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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Antonia / Toni

Im Leben nebenan  von Anne Sauer

Das Hörbuch Im Leben nebenan von Anne Sauer wird von Chantal Busse eingelesen.
Die Handlung zeigt eine Frau und zwei Lebensentwürfe.
Zuzm einen Antonia und Adam und Baby.
Zum anderen Toni, unfreiwillig kinderlos mit ihrem Mann Jakob.

Zentrales Thema ist die Frage nach der Mutterschaft.
Manche haben den unerfüllten Kinderwunsch, andere sind überfordert mit der Versorgung eines Babys.

Es ist ein einfach erzählter, origineller Text. Gut vermittelt durch die sympathische Stimme der Sprecherin Chantal Busse.

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Antonia / Toni
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Der Teufelsgeiger

Schwarzer Schwan von Theres Essmann

Es ist ein kurzes Buch, mehr eine Novelle als ein Roman. Aber es steckt hier viel drin.
Das Buch handelt von Jürgen Krause, der Taxifahrer ist und ein alter Mann, den er als Chauffeur zu klassischen Konzerte fahren wird und später ihn sogar einmal begleiten.
Der alte Mann heißt Federico Temperini und liebt die klassische Musik, ganz besonders Paganini.

Für Krause war dieser Teufelsgeiger bisher nicht bekannt, doch ihn beginnt Temperini und die Leidenschaft für Musik zu interessieren und es wird eine Beziehung der Freundschaft zwischen ihnen. Schließlich erfährt man auch, dass diese Begegnung nicht ganz zufällig ist. Das Buch hat seine Geheimnisse, die sich erst mit der Zeit enthüllen. Das ist vielleicht seine größte Stärke.

Neben der Musik ist das Vater-Sohn-Motiv wichtig in dem Buch.
Schon Krauses Vater war Chauffeur. Er selbst leidet darunter, nach der Scheidung von seinem 15jährigen Sohn ein Stück weit entfremdet zu sein.
Auch Paganini hatte einen Sohn, der sich um ihn kümmerte.

Das Ende kommt ein wenig zu abrupt und überzeugte mich nicht ganz, aber es bleibt ein gutes Buch, das vermag, den Leser an diesem gemeinsamen Weg, den die Protagonisten gehen, teilhaben zu lassen.

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Der Teufelsgeiger
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Die Fahrt auf dem Katamaran

Blaue Tage von Tatjana von der Beek

Es ist ein Roman über eine Familie und ihre gemeinsame Seereise auf einem Katamaran.
Initiator ist der 60jährige Vater. Mit dabei sind seine zwei erwachsenen Töchter Leo und Emma und ihre Partner sowie die Skipperin Alex.
Es liegen von Anfang an gewisse Spannungen in der Luft. Während Emma unbedingt Schwanger werden möchte, es aber nicht klappt, verhindert Leo heimlich den Kinderwunsch ihres Freundes.

Auch der Vater hat ein Geheimnis.
Die Erzählperspektive liegt ganz bei Leo. Dadurch kommt man den anderen nicht ganz so nah, ihr Blick ist jedoch klar.
Blaue Tage ist kein Thriller. Die Situation bleibt realistisch. Und Leo steht vor einer Entscheidung, wie ihr Leben weitergehen soll.
Tatjana von der Beek hat den Roman so geschickt komponiert, dass er funktioniert.

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Die Fahrt auf dem Katamaran
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Stories

Kein Geld Kein Glück Kein Sprit,1 Audio-CD, 1 MP3 von Heinz Strunk

Neue Stories von Heinz Strunk in der ungelürzten Autorenlesung.
Der Titel erinnert an einen Wilhelm Genazino-Roman, aber Strunk bleibt Strunk. Es ist die ;Mischung aus Ironie und Tragik, für die Heinz Strunk bekannt ist. Da er selbst die Texte eingelesen hat, bleibt er vollkommen unverfälscht.
Einige Texte sind ziemlich kurz, mehr so Ideensplitter.

Ich persönlich favorisiere die mehr auserzählten.
Während viele der Texte wirklich ganz gut sind, gibt es doch auch einige, die nicht so stark wie Stories aus früheren Büchern wirken. Andererseits gibt es aber auch keine wirklich schwache Story. Da kann man schon zufrieden sein.

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Stories
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Partygirls in Moskau

Moscow Mule von Maya Rosa

Moscow Mule ist ein harter und scharfer Drink, daher ein passender Name für dieses Buch einer aus Russland stammenden Autorin. Dias Buch hat eine Frische, die sich im Stil ausdrückt.
Es geht um die junge Studentin Karina in Moskau. Sie ist wild und hhungrig aufs Leben, von einer Party und Drink zum nächsten.

Begleitet wird sie oft von ihrer Freundin Tonya. Aber die Erzählperspektiveliegt alleine bei Karina. Man erfährt ihre Gedanken und Gefühle, sie ist emotional, aber auch sprunghaft. Sie will nicht so leben, wie es von ihr erwartet wird.
Mit ihrer Mutter versteht sie sich nicht so gut, die ist auch ziemlich kalt ihr gegenüber.
Freiheit erhofft Karina sich in Europa und sie setzt alles daran nach Deutschland zu kommen.
Obwohl ich Karina zwar ansatzweise verstehe, kann ich ihren Entscheidungen nicht immer ganz folgen. Sie ist aber eine lebensechte Romanfigur und Rosa Maya eine echte literarische Entdeckung.

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Partygirls in Moskau
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packend

Das Beste sind die Augen von Monika Kim

Monika Kim schreibt subtil, und sie lässt sich Zeit. Die Psychothrillerelemente kommen erst Mitte des Buchs, dann aber heftig.
Zunächst aber wird die Situation einer koraenisch-stämmigen Familie in den USA gezeigt. Der Mann hat die Familie verlassen. Die Frau und Töchter sind traurig. Seine Frau hat nach einiger Zeit einen neuen Freund und die Töchter (15 und 18) mögen den überhaupt nicht.

Erzählt wird von Ji-Wen, der älteren Tochter, die Studentin ist. Man erlebt mit ihr unter welchen Druck sie steht, in der Uni, mit ihren Freundinnen und im Widerwillen gegen den neuen Freund der Mutter, der ein widerlicher Typ ist.

Ji-Wen steigert sich rein und entwickelt eine Obsession für Augen, ausgelöst durch das Essen von Fischaugen aus den von ihrer Mutter servierten Mahlzeiten.
Dann verliert sie den Bezug zur Realität, kann streckenweise nicht mehr unterscheiden, was ist Traum, was Wirklichkeit und ihre Obsession wird zu einer Mordphantasie. Als Leser ist man kontinuierlich dicht an ihr dran.

Es ist ein intensiv erzählter Roman, der eine Sogwirkung entwickelt. Monika Kim ist eine Autorin mit Gespür für Dramatik.

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packend
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Die Entscheidung

Beduinenmilch von Nirit Sommerfeld

Beduinenmilch ist ein Roman der deutsch-israelischen Schauspielerin Nirit Sommerfeld.
Sie erzählt von der knapp 18jährigen Talia, die in Deutschland lebt, aber israelische Wurzeln und Familie dort hat. Es ist das Jahr 2014. Voller Begeisterung für Israel reist sie ins Land und plant, dort ihren Militärdienst ableisten.

Sie ist ein Stück weit naiv.
Dann lernt sie verschiedene Leute kennen und verschiedene Sichtweisen. Sie engagiert sich für einen arabischen Arbeiter, geht sogar Risiken ein. In Hebron sieht sie die angespannte Situation. Dann auch in einem Beduienendorf. Es wird dramatisch.
Das alles erschüttert ihr bisheriges Weltbild.

Teilweise liest sich das Buch wie ein Jugendbuch, da Talia Icherzählerin ist und es konkret um ihr Coming-of-Age geht.
Es ist ein interessantes Buch. Vor alllen dann an den Stellen, in denen Talia zu einer Entscheidung kommen wird.

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Die Entscheidung
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Nicht besonders spannend, aber gut geschrieben

Im Finsterwald von Marie Hermanson

Bücher von der schwedischen Schriftstellerin Marie Herrmanson habe ich schon vor vielen Jahren gelesen. Ich erinnere nur an Die Schmetterlingsfrau. Danach hatte ich sie etwas aus den Augen verloren. Da konnte man es sich nicht entgehen lassen, diese Autorin mit Im Finsterwald wieder neu für sich zu entdecken.

Der Roman hat einen Krimiplot und einen historischen Kontext.
Interessanterweise spielt ein Naturkundemuseum eine große Rolle. Dort ist ein Kind, die kleine Alice, rätselhafterweise verschwunden.
Mit Hauptwachtmeister Nils und der Journalistin Ellen hat man gute Ermittler. Es sind ruhige Menschen und nicht selten plätschert auch das Buch vor sich hin. In der Mitte kann man Langeweile verspüren. Aber die Autorin hat einne guten Stil, daslässt einen bei der Stange bleiben. Es ist ein ruhiges Buch und es profitiert von der schriftstellerischen Routine. Zudem entwickelt sich eine starke Atmosphäre.

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Nicht besonders spannend, aber gut geschrieben
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Das Debüt

Die Deiche von Irene Solà

Irene Solá hat mit „Singe ich, tanzen die Berge“ ein Meisterwerk der neueren katalanischen Literatur geschrieben und auch ihr Debütroman „Die Deiche“ besitzt eine sprachliche Musikalität. Übersetzt hat das in beiden Fällen Petra Zickmann.
Der auf dem Cover abgebildete Marder taucht im Anfang, er sich wie ein Prolog liest, auf.

18 Jahre später setzt dann die Haupthandlung ein und zeigt eine Familie: Lluis und Victoria sowie ihre Kinder Ada, Nadia und Quim sowie Vicenc, ein Nachbar und Freund.
Das Buch hat eine eigen Atmosphäre und so ist man als Leser eigentlich sofort tief drin im Buch. Aber ich muss leider sagen, dass mein Interesse nicht über das gesamte Buch zu 100% aufrechterhalten blieb.
Die Deiche ist ein gutes Buch, aber an Singe ich, tanzen die Berge kommt es nicht ganz ran.

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Das Debüt
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Literatur aus Portugal

Leere Schränke von Maria Judite de Carvalho

Mit Leere Schränke ist erstmals eine portugiesische Schriftstellerin des zwanzigsten Jahrhunderts auf Deutsch zu entdecken: Maria Judite de Carvalho
Es wird ruhig erzählt, ohne viel Handlung. Aber es gibt eine Diskrepanz zwischen dem kontemplativen auf der Oberfläche und dem, was in den Figuren brodelt.

Dora Rosário trauert schon 10 Jahre um ihren verstorbenen Mann. Als ihre Schwiegermutter ihr erzählt, das er sie kurz vor der Erkrankung wegen einer anderen Frau verlassen woltte, trifft das Dora stark.
Die Beziehungen zwischen den verbliebenen werden deutlich.
Rosa und ihre Schwiegermutter, die sich kaum mögen, aber durch den Verstorbenen aneinander gekettet bleiben. Dann noch Doras Tochter Lisa, die glaubt, mehr nach ihrer Großmutter als nach ihrer Mutter zu kommen.
Das ganze lässt einen trotz der kühlen Erzählhaltung als Leser nicht kalt.
Ein bemerkenswertes Buch. Man darf gespannt sein, ob weitere Übersetzungen dieser Autorin folgen werden.

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Literatur aus Portugal