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Rezensionen von peedee:

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Schöne Fortsetzung

Wiedersehen im Kamelienhaus von Tabea Bach

Kamelienhaus, Band 2: Lucinde „Lucy“ Riwall ist Geschäftsführerin der Kamelienöl-Manufaktur auf der japanischen Insel Soshima. Ihr ist bewusst, dass sie eine grosse Last geschultert hat, denn so viele Menschen sind von ihr abhängig. Die Bank sitzt ihr im Nacken – sie muss das marode Unternehmen im Schnellzugstempo sanieren.

Sie denkt immer wieder mal an Finn und fragt sich, ob sie je wieder zusammenkommen. Aber für solche Sehnsüchte bleibt aufgrund der vielen Arbeit keine Zeit. Und dann ist da das Jubiläumsfest des elterlichen Betriebes auf der Kamelieninsel in der Bretagne. Auch für ihre Mutter gibt es geschäftlich einige Stürme zu überstehen…

Erster Eindruck: Ein schönes Cover mit Berg, Wasser und Kirschblüten – gefällt mir sehr gut.

Dies ist Band 2 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Da es bei mir erst drei Wochen seit der Lektüre von Band 1 her ist, war ich gleich wieder in der Geschichte drin.

Lucys Aufgabe ist gigantisch: Als noch junge Geschäftsführerin muss sie den vor der ausländischen Übernahme geretteten Betrieb schnellstens in die schwarzen Zahlen bringen. Nicht alle trauen ihr dies zu. Sie arbeitet so viel, dass wenig Zeit zum Zweifeln bleibt: Es muss einfach funktionieren! Der Austausch mit ihrer Familie in der Bretagne ist für Lucy sehr wichtig, denn einerseits ist ihre Familie in der gleichen Branche und andererseits sind ihre Eltern erfahrene Geschäftsleute. Lucy denkt oft an Finn und fragt sich, ob es eine gemeinsame Zukunft geben kann. Er meint, sich beweisen zu müssen und dass er sich erst dann wieder mit Lucy treffen kann, wenn er sein Leben „auf die Reihe“ bekommen hat. Diese Geheimniskrämerei führt zu Unsicherheiten und Spannungen. Hat ihre Liebe überhaupt eine Chance? Sie senden sich über lange Zeit nur Fotos von Brücken – warum sie dies machen, verrate ich nicht. Manche mögen dies als romantisch empfinden, mich hat es zunehmend gestört.

Das Buch hat sich wiederum flüssig lesen lassen. Die Herausforderung war für mich auch dieses Mal, die zahlreichen Protagonisten korrekt zuzuordnen; glücklicherweise gibt es in den Umschlagklappen Personenlisten. Des Weiteren gibt es ein Glossar mit japanischen, französischen oder englischen Ausdrücken. Überraschend fand ich die rege Reisetätigkeit der Personen aus Frankreich und Japan. Die jeweiligen Reiseziele sind nicht gerade nahe beieinander… Interessant waren die Einblicken in die japanische Kultur. Für mich ist klar, dass ich meine zuweilen sehr direkte Art ziemlich „runterschrauben“ müsste, um nicht überall anzuecken. Aber das wäre wohl für viele Europäer:innen ein grosser Lernprozess. Am besten gefallen haben mir Lucys Halbbruder Noah und Lili. Von mir gibt es 4 Sterne und ich freue mich auf Band 3 (ist schon lange vorbestellt).

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Schöne Fortsetzung
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Die Angstspirale durchbrechen

Dein Leben ohne Angst von Beck Martha

Viele Menschen sind ständig von Ängsten geplagt; oftmals sind sie in Angstspiralen gefangen. Wie kann man die Angst überwinden, damit sie einem nicht mehr beherrscht? Wie können Angstspiralen durchbrochen werden? Martha Beck, Sozialwissenschaftlerin, Autorin und Life Coach, erklärt ihr dreistufiges System, das aus der Angst hinausführt: Zuerst gilt es, die Veranlagung zur Angst zu verstehen; sodann wird das kreative Selbst aktiviert, um Neugier, Verbundenheit und Mitgefühl zu fördern; abschliessend folgt ein Zustand, in dem die Angst abnimmt und neue Spielräume entstehen.

Mit vielen Reflexionsimpulsen und Übungen.

Erster Eindruck: Ein luftiges Cover, neugierig machender Titel/Untertitel – sehr gut!

Das Buch ist in drei grosse Kapitel unterteilt: „Die Kreatur“, „Das Kreative“, „Die Kreation“. Als ich diese Begriffe im Inhaltsverzeichnis las, war ich sehr gespannt, was sich dahinter verstecken würde.
Einleitend wird Forbes Health zitiert, dass weltweit über 284 Millionen Menschen mit einer Form von Angststörung zu kämpfen haben, wobei das nur die Zahl der diagnostizierten Fälle ist (ohne Dunkelziffer). Das ist eine immense Zahl und zeigt, dass man mit seinen Ängsten – in welcher Ausprägung sie auch vorhanden sein mögen – nicht allein ist. Selbstverständlich hilft einem dieses Wissen im Alltag nicht wirklich weiter, aber in den stillen Momenten eben doch. Martha Beck kennt Ängste aus eigener Erfahrung und weiss daher sehr genau, wie sich diese anfühlen. Und sie erklärt auch, wie sie selbst damit umgeht. Das ist sehr wertvoll.

Hier drei Zitate, die mich enorm angesprochen haben:
- „Aber egal, wohin ich ging und was ich tat, ich war immer, immer, immer ängstlich.“ Die Angst als ständige Begleitung…
- „Ich bekam mich so weit in den Griff, dass ich tagsüber lächeln und nachts schlafen konnte, aber es kostete mich ständig Kraft.“ Das kenne ich nur zu gut.
- „Ängstliche Menschen meiden oft alles, was ihnen nicht sicher erscheint, und je mehr sie sich von neuen Erfahrungen zurückziehen, desto ängstlicher werden sie.“ Stimmt leider absolut!

Ich habe bisher noch keine Buch der Autorin gelesen, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Obwohl das Buch „nur“ 360 Seiten hat, kam es mir viel länger vor, was aber nicht negativ gemeint ist: Aufgrund der Fülle von Informationen dachte ich, das Buch müsste eigentlich viel mehr Seiten haben. Überraschend war für mich, dass es kein Quellenregister gibt wie sonst bei Sachbüchern üblich. Hat das Buch nun sämtliche Probleme gelöst? Nein, aber so etwas zu erwarten, wäre ja auch vermessen! Es hat mir viele Impulse geliefert und mich nicht nur von Seiten Wissenschaft und Alltag informiert, sondern auch sehr gut unterhalten. Von mir gibt es daher 5 Sterne.

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Die Angstspirale durchbrechen
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Arbeit, Arbeit, Arbeit

Herzklopfen to go von Catherine Bybee

Ein Milliardär fürs Glück, Band 3: Alexandrea „Alex“ Stone leitet mit ihren Brüdern das milliardenschwere Familienunternehmen. Nicht alle Geschäftspartner:innen oder Mitarbeitenden sind den Geschwistern wohlgesonnen. Als eine Bombendrohung eingeht, die persönlich an Alex gerichtet ist, gerät ihr Leben aus den Fugen.

Ein grosses Sicherheitsdispositiv wird aufgezogen, dazu gehört Hawk Bronson, der fortan ihr persönlicher Leibwächter ist. Er hat die dunkelsten Seiten der Welt gesehen und weiss, dass Gefühle ein grosses Risiko darstellen. Aber schliesslich ist dies hier nur ein Job, nichts Persönliches – auch wenn Alex ihm ausnehmend gut gefällt…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover auf überraschend dunklem Violett – gefällt mir.

Dies ist Band 3 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (aber auf eigenes Risiko, denn es wird Lesegenuss verpasst!).

Alex ist ein Workaholic: Obwohl ihr ihr verstorbener Vater verhasst war, will sie dessen Erbe – Stone Enterprises – nicht einfach sich selbst überlassen. Es sind so viele Menschen von ihr abhängig, und die will sie nicht im Stich lassen. Unablässig versucht sie, das Unternehmen auf Kurs zu halten und die Unsicherheiten, die durch den Tod des Firmengründers entstanden sind, zu beseitigen. Die Bombendrohung scheint für Alex zuerst nur lästig, denn sicherlich wird es eine Finte sein. Als sie dann erfährt, dass die Drohung ihr persönlich galt, ändert sich alles. Die Jagd nach demjenigen, der hinter der Bombendrohung steckt, gestaltet sich erwartungsgemäss sehr mühsam. Und es sollte nicht die letzte Drohung sein…
Wenn ich mir nur vorgestellt habe, wie viel Alex arbeitet, war ich schon müde. Sie hatte gar keine Zeit, sich etwas zu gönnen. Immer nur Arbeit, Arbeit, Arbeit! Für Privates blieb sie keine Zeit. Und für die Liebe schon gar nicht. Sie erwähnte, dass es für Frauen mit hohem IQ und/oder hohem Vermögen schwierig ist, einen Mann zu finden, der ihr auf Augenhöhe begegnet. Das ist traurig, aber wohl leider wahr.

Alex hat mir sehr gefallen, ebenso Hawk. Seine Vergangenheit beschert ihm Alpträume, aber er nimmt sich keine Zeit, diese aufzuarbeiten. Das Wiedersehen mit den anderen war gelungen. Die 475 Seiten waren viel zu schnell ausgelesen – 4 Sterne für diesen lesetechnischen Ausflug in die Welt von Macht und Geld.

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Spannend, verwirrend, düster

Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann

Moorland, Band 1: Das Moor lehrt den Menschen Geduld und Demut. Die Düsterheit und das Mystische des Moores verleiten aber auch zu unüberlegten Handlungen. Die 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana präsentieren sich gerne in den Social Media und produzieren fleissig Content. Von einem ihrer Ausflüge kehren sie jedoch nicht zurück – und es tauchen verstörende Bilder auf ihrem Kanal auf.

Ein schwieriger Einstand für Kommissarin Malia Gold in ihrer alten Heimat: Sie muss nicht nur auf Hochtouren ermitteln, sondern sich auch den eigenen Dämonen der Vergangenheit stellen…

Erster Eindruck: Das Cover ist durch seine dunkle Farbgebung ziemlich düster – eine prima Einstimmung auf das Buch!

Malia Gold kehrt nach Riedberg zurück. In ihre alte Heimat. Und zu ihrer Familie. Es ist kein freudiges Nachhausekommen, aber sie will sich der Vergangenheit stellen, um endlich anzukommen und zu bleiben. Der Einstieg ist heftig: 18-jährige Zwillinge, die einen Ausflug ins Moor gemacht haben, sind nicht nach Hause gekehrt. Das Moor hat seine Tücken, das weiss Malia aus eigener Erfahrung nur zu gut. Sie kennt das Team noch nicht und hat auch nicht damit gerechnet, dass sich die Gegenwart und ihre Vergangenheit so schnell überlappen.
Die Zwillinge Nike und Jana sind eineiig und schön – und das nutzen sie auch aus. Sie spielen „doppeltes Lottchen“, wie und wann es ihnen gerade passt. Verständlicherweise kommt das nicht überall gut an, was sie jedoch wenig schert. Ihr Interesse – ganz im Sinne von Social Media – ist die Aufmerksamkeit: Wie generiere ich am meisten Aufmerksamkeit, Likes, neue Follower? Spanisch- oder Französisch-Vokabeln pauken? Wozu? Lieber noch ein wenig effektvollen Content für ihren Instagram-Account produzieren!

„Wer den Teufel auf sich aufmerksam machte, musste sich nicht wundern, wenn er schliesslich Interesse fand.“

Der Autor hat es geschafft, mit sehr intelligenten Irrungen und Wirrungen Spannung aufzubauen und diese auch durchwegs zu halten. Die Moorlandschaft generierte eine düstere Atmosphäre und ich konnte die Szenerie förmlich vor meinem inneren Auge sehen. Wie oben angetönt, geht es u.a. um Social Media: Was ist heutzutage noch wahr und was ist gefälscht? Das ist wohl eine der grossen und sehr schwierigen Fragen heutzutage. Wem kann man trauen? Ist das Offensichtliche wirklich das Richtige? Fragen über Fragen… Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Ich weiss jedoch, dass das vorliegende Buch nicht das letzte für mich gewesen sein wird – ich habe schon nach seinen anderen Werken Ausschau gehalten und freue mich auf die Fortsetzung von Moorland. 5 Sterne für diesen düsteren Reihenstart!

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Spannend, verwirrend, düster
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Bonbons für spezielle Fälle

Das Glück schmeckt nach Meer: Die Bonbonkocherei von Birte Stährmann

Das Glück schmeckt nach Meer, Band 1: Für PR- und Eventmanagerin Annika ist gerade einiges im Umbruch: Sie verliert ihren Job, da die Firma Insolvenz anmelden muss, und dann liegt auch noch das Kündigungsschreiben für ihre geliebte Stuttgarter Wohnung im Briefkasten. Des Weiteren hat sie geerbt: Ihre verstorbene Tante hat sie als Alleinerbin eingesetzt, aber nur unter der Bedingung, dass sie nach Maasholm an der Schlei zieht und die Bonbonkocherei weiterführt.

Wie bitte? Ihrer frisch verliebten Tochter Lena wird das nicht gefallen. Aber sind der Job- und Wohnungsverlust vielleicht die Anstösse, die sie braucht, um ihrem Leben eine neue Wendung zu verleihen?

Erster Eindruck: Das Cover vermittelt mir ein Gefühl von Ferien, Freiheit – sehr schön.

Annika hat mir gleich gut gefallen: Sie ist geschieden, lebt mit Lena allein in ihrer schönen Wohnung, hat zu ihrem Ex-Mann Paul aber noch guten Kontakt – das ist toll, im Besonderen für die gemeinsame Tochter. Das Erbe hat sie kalt erwischt, denn sie bedauert, dass sie ihre Tante, die Schwester ihrer ebenfalls bereits verstorbenen Mutter, nicht kennengelernt hat. Aber an die Bonbonkocherei, die bereits ihr Grossvater führte, kann sie sich noch gut erinnern. Sie weiss auch, dass er jeweils ganz spezielle Bonbons hergestellt hat, mit speziellen Aromaölen, von denen die Empfänger nicht wussten, dass sie genau diese benötigten. Ob auch ihre Tante diese Bonbons hergestellt hat?
Die Eröffnung, dass sie nach Maasholm ziehen möchte, kommt bei Lena wie erwartet nicht gut an. Gar nicht gut. Das schmerzt zutiefst, aber sie hat das Gefühl, dass sie dies nun für sich machen muss. Lena ist mittlerweile 16 Jahre alt und würde eh nicht mehr lange bei ihr zu Hause wohnen bleiben. Dass sie bei ihrem Vater Paul und dessen neuer Familie einziehen kann, lindert den Abschiedsschmerz nur wenig.

Die Gemeinschaft auf Maasholm hat mir sehr gut gefallen: Die Bonbonkocherei ist seit jeher beliebt und Annika wird gut aufgenommen. Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mich sehr gut unterhalten. Von mir gibt es 4 Sterne; ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Bonbons für spezielle Fälle
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Paddington findet eine Lösung

Paddington feiert Ostern von Michael Bond; Karen Jankel

Paddington hat eine grosse Aufgabe: Er will Ostereier für die grosse Eiersuche einkaufen gehen. Er weiss auch schon genau, wo er die Ostereier kaufen will, denn er hat gesehen, wo er für sein Geld die meisten Eier bekommt. Aber dann steht er im Geschäft und sieht, dass leider schon alle Schokoladeneier ausverkauft sind! Was jetzt? Für Kinder ab 3 Jahren; illustriert von R.

W. Alley.

Erster Eindruck: Ein (fast) quadratisches Buch mit Paddington und einem Korb voller Eier auf dem Cover – gefällt mir.

Paddington muss kurz überlegen, was er nun machen kann, als er vor leeren Regalen steht. Im nächsten Laden gibt es zwar Eier, aber er hat zu wenig Geld. Auf dem Markt findet er dann doch noch ein gutes Angebot. Dann besucht er seinen Freund, Mr Gruber vom Antiquitätengeschäft; das ist ein Laden, wo es viele schöne und alte Dinge zu kaufen gibt. Gemeinsam schauen sie sich den Inhalt des Kartons an: Alle Eier sind kaputt! Oje. Aber Paddington findet eine Lösung…

Es gibt viele kleine Details zu entdecken, so z.B. bei der Familie Brown am Esszimmertisch: Mr Brown liest die Zeitung „Notting Hill News“, wo die Schlagzeile auf Deutsch geschrieben ist (dies ist zwar nur ein Detail für die grossen Paddington-Fans, aber trotzdem!). Paddington rennt vom Tisch weg und dabei fällt ihm Marmelade vom Teller, da es schwierig ist, gleichzeitig zu rennen, das Teller und das Marmeladenglas zu transportieren. Auf einer Doppelseite ist ganz viel los: Ein Clown, der lustige Luftballon-Osterhasen macht; ein Musiker, der mehrere Instrumente gleichzeitig spielt; ein Mann, der Popcorn verkauft; ein Stand, wo man schätzen muss, wie viele Eier im Glas sind, und noch vieles mehr. Viele bunte Details, die zum Weiterspinnen eigener Geschichten verleiten. Die Illustrationen sind gelungen und der Textanteil pro Doppelseite ist für die noch sehr junge Zielgruppe absolut passend. Von mir gibt es 5 Sterne.

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Wenn Panik regiert

Was hält, wenn nichts mehr hält von Brian Johnson

Der Glauben ist für Brian Johnson seit seiner frühesten Kindheit elementar, wächst er doch in einer tiefgläubigen Familie auf. Als Siebenjähriger erlebt er erstmals Panikattacken, die ihn während vieler Jahre ungebetenerweise begleiten sollten. Er bekämpft die Panikattacken mit Lobpreis und Gebet – und mit Hilfe seiner Familie.

Als Erwachsener baut er mit seiner Frau das Musiklabel „Bethel Music“ auf und schreibt preisgekrönte Songs. Doch dann kommt die Panik zurück und all die erlernten Mechanismen aus seiner Kindheit helfen nicht. Er fällt in ein tiefes Loch…

Erster Eindruck: Ein sehr reduziertes, dunkles Cover, bei dem nur die Hälfte des Gesichtes zu sehen ist – eindrücklich.

Wer selbst einmal Panikattacken erlebt hat, weiss, dass sich Todesangst und Verzweiflung ausbreiten und man das Gefühl hat, einen Herzinfarkt zu erleiden. Wenn die Panik vorbei ist, ist man zutiefst erschöpft. Und dann kommt die Angst vor der Angst, der nächsten Attacke. So ist es zumindest mir persönlich ergangen. Ein zutiefst entmutigendes Gefühl – bei der nächsten Panikattacke scheint alle Hoffnung, die sich zwischen zwei Episoden aufgebaut hat, wieder dahin. Ich war daher sehr gespannt, wie Brian Johnson damit umgegangen ist.

„Das muss doch aufhören. Ich kann nicht atmen. Ich ersticke.“

Es ist tragisch, dass er bereits als Kind unter Panikattacken gelitten hat. Mir war nicht bewusst, dass auch schon Kinder davon betroffen sein können. Es hat mich sehr berührt, wie seine Eltern damit umgegangen sind: immer auf Gott vertrauend und auf ein gutes Ende hoffend. Die Ausdauer, Inbrunst, mit der Lobpreis gesungen wurde, war beeindruckend. In meinem persönlichen Glaubensleben kenne ich das nicht, ebenso wenig wie Dämonen und Hexen.
Die Verzweiflung bei Panikattacken betreffen nicht nur den einen Menschen, der diese gerade erlebt, sondern auch seine Familie. Es ist sehr schön, dass Brian diese immer an seiner Seite weiss, ebenso wie gute Freunde.

Ich mag sehr gerne Erfahrungsberichte, wobei ich Einblicke in andere Lebensgeschichten erhalte. In der Original-Inhaltsbeschreibung heisst es: „Ein wertvoller autobiografischer Ratgeber für Betroffene und Angehörige, der aufzeigt, dass die biblischen Verheissungen Gottes wahr bleiben, auch wenn alles andere zu zerbrechen droht.“ Autobiografisch ist das Buch absolut, aber unter einem Ratgeber würde ich mir etwas anderes vorstellen. Ich bedanke mich für die persönlichen Einblicke und die Offenheit; 3 Sterne.

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Für mich zu viel Slapstick

Oachkatzldrama von Marion Wagner

Oachkatzlhof, Band 2: Fotografin Doro hat ein Fotoshooting im Hotel „Oachkatzlhof“, das seit kurzem ihre beste Freundin Gabi leitet, seitdem deren Bruder Loisl nach Amerika gegangen ist. Das Shooting, das für eine junge Dirndl-Designerin stattfinden soll, steht unter keinem guten Stern: Eines der Models wird tot aufgefunden! Und ausgerechnet Tamara, die Tochter von Gabi, steht unter Verdacht, etwas damit zu tun zu haben! Doro und Gabi müssen erneut ihre kriminalistischen Fähigkeiten unter Beweis stellen…

Erster Eindruck: Das Cover mit dem „Oachkatzl“ ist wiederum gelungen.

Dies ist Band 2 der Reihe. Da ich den Reiheneinstieg erst vor kurzer Zeit gelesen habe, war mir das Umfeld noch bestens präsent.

Doros Mission ist, die neuste Dirndlkollektion von Sophia bestmöglich ins Licht zu rücken. Sie freut sich, dass sie aufgrund der gewählten Location auch noch Zeit mit ihrer Freundin Gabi verbringen kann. Bei Gabis Familie steht nämlich ein grosses Ereignis bevor: Tochter Tamara heiratet! Gabi ist damit nicht ganz einverstanden, denn das Paar ist noch nicht lange zusammen. Aber nun denn: Sie wollen es so und dann soll es so sein. Bei der Hochzeitsplanung mischt auch die Mutter des Bräutigams mit: Margot. Gabi ist ziemlich genervt von deren Ideen (ich fand Margot hingegen cool – sie brachte Schwung in die Geschichte).
Wer hat das Model getötet und in den Busch gezerrt? Jeder Hotelgast oder -mitarbeitende ist vorerst unter Verdacht. Unglücklicherweise gibt es Indizien, die Tamara, die mit den Models befreundet ist, zur Hauptverdächtigen machen! Löwenmutter Gabi muss die Unschuld ihrer Tochter beweisen – die kriminalistischen Ermittlungsansätze hat sie von den sonntäglichen „Tatort“-Filmen. Doro hilft selbstverständlich mit…

War es ein Krimi? Nein, nicht wirklich. War es lustig? Ja, es gab durchaus Lacher, aber leider hat mich das Buch nicht in dem Masse abgeholt, wie es Band 1 getan hat – es waren mir zu viele Slapstickmomente (z.B. mit dem Huhn „Houdini“, Dackel „Mampfred“ oder der Wildsau). Ich fand zudem, dass es zu viele Wiederholungen zum Vorgängerband gab. Der Ausgang der Geschichte war überraschend, aber gut. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Sehr guter Einstieg

Das Kamelienhaus von Tabea Bach

Kamelienhaus, Band 1: Lucinde „Lucy“ Riwall kehrt nach ihrem Studium auf die Kamelieninsel in der Bretagne zurück. Sie wird in der Kosmetikfirma ihrer Mutter Sylvia einsteigen. Als diese verkündet, dass sie nach Japan zu einer Kamelienölmanufaktur reisen wird, ist Lucy enttäuscht, denn sie wäre nur zu gerne mitgeflogen, hat sie doch bereits ein Jahr in Japan gelebt und die Sprache gelernt.

Doch dann ist Sylvia verhindert und Lucy übernimmt: Die Reise ist ein Auf und Ab der Gefühle, denn sie lernt unterwegs den attraktiven Finn kennen. Doch für Liebe ist keine Zeit, denn sie muss die Situation um die ausbleibenden Lieferungen des Kamelienöls klären…

Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover mit dem berühmten Berg Fuji – gefällt mir sehr gut.

Lucy kehrt nach Hause zurück – auf „ihre“ Kamelieninsel. Sie ist dort mit den Kamelien aufgewachsen, die ihrer Familie und vielen Angestellten ein Auskommen bieten. Ihre Mutter verarbeitet in ihrer Kosmetikfirma wertvolles Kamelienöl und ihr Vater Maël ist ein anerkannter Experte in Sachen Kamelien. Nun wird Lucy ins Management einsteigen und zeigen, was sie während ihrer Studienzeit gelernt hat. Werden die Mitarbeiter sie ernst nehmen? Oder sehen sie „nur“ die Tochter, das kleine Mädchen von früher, in ihr?
Als sie kurzfristig doch nach Japan reisen darf, freut sie sich sehr. Und eine mehr als angenehme Reisegesellschaft hat sie auch noch in Form von Finn gefunden. Sie spürt gleich eine Verbindung zu ihm, bleibt aber in Sachen Reisezweck und Berufstätigkeit vage – man weiss schliesslich nie, was der Gegenüber mit den Informationen vorhat. Es kommt Lucy mehr als zugute, dass sie Japanisch spricht und sich auch mit den Gepflogenheiten des Landes auskennt – dies sind wichtige Türöffner. Als sie auf der Insel Soshima ankommt, erfährt sie den Grund für die ausbleibenden Lieferungen: Der Inhaber ist verstorben und nun steht die Kooperative vor dem Aus! Und ausgerechnet eine ausländische Firma, die Lucy zutiefst verhasst ist, will alles aufkaufen…

Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. In den Umschlagklappen sind die vielen Protagonisten aufgelistet – ich war zu Beginn ein bisschen eingeschüchtert und habe auch mehrfach die Listen konsultiert. Aber dann ging es doch besser als erwartet. Des Weiteren gibt es ein Glossar mit japanischen, bretonischen oder französischen Ausdrucken. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und Lucy und ihre Familie haben mir sehr gut gefallen. Und auch Lili, ihre beste Freundin, die heimlich mit einem japanischen Superstar zusammen ist. Die (fiktive) Insel Soshima erschien mir fast ein bisschen zu märchenhaft, ebenso wie Lucys souveränes Auftreten. Nichtsdestotrotz ein sehr guter Einstieg in die Reihe; von mir gibt es 4 Sterne.

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Wenn Eifersucht regiert

Das Glück liegt am Meer von Susanne Oswald

Küstenzauber, Band 3: Jasper will in der Beziehung den nächsten Schritt wagen und Bentje fragen, ob sie ihn heiraten will. Dann würde er auch ganz mit ihr in der Pension „Lüttje Glück“ zusammenleben, und nicht nur zu Besuch sein. Der neuste Gast in der Pension, Julian, ein Physiotherapeut und Pomologe, gefällt ihm nicht.

Oder besser gesagt: Es gefällt ihm nicht, wie dieser Bentje anschaut. Sie ist von Julian beeindruckt, da er enormes Wissen über alte Apfelsorten hat. Jasper ist eifersüchtig…

Erster Eindruck: Wiederum ein sehr schönes Cover, passt gut zu den anderen der Reihe.

Dies ist Band 3 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Am Ende des Buches gibt es ein Personenregister, das ich den Neueinsteigern vorgängig empfehlen würde.

Der neuste Gast, Julian, hat nicht nur Kleider im Gepäck, sondern etwas sehr viel Schwereres: Er trauert um Alex, seine grosse Liebe. Wie soll sein Leben ohne Alex weitergehen? An manchen Tagen geht es ihm einigermassen, an anderen wird er von Trauer überwältigt. Und nun ist er in Kiekersum, wo sie gemeinsam hin wollten.
Bentje ist schon von Berufes wegen kontaktfreudig, aber mit Julian fühlt sie gleich eine gute Verbindung. Es ist sehr angenehm, sich mit ihm über Gott und die Welt – und natürlich über die Apfelsorten in ihrem Garten! – zu unterhalten. Sie versteht jedoch nicht, dass sich Jasper, ihr Freund, so abweisend gegenüber Julian verhält. Sieht er nicht, dass sie nur Freunde sind? Oh nein, ganz offenbar nicht, denn „Eifersucht“ scheint sein zweiter Vorname geworden zu sein!

Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen und ich hatte ein Nach-Hause-Kommen-Gefühl. Die Autorin bringt die Freude am Handarbeiten und am Backen immer sehr gut rüber. Die Beziehungskrise von Bentje und Jasper war mühsam und ich hätte die beiden am liebsten geschüttelt, damit sie endlich offen miteinander reden! Meine Lieblingsfigur war – wie bereits von Beginn an – Imke, Bentjes Freundin. Ich hoffe sehr, dass dies nicht der letzte Band der Reihe war, denn es wäre schön, wenn Imke eine grössere Rolle bekäme. Der Ausgang der Geschichte war mir zu schnell, zu glatt. Von mir gibt es 3 Sterne.

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