Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Zu Herzen gehend
Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 von Susanne Abel
Das Heimkind mit der Nummer 104 spricht nicht und wird schnell als dumm und zurückgeblieben klassifiziert. Die Nonnen in dem Heim im Sauerland sind sehr streng mit ihren Zöglingen besonders eine Schwester fällt durch ihre brutale Art auf. Da wird geschlagen und kleinen Kinder werden in Dunkelhaft genommen, gedemütigt und durch Essensentzug bestraft.
Es soll nicht gesprochen werden und Gehorsam ist oberstes Gebot. Hartmut, wie 104 eigentlich genannt wurde, denn seinen Namen kennt man nicht, ist einsam und versteht viele Dinge nicht. Wie schön, dass Margret, ein älteres Mädchen ihn bei einem Gang zur Kirche an die Hand nimmt und ihn von da an beschützt so gut es ihr möglich ist. Leider verlieren sich die beiden dann und wir lernen sie dann viel später als Ehepaar kennen. Sie sind die Urgroßeltern von Emily, die bei ihnen wohnt, weil ihre Mutter Julia nicht genügend für sie sorgt, auch die Oma Sabine, die nicht Oma genannt werden will, kümmert sich nicht um das Kind. Margret, die die Familie immer zusammengehalten hat, versucht Emily zu erziehen, während ihre Mann sich sehr liebevoll um seine Raben und seine Enkelin kümmert.
Zum einen lies sich dieses Buch sehr gut lesen, sie verschiedensten Schauplätze wurden sehr gut geschildert und die Menschen wurden schnell zu lebendigen Wesen. Zum anderen waren manche Beschreibungen schwer zu ertragen. Aber leider beschreibt Susanne Abel die Realität, die viele Heimkinder ertragen mussten. Vielleicht geht die Geschichte deshalb so unter die Haut? Einiger der geschilderten Tatsachen gingen schon durch die Presse, aber hier eingebettet in eine Geschichte, in der noch in der viert Generation unter dem Geschehen gelitten wird, geht mir das Gelesene doch sehr nah und wird mich sicher noch einige Zeit bewegen.
Rezensionen von Daggy:
Winterliche Spannung
Bittere Nacht von Nikolas Kuhl; Stefan Sandrock
Juha und Lux sind ins LKA gewechselt und stehen nun vor ihrem ersten Mordfall. Zunächst wird die Leiche es Mannes aus dem Alsterkanal gefischt und noch ist nicht klar, ob es sich um einen Unfall handeln könnte. Als aber kurz darauf sein Geschäftspartner in einer Sauna, gefesselt mit Kabelbinder, gefunden wird, ist die Frage, geht es da um die gemeinsame Firma, die mit Bitcoins handelt oder haben die Morde private Gründe? Schon bald lernen die Kommissare ehemalige Studienkolleg*innen der beiden kennen.
Besonders fragwürdig sind zwei Schwestern, deren Lebensweg sehr unterschiedlich verlief.
Neben den Ermittlungen erfahren wir einiges über die private Situation der beiden Polizisten. Auch da gibt es in der Vergangenheit so einiges, was nicht aufgearbeitet wurde. So ist der Finne Juha als Kind im Eis eingebrochen und wurde von seinem Opa gerettet.
Besonders sympathisch sind mir die Protagonisten nicht und eigentlich gefällt es mir besser, wenn ich mich da ein wenig identifizieren kann. Das spannende Ende des Krimis spielt nachts am Wasser und ich muss zugeben, dass ich nicht alles nachvollziehen konnte, was da geschieht. Eine Geschichte in der die Vergangenheit, der Auslöser für die Taten ist und wo es für mich zu viel kompliziertes Privatleben gab.
Rezensionen von Claudia R.:
liebevolle Impulse
Der Laden in der Mondlichtgasse von Hiyoko Kurisu
Klappentext / Inhalt:
Willkommen in der magischen Confiserie, wo du genau das findest, was du brauchst!
Der heilsame Roman aus Japan erzählt in sechs herzerwärmenden zusammenhängenden Geschichten von Gefühlen, die uns verwundbar und gleichzeitig stark machen.
Die Mondlichtgasse ist ein geheimnisvoller Ort: Zwischen Vollmond und Neumond ist sie geöffnet und nur Menschen, deren Leben aus dem Gleichgewicht geraten sind, können sie betreten.
Wie die Schülerin Kana, die sich einsam fühlt und an ihrer Beziehung zweifelt, oder der Immobilienmakler Koguma, der glaubt, wegen seines Äußeren nicht ernst genommen zu werden. In der Confiserie verkauft ihnen der rätselhafte Kogetsu eine traditionelle japanische Süßigkeit, die scheinbar ihre Probleme löst. Anschließend beobachtet Kogetsu ungesehen, wie sich das Leben seiner Kunden zum Besseren verändert. Denn Kogetsu ist ein Fuchsgeist, der verstehen will, was es bedeutet, ein Mensch zu sein …
Der japanische Wohlfühlroman mit fantastischen Elementen und dem Zauber Japans
Hiyoko Kurisus heilsamer Feel-Good-Roman "Der Laden in der Mondlichtgasse" ist durchwoben von japanischen Mythen und Märchen. Der Fuchsgeist Kogetsu führt uns auf seine ganz eigene Weise durch Geschichten, die beim Lesen glücklich machen. Ein lebensweiser Roman für alle, die Satoshi Yagisawas Romane und die renommierten Filme des Studio Ghibli lieben.
Cover:
Das Cover ist stilvoll und passend umgesetzt. Ein kleiner Laden ist durch einfache Striche und einer sehr schönen Skizze angedeutet und auch einige andere Elemente sind hier skizzenhaft mit aufgenommen und eingebaut. Der Hintergrund gleicht dem Himmelblau und setzt so die weiten des Himmels sehr schön um. Optisch und farblich passend zur Thematik des Buches ist es sehr schön umgesetzt.
Meinung:
Eine niedliche und liebevolle Aneinanderreihung verschiedener Fabeln und Kurzgeschichten, dessen Gemeinsamkeit der Besuch der Confiserie ist. Eine Mischung aus kleinen Weisheiten mit märchenhaften Flair und japanischem Backround.
Die Idee dahinter finde ich sehr niedlich und auch toll. Die Geschichten sind jede für sich liebevoll umgesetzt. Einige Ansätze und Impulse wiederholen sich jedoch durchaus. Der Grundgedanke ist toll und um dem alltäglichen zu entfliehen und einfach etwas kurzweiliges zu genießen, ist dieses Büchlein genau richtig.
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten, ein Blick hinein lohnt sich.
Die Aufmachung ist sehr schön gemacht. Der Schreibstil ist einfach und teils auch recht simpel. Schnell findet man sich in die einzelnen Geschehnisse hinein. Im gesamten ist es schön umgesetzt. Für Zwischendurch auf jeden Fall ein kurzweiliger und angenehmer Genuss.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel sind gut erkennbar und die kleinen Illustrationen zu Beginn toll gewählt. Auch die Überschriften sind interessant, nach verschiedenen Speisen und Süßigkeiten gewählt und verraten dabei nicht zu viel.
Die Umsetzung ist niedlich gemacht, gespickt mit einigen tollen Impulsen und Weisheiten.
Fazit:
Eine Mischung aus kleinen Weisheiten und Impulsen mit märchenhaften und fabelähnlichem Flair.
Rezensionen von rosetheline :
Schreibprozess und Aufarbeitung
Die Ausweichschule von Kaleb Erdmann
Mit "Die Ausweichschule" hat Kaleb Erdmann seinen zweiten Roman veröffentlicht. Hier schreibt der Autor autofiktional von dem Amoklauf am Gutenberg Gymnasium in Erfurt, der vor dreiundzwanzig Jahren, am 26.04.2002 stattfand und den Erdmann als elfjähriger Schüler selbst miterlebt hatte.
Anders, als ich erwartet hatte, geht es in dem Roman nicht unmittelbar um den Amoklauf oder das Geschehen danach, sondern wird vor allem aus der Sicht des fast Mitte dreißigjährigen Protagonisten erzählt.
Dabei besteht die Geschichte vor allem aus drei Handlungssträngen: Gespräche und Zusammenleben mit seiner Freundin Hatice, Gespräche und Treffen mit dem "Dramatiker", einem Mann, der den Amoklauf als Theaterstück inszeniert, sowie dem eigenen Denken und Handeln des Protagonisten.
Obwohl das Thema Amoklauf natürlich ein Thema des Buches ist, geht es vor allem viel um das sich zurück erinnern, darum, wie man so eine schlimme Tat (literarisch) richtig aufarbeiten kann/sollte/darf. Als Leser*in bekommt man dadurch schnell den Eindruck, dass man eigentlich eher den Schreibprozess des Autors und sein Leben drumherum mitbekommt und vergebens auf den fertigen Roman wartet.
Der Schreibstil des Autors ist dabei trotzdem gut zu lesen und hat mir gut gefallen.
Alles in Allem ist es ein Roman, der anders ist, als man erwarten würde. Ich habe ihn trotzdem gerne gelesen, auch, wenn ich finde, dass man viel viel mehr damit hätte machen können. Dabei ist mir bewusst, dass die Thematik schwer ist.
Rezensionen von rosetheline :
Poesie versus Derbheit
Hundesohn von Ozan Zakariya Keskinkiliç
Mit "Hundesohn" hat Ozan Zakariya Keskinkılıç seinen Debütroman im Suhrkamp Verlag veröffentlicht.
In dem Buch geht es um Zakariya, einem homosexuellen Deutschtürken, der in Berlin lebt und auf Grindr unterwegs ist, obwohl er immerzu an seine Jugendliebe Hassan denken muss, der weit weg in der Türkei lebt.
Doch geht es hier nicht um eine klassische Liebesgeschichte. Themen wie Herkunt, Identität und Sprache sind wichtige Elemente der Geschichte und es gibt viele Fragmente im Text, die in türkischer, aber auch anderen Sprachen vorkommen und nicht immer komplett übersetzt werden.
Passend hierzu kommt der wirklich poetische und bildhafte Schreibstil Keskinkılıçs dazu, der der Geschichte eine besondere Note gibt. So ist es auch kein Wunder, dass Keskinkılıç vorher Poesie geschrieben hat.
Doch wer nur poetische Sprache erwartet, der sei gewarnt. Schon auf der ersten Seite der Geschichte, kommt eine Derbheit zum Vorschein, die nicht für jede/n ist.
Mir persönlich hat die Leseprobe im Vorfeld sehr gefallen und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das Ende des Buches hat mir nicht ganz so gut gefallen und auch einige Passagen im Text waren für mich eher langweilig. Dennoch muss ich die Sprache des Autors hervorheben und kann mir deshalb vorstellen seine Lyrikbände zu lesen. Deshalb vergebe ich 3,5 Sterne.
Rezensionen von rosetheline :
Verlust der Schwester durch einen Femizid - Wer war Liliana?
Lilianas unvergänglicher Sommer von Cristina Rivera Garza
Mexiko-Stadt, Juli 1990. Eine junge, zwanzigjährige Studentin wird von ihrem Ex-Freund ermordet. Ein Femizid zu einer Zeit und in einem Land, in dem dieses Thema noch stark unter den Teppich gekehrt wurde. Ein Mörder, der auch 29 Jahre später noch nicht gefasst wurde und immer noch irgendwo auf freiem Fuß ist.
Die Handlung klingt nach einem Kriminalroman, doch sie hat sich so im echten Leben zugetragen. Aber darum geht es nicht in diesem Buch, zumindest nicht so, wie es zu Beginn scheinen mag.
Cristina Rivera Garza hat mit diesem Buch die Geschichte ihrer Schwester Liliana aufgeschrieben. Sie zeichnet das Bild von Lilianas Jugendtagen bis hin ins junge Erwachsenenalter. Wer war Liliana? Und wer war sie für andere und andere für sie? Anhand von Briefen, Tagebucheinträgen, Gesprächen und Erinnerungen bekommt man als Leser*in einen Einblick in das Leben einer jungen Frau mit Stärken und Schwächen, einer Frau, die man kennen oder selbst sein könnte; einer Frau, die viel zu schnell gehen musste. Eine Frau, die in eine Beziehung geriet, die ihr im Nachhinein zum Verhängnis wurde, selbst nachdem diese schon lange vorbei war. Eine Frau die ermordet wurde und deren Fall kein faires Urteil erhielt.
Rivera Garza hat eine wichtige und herzzerreißende Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen geschrieben, aber darüber hinaus hat sie der Welt mit diesem Buch gezeigt, dass hinter jedem Femizid ein Mensch, eine Frau, mit ihrer eigenen Geschichte steckt. Daher vergebe ich 4,5 Sterne.
Rezensionen von Tara:
Tolle Kombination aus Humor und Spannung
Dread Wood. Tödliches Nachsitzen von Jennifer Killick
„Dread Wood - Tödliches Nachsitzen“ ist der erste Band einer neuen Abenteuerreihe der britischen Autorin Jennifer Killick für junge Leser ab 10 Jahren.
Angelo, Hailie, Naira und Gus gehen gemeinsam in eine Schulklasse. Die vier mögen sich nicht besonders und müssen nun, ausgerechnet an einem Samstag, gemeinsam nachsitzen.
Ihr Lehrer Mr Canton nimmt sie in Empfang und sammelt als erstes ihre Handys ein. Noch während er ihnen erklärt, dass es sich keineswegs im eine Bestrafung, sondern lediglich um eine Kurskorrektur handelt, ertönt ein furchterregender, schmerzvoller Schrei. Auf der Suche nach dem Auslöser schauen die Fünf zunächst im Schweinestall nach und stellen fest, dass eines der fünf Schulschweine fehlt. Auf der Suche nach diesem verlieren die Schüler auch noch Mr Canton….
Der Schreibstil von Jennifer Killick ist durch zahlreiche Dialoge äußerst lebendig und humorvoll gestaltet. Dennoch liegt die ganze Zeit eine leicht bedrohliche Atmosphäre in der Luft.
Die Ereignisse werden aus der Ich-Perspektive von Angelo berichtet und erfolgen Schlag auf Schlag. Zum Durchatmen kommt man hier nicht, dafür ist einfach zu viel los. Mit den vier Schülern hat die Autorin sehr unterschiedliche Charaktere erschaffen, da sie aus verschiedenen familiären Verhältnissen kommen und jeder von ihnen seine eigenen Besonderheiten hat.
Die Kapitel sind kurz – insgesamt 24 auf nur 288 Seiten. Jedes beginnt mit einer Überschrift die neugierig macht und in die immer gleich, leicht unheimlich wirkende Illustration eingerahmt ist.
Das Buch ist leicht zu lesen und äußerst spannend. Wer Humor und gruselige Momente mag, liegt hier richtig. Wir sind schon sehr gespannt, was sich als nächstes in Dreadwood ereignen wird.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Wenn aus Feinden unerwartete Verbündete werden
Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich von Sandra Grauer
Der Name der Autorin hat bei mir nichts läuten ladden, aber schon nach wenigen Seiten kamen mir die Beschreibungen der übernatürlichen Clans bekannt vor und spätestens bei den Drachen hat es dann geklingelt. Dies ist zwar kein Fortsetzungsband, bewegt sich aber im selben Universum wie diverse andere Bücher der Autorin.
Und die fand ich teilweise sehr durchwachsen.
Gefühlt ist dieses Buch thematisch düsterer und auch erwachsener als die anderen Bücher, die ich bisher von der Autorin gelesen habe. Zumindest kommen mir die Figuren reifer und ausgewogener vor. Am Anfang plätschert die Handlung so ein bisschen vor hin mit leichtem Enemies to Lovers Vibe. Ich mochte die unerwartete Verbrüderung zwischen Paige und Lavaughn und vor allem seine Lebensgeschichte war total cool.
Ungefähr im letzten Dritten wirds dann richtig interessant, als die Artefakte in den Fokus rücken. Da kommt dann auch Spannung und Tempo auf, es wird noch deutlich magischer und die Geschichte bekommt einen tollen, übernatürlichen Touch.
Ich fands cool bekannte Figuren wiederzutreffen, man muss die anderen Bücher der Autorin aber nicht gelesen haben, um sich hier zurecht zu finden. Aber wenn man es getan hat, gibt es hier ein sehr gelungenes Wiedersehen.
Das Ende macht auf jeden Fall Lust auf die Fortsetzung, vor allem weil ich das Gefühl habe, dass die Story erst so richtig losgeht. Würde Band 2 also auf jeden Fall lesen
Rezensionen von Cellissima:
Solider Krimi für den Winter, der etwas an Agatha Christie erinnert
Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
Mimi, eine Frau in ihren Siebzigern, wird von ihrer steinreichen Nachbarin Jane zu einer Party auf deren Anwesen eingeladen. Es handelt sich um keine gewöhnliche Einladung, sondern um eine Erpressung - wenn sie nicht erscheint, wird ihr dunkles, lange und sehr gut gehütetes Geheimnis ans Licht kommen.
Mimi hat keine Ahnung, woher Jane davon weiß - aber sie weiß, dass sie erscheinen muss. Alleine fühlt sie sich der Herausforderung nicht gewachsen, und so bittet sie ihre Enkelin Addie, erfahren in Sachen Krimis und Ermittlungen und Falllösungen, sie zu begleiten.
Trotzdem ahnt Mimi schnell, dass der Abend kein gutes Ende nehmen wird - und sie soll Recht behalten, denn Jane wird ermordet. Neben Mimi haben auch alle anderen Gäste ein Motiv, denn auch sie hüten dunkle Geheimnisse, die keinesfalls ans Licht kommen dürfen.
Es handelt sich um ein Herrenhaus auf einer Insel, es kommt ein Schneesturm auf, die Gesellschaft ist von der Außenwelt abgeschnitten, zudem fällt der Strom aus, während sich der Mörder noch im Haus befindet ... natürlich bleibt es nicht bei einem Mord. Die Zeit drängt, und so wollen und müssen Mimi und Addie den Fall auf eigene Faust lösen - und natürlich geraten sie dabei selbst in größte Gefahr ...
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"Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste" klang nach einem guten Krimi vor allem für den Winter - und der Leser wird nicht enttäuscht.
Mullen schreibt gut, ihr Stil ist stets angenehm und flüssig lesbar.
Den Beginn empfand ich ehrlich gesagt als ziemlich langweilig, doch das änderte sich zum Glück schnell. Letztlich ist es ein fesselnder und spannender Krimi, der Leser kann auch stets mitermitteln.
Natürlich sind ein Herrenhaus auf einer Insel, ein Schneesturm, ein Stromausfall, eine Gesellschaft, die von der Außenwelt abgeschnitten ist, ein Mörder im Haus ... alles andere als neu - aber die Idee funktioniert nach wie vor, es ist immer wieder eine tolle Kulisse, die auch für viel Spannung, Gefahr und Sogwirkung sorgt. Kelly Mullen hat dieses Potenzial genutzt.
Mimi ist herrlich schrullig. Es ist insgesamt ein gemütlicher, nicht wirklich blutiger Krimi, so dass er allen, die keine blutigen Krimis mögen, empfohlen werden kann.
Agatha Christie, Miss Marple und Hercule Poirot dienten jedenfalls teilweise als Vorbilder, man findet auch immer wieder Anspielungen auf sie.
Kein absolutes Highlight, nichts Neues, aber dennoch ein guter Krimi vor allem für den Winter und empfehlenswert für alle, die gemütliche, dennoch spannende und fesselnde Krimis, die an Agatha Christie und ihre Werke erinnern, mögen und Herrenhäuser, Inseln, Schneestürme als Kulisse mögen.
Ich habe das Buch gerne gelesen und hätte nichts gegen einen weiteren Fall für Mimi und Addie; ich würde ihn definitiv lesen.
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
wieder richtig süß
Willow-Falls-Reihe, Band 2 - Stay With Me in Willow Falls von Greta Milán
So Kleinstadtromance ist ja inzwischen irgendwie total mein Ding und dieses Buch liest sich wie so ein Hallmark-Film, bei dem man genau weiß, was passiert, es aber trotzdem einfach schön findet. Die Storyline ist bisschen klischeehaft: Smalltownboy Miles hat sich vor seiner Vergangenheit in die Großstadt geflüchtet, ist aber gezwungen heimzukehren und sieht sich dort mit den Schatten seiner Jugend konfrontiert- und mit Smalltowngirl Paige, die ihm nie vergeben hat.
Fernab dieser Hauptstory möchte ich einmal absolut 100% positiv anmerken, wie wundervoll und besonders Willow Falls selbst ist und was für coole Jobs dort alle haben. Darf man so bodenständig und gleichzeitig zuckersüß sein?! Mochte das schon im ersten Band total gerne, aber mit dem Herbstmarkt und den Einblicken in Paiges Holzwerkstatt war das einfach nur super urig und ich hätte mir am liebsten eine Reise nach Willow Falls gebucht.
Ich finde die Storyline rund um die gemeinsame Vergangenheit sehr schön aufgearbeitet, vor allem auch in der Hinsicht, wie die Leute Miles begegnen, welche Vorurteile es ihm gegenüber gibt und wie eine Nacht das Leben dreier Menschen verändert hat. Die Auseinandersetzung mit dieser Nacht und ihren Folgen fand ich sehr gelungen und nahbar erzählt.
Es geht in diesem buch generell viel um Liebe und Dating und so gibt es ein paar echt süße Couple-Momente auch aus Paiges Umfeld. Ich liebe es wie viel Beachtung auch die Nebencharakter und so kleine, besondere Szenen finden, die dem Leser die Figuren näherbringen. Paiges Clique ist echt Friendship Goals.
Für mich ist dieses Buch die perfekte Herbstlektüre- cozy, warmherzig, auf charmante Art witzig und vor allem versöhnlich. Habs sehr genossen.











