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Rezensionen von peedee:

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Leider nicht mein Fall, schade

Und mittendrin die Limmat von Kiara Kern

Das Schlimmste, was auf einer Klassenreise passieren kann, ist passiert: Eine Schülerin kommt tragisch ums Leben. Lehrerin Elaine hat heftige Schuldgefühle, da sie der Meinung ist, sie hätte bereits im Vorfeld eingreifen müssen, damit eskaliert wäre. Zudem befürchtet sie, dass es kein Unfall war – es ist jedoch nur ein Verdacht, daher schweigt sie.

Sie verarbeitet ihre Erlebnisse in Romanform und veröffentlicht diesen unter einem Pseudonym. Vierzehn Jahre später ereignet sich ein weiterer Todesfall: Das Opfer ist aus derselben Klasse und die Vorlage scheint aus Elaines Buch zu kommen…

Erster Eindruck: Das Farbenspiel auf dem Cover vermittelt eine besondere Stimmung – gefällt mir sehr gut.

Der Job einer Lehrperson ist nicht einfach, insbesondere dann nicht, wenn es sich um eine „schwierige“ Klasse handelt. Für Elaine war diese Klasse die schlimmste Klasse, die sie je hatte. Laura ist die Anführerin; sie weiss die Menschen um sich zu gruppieren und nach ihrer Laune tanzen zu lassen. Ihre Waffe ist das Wort: Mobbing im grossen Stil. Wenn jemand sie auf ihr Verhalten anspricht, war alles nur ein Missverständnis. Selbstverständlich. Anna gehört auch zum engsten Kreis um Laura. Nach vierzehn Jahren kommt es zu einem Wiedersehen von Elaine und Anna, da sie – mittlerweile in Berlin wohnend und arbeitend – eine Ausstellung in Zürich macht. Für Anna war die Entscheidung, nach Zürich zu kommen, nicht einfach, denn es gibt zu viele schlechte Erinnerungen.

„TAT ORT. WORT:
Je nach SICHT und LICHT
sieht man die NARBE oder NICHT.“

Es geht um Wortkunst, künstliche Intelligenz, Mobbing, Schuld, Psychosen (anders sind gewisse Dinge für mich nicht erklärbar). Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen; mit dieser Wortkunst konnte ich nicht so viel anfangen. Die Protagonisten fand ich sehr anstrengend. Ich habe immer gehofft, dass auf der nächsten oder übernächsten Seite etwas kommt, was verblüffend ist und die Geschichte aus einem ganz anderen Blickwinkel beleuchtet. Doch dies ist für mich nicht eingetreten, nicht einmal am Schluss. Es tut mir sehr leid, aber ich kann für diesen Whydunit-Krimi nur 2 Sterne vergeben – wahrscheinlich bin ich nicht die richtige Zielgruppe. Schade.

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Leider nicht mein Fall, schade
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Das Weihnachtswunder

Friesenmeermagie von Tanja Janz

Ein gemütlicher Nachmittag unter Freundinnen führt dazu, dass Malin bei einer Auktion einen alten Koffer ersteigert, deren Inhalt ihrem Leben eine neue Ausrichtung gibt. Im Koffer befindet sich ein berührender Brief einer alten Dame, zusammen mit Fotos und einem Schlüssel zu ihrer kleinen Fischerkate in St.

Peter-Ording. Die Tochter will dieses Haus nach Weihnachten an eine Hotelkette verkaufen, was jedoch der unbekannten Dame das Herz brechen würde. Malin begibt sich auf Spurensuche, doch die Zeit läuft…

Erster Eindruck: Ein schönes winterliches Cover – gefällt mir.

Malin und Franzi sind seit vielen Jahren Freundinnen und seit kurzem auch Geschäftspartnerinnen mit ihrer Grafikdesign-Firma. Als Franzi etwas Verrücktes tun wollte, besuchen sie spontan eine Fundsachenversteigerung. Franzi erbeutet Angelzubehör für ihren Vater, Malin – nun unter Zugzwang – ersteigert einen kleinen Koffer. Niemals hätte sie erwartet, dass der Inhalt solchen Einfluss auf ihr weiteres Leben haben würde. Eine unbekannte Frau, selbstverständlich gibt es keinen Absender, schickt ihr den Schlüssel zu ihrem Haus in St. Peter-Ording. Wo gibt es denn so etwas? Malin lässt das Ganze keine Ruhe und so fahren die Freundinnen kurzerhand hin, um das Haus zu finden, was ihnen auch schnell gelingt. Und dann krempeln sie die Ärmel hoch und beginnen aufzuräumen, zu putzen, einzukaufen, zu streichen und schmirgeln…

So, ich bin literaturtechnisch wieder aus St. Peter-Ording zurückgekehrt. Wie es war? Nun ja, zuerst musste ich mir sagen, dass es ein Märchen ist, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand einen Koffer ersteigert und damit ein Haus vermacht bekommt. Ich denke nicht, dass das rechtlich so einfach funktionieren würde. Aber nachdem ich diesen Fakt mal beiseitegeschoben habe, war ich im Märchenmodus drin. Dazu kommt noch ein Weihnachtswunder, denn nur das kann die Erklärung dafür sein, dass jemand für eine wildfremde Person wochenlang deren Haus renoviert und dafür so viel Zeit und Geld aufwendet. Abgesehen von diesen beiden Punkten hat mir die Geschichte gut gefallen – die Protagonisten waren sympathisch, die Geschichte liess sich flüssig lesen, war jedoch zu kurz. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Das Weihnachtswunder
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Vertrauen, Hoffnung, Vergebung

Flucht der Herzen von Crystal Caudill

Hidden Hearts of the Gilded Age, Band 2: Landkreis, 1884. Als Geheimdienstmitarbeiter ist man zu äusserster Verschwiegenheit verpflichtet, denn ansonsten ist das eigene Leben bedroht. Dies ist Andrew Darlington nur zu gut bewusst. Er soll einen US-Marshal bei einem Fall unterstützen, der jedoch die Ankunft von Andrew nicht mehr erlebt hat.

Lu Thorne hat ihren Mann verloren und ist nun alleine mit ihrem Sohn Oscar. Sie sollte als Informantin gegen die Thornes aussagen, doch durch den Tod des Marshals ist nun alles in Gefahr. Andrew und Lu müssen unfreiwillig zusammenarbeiten…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut und passt perfekt zum ersten Band.

Dies ist Band 2 einer Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden.

Der Einstieg fiel mir merkwürdigerweise nicht so leicht und ich weiss nicht genau, woran es lag. Die vielen noch unbekannten Namen? Die Situation? Nach einer Weile ging das Lesen dann deutlich besser. Ich musste mir immer wieder vor Augen halten, dass die Zeit, in der diese Geschichte spielt, so gegensätzlich zu der heutigen ist: Der Status einer Frau, insbesondere wenn sie verwitwet ist, ist sehr schwierig. Aber dazu noch in dieser absolut üblen Familie Thorne unter der mit eiserner Faust regierenden Matriarchin lebend, ist der Alltag grauenhaft. Bei „Ma Frances“ kam mir „Ma Dalton“, die Mutter der Dalton-Brüder aus der Comic-Reihe „Lucky Luke“ in den Sinn. Nur ist Frances keine Comic-Figur, worüber man lachen könnte. Leute, die sie nicht mag, vergiftet sie mal eben oder schickt einen ihrer Söhne, um den „Fall“ zu erledigen. Die Thornes morden, stehlen, betrügen. Wie soll Lu von dieser Familie wegkommen? Um sich selbst hat sie nicht Angst, aber um ihren kleinen Sohn Oscar.

Der Glaube hat einen grossen Stellenwert in diesem Buch, was mir sehr gut gefallen hat. Das schwierige Thema Vergebung wurde gut in die Geschichte eingearbeitet. Mir haben Lu und Andrew sehr gefallen, auch bereits in der Zeit, wo sie sich noch gar nicht wirklich mochten. Meine Lieblingsfiguren waren jedoch der Pfarrer und seine Frau Mary. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich bin auf die Fortsetzung gespannt – 4 Sterne.

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Vertrauen, Hoffnung, Vergebung
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Weitreichende Ereignisse

Schwedenglut von Jesper Lund

Kriminalkommissar Niklas Zetterberg, Band 3: Ein Grossbrand in der Nähe von Helsingborg bedingt die Anforderung der Mordkommission Malmö um Kommissar Niklas Zetterberg und Partnerin Emma Steen, denn es wurde eine Leiche gefunden. Hinweise deuten auf Brandbeschleuniger und somit auf Mord. Die Ermittlungen zeigen, dass der Hof einem rechtspopulistischen Politiker gehört, von dem jedoch jede Spur fehlt.

Kurz darauf wird eine weitere Leiche gefunden. Haben die beiden Taten einen Zusammenhang?

Erster Eindruck: Das Cover ist aufgrund der Rottöne sehr ausdrucksstark – gefällt mir sehr gut.

Dies ist Band 3 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.

Als das Team um Niklas Zetterberg in Helsingborg auftaucht, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, stosst es auf wenig Sympathien: Die örtliche Polizei stört sich daran, dass „die aus Malmö“ hinzugezogen wurden, die Bewohner von Helsingborg wollen grundsätzlich nicht mit der Polizei, und schon gar nicht mit der aus Malmö, sprechen. Die Polizei findet eine Leiche, die in einem Kellerverlies angekettet war. Wer war diese Person? Wo ist der Besitzer des Hofes? Warum äussern sich die Bewohner des Ortes so kryptisch gegenüber der Polizei?
Erst gerade aus den Ferien zurück, gibt es viele offene Fragen für Niklas und Emma. Es gibt jedoch auch noch private „Baustellen“, denn Niklas leidet unter der andauernden Bedrohung seiner Ex Pernille, die Alkohol-, Drogen- und psychische Probleme hat. Sie stalkt ihn und will Emma umbringen. In den unpassendsten Momenten sieht Niklas Pernille klar vor sich – aber oftmals ist sie nur in seinem Kopf…

„Leben war vergänglich. Es kam und es ging. Immer wieder aufs Neue. Kein einziges Leben blieb für die Ewigkeit.“

Rechtsterrorismus, Schweden für „echte“ Schweden, geplanter Regierungsputsch, Stalking, Wahnvorstellungen – dies sind nur einige der behandelten Stichworte, die das Ganze sehr komplex machten. Ich habe das Buch im Nu ausgelesen, das heisst, dass es mich fesselte. Daher kann ich auch nur volle 5 Sterne geben. Ich hoffe auf weitere Bände mit Niklas Zetterberg und Co.

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Weitreichende Ereignisse
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Sehr knappe 3 Sterne

Sehnsucht nach der blauen Insel von T. I. Lowe

Als Location Scout ist Sonny Bates viel unterwegs – die Reisen führen sie an die entlegensten Orte der Welt. Sie ist froh, unterwegs zu sein, denn so kann sie ihre seelischen Verletzungen aus der Vergangenheit ausblenden. Als sie jedoch der neuste Auftrag in die Nähe ihrer alten Heimat bringt, brechen alte Wunden auf.

Für einen Drehort fährt sie auf eine private Insel, wo sie den geheimnisvollen Eigner Hudson Renfrow trifft, der sehr zurückgezogen lebt und dadurch Nährboden für vielerlei Gerüchte bei der Bevölkerung bietet. Sonny will ihn unbedingt besser kennenlernen, denn sie erkennt den vielschichtigen Mann hinter seinen Narben…

Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit einfachem Buchtitel – gefällt mir.

Dieses Buch wurde mit dem „Christy Award“ für das beste Buch des Jahres 2024 ausgezeichnet. Das hat bei mir hohe Erwartungen geweckt, die jedoch leider nicht erfüllt wurden.
Hier kommen viele Dinge zusammen – ich meine zu viele –, denn es geht nebst dem (spärlich eingebauten) Glauben um Machtmissbrauch, die MeToo-Bewegung, übergriffiges Verhalten, Social Media, und auch „die Schöne und das Biest“. Ich wurde mit der Figur Sonny nicht warm: Sie bedauert ihr früheres Verhalten und das schlechte Verhältnis zur Familie, macht aber jahrelang nichts, um Verbesserungen zu erzielen. Dann jammert sie plötzlich über den Machtmissbrauch ihres Chefs Will und dessen übergriffiges Verhalten, verhält sich aber selbst mehr als übergriffig in Bezug auf Hudson auf seiner Privatinsel „Indigo Island“. Er sagt mehrfach nein zu ihr, aber sie hört nicht auf, ihn zu belästigen (und als das sehe ich ihr Verhalten an, wenn sie immer wieder auf das Privatgelände gelangt und Hudson ihre Gesellschaft aufdrängt). Hudson hat Schlimmes erlebt und sowohl körperliche als auch seelische Narben davongetragen. Will Sonny Hudson „retten“ oder wieso drängt sie sich ihm so auf? Wieso kümmert sie sich nicht in erster Linie um ihre eigenen Probleme? Weil das einfacher für sie ist? Verdrängung?

Es gab interessante Einblicke in die Indigo-Gewinnung und auch darüber, wie Menschen Vorurteile entwickeln und diese pflegen. Vergebung und Versöhnung in den letzten 10% des Buches haben mir gefallen, so dass das Buch auf (sehr) knappe 3 Sterne kommt.

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Ein Pageturner

Die Bucht von Liz Webb

Nancy und ihr Freund Calder verlassen London und ziehen auf eine kleine Insel vor der Westküste Schottlands. Sie suchen einen Neuanfang für ihr Leben, ihre Beziehung. Die Insel ist nicht zufällig gewählt, sondern die Heimat von Calder. Als Zugezogene fällt es Nancy schwer, sich in den Mikrokosmos der Insel einzufügen.

Das alles beherrschende Wasser beunruhigt sie, ist doch auch Calders Vater Douglas vor Jahren darin umgekommen. Als nun bei einem Sturm Calders Boot kentert, treibt er regungslos im eiskalten Wasser. Seine Rettung scheint einem Wunder gleich, denn sein Körper war lange ohne Herzschlag. Nancy sollte überglücklich sein, doch Calder ist nicht mehr der Alte. Wie ist das möglich? Sie hat plötzlich Angst vor ihm…

Erster Eindruck: Das Cover ist schlicht, ebenso der Buchtitel. Der Untertitel macht das Ganze jedoch sehr geheimnisvoll.

Auf der Insel geht Merkwürdiges vor: Arran, der Pastor, ist sehr speziell. Nun gut, Nancy ist nicht religiös und vielleicht versteht sie ihn deshalb nicht. Sie hat jedoch das Gefühl, dass er sektiererisch vorgeht. Und irgendwie scheint er von ihrem Geheimnis zu wissen. Doch das ist nicht möglich… oder? Nancy erfährt, dass Calders frühere Freundin Caitlin seit Jahren verschollen ist, aber einmal jährlich eine Postkarte bei ihrer Mutter Alison eintrifft. Über Rob, Caitlins Vater, kursieren Gerüchte, dass er sich an seiner Tochter vergriffen habe. Und Isla, Calders kürzlich verstorbene Mutter, war strengreligiös nachdem ihr Mann im Meer umgekommen war. Nancy erfährt Dinge über Calder, die er ihr ganz anders erzählt hatte…

Ich bin sehr froh, dass diese Insel nur ein fiktiver Ort ist, denn wenn er real wäre, müsste davor gewarnt werden, diese Insel zu besuchen, da dort so viele mysteriöse Dinge vor sich gehen. Bereits nach den ersten paar Seiten war mir klar, dass ich die nächste Fähre nehmen würde, um schnellstmöglich von dieser Insel wegzukommen. Ich wäre ja gar nicht erst auf die Idee gekommen, auf eine Insel zu ziehen, die nur 83 Bewohner:innen hat. Das wäre mir deutlich zu eng, zudem bekäme ich Beklemmungen bei dem Gedanken, bei Sturm von der Welt abgeschottet zu sein.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Meiner Meinung nach verrät der Klappentext zu viel. Für mich stand das ganze Buch unter einem grauen, düsteren Schleier. Es war durchgehend beklemmend und ich wusste nie, wem man eigentlich noch trauen konnte, daher scheint die Autorin alles richtig gemacht zu haben. Die Auflösung war überraschend und ich würde gerne noch etwas dazu sagen, aber ohne zu spoilern ist das leider nicht möglich. Für mich war es ein Pageturner, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

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Ein Pageturner
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Nicht alles ist wissenschaftlich zu beweisen

Die Donovans 2. Die Spur des Kidnappers von Nora Roberts

Die Donovans, Band 2: Mel Sutherland ist Privatdetektivin und steht wohl vor ihrem persönlichsten Fall – das Baby ihrer Freundin Rose ist entführt worden! Als alle Hinweise im Sande verlaufen, kontaktiert sie den Telepathen Sebastian Donovan. Sie glaubt nicht daran, dass Menschen hellsehen können, aber für ihre Freundin will sie alles versuchen.

Sebastian ist nicht beeindruckt von Mels Widerwillen. Er weiss, was er kann. Mel und Sebastian müssen zusammenarbeiten, um etwas zu erreichen…

Erster Eindruck: Ein zu einem Liebesroman sehr gut passendes Cover.

Dies ist Band 2 der Reihe um die Donovans. Im vorliegenden Band ist Sebastian Donovan die Hauptperson. Sebastian, Morgana und Anastasia sind die Donovan-Cousins – ihre Väter sind Drillinge, die wiederum Drillingsschwestern geheiratet haben und sodann je ein Kind bekommen haben. Verwirrend? Und ob. Das Band der Cousins ist sehr eng. Jede/r der drei hat eigene Fähigkeiten, die ihnen mitunter auch im Weg stehen.

Mel hat hohe Anforderungen an sich: Sie will all ihre Fälle lösen, und zwar auf ihre eigene Weise. Daher widerstrebt es ihr sehr, nun mit Sebastian zusammenzuarbeiten. Er hingegen ist auch gewohnt, allein zu agieren. Sie schliessen ein Arrangement, wie sie gemeinsam vorgehen wollen. Mel ist verblüfft, als Sebastian Hinweise auf den Verbleib von Baby David findet, vermutet aber, dass er einfach seine Beziehungen zur Polizei hat spielen lassen. Aber er schafft es, sie von sich zu überzeugen – nicht nur auf beruflicher Ebene…

Das Buch war mit seinen 246 Seiten schnell ausgelesen. Ein bisschen Crime, ein bisschen Fantasy, dazu noch ein bisschen Romantik – hat mir gut gefallen. Die Donovans sind eine bunte Truppe (insbesondere als Sebastians Eltern mit ihren Geschwistern spontan vorbeigekommen sind) – herrlich! Ich bin gespannt auf die Fortsetzung mit Anastasia. Von mir gibt es für diesen Fall 3 Sterne.

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Nicht alles ist wissenschaftlich zu beweisen
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Verwirrend

Die Mündung von Tim Pieper

Kommissarin Lena Funk muss dringend eine Auszeit nehmen: Sie hat ihre Schwester Jette durch den sogenannten Gezeitenmörder verloren und dann starb auch noch ihre Mutter – eine sehr schwere Zeit. Auf einer abgeschiedenen Insel will sie zurück ins Leben finden. Als ein Toter an Land angeschwemmt wird, findet Lena in seiner Jacke ein paar Schmuckstücke.

Sie erkennt sie sofort, denn es sind die Trophäen des Gezeitenmörders! Lena ist überzeugt, endlich einen Schritt weiterzukommen. Je mehr sie sich jedoch in den Fall hineinkniet, desto gefährlicher wird es für sie…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes umlaufendes Cover; gefällt mir.

Als Polizistin hat Lena schon viele schlimme Dinge gesehen – es gehört zu ihrem Job, mit diesen Bildern umgehen zu können. Als jedoch ihre eigene Schwester durch den Gezeitenmörder umgebracht wird, ist sie einfach nur als Privatperson betroffen. Sie ist es ihrer Schwester und den anderen Frauen schuldig, den Mörder zu finden. Deren Leben kann Lena nicht mehr retten, aber vielleicht ihr eigenes. In ihrem Kopf passieren merkwürdige Dinge. Wird sie langsam verrückt? Oder ist das nur dem ganzen psychischen Stress geschuldet? Eine Auszeit in der Abgeschiedenheit soll ihr helfen, zur Ruhe zu kommen. Doch es kommt ganz anders als geplant.

Ich habe alle Bände der Krimireihe um Hauptkommissar Toni Sanftleben gelesen – sie haben mir ausgezeichnet gefallen. Daher war ich sehr gespannt auf diesen ersten Thriller. Leider hatte ich Mühe, in die Geschichte hineinzukommen. Es war verwirrend. Sehr verwirrend. Was entsprach der Realität, was war erfunden? Durchlebte Lena eine Psychose? Wem kann man überhaupt vertrauen? In meinem Kopf gab es so viele Fragezeichen… Und Verwirrung. Ja, ich habe es schon ein paar Sätze vorher erwähnt, aber die Story war für mich eben auch ausserordentlich schwer verständlich. Die Komplexität dieser Geschichte rund um die Forschung hat bestimmt einen enormen Rechercheaufwand bedeutet. Die letzten 100 Seiten fand ich am interessantesten – 3 Sterne.

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Verwirrend
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Kurzweilig, unterhaltsam, schön

Die kleine Villa in Italien von Julie Caplin

Romantic Escapes, Band 11: Lia hat eben erst erfahren, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Das trifft sie völlig unverhofft; sie stellt ihr ganzes Leben in Frage. Beruflich steckt sie zudem noch in einer Schaffenskrise. Sie fährt an die Amalfiküste, wo sie in einem Atelier eines Freundes den Sommer über wohnen kann.

Ihr Vater Ernesto, ein berühmter Schauspieler, wohnt auch da. Sie hofft, mehr über ihn und ihre Wurzeln zu erfahren. Aber Ernestos Manager Raphael blockt ihre Kontaktversuche ab…

Erster Eindruck: Ein durch seine kräftigen Farben auffälliges Cover – passt gut zu den anderen Bänden.

Dies ist Band 11 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.

Lia ist Textilkünstlerin und hat unlängst für eine Restauranteröffnung in London Vorschläge für die Inneneinrichtung ausgearbeitet. Leider waren die Restaurantbesitzer nicht so begeistert und haben Lia in eine Krise gestürzt. Was genau soll sie ändern? Als Lia von ihrer Mutter erfährt, dass der Mann, den sie seit Kindesbeinen als Vater angesehen hat, nicht ihr leiblicher Vater ist, stürzt eine Welt zusammen. Sie fährt nach Italien und hofft, ihre berufliche und private Krise zu überwinden. Völlig impulsiv fährt sie zur Villa ihres Vaters – aber selbstverständlich ist diese rigoros abgeriegelt. Und wenn es mal schlecht läuft, läuft es eben sehr schlecht: Sie trifft auf Raphael, den Manager von Ernesto, der sie in London schon zur Weissglut gebracht hat. Ein attraktiver Typ zwar, aber das spielt keine Rolle – sie sucht ja keinen Mann.

Das muss schlimm sein, wenn man plötzlich erfährt, dass der Vater, den man bisher immer als solches angesehen hat, gar nicht der leibliche Vater ist. Doch wann hätte es die Mutter ihrer Tochter sagen sollen? Es gibt nicht DEN passenden Zeitpunkt für eine Mitteilung solcher Tragweite. Es hat mir gefallen, dass Ernesto und seine Familie sich so freuen, Lia endlich kennenzulernen. Denn im Gegensatz zu ihr wussten sie nämlich von ihrer Existenz! Mit Ernestos Familie ist immer Trubel. Am meisten berührt hat mich ein Gespräch von Lia und ihrem Ziehvater. Leider kann ich nichts darüber verraten, nur so viel: Es kullerte das eine oder andere Tränchen… Von mir gibt es für die kurzweilige Unterhaltung 4 Sterne.

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Kurzweilig, unterhaltsam, schön
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Interessante Einblicke

Ein Gott, der mich sieht von Mary DeMuth

Viele Frauen kennen das Gefühl, falsch verstanden oder abgelehnt zu werden. Übersehen zu werden. Soll sie das falsche Bild korrigieren? Wie kann sie loslassen und Frieden finden? Die Autorin erzählt die Geschichten von zehn Frauen der Bibel, die nur zu gern in Schubladen gesteckt wurden, und versucht aufzuzeigen, welche Parallelen es zum heutigen Leben gibt.

Der Originaluntertitel „The Most Misunderstood Women of the Bible” wäre auf Deutsch ebenfalls sehr passend gewesen: die am häufigsten missverstandenen Frauen der Bibel – genau darum geht es.

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut – es strahlt Ruhe und Frieden aus.

Jedes Kapitel ist wie folgt unterteilt: „Die biblische Erzählung“, „Was bedeutet das für dich?“, „Ein paar gute Nachrichten über dein wahres Ich“ sowie „Kurz nachgedacht“.

„Missverstanden und verkannt zu werden, gehört zum Schwierigsten, was wir Menschen in diesem Leben ertragen müssen.“

Hagar, „die Vergessene“, tat mir sehr leid. Geduldig hat sie alles ertragen und wurde dann trotzdem weggeschickt.
Lea, „die Ungeliebte“, hoffte jahrelang, dass Jakob ihr den ersehnten Respekt entgegenbringen würde. Und Liebe. Aber er schien immer Rahel vorzuziehen.
Rahab, „die Hure“, war sehr mutig. Dieser Mut und ihr Glaube haben mich sehr beeindruckt.
Batseba, „die Misshandelte“, wurde von David missbraucht. Der Missbrauch setzte sich in Davids Familie fort: sein ältester Sohn hat sich an seiner Schwester Tamar vergangen – „die Missbrauchte“. Ihr Vater hat sie nicht verteidigt, denn das hätte vorausgesetzt, dass er seine eigenen Taten kritisch hinterfragt hätte.
Die Frau aus Sprüche 31 wird hier als „die Vollkommene“ erwähnt. Die Autorin warnt davor, sich mit ihrer Perfektion vergleichen zu wollen. Mich hat jedoch nicht das beeindruckt, was sie arbeitsmässig geleistet hat, sondern die Liebe zu ihrem verstorbenen Mann.
Eva, Noomi, Maria aus Magdala, Phöebe waren die anderen porträtierten Frauen.

„Ganz gleich, was du über dein Aussehen denkst: Deine Seele kann immer wunderschön sein.“

Mir haben die abschliessenden Fragen jedes Kapitels sehr gefallen und mich dazu aufgefordert, in Ruhe meine Antworten darauf zu suchen. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Interessante Einblicke