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Rezensionen von ms.write:

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Späte Jahre - alte Wunden

Und mittendrin der Birnbaum von Ute Mank

Im Zentrum des Romans steht die Frage einer leisen Schuld und deren Verdrängung.
Als Dora im Alter in ihr Heimatdorf zurückkehrt und erfährt, dass vor dem Haus ihrer jüdischen Kindheitsfreundin Stolpersteine verlegt wurden, wird ihr Verdrängungsmechanismus schmerzhaft verstärkt.

Doras Vergehen war kein monströses, sondern eine Schuld durch Unterlassen und Mitläufertum – die „Banalität des Bösen“.

Als junges Mädchen bekam die Bauerntochter durch das NS-Regime die einmalige Chance zum Bildungsaufstieg. Um diesen Traum zu verwirklichen, ignorierte sie das Schicksal ihrer ausgegrenzten und gefährdeten Freundin.
Diese leise Schuld stellt die Leserschaft vor die Herausforderung, sich zu fragen, wie man selbst gehandelt hätte. Ist diese egoistische Sehnsucht nach Selbstverwirklichung nicht verständlich? Anders als bei brutaler Gewalt kann man sich hier nicht einfach distanzieren und behaupten, man hätte niemals so gehandelt.
Meiner Meinung nach macht genau das Anregen dieses Denkprozesses sowie das schonungslose Voraugenführen der diversen Formen von Verdrängung die Qualität dieses Romans aus.

Diese leise, bewegende Geschichte hat einen absolut würdigen Rahmen bekommen: Das Buch ist wunderschön und hochwertig gestaltet – vom griffigen Papier über das Lesebändchen bis zur ästhetischen Farbabstimmung.

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Späte Jahre - alte Wunden

Rezensionen von Lerchie:

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Ein brutaler Mord

Entdeckung der Wahrheit von Ellin Carsta

Hamburg/Wien Die Familie Hansen wird durch einen brutalen Mord erschüttert. Es gibt auch gleich einen klaren Verdächtigen, aber die Mühlen der Polizei sind zu langsam und der Mangel an Beweisen sorgt dafür, dass der Täter freigesprochen wird. Eduard, sowieso schon in illegale Geschäfte verwickelt, will für Gerechtigkeit sorgen.

Amala entdeckt indessen in Hamburg das illegale Kokain- und Opiumgeschäft ihres Cousins Eduard. Sie ist entsetzt, weil sie und Auguste Als Miteigentümerinnen so in kriminelle Machenschaften verwickelt werden. Die Enthüllung droht alles zu zerreißen Geschäftspartnerschaft und die ganze Familie.


Meine Meinung
Das Buch ließ sich wieder seht gut lesen, keine Unklarheiten im Text sorgten für einen Stau im Lesefluss. In der Geschichte war ich schnell drinnen, hatte ich doch den Vorgängerband, erst vor Kurzen gelesen. Auch konnte ich mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Was ich nie verstanden habe ist, dass Eduard sich so sehr in diese Geschäfte verwickeln ließ. Schließlich war dies von Anfang an Illegal. Aber mein Entsetzen, als er ohne Widerstreben zusammen mit Gerd Nolte den Mann im Vorgängerband erschoss, war groß. Deshalb ist mir Eduard auch nicht sympathisch. In diesem Buch sollte sich jedoch von Vorteil erweisen, dass er so eingestellt ist. Warum, das wird der Leser selbst lesen müssen. Es geht in diesem Buch um Therese, die viel zu gutgläubig ist. Und viel zu viel Mitleid, mit dem Obdachlosen hat. Wie das zustande kam, auch das muss der Leser selbst lesen und auch wie es dazu kam, dass ihr die Augen aufgingen. Doch hat das etwas genutzt? Auch das muss der Leser selbst lesen. Auf jeden Fall kann ich Eduard, ja tatsächlich den, den ich nicht mag, gut verstehen, auch wenn es nicht legal ist, was er unternimmt und ich es eigentlich verdammen müsste. Und wem er damit hilft, verrate ich hier natürlich auch nicht. Das Buch war sehr spannend, hat mich gefesselt und ich habe mit der Familie gelitten ob des brutalen Mordes in der Familie. Ich war richtig geschockt, habe heimlich mit der Autorin geschimpft, weil sie dies geschehen ließ, und mich gefragt, ob es nicht auch anders gegangen wäre. Aber nun ist es eben so, und ich freue mich auf den Abschlussband über die Kinder der Hansens. Von mir eine Weiterempfehlung und fünf Sterne.

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Ein brutaler Mord

Rezensionen von Havers:

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Lesevergnügen à la Osman

Wir jagen Schatten (Wir finden Mörder-Serie 2) von Richard Osman

Richard Osmans Krimis lese ich nicht, weil ich superspannende Fälle erwarte, sondern weil ich mich in erster Linie auf seine humorvollen Beschreibungen der Protagonisten und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen freue. Ganz gleich, ob das nun die Ermittlungen der scharfsinnigen Hobbydetektive des „Donnerstagsmordclubs“ aus Coppers Chase oder die des Trios der „Wir finden Mörder-Detektei“ sind, beide bieten in erster Linie einen hohen Unterhaltungswert, den Spannungsfaktor würde ich deshalb aus den genannten Gründen in der Tat weiter hinten einreihen.

Auftragsflaute beim Team. Die Personenschützerin Amy langweilt sich, ihr Schwiegervater und Ex-Cop Steve hat zumindest seine Pub Quiz Clique. Nur Rosie, die erfolgreichste Thriller-Autorin der Welt (wenn man Freida McFadden außen vor lässt) hat die Flaute genutzt und ihren neuen Reißer „Da senkt der Teufel den Blick“ beendet. Und natürlich lässt sie sich die Chance nicht entgehen, bei ihrer Buchpräsentation in London darauf hinzuweisen, dass ihre Detektei Kapazitäten frei hat, zumal ihr Buch nicht die erwarteten Erlöse generiert.

Glücklicherweise schaut Vern zu, ein zwielichtiger Halbkrimineller, der mit wirkungslosen Supplements ein Vermögen gemacht hat und um sein Leben fürchtet, nachdem einer seiner Leibwächter gekillt wurde. Also beauftragt er Amy, Steve und Rosie damit, den Mörder zu finden und unschädlich zu machen Die Zeit drängt, die Hatz beginnt, denn offensichtlich ist nicht nur Vern jemandem in die Quere gekommen…

Auch wenn immer wieder Zwischenkapitel aus wechselnden Perspektiven und Lokalitäten eingeschoben sind, konzentriert sich Osman doch im Wesentlichen auf seine drei Protagonisten, deren Dialoge und die Suche nach dem Bösewicht. Das ist anfangs zwar wortwitzig, abwechslungs- und temporeich, verliert aber durch die zunehmenden Wiederholungen leider dann doch etwas an Schwung. Und die Auflösung war dann auch mangels der eingeschränkten Anzahl der Verdächtigen und der "unerwarteten" Zufälle eher so la la.

Dennoch hat „Wir jagen Schatten“ über weite Strecken meine Erwartung erfüllt. Eine überschaubare Story ohne blutige Details, mit viel englischem Humor und sympathischen Protagonisten – ein Wohlfühl-Krimi eben.
(3,5* von 5, aufgerundet)

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Lesevergnügen à la Osman

Rezensionen von Havers:

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Lesevergnügen à la Osman

Wir jagen Schatten (Wir finden Mörder-Serie 2) von Richard Osman

Richard Osmans Krimis lese ich nicht, weil ich superspannende Fälle erwarte, sondern weil ich mich in erster Linie auf seine humorvollen Beschreibungen der Protagonisten und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen freue. Ganz gleich, ob das nun die Ermittlungen der scharfsinnigen Hobbydetektive des „Donnerstagsmordclubs“ aus Coppers Chase oder die des Trios der „Wir finden Mörder-Detektei“ sind, beide bieten in erster Linie einen hohen Unterhaltungswert, den Spannungsfaktor würde ich deshalb aus den genannten Gründen in der Tat weiter hinten einreihen.

Auftragsflaute beim Team. Die Personenschützerin Amy langweilt sich, ihr Schwiegervater und Ex-Cop Steve hat zumindest seine Pub Quiz Clique. Nur Rosie, die erfolgreichste Thriller-Autorin der Welt (wenn man Freida McFadden außen vor lässt) hat die Flaute genutzt und ihren neuen Reißer „Da senkt der Teufel den Blick“ beendet. Und natürlich lässt sie sich die Chance nicht entgehen, bei ihrer Buchpräsentation in London darauf hinzuweisen, dass ihre Detektei Kapazitäten frei hat, zumal ihr Buch nicht die erwarteten Erlöse generiert.

Glücklicherweise schaut Vern zu, ein zwielichtiger Halbkrimineller, der mit wirkungslosen Supplements ein Vermögen gemacht hat und um sein Leben fürchtet, nachdem einer seiner Leibwächter gekillt wurde. Also beauftragt er Amy, Steve und Rosie damit, den Mörder zu finden und unschädlich zu machen Die Zeit drängt, die Hatz beginnt, denn offensichtlich ist nicht nur Vern jemandem in die Quere gekommen…

Auch wenn immer wieder Zwischenkapitel aus wechselnden Perspektiven und Lokalitäten eingeschoben sind, konzentriert sich Osman doch im Wesentlichen auf seine drei Protagonisten, deren Dialoge und die Suche nach dem Bösewicht. Das ist anfangs zwar wortwitzig, abwechslungs- und temporeich, verliert aber durch die zunehmenden Wiederholungen leider dann doch etwas an Schwung. Und die Auflösung war dann auch mangels der eingeschränkten Anzahl der Verdächtigen und der "unerwarteten" Zufälle eher so la la.

Dennoch hat „Wir jagen Schatten“ über weite Strecken meine Erwartung erfüllt. Eine überschaubare Story ohne blutige Details, mit viel englischem Humor und sympathischen Protagonisten – ein Wohlfühl-Krimi eben.
(3,5* von 5, aufgerundet)

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Lesevergnügen à la Osman

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Lesevergnügen à la Osman

Wir jagen Schatten (Wir finden Mörder-Serie 2) von Richard Osman

Richard Osmans Krimis lese ich nicht, weil ich superspannende Fälle erwarte, sondern weil ich mich in erster Linie auf seine humorvollen Beschreibungen der Protagonisten und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen freue. Ganz gleich, ob das nun die Ermittlungen der scharfsinnigen Hobbydetektive des „Donnerstagsmordclubs“ aus Coppers Chase oder die des Trios der „Wir finden Mörder-Detektei“ sind, beide bieten in erster Linie einen hohen Unterhaltungswert, den Spannungsfaktor würde ich deshalb aus den genannten Gründen in der Tat weiter hinten einreihen.

Auftragsflaute beim Team. Die Personenschützerin Amy langweilt sich, ihr Schwiegervater und Ex-Cop Steve hat zumindest seine Pub Quiz Clique. Nur Rosie, die erfolgreichste Thriller-Autorin der Welt (wenn man Freida McFadden außen vor lässt) hat die Flaute genutzt und ihren neuen Reißer „Da senkt der Teufel den Blick“ beendet. Und natürlich lässt sie sich die Chance nicht entgehen, bei ihrer Buchpräsentation in London darauf hinzuweisen, dass ihre Detektei Kapazitäten frei hat, zumal ihr Buch nicht die erwarteten Erlöse generiert.

Glücklicherweise schaut Vern zu, ein zwielichtiger Halbkrimineller, der mit wirkungslosen Supplements ein Vermögen gemacht hat und um sein Leben fürchtet, nachdem einer seiner Leibwächter gekillt wurde. Also beauftragt er Amy, Steve und Rosie damit, den Mörder zu finden und unschädlich zu machen Die Zeit drängt, die Hatz beginnt, denn offensichtlich ist nicht nur Vern jemandem in die Quere gekommen…

Auch wenn immer wieder Zwischenkapitel aus wechselnden Perspektiven und Lokalitäten eingeschoben sind, konzentriert sich Osman doch im Wesentlichen auf seine drei Protagonisten, deren Dialoge und die Suche nach dem Bösewicht. Das ist anfangs zwar wortwitzig, abwechslungs- und temporeich, verliert aber durch die zunehmenden Wiederholungen leider dann doch etwas an Schwung. Und die Auflösung war dann auch mangels der eingeschränkten Anzahl der Verdächtigen und der "unerwarteten" Zufälle eher so la la.

Dennoch hat „Wir jagen Schatten“ über weite Strecken meine Erwartung erfüllt. Eine überschaubare Story ohne blutige Details, mit viel englischem Humor und sympathischen Protagonisten – ein Wohlfühl-Krimi eben.
(3,5* von 5, aufgerundet)

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Lesevergnügen à la Osman

Rezensionen von Bibibabby:

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Schöne Geschichte für junge Vampir-Fans

Dracula & Töchter (Dracula & Töchter 1) von Emma Carroll

Dies ist eine wirklich schöne Vampirgeschichte für junge Leser ab etwa 10 Jahren.
Die Geschichte ist interessant und spannend. Sie spielt in einer kleinen Stadt, die vor 20 Jahren von einer Vampirepidemie heimgesucht wurde. Als Mina feststellt, dass gerade ein neuer Ausbruch begonnen hat und ihr Freund Varney gebissen wurde, muss sie mit ihrem gerade erst kennengelernten Cousine zusammenarbeiten, um ihren Freund zu retten und die Epidemie aufzuhalten.

Die Handlung passt gut zur Zielgruppe und enthält viele Überraschungen und Wendungen. Der Schreibstil ist sehr actionorientiert, sodass keine Langeweile aufkommt. Dabei ist die Geschichte weder blutig noch besonders gewalttätig. Ich lese normalerweise nicht viele Vampirgeschichten, deshalb fand ich die Idee, dass die Vampire entstehen, weil sie unter schwierigen Umständen gestorben, ziemlich originell.
Beim Lesen des Klappentextes fand ich es zunächst amüsant, dass die drei Hauptfiguren Mina, Buffy und Bella Namen tragen, die offensichtlich auf Figuren aus bekannten Vampirgeschichten anspielen. Allerdings sind praktisch alle Figuren in diesem Buch solche Anspielungen: Mr. Helsing, Mr. Stoker, Varney und so weiter. Irgendwann wird das etwas ablenkend und ich habe das Gefühl, dass dadurch ein wenig die Originalität der Geschichte verloren geht.
Insgesamt aber eine tolle Geschichte für junge Leser.

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Schöne Geschichte für junge Vampir-Fans

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

Rettung aus dem Eis von Frank Hucke

Wenn heute Bergsteiger (und solche die sich dafür halten) mittels Hubschrauber der alpinen Flugrettung aus ihrer misslichen Lage, die oft selbst verschuldet ist, gerettet werden, so ist dies einer Pionierleistung zweier Piloten der Schweizer Armee zu verdanken.

Aber nun zum Buch:

Die Schweiz blieb, als eines der wenigen Länder Europas, von Kriegshandlungen oder gar einer Besetzung verschont, stand aber am Kriegsende als willige Unterstützer von Nazideutschland da.

Die Schweiz war nach dem Sieg der Alliierten außenpolitisch fast völlig isoliert, weshalb auch der Luftraum über dem Land für ausländische Flugzeuge geschlossen ist.

Deshalb nimmt die DC-53 von der US-Airbase Tulln-Langenlebarn bei Wien die Route über München und Marseille, um am 18. November 1946 nach Pisa zu fliegen. Nach mehrmaligen witterungsbedingten Kurskorrekturen gerät das Flugzeug in den Schweizer Luftraum und strandet auf dem Gauligletscher. Das Flugzeug ist nur leicht beschädigt, ein paar Insassen verletzt und das Funkgerät funktioniert.

Allerdings kann zunächst niemand die Position der Maschine eindeutig orten. Peilversuche via Marseille geben kaum Anhaltspunkte. Es dauert beinahe ewig, bis klar ist, dass man trotz Flugverbots in der Schweiz suchen muss. Nachdem die Maschine aus der Luft geortet werden kann, werden sofort die ersten Bergsteiger in Marsch gesetzt, die rund 13 Stunden auf den Gauligletscher brauchen. Doch erst die beiden Schweizer Piloten, die es wagen, den Verunglückten mit ihren umgebauten Fieseler Störchen zu Hilfe zu kommen, lassen den Flugunfall glimpflich ausgehen. Insgesamt dauert die Rettungsaktion sechs Tage.

Meine Meinung:

Ich habe die Tatsachen rund um diesen Flugunfall am Gauligletscher bereits aus dem Buch „Die alpine Flugrettung“ gekannt. Denn diese Pionierleistung der beiden Schweizer Militärpiloten mündet in die Gründung nationaler Flugrettungsdienste.

Rund um dieses Ereignis generiert Frank Hucke einen fesselnden historischen Roman, der aus mehreren Blickwinkeln erzählt wird. Da ist zum einen (eh klar) die Sicht der Insassen der DC-53, die Sicht jener, die über Funk, der glücklicherweise noch funktioniert, versuchen das Flugzeug orten und die ersten Rettungsmaßnahmen durch Bergsteiger in die Wege zu leiten, sowie die Gespräche der beiden Schweizer Piloten, die mit ihren umgebauten Fieseler Störchen letztlich dafür sorgen, dass die Verunglückten gerettet werden können.

Geschickt mischt der Autor Fakten und Fiktion. Interessant sind die Passagiere der DC-53 angelegt.

In einer Nebenhandlung, in der eine Journalistin ein Rolle spielt, gibt es noch Einblicke in den Journalismus rund um die gerade stattfindenden Kriegsverbrecherprozesse von Nürnberg.

Fazit:

Diesem spannenden Roman der auf Basis eines realen Ereignisses und einer bemerkenswerten Pionierleistung, die wenig später in die Gründung der Luftrettung mündet, gebe ich gerne eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

Rezensionen von Katrin:

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Geheimnisse der Musik

Songs of the Void, Band 1 - Echo der Stille von Anne Lück

Das Cover und der Farbschnitt sind wahre Hingucker. Ich finde beides extrem gut gelungen und wunderschön.

Story:

Alize arbeitet in einem Musiklaben. Sie soll zu einem Junior werden, einziges Manko, sie hat nach 2 Jahren harter Arbeit "erst" einen Künstler unter Vertrag. Dieser Umstand ist einer mysteriösen Band geschuldet, welche Alize unbedingt in das Label holen möchte, nur leider verkauft diese Band keine Tickets, sondern man muss sich online dafür registrieren und wird mit etwas Glück eingeladen.

Silentbound ist etwas ganz besonderes, die Musik, der Gesang, einfach alles hat Alize in ihren Bann gezogen, denn auch sie ist ganz besonders.

Was sie so besonders macht und ob sie die Band trifft oder sogar unter Vertrag nehmen kann? Lest selbst...

Fazit:

Ich konnte dieses Buch kaum mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil, die Hauptprotagonisten, es ist alles einfach so unfassbar stimmig und es hat mich quasi wie Alize total in den Bann gezogen. Es war ein absolutes Lesehighlight und ich freue mich auf Band 2. Klare Leseempfehlung!

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Geheimnisse der Musik

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Eine klare Leseempfehlung!

Versuch über meinen Vater von Christina Nöbauer

Als der Vater der Autorin, Felix Nöbauer, Jahrgang 1916, nach neun Jahren in der Uniform der Wehrmacht 1946 augenscheinlich unverletzt nach Hause zurückkehrt, ist nichts mehr wie zuvor. Obwohl er keine sichtbaren Narben davongetragen hat, ist seine Seele verletzt, die bis zu seinem Tod nicht heilen wird.

Zudem wird er, wie Abertausende Soldaten nicht über den Krieg sprechen. Allerdings, und das ist erstaunlich für einen Mann aus einfachsten Verhältnissen, der kaum Schulbildung erhalten hat, führt Felix Nöbauer eine Art Tagebuch. Diese teils handschriftlich vorhanden Skizzen seines Lebens bilden die Grundlage dieses Buches, das durch genaue Recherchen von Nöbauers Tochter Christina (Jahrgang 1948) in diversen Archiven nun in gediegener Form als Hardcover mit Lesebändchen vorliegt.

Dass dieses Buch erscheinen konnte, ist vor allem der Neugier und dem Verstehen-wollen von Tochter Christina zu verdanken. Zu Lebzeiten hat Felix Nöbauer eher unwirsch auf Fragen nach den Kriegsjahren reagiert. Etwas, was viele Töchter und Söhne von Weltkriegssoldaten erleben mussten, bis man das Fragen eingestellt hat und, bei weiterem Interesse, andere Quellen angezapft hat. Dass hierbei manches unrichtig interpretiert worden ist, lässt sich gut nachvollziehen.

Christina Nöbauer geht mit der gebotenen Sorgfalt, Empathie und gleichzeitig kritischer Distanz an die Aufgabe heran. Hier kommt ihr der eigene Lebensweg als Erwachsenenbildnerin, Sozialarbeiterin und ihr emanzipatorische Frauenbild zu Gute. Zahlreiche Fotos, von denen einige von Felix Nöbauer beschriftet worden sind, finden sich in seinem Nachlass und sind in diesem Buch abgebildet.

Christina Nöbauer hat mit diesem Buch nicht nur ihrem Vater eine Stimme verliehen, sondern auch ihre persönliche Familiengeschichte, die durch das Schweigen des Vaters in Mitleidenschaft gezogen worden ist, aufgearbeitet. Trotzdem bleibt ein wenig Wehmut über. Denn genau wie der Titel - als Satz - unvollendet scheint, wird auch Christina Nöbauers Versuch, das Leben ihres Vaters vollends erkundet zu haben, letztendlich nicht vollendet werden.

Dennoch glaubt Christina Nöbauer, dass es nie zu spät ist, sich mit der eigenen Familiengeschichte zu befassen.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser großartigen Spurensuche nach einem Vater 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Eine klare Leseempfehlung!

Rezensionen von Ulgu1978:

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In der Einöde

Nach der Sonne schauen von Martina Hefter


Iona Bartschok ist Installationskünstlerin und begibt sich in eine Halle im ehemaligen Leipziger Tagebaugebiet. Ihr Ziel ist es, dort die dortige Umgebung als Modell in viertausend Jahren nachzubilden. Einzige Gesellschaft ist anfangs der digitale Hund Robyn, für den sie sich nur zeitweise erwärmen kann.

Anders verhält es sich mit Bella, ein lebendiger Hund, der ihr zuläuft. Sie kümmert sich rührend um das Tier und "vergisst", ihn beim Tierheim abzugeben. Schließlich stößt auch noch Nova zu ihr, die Nichte ihres Vermieters, mit der sie sich nach anfänglichem Zögern anfreundet.
Iona Bartschok erinnert sich während ihres Aufenthaltes dort in dieser menschenleeren Gegend an ihre Eltern und ihre Kindheit auf der Alm. Besonders zu schaffen macht ihr aber, dass ihre Installation "Das Baumhaus" mit einem Schimpfwort besprüht wurde. Sie kommt gedanklich immer wieder auf dieses Ereignis zurück, das sie viel mehr berührt als sie es sich selbst gegenüber zugeben will.

"Nach der Sonne schauen" ist ein ruhiger Roman, der zeigt, dass der Mensch Gesellschaft braucht, auch wenn er es nicht zugeben will. Auch wird deutlich, wie sehr es in einem Menschen nachhallt, wenn er Beleidigungen erfährt. Und hier ist die Beleidigung mit einer Beschädigung verbunden, die nicht ausgebessert werden kann. Da Iona unvermutet immer wieder auf dieses Thema zurückkommt, wird deutlich, wie sehr sie dieses Ereignis beschäftigt.
Besonders der Schreibstil von Martina Hefter hat mir gut gefallen. Auch wenn ich nicht immer alles nachvollziehen konnte was die Protagonistin bewegte, war sie mir doch sehr sympathisch.

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In der Einöde