Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
50 Seiten zu kurz
Friesenherzen und Winterzauber von Tanja Janz
Die erfolgreiche Krimiautorin Ellen hat Liebeskummer. Da kommt ihr die Einladung ihrer Mutter, die mit der besten Freundin in St. Peter-Ording auf Kur ist, gerade recht. Eine Luftveränderung tut immer gut. Und vielleicht hilft ihr diese, für ihr neustes Buchprojekt in Stimmung zu kommen: Sie soll auf Geheiss ihres Verlages einen Liebesroman schreiben – ausgerechnet jetzt! St.
Peter-Ording ist tatsächlich ein Gamechanger, denn durch einen Briefwechsel via versteckten Briefkasten tauscht sie sich als „kleine Silbermöwe“ mit dem „Leuchtturmwärter“ aus – wer auch immer dahinterstecken mag…
Erster Eindruck: Ein schönes, modernes Cover der Neuauflage des Buches, das erstmals 2016 erschienen ist.
Ellen soll also neuerdings in Romantik machen, und zwar unter einem zweiten, offenen Pseudonym. Wieso denken die vom Verlag, dass sie auch einen Liebesroman schreiben könnte? Die Vorschusslorbeeren sind zwar erfreulich, aber sie hat zurzeit ganz anderes im Kopf, nämlich ihren Freund, der ihre Beziehung – wenn man sie denn noch so nennen kann – so ganz anders einschätzt als sie. Zusammenziehen? Nein, auf keinen Fall, meint er.
Angekommen in St. Peter-Ording, ist Ellen das Glück hold, denn sie findet ein Zimmer bei Martina, die einen hübschen Teeladen besitzt. Sie wird herzlich von deren Familie aufgenommen. Und so lernt sie auch Merle, Martinas Nichte, kennen. Das Mädchen hat nur einen Weihnachtswunsch: eine neue Frau für Papa. Die Geschichte, die dahintersteckt, rührt Ellens Herz an und bringt etwas in Bewegung…
Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen. Mir haben die Protagonisten sehr gut gefallen, insbesondere Ellens Mutter und deren beste Freundin Rita (obwohl sie eine eher kleine Rolle hatten). Im Ort habe ich mich gleich gut aufgenommen gefühlt. Von mir gibt es 3 Sterne (aus meiner Sicht fehlen dem Buch ca. 50 Seiten, denn der Schluss – der mir zweifelsohne gefallen hat – kam einfach zu schnell).
Eine tödliche Leidenschaft
Sachertorte mit Schuss von Ulrike Moshammer
Valerie Thaller, Band 3: Im Kurort Bad Gastein steht Grosses bevor, und zwar in Form eines Tortenwettbewerbs, der im Fernsehen übertragen wird. In Valerie Thallers Grand Hotel ist auch ein Team der Konditoren untergekommen. Der Wettbewerb lockt viele Touristen an, einer davon wird beim Genuss einer Sachertorte kaltblütig erschossen.
Kurz darauf verschwindet ein Wettbewerbsteilnehmer. Als wäre das alles nicht Aufregung genug, ist ausgerechnet Valeries Schwager Christian der Hauptverdächtige! Valerie und ihre beste Freundin „müssen“ doch einfach ermitteln…
Erster Eindruck: Der Titel und das Cover gefallen mir sehr gut!
Dies ist Band 3 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.
Welch‘ eine Aufregung in Bad Gastein! Ein Tortenwettbewerb, bei dem es um österreichische Mehlspeisen geht, und der erst noch vom Fernsehen übertragen wird! Und dann ist da noch der Umbau eines Hauses in ein Zen-Kloster. Valerie, die Entspannung dringend nötig hat, geht mit ihrer Freundin Nora zu einem Vortrag des Zen-Meisters Schmidt. Allein seine Stimme sorgt bei ihnen schon für Entspannung – beide Frauen sind begeistert. Doch vorher ist ja noch dieser Wettbewerb.
Bei einer Walking-Runde kehren die Freundinnen in ein Café ein und geniessen die Ruhe. Diese wird jäh unterbrochen, als ein Gast beim Essen einer Sachertorte erschossen wird! Valerie informiert schnell Erwin und Dorothea von der Polizei. Sie will sich nicht vorwerfen lassen, dass sie sich wieder eingemischt und auf eigene Faust ermittelt hat.
Die ersten Ermittlungsergebnisse sind schockierend, denn als Hauptverdächtiger wird ausgerechnet Viktors Bruder Christian genannt. Die Familie ist entsetzt. Ich fand es berührend, dass Viktor, der die Alleingänge seiner Frau stets verurteilte, Valerie nun bittet, Christian zu helfen.
Valerie und Nora sind mit den besten Vorsätzen („nur gucken, alles der Polizei überlassen“) ausgerüstet, die aber auch dieses Mal wieder durch ihre Neugier zu Fall gebracht werden. Die Beschreibungen waren jeweils so bildhaft, dass ich beim Lesen über die Süssspeisen Sachertorte, Esterházy, Malakoff und Co. bestimmt ein Kilo zugenommen habe! Die Geschichte war – mit Ausnahme der Todesfälle natürlich – sehr amüsant. Von mir gibt es 4 Sterne. Warum nur habe ich jetzt Lust auf Schokolade?
Viele Emotionen
Stimmen der Vergangenheit von Danielle Steel
Architekt Charles Waterston ist mit Carole, einer Juristin, verheiratet. Beide sind erfolgreich in ihrem Beruf. Charles hat aber offenbar übersehen, dass Carole schon lange nicht mehr glücklich war, als sie ihn um die Scheidung bittet. Privat am Tiefpunkt angekommen, muss er nun auch beruflich Rückschläge hinnehmen, die ihn von London zurück nach New York führen.
Unzufrieden, wie es mit den Projekten in Amerika läuft, wird ihm eine bezahlte Auszeit angeboten. In einem zweihundert Jahre alten Château in Neuengland findet er neuen Frieden. Als ihm eine Frau im Haus erscheint, denkt er an einen Streich der Nachbarn, doch dann findet er Tagebücher aus dem Jahre 1789. Es handelt sich um die Geschichte von Sarah Ferguson und François de Pellerin…
Erster Eindruck: Das Cover und der Buchtitel gefallen mir sehr gut.
Die Originalausgabe ist 1997 unter dem Titel „The Ghost“ erschienen.
Die Geschichte gliederte sich für mich in drei Teile und zwei Zeitebenen: Einerseits in der Gegenwart, wo Charles zu Beginn in London ist und dann in die USA zurückkehrt, und andererseits beginnend im Jahr 1789 mit Sarah Ferguson. Ich hatte das Gefühl, dass die Passagen mit Sarah Ferguson den grössten Teil ausmachten.
Der 42-jährige Charles hat mir gleich gut gefallen. Es schien ihn wirklich wie aus dem Nichts zu treffen, dass seine Frau Carole ein Verhältnis mit einem älteren Mann eingegangen ist und deshalb die Scheidung verlangte. Warum hat sie ihm nicht gesagt, dass sie unglücklich war? Hätte er es nicht merken müssen? Seine Chefs in Amerika haben in zurückbeordert; er muss dort eine Führungsstelle übernehmen. Doch er ist enttäuscht, wie konventionell die Projekte dort laufen, ganz anders, als er es aus den Jahren in Europa kannte. Und nun? Sein Weg führt ihn zufällig nach Shelburne Falls, wo er im „Bed and Breakfast Palmer“ übernachtet. Die 70-jährige Gladys Palmer, ein wunderbarer Mensch, spürt gleich eine Verbindung zu Charles. Sie vermietet ihm ihr Landhaus, das über 200 Jahre alte Château mit einer interessanten Geschichte.
Ich würde gerne ganz viel über Sarah Ferguson und ihre Geschichte erzählen, aber dann würde ich leider spoilern. Daher nur so viel: Sie war trotz oder gerade wegen ihrer Vergangenheit eine bemerkenswerte Frau mit viel Mut und Durchhaltewillen. Ihre Geschichte veranlasst Charles, über sein eigenes Leben und seine Zukunft nachzudenken.
Ein bisschen Mystik, Emotionen aller Art und der Glaube an die Liebe – all dies war hier enthalten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und hat mir sehr gut gefallen. Von mir gibt es (dank Sarah) 5 Sterne.
Viel zu lange, erschöpfend, nicht meins
Wedding People (deutsche Ausgabe) von Alison Espach
Phoebe ist kinderlos und geschieden. Jahrelang haben ihr Ex-Mann und sie versucht, ein Kind zu bekommen. Und nun ist er weg. Bei einer anderen Frau. Phoebe ist an ihrem Tiefpunkt angelangt. Einmal will sie noch luxuriös logieren, nämlich im „Cornwall Inn“, danach will sie sich umbringen. Im Hotel findet eine mehrtägige Hochzeitsfeier statt; Phoebe wird für einen Hochzeitsgast gehalten.
Die Braut Lila erfährt von Phoebe den wahren Grund ihres Aufenthalts. Ein Suizid würde ihre Hochzeit ruinieren, daher kann sie so etwas auf keinen Fall während ihrer perfekt organisierten Feier dulden! Eine bemerkenswerte Woche beginnt…
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir leider nicht. Zudem scheint es aktuell in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich nicht.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Cover hat mich, wie bereits oben erwähnt, nicht angesprochen, dafür die Inhaltsbeschreibung umso mehr. Aber – natürlich kommt hier ein Aber – das Buch hat mich dann nicht ansatzweise so begeistern können wie erhofft. Warum? Zuerst zu den Protas:
Die attraktive 28-jährige Lila ist reich, verwöhnt und gewohnt, dass alle um sie herum genau das tun, was sie sich wünscht. Immer. Sie ist ein extrovertierter Typ. Phoebe ist vierzig und Professorin an der Universität (wie ihr Ex Matt). Der Job scheint ihr nicht viel Freude zu machen. War es jemals anders? Oder haben sie einfach die letzten Jahre aufgrund der privaten Situation so zermürbt? Sie frisst immer alles in sich hinein. Damit soll jetzt Schluss sein. Sie hat sich einfach von ihrer Arbeit davongeschlichen. Ich wurde mit beiden Frauen nicht warm. Bräutigam Gary hat mir jedoch gefallen, ebenso seine Tochter Mel, sorry, sie will ja „Juice“ genannt werden. Als Witwer eine neue Beziehung einzugehen, ist nicht einfach – für keine der daran beteiligten Personen.
Beim Aufeinandertreffen von Lila und Phoebe treffen Welten aufeinander! Überraschenderweise eröffnet Phoebe Lila gleich, dass sie sich umbringen will. Und Lila reagiert darauf, wie wenn sie nur gesagt hätte, dass sie morgen eine neue Jeans kaufen wolle. Wie kann zwischen den zwei so unterschiedlichen Frauen eine Bindung entstehen? Lila monologisiert ihr Umfeld schier in den Wahnsinn. Da sich die Welt ausschliesslich um sie zu drehen hat, sind ihre Ansagen das Wichtigste. Doch die perfekte Fassade von Lila bröckelt und dahinter blitzt zuweilen eine verängstigte junge Frau hervor, die einfach nur geliebt werden will. Ist Gary der richtige Mann für sie? Sie nimmt Phoebe das Versprechen ab, sich in der Nacht nicht umzubringen, und bindet sie ins Hochzeitsgeschehen ein.
Das Buch war mit 480 Seiten viel zu lang für die präsentierte Geschichte. Sie war zudem extrem dialoglastig (bzw. monologlastig), d.h. wenn sie verfilmt würde, würde nonstop jemand quasseln. Meine Lesefreude hat stetig abgenommen; erst im letzten Viertel gab es bei mir nochmals einen Aufschwung, da ich doch wissen wollte, wie die Geschichte endet. Der Ausgang der Geschichte hat es für mich jedoch nicht mehr rausreissen können. Ich freue mich, wenn das Buch viele Leser:innen begeistert, aber mich hat es nicht gepackt. Leider keine Leseempfehlung; 2 Sterne.
Alles anders in Japan
Giraffenhund und Kratzbürste - Eine Reise nach Tokio von Isabelle Schelling
Die Freunde Giraffenhund und Kratzbürste sind so unterschiedlich: Giraffenhund ist immer gut gelaunt und liebt es, zu stricken; Kratzbürste ist jedoch immer brummelig und pflegt seine schlechte Laune. Aber bei der letzten Reise nach Paris hat Kratzbürste herausgefunden, dass es interessante Dinge ausserhalb des eigenen Zuhauses gibt.
Sie packen die Koffer und fliegen ganz weit weg: nach Tokio! Ein Bilderbuch für Kinder ab 5 Jahren. Illustrationen von Michael Stapper.
Giraffenhund hat eine wunderbare Hose mit der Flagge von Japan für seinen Freund gestrickt. Doch Kratzbürste meckert nur herum! Sie wollen sich aber vertragen, denn sie fliegen nämlich nach Tokio. Für Wolle und Nadeln findet Giraffenhund immer Platz in seinem Koffer; bei Kratzbürste muss Kuscheltier „Kikeriki“ mit. In Japan gibt es viel zu sehen: Sie erleben eine Teezeremonie, besuchen eine Karaokebar (wo man ein Lied singen kann, auch wenn man die Töne gar nicht trifft) oder erleben „Sakura“, die Kirschblüte, bei einem Picknick im Park.
Die durchgehend farbigen Illustrationen sind sehr detailreich und so ist es für die Vorlesenden und das Kind eine wahre Freude, sich die vielen Kleinigkeiten anzusehen. Auch ohne Text laden die Zeichnungen zu eigenen Erzählungen ein. Auf einem Bild sieht man die Freunde im Flugzeug, wo ihnen eine nette Dame gerade Schokolade gibt, nachdem sie sich um das Filmprogramm gestritten haben. Aber nun ist alles wieder in Ordnung.
Das Bilderbuch mit seinen 40 Seiten ist im Nu ausgelesen. Die Reime sind für meinen Geschmack zuweilen etwas holprig. Auch in diesem Band wird nicht verraten, wieso Kratzbürste immer so schlecht gelaunt ist. Aber wir sind ja auch nicht immer nur gut gelaunt, oder? 4 Sterne.
Endlich den Eiffelturm sehen
Giraffenhund und Kratzbürste - Eine Reise nach Paris von Isabelle Schelling
Giraffenhund und Kratzbürste sind Freunde. Sehr unterschiedliche Freunde. Giraffenhund ist lustig, fröhlich und liebt es, zu stricken. Und er will endlich mal nach Paris. Kratzbürste hingegen ist brummelig und will am liebsten mit seiner schlechten Laune zu Hause bleiben. So packt Giraffenhund seinen Koffer und fährt alleine weg… Ein Bilderbuch für Kinder ab 5 Jahren.
Illustrationen von Kathleen Hoffmann.
Ein Hund der gerne strickt? Oh nein, es ist der Giraffenhund, der gerne strickt! Er liebt es, auch für seinen besten Freund Kratzbürste etwas zu stricken, so zum Beispiel eine gestreifte Hose. Kratzbürste trägt diese zwar, aber beklagt sich darüber, dass es ihn überall zwickt. Giraffenhund will nicht mehr länger vom Reisen träumen, nur weil Kratzbürste unbedingt zu Hause bleiben will. Er fährt somit alleine nach Frankreich, genauer gesagt, nach Paris, um dort viele wunderbare Dinge zu erleben. Seine Stricknadeln und genügend Wolle müssen mit!
Die durchgehend farbigen Illustrationen sind sehr detailreich und so ist es für die Vorlesenden und das Kind eine wahre Freude, sich die vielen Kleinigkeiten anzusehen. Auch ohne Text laden die Zeichnungen zu eigenen Erzählungen ein. Auf einer Seite sieht man die beiden Freunde auf dem Sofa sitzen, unter welchem einiges an Müll liegt. Auch auf dem Teppich liegt viel herum und der Zahnputzbecher steht auf dem Boden anstatt im Badezimmer! Da haben die beiden aber gar nicht gut aufgeräumt!
Das Bilderbuch mit seinen 40 Seiten ist im Nu zu Ende, doch das ist für die Kleinen auch gerade richtig. Die Reime sind für meinen Geschmack zuweilen etwas holprig. Warum ist Kratzbürste immer schlecht gelaunt? Dies wird nicht verraten und ich denke, da werden die Vorlesenden eventuell etwas improvisieren müssen, um dem Kind eine Antwort zu geben. Von mir gibt es 4 Sterne.
Hach, wie schön!
Inselleuchten auf Sylt von Julia K. Rodeit
Inselträume auf Sylt, Band 6: Hanna ist mehr als überrascht, dass ihre Mutter Ulla nochmals heiraten wird. Sie freut sich, dass sie ihr als Schneiderin das schönste Brautkleid überhaupt kreieren darf. Die Ernüchterung folgt jedoch, als sie erfährt, dass Ulla ausgerechnet den Vater von Tjark, ihrem Jugendschwarm, heiraten wird.
Mit Tjark verbindet sie eine peinliche Vorgeschichte. Und als wäre das nicht genug, sollen Hanna und Tjark gemeinsam die Hochzeit ihrer Eltern organisieren! Aber gut, das lenkt sie ein bisschen von ihren finanziellen Sorgen ab…
Erster Eindruck: Das Cover mit Strand, Wasser und dem Leuchten am Horizont gefällt mir gut (nur die „draufmontierten“ Elemente wie z.B. der Seestern oder der Liegestuhl gefallen mir nicht).
Dies ist Band 6 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (es kommen jedoch immer wieder Protagonisten aus früheren Bänden vor).
Hanna führt erfolgreich ihr Brautmodengeschäft „Weddingdreams“ in Flensburg. Nun ja, erfolgreich im Sinne von vielen Aufträgen. Sie arbeitet fast ohne Pause und kommt trotzdem nicht auf einen grünen Zweig. Daran ist aber auch Liam mitschuldig. Hanna will nun aber ihre diesbezüglichen Sorgen auf die Seite schieben und sich dem erfreulichen Ereignis – der Hochzeit – widmen. Tjark führt das Café „Schietwetter“. Er fällt aus allen Wolken, als sein Vater Knut ihm seine zukünftige Braut und deren Tochter vorstellt: Es stehen Ulla und Hanna vor der Tür! DIE Hanna. Die Hanna aus seiner Schulzeit, mit dem peinlichen Ereignis, für das er sich nach wie vor schämt. Das Wiedersehen mit Hanna ist merkwürdig – für beide.
Mir haben Ulla und Knut sehr gefallen. Es ist so schön, dass die beiden sich gefunden haben und nun heiraten. Die Liebe der beiden quoll förmlich zwischen den Buchseiten hervor – herrlich! Mein Romantikerherz ist dafür sehr dankbar. Das Wiedersehen mit all den liebgewonnenen Protagonisten war ebenfalls sehr schön. Lange Zeit blieben die Sorgen von Hanna unklar (ich wurde regelrecht ungeduldig!). Das Buch hat sich im Nu ausgelesen; der Ausgang der Geschichte hat mir wunderbar gefallen. Von mir gibt es erneut 5 Sterne.
Mit Mini-Schritten in die richtige Richtung
Gamechanger Protein von Matthias Riedl
Wenn man sich die Regale der Supermärkte anschaut, finden sich zurzeit viele mit Proteinen angereicherte Produkte (High Protein Puddings, Shakes, Riegel, Toast, Pasta u.v.m.). Brauchen wir das wirklich? Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner, Buchautor sowie ärztlicher Direktor und Gründer des medicum Hamburg, klärt auf.
Auf verständliche Art vermittelt er aktuelles Fachwissen rund um die Proteine, ergänzt mit 60 Rezepten und vielen Tipps für die Umsetzung im Alltag.
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir, ebenso der Buchtitel – wer möchte nicht einen Gamechanger für eine verbesserte Gesundheit haben?
Dies ist mein zweites Buch des Autors nach „Iss dich gesund mit Dr. Riedl“, was mir sehr gut gefallen hat.
Proteine, Kohlenhydrate und Fette gehören zu den Makronährstoffen, von denen der Mensch grosse Mengen zu sich nehmen muss, um die „Maschine“ – den Körper – am Laufen zu halten. Es ist sehr interessant, was Eiweiss bewirkt. Es gilt als „Arbeiter des Körpers“, wohingegen die anderen beiden in erster Linie als Energiequelle dienen.
Häufig heisst es: „je mehr, desto besser“. Gilt das auch für Eiweiss? Nein. Auch wenn viele „Pseudoexperten“ (O-Ton Dr. Riedl) – die Influencer – häufig genau das in den Social Media vermitteln. Aber ein Zuviel an Protein kann kontraproduktiv sein und die Nieren belasten.
Ich habe gelernt, dass das Protein dafür sorgt, dass es zum Sättigungsgefühl kommt. Sobald der Körper merkt, dass die Depots gefüllt sind, wird der „Schalter“ von „hungrig“ auf „satt“ umgestellt (Protein-Leverage-Effekt). Doch das bedeutet auch, dass ich hierfür mehr Protein in meinen Speiseplan aufnehmen muss, um Heisshunger-Attacken zu vermeiden. Die Rezepte im Buch geben erste Impulse. Mir hat insbesondere gefallen, dass Dr. Riedl empfiehlt, die Veränderung in der Ernährung in kleinen Schritten zu gehen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und mag eben die Gerichte, die er täglich vorgesetzt bekommt. Ob sie aber für den Körper gesund sind, ist ein ganz anderes Thema. Also lieber eine kleine Veränderung dauerhaft umsetzen und erst danach ein weiteres Thema angehen.
Fazit: viel trinken (immer eine „Baustelle“ bei mir), Proteinzufuhr auf drei Mahlzeiten am Tag verteilen (dazwischen möglichst nicht snacken), mehr Bewegung.
Ich habe dieses Buch als E-Book gelesen. Einige Tabellen waren dabei auf dem E-Book-Reader aufgrund der kleinen Bildschirmgrösse nicht so gut lesbar. Dies ist in der gedruckten Version sehr viel besser gelöst. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter – 5 Sterne.
Veränderungen in Sicht
Ein neuer Sommer am Inselweg von Julie Peters
Friekes Buchladen, Band 4: Was bedeutet der Sommer auf Spiekeroog für die Insulaner? Viel Arbeit! Davon hat Sonja, die alleinerziehende Dreifach-Mama und Vermieterin von Ferienwohnungen, effektiv mehr als genug. Der Brot-Job macht ihr jedoch schon lange keine Freude mehr. Soll sie diesen nun bis zur Rente weitermachen? Ihre Freundin Frieke bringt vom Festland ihren früheren Journalisten-Kollegen Carl mit – er wurde suspendiert und sucht Abstand.
Da er bei Sonja im Gästezimmer wohnt, kommen sie sich näher. Bei Frieke und Emma stehen Veränderungen bevor…
Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit Ferienfeeling – gefällt mir!
Dies ist Band 4 der Reihe, aber er lässt sich auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen.
Die Hauptprotagonistin ist dieses Mal Sonja. Sie hat viel um die Ohren und so gut wie nie Zeit für sich selbst. Der Job mit den Ferienwohnungen hat sie vor fünf Jahren von ihrem Vater übernommen, als sie sich hat scheiden lassen. Ihr Vater kann das Geschäft aber noch nicht so richtig loslassen und schaut sehr oft „zufällig“ vorbei. Friekes Kollege Carl wohnt vorübergehend bei Sonja im Gästezimmer, da alle Ferienwohnungen belegt sind. Sie findet ihn gleich sympathisch und ist zudem sehr angetan, dass er ungefragt im Haushalt mithilft – das hätte ihr Ex-Mann niemals gemacht. Sie freut sich über Carls Anwesenheit und über ihre Gespräche. Wäre es vielleicht möglich, dass aus ihnen beiden ein Paar würde? Aber weswegen wurde er überhaupt supendiert?
Frieke und Söhnchen Ole werden für knapp drei Monate auf Bengt verzichten müssen, da er für einen Forschungsauftrag wegfährt. Und ausgerechnet jetzt fühlt sie sich nicht so gut. Wie soll sie nur alles ohne ihn managen? Auch bei Emma läuft nicht alles wie gewünscht: Sie hätte gerne noch ein Kind, aber es scheint einfach nicht zu klappen. Jeden Monat die gleiche Enttäuschung…
Ein Sommer, der es in sich hat: viel emotionales Chaos und Zeit des Aufbruchs. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Am besten gefallen hat mir die Freundschaft von Frieke, Emma und Sonja – eine solche Freundschaft ist jedem zu wünschen. Von mir gibt es 3 Sterne.
Intensiv und beeindruckend
Die Melodie der Gnade von Bruce Hindmarsh; Craig Borlase
Intensiv und beeindruckend
Die meisten Menschen haben das Lied „Amazing Grace“ schon irgendwann mal gehört. Einige von ihnen wissen vielleicht nicht, dass dieses von John Newton geschrieben wurde. Die vorliegende Romanbiografie über John Newton führt zurück ins frühe 18. Jahrhundert nach England, wo er als junger Mann zur Marine verschleppt wird und auf einem Sklavenschiff unter brutalsten Bedingungen Dienst tut.
Er will nur eins: überleben. Später wird er selbst zu einem Kapitän, der den Auftrag hat, Sklaven einzukaufen. Als er einen gefährlichen Sturm überlebt, ist er sich plötzlich bewusst, dass dies nur durch die Gnade Gottes habe geschehen können. Sein Leben verändert sich für immer…
Erster Eindruck: Das Cover mit dem Segelschiff gefällt mir für diese historisch-christliche Romanbiografie sehr gut.
John durchlebt schlimme Zeiten auf See, wo er unter verschiedenen Kapitänen dient. Ich war überrascht, dass John – sobald er sich beruflich verbessert hatte – sich überheblich und dumm verhielt (er meinte selber, dass er dumm gewesen sei). Er machte sich über diejenigen lustig, die unter ihm standen, obwohl er selbst kurz vorher noch ein „Diener der Sklaven“ war. Und dann wendete sich das Blatt erneut und John fiel – wieder – tief. Dieses Auf und Ab schien aber über lange Zeit keinen wirklichen Einfluss auf sein Verhalten und Denken zu haben.
Das Buch lief wie ein Kinofilm vor meinem inneren Auge ab, was mir insbesondere beim Seefahrt-Teil sehr brutale und blutige Bilder bescherte. Als John später Pastor wurde, wurde die Geschichte ruhiger. Die Freundschaft zu William Cowper, dem Dichter, der zeitlebens unter Melancholie bzw. über viele Jahre unter schwersten Depressionen litt, hat mich sehr beeindruckt. William und John haben viel zusammen geschrieben. Die Entstehung des weltbekannten Liedes „Amazing Grace“ wurde erst etwa nach 2/3 des Buches thematisiert. Doch wahrscheinlich war der lange Vorlauf, in dem die vielen Jahre Seefahrt und Sklavenhandel abgehandelt wurden, nötig, um die darauf folgende Veränderung bei John besser verstehen zu können. Interessant waren auch die Passagen, als John sich später gegen den Sklavenhandel aussprach. Was mich zudem sehr berührt hat, war die Liebe von John zu seiner Frau. Einiges hätte er wohl nicht so gut ohne sie durchgestanden!
Das Buch kam mir deutlich länger als 304 Seiten vor, aber das lag vielleicht an der Dichte, der Intensität der Erzählungen. Mehr noch als die reine Lesezeit des Buches haben wohl meine diversen Internetrecherchen zu etlichen Situationen oder erwähnten Namen zu Buche geschlagen. Von mir gibt eine klare Leseempfehlung – 5 Sterne.











