Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lies_ein_Buch:
Wir könnten alle glücklich sein
All Better Now von Neal Shusterman
Neal Shusterman ist einer meiner Lieblingsautoren und eine utopische Dystopie aus seiner Feder hörte sich einfach zu verlockend an. Und ich kann nur sagen: mich hats absolut umgehauen. Fands richtig stark geplottet und eine unfassbar gute Idee.
Die Idee rund um die Pandemie, die die Wesenszüge der Menschen verändert hört sich erstmal wild an.
Aber noch wilder sind die Auswirkungen dessen, denn die Leute sind plötzlich zufriedener, weniger selbstsüchtig und mehr an Frieden und dem Gemeinwohl interessiert. Aber natürlich stürzt das die bisher nicht Infizierten in ein Dilemma: denn mit glückseligem Mittelmaß lässt sich kein Geld verdienen.
Das Buch wirft ein interessantes moralisches Gedankenspiel auf: ist eine derartige Pandemie wirklich etwas schlechtes? Und ist die Gefahr an dem Virus zu versterben es wert, nach überstandener Infektion ein Teil der neuen Weltordnung zu sein? Und wenn es einen Impfstoff gebe, wäre es erstrebenswert ihn voranzutreiben? Es hat mir einfach großen Spaß gemacht selbst über das Szenario nachzudenken und es für mich durchzuspielen.
Das Szenario, das Shusterman erschafft, ist wunderschöne schauerlich. Denn schnell entfacht sich ein Wettlauf zwischen den zwei Seiten dieser pandemischen Medaille. Und der ist super spannend und nervenaufreibend. Auf die kleinen Intermezzi aus anderen Städten gefielen mir total gut. Insgesamt ist das Ding einfach super rund und liest sich ganz großartig. Mir hats richtig gut gefallen
ich fands absolut umwerfend
Say You'll Remember Me von Abby Jimenez
Abby Jimenez ist inzwischen glaube ich meine liebste Romcom-Autorin. Habe jetzt in kürzester Zeit zwei Bücher von ihr gelesen und bin absolut hingerissen. Vor allem überzeugt mich, was für absolute Green Flags ihre Protagonisten sind. Selten so positive Romance gelesen, gerne noch viel viel mehr davon
Ich mag wie hier seichte unterhaltungsmomente mit authentischen Alltagsszenarien vermischt werden.
Denn im wahren Leben läuft auch nicht immer alles ideal. Und so müssen sich die beiden Protagonisten hier sehr realistischen Problemen stellen, die ihrer Liebe Steine in den Weg legen.
Ich mag es, dass Liebesgschichten bei Abby Jimenez nicht so super romantisch verklärt sind, sondern echte Tiefe haben und es auch mal schlecht laufen darf, ohne dass das ganze mach konstruiertem Drama schreit. Die Figuren sind authentisch, machen auch mal Fehler und es darf ihnen auch mal nicht gut gehen. Das finde ich so wunderbar nahbar an dieser Geschichte.
Natürlich wünscht man sich gerade gerade bei solch einer Handlung trotzdem ein Happy End und die Autorin schafft es geschickt auch unbeschwerte, schöne und humorvolle Momente zu platzieren, bei denen einem das Herz aufgeht. Habe sogar das eine oder andere Tränchen verdrückt.
Kann nur sagen, ich habs sehr gefühlt und sehr geliebt
Die Intimität der Nacht
Der Schlaf der Anderen von Tamar Noort
Da Schlaf so einen großen Teil unseres Lebens ausmacht, fand ich das Thema dieser Geschichte sehr ansprechend, ebenso wie die Erzählperspektive, die zwischen den beiden sehr ungleichen Frauen wechselt. Janis erzählt von der Ruhe der Nacht, Sina vom Trubel des Lebens bei Tag. Und während Sina dabei sehr viel von sich preisgibt, hält sich Janis bedeckt, mehr passive Beobachterin als aktive Protagonistin.
Sinas Leben liest sich wie eine Aneinanderreihung ermüdender Alltagssituationen, die sie zu überfordern drohen. Sehr eindrücklich wird geschildert, wie ihr diese Alltäglichkeit zu entgleiten droht. Jede der Situationen für sich ist dabei nicht mal dramatisch, aber die Summe der Ereignisse mutet besorgniserregend an, steuert auf die unwillkürliche Eskalation zu.
Nach diesem super starken Start verliert die Geschichte, die zwischen Sina und Janis so eindringlich beginnt, in meinen Augen ein bisschen den Fokus und schweift in Bereiche ab, die gar nicht mal mehr so viel mit dem ursprünglichen Thema zu tun haben. Die Handlung wird von der Ruhe der Nacht in die Hektik des Tages und Alltags verlegt. Dadurch verliert sie leider ihre eindringliche Intimität.
Insgesamt hats mir ganz gut gefallen, vor allem der ruhige Erzählton hat meinen Geschmack getroffen.
Erschütternd
Ungebetene Gäste von Ayelet Gundar-Goshen
Ich durfte die Autorin im Rahmen einer Doppel-Leserunde kennenlernen und war gleich gepackt von ihrer sehr dichten Erzählweise. Ich hatte dabei das Gefühl ihre Geschichten folgen einem Schema, was einerseits Wiedererkennungswert schafft und andererseits den Leser vorbereitet, auf das was kommt.
Die Geschichte startete unmittelbar vor dem Vorfall, der den Verlauf der Handlung bestimmen soll.
Es gibt kein Vorgeplänkel, jeder Satz ist gezielt platziert, es wird keine Zeit verschwendet. Im Zentrum der Geschichte steht eine Schuldfrage und wie sie das Leben der beteiligten Personen beeinflusst. Obwohl es ein Gesellschaftsroman ist, liest es sich teilweise packend und spannend wie ein Krimi bzw. Justizroman.
Neben der Handlung erfährt der Leser auch viel über die israelische Gesellschaft. Für mich war vieles davon neu, weshalb ich gespannt den Handlungsverlauf verfolgte.
Ich fand zwar keine der Personen per se sympathisch, aber doch zumindest einnehmend, die Gewissenskonflikte durchaus nahbar.
Für mich ein sehr gelungener Roman.
Cute Lovestory und Frauenpower- ich liebs
Novel Haven - Levels of Love von Anabelle Stehl
Ich hab mit Gaming zwar eher nichts am Hut, aber die Story war so nahbar erzählt und Gaminginhalte so simpel runtergebrochen, dass auch ich Spaß an dem Thema hatte. Und wie süß klingt bitte diese Spiel, das das Team rund um Lara entworfen hat?! Ich würde das sofort spielen wollen, wenn es real wäre.
Neben der Handlung rund um den Wettbewerb werden aber auch viele ernst Themen angesprochen. Neben den dramatisch tragischen Vergangenheiten der beiden Protagonisten, die Mental Health in den Fokus der Handlung rücken, hat mir vor allem alles rund um Women in Male Fields und Empowerment richtig gut gefallen.
Generell ist der ganze Vibe der Geschichte so positiv, dass man die Geschichte einfach lieben muss. PixelPulse schafft einfach so eine tolle, kollegiale, liebenswerte Atmosphäre, da macht es einfach Spaß sich in die Handlung fallen zu lassen. Generell sind die Figuren und das Game super schön und mit viel Liebe zum Detail ausgestaltet.
Habs sehr geliebt, einfach eine richtig tolle Geschichte mit viel Herz, Charme und innerer Stärke.
Das Geld muss weg
Alle meine Träume von Grégoire Delacourt
Man stelle sich vor: ein riesiger Geldgewinn, die Erfüllung aller Träume zum Greifen nah und doch ist man nicht glücklich. Nein viel mehr noch, der unerwartete Geldsegen ruiniert das Leben. Entwickelt sich zum Fluch, den es zu überwinden gilt. Und das gestaltet sich schwerer als gedacht.
So ungefähr startet der Roman in dessen Zentrum Jo steht.
Das Geld hat ihr bisher wenig Gutes beschert und so beschließt sie, alles zu verschenken. Aber wo starten?
Ich mochte Jos zarte Anfänge, klein loslegen, erstmal sehen wies läuft. Und noch unterhaltsamer, weil wenig überraschend, waren die Reaktionen auf ihr Handeln: schamloses Ausnutzen, Neid und Missgunst, Beschimpfung, Unverständnis und sich abwenden. Nicht zu vergessen die bürokratischen Hürden, die es zu überwinden gilt. Damit ist die Geschichte nicht nur durchaus unterhaltsam, weil die Situationen teilweise nicht einer gewissen Komik entbehren, sie bringt auch einiges an ernsten Gedanken und Überlegungen mit sich.
Jo hat damit zu kämpfen, wie ihr Umfeld reagiert, wem kann sie trauen? Aber sie schafft sich eine Basis und trotz Rückschlägen nimmt ihr Vorhaben Fahrt auf, teilweise muss sie aber auch feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, Gutes zu tun. Und nebenher werden mal die Beziehungen zu den verschiedenen Menschen in Jos Umfeld beleuchtet, was der Handlung auch eine sentimentale Komponente verleiht.
Ich mochte diese unterhaltsame und doch auch nachdenkliche Erzählung. Was bleibt ist der Gedanke, dass Geld alleine nicht glücklich macht, es einem aber viele Möglichkeiten eröffnet.
Richtig cool
Die Elite von Ashriver - Broken Lies von Valentina Fast
Mir hat ja bereits Band 1 rund um die Ashriver Academy und die Intrigen dahinter richtig gut gefallen und ich fand Band 2 greift das ganz wunderbar und spielt die äußere Rahmenstory noch weiter. Dieses Konstrukt, dass zwar die Protas wechseln, der größere Rahmen sich aber kontinuierlich weiterentwickelt ist richtig stark.
An Rileys Geschichte haben mir besonders ihr persönliches Wachstum und die Storyline rund um die Prüfungen der Gemeinschaft der Schatten gefallen. Es wird hier wieder super düster und gleichzeitig sehr spannend. Vor allem weil es auch da einiges an verborgenen Ränkespielen gibt.
Da einiges innerhalb der der Handlung auch zum Ende noch sehr undurchsichtig ist, wird dies wohl alles erst im letzten Band zusammengeführt werden. Der Plot ist auf jeden Fall super durchdacht, es gibt grade genug Drama und schockierende Enthüllungen, dass man unbedingt dranbleiben will, ohne dass die Story überladen wird.
Auch die Lovestory ist eigentlich super bodenständig, was mir gut gefallen hat. Und die Freundschafts-Vibes sind wieder erstklassig.
Hat mir richtig gut gefallen und ich freu mich jetzt schon aufs Finale
Atmosphärisch, aber auch ausufernd
Die Rettung von Charlotte McConaghy
Bücher von Charlotte McConaghy überzeugen meist mit einem starken, bildhaften Schreibstil und einer super eindrücklichen Atmosphäre. So auch hier: die Stimmung die bereits auf den ersten Seiten erzeugt ist absoluter Wahnsinn und es werden eindrucksvolle Bilder einer unwegsamen, in der Zerstörung inbegriffenen Insel geschaffen; einem Ort, der seine Bewohner auf eine harte Probe stellt.
Gleichzeitig gibt es innerhalb der Geschichte immer wieder kleine Ruhepole, Fluchten vor der grausamen Realität, die den Leser zu Atem kommen lassen und wie Balsam für die aufgewühlte Seele sind. Soweit, so fantastisch.
Was mich aber immer wieder so ein bisschen rausgeworfen hat, dass war die Überladung der Geschichte mit Hinweisen, Anspielungen und Andeutungen auf eine potentielle Katastrophe, eine lauernde Gefahr und drohenden Untergang. Die Insel umgibt eine Art mythische Aura der Gefahr und Bedrohlichkeit und relativ früh in der Geschichte werden erste Suspense-Momente eingebaut. Mochte ich total gern, aber irgendwann fühlte es sich an, als würde von allen Seiten mit dem sprichwörtlichen Zaunpfahl gewunken werden und trotzdem verhielten sich die Figuren absolut irrational. Ich hatte beim Lesen immer super viele Fragen im Kopf.
Bis ungefähr zur Mitte des Buches war ich sehr begeistert, dann kippte das bei mir ein bisschen, weil es von allem ein Ticken zu viel war, nicht mehr ganz glaubwürdig und dadurch irgendwie fast schon anstrengend. Weiß nicht, ob die Autorin hier nicht einfach zu viel wollte und sich dadurch übernommen hat? Der drohende Untergang, die geisterhaften Existenzen, die die Familie umgeben, der Eindringling, der zu einem essentiellen Teil des ganzen wird, eine sich anbahnende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund von Schuld und Verlust- kann man alles machen, aber hat dann für mich einfach nicht 100% funktioniert.
Insgesamt fand ich schon, dass sich das Buch fantastisch liest, auch wenn man sich an die vielen schnellen Perspektivenwechsel mit teilweise völlig unterschiedlichem Fokus erstmal gewöhnen musste. Aber der starke, bildhafte Schreibstil ist absolut on point und die geschaffene Atmosphäre super mitreißend. Gegen Ende hat mich dann halt einfach verloren. Trotzdem ein Buch, über das ich viel nachgedacht habe und das mich einfach nicht loslassen wollte.
Klassischer, aber etwas zäher mittlerer Band
Four Ruined Realms von Mai Corland
Band 1 der Trilogie war in meinen Augen eine echte Wucht und für mich ein Fantasy-Highlight, vor allem auch der Knall mit dem dieser Band endete hat ich schon total heiß auf diesen Folgeband gemacht. Schön finde ich, dass es ein „was bisher geschah gab“, ansonsten schließt die Story quasi unmittelbar an, sodass man Band 1 schon gelesen haben sollte.
Für mich ist dies ein klassischer „Übergangsband“, der das große Finale im letzten Teil der Trilogie vorbereiten soll und vor allem die Entwicklung der Charaktere und ihrer Beziehungen vorantreibt. Spannungstechnisch blieb er dadurch etwas auf der Strecke.
Was ich besonders schade fand: die Gruppe wird ziemlich aufgespalten, dadurch bekommt man natürlich viele verschiedene Blickwinkel auf die Geschichte und ihre Akteure, aber ich fands einfach schade, dass die Handlung dadurch so auseinandergerissen und an vielen Baustellen gleichzeitig gearbeitet wird. Ich fand vor allem wieder Aeri und Sora sehr interessant, beide haben super interessante Geschichten/Lebenswege, die hier noch weiter ausgeschmückt werden.
Teilweise zog sich die Handlung für meinen Geschmack etwas in die Länge während die Spieler auf dem Brett der Intrigen und Allianzen platziert werden. Klar gab es auch ein paar Konfrontationen und kleiner Schlachten-Momente, aber man merkt hier schon, dass dieser band eher der Vorbereitung des Finales dient. Im letzten Teil des Buches kommt nochmal etwas mehr Tempo und Spannung auf und insgesamt bin ich schon neugierig, wie die Geschichte im dritten band ausgeht.
Ich mag das Worldbuilding und die Figuren nach wie vor sehr und fand auch, dass auch dieser band wieder toll geschrieben und gut durchdacht ist. Der Handlungsverlauf wirkt durchaus stimmig und vor allem auf persönlicher und zwischenmenschlicher Ebene passiert hier viel, wodurch einem die Charaktere noch ein bisschen mehr ans Herz wachsen.
Kommt für mich nicht an das Suchtpotential von band 1 ran, aber durchaus solider Aufbauband.
Nimmt eine andere Richtung als erwartet
Ich war's nicht von Royston Reeves
Ich bin mir tatsächlich nicht sicher, ob dieses Buch für mich wirklich ein Thriller war. Der Klappentext hörte sich super interessant an und auch der Einstieg war erstmal nicht schlecht. Aber wie sich die Geschichte dann entwickelte war für mich teilweise einfach konfus und irgendwie anstrengend zu verfolgen.
Spannung kam da tatsächlich eher wenig auf.
Alles rund um die Schuldfrage und wie Protagonist Will mit den Folgen seiner Tat umgeht, fand ich an sich super interessant und auch stimmig geschildert. Aber ab der ersten Begegnung mit Solly bekommt die Story eine seltsame Wendung, die ich sehr unberechenbar und auch irgendwie unglaubwürdig fand. Es werden verschiedene Verdachtsmomente geschaffen, die Will zu völlig irrationalen Handlungen drängen, von denen er aber wie auf wundersame Weise immer wieder abkommt.
Vor allem gegen Ende wendet sich das Blatt noch einmal völlig und so richtig hat es mich da dann nicht mehr abgeholt. Der Twist war durchaus überraschend, weil völlig anders, als man sich den Handlungsverlauf erwartet hätte, aber eben auch nicht so 100% stimmig, so ein bisschen zu leicht.
Es liest sich durchaus kurzweilig und legt an sich auch ein gutes Tempo vor. Aber so ein bisschen fehlte mir die Authentizität. Wer einen schnellen Thriller mit starker psychologischer Komponente sucht, wird hier durchaus fündig, man darf nur nicht allzu viel Tiefe erwarten und für mich nahm die Spannung im Handlungsverlauf eher ab.











