Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Prima Detektivgeschichte für Grundschüler
Paula Prima und der Klassendieb von Regine Bielefeldt
Paula geht in die dritte Klasse in der allerbesten Schule überhaupt, der Waldschule. Zusammen mit ihren Freunden erlebt sie dort den ganz normalen Schullalltag. Alles prima, Paula? Na klar! Bis eines Tages die wunderschönen Glitzerstifte der allerliebsten Lehrerin verschwinden, klar, dass Paula und ihre Freunde sich auf die Suche nach Stiften und Dieb machen.
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Wir (Mutter/Tochter) haben das Buch nacheinander gelesen. Hier der Eindruck der Tochter:
"Ich mag das Buch, weil es in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, das lese ich am liebsten. Außerdem liebe ich Detektivgeschichten, hier fand ich gut, dass es um Glitzerstifte ging, nicht gleich um die Diamanten der Königin oder so etwas übertriebenes, weil es ja ein Buch für jüngere Kinder ist und da sind Glitzerstifte viel wichtiger als Diamanten."
Ich ergänze dann mal noch ein wenig.
Mir hat auch sehr gut gefallen, dass es eben aus der Kindersicht erzählt wurde und da auch mal etwas schief ging, also dass es so schön realistisch war.
Auch die Optik des Buches ist sehr schön, viele schöne Illustrationen und der Lageplan der Schule ist eine super Idee gewesen, so kann man noch tiefer in die Geschichte eintauchen und sich alles besser vorstellen.
Das Buch hat auch Gedankenanstöße gegeben, es geht ganz viel um Gerechtigkeit. Man kann sich wunderbar austauschen und stellt unter Umständen fest, dass man ganz unterschiedliche Ansichten hat, was gerecht ist. Spannend!
Aber auch unabhängig davon ist es einfach eine spannende, erfrischende Detektivgeschichte rund um das Leben von Grundschülern, die man sowohl selbst lesen kann oder es sich zusammen gemütlich macht und sich das Buch vorlesen lässt.
Falls jemand Bedenken bzgl. der Glitzerstifte haben sollte: keine Bange, es geht gar nicht um Glitzer-Bling-Einhorn-Irgendwas, das Buch ist für Jungen und Mädchen geeignet.
Weiterempfehlung ab ca. 2. Klasse, perfekt natürlich für Drittklässler wie Paula, aber auch Viertklässler werden sich noch wiederfinden.
Superschurkin, Superchip und Superunterhaltung
Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke! von Rüdiger Bertram
Franzi hat als einzige in der Klasse kein Handy und das nicht, weil ihre Eltern technikkritisch sind, sie haben schlechtweg nicht so viel Geld, um mal eben ein Smartphone kaufen zu können. In ihrer Klasse wird Franzi deshalb richtiggehend gemobbt.
Zum Glück steht der Schulwechsel auf die weiterführende Schule an, Franzi freut sich riesig, hier wird sie doch hoffentlich endlich Freunde finden?
Naja, es läuft alles nicht so gut, aber hey, sie bekommt endlich ihr langersehntes Handy.
Allerdings als kleinen Bonus noch Dan, sozusagen das Innenleben des Handys und sehr speziell. Damit nicht genug, eine echte Superschurkin kreuzt auch noch ihren Weg und will (natürlich) nicht weniger als die Weltherrschaft.
Hier merkt man schon, dass das Buch eine geniale Kombination aus ernsten Themen (Handy, Ausgrenzung, Mobbing. Wertigkeiten in unserer Gesellschaft) und superwitziger Schurkenkomödie ist. Hut ab auch dafür, dass der ernste Background nicht schwer und niederschmetternd die Leselaune drückt, nein, er macht nachdenklich und bietet Gesprächsanlass, ohne den schönen schrägen Grundhumor zu verlassen.
Man fühlt mit Franzi mit, ist genervt von Dan und kann ganz viel lachen.
Super fand ich auch, dass endlich mal eine weibliche Schurkin an die Weltherrschaft will - und köstlich, dass dies mit Hilfe von Saugrobotern geschehen soll. Diese haben auch wahrlich furchteinflößende Namen (ich will den Spaß nicht verderben, deshalb verrate ich sie hier nicht).
Was ich so noch gar nicht kannte: im Buch wird die Handlung ganz oft mit einem Mini-Comic fortgeführt. Also kein Comic-Roman, schon ein richtiges Buch mit "ordentlich" Text, aber ab und an eine superwitzige Illustration im Comic-Stil, die auch die Handlung fortführt, nicht nur unterstreicht. Das war ganz großes Kino, hat sehr viel Spaß beim Lesen gemacht und hält vielleicht auch etwas weniger lesefreudige Kinder bei der Stange.
Zum Abschluss noch das Fazit der Tochter, die ja die Erstleserin des Buches war:
"Ich mag die Comics im Buch.
Dan ist sehr lustig, auch wenn er immer angibt.
Dass Franzi eine Freundin findet ist auch auch schön.
Allerdings ein leichter Cliffhanger am Schluss, was ist mit Lady Ballerina passiert?"
Gute Frage - aber es gibt ja eine Fortsetzung, da werden wir das bestimmt erfahren.
Viel Neues für mich
Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke! von Rüdiger Bertram
Ein wunderschönes Kochbuch aus der Reihe Länderküchen, die Orientküche.
Hier kenne ich mich so gar nicht aus, deshalb fand ich es sehr hilfreich, dass vorangestellt ein Blick in den Vorratsschrank der Autorin geworfen werden kann. Hier werden die regelmäßig benötigten Zutaten vorgestellt, jetzt weiß ich, was Pul Biber und was Sucuk ist.
Ein weiterer Pluspunkt: im türkischen Supermarkt bekommt man alles problemlos, das meiste gibt es sogar im Supermarktregal um die Ecke.
Die Rezeptauswahl ist vielfältig, von Aioli (genau genommen gebratene Sardellen mit Zitronen-Aioli) bis Zekis Ratzfatz-Pide-Pizza.
Nachdem der Mann der Autorin Vegetarier ist, gibt es auch viele Rezepte ohne Fisch und Fleisch, es ist aber kein Veggie-Kochbuch.
Am meisten sprechen mich die Suppen und Salate an, das sieht alles so köstlich aus, beispielsweise:
Scharfe Möhren-Orangen-Suppe
Linsensuppe mit Spinat
Türkischer Bauernsalat mit Acocado
Salat aus grünen Kräuter-Eiern, Rucola und Pellkartoffeln.
Aber auch Pilaw, Kumpir und die vielen Joghurt-Dips, bis ich mich hier durchgefuttert habe, das dauert.
Für mich ganz wichtig: zu jedem Rezept gibt es ein Foto, außerdem ist das Buch aus schönem schweren Papier, mit tollen Fotos und einem geradlinigen Layout ohne Schnickschnackschnörkel beim Text. Sehr ansprechend!
Definitiv eine Bereicherung für mein Kochbücherregal und unseren Speiseplan.
#me too für junge Leserinnen und Leser
Rules For Being A Girl von Candace Bushnell; Katie Cotugno
Das Buch habe ich zwar gesehen, aber anhand des Titels und des Covers als eines dieser üblichen Teenie-Unterhaltungsromane abgetan. Dann habe ich einige Bewertungen dazu gesehen, die sich alle überschlugen vor Begeisterung und war neugierig und ja: hinter dem 0815-Umschlag versteckt sich eines der besten Jugendbücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe.
Es beginnt erwartungsgemäß. Marin ist 17 und in der Redaktion der Schülerzeitung, hat ihren ersten Freund, ist schlau und schwärmt ein wenig für ihren Englischlehrer. Ganz normales Teenie-Leben. Das liest sich flott und man kann sich sofort in Marin hineinversetzen (das bleibt während des ganzen Buches so - man leidet mit Marin, versteht ihre Selbstzweifel und wird immer wütender auf die Welt "da draußen").
Dann geschieht etwas, was Marin nachhaltig erschüttert - und als sie beschließt, es öffentlich zu machen, wird es bagatellisiert und bis auf wenige Menschen in ihrem Umfeld, die zu ihr stehen und ihr glauben, wird sie einfach abgetan, sie hätte da nur etwas falsch verstanden.
Bereits im Vorfeld wird auch deutlich, dass an Marins Schule (die überall sein könnte) für Mädchen und Jungs zweierlei Regeln gelten. Und dass alle schön mitspielen, auch die Mädchen solidarisieren sich nicht, sondern lachen über Mitschülerinnen. Man will ja schließlich keine Zicke sein...
Das Buch zeigt das anhand Marins Geschichte wunderbar auf und regt zum Nachdenken an. Es geht nicht nur um die "großen" Vorfälle, nein, unser ganzer Alltag ist von geschlechterspezifischen Erwartungshaltungen geprägt und wird so größtenteils auch gelebt.
Marin ist mutig - und sie muss erfahren, dass man ruckzuck von der beliebten Schülerin zur Außenseiterin mutiert. Auch wenn das Buch zeigt, dass man unbedingt den Mund aufmachen muss, so muss Marin auch erfahren, dass man damit massiv aneckt und unter Umständen auch Lebensträume begraben muss.
Das fand ich schon sehr hart, aber auch realistisch und deshalb gut.
Das Buch wird ab 12 Jahren empfohlen, ich würde es aber erst ab 14 Jahren weiterempfehlen. Jüngere Leser*innen ziehen vielleicht die falschen Schlüsse - schließlich kann Marin nicht mehr alles realisieren, was sie sich vorgenommen hat, der Umkehrschluss sollte aber nicht sein, deswegen stillzuhalten.
Auch über das Kernthema hinaus ist das Buch großartig. Marin hat eine Oma, die an Demenz leidet, sie hat einen Freund mit zwei Müttern und es gibt genauso tolle Jungs wie Mädchen in der Geschichte. Nicht schwarz-weiß und auch nicht pädagogisch-belehrend, sondern spannend und leicht lesbar geschrieben.
Ich fände es toll, wenn Bücher dieser Art künftig Schullektüre wären - ausreichend Gesprächsstoff für viele Schulstunden bietet es und ist dazu auch noch keine Minute langweilig.
Ganz große Weiterempfehlung!
Schürt Islandsehnsucht
Das Wörterbuch des Windes von Nina Blazon
Objektiv betrachtet ist die Geschichte voll von Klischees und völlig unglaubwürdig.
Weibliche Heldin in Ehekrise, schlimme Trennung, aber glücklicherweise sofort väterlichen Freund im Urlaubsland Island gefunden, der auch noch Herberge stellt. Sämtliche attraktive Männer verfallen ihr, Sprachprobleme gibt es auch nicht lange und mit wem sich ein Happy End findet, zeichnet sich auch ganz schnell ab.
Mir doch egal!
Ganz so plump ist es natürlich nicht und mir hat das Buch richtig gut gefallen. Die Landschafts- und Bewohnerbeschreibungen Islands sind wunderwunderschön und auch Swea, die weibliche Hauptperson sowie ihre neuen Freunde, besonders Eimar, ein ehemaliger Lehrer, sind authentisch beschrieben. Dass das alles "etwas" unwahrscheinlich ist (s. erster Absatz) ist mir während des Lesens nie unangenehm aufgefallen, erst beim Reflektieren über diese Rezension. Insofern ein packender Schreibstil, der mich sofort mitgenommen hat.
Das Buch ist mit 576 Seiten schon ein schöner Wälzer - und hat mich so gepackt, dass ich es am Stück gelesen habe.
Eine wunderbare Mischung aus Lovestory, Naturbeschreibung, Krisenbewältigung und generell über Neuanfänge.
Darüber hinaus für alle Island-Fans ein Traum, Wehmut garantiert.
Was war das denn, Jo Nesbø?
Ihr Königreich von Jo Nesbø
Ich inhaliere jeden Harry Hole Band, klar, dass ich auch das neuen Buch von Jo Nesbø lesen wollte. Diesmal ein Kriminalroman, kein Thriller, ich war gespannt.
Das Buch ist allerdings komplett anders als die Thriller, ich hätte ohne Angabe des Autors nicht erkannt, dass es ein Nesbø ist.
Es begann sehr gemächlich, das familiäre Leben der zwei Brüder in einem Hochgebirgshof in Norwegen wird erzählt.
Immer hängt eine dunkle Wolke über dem Plot, man ist - obwohl anfangs gar nicht viel geschieht- in der dumpfen Vorahnung, dass etwas Schreckliches passiert sein muss. Trotzdem ist es über gute Strecken null Krimi, sondern ein Familiendrama.
Bis dann - als ob plötzlich ein Schalter umgelegt wird - die Geschichte auf einmal eine ganz andere Richtung nimmt. Ich war völlig geplättet, der Stil hat mich an Tarantino erinnert.
Ganz und gar kein klassischer Krimi-Stil, ich behaupte, man muss schon einen Hang zum Absurden haben, damit man Gefallen daran findet. Meine klar umrissene Krimi-Erwartung wurde jedenfalls gar nicht bedient, zuerst war ich doch auch etwas fassungslos. Aber der Plot hat mir zunehmend Spaß gemacht, er wurde zwar immer unrealistischer, aber auch immer spannender.
Bestimmt auch ein guter Stoff für eine Kino-Verfilmung, mehrere Bücher in der Art würde ich jetzt zwar nicht von Jo Nesbø lesen wollen, aber als Stand-Alone schon ein königliches Buch, um mal beim Buchtitel zu bleiben.
Und eine spannende Frage wurde auch gestellt: wie weit würde man gehen? Ist Blut dicker als Wasser? Gute Frage...
Es gibt bessere Bücher der Reihe
Ihr Königreich von Jo Nesbø
Ich habe schon ein Buch aus der HOLIDAY Reisebuch Reihe gelesen und im direkten Vergleich hat mir "Hiergeblieben" deutlich besser gefallen.
Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die Bücher nicht direkt vergleichbar sind, in diesem hier werden immerhin 1.000 Ausflugsziele, Restaurants, Hotels, Museen usw.
vorgestellt, klar, dass das dann nur an der Oberfläche kratzen kann.
Für meine Stadt wurde aber sehr viel vorgestellt - durchaus auch alles Ziele, die ich auch aufgenommen hätte. Aber halt keine Geheimtipps, Besonderheiten, Ungewöhnliches.
In Gegenden, in denen ich mich nicht auskenne, habe ich aber durchaus Inspiration gefunden, von der "Sauschwänzlebahn" im Schwarzwald habe ich bislang noch nichts gehört und das Laternenfest in Halle klingt einfach zauberhaft. Auch das Schlauchboot- und Floßfahren in Ulm klingt für Nach-Corona-Zeiten total witzig.
Beim Blättern entdeckt man doch einiges, was man gerne mal besuchen würde.
In der E-book-Variante waren mir allerdings viel zu wenig Fotos - ich weiß nicht, ob das evtl. in der Print-Variante besser wirkt, aber hier war ich enttäuscht.
Insgesamt also ein gemischtes Fazit.
Von der Auszeit in die Katastrophe
Unter uns das Meer von Amity Gaige
Juliet und Michael führen ein typisches Vorstadtleben. Eine Familie mit zwei Kindern, er mit langen Arbeitszeiten, sie schreibt an ihrer Dissertation und leidet unter Depressionen. Er möchte eine Auszeit und träumt von einem einjährigen Segeltörn in die Karibik, sie zweifelt, lässt sich aber überreden.
Schon eingangs wird klar, dass die Auszeit, die ihre Leben positiv verändern sollte, in einer Katastrophe endet. Was aber genau geschah, das erschließt sich uns Lesenden erst nach und nach.
Im Wechsel liest man Juliets und Michaels Sichtweise, letztere in Auszügen aus seinem als Tagebuch geführten Logbuch. Das hat meinen Lesefluss gehemmt, da man sich ständig auf wechselnde Perspektiven einstellen muss.
Anfangs hat mich das Buch gefesselt, allerdings habe ich mich im Verlauf zunehmend schwer damit getan, ich konnte keine Nähe zu den erwachsenen Charakteren aufbauen. Ihr Schicksal habe ich nur aus der Ferne zur Kenntnis genommen, wirklich berührt hat es mich nicht.
Ich fand das Buch auch zu lang - immer wieder ähnlich kreisten die Themen in der Vergangenheit, mit vielen Wiederholungen, das Leben auf dem Schiff und der Alltag mit Kindern war zwar angerissen, aber da hätte ich mir mehr erhofft.
Ein Drama, das mich leider nicht wirklich gepackt hat.
Temporeiches Spionagebuch für etwas ältere Lesekinder
City Spies 1: Gefährlicher Auftrag von James Ponti
Im tiefsten Schottland gibt es eine supermoderne Wetterstation samt Forschungszentrum zur Erforschung und Überwachung der Atmosphäre. Seltsam nur, dass hier auch fünf Kinder mit Herkunft aus der ganzen Welt leben...
City Spies ist ein knallharter Agententhriller - nur eben mit Kindern bzw. Jugendlichen als Spionen und für Kinder und Jugendliche und dementsprechend nicht so brutal wie bei "den Großen".
Zimperlich geht es aber auch hier nicht zur Sache, vor Mord wird auch hier nicht haltgemacht (aber nicht in grausamen Details beschrieben, schon für die Altersgruppe passend). Dafür bekommt man aber ein richtig packendes, spannendes Buch, das man gar nicht weglegen möchte.
Die fünf Nachwuchsspione sind zwischen 12 und 15 Jahre alt. Ja, okay, ob sich 12-jährige wirklich so verhalten würden, das sei mal dahingestellt, aber James Bond ist schließlich auch nicht so 100-%-ig realistisch.
Besonders gut hat mir die Kombination aus Spannung und Tempo mit dem Background der Kinder und ihren Sorgen gefallen. Das Buch macht auch Erwachsenen viel Lesespaß. Man sollte aber die Altersempfehlung ab elf Jahre beachten, unsere junge Mitleserin wird erst nächste Woche elf und hat sich teilweise noch etwas schwergetan, sie musste einzelne Passagen auch mehrmals lesen, damit sie der Handlung folgen konnte.
Ich hoffe sehr, dass hier noch viele weitere Bände folgen werden - ein Strang wurde nämlich nicht aufgelöst, ist jetzt zwar kein ganz übler Cliffhanger, aber natürlich will ich wissen, wie das alles zusammenhängt. Und die fünf Mini-Spione will ich natürlich auch unbedingt wieder lesen!
Große Leseempfehlung ab elf, eher zwölf Jahren.
Von verliebten Giraffen, einem französischsprechenden Kater und einem supernetten Vampirmädchen
Mirella Manusch - Hilfe, mein Kater kann sprechen! von Anne Barns; Christin-Marie Below
Mirella ist fast zehn bekommt einen neuen Zahn. Aber nicht irgendeinen, nein, er ist ganz spitz und wie sich herausstellt, ist es ein echter Vampirzahn und Mirella wurde damit über Nacht zum Vampirmädchen. Dumm nur, dass sie sich im Dunkeln fürchtet...
Das Buch hat uns rundum begeistert. Das schöne Cover macht es zu einem echten Hingucker, auch im Inneren setzten sich die starken Illustrationen fort.
Die Handlung ist klasse, hier mochten wir das Spiel mit der Sprache auch ganz besonders. Sei es ein französisch-angehaucht sprechender Kater, eine Tante, die immer einen super Spruch auf den Lippen hat oder Mirella und ihre Freundin, die einen Jungen schon auch mal Blöd-Boy nennen. Wir mögen das sehr, wenn es so lebendig und quirlig auch schon im Sprachgebrauch zu geht.
Aber natürlich ist auch die Handlung turbulent und nie langweilig. Mirella nutzt ihre Gabe für verzweifelte Tiere, auch wenn sie es so als frischgezahntes Vampirmädchen echt nicht immer leicht hat.
Lustig, originell, fröhlich und spannend macht das Buch richtig Lust auf Band 2. Man kann es ab Ende Klasse 2 entweder selbständig lesen oder man lässt es sich gemütlich vorlesen und kringelt sich über den Versuch der Erwachsenen, das Kater-Französisch hinzubekommen. Es ist trotz Vampirthema nicht gruselig, man kann es auch schön als Gute-Nacht-Geschichte vorlesen.
Halt, eine gruselige Stelle gibt es doch: Mirella und ihre Freundin mögen SALZIGES Popcorn und Lakritzschnecken, igitt, das fanden wir tatsächlich sehr gruselig.
Von uns alle Fledermausflügel hoch für dieses schöne Kinderbuch.









