Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Stierle Kelten

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von peedee:

voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Bewertung für die deutsche Version „Die schweigende Tochter“

The Secrets in Silence von Nicole Trope

=== Die deutsche Version ist im Katalog nicht verfügbar ===
Ein einfacher Toilettenbesuch im Shoppingcenter wird zum Wendepunkt in Minnies Leben: Sie findet ein neugeborenes Baby – weggeworfen wie Abfall! Anstatt die Polizei zu rufen, nimmt sie das Baby zu sich nach Hause und sieht es als Geschenk des Schicksals an, dass sie nun doch noch Mutter sein dürfe.

Tara wacht im Krankenhaus auf, verwirrt und ohne Worte. Sie sind wohl in ihrem Kopf, aber sie verlassen den Mund nicht. Was ist mit ihr passiert? Die anderen sagen, sie hätte ein Baby geboren, aber das ist nicht möglich, denn dann müsste das Baby ja irgendwo sein und sie könnte sich erinnern…

Erster Eindruck: Ein guter Buchtitel, doch noch interessanter ist der Untertitel; das Cover gefällt mir sehr gut.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, sodass die Leser:innen mehr wissen als die einzelnen Protagonisten. Als ich die Original-Inhaltsbeschreibung gelesen habe, dachte ich nur, oha, wie kann diese Geschichte bloss ausgehen?

Tara ist 15 Jahre alt und wohnt mit ihrem Vater, der Stiefmutter Alicia und den beiden Halbbrüdern zusammen. Ihre Mutter ist psychisch krank und in einer entsprechenden Institution. Lange war für Tara die grösste Angst, so zu werden wie ihre Mutter. Doch dann wurde sie schwanger und sie blendet alles aus – auch die Geburt. Ein riesiges Loch in ihren Gedanken. Sie versucht krampfhaft, sich zu erinnern, doch da ist nichts. Nur ein schwarzes Loch.
Minnie ist 47 Jahre alt und hat vor kurzem ihre Mutter verloren. Nichtsdestotrotz spricht sie immer mit ihr und holt sich Rat. Aufgrund ihres immensen Übergewichts hat sie sich sehr zurückgezogen – das Essen ist ihr einziger Lebensinhalt. Das ändert sich mit „ihrem“ Baby, das sie fortan Kate nennt. Endlich meint es das Schicksal gut mit ihr. Ihr ist wohl bewusst, dass sie einst dafür büssen würde, aber sie lebt im Hier und Jetzt.
Den Leser:innen ist bewusst, dass sich die Wege der beiden kreuzen werden. Die Frage ist nur, wie und wann? Findet Tara ihre Sprache wieder? Erinnert sie sich? Kommt Minnie zur Einsicht, dass sie mit dem Baby zur Polizei sollte?

Ich habe schon mehrere Bücher von Nicole Trope gelesen – dieses hier gehört für mich zu den schwächeren Werken. Die Spannung kam sehr spät und währte nur kurz. Das Ende der Geschichte war abrupt und hat mich mässig zufriedengestellt, daher 3 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Bewertung für die deutsche Version „Die schweigende Tochter“
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Ach du meine Güte!

Richter Gottes von Eva Müller

Die katholische Kirche ist wohl der grösste Arbeitgeber in Deutschland. Über 700‘000 Mitarbeiter (Jahr 2016) sind dabei dem kirchlichen Arbeitsrecht unterworfen. Wer einen höheren Posten mit sogenannter Vorbildungsfunktion bekleidet, ist an die Unauflösbarkeit der katholischen Ehe gebunden. Wer nach zivilem Recht zwar geschieden ist, ist es nach der katholischen Lehre noch lange nicht.

Öffentlich eine neue Partnerschaft eingehen? Dies ist eine schwere Sünde und kann mit dem Verlust des Arbeitsplatzes einhergehen! Der einzige Ausweg: das Führen eines Ehenichtigkeitsverfahrens durch eines der 22 Kirchengerichte, wo zig Personen zum eigenen Fall befragt werden. Alle Beteiligten sind zur Geheimhaltung verpflichtet. Ebenso in Fällen von Ahndung sexuellen Missbrauchs in der Kirche. Eva Müller hat zwei hochbrisante Themen aufgegriffen.

Erster Eindruck: Ein klares Cover, interessante Wahl von Buchtitel und -untertitel; gefällt mir sehr gut.

Nachdem ich vor ein paar Jahren „Gott hat hohe Nebenkosten“ mit grosser Begeisterung gelesen hatte, war ich sehr auf das vorliegende Buch gespannt. Und? An meiner damaligen einleitenden Aussage kann ich festhalten: Für mich ist der Glaube sehr wichtig, aber ich bin nicht bibelfest und gehe auch nicht jede Woche in die Kirche. Mit der Institution „Kirche“, insbesondere der katholischen Kirche, tue ich mich nämlich manchmal etwas schwer. Ich kann u.a. nicht nachvollziehen, wie einzelne Menschen mit Vorbildfunktionen Dinge vertuschen, verleugnen. Eines der 10 Gebote ist doch „Du sollst nicht lügen“ – das passt für mich dann überhaupt nicht.

Wie kann es sein, dass beim Ehenichtigkeitsverfahren durch fremde Leute festgestellt werden soll, wie die Situation zum Zeitpunkt der Eheschliessung war? Seit der Eheschliessung sind zuweilen viele Jahre, sogar Jahrzehnte, vergangen. Und nun soll nur zählen, was sie/er zum Zeitpunkt der Eheschliessung dachte? Wollte sie z.B. noch keine Kinder und hat verhütet? Fehler! War ihm schon klar, dass er nicht treu sein kann? Fehler! Das könnte das Kirchengericht dann nach mehrmonatiger bzw. sogar mehrjähriger Bearbeitung als „Partialsimulation“ von einem der beiden Ehepartner einstufen und danach die (erste) Ehe als nichtig erklären. Zeugen werden befragt, auch zu intimen Details. Wirklich beschämend!
Missbrauch ist abscheulich – es führt zu so viel Leid bei den Betroffenen. Dass jeweils nur die Spitze des Eisberges aufgedeckt wird, ist dabei erschreckend und macht sehr traurig. Wenn Menschen zu Tätern werden und andere Menschen deren Taten verschleiern, ist mein Rechtsempfinden massiv gestört.

Das Buch war spannend wie ein Krimi und gleichzeitig zutiefst empörend. Von mir gibt es 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Ach du meine Güte!
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Wenn die Gedanken zur Buchstabensuppe werden

Tage wie Buchstabensuppe von Elisabeth Büchle

Goldschmiedin Kayla flieht aus ihrem alten Leben; sie will im Ostallgäu neu anfangen. In einer lebhaften WG findet sie gleich Anschluss. Josch, einer der Freunde ihrer Mitbewohner, rührt etwas in ihrem Herz an, was sie für immer verschollen glaubte. Als Kayla Lio trifft, eine obdachlose Frau mit beginnender Demenz, nimmt sie sie mit in ihre WG.

Die „Adoptivoma“ Lio wächst allen ans Herz und zeigt, worauf es im Leben wirklich ankommt…

Erster Eindruck: Ein sehr zurückhaltendes, ruhiges Cover mit einem interessanten Buchtitel – gefällt mir sehr.

Kayla zieht ins Ostallgäu, da sie ihr altes Leben zurücklassen will. Sie scheint richtiggehend traumatisiert, aber als Leser:in erfährt man sehr lange nichts über sie und ihre Vergangenheit. Sie zieht in eine WG ein – ein wahrer Glücksgriff! – und hat gleich viele neue Freunde, obwohl sie ziemlich kühl auf mich wirkte. Aber das Merkwürdigste für mich war, dass Kayla eine obdachlose alte Frau aufnimmt, ihr nicht nur für eine Nacht ein Bett zum Schlafen anbietet, sondern sie gleich dauerhaft in der WG aufnimmt. Nun gut, das ist gelebte Nächstenliebe, kein Zweifel und sehr lobenswert, aber dass gleich alle WG-Bewohner dahinter stehen, war für mich schwer vorstellbar.
Lio scheint, trotz ihres schwindenden Gedächtnisses, hinter die Fassaden der Freunde zu blicken. Jeder von ihnen hat ein Päckchen zu tragen, das jedoch weitestgehend negiert wird. Durch Lio ist die Geschichte von Kayla für mich zu stark in den Hintergrund getreten.

„Jedes Lächeln bewirkt eine Veränderung in dieser Welt.“

Demenz, Glaube, Freundschaft, Vergebung, Liebe – dies sind einige der behandelten Stichworte. Die Freunde waren alle grossartig. Am meisten bewegt hat mich die Szene, wo Andi seine Eltern und Grossmutter besuchte. Leider kann ich dazu nichts weiter schreiben, ohne zu spoilern. Das Thema Demenz bringt einen sehr zum Nachdenken. Es ist grausam, einen Menschen immer wieder in die „Buchstabensuppe“ abdriften zu sehen, vor allem in der Zeit, in der die Patient:innen das noch selbst merken und langsam verzweifeln. Da sich für mich der erste Teil des Buches ziemlich hinzog, gebe ich 3 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Wenn die Gedanken zur Buchstabensuppe werden
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Golden Girls in Böse

Very Bad Widows von Sue Hincenbergs

Die vier Freundinnen Marlene, Pam, Nancy und Shalisa sind wie ein vierblättriges Kleeblatt – sie gehen gemeinsam durch dick und dünn. Zusammen mit ihren Männern, auch wenn der Liebesofen so ziemlich erkaltet ist, aber was will man auch erwarten nach über 30 Jahren Ehe? Als Marlenes Mann Dave stirbt und sie mit dem Geld aus der Lebensversicherung wegzieht, schmieden die anderen drei einen eigenen „Rentenplan“: Sie wollen sich ihrer Männer ebenfalls entledigen und ein neues Leben beginnen.

Alle müssen gleichzeitig umkommen, ansonsten gibt es nur Probleme…

Erster Eindruck: Das Buchcover gefällt mir sehr gut; ein passender Farbschnitt. Es überrascht mich jedoch, dass der Buchtitel auf Englisch ist, aber nicht einmal der Originaltitel („The Retirement Plan“).

Eines muss den Leser:innen vorab bewusst sein: Es ist unabdingbar, sich gleich von der Realität zu verabschieden, denn nur so kann man dieses Buch in seiner schrägen Art, mit den verrückten Wendungen und dem schwarzen Humor geniessen. Gesagt, getan: Nachdem ich mich von der Realität verabschiedet hatte, folgte ein schräges Ereignis dem anderen. Ich sah das Ganze wie in einem Film vor meinem inneren Auge ablaufen – herrlich.

Dave ist also tot. Das kann noch niemand so richtig glauben. Und nun zieht Marlene auch noch weg? Also hat Marlene am Ende mit der 1 Mio. aus der Lebensversicherung doch noch das grosse Los gewonnen? Ein makabrer Gedanke – aber für die verbliebenen drei Frauen der Anstoss, ebenfalls zu reichen Witwen zu werden. Ihre Männer haben sich vor ein paar Jahren verspekuliert und so die Pläne für ihre Rente zunichte gemacht. Das wäre somit die geeignete Rache…

Als Leser:in weiss man mehr als die einzelnen Protagonisten. Daher ist es sehr witzig, wenn man liest, was der Plan der Männer ist, und wie die Frauen ihrerseits Pläne schmieden. Die Frauen, die allesamt Blanche aus den Gilmore Girls sein möchten – selbstverständlich –, haben mich sehr amüsiert. Dann gibt es noch Hector, den geheimnisvollen Herrenfrisör, der tut, was manchmal eben getan werden muss – und damit ist nichts Frisurentechnisches gemeint! Aber in erster Linie liebt er seine Frau Brenda; sein Motto lautet „Happy Wife, Happy Life“. Und da wäre noch Padma, die junge indische Casino-Chefin, die nicht wirklich geeignet für diesen Job ist, und gemäss ihrer Mutter dringend heiraten muss. Ein gelungenes, schräges, schwarzhumoriges Debüt, das für meinen Geschmack jedoch zu lange war – 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Golden Girls in Böse
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Wo ist mein Hauch von Eden?

Ein Hauch von Eden von Silvia Olina

Es gibt Momente, wo wir tief in uns drin Hoffnung und Frieden verspüren. Dies kann an unterschiedlichsten Orten geschehen, wie zum Beispiel auf der Lieblingsbank im Park, beim Surfen auf Hawaii oder zu Hause auf dem Balkon. 25 Frauen erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen und verraten, wo sie ihr kleines Paradies gefunden haben.

Mit ihren Erzählungen wollen sie andere ermutigen, auch in dunklen und stürmischen Zeiten hoffnungsvoll zu bleiben.

Erster Eindruck: Das Cover strahlt für mich etwas wahrhaft Paradiesisches aus – also perfekt getroffen!

Was erwarte ich von so einem Buch? Selbstverständlich erwarte ich kein Patentrezept über den Sinn des Lebens, aber durch die Einblicke in andere Glaubensleben erhoffe ich mir Denkanstösse für die eigene Biografie. Wenn mich ein Buch zum Reflektieren bringt, ist dies das Beste – und zuweilen auch das Schlimmste! –, was einem lesetechnisch passieren kann.

„Ich sehe dich. Mein Blick ruht voller Liebe auf dir.“

Mir hat es sehr gefallen, über den jeweiligen persönlichen Hauch von Eden zu erfahren. Die Frauen und ihre Lebenssituationen sind sehr unterschiedlich, ebenso ihre „Fundorte“ von Eden, wobei die Themen Hawaii, Surfen und Tauchen sehr präsent sind. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und ich fand es schön, dass die porträtierten Frauen mit einem Foto abgebildet wurden. Nichtsdestotrotz habe ich zwei Kritikpunkte:
Erstens sollte das Kurzporträt der Frauen vor ihrer jeweiligen Geschichte platziert werden (daher musste ich immer vor und zurück), und zweitens wurden – sofern ich richtig aufgepasst habe – nur zwei unverheiratete und kinderlose Frauen vorgestellt. Da ich zu dieser „Kategorie“ (unverheiratet, keine Kinder) gehöre, hätte ich mir diesbezüglich mehr erhofft. Bei einer Fortsetzung wäre ich gerne wieder dabei; 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Wo ist mein Hauch von Eden?
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Hach, so schön!

Highland Happiness - Die Bücherstube von Kirkby von Charlotte McGregor

Highland Happiness, Band 6: Grizel MacLeod will sich in Kirkby ihren Traum vom eigenen Bücherladen verwirklichen. Sie sucht noch eine passende Geschäftspartnerin, da das Ladenlokal ziemlich gross ist. Diese findet sie in Flora Douglas, die gerne mit Handarbeiten und Wolle miteinsteigen will. Deren Zwillingsbruder Ewan verunsichert Grizel zutiefst, denn er erinnert sie an jemanden.

Ewan will nach dem Tod des Vaters die Schäferei Douglas wiederaufbauen und seinen Namen reinwaschen, den der Vater in den Schmutz gezogen hat…

Erster Eindruck: Das Cover mit der Katze im Vordergrund passt gut zu den anderen Bänden der Reihe – gefällt mir.

Dies ist Band 6 der zweiten Reihe um Kirkby, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (ein hilfreiches Personenregister für Neueinsteiger ist vorhanden).

Grizel (ich hatte merkwürdigerweise etwas Schwierigkeiten mit diesem Namen) fand ich gleich sympathisch, selbstverständlich auch, weil sie einen Bücherladen eröffnen will! Solche Menschen muss man doch einfach mögen. Dass Grizel ein Geheimnis hatte, war schnell klar (die Tragweite jedoch überhaupt nicht). Flora und Ewan sind Zwillinge, aber sehr unterschiedlich: Flora ist extrovertiert, sehr quirlig, voller Tatendrang, Ewan hingegen ist introvertiert, zuweilen voller Selbstzweifel und verharrt in seinen Gedankenspiralen.
Es ist wohl nicht schwer zu erraten, dass Grizel, die übrigens auch ein Zwilling ist, und Ewan sich näherkommen, oder? Ich fand es gut, dass mal die Frau älter war als der Mann. Denn dies führt auch zu berechtigten Diskussionspunkten, wenn es z.B. um die Familienplanung geht.

Fast zu lange musste ich auf die Fortsetzung warten; kaum begonnen, waren die 500 Seiten auch schon wieder ausgelesen. Es war eine Menge los in Kirkby. Warum ist dieses Städtchen nur fiktiv? Ich glaube, ich müsste dorthin ziehen – mit allen Risiken und Nebenwirkungen! Was mich an Kirkby und ihren Bewohnern so begeistert, ist der Zusammenhalt. Von den „Stammfiguren“ hat mir Marlin dieses Mal am besten gefallen: Er nimmt fast eine Art Vaterrolle für Ewan ein, er hilft ihm und unterstützt ihn auch moralisch. „Das ist ein Rückschlag, aber nicht das Ende der Welt.“ Ich fühlte mich wunderbar unterhalten und daher vergebe ich wohlverdiente 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Hach, so schön!
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Abschied und Neubeginn

Bretonisch mit Wind und Wellen von Gabriela Kasperski

Tereza Berger, Band 6: Nach einem heftigen Sturm wird auf der Halbinsel Crozon eine Influencerin vermisst. Als eine tote Surferin am wilden Strand von La Palue – wo surfen aufgrund der Brandung verboten ist – angeschwemmt wird, bestätigt sich die traurige Vermutung, dass es sich um die vermisste Frau handelt.

Tereza Bergers und Gabriel Mahons Hochzeitsvorbereitungen werden jäh getrübt. Ihre gute Freundin und Beinahe-Schwiegertochter, Surflehrerin Ayala, gerät unter Verdacht. Obwohl die Polizei ermittelt, beginnt Tereza mit eigenen Recherchen…

Erster Eindruck: Für mich ein Sehnsuchtscover – gefällt mir sehr gut!

Dies ist Band 6 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen, in der Vergangenheit beginnend im Jahr 1866 und in der Gegenwart.

Kaum zu glauben, dass die literaturtechnische Reise schon das sechste Mal nach Crozon geht! Tereza ist auch gerade von einer Reise zurück, nämlich aus Australien, wo sie vier Monate bei ihrer Tochter und Familie – das dritte Kind hat mit der Geburt gewartet, bis die Oma da war – verbracht hat. Wieder zu Hause, denn das ist Crozon nun bereits seit fünf Jahren, gibt es Ärger, und zwar mit der Ausländerbehörde. Sie muss mehr Steuern bezahlen, da sie in Frankreich nur den Zweitwohnsitz hat – tja, Tereza hat ihre Wurzeln in Zürich nicht gekappt. Aber Gabriel hat einen pragmatischen Vorschlag: Heiraten! Seeeeeehr romantisch, bien fait, Gabriel!
Tereza gerät zwischen die Fronten: die „Climat Crozon“, die Gruppierung „die Pfotenfreunde“ und die „Groupe des Anciens“ setzen sich alle für ihre Heimat ein, tun dies aber mit ganz unterschiedlichen Mitteln. Das Dorf ist aufgewühlt, ebenso wie Tereza, denn das Thema Hochzeit kam überraschend. Doch zuerst gibt es einen Mord aufzuklären, denn dass es sich um einen solchen handelt, war für Tereza gleich klar…

Die Liebe zu den Menschen und der Region, die Faszination des Surfens und auch die Brisanz von Umweltschutzproblemen und Klimathemen waren sehr gut spürbar. Das Buch hat sich wie immer flüssig lesen lassen; ich wurde sehr gut unterhalten. Von mir gibt es 4 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Abschied und Neubeginn
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Ein schöner Reihenstart

Himmelsee - Über den Wellen leuchtet das Glück (Himmelsee 1) von Tanja Janz

Himmelsee, Band 1: Linna hat zwar gedanklich und auch räumlich eine Distanz zwischen ihrer alten Heimat Himmelsee an der Ostseeküste und ihrem Wohnort Düsseldorf geschaffen, doch die Erinnerungen an einen tragischen Unfall lassen sich nicht verdrängen. Als ihre Mutter ins Krankenhaus musste, kommt Linna mit Sohn Miko zurück, um im Familienhotel Kranichglück auszuhelfen.

In Himmelsee stürmen viele Emotionen auf sie ein…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut – vermittelt Urlaubsgefühle.

Da ich ja nur ganz-klein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig bin, habe ich mich auf den Start dieser neuen Reihe sehr gefreut. Diese führt uns an die Ostseeküste.

Linnas Beziehung mit Ilja ist von Warten geprägt. Ilja ist nämlich Pilot und arbeitet sehr viel, so dass der fünfjährige Miko nicht viel von seinem Vater hat, und Linna auch nicht viel von ihrem Partner. Eine vorübergehende räumliche Trennung soll Klarheit schaffen. Als der Anruf von Linnas Schwester Jule kommt, nimmt sich Linna gleich unbezahlten Urlaub, um nach Himmelsee zu fahren. Sie packt im Familienhotel mit an, und sucht nach Lösungen, wie sie die ganze Arbeit stemmen sollen, wenn die Mutter ausfällt.
Nach und nach holen ihre Erinnerungen Linna ein: Der tragische Unfall seinerzeit ist noch nicht verarbeitet und sie will sich nun der Vergangenheit stellen. Und dann muss sie auch noch überlegen, wie es für Ilja und sie weitergehen soll: Gibt es für sie noch eine gemeinsame Zukunft?

Die Protagonisten waren mir gleich sympathisch – eine herzliche Atmosphäre. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und im Nu war das Ende erreicht. Die Geschichte hat mir gut gefallen, nur habe ich mich gefragt, wie realistisch es ist, von jetzt auf gleich einen unbestimmt lange dauernden unbezahlten Urlaub zu bekommen, um anderweitig zu arbeiten. Oder auch die turboschnelle Realisierung eines Foodtrucks am Strand. Nun gut, diese Realitätseinbrüche musste ich dann beiseite schieben, um mich vollends auf die Geschichte einzulassen. Von mir gibt es 3 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Ein schöner Reihenstart
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Stern

Auf zwei Rädern gekommen, auf vier Rädern gegangen

Prost, auf den Doktor von Friedrich Kalpenstein

Kommissar Tischler, Band 11: Ein Bikertreffen auf der Sauwiese in Brunngries bringt Leben ins Dorf. Aber auch den Tod, denn Sebastian Burgegger überlebt die erste Nacht nicht. Burgegger, seines Zeichens Arzt, wurde bei der Übernachtung im KRAUSE kaltblütig ermordet! Hauptkommissar Constantin Tischler und Polizeihauptmeister Felix Fink beginnen zu ermitteln…

Erster Eindruck: Wenn unser Topmodel Resi auf dem Cover ist, kann es nur gut kommen! Mir gefällt das Cover sehr gut.

Dies ist Band 11 einer Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (es ist jedoch schöner, das Team von Anfang an zu begleiten).

Kaum in Brunngries angekommen, ist schon wieder einer tot! Definitiv ein gefährliches Pflaster! Glücklicherweise ist es nur ein fiktiver Ort. Die Bikertruppe ist sehr speziell – sie streiten sich über Nichtigkeiten, aber das gehört wohl zu ihrem Umgangston. Dass sich die Akademiker der Truppe, der Arzt und der Anwalt, vom Zeltplatz davonmachen, um in einem richtigen Bett schlafen zu können, fand ich sehr amüsant (komforttechnisch konnte ich das absolut nachvollziehen). Nur leider hat der Arzt den nächsten Morgen nicht mehr erlebt. Wer hat ihn umgebracht? Und weshalb? Wo ist die Täterschaft zu finden? Unter den Bikern, den Patienten, oder war er gar ein Zufallsopfer?

Constantin Tischler und Felix Fink bringen dieses Mal ziemlich viel Action mit (gut, dass sie nebst ihren Besuchen in der Wirtschaft und den Grillgelagen doch noch trainieren!) – das hat mir sehr gefallen. Das Buch hat sich wie immer flüssig lesen lassen, war temporeich, spannend und zugleich witzig (ich erinnere da an Constantin in seiner alten Motorradkluft *laut lach*). Von mir gibt es die volle Punktzahl: 5 Sterne. Ich freue mich, dass es mit Band 12 („Prost, auf die Fischer“) schon bald weitergeht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Auf zwei Rädern gekommen, auf vier Rädern gegangen
voll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternvoll ausgefüllter grüner Sternnicht ausgefüllter Stern mit grünen Randnicht ausgefüllter Stern mit grünen Rand

Ja, ich will

Am schönsten Tag von Danielle Steel

Faith Ferguson ist wohl DIE begehrteste Hochzeitsplanerin in New York. Sie liebt ihren Job sehr und freut sich, wenn wieder ein Hochzeitspaar glücklich ihren schönsten Tag im Leben feiern durften. Faith ist, obwohl zwei Mal verlobt, nicht verheiratet und hat auch nicht vor, dies zu ändern. Ihre Mutter war bisher drei Mal verheiratet, Faiths Zwillingsschwester Hope hingegen hat beim ersten Mal den Mann fürs Leben gefunden.

Eine turbulente Hochzeitssaison steht bevor – es kommt zu unerwarteten Krisen und Herausforderungen…

Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover – gefällt mir sehr gut.

Den Job eines Hochzeitsplaners stelle ich mir sehr interessant, aber auch zugleich sehr stressig vor. Viele Wünsche werden vorgebracht, nicht alle passen jedoch zum Budget der Hochzeit. Und auch nicht alle Hochzeitspaare (oder deren Eltern) sind pflegeleicht und ändern deshalb gefühlt alle paar Stunden ihre Meinung. Und doch muss es wunderbar sein, wenn schlussendlich der grosse Tag über die Bühne geht und ein glückliches Paar hoffentlich für immer und ewig zusammen bleibt.
Die neusten drei Hochzeiten sind sehr unterschiedlich: Die lockere Hochzeit eines schwulen Pärchens (sehr sympathisch, unkompliziert), dann eine Luxushochzeit von einer verwöhnten jungen Frau mit Beruf „Tochter“ (kapriziöser Vater, der den Ton angibt) und noch die Hochzeit eines Chirurgen und einer Operationsschwester (er befiehlt alles – die Meinung der Braut ist nicht gefragt). Hui, da haben mir die beiden Männer mit Abstand am besten gefallen.

Faith und ihre Schwester Hope waren sehr sympathisch. Sie sind Zwillingsschwestern, sehr unterschiedlich, aber sich innig zugetan. Dieses schwesterliche Band ist sehr stark und muss auch von Männern in der jeweiligen Beziehung akzeptiert werden. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen; ich wurde gut unterhalten, zweifellos, aber eben auch nicht über „gut“ hinaus. Dafür fehlten mir Highlights in Faiths Leben, nicht nur bei ihrer Familie, den Mitarbeitern oder den Hochzeiten, die sie ausrichtet. Mit dem Ausgang der Geschichte ist mein Romantikerherz sehr zufrieden – 3 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee
Ja, ich will