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Rezensionen von peedee:
Viel los in Thunder Point
Frühlingsgefühle in Thunder Point von Robyn Carr
Thunder Point, Band 2: Gina James und Roger „Mac“ McCain sind seit langem befreundet. Als alleinerziehende Eltern teilen sie viele Sorgen, aber auch schöne Momente. Und aus dieser Freundschaft ist nun endlich mehr geworden, trotz aller Bedenken, was die anderen davon halten könnten. Doch ihr Glück ist noch ganz frisch, als Macs Ex-Frau, die ihn und die Kinder verliess, als das jüngste noch ganz klein war, plötzlich in Thunder Point auftaucht.
Eine sehr attraktive Frau, die all ihre Waffen einsetzt, um Mac zurückzubekommen…
Erster Eindruck: Wiederum ein stimmungsvolles Cover – das mag ich.
Dies ist Band 2 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Da ich jedoch den Einstieg in die Reihe erst vor wenigen Tagen gelesen habe, war ich noch ganz im Umfeld drin.
Oh, was habe ich mich gefreut, dass es mit Gina und Mac endlich in die richtige Richtung geht. Und was habe ich mich gleich genervt, als Macs Ex Cee Jay auftaucht und ihn plötzlich wiederhaben will! Die Frau hat Nerven! Eine schwierige Situation, als Mac den Kindern sagen muss, dass ihre Mutter sie sehen will. Nach rund 10 Jahren gänzlicher Funkstille scheint sie sich nun für die Kinder zu interessieren? Wer’s glaubt!
Gina sorgt sich nicht nur um ihre noch junge Beziehung, sondern auch um ihre Tochter Ashley, die Liebeskummer hat und von der gefälschte, nicht jugendfreie Fotos im Internet verbreitet wurden. Wie kann Gina Ashley helfen?
Es gibt auch ein Wiedersehen mit Sarah und Cooper aus Band 1. Für beide sind es bewegende Zeiten, doch Sarah kann noch nicht darüber sprechen und auf Cooper wartet eine grosse lebensverändernde Überraschung.
Liebe, Mobbing, Se*ting, Freud und Leid von Eltern, die Frage „Gehen oder Bleiben?“… es war wieder sehr viel los in der Kleinstadt. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und viel zu schnell war die Geschichte zu Ende. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht, mitgelitten, daher kann ich nichts anderes als 5 Sterne geben. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Sehr guter Einstieg
Zeit der Liebe in Thunder Point von Robyn Carr
Thunder Point, Band 1: Hank Cooper ist einer, der sich nie lange an einem Ort aufhält. Wenn er unruhig wird, geht er wieder. Nun hat es ihn nach Thunder Point verschlagen, da ihm sein verstorbener Freund Ben etwas hinterlassen hat. Er will nur rasch das Erbe regeln und danach weiterziehen. Eigentlich.
Aber dann hat er erstens Zweifel am Unfalltod von Ben und zweitens ist da diese attraktive Frau, Sarah, eine Hubschrauberpilotin. Ist vielleicht die Zeit gekommen, um sein unstetes Leben aufzugeben?
Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover – gefällt mir.
Hank Cooper, genannt „Cooper“, fährt aus traurigem Anlass nach Thunder Point: Ben ist verstorben und hat ihm etwas hinterlassen. Sie haben lange miteinander gearbeitet, als Cooper noch als Hubschrauberpilot diente und Ben sein Mechaniker war. Sie blieben auch immer in Kontakt, haben sich aber selten gesehen. Als er das Haus von Ben erreicht und ihm das Ausmass des Erbes bewusst wird, ist er sehr überrascht. Was nun? Eine der ersten Personen, die Cooper kennenlernt, ist Mac, eigentlich Roger McCain, und seines Zeichens Deputy des Ortes. Er hilft Cooper, die nötigen Kontakte herzustellen.
Cooper sieht vom Haus aus eine attraktive Frau mit einer Deutschen Dogge vorbeijoggen. Wie sich herausstellt, ist dies Sarah, eine Hubschrauberpilotin, die sich um ihren 16-jährigen Bruder Landon kümmert, seitdem ihre Eltern verstorben sind. Sarah ist bezaubernd… aber leider nicht auf Anhieb von Cooper begeistert!
Ich bin ein grosser Kleinstadt-Roman-Fan und ein klitzekleines-bisschen-fast-gar-nicht-spürbar reihenanfällig. Nachdem mir von Robyn Carr bereits die Reihen Virgin River und Grace Valley sehr gut gefallen haben, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich zur Reihe Thunder Point kam. Und? Aufgrund des Reihenauftaktes gab es etliche Namen von Protagonisten und deren Verbindungen aufzuschreiben – aber es lohnt sich. Angst, Verlust, Neuorientierung, Schule, Freundschaft und Liebe – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und es gab nicht nur eine Paarkonstellation, die in Sachen Liebe unterwegs war, sondern gleich zwei! Wer zum zweiten Paar gehört, verrate ich selbstverständlich nicht. Meine Lieblingsfigur war übrigens Lou McCain, die Tante von Mac, die ihm bei der Betreuung der Kinder hilft. Für den gelungenen Reiheneinstieg gibt es von mir 4 Sterne.
Hätte Potenzial für mehr gehabt
Ein Schotte für die Feiertage von Stefanie Lahme
Lauren fährt nach fünfzehn Jahren erstmals wieder nach Aberlundy, wo sie viele Erinnerungen an ihre Tante Edwina und auch ihre erste grosse Liebe Scott hat. Aber Scott hat ihr das Herz gebrochen und so ist sie dem Dorf ferngeblieben. Und auch Edwina ferngeblieben – jetzt ist sie tot. Lauren will den Verkauf des geerbten Buchladens regeln und dann nach Edinburgh zurückkehren.
Hoffentlich läuft sie Scott nicht über den Weg. Selbstverständlich passiert genau das und Lauren merkt, dass immer noch grosse Gefühle für ihn da sind…
Erster Eindruck: Ein winterlich-weihnächtliches Cover, etwas kitschig, aber das darf es bei mir in der Weihnachtszeit auch sein.
Auf der Fahrt in das schottische Dorf Aberlundy hat Lauren viel Zeit, über Gott und die Welt nachzudenken. Oder eben über Scott und Aberlundy. Einerseits ist sie von Schuldgefühlen geplagt, da sie Edwina nicht mehr besucht hat, andererseits nervt sie sich, dass ihr die Trennung von Scott immer noch so nahe geht. Dabei hätte sie ganz andere Dinge, denen sie sich widmen sollte, denn sie hat den geliebten Job im Verlag verloren, da dieser schliessen und alle entlassen musste. Was soll sie nun tun? Oder da wäre noch die Situation in ihrer chaotischen WG – es wird Zeit für etwas Eigenes… Aber nun zuerst: Verkauf des Ladens! Kurz vor Aberlundy bleibt sie mit ihrem Auto liegen. Wie sie kurz darauf feststellen muss, gab es in der Wohnung von Edwina einen Wasserschaden, so dass sie nicht dort übernachten kann. Aufgrund strömenden Regens kommt sie wie ein völlig durchnässter Pudel im Pub an, um nach einer Unterkunft zu fragen. Und wer steht am Tresen? Natürlich Scott!
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, die Protagonisten waren sympathisch, wenn auch nicht gerade sehr erwachsen handelnd. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass Lauren und Scott um die dreissig sind, hätte ich gesagt, sie wären Anfang zwanzig. Eine nette Geschichte, die Potenzial für mehr gehabt hätte – 3 Sterne.
Sprunghaft
Winterküsse auf Amrum von Nele Hansen
Ilka lebt mit ihrer kleinen Tochter auf einem Resthof in Amrum. Leider steht dieser finanziell gar schlecht da, so dass sie den Betrieb kaum noch aufrechterhalten kann. Es ist nicht hilfreich, dass ihr Bruder Momme sie mit grossen Plänen in puncto Umbau überfährt. Bente, ihr Ex-Mann, dessen Beziehung zu Töchterchen Nela gar nicht gut ist, bringt immer wieder Unruhe in ihr Familienleben.
Als sie erfährt, dass Hauke, ihre frühere grosse Liebe, nach Amrum zurückgekommen ist, ist ihr emotionales Chaos komplett…
Erster Eindruck: Ein märchenhaft-idyllisch-winterliches Cover – das mag ich sehr.
Ich wurde nicht wirklich warm mit den Protagonisten. Ilka schwankte zwischen „ich-werde-Hauke-nie-vergeben“ und „ich-will-ihn-und-keinen-anderen“ – schwer nachvollziehbar. Nela war selbstverständlich süss, aber es gab Momente, wo dem Mädchen Worte in den Mund gelegt wurden, die kein sechsjähriges Kind von sich geben würde. Und Hauke machte ein Geheimnis um eine bestimmte Person; dies war ebenfalls nicht nachvollziehbar. Bente, Nelas Vater, ach, was soll ich zu ihm sagen? Er und Hauke liefern sich Hahnenkämpfe; wie kleine Jungs! Und Momme, Ilkas Bruder, will den Resthof völlig umkrempeln, ohne auf Ilkas Bedürfnisse einzugehen. Am besten gefallen hat mir Mommes Freundin Gina, die mit ihrer offenen, quirligen Art die Stimmung deutlich aufgelockert hat.
Für mich war es das erste Buch der Autorin (bzw. des Autors, da dieser unter einem weiblichen Pseudonym schreibt, was ich immer etwas irritierend finde), insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Ich hatte leider Mühe mit der Geschichte bzw. dem Schreibstil. Einerseits gab es sehr lange, beschreibende Sätze, andererseits gab es etliche Sprünge in der Erzählung, was dazu führte, dass ich wieder ein paar Abschnitte zurückkehren musste, da ich das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben. Es gab ein, zwei Momente, die mich berührt haben, aber diese konnten es nicht rausreissen. Ich hatte mir von der Geschichte deutlich mehr erhofft; von mir gibt es leider nur 2 Sterne, schade.
Süss, kitschig, schön
My December Darling von Lauren Asher
Catalina Martinez wird Trauzeugin bei der Winterhochzeit ihrer Schwester Gabriela sein. Sie wird alles dafür tun, damit Gaby mit Aiden – Catalinas Ex-Freund! – ihre Traumhochzeit erlebt. Alle Augen werden zwar in erster Linie auf das Brautpaar gerichtet sein, aber es widerstrebt Catalina trotzdem, in geselliger Runde mit im Mittelpunkt zu stehen.
Und da ist noch der Trauzeuge, Aidens bester Freund, Luke Darling: Er ist viel zu nett. Und attraktiv. Und erfolgreich. Catalina will seiner Anziehung unbedingt widerstehen, denn sie wird nach der Hochzeit wieder von Lake Wisteria weggehen…
Erster Eindruck: Ein weihnächtlich-kitschig-auffälliges Cover – schön. Aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen; das mag ich nicht. Mir gefällt jedoch das Wortspiel mit „Darling“ im Titel.
Catalina und Luke haben mir sehr gefallen. Sie ist Kinderkrankenpflegerin und er Arzt in der Notfallabteilung. Er heisst mit Nachnamen „Darling“ – ist das nicht cool? Nun gut, es kann auch irritierend klingen, wenn im Krankenhaus „Doktor Darling“ ausgerufen wird… Beide wirken gegen aussen sehr taff, sind aber doch unsicher, wenn es um ihre Gefühle geht. Es ist keine Überraschung, dass sich die beiden näher kommen, aber der Weg von „Ich-will-ihn-nicht-mögen“ über „Freunde“ zu „Liebende“ war dann doch unerwartet schnell und intensiv.
Catalina bezeichnet sich selbst als die weniger nette Martinez-Tochter, die nicht ständig lächelt oder strahlend auf fremde Leute zugeht. Sie hat das Gefühl, keine wirkliche Beziehung eingehen zu können. Die Liebe nicht zu verdienen. Luke hat ein sehr ambivalentes Verhältnis zu seinen Eltern. Er ist schier überwältigt von der Liebe im Hause Martinez – solche Gefühlsbekundungen gibt es bei seinen Eltern nicht. Gab es nie. Er sieht nun, wie es auch sein könnte. Und er will mehr davon. Er will Catalina!
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und war dank Hochzeit- und Weihnachtsstimmung romantisch, beinahe etwas kitschig, was bei mir zur Weihnachtszeit jedoch durchaus sein darf – 4 Sterne.
Bereit für die Zukunft?
Aufbruch in eine neue Zukunft von Danielle Steel
Die Fotografin Madison „Maddie“ Allen hat drei Kinder erfolgreich grossgezogen – sie sind erwachsen und gehen eigene Wege. Maddie wohnt und arbeitet in einer alten Feuerwache in New York. Sie ist sehr erfolgreich und kann sich ihre Aufträge aussuchen. Bei einem Haushaltsunfall trägt sie einen gebrochenen Knöchel davon, der sie zum Nachdenken bringt.
Nicht der Knöchel selbst, sondern der Auslöser: die gefundenen Briefe ihrer früheren Partner. Sie will sie besuchen und begibt sich auf einen Roadtrip der besonderen Art…
Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover mit einer Küstenlandschaft – gefällt mir sehr.
Maddie hat drei Kinder: Deanna, Ben und Milagra. Nur die älteste Tochter, Deanna, wohnt in New York, die beiden anderen wohnen weit weg und so sehen sie sich selten. Aber Maddie beklagt sich nie, obwohl sie sich mehr Kontakt mit ihren Kindern und Grosskindern wünscht.
Es dauerte nicht lange bis ich mich schon ärgerte, und zwar über Deanna. Sie ist erfolgreich in ihrem Beruf und gewohnt, allen zu sagen, wie sie es haben will. So auch bei ihrer Mutter. Als sie erfährt, dass ihre Mutter von der Leiter gefallen ist, will sie sie gleich zu „Betreutes Wohnen“ anmelden, dabei ist ihre Mutter gerade mal 58 Jahre alt! Dann solle sie zumindest eine Pflege zu sich ins Haus holen oder noch besser, die verhasste Feuerwache verkaufen. Empathie ist für Deanna ein Fremdwort. Sie hasst zwar das Gebäude, aber zugleich will sie es als Location für eine ihrer Benefiz-Veranstaltungen. Doch Maddie sagt Nein. Nein? Das gibt es doch gar nicht!
Ich war richtig erleichtert, als Maddie sich auf den Roadtrip begab – nur weg von Deanna und ihren Holzhammermethoden! Es wird eine ganz besondere Reise, denn sie weiss nicht, ob sie die drei Männer, die sie einst geliebt hatte, treffen kann und wie sie sich dabei fühlen wird. Und sie hofft, auch ihre anderen beiden Kinder auf ihrer Reise besuchen zu können.
Mir hat der Roadtrip sehr gefallen – er hat mich aber auch zum Nachdenken gebracht: Welchen Einfluss haben Entscheidungen für die Zukunft? Und welche Hoffnungen soll man in die Zukunft setzen? Ich würde gerne noch mehr über den Roadtrip erzählen, aber da ich nicht spoilern will, muss ich mir das verkneifen. Ein aufregender Abschluss – 5 Sterne.
Intensiv, emotional
Eine wie Frankie von Graham Norton
New York, 1965: Frances strandet Mitte zwanzig völlig mittellos in New York. Ursprünglich aus der irischen Provinz stammend, ist sie Grossstädte nicht gewohnt. Sie hat kein Geld, um nach Irland zurückzufliegen. Was nun? Zum Glück lernt sie Joe kennen, der als Chauffeur arbeitet, um sein Künstlerleben finanzieren zu können.
Sie werden ein Paar und richten sich ihr Leben ein: Frances wird nun Frankie genannt und arbeitet in einem französischen Restaurant, das durch sie zum angesagtesten Lokal des Viertels wird. Joe wartet immer noch auf seinen Durchbruch als Künstler…
Erster Eindruck: Die Gestaltung des Schutzumschlages gefällt mir gut (auch wenn ich kein Fan von Schutzumschlägen bin).
Das Buch wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt, einerseits in der Gegenwart, andererseits ab 1950. Der Wechsel der verschiedenen Zeiten ist jeweils gut angegeben.
Gegenwart: Frankie hat sich den Fuss verknackst und benötigt Pflege. Damian, der junge Pfleger, hat mich begeistert: Es freut mich, dass er seinen Job gerne macht, auch wenn andere meinen, er müsste etwas anderes machen bzw. studieren. Was kann man sich mehr wünschen, als dass einem die eigene Arbeit gefällt? Ich wüsste nicht was. Frankie erzählt aus ihrem Leben; Damian ist ein angenehmer Gesprächspartner.
Vergangenheit: Frances verliert sehr jung ihre Eltern – eine Tragödie! Und leider findet sie kein liebevolles Zuhause bei ihrer Tante und deren Mann, einem Pastor. Sie erfüllten ihre christliche Pflicht, sie zu sich zu nehmen, aber Liebe? Nein, das war nicht vorgesehen. Traurig. Später verheiratet der Onkel die damals 18-jährige Frances. Aus Liebe? Nein, aus Sicht des Onkels eine gute Partie, das musste reichen. Es waren definitiv andere Zeiten. Aber diese arrangierte Ehe empörte mich trotzdem. Wie einleitend schon erwähnt ist, landet Frances später in New York. Leider kann ich hier nicht erzählen, unter welchen Umständen, da ich nicht spoilern will.
Kunstszene, Gastronomie, Freundschaft, Liebe, Homosexualität – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch war im Nu ausgelesen. Da die Geschichte über viele Jahre erzählt wurde, passierte auch entsprechend viel. Es war intensiv, emotional; ich fühlte mich ausgezeichnet unterhalten. Sehr schön war die jahrelange Freundschaft von Frankie und Nor. Wohlverdiente 5 Sterne!
Eine rasante Geschichte
Asterix in Italien von Jean-Yves Ferri; Didier Conrad
Asterix, Band 37: Wie wohl jeder weiss, führen alle Wege nach Rom. Die Römer behaupten zudem, das beste Strassennetz zu haben. Die Schlaglöcher sagen jedoch etwas anderes. Julius Cäsar ruft ein Wagenrennen aus – die Transcaliga. Mitmachen dürfen alle, gewinnen soll selbstverständlich ein Römer.
Er hat nicht mit Obelix und seinen Freunden gerechnet, aber dem Hinkelsteinlieferanten wurde von einer Wahrsagerin prophezeit, dass er ein berühmter Wagenlenker werde. Beim Rennen setzt sich der maskierte Rennfahrer Caligarius an die Spitze…
Erster Eindruck: Allein auf dem Cover passiert schon einiges. Viele verschiedene Wagenlenker verfolgen Asterix, Obelix und Idefix – sehr detailreich.
Ein weiteres Abenteuer: Es beginnt mit einem Besuch in Aremorica, wohin Asterix und Obelix ihren unter Zahnschmerzen leidenden Freund Methusalix bringen. Er muss dringend zum Zahnbrecher, aber er hat grosse Angst davor. Hui, ich will mir gar nicht vorstellen, wie die Methoden des Zahnbrechers im Jahre 50 v. Chr. waren – allein sein Name verrät ein deftiges Programm! Obelix wird aus der Hand gelesen und er kauft, währenddessen er auf Methusalix wartet, einen Rennwagen auf Ratenzahlung. Kurz darauf erfahren sie vom Wagenrennen durch Italien…
Es hat mich amüsiert, wie die „Groupies“ auf den maskierten Rennfahrer Caligarius reagiert haben: Sie schmachten dahin, wenn er nur in ihre Richtung blickt (und das, obwohl er durchgehend eine grinsende Maske trägt). Sehr gut gemacht waren auch die verschiedenen Teams aus unterschiedlichen Ländern, so z.B. ein Teetrinkendes britisches Duo, das die Ruhe weg hatte oder sogar „unsere“ bestens bekannten Piraten, die sich auch als Wagenlenker versuchen. Es war eine rasante Geschichte; von mir gibt es 4 Sterne.
Auf Krawall gebürstet
Asterix - Die Tochter des Vercingetorix von Jean-Yves Ferri; Didier Conrad
Asterix, Band 38: Die Gallier kriegen Besuch zweier Arverner-Häuptlinge. In ihrer Begleitung ist Adrenaline, die stolze Tochter des grossen Gallier-Häuptlings Vercingetorix. Sie ist auf der Flucht vor den Römern; Julias Cäsar will sie zwangsromanisieren. Die altgedienten Häuptlinge wissen, dass sie im Dorf von Majestix in Sicherheit ist.
Das Mädchen ist jedoch wenig begeistert, dass sie dableiben soll. Die Jugendlichen des Dorfes wollen Adrenaline beistehen…
Erster Eindruck: Auf dem Cover ist das Trio Asterix, Obelix und Idefix zusammen mit einem sehr stolz dreinblickenden Mädchen – gefällt mir.
Ich fand es witzig, dass die Arverner-Häuptlinge das Mädchen in Majestix‘ Obhut lassen, nicht ohne wiederholt zu vermerken, dass sie gerne ausbüxt. Tja, diese Bemerkung war auch gleich das Programm von Adrenaline. Sie trägt einen Ring um den Hals, den andere unbedingt haben möchten – so eben auch Cäsars Leute. Adrenaline ist richtig auf Krawall gebürstet. Die Jugendlichen „unseres“ Dorfes kommen hier so richtig in Erscheinung, insbesondere Aspix, der Sohn des Fischhändlers, sowie Selfix, der Sohn des Schmieds. Die Kinder gehen in Condate zur Schule, machen aber derzeit ein Praktikum bei ihren Eltern (Berufsbildung im Jahre 50 v. Chr.!).
Früh übt sich: Die Jugendlichen wissen um die Kraft des Zaubertranks und wollen auch mal kosten. Nur so ein klitzekleines Schlückchen… das kann doch nicht schaden, oder? Oh, es kann sehr wohl…
Die Geschichte war unterhaltsam, aber es passierte eigentlich nicht viel: Adrenaline wurde ins Dorf gebracht – sie büxte aus – sie wurde gefunden – ein paar „im Weg stehende Römer“ – Ende, Festmahl. Von mir gibt es 3 Sterne.
Vom Affen gebissen?
Bächle, Gässle, Rache von Ute Wehrle
Katharina Müller & Jürgen Weber, Band 7: Die Arbeit geht Hauptkommissar Jürgen Weber nicht aus, denn in kurzer Zeit gibt es zwei Tote im Mooswald, zudem wird ein Hund entführt, ein Panther gesichtet, eine Schule Kois gemeuchelt, und eine Horde Affen treibt ihr Unwesen. Wie bitte? Was ist da in Freiburg los? Katharina Müller, ihres Zeichens engagierte Journalistin, will der Sache ebenfalls auf den Grund gehen.
Gibt es Verbindungen zwischen diesen Fällen?
Erster Eindruck: Das Cover fügt sich sehr gut in die Reihe der anderen Bände ein.
Dies ist Band 7 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Bei mir ist die Lektüre von Band 6 erst ein paar Tage her, daher war ich noch ganz im Umfeld drin.
Zuerst wird ein toter Jäger im Wald gemeldet, kurz darauf ein zweiter Todesfall. Wie sich herausstellt, war dies eine eben erst als vermisst gemeldete Lehrerin. Gibt es zwischen diesen beiden Fällen Verbindungen? Was hat es mit den „Bösen Bambis“ auf sich? Eine Gruppierung, die gegen die Jagd ist? Oder Extrem-Veganer? Klimaschützer? Das Team um Jürgen Weber steht vor grossen Rätseln. Katharina Müller ist selbstverständlich auch aktiv. Es liegt in ihrer Natur, zu recherchieren. Das weiss ihr bester Freund Jürgen nur zu gut. Jürgen tut mir immer leid, wenn er zur Obduktion muss. Ihm wird stets übel – und dabei plaudert die Gerichtsmedizinerin munter drauf los, wie wenn nichts wäre. Schluck. Das wäre so gar nicht meins. Aber auch Katharina hat Probleme: Ihr Redaktionsleiter wird pensioniert – wie wird die Arbeit mit der Nachfolge sein?
Schule, Fotografie, Journalismus, exotische Tiere, „böse Bambis“: Es war wieder einiges los in Freiburg. Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen und im Nu war das Buch zu Ende – alle Rätsel gelöst (mit interessanten Auflösungen!). Von mir gibt es 4 Sterne.











