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Rezensionen von yellowdog:

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Der Beginn der Kirschblütenzeit

Das Geschenk eines Regentages von Makoto Shinkai; Naruki Nagakawa

Das Geschenk eines Regentages ist ein schönes Buch für Katzenliebhaber und es handelt in Japan.
Die Protagonistin Miyu findet einen ausgesetzten Kater in einer Schachtel während eines Regentages und nimmt ihn bei sich auf. Chibo, der Kater ist ebenso wie die menschliche Hauptfigur Erzähler der Geschichte.

Die Zuneigung zwischen Mensch und Tier ist deswegen besonders greifbar.
Weitere Katzen und Menschen aus der Nachbarschaft werden eingeführt, wie in einem Reigen.
Das Buch ist sehr angenehm geschrieben und gut lesbar. Für uns Leser ist dieser Roman von Makoto Shinkai und Naruki Nagakawa das Geschenk!

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Der Beginn der Kirschblütenzeit
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Coming-of-Age einer amerikanischen Muslima

Wie du mich siehst von Tahereh Mafi

Wie du mich siehst ist ein US-amerikanischen Jugendbuch mit Coming-of-Age-Elementen und der Besonderheit, dass eine junge Muslima an einer amerikanischen Schule im Mittelpunkt steht. Shirin ist eine großartig gemachte und starke Figur, die mit ihren Gedanken und Emotionen den Roman ganz und gar trägt.

Dabei bleibt sie doch realistisch.

Aufgrund vieler negativer Erfahrungen am mehreren Schulen hat sie viel Wut in sich und bleibt lieber für sich. Sie trägt Kopftuch, das macht sie zur Exotin, dabei ist sie sonst eine typische amerikanische Jugendliche, die sich für Mode und Breakdance interessiert. Als sie und die Basketball-Nachwuchshoffung Ocaen sich ineinander verlieben, eskaliert die öffentliche Stimmung an der Schule gegen das Paar.

Die in den USA geborene Schriftstellerin Tahereh Mafi hat iranische Wurzeln und kann wirklich schreiben und die verschiedenen situativen Stadien in Shirins Leben nachvollziehbar darstellen.

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Coming-of-Age einer amerikanischen Muslima
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eigenwilliger Roman

Ein finsterheller Tag von David Almond

Davie ist ein Junge, dessen Vater vor kurzen gestorben ist. An einem heißen Sommermorgen macht er sich auf die Wanderung durch die Umgebung. Dabei sieht er einen toten Jungen und glaubt den Mörder zu kennen.
Es gibt auf Davies Wanderschaft einige surreale Momente.
Der Zauber dieses Young Adult-Romans aus England liegt in Davies Wahrnehmung, sein spezifischer Blickwinkel.

Es ist ein eigenwilliges Buch. Sicher nicht für jeden etwas, da die Sprache hier mehr die Hauptrolle spielt als die Handlung.

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eigenwilliger Roman
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Spaziergang einer Künstlerin durch London

Blütenschatten von Annalena McAfee

Blütenschatten ist interessanterweise im Künstlermilieu in London angesiedelt und hat mit der sechzigjährigen Malerin Eve Laing eine leicht exzentrische Protagonistin. Ihre Gemälde sind außergewöhnlich und sie ist erfolgreich.

Ich finde das Buch reichlich britisch, in dem Sinne, dass die Protagonisten zurückhaltend und verschlossen sind.

Daher hatte ich lange auch Schwierigkeiten, zur Hauptfigur Eve richtig Zugang zu finden.
Zentral in der Handlung ist Eves Weg durch viele Orte in London, immer wieder unterbrochen von Erinnerungen..
Die Liebe zum Detail bei Eves Beobachtungen hat mir gefallen. Manche ihrer Überlegungen sind überwiegend negativ geprägt, besonders ihre Eifersucht auf den Erfolg einer anderen Künstlerin.

Am Ende hat man durch die Beschreibungen der außergewöhnlichen Gemälde und Konzeptkunst einen faszinierenden Einblick in die Welt der Kunst getan.

Das im Roman erwähnte Klavierstück In a Landscape von John Cage versinnbildlicht sehr schön, die schwebende Ruhe von Annalena MvAfees Stil. Es sind Wellen von besinnlichen Sätzen, die aufbranden und sich wieder zurückziehen.

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Culinary Arts

Soul Food von Elizabeth Acevedo

Elizabeth Acevedos erster Roman Poet X war sehr stark, daher habe ich mich auf dieses neue Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Emoni ist eine Schülerin im letzten Jahr in Philadelphia.
Sie ist bereits eine Mutter und kümmert sich mit Hilfe ihrer Großmutter, bei der sie lebt, um Babygirl.

Emonis Leidenschaft ist das Kochen, dabei ist sie talentiert und kreativ.
Das Wahlfach Culinary-Arts-Kurs ist eine Chance für sie, bei dem auch eine Reise nach Spanien dazugehört.

Man erfährt in diesem sehr lesenswerten Buch viel vom Alltag, den Schwierigkeiten und Hoffnungen einer Schülerin und jungen Mutter in den USA mit Wurzeln aus Puerto Rico.

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Liebenswerter Roman

Möwensommer von Lotte Römer

Der Roman Möwensommer ist natürlich ein wenig weichgespült, aber ich denke, die Leser wissen genau, worauf sie sich einlassen und wollen genau dieses entspannende Lesemoment. Schon das schön gemalte Cover deutet Stand- und Sommer-Feeling an.

Lina lebt auf Norderney, mag das Inselleben und arbeitet als Floristin.

Ihr Beruf ist auch ihre Leidenschaft. Dennoch ist sie leicht wehmütig. Sie sehnt sich nach Liebe und einer festen Beziehung, ist jedoch zu zurückhaltend veranlagt. Ihr guter Freund Mattis ist mehr Kumpel als Lover, obwohl sie Gefühle für ihn hat.
Das könnte sich ändern, als mit Bent ein neuer Mann auf die Insel zieht, der Interesse an Lina zeigt.

Ich mag an dem Roman, dass er Humor hat, aber nicht albern wird. Amüsante Szenen werden nicht übertrieben geschildert, auf Knalleffekte wird weitgehend verzichtet.

Lotte Römer weiß, wie sie eine Handlung geschickt gestaltet und als Leser folgt man der emotionalen, sympathischen Lina gerne.

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Viel Wortwitz

Irgendwo ist immer irgendwer verliebt von Jenn McKinlay

Der Anfang des Romans mit dem Dialog zwischen der Protagonistin Chelsea und ihrem Vater ist witzig. Sie ist schockiert, dass ihr Vater wieder heiraten will.

Doch schließlich erkennt sie, dass sie auch mal wieder etwas für sich tun muss und nicht nur Arbeiten. Sie nimmt sich eine berufliche Auszeit und verreist.

Auch später gibt es viel Wortwitz, Das konzentriert sich zunehmend auf die Dialoge zwischen ihr und ihrem Kollegen/Konkurrenten. Mit der Zeit haben mich die gegenseitigen Frotzeleien aber etwas genervt. Neben den Spitzen Bemerkungen, die sie austauschen, gibt es aber auch eine gewisse Anziehungskraft.
Das Buch driftet zu sehr in Richtung Frauenunterhaltung mit Chicklitanleihen. Dafür bin ich nicht so ganz das richtige Zielpublikum. Dennoch erkenne, dass der Roman „Irgendwo ist immer irgendwer verliebt“ für sein Genre einige Qualitäten hat.

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Jeder kann Morgen ein Flüchtling sein

Flucht - Eine Menschheitsgeschichte von Andreas Kossert



Flucht – Eine Menschheitsgeschichte von Andreas Kossert ist ein tüchtiges Sachbuch.
Schon der Titel des ersten Kapitels „Jeder kann Morgen ein Flüchtling sein“. Erscheint mir sehr wahr und erzeugt Empathie.

Dem Buch ist treffend ein Gedicht vorangestellt: Fremdenfeindlichkeit von Günter Grass.

Ich denke, dass manchmal wird ein Thema durch Romane besser transportiert wird . Ein Beispiel dafür ist das hier auch zitierte Herkunft von Sasa Stanisic.
Flucht, das Sachbuch hat mich vergleichsweise kalt gelassen. Damit hätte ich nicht gerechnet.

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Rasant und energiegeladen

Drei Kameradinnen von Shida Bazyar

Drei Kameradinnen, das sind die 3 Freundinnen, die sich schon lange kennen und alle einen Migrationshintergrund haben. Hani, Kasih und Saya leben in Deutschland und erleben im Alltag immer wieder Vorurteile und Benachteiligungen, sei es durch automatisch schlechte Zensuren von Lehrern oder den Busfahrer, der sie anschnauzt oder der Kaufhausdetektiv, der sie misstrauisch beäugt.

Es ist eine Art Berichtsform, in der erzählt wird und gelegentlich spricht die Erzählerin Kasih die deutsche Öffentlichkeit direkt an und verdeutlicht die Unterschiede.

Wie Shida Bazyar ihren Roman gestaltet ist geschickt und intensiv, oft auch sehr originell. Dabei denke ich zum Beispiel an die Passage, als Kasij einen Auftritt der 3 Freundinnen in der Bärbel Schäfer-Show in den neunziger Jahren imaginiert und dabei einige Punkte klarmacht.

Dann gibt es auch Momente, in denen der NSU-Prozess gerade abläuft und da wird die Stimmung der Zeit abgebildet.

Der Roman beeindruckt auch besonders durch eine sehr starke Figur: Saya, cool, aber immer auch wütend. Nicht auf den Mund gefallen, aber dadurch zu oft auf Konfrontationskurs. Ihre Freundinnen Hani und Kasih sind weniger kämpferisch, obwohl sie den unterschwelligen Alltags-Rassismus genauso spüren.

Shida Bazyar hat nach „Nachts ist es leise in Teheran“ mit Drei Kameradinnen wieder einen eigenwilligen und starken Roman geschafft.

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Das unbekannte Meer

Wenn Haie leuchten von Julia Schnetzer

Wenn Haie leuchten ist ein Sachbuch, das beweist, dass Meeresbiologie spannend und unterhaltsam sein kann, aber dennoch gründlich und informativ. Das Meer und seine Bewohner sind unglaublich vielfältig und rätselhaft. Das allermeiste von dem Buch, was geschildert wird, war mir vollkommen unbekannt.

Es geht um mehr als nur Haie, auch wenn deren Anteil wichtig für das Buch ist. Es geht aber auch um Quallen, Delfine, Insekten, Fische, Viren, Riesenkalmar, Muscheln und anderen ungewöhnliche Arten.

Nach dem Lesen des Buches hätte man fast Lust, selbst Meeresbiologie zu studieren und die Weiten des Meeres zu erforschen. Die Autorin Julia Schnetzler macht aber auch deutlich, dass das nebenbei auch harte Arbeit erfordert. Das macht es eigentlich umso reizvoller, denn große Erkenntnisse kommen nicht ohne Anstrengung.

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Das unbekannte Meer