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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Barbara G.:

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Dieses Buch zeigt dir, wie’s geht : Kunst von Ruth Millington

Ich kannte die Reihe noch gar nicht und war einfach sehr gepannt auf den Ansatz und das Thema an sich - denn Kunst ist bei meinen Kids grad ein spannendes Thema, wo wir wenig dazu gelesen haben bisher. Durch ein Kunstprojekt in der Schule und Museumsbesuchen interessierte es sie aber sehr. So fiel die Wahl auf dieses Buch.

Uns hat es sehr gut gefallen. Mir als Erwachsene fiel auf, dass selbst ich einige Künstler:innen nicht kannte. Es wurde Männern ebenso eine Bühne geboten wie Frauen, dabei konnte man auch keinen sonst oft vorhandenen Eurozentrismus feststellen. Also klar kommen auch Monet, Picasso und da Vinci vor, aber auch Warhall, Kahlo oder auch für mich unbekanntere Künstler:innen wie Hilma af Klint, Bridget Riley, Judith Scott, Yayoi Kusama, Esther Mahlangu und viele mehr. Insgesamt sind 25 Künstler:innen. Es wird einerseits der Künstler / die Künstlerin vorgestellt, andererseits aber auch die jeweilige Technik erklärt und so Mitmachen und Ausprobieren in den Vordergrund gerückt. Wir haben erstmal hauptsächlich gelesen, manche Anleitungen ließen sich aber auch leicht umsetzen. Andere waren uns zu aufwenig, wie etwa mit Wachs malen, einen gepunkteten Kürbis machen, Skulpuren schnitzen. Insgesamt jedenfalls sehr bunt, lehrreich und zum Ausprobieren motivierend!

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Rezensionen von Shilo:

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Ein Neuanfang unter der Mitternachtssonne

Im Schein der Mitternachtssonne von Judith B. Carrol

Sophie hatte ihr Leben genau geplant. Doktorarbeit, Hochzeit und Karriere gehörten für sie fest zu ihren Zukunftsplänen. Doch als sie ihren Verlobten mit ihrer besten Freundin erwischt, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie braucht Abstand und flieht nach Island. Dort möchte sie endlich das tun, was sie schon lange vorhatte, mit Walen arbeiten.

Ihren Wunsch, ganz neu anzufangen, konnte ich gut verstehen.
In Island begegnet sie Kató, der selbst mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Sein Bruder liegt nach einem Unfall im Koma und auch das Familienunternehmen steht vor dem Aus. Deshalb kehrt Kató nach sieben Jahren in New York in seine Heimat zurück. Seine erste Begegnung mit Sophie verläuft allerdings ziemlich schlecht. Dass sie ausgerechnet auf seinem Whale Watching Boot arbeiten muss, macht die Sache nicht einfacher.
Ich fand es interessant zu beobachten, wie die beiden trotz ihrer schwierigen ersten Begegnung immer wieder miteinander zu tun haben. Sophie braucht die Arbeit und Kató kann ihre Kenntnisse gebrauchen. Nach und nach lernen sie sich besser kennen. Dabei merkt man, dass beide einiges mit sich herumtragen und nicht einfach so weitermachen können wie bisher.
Sophie hat mir als Figur gut gefallen. Sie lässt sich durch den Betrug zwar zunächst völlig aus der Bahn werfen, versucht aber trotzdem, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. In Island verändert sich nach und nach ihre Sicht auf vieles. Sie entdeckt dabei auch Seiten an sich, die in ihrem bisherigen Leben wenig Platz hatten. Diese Entwicklung habe ich gerne verfolgt.
Auch Kató wird im Laufe der Handlung verständlicher. Seine Rückkehr nach Island ist für ihn mit vielen Sorgen verbunden. Er muss sich um seinen Bruder kümmern und gleichzeitig versuchen, das Familienunternehmen zu retten. Dabei kommen auch Dinge aus seiner Vergangenheit zur Sprache, die erklären, weshalb er seine Heimat damals verlassen hat.
Faszinierend fand ich die Beschreibungen von Island. Die raue Landschaft, das Meer und die Mitternachtssonne vermitteln ein ganz besonderes Bild von diesem Land. Besonders eindrucksvoll sind die Fahrten mit dem Whale Watching Boot. Die Begegnungen mit den Walen werden anschaulich beschrieben und man merkt, wie viel Sophie diese Tiere bedeuten. Dadurch bekommt auch ihre Arbeit eine wichtige Bedeutung.
Die Liebesgeschichte zwischen Sophie und Kató entwickelt sich nicht einfach von einem Moment auf den anderen. Ihre unterschiedlichen Vorstellungen und die Probleme, die beide mitbringen, sorgen immer wieder für Unsicherheit. Das hat die Beziehung für mich glaubwürdig gemacht. Ich war gespannt, ob sie trotz aller Schwierigkeiten einen gemeinsamen Weg finden.
Beim Lesen konnte ich mit Sophie mitfühlen und verstehen, warum sie nach dem Erlebten erst einmal Abstand von ihrem bisherigen Leben braucht. Gleichzeitig war es interessant zu sehen, wie sie in Island immer mehr bei sich selbst ankommt. Auch Katós schwierige Situation hat mich beschäftigt, denn hinter seinem Verhalten steckt mehr, als zunächst zu erkennen ist.
Mir hat die Mischung aus Liebesgeschichte, Neuanfang, Familienproblemen und der Welt der Wale sehr gefallen. Dazu kommt Island als besonderer Schauplatz, der der Geschichte ihren eigenen Charakter gibt. Ich habe Sophie und Kató gerne auf ihrem Weg begleitet und war gespannt, wie sich ihr gemeinsames Leben weiterentwickelt.
Für mich war es eine schöne Geschichte über einen Neuanfang und den Mut, das eigene Leben noch einmal neu zu betrachten. Die besondere Landschaft Islands, die Arbeit mit den Walen und die persönliche Entwicklung der beiden Hauptfiguren machen das Buch zu einem abwechslungsreichen Leseerlebnis. Dafür vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.

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Ein Neuanfang unter der Mitternachtssonne

Rezensionen von LeserinLu :

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Denkanstöße

Ein ganz normales Wunder von Woody Brown

Was für ein netter Roman! In einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander: der einsame Chef Dave, der gelassene Pfleger Carlos, Tom, der sich nach Liebe sehnt, und Walter, der studiert hat und nun doch hier gelandet ist. Aus ihren unterschiedlichen Perspektiven erzählt Woody Brown eine Geschichte über die Verbindungen zwischen Menschen.

Beim Lesen musste ich ein bisschen an „Pina fällt aus“ denken. Besonders gut gefallen hat mir, dass wir die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen und dadurch ganz verschiedene Schicksale und Lebensrealitäten miteinander vergleichen können.

Gerade durch die verschiedenen Sichtweisen entwickelt man nach und nach Verständnis für eigentlich alle Figuren. Tom, der sich nicht über Sprache ausdrücken kann und sich nach einer Liebe sehnt, hat dabei besonders mein Herz gewonnen. Ich habe ihm beim Lesen so sehr die Daumen gedrückt, dass es ihm gelingt, sich verständlich zu machen. Der Roman erinnert sehr eindrücklich daran, dass wir Menschen viel zu schnell abstempeln und dabei ihre Fähigkeiten unterschätzen. Auch Dave ist beispielsweise kein besonders guter Chef und trotzdem schafft es Brown, hinter dieser Figur den einsamen Menschen sichtbar zu machen. Das fand ich sehr gelungen. Schön fand ich außerdem, wie die verschiedenen Perspektiven immer wieder miteinander verbunden werden und Walter dabei eine besondere Rolle einnimmt. Dadurch entsteht nach und nach ein größeres Bild von den Figuren und ihren Beziehungen zueinander.

Das Ende hat mich dann ziemlich beschäftigt. Es wird noch einmal sehr tragisch, gleichzeitig gibt es für Walter auch einen versöhnlichen Aspekt. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings gewünscht, dass bestimmte Entwicklungen und ihre emotionalen Folgen etwas ausführlicher behandelt werden. Gerade dadurch, dass man die Figuren im Laufe des Romans gut kennenlernt, hätte ich mir hier teilweise etwas mehr Raum für ihre Gefühle und die Konsequenzen der Ereignisse gewünscht.

Insgesamt ein gut beobachteter Roman über ganz unterschiedliche Menschen, ihre Verletzlichkeit und die unsichtbaren Verbindungen zwischen ihnen. Vor allem die verschiedenen Perspektiven und die Botschaft, Menschen nicht vorschnell auf ihre vermeintlichen Einschränkungen zu reduzieren, nehme ich aus der Lektüre mit.

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Denkanstöße

Rezensionen von Kwinsu:

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Was ist schon Glück?

Erde von Sven Hillenkamp

Jan ist entsetzt: er beobachtet, wie Bauarbeiter ohne mit der Wimper zu zucken, ein Möwennest zerstören, die Eier einfach auf den Asphalt werfen. Das Trauerkreischen der Möweneltern zerreißt ihm fast das Herz. Dies sind mitunter die intensivsten und empathischsten Gefühlsregungen, die wir vom Protagonisten im kompletten Buch direkt und ohne Umschweife zu spüren bekommen.

Nach diesem Prolog wird Jans Geschichte bis zur Gegenwart aufgerollt - und diese ist hart und nur schwer verdaulich.

Auf den knapp 170 Seiten werden wir als Lesende mit so viel Rohheit und Gewalt konfrontiert, dass es nur schwer auszuhalten ist. Jans Kindheit ist - nach den ersten wenigen, schönen Jahren - scheinbar immer mehr ein Weg in die Hölle. Seine Mutter ist selbst- und sexsüchtig, ihr Äußeres das Wichtigste, genauso wie verschiedene Beziehungen zu Männern. Wenn diese in die Brüche gehen, folgt rasch ein Suizidversuch der Mutter, die ihren Verflossenen, jedoch nicht ihrem Sohn einen Abschiedsbrief hinterlässt. Zuneigung für ihr Kind lässt sie nur wenig spüren, vielmehr ist Vernachlässigung ein steter Begleiter. Irgendwann verschwindet die Mutter und Jan zieht zu seinem Vater und dessen neue Frau Alexandra. Der Vater ist schwach und entzieht Jan jegliche Grenzen, einstig Alexandra erkennt, wie wesentlich solche für die Entwicklung eines Kindes sind - und wird dementsprechend zur Buhfrau für Jan. Mit nur 16 Jahren zieht er aus und weg und wird mehr oder minder selbstständig. Jans Leben allein ist geprägt von Dingen, die ihm seine Eltern gut beigebracht haben: er sucht sich Bestätigung durch Sex, ist von sich selbst sehr überzeugt, rührt für andere keinen Finger. Er eckt überall an, scheint oft teilnahmslos, ja durchaus emotionslos zu sein. Nicht einmal der Tod bestimmter Menschen scheint sonderlich an ihm zu kratzen. Er treibt durch das Leben wie ein Stück Holz durch einen übergetretenen Fluss - er ist Teil vom Leben, aber ebenso teilnahmslos, wohin er treibt, scheint völlig egal zu sein. Er vernachlässigt sich selbst genauso wie die Menschen, die ihm etwas bedeutet haben könnten.

Der Ich-Erzähler Jan ist äußerst unzuverlässig. Oft gibt er vor, glücklich zu sein, ohne, dass man ihm das abkauft. Er macht Dinge, ohne wirklich Anhaltspunkte für eine Erklärung zu liefern. So kämpft er in einer linksradikalen Gruppierung, ohne, dass wir seiner Ideologie näher kommen würden. Grundsätzlich: alles was er erzählt ist karg und entrückt. Diese harte Sprache ist so distanziert, dass man in keiner Sekunde das Gefühl hat, ihm näher zu kommen. Es gibt wenige Situationen, bei der wir Lesende erahnen können, dass Jan tatsächlich (positiv) fühlt, etwa, wenn er mit Kindern zu tun hat oder wenn er von seinem Großvater erzählt. Doch wenn das Buch beendet ist, liest man den Beginn von Neuem und weiß - Jan hat sich entwickelt. Und vielleicht doch noch sein Glück gefunden. Aber was ist schon Glück?

Mein Fazit: "Erde" ist ein schmerzhaft zu lesender Roman, der von der Kraft der Distanziertheit und Grenzenlosigkeit lebt. Er schockiert, macht fassungslos und braucht definitiv lange bis er sickert. Am Besten tut er das, wenn man die Möglichkeit hat, sich mit anderen über ihn auszutauschen. Ich für mich habe irgendwann erkannt: diese Gewalt in jeglicher Hinsicht wird lange nicht vergessen werden. "Erde" ist langsam zu einem Jahreshighlight herangewachsen und könnte durchaus noch das ein oder andere Jahr überdauern.

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Was ist schon Glück?

Rezensionen von Petra Sch.:

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ein Wimmelbuch für die Kleinsten

Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Meine Welt von Maria Höck

Dies ist mein erstes Mal mit einem "Mein erstes Sachen suchen-Wimmelbuch" und ich finde es gut gelungen; aber leider gefallen mir die Bilder nicht so gut wie die anderen Kleinkind-Sachbücher von Ravensburger.
Die Illustrationen sind nicht so realitätsnah und lebendig, wie ich sie von Ravensburger kenne.

Ansonsten ist das Buch perfekt für die ganz Kleinen ab 1 Jahr - denn alltägliche Gegenstände aus dem täglichen Leben daheim, beim Einkaufen, auf dem Spielplatz, im Kindergarten etc. werden dargestellt und müssen dann in einem Bild gefunden werden.
Diese sind leicht zu finden, und so gibt es immer einen Erfolg beim Suchen (was auch wichtig ist für die Kleinsten).

Es gibt auf jeder Doppelseite einen kurzen, leicht verständlichen Text (der insgesamt eine Geschichte erzählt), der mit einer Such-Frage endet. So gibt es gemeinsam viel zu entdecken; die Bilder unterstützen beim Sprechen lernen und die Augenkoordination wird gefördert.


Fazit:
Ein Kleinkindgetreues Wimmelbuch, das nicht überladen ist und die Kleinsten mit Sucherfolgen belohnt.

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ein Wimmelbuch für die Kleinsten

Rezensionen von marcialoup:

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Beeindruckendes Kinderbuch zum Wald kennenlernen

Lotta liebt den Wald von Sandra Grimm

Auf den ersten Blick beeindruckt sofort die Art und Weise, wie das Buch gestaltet ist: echte Fotos von echtem Wald und darin eingezeichnet die Figuren Lotta und ihre Familie sowie die Tiere des Waldes. Die echten Fotos bringen einen sehr lebendigen Effekt in die Darstellungen! Insgesamt sind alle Zeichnungen darin liebevoll und passend.

Lotta ist zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter im Wald, mal mit Mutter oder Vater, mal mit Henri oder Onkel Paul und auch Oma kommt mal mit. Dabei entdeckt Lotta viel Unterschiedliches, allein durch die wechselnden Jahreszeiten, es sind andere Früchte reif, verschiedene Blumen am Blühen und Blätter am Wachsen. Begegnungen mit Tieren machen die Waldausflüge spannend.
Jeder Waldspaziergang erzählt eine kleine Geschichte. Dazu findet man Info-Rahmen mit Erklärungen wie z.B. der Unterschied zwischen den Früchten der Nadelbäume oder warum ein Baumstamm Ringe hat.
Und über das "Wusstest Du?"-Kästchen erfährt man noch mehr über Natur und Tiere.

Dieses Buch macht Lust auf Ausflüge in den Wald, um dort gnauso wie Lotta viel zu entdecken und dabei zu lernen, die Natur zu respektieren und zu schützen!

Ein wirklich wertvollen Buch!

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Beeindruckendes Kinderbuch zum Wald kennenlernen

Rezensionen von marcialoup:

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Hoffnungsschimmer in gnadenloser Zeit

Nach dem Ende von Elisabeth Schmidauer

Mila lebt in einer Welt nach der absoluten Katastrophe. Das Klima ist chaotisch und die Infrastruktur ist zusammengebrochen.
Ohne Strom, ohne Geschäfte, ohne neue Kleidung lebt Mila mit ihren Eltern und Geschwistern in dem Haus ihrer Großeltern auf dem Dorf, da ein Leben in der Stadt nicht mehr möglich ist.

Sie alle müssen sich von dem Schock noch erholen und in diesem neuen Leben klarkommen, in dem sie nun als Selbstversorger agieren müssen. Nahrung anbauen, Kleidung nähen, Wasser besorgen, ohne Strom leben, kein Benzin, kein Auto, Handys sowieso nicht. Alle müssen sehr erfindungsreich sein, um überhaupt zu überleben!

Diese Szenarien sind realitätsnah dargestellt und auch die Rückblicke der Familie an die Zeit davor bringen unser aller Leben, so wie wir es jetzt haben, in diese Realität, die jederzeit genauso passieren könnte, wenn alles kippt.
Das Buch führt uns vor Augen, an welch seidenem Faden wir hängen mit unserer Art zu leben.
Es beschreibt eine sehr nahe Dystopie.

Gerade Tochter Mila ist sehr involviert, da sie schon vor der Katastrophe intensiv versucht hat, den Klimawandel aufzuhalten. Vegan und plastikfrei leben, fridays-for-future und andere Aktivisten-Demos, bei Einkäufen hinterfragen ob man das wirklich braucht, usw. ...
Sie hat Schul- und -freunde aktiviert mitzumachen. Auch wenn jeder Einzelne zählt, ist es schwer noch etwas zu retten, was schon jahrzehntelang zerstört wurde.
Schade, dass der Mensch erst dann versteht, wie wichtig ein Leben im Einklang mit Natur und Umwelt ist, wenn er selbst in seiner Komfortzone betroffen ist.
Sicherlich sind schon viele sehr umweltbewusst, zähle mich seit Jahrzehnten dazu. Aber der Großteil eben nicht.
Man erfährt viel über Milas Gedanken und ihr Leben jetzt und vorher.

Viele möchten sich auf Politik und Staaten verlassen. Das ist wohl eher Ausrede als Umsetzung, denn wenn jeder von sich aus wirklich etwas tun würde, wären Politik und Staaten gezwungen mitzugehen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber Überleben ist einfacher wenn man zuvor schon geübt ist...

Die Geschichte verknüpft das Leben vor der Katastrophe, also vor dem Ende, mit dem Zustand, in dem sie jetzt leben müssen: nach dem Ende. Es liest sich zunächst flüssig und schlüssig.
Stellenweise immer wieder etwas langatmig...
Auch muss man manch grobe und blutige Beschreibungen aushalten können, sei es beim Tier schlachten oder Menschen, die erkrankt sind.
Das Buch schildert es gnadenlos, weil es dann auch gnadenlos ist!
Dem ein oder anderen mag es zu aktivistisch, zu sehr Zeigefinger-Verbot, zu einseitig aus Sicht der Klimakatastrophe geschildert zu sein, aber... es ist doch so! Tatsachen ins Gesicht sehen sind unbequem!

Da viel aus Milas Sicht geschildert wird, könnte es Jugendliche in ihrem Alter gut ansprechen, doch geht es nicht an der älteren Generation vorbei, denn es sind schlussendlich alle betroffen.
Was ein bisschen fehlt ist die Entwicklung, denn das heutige Leben ist viel zu rasant und ressourcenverschwendend, in dem auch die Jugend lebt, was u.a. digitale Toxikation, ex und hopp und Paketversand-Wahnsinn betrifft. Vor vierzig Jahren z.B. war weniger noch Mehr. Dinge wurden repariert, die heute durch Sollbruchstellen schon vorzeitig kaputt gehen und weggeworfen werden. Der Irrsinn ist in die falsche Richtung gelaufen.
Leider ist das Buch im Verlauf auch irgendwie seltsam abgedriftet in Geschichten der Figuren hinein, die ich nicht mehr lesen mochte.
Das letzte Drittel war für mich kein Lesegenuss.

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Hoffnungsschimmer in gnadenloser Zeit

Rezensionen von askyfullofpages:

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Der Nazi und der Psychiater

Der Nazi und der Psychiater von Jack El-Hai

Werbung | Rezensionsexemplar

NS-Kriegsverbrecher.
Psychiater.
Zurechnungsfähigkeit.

Mit „Der Nazi und der Psychiater“ ist Jack El-Hai ein unglaublich verstörendes, aber auch faszinierendes und wichtiges Buch gelungen, das mich gerade auch als Ärztin sehr interessiert hat.

Die Verbrechen des Nationalsozialismus und insbesondere der Holocaust erschüttern mich immer wieder.

Dabei gibt es eine Frage, die mich seit Jahren beschäftigt: Wie können Menschen zu solchen Gräueltaten überhaupt fähig sein?

Genau dieser Frage wollte auch der amerikanische Psychiater Douglas M. Kelley auf den Grund gehen. 1945 wurde er nach Nürnberg geschickt, um die dort inhaftierten führenden NS-Kriegsverbrecher psychiatrisch zu untersuchen. Im Hinblick auf die bevorstehenden Nürnberger Prozesse war es von großer Bedeutung, ihre Zurechnungsfähigkeit festzustellen. Dem Psychiater ging es aber um viel mehr: Er wollte herausfinden, ob es so etwas wie eine „Nazi-Persönlichkeit" oder einen bestimmten psychologischen Typus gab, der all diese Männer miteinander verband.
Unter den Gefangenen befand sich Hermann Göring. Er war nach dem Suizid Adolf Hitlers der mächtigste Mann des NS-Regimes und nun der prominenteste Angeklagte in Nürnberg. Kelley führte zahlreiche Gespräche mit ihm und unterzog ihn verschiedenen Untersuchungen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine für mich nur schwer auszuhaltende Dynamik. Dem Psychiater saß ein intelligenter, selbstbewusster und charismatischer Mann gegenüber. Göring, dessen Leben vom Streben nach Macht geprägt war, versuchte auch in Gefangenschaft, seine Umgebung zu beeinflussen und zu kontrollieren.
Welche Erkenntnisse Kelley aus seinen zahlreichen Gesprächen, Beobachtungen und psychologischen Untersuchungen gewann und ob er den von ihm gesuchten „Nazi-Typus" tatsächlich fand, möchte ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen.

„Der Nazi und der Psychiater“ ist für mich ein emotionales und verstörendes Buch. Es ist großartig geschrieben und äußerst interessant, aber auch schockierend. Das Buch richtet sich sicher an Leser*innen, die geschichtlich interessiert sind. Ich möchte aber noch viel weiter gehen und es wirklich allen ans Herz legen, weil ich es nicht nur unglaublich gut, sondern vor allem unglaublich wichtig finde. Denn: Nie wieder ist jetzt.

Vielen Dank an Die Andere Bibliothek für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

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Der Nazi und der Psychiater

Rezensionen von Petra Sch.:

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Kinder-Sachbuch-Klassiker über unsere Sinne

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 36 - Sehen, riechen, hören von Droop Constanza

In Band Nr. 36 der beliebten Sachbuch-Reihe für Kleinkinder erfährt man spielerisch alles über menschliche Sinne. Und was unser Körper alles Tolles kann! Hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen.
Wie sich verschiedene Dinge anfühlen, welche Konsistenzen es gibt. Auch im Geschmack.
Dass es unterschiedlich hohe Töne gibt, hell und dunkel, und dass manche Menschen nicht so gut oder gar nicht hören oder sehen können, und wie diese im Alltag damit umgehen.

Der Text ist in kurzen, leicht verständlichen Sätzen verfasst, die perfekt zum Vorlesen geeignet sind; aber ich finde diese Bücher auch sehr gut als Übung auch für Leseanfänger.
Die Klappen fördern die Motorik, und es gibt dahinter Spannendes zu entdecken!
Die Bilder sind, wie von allen bisherigen WWW-Büchern bekannt, sehr detailgetreu und farbenfroh.
Wir lieben diese Reihe!


Fazit:
Die mit viel Liebe zum Detail gestaltete Sachbuchreihe für Kinder von 2 - 4 Jahren vermittelt in Band 36 spielerisch die Sinne des menschlichen Körpers.

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Kinder-Sachbuch-Klassiker über unsere Sinne

Rezensionen von clematis:

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Brutales Wochenende

Happy Weekend – Die perfekte Auszeit. Euer schlimmster Albtraum. von Arno Strobel

Der Wochenendausflug fängt nicht gut an – als Katja und Marcel an einer Raststätte halten, stiehlt jemand das Gepäck aus dem Kofferraum. Anstatt die Polizei einzuschalten, folgen die jungen Leute dem GPS-Tracker, den Katja kurz zuvor im Koffer angebracht hat. Der geplante Kurzurlaub entwickelt sich zu einem Horrortrip.

Kurze Kapitel, klar und schnörkellos formulierte Sätze, so präsentiert sich dieser neue Psychothriller von Arno Strobel. Der Einstieg mit Katja und Marcel ist gut gelungen, wodurch meine Neugierde weiter angefacht worden ist. Nach geraumer Zeit allerdings kommt es zu einem Schauplatzwechsel, von dem weg die Geschichte ziemlich abstrus und nicht besonders glaubwürdig klingt. Die brutalen Szenen passen durchaus zu diesem Thriller, reichen aber nicht aus, um den Spannungsbogen auf hohem Niveau zu halten. Da wäre vielleicht mehr vom Ambiente der Kulisse hilfreich gewesen, vielleicht mehr Persönliches von den zahlreichen Figuren? Zum Glück laufen am Ende doch noch die Fäden zusammen, schließt sich der Kreis.

Ein turbulenter Handlungsverlauf, der kurzweilig durchs Geschehen führt, teils wenig logische Entscheidungen der einzelnen Figuren – so kann man „Happy Weekend“ ganz gut zusammenfassen.

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Brutales Wochenende