt es sich für sie an, als wäre es erst vor kurzem passiert. Die Einladung ihrer Freundin Sanne, sie auf Spiekeroog zu besuchen, kommt gerade rechtzeitig.

Auf der Überfahrt lernt sie Onno kennen, einen sehr sympathischen Mann, der – wie sie später erfährt – als Lehrer auf der Insel arbeiten wird. Smilla ist überrascht, dass sie das Gefühl der Anziehung verspürt. Auf der Insel kommt es zum Wiedersehen mit Onno. Aber Smilla hat sich geschworen, ihr Herz kein zweites Mal zu verschenken…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir; es passt sehr gut zum „Winterzauber“.

Dies ist Band 5 der Reihe, aber er lässt sich auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen. Für mich war es ein Wiedersehen mit Altbekannten.

Smilla ist Künstlerin; sie würde gerne ein Bilderbuch illustrieren, aber dazu kam es bisher nicht. Sie hat aber erfolgreich ein wuscheliges Meerschweinchen und ein hoppelndes Häschen geschaffen, Murmel und Hupsi, die nun in unzähligen Varianten verkauft werden und somit ihren Lebensunterhalt sichern. Doch seit zwei Jahren ist ihre Kreativität blockiert – so wie auch ihr ganzes Leben blockiert ist.
Onno erhofft sich auf Spiekeroog einen Neuanfang. Die Beziehung zu seiner Freundin ist… nun ja… schwierig. Vielleicht hilft die örtliche Trennung, Klarheit zu bekommen. Für sie beide. Er freut sich auf seine neue Stelle als Lehrer.
Frieke ist hochschwanger. Sie will noch viel zu viel erledigen, bevor das Baby da ist und sie dann für längere Zeit in der Buchhandlung ausfällt. Das mag sie nicht, aber sie weiss, dass das eben so sein wird. Nur noch kurz dieses und jenes…

Wie gewohnt war viel los auf Spiekeroog (und das meiste auch vorhersehbar). Ich mag Happy Ends, keine Frage, aber die Auflösungen sind mir hier einfach zu glatt: einerseits grosses Drama mit vielen Wiederholungen, andererseits holterdiepolter Happy End. Am besten hat mir die Freundschaft bzw. der Zusammenhalt gefallen. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Der Zauber der Insel

Rezensionen von DoraLupin:

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Ein tolles Buch- nicht nur für Freunde von Musik!

Fay Melody - Die magische Musikakademie von Anastasia Braun

Mein Sohn ist in letzter Zeit eine richtige Leseratte geworden ich bin immer auf der Suche nach neuem Lesestoff für ihn. Als er dieses magische Buch gesehen hat, war er gleich Feuer und Flamme dafür. Da ihm die Geschichte von Anfang bis Ende so gut gefallen hat, würden wir uns sehr über einen zweiten Teil freuen und werden danach Ausschau halten.

Die Geschichte dreht sich um Fay Melody, diese weiß wie machtvoll Musik sein kann – denn jeder Ton, der ungeschützt in ihre Ohren dringt, wirft sie aus der Bahn. Doch an ihrem13. Geburtstag geschieht das Unvorstellbare: Eine geheimnisvolle Melodie lockt sie in eine Welt voller zauberhafter Klänge und unglaublicher Talente. Sie findet sich in der magischen Musikakademie Clef Hall wieder! Hier ist Musik mehr als nur Klang: Sie ist Zauberkraft, Sprache und Gefahr zugleich. Als eine düstere Prophezeiung Gestalt annimmt und ein uralter Klang erwacht, liegt das Schicksal der ganzen magischen Welt in Fays Händen. Denn tief in ihr schlummert eine Fähigkeit, die alles verändern könnte. Wenn Fay lernt, ihr zu vertrauen.

Mein Sohn hat ohne Probleme in die Geschichte hineingefunden. Der Schreibstil ist absolut altersgerecht, mitreißend und sehr locker und leicht zu lesen. Innerhalb weniger Tage hat er das Buch deshalb auch schon beendet, da er in jeder freien Minute weiterlesen wollte. In den Klappen des Buches findet sich eine tolle Karte der magischen Schule, die uns besonders gut gefallen hat. Ausserdem findet sich eine kleine, schöne Illustration vor jedem neuen Kapitel. So muss für meinen Sohn und mich ein schönes Kinderbuch sein. Die Charaktere sind meinem Sohn richtig ans Herz gewachsen, besonders Jazz und Fay fand er richtig klasse. Auch die Geschichte blieb von Anfang bis zum Ende spannend. Wir wurden sehr positiv von dem Buch überrascht und vergeben ganz klar 5 von 5 Sterne.

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Ein tolles Buch- nicht nur für Freunde von Musik!

Rezensionen von Sheilo:

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Wichtige Themen einfach erklärt

QUID+ Aber warum? von Anastasia Braun

Im Alltag stellen Kinder immer wieder viele Fragen und sicherlich kennt jeder Elternteil noch die Zeit der Warum-Fragen. Für alle neugierigen Kindern bietet dieses Buch in Form von kleinen Erzählungen die Möglichkeit, ganz viel Neues zu lernen. Jede Geschichte startet dabei mit einer Frage, die den Inhalt der jeweiligen Erzählung benennt.

Die Erklärungen im Text sind kindgerecht, einfühlsam und werden durch kleinere Bilder ergänzt. Gerade bei schwierigen Themen, bspw. beim Thema Tod, erhalten Eltern so Ideen, wie sie an die Thematik herangehen können., aber auch die wissenschaftlichen Erzählungen fanden wir sehr interessant, bspw. warum das Meerwasser salzig ist. Nach jeder Geschichte gibt es jeweils eine Seite mit Erläuterungen für die Eltern, in der Hinweise zur Thematik und der Vermittlung an die Kinder zur Verfügung gestellt werden. Ergänzt werden diese durch die letzten Seiten des Buches, auf denen ebenfalls verschiedene Ansatzpunkte für Eltern geschildert werden und Tipps und Tricks für unsere eigenen Verhaltensweisen im Umgang mit Kindern und ihren Fragen behandelt werden.

Meine Kinder fanden die Geschichten im Buch sehr interessant und wir haben täglich eine gelesen. Im Anschluss haben wir zusammen über das entsprechende Thema gesprochen, wobei ich die Gedanken der Kinder sehr spannend fand. Ich kann "Aber Warum?" sehr weiterempfehlen und denke, dass das Buch für Kinder im Alter von 3-6 Jahren geeignet ist.

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Wichtige Themen einfach erklärt

Rezensionen von PucKker:

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Die Basics

Der Reizdarm-Doc von Dr. med. Thomas Bacharach

Das Buch bietet einen soliden Einstieg in die Reizdarmproblematik. Für mich war das Meiste allerdings nicht neu. Man bekommt einen groben Überblick, vereinzelt werden auch Studien erwähnt, allerdings meist nur am Rande, sodass man eher weiß dass es Forschung gibt, ohne genaueres einordnen zu können.

Positiv fand ich immerhin, dass bei Zuckeraustauschstoffen der Hinweis auf Tierversuche und unrealistische Mengen für Menschen klar benannt wurde.

Etwas schwierig war für mich die Struktur. Der Inhalt springt zwischen Theorie und dem SMILE²-Programm hin und her, sodass es beim Nachschlagen nicht ganz leichtfällt, bestimmte Infos wiederzufinden. Auch die sechs Begriffe des Programms (Schlaf, Mikrobiom, Integration, Laufen, Ernährung, Emotionen) sind nicht immer trennscharf. Hier hätte ich mir eine klarere Aufteilung gewünscht.

Wissen sollte man zudem, dass der Autor Allgemeinmediziner mit Schwerpunkt Naturheilkunde und TCM ist. Für manche Leser*innen ist das vielleicht ein Plus, für mich persönlich brauche es mehr Belege. Entspannungsübungen oder Meditation finde ich gut, bei Themen wie Akupunktur oder Zungenanalyse bin ich eher skeptisch.

Sehr hilfreich fand ich dagegen die detaillierte Beschreibung einzelner Bakterienstämme und Präbiotika. In dieser Tiefe habe ich das so noch nicht gesehen.

Zusätzlich noch ein sehr individueller Kritikpunkt von mir: Der Autor verwendet konsequent das generische Maskulinum, was mich beim Lesen gestört hat. Und ein Satz wie „Faecalibakterien […] kannst du dir wie einen tapferen Ritter vorstellen, der die Grenze deines Darms beschützt und gleichzeitig eine mütterliche, nährende Persönlichkeit hat“? Für mich wirkt diese Art der Metapher unglücklich gewählt und nicht wirklich hilfreich.

Insgesamt: ein Überblick und ein netter Einstieg ins Thema, aber für mich weder inhaltlich noch strukturell rund genug, um wirklich einen bleibenden Mehrwert mitzunehmen.

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Die Basics

Rezensionen von Cxicken:

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Emilias Reise zu sich selbst

Mein Name ist Emilia del Valle von Isabel Allende

Der historische Roman „Mein Name ist Emilia del Valle“, welcher von der, bereits etablierten, Autorin Isabel Allende verfasst und von Svenja Becker aus dem Spanischen ins Deutsche übersetzt wurde. Schon einmal vorweg: ich bin großer Fan von Isabel Allende, weswegen ich vielleicht auch etwas voreingenommen in das Buch gegangen bin.

Der Roman handelt von dem Lebensweg einer jungen Frau namens Emilia, die in Kalifornien aufwächst und sich langsam in das Geschäft der Journalisten hocharbeitet. Um über einen Bürgerkrieg in Chile zu berichten, aber auch ihre Wurzeln zu beleuchten, macht sie sich nach Chile auf.
Zunächst zu der Gestaltung: Das Cover bildet eine junge Frau ab, die im Meer steht. Diese junge Frau steht sehr wahrscheinlich für die Protagonistin. Wirklich klar wird es jedoch nicht. Mir gefällt diese Wahl der Abbildung jedoch recht gut, da ich somit direkt ein Bild von Emilia hatte und mich somit einfacher in die Geschichte einfühlen konnte. Auch der Buchrücken, der eine schlichte dunkelblaue Farbe hat, passt gut zum ästhetischen Gesamtbild.
Leider haben mich die Themen nicht vollends abgeholt. Da ein so langer Zeitraum behandelt wird, zieht sich der Inhalt etwas. Teilweise gab es bei mir kein richtiges Spannungsgefühl. Nun kann sich aber auch gefragt werden, ob das überhaupt gebraucht wird. Das bunte und abwechslungsreiche Leben der Jungen del Valle wurde nämlich ausführlich dargestellt.
Die Protagonistin Emilia ist sehr authentisch und vielseitig dargestellt. Auch bei den Nebencharakteren hatte ich nie das Gefühl, dass jene irgendwie nur erzwungen Teil der Geschichte wurden. Es ist alles sehr stimmig.
Auch der Schreibstil hat mich, wie gewohnt, abgeholt. Der Roman liest sich weg wie eine Melodie und es gibt von mir aus nichts Negatives anzumerken.
Fazit: Leider war ich von dem Roman etwas enttäuscht, was jedoch durch meine hohen Erwartungen erklärt werden kann. Mir hat an einigen Stellen ein wenig Spannung gefehlt, jedoch ist die Geschichte rund. Zwar habe ich immer noch ein paar Fragen offen, was ich aber nicht als etwas Negatives betrachte.

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Emilias Reise zu sich selbst

Rezensionen von Daggy:

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Die Lösung ist unglaubwürdig

Nur noch ein bisschen mehr von Jenny Jordahl

Schon das Cover dieser Graphic Novel zeigt, um welches Thema es sich handelt. Denn dort ist Janne mit ihrem riesigen schwarzen Schatten zu sehen. Sie sitz abseits, während die andern Kinder Gummitwist springen.
Das erste große Bild zeigt Janne im Bikini am Strand, alle anderen sind schlang nur sie hat einige Pfunde mehr als der Body-Mass-Index für sie vorsieht.

Dann wird noch darauf hingewiesen, dass alle in der Familie schlank sind und das da wohl ein „Briefträger“ der Grund sei, dass Janne anders aussieht. Was für ein grauenvoller „Spaß“. Janne kämpft mit den Problemen, die dicke Frauen so haben, wie z.B. aufgescheuerte Innenseiten der Oberschenkel. So wird Janne in der Schule gemobbt und als ihre beste Freundin sich auch noch einem anderen, beliebteren Mädchen zuwendet, tröstet sich Janne in dem sie heimlich Puddingschnecken isst. Ihre Eltern möchten, dass sie weniger isst und sich mehr bewegt. Zur Unterstützung bieten sie ihrer Tochter Geld an. Da auch Janne ihre fülligere Figur wahrnimmt und sie ein großer dunkler Schatten (eine verständliche Umsetzung ihrer Gefühle) begleitet, hört sie nach einer schlimmen Situation in der Schule auf zu essen. Zunächst freuen sich ihre Eltern über die purzelnden Pfunde, doch dann sorgen sie sich um ihre Tochter.
Wie Janne immer mehr in die Magersucht abgleitet, ist sehr schön beschrieben und wird durch die Bilder sehr gut veranschaulicht. Auch, dass ihr die neue Figur keinen besseren Stand in der Schule bietet, entspricht sicher der Erfahrung vieler. Janne kann sich nicht vorstellen, dass ein beliebter Mitschüler sich mit ihr zum Spielen treffen möchte, weil sie bisher immer nur Enttäuschungen erlebt hat. Als dann die Eltern begreifen, dass Janne magersüchtig ist, sprechen sie liebevoll mit ihr und dieses Gespräch hat zur Folge, dass Janne wieder isst. Das halte ich für ziemlich unwahrscheinlich, denn wenn das so einfach wäre, kämen keine magersüchtigen Kinder zu Tode. So gibt es ein Happy end und einen hoffnungsvollen Neustart in der weiterführenden Schule.

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Die Lösung ist unglaubwürdig

Rezensionen von rosetheline :

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Wahnsinn im reinsten Sinne des Wortes

Gym von Verena Keßler

In Verena Kesslers Buch "Gym" geht es um eine namenlose Protagonistin, die obwohl sie vorher in einem guten Bürojob gearbeitet hat, nun dringend nach einem neuen Job sucht. Was für ein Job ist ihr dabei erstmal egal und so findet sie eine Anstellung im MEGA Gym, welches von dem selbsternannten Feministen Ferhat geleitet wird.

Schnell gewöhnt sich die namenlose Protagonistin an ihren neuen Job hinterm Tresen, doch fühlt sie sich nicht ganz zugehörig, denn so durchtrainiert wie die meisten ist sie eben nicht. Als einzigen Ausweg sieht sie die Erfindung einer Lüge: Sie hat erst vor Kurzem ein Kind geboren. Ferhat bietet ihr daraufhin an, einen Trainingsplan für sie zu erstellen, der für sie als neue Mama genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Diesen befolgt sie anfangs auch, doch reicht ihr dieser nicht aus...

Kessler hat in diesem Roman mehrere Themen aufgegriffen, die vor allem auch in der heutigen Zeit mehr Beachtung finden: Fitnesswahn, Leistungsdruck, Vergleiche, Konkurrenz. Hinzu kommt der Deckmantel des Mutterseins. Denn wer, wenn keine frischgebackene Mutter hat die Erlaubnis "nicht in Form" zu sein?
Neben der Haupthandlung erfährt man als Leser*in zudem noch in Bruchstücken warum die Protagonistin nicht mehr in ihrem vorherigen Job arbeitet und was das alles mit ihrer Entwicklung im MEGA Gym zu tun hat.

Mir hat das Buch gut gefallen. Ich hätte mir dennoch etwas mehr zur Vorgeschichte gewünscht und auch das Ende war nicht ganz ausgefertigt. Darüber hinaus fand ich, dass die Lüge der Protagonistin viel zu einfach aufgenommen wurde und nicht genug Personen kritisch darauf reagiert haben. Daher vergebe ich 3,5 Sterne.

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Wahnsinn im reinsten Sinne des Wortes

Rezensionen von clematis:

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Grubenubglück

Als uns die Hoffnung am Leben hielt von Henriette Küpper

Lengede ist Bergbau, alle Männer arbeiten unter Tag, so soll auch Harald endlich erstmals als Kumpel einfahren, obwohl der Großvater einst unten geblieben und der Vater später schwer verletzt worden ist. Dem jungen Mann bleibt aber keine andere Wahl, will er nicht mit der Familientradition brechen.

Zum Glück ist auch Marius, sein bester Freund seit Kindertagen, in derselben Partie dabei, wenn es mit dem engen Gitterkorb in die Tiefe geht. Just an diesem Herbsttag passiert ein Unglück.

Auf außerordentlich beeindruckende Weise packt Autorin Henriette Küppers eine wahre Begebenheit in einen atemberaubenden Roman. Tatsächlich hat sich im niedersächsischen Lengede am 24. Oktober 1963 ein Grubenunglück ereignet, aus dem Klärteich 12 haben riesige Wasser- und Schlammmassen die Grube Mathilde geflutet. Wie in der Realität kämpfen auch die Männer aus dem Buch ums Überleben, suchen Halt an Grubenstempeln, klettern auf Erzhaufen, um sich vor dem steigenden Wasser zu schützen oder suchen Zuflucht in einem „Alten Mann“, einem stillgelegten Stollen, den man unter anderen Umständen niemals betreten hätte. Die unvorstellbaren Zustände in den finsteren Stollen schildert Küpper hervorragend, Angst und Hoffnung, Verzweiflung und Zuversicht wechseln einander ab, die Kameraden unterstützen einander so gut es in dieser Situation möglich ist. Die Beklemmung springt durch die fesselnde Schreibweise schnell auf den Leser über, wobei sich jede Stunde, jeder Tag in der Realität genau so abgespielt haben könnte.

Neben den Ereignissen im Bergwerk ist aber auch an der Oberfläche einiges los und wie die beiden „Außenseiter“, eine junge Reporterin und ein italienischer Truppführer der Bergemannschaft ins Geschehen eingebunden werden, ist einfach nur fabelhaft. Jede einzelne Figur in diesem Roman ist derart lebendig dargestellt, dass man sich nicht als Zuseher fühlt, sondern als kleines Rädchen mittendrinnen zwischen eingeschlossenen Bergarbeitern und emsigen Helfern, zwischen bangenden Familienmitgliedern und aufgeregten Reportern.

Die Gratwanderung zwischen realitätsgetreuer Fassung und spannendem Roman ist mehr als gelungen, stets bleiben die Schilderungen eher ruhig und genau deshalb auch so bewegend, dass man sich kaum abwenden kann. Insbesondere Ingos Schicksal unter Tage hat mich sehr berührt, aber auch alle weiteren Methoden, auf Hilfe zu hoffen und zu warten, sind beindruckend. Nicht nur über technische Ausrüstung und Bergegerät erfährt man viel Interessantes, sondern auch über die menschliche Stärke, unter schier ausweglosen Bedingungen die Hoffnung aufrechtzuhalten.

Als uns die Hoffnung am Leben hielt ist ein brillanter Roman, der einen da und dort den Atem anhalten lässt, der sich sehr nahe am realen Vorbild des Grubenunglücks von Lengede orientiert und gleichzeitig ausgezeichnete Romanelemente in die Geschichte einbindet. Überaus beeindruckend!

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Grubenubglück

Rezensionen von gerlisch:

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Verbotene Magie

Heart of Night and Fire von Nisha J. Tuli

Die 20jährige Zarya wächst abgeschieden auf und wird von Row bewacht und zum Kämpfen ausgebildet, doch warum darf sie ihre Magie nicht einsetzen? Eines Tages gelingt ihr die Flucht und sie landet in der Stadt Dharati, deren Bewohner sich Nacht für Nacht gegen Dämonenangriffe wehren muss. Zarya schließt sich den Verteidigern an und begibt sich in tödliche Gefahr.

Die Welt, inspiriert von südasiatischer Mythologie, ist reich an mystischen Kreaturen und verbotenen Kräften. Die Aazheri, die Dämonenjäger, und die Elemantarmagie verleihen der Geschichte eine exotische Tiefe. Bei den vielen ungewöhnlichen Namen und Begriffen hatte ich meine Schwierigkeiten, sie haben mich oft aus dem Lesefluss gebracht.
Die Charaktere sind zwar vielschichtig und wurden von der Autorin gut gezeichnet, allerdings fehlte es mir hier emotional an Tiefgang, ich fand keinen richtigen Zugang zu ihnen.
Zarya ist eine Heldin zwischen Licht und Schatten, ihre Unsicherheit und ihr Wille die Wahrheit ans Licht zu bringen, machen sie greifbar und sympathisch. Immer wieder spürt man regelrecht ihre Einsamkeit und Verwirrtheit, weil ihre Herkunft ein Geheimnis ist. Mein Lieblingscharakter ist allerdings Yasen, seine grummelige Art, die aber nach und nach zeigt, dass er das Herz am rechten Fleck hat, hat mir besonders gefallen.
Heart of Night and Fire ist ein interessanter Auftakt einer neuen Romantasy-Reihe mit düsteren Geheimnissen und komplexen Beziehungen. Wer die beliebten Tropes „Sow Burn, Enemies to Lovers und Grumpy and Sunshine mag, wird hier fündig.

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Verbotene Magie