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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

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Reisen mit Vila Matas

Einer reist mit von Anne Serre

Von der französischen Schriftstellerin Anne Serre kommt ein ungewöhnlicher, fantasievoller Roman, den sie spielerisch gestaltet.
Die Protagonistin, die mit der Autorin viel gemeinsam hat, macht eine Reise zu einem Literaturfestival, bei sie eingeladen ist. Auf der Zugreise liest sie ein Buch von Enrique Vila-Matas, ein Autor, den sie bewundert.

Aber auch Kafka, Modiano, Thomas Bernhard erwähnt sie. Literatur ist ein wichtiges Thema im Buch.
Das Buch har drei Teile. Nach dem erwähnten Anfang mit der Zugfahrt gibt es eine kurze Story, in der Vila Matas mitwirkt. Der dritte Teil reflektiert dann noch mal über die ersten beiden.
Die Leichtigkeit bestimmt den Roman, aber gleichzeitig ist er eigentlich sehr raffiniert gemacht.

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Reisen mit Vila Matas
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Niedrigwasser

Der Krabbenfischer von Benjamin Wood

Der Krabbenfischer ist ein stimmungsvoller Roman, der in den sechziger Jahren in England verortet ist und mit Thomas einen jungen Mann zeigt, der einerseits von seiner Arbeit als Krabbenfischer lebt, aber weiß, dass das eventuell nicht von Dauer ist. Er ist ein Mann, der im Einklang mit dem Meer und dem Strand lebt, aber auch geheime, versteckte Hoffnungen auf ein anderes Leben hat.

Thomas lebt mit seiner Mutter, die ein starker Charakter ist.
Dann kommt ein Mann, der im Filmgeschäft ist und bietet Thomas eine Chance als Experte für die Gegend.
Es geht auch um Hoffnungen und Träume, aber auch um Realität.
Benjamin Wood ist gut in den Beschreibungen und stark bei den Dialogen.

Der Roman ist auf der Longlist des Booker Awards, was bei der Kürze des Buches eigentlich eine Überraschung ist. Aber vielleicht nutzt das Buch seine Außenseiterchance und kommt in die Shortlist.

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Niedrigwasser
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Neuer Roman des Literaturstars!

Mein Name ist Emilia del Valle von Isabel Allende

Wie für Isabel Allende typisch prägt eine ausdrucksstarke und selbstbewusset Erzählerin den Roman. Dank dieser Erzählstimme ist man sofort in dem Roman drin und Allende überzeugt als souveräne Autorin, auch wenn es manchmal zu dick aufgetragen wirkt. Zu recht wird der Roman als Pageturner bezeichnet und es gibt sogar lose Zusammenhänge zu Das Geisterhaus.

Es ist die zweite Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts.
Zu Beginn erzählt sie von ihrer Mutter in den USA, die ungewollt schwanger wurde. Der Vater ist Chilenischer Herkunft. Somit sind wieder Allendes wichtigste Länder in Kontakt.
Das Buch hat Tempo und schon nach wenigen Seiten ist Emilia Anfang Zwanzig und wird Journalistin. Das führt sie schließlich in den chilenischen Bürgerkrieg 1891.

Nach den letzten, starken Romanen Violeta und „Der Wind kennt meinen Namen“ hat der Literaturstar Isabel Allende mit Mein Name ist Emilia del Valle ein weiteres bemerkenswertes und lesenswertes Werk hinzugefügt.

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Neuer Roman des Literaturstars!
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Literatur aus Afrika

Diese glühenden Sonnen von Nincemon Fallé

Literatur aus Afrika ist interessant, weil es uns westlichen Lesern eine andere Welt zeigt. Bücher von der Elfenbeinküste sind selten.

Der Stil ist relativ einfach gehalten, wirkt elegisch. Trotzdem belibt das Gefühl, einen Young Adult-Roman zu lesen. Und der junge Protagonist des Romans macht tatsächlich eine Entwicklung durch, z.

B. durch die Erfahrungen an der Universität. Mit Thierrey gibt es eine wichtige zweite Erzählinstanz, die das Buch bereichert.
Der Tod des Vaters bedeutet einen Einschnitt.

Kein schlechtes Buch, aber auch kein großes!

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Literatur aus Afrika
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6 Tage in Bombay und eine Reise durch Europa

Die Gabe der Malerin von Alka Joshi

Alka Joshi, die großartige indisch-amerikanische Autorin von Die Hennakünstlerin versteht es gut lesbar wie auch ansprechend zu schreiben. Und sie vermag Schauplätze lebendig werden zu lassen.
In Die Gabe der Malerin wird eine bekannte Künstlerin in ein Krankenhaus in Bombay eingeliefert. Hier kümmert sich die junge Krankenschwester Sona um sie, die die Hauptperson des Romans ist.

Man ist schnell nah an Sona dran und erlebt ihre Lebensumstände.
Es folgen noch Handlungsabschnitte in Prag, Paris und Florenz, die ich nicht als ganz so stark empfinde wie die in Bombay, wo der Roman dann auch endet.
Das Buch hat viel Atmosphäre, einen guten Plot und bietet unterhaltsame Lesestunden.

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Ein Hotel im Schwarzwald

Schattengrünes Tal von Kristina Hauff

Schattengrünes Tal ist der dritte Roman, den ich von Kristina Hauff gelesen habe und sie hält ihr Niveau. Und das ist ein sehr anständiges.
Die Figurenkonstellation ist interessant. Lisa, die im Hotel für Ihren alten egoistischen Vater Carl arbeitet, dessen neue Lebensgefährtin Margret, zu der sie ein angespanntes Verhältnis hat.

Und von ihrem Mann Simon ist sie auch ein Stück weit entfremdet.

Da ist Daniela, der neue, geheimnisvolle Gast, eine Abwechslung. Sie freunden sich an, aber als Leser spürt man schnell, dass Daniela etwas verbirgt.

An der Erzählform ist auffällig und gelungen, dass mehrere Figuren (neben Lisa auch Simon, Margret und Carl) ihren Part bekommen. So sieht man z.B. durch Simons Blick die Protagonistin Lisa auch von Außen.

Nach 2/3 des Buches wird Danielas Geheimnis klar. Das ist kein Problem, da ich den Roman nicht als Thriller sehe. Es ist vielmehr ein geschickt gemachtes, modernes Gesellschaftsporträt.

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Marigolds Coming-of-age

Tage auf dem Land von Jane Gardam

Tage auf dem Land ist der erste Roman, der in Deutschland nach ihrem Tod erschienen ist, aber Jane Gardam schreibt ja immer zeitlos.
Hier wird ganz aus der Perspektive der jungen Marigold Bilge erzählt, deren Mutter bei ihrer Geburt starb und deren Vater einem Jungeninternat vorsteht und sich nicht viel um Bilge kümmert.

Bilge ist eine einsame und eigenwillige Protagonistin, in deren Gedanken sich die Emotionen trotz ihres ruhigen Leben oft überschlagen.
Eine Abwechslung gibt es als die selbstbewusste Grace in ihre Schule kommt.

Bilge ist eine wunderbare Romanfigur. Manchmal unsicher, oft störrisch und immer auf der Suche nach ihren Weg. Unmöglich, sie nicht zu mögen.

Es ist ein dichter, unterhaltender Text, der den Leser sofort gefangen nimmt.

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Die Erwartungen an ein Paar

Die Ferien von Weike Wang

Die Ferien, im Original Rental house, ist ein ruhiges, unspektakuläres Buch, das aber genau das Leben eines Paars zeigt. Keru und Nate sind zusammen, zwar ein ungleiches Paar, aber sie passen zusammen. Nate ist eher ruhig, nachdenklich und verlässlich. Keru ist chinesischstämmig und oft brodelt es in ihr.

Die Autorin zeigt, wie sie den Erwartungen der Gesellschaft und Familie entsprechen müssen und doch auch ihren eigenen Weg finden.
Es ist ein lesenswertes Buch

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Die Erwartungen an ein Paar
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Die Wachszylinder

Die Geschichte des Klangs von Ben Shattuck

Ben Schattucks Die Geschichte des Klangs besteht aus zwei Teilen, die zeitlich versetzt sind und sich doch aufeinander beziehen.
Der erste Teil erzählt die Begegnung zweier Männer, Lionel und David. Es ist die Zeit von 1917 bis 1919 und eine große erste Liebe.
Das große Thema ist Musik. David ist Komponist, Lionel Sänger.

Er hat das absolute Gehör, knn Töne wie Farben oder Gerüche wahrnehmen.
Gemeinsam ziehen sie los und nehmen Lieder der Bevölkerung auf.
Dieser Abschnitt wurde dieses Jahr auch verfilmt.
Im zweiten Text ,Jahrzehnte später findet eine Frau, Annie, diese Aufnahmen. Sie hat ihre erste große Liebe Henry geheiratet. Doch wo David und Lionels Liebe durch Davids Tod viel zu früh endete, scheint ihre Liebe am Endpunkt.

Ein sehr sensibel und einfühlsam erzähltes Buch.

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Die Wachszylinder
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Elefanten in der Großstadt

Das Geschenk von Gaea Schoeters

Nach Die Trophäe mit dem Nashorn kommt jetzt das Geschenk mit weiteren majestätischen Tieren, den Elefanten. Man liest diesen kurzen Roman thematisch ein wenig im Zusammenhang.
Es ist ein Ideenroman, wobei die Autorin diese Idee wirklich konsequent durchspielt. Ein humoristischer Ansatz klingt dabei mit.

Das Geschenk von 20.000 Elefanten verändert das Leben in Deutschland. Viel wird auf einer politischen Ebene abgehandelt. Dabei wäre es auch interessant gewesen, die Empfindungen normaler Menschen zu erfahren, z.B. die alte Frau, die ein verwaistes Elefantenbaby mit der Flasche aufzieht und sich zuletzt nicht mehr von dem Tier trennen mag. Aber das wird nur ein wenig angerissen.
Das Geschenk kommt daher nicht an Die Trophäe heran, obwohl es auch ein tolles Buch ist. Doch ich denke, das nächste Buch von Gaea Schoeters wird wieder mehr bieten.

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Elefanten in der Großstadt