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Rezensionen von yellowdog:

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eleganter Stil

Fast wie ein Bruder von Alain Claude Sulzer

Alain Claude Sulzer ist ein Autor, den ich wegen seinem eleganten Stil bewundere, der auch in diesem Roman zu finden ist. Er erzählt von der Freundschaft zweier Männer, die zusammen aufgewachsen sind und fast wie Brüder waren.
Mit 17 Jahren wurden sie getrennt. Frank ging in die USA. Es ist aber die Zeit von Aids, und Frank erkrankte.

Den Erzähler lässt das nicht los und er reflektiert die Situation.
Ein lesenswertes Buch!

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Die Länge der Primzahlen

Pi mal Daumen von Alina Bronsky

Alina Bronskys Romane sind immer sehr unterhaltsam, amüsant, aber stets auch mit einem kleinen, ernsten Hintergrund. Da bildet auch Pi mal Daumen keine Ausnahme.
Die Handlung spielt im Bereich der Universität und dem Studienfach Mathematik. Der junge Oscar ist sehr begabt und entsprechend von sich selbst überzeugt.

Außer Mathematik interessiert ihn nicht. Kein Wunder das er ein wenig isoliert ist. Das ändert sich als er auf eine neue Studentin trifft. Moni Kosinsky, 53 Jahre alt und mit nebenbei mit drei Jobs unterwegs. Sie ist ein Original und immer direkt und geradeheraus. Schnell bildet sie mit Oscar ein Team, indem Studieren und Privatleben miteinander verschwimmen.
Oscar ist schon sehr an Young Sheldon angelehnt, aber man kann nicht von Plagiat sprechen. Die Vorstellungen von wunderlichen Wunderkindern gab es auch schon früher.
Das Buch ist vielleicht nicht das originellste, aber routiniert geschrieben. Es funktioniert und bietet großartige Unterhaltung. Das Lesen war fast wie einen amüsanten Film sehen.

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Die Länge der Primzahlen
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Louisas Geschichte

Brennende Felder von Reinhard Kaiser-Mühlecker

Luisa stammt aus dem ländlichen Österreich, führt aber ein unstetes Lebein verschiedenen Ländern. Von ihrem Sohn Eric lebt sie getrennt.
Ihre Beziehung zu Bob, der einmal ihr Stiefvater gewesen ist, endet fatal.
In der Heimat kommt sie Ferdinand und dessen Sohn Anton näher. Aber kann die Beziehung von Dauer sein?

Schwerer fassbar  als die früheren Romane von Reinhard Kaiser Mühlecker.

Stilistisch aber wieder stark. Der Roman lebt mehr von Stimmungen als von der Handlung.

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Erzählerisch schwach

Gute Politik von Peter Kurz

Ich halte nichts von Populismus, aber viel von Realpolitiker, die den Laden schmeißen. Der ehemalige Oberbürgermeister Peter Kurz ist sicherlich so jemand. Seine Erfahrungen möchte er mitteilen.
Aber so leid es mir tut, dieses Buch überzeugt mich nicht.
These folgt auf These, und keine von ihnen klingt falsch, aber es fehlen die erzählerischen Mittel, um den Inhalt zu transportieren.

Schade.
Es bleibt der Eindruck: gut gemeint!

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Am Ende gilt doch nur das Erzählen

Die Welt zwischen den Nachrichten von Judith Kuckart

Die 1959 geborene Judith Kuckart schreibt an den Stationen ihres Lebens entlang, gekennzeichnet durch die gesellschaftspolitischen Ereignisse der Zeit.
Natürlich auch verbunden mit dem Familiären. Die Eltern wie Freundinnen ihrer Kindheit sind prägend.
Ihr Stil dabei ist geprägt von dem, was sie ausmacht: Sprache, Theater, Tanz.

Dem Stil und dem geschilderten wird dadurch eine spielerisch wirkende Leichtigkeit verliehen.
Ein faszinierendes Buch.

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Erzählreigen

Donnerstags im Café unter den Kirschbäumen von Michiko Aoyama

Die Erfolgsautorin Michiko Aoyama bleibt dem Erzählprinzip ihres Buches „Frau Komachi empfiehlt ein Buch“ treu, perfektioniert es hier sogar noch.
Wieder sind es im fliegenden Wechsel verschiedene Figuren, die sich wie in einem Reigen den Erzählstab übergeben. Teils haben sie miteinander zu tun, teilweise sind es nur lose Zusammenhänge.

Das ist völlig unverkrampft gemacht und ist für den Zuhörer gut zugänglich.
Meistens treffen sich die Figuren im Café Marble in Tokio. Es gibt aber originellerweise auch Abschnitte in Sidney, Australien.
Jana Kozewa liest die Passagen mit weiblichen Protagonisten, Tim Gössler die mit den männlichen. Jana Kozewas Anteil ist wesentlich größer und ihre Stimme ist wirklich angenehm.
Mit diesem Hörbuch ist es ist fast, als sehe man einen unterhaltsamen Film.
Großartig!

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Meine Mutter, die Hexe?

Meine böse Mutter von Margaret Atwood

Meine böse Mutter ist eine Story von 34 Seiten der vielfach preisgekrönten, kanadischen Schriftstellerin Margaret Atwood und thematisiert eine Beziehung zwischen Mutter und Tochter in den fünfziger Jahren. Atwood ist eine routinierte Schriftstellerin, die zu erzählen weiß. Übersetzerin ist Monika Baark, die bereits mehrfach Texte von Atwood übersetzt hatte.

Ihre Übersetzung wirkt stimmig.
Icherzählerin ist die 15jährige Tochter, die gleich zu Anfang zu ihrer Mutter sagt: Du bist so böse.
Diese bleibt aber cool. Ist sie wirklich eine Hexe?
Der Text ist originell, amüsant und schnell gelesen.

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Neuanfang

Die einsame Buchhändlerin von Tokio von Nanako Hanada

Die einsame Buchhändlerin von Tokio ist sicher kein schlechtes Buch, und doch hat es mich irgendwie enttäuscht.
Literarisch ist es schlicht. Die Protagonistin steht an einem Wendepunkt im Leben Sie hat sich von ihrem Mann getrennt und beruflich sucht sie eine Neuorientierung. Sie muss sich auch über sich selbst klarwerden.

Ist sie die Abenteuerlustige oder die Zurückgezogene.
Ihre Idee für einen Neustart ist das Kennenlernen von Männern auf einer Dating-App und dem geben von auf diese Leute abgestimmte Literaturtipps.
Leider sind diese Begegnungen teilweise eher langweilig geschrieben und die Buchberatung erscheint mir mehr wie ein willkürliches Namedropping. Zum Ende hin wird das etwas besser, erfüllt aber meine Erwartungen dennoch nicht.

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Sergio und Selina

An den grünen Hängen des Vesuv von Marie Matisek

An den grünen Hängen des Vesuv wurde von einer deutschen Autorin unter Pseudonym geschrieben. Italien gibt es hier also nur aus einem touristischen Blickwinkel.
Geschrieben ist es ordentlich, es wirkt routiniert.
Es beginnt in Wuppertal mit der Hauptfigur Selina. Selina ist noch ziemlich auf der Suche nach ihrem Platz im Leben.

Sie beschließt, ihre Wurzel zu erforschen. Daher spielt auch die Vergangenheit eine Rolle und es gibt Kapitel, die 1956 in dem fiktiven Ort Pietra Alta handeln. Hier ist Sergio der Protagonist und er wird Italien Richtung Deutschland verlassen.
Sergios und Selinas Wege sind zwar entgegengesetzt, dennoch haben sie auch einiges gemein.
Die Figuren spiegeln sich im Prinzip. Das ist ein literarisch guter Einfall. Ganz rettet es den Roman aber auch nicht. Wenn man aber keine großen Erwartungen hat, ist es ein immerhin ein ordentlicher Unterhaltungsroman.

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Sergio und Selina
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Porträts junger Boxerinnen

Schlaglicht von Rita Bullwinkel

Der auf der Longlist des Booker-Award stehende Roman Schlaglicht von Rita Bullwinkel ist in erster Linie ein Porträt junger Frauen in den USA. Gemeinsam haben sie nur den Boxsport, denn sie treten bei einem Turnier, dem Daughters of America-Cup gegeneinander an. Oft geht es dabei brutal und gnadenlos zu.

Ein allwissender Erzähler zeigt ihre Lebensentwürfe und was in ihren Köpfen vorgeht. Dabei werden ihre Perspektiven, Hoffnungen und Chancen abgewogen. Das ist schon gut gemacht, wenn auch Geschmackssache. Es bleiben auch gemischte Gefühle.
Das Buch ist für Freunde zeitgenössischer US-Amerikanischer Literatur zu empfehlen.

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Porträts junger Boxerinnen