Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Kerstin Fimberger :
Großartig liebevoll und inspirierend
Alpine Vitalküche von Karin Hofinger
Also wir sind absolute Fans des Buches. Genau das haben wir gebraucht. Regionale Rezepte, einfach schmackhaft und nährstoffreich. Schon beim Schmöckern möchte man sofort in die Küche und zubereiten und essen . Großartig einfach . Die links zu regionalen Produzenten finden wir auch sehr praktisch.
Bilder sowieso außerordentlich ansprechend! Großartig. Man sieht und schmeckt die Leidenschaft und Liebe z Detail sofort !
Rezensionen von Pusteblümchen:
Die Zeit tickt
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Ilona Bannister beschreibt in ihrem Thriller ein unglaublich beklemmendes Szenario.
Du stehst auf dem Bahnhof, der Zug fährt ein und in wenigen Augenblicken wird ein Mensch sterben.
Die fünf Protagonisten kennen sich bisher nicht und stehen gemeinsam auf einem Bahnsteig in London. Sie alle tragen düstere Geheimnisse und eine schwere Vergangenheit mit sich herum.
Sympathieträger sucht man hier vergeblich, aber genau das macht die Dynamik so faszinierend.
Neben den Protagonisten gibt es einige ebenfalls gut ausgearbeitete Nebencharaktere. Insgesamt ist die Anzahl der Figuren jedoch angenehm überschaubar, wodurch die Atmosphäre nochmals dichter wirkt.
Die Autorin seziert die letzten fünf Minuten vor der Einfahrt des Zuges in Echtzeit. Es sind Schilderungen wie in einem Film. Während die Sekunden verstreichen, hatte ich das Bedürfnis, immer schneller zu lesen, um diesen nachzukommen.
Die Autorin stellt mit ihrem Werk das klassische Thriller-Genre komplett auf den Kopf.
Wer psychologische Tiefe gepaart mit einem mörderischen Tempo sucht, den dürfte dieses Buch begeistern.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Sigrun Alten:
Schräges Gedankenexperiment
Popóm von Johanna Sebauer
Ein junger Mann in einer Sinnkrise begegnet seinem älteren Alter Ego und erliegt der Faszination, dieses ältere ich kennenzulernen. Dabei verliert er sich nahezu selbst. Leicht lesbare, humordurchwirkte Prosa, die man letztendlich ohne große Erkenntnisse wieder ins Regal stellt.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Sigrun AltenRezensionen von CK:
Lesestunden voller Genuss
Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking
Fragmente einer Bibliothek im Abendhimmel, eine Frauengestalt auf der Tür-Schwelle - das Cover präsentiert sich passend zum Titel. Der Bucheinband ist schön gestaltet und der rotgefärbte Schnitt macht die Seiten zu etwas ganz Besonderem, nicht zu vergessen das Lesebändchen (für mich immer ein geliebter Bonus, denn Lesezeichen sind nie da, wo man sie braucht).
Aber nicht nur die Äußerlichkeiten stimmen, auch die Geschichte rund um Ms Atkins und die plötzlich im neuen Licht erscheinende "Lady Ophelia Harringdale Library" ist ganz außergewöhnlich. Die Idee der Bibliothek der Träume gepaart mit einer einfühlsamen Sprache und den fein "gezeichneten" Figuren machen das Lesen zu einem Genuss. Im Verlauf lernt man Amanda Atkins, Robert Joy, Henry Brown und Xiao Mei Smith und deren Lebensumstände und -geschichten immer besser kennen. Für mich eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von CK:
Alte Eichen
Ist doch schön hier von Miriam Burdelski
Das Cover des Buches - Sandstrand im Hintergrund Meer und drei Personen im seichten Wasser stehend - ist schlicht gehalten, der Titel in großen Lettern springt aber sofort ins Auge.
Eine Familien-, Beziehungs- und Generationengeschichte zwischen Liesel, ihrer Mutter Melanie und in der Hauptsache ihrer Großmutter Emmi.
Eine Geschichte voller offener Fragen, Geheimnissen und Hoffnungen.
Der Roman hat mich ab der ersten Seite gefesselt und nicht mehr losgelassen. Die Autorin versteht es, feinfühlig zu erzählen und dabei trotzdem ehrlich und "schonungslos" das Leben der Hauptfiguren zu zeichnen. Durch ihre Wortwahl scheint ab und zu der heutige Zeitgeist durch. Eine Geschichte über die Wichtigkeit von Erinnerungen, dem Mut neue Wege einzuschlagen, dem Vergeben-Können und dem Ankommen. Von mir eine absolute Kaufempfehlung.
Rezensionen von C. P.:
Zähe Triangle-Smut-Fantasy mit AgeGap
Lucifer Ascending - One Sinful Secret von Marie Niehoff
Eine junge Frau mit dämonischen Wurzeln stirbt bei einer Dämonenjagd und wird durch ihren Love Interest von den Toten zurückgeholt.
Das ganze Buch ist ein langgezogener Widerspruch. In einer Welt, in welcher mehrere Ableger eines Ordens die Menschen vor Dämonen beschützen wollen, wird Lilian als Tochter eines Dämons und einer Menschenfrau 25 Jahre als potentielle Gefahr hinter den Ordensmauern zu einer Dämonenjägerin ausgebildet.
Sie soll also, im weiteren Sinne, ihre eigenen Verwandten jagen. Was sie zunächst auch macht, da sie all die Jahre erzählt bekam, sie sei eine wandelnde Bedrohung und dürfe nur leben, weil der Orden es ihr gnädigerweise gestattet. Durch eine mutmaßliche Intrige stirbt sie bei einem Einsatz und ihr langjähriger bester Freund, auf den sie wohl schon lange scharf ist (und er auf sie) hat nichts Besseres zu tun, als seine hochgradig geheime Nekromantie zu verwenden, um sie von den Toten zurück zu holen. Mit dem Nebeneffekt, dass sich Dämon Lucifer in seinem Körper wohnlich einrichtet.
Gleich vorweg: Das Worldbuilding tendiert gen Null, die Handlung könnte auch in irgendeiner anderen Stadt angesiedelt sein. Der Aktionsradius ist sehr stark auf Lilian und Jupiter/Lucifer und ein paar Nebenfiguren reduziert. Was es auch schnell langweilig macht. Die drei, die zugleich als Ich-Erzählende herhalten, zerdenken viel und, man glaubt es kaum, denken Infodump! Niemand erklärt sich selbst gedanklich erstmal die halbe Welt, die schon. Wobei trotzdem vieles als einfach gegeben hingenommen wird. Warum wird Lilian vom Großteil des Ordens gedisst? Ist einfach so. Dann durfte sie angeblich das Ordensgelände 25 Jahre nicht verlassen, ist aber Fan von McFlurry (Eissorte beim Mäcces), was bis zum Erbrechen wiederholt wird. Dass die Fastfood-Kette einen Lieferservice hat wäre mir neu.
Der nächste Gedanke: Warum soll eine Dämonin (ja, sie hat Hörner auf dem Kopf) ihresgleichen jagen? Warum steht sie auf einen Typen, der ihresgleichen jagt? Und warum wird hier romantisiert, dass ebendieser Typ sie von den Toten zurückholt, nur weil er das so will? In meinen Augen ist das hochgradig übergriffiges Besitzdenken.
Lucifer ist nur bedingt eine Bereicherung. Ich empfand ihn als nicht glaubwürdig dargestellt, nicht als uralten Dämon, vielmehr als flirty BadBoy, der sich mit Jupiter selbst zu den unmöglichsten Zeitpunkten gedachte Diskussionen auf Teenager-Niveau liefert. Und mit besagter 25-jährigen Protagonistin flirtet, wobei wir bei einem immensen Age Gap wären. Ansonsten verhalten sich auch diverse weitere Personen unglaubwürdig, eher der Handlung des Romans angepasst. Da der Personenkreis eh schon sehr beschränkt ist fällt dies umso stärker ins Gewicht. Selbst bei der Namensgebung in Jupiters Familie, in der die Söhne sehr aussergewöhnliche Namen bekamen, ist die Autorin erschreckend inkonsequent: Während Jupiter nach einem römischen Gott benannt wurde, hieß sein Bruder Atlas nach einem griechischen Titaten.
Stilistisch ist das Buch sehr zäh, u.a. durch den bereits erwähnten gedanklichen Infodump (der oft keinen wirklichen Mehrwert hat). Besonders in der ersten Hälfte lassen sich locker mal zwei Absätze überspringen, ohne auch nur irgendwas von der Handlung zu versäumen. Zudem verschiebt sich der Fokus in der zweiten Hälfte stark auf das Liebesdreieck Lucifer-Lilian-Jupiter. Es gibt viele explizite Szenen (wenigstens in der Smut-Version), welche für die Handlung irrelevant sind. Die erste Szene kommt sogar vor dem ersten richtigen Abenteuer vor. Und das Vokabular ist oftmals umgangssprachlich, bisweilen ins Englische tendierend. Warum sind die Kapitelüberschriften auf englisch in einer deutschen Fassung?!
Nur, weil da ein paar Dämonen vorkommen, von denen ein uralter Dämon eine AgeGap-Flirterei startet, und es ein paar Geheimnisse und Smut-Szenen gibt, kann ich das Buch nicht als Dark bestätigen. Romantasy ohne überzeugendes Worldbuilding oder komplexe Handlung käme jedoch hin.
Rezensionen von FogandBooks:
Viel Wirbel, der leider nicht bleibt
In Stormy Weather von Chelsea Curto
Selten hat sich mein Eindruck von einem Buch während des Lesens so stark verändert wie bei In Stormy Weather. Gestartet bin ich ohne große Erwartungen und hatte mich innerlich schon auf eine eher klassische 08/15-Romance eingestellt. Umso überraschter war ich von den ersten Kapiteln. Quincy und Sebastian liefern sich herrlich bissige Wortgefechte, schenken sich absolut nichts und bringen eine Dynamik mit, die mich sofort unterhalten hat.
Besonders gefallen hat mir, dass Enemies to Lovers hier zunächst wirklich ernst genommen wird und die gegenseitige Abneigung nicht nach wenigen Seiten plötzlich vergessen ist.
Auch das Thema Meteorologie wird richtig schön in die Geschichte eingebunden und gibt ihr etwas Eigenes. Ein besonderes Highlight waren für mich The Rainy Day Show und die dazugehörigen Kommentarspalten. Sie bringen Humor hinein, zeigen gleichzeitig realistische Seiten des Content-Creator-Lebens und haben perfekt zu Quincy gepasst. Dazu kommen ernstere Themen und berufliche Herausforderungen, die den Charakteren zusätzliche Tiefe verleihen.
Leider konnte das Buch dieses Niveau für mich nicht halten. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr ging von dem verloren, was mich anfangs begeistert hatte. Die schlagfertigen Dialoge wurden weniger, der Schlagabtausch verlor seinen Biss und irgendwann fehlte mir schlicht die besondere Chemie der ersten Hälfte. Stattdessen rückten andere Aspekte der Beziehung immer stärker in den Vordergrund, die auf mich teilweise eher konstruiert wirkten. Ich ertappte mich sogar dabei, Sätze zu überfliegen und regelrecht nach der ursprünglichen Dynamik zu suchen. Besonders schade fand ich Quincys Entwicklung. Ihre Schlagfertigkeit und Eigenständigkeit hatten sie für mich zu einer richtig starken Protagonistin gemacht. Im weiteren Verlauf hatte ich jedoch zunehmend das Gefühl, dass etwas von genau dieser Stärke verloren geht. Gleichzeitig gerät auch The Rainy Day Show immer stärker in den Hintergrund und damit ausgerechnet einer der Aspekte, die das Buch für mich von anderen Romance-Geschichten abgehoben haben.
Am Ende bleibt deshalb vor allem ein Gefühl von verschenktem Potenzial. Die erste Hälfte hat meine Erwartungen deutlich übertroffen und mir unglaublich viel Spaß gemacht. Umso enttäuschender war es, dass die Geschichte genau die Stärken, mit denen sie mich gewonnen hatte, nach und nach verliert. Schlecht ist In Stormy Weather für mich definitiv nicht, dafür war der Einstieg viel zu stark. Trotzdem bleiben zwei sehr unterschiedliche Leseerfahrungen zurück und die Frage, wie sehr ich dieses Buch hätte lieben können, wenn es seine anfängliche Dynamik bis zum Schluss behalten hätte.
Rezensionen von clematis:
Alte Dramen
Eisfeld - Fleisch und Blut von Steffen Weinert
Magnus Haub, Sohn einer bekannten Fleischhauerfamilie, wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Während ringsum Weihnachtsvorbereitungen getätigt werden, muss Mara Eisfeld von der 9. Mordkommission Berlin herausfinden, weshalb der reiche Unternehmerspross das Zeitliche gesegnet hat und sticht damit in ein Wespennest, das alte Dramen zum Vorschein bringt.
Vielschichtig ist dieser Krimi angelegt, Fehden zwischen Vegetariern, Umweltschützern und eingefleischten Tierproduzenten könnten ebenso zum Mord geführt haben wie innerfamiliäre Zwistigkeiten oder andere Motive. Aus den kargen Hinweisen zimmert Mara ein logisches Konstrukt an unterschiedlichen Möglichkeiten, um doch immer wieder zu erkennen, dass die Lücken nicht geschlossen werden können. Hartnäckige Ermittlungen führen aber klarerweise irgendwann zum Erfolg.
Mit seinem flüssigen Schreibstil zieht Weinert den Leser flott von einem Kapitel zum nächsten, weckt Neugierde, stiftet zum Miträtseln an. Irgendwie fehlt diesem dritten Band aber doch stellenweise der „Biss“, den man von den beiden Vorgängerbänden her schon kennt. Vielleicht liegt die – für mich – fehlende knisternde Stimmung auch an der Jahreszeit – während Mara friert und über eisige Fahrbahnen schlittert, steigt nach dem Erscheinen dieses Krimis das Thermometer weit über 30 Grad. Egal, die Hintergründe werden schlüssig aufgeklärt, Mara und ihr Partner wieder sehr lebendig und glaubwürdig dargestellt.
Wer Krimis mit einer ebenso liebenswerten wie unkonventionell agierenden Hauptfigur sucht, der sollte sich die Reihe „Eisberg“ ansehen. Trotz kleiner Kritikpunkte ist auch Band 3 mit den befremdlichen Einblicken in ein Familienunternehmen lesenswert.
Rezensionen von JennifersBooks:
Eine Reise in die Welt der Andraunen
Im Bann des Erlkönigs von Mina Roth
Von mir bekommt das Buch 3.5 Sterne!
"Im Bann des Erlkönigs" hat mich schon durch den Titel neugierig gemacht, weil ich die Ballade von Goethe sehr mag und Geschichten rund um den Erlkönig immer einen besonderen Reiz für mich haben. Mina Roth verbindet diese Sage mit Märchengestalten der Gebrüder Grimm und Sagengestalten wie dem Nöck, dem Seligfräulein oder der Wilden Jagd und erschafft eine eigene Welt voller Andraunen, die durch einen Schleier von der Menschenwelt getrennt ist.
Diese Welt wird vom Erlkönig beherrscht, der mit seiner "Wilden Jagd" durch die Nacht reitet und dem alle Andraunen einen Treueschwur leisten müssen. Diese mythologische Grundlage fand ich faszinierend und atmosphärisch stark und genau das hat mich anfangs sehr angesprochen.
Zora als Protagonistin hat mich jedoch oft zwiespältig zurückgelassen. Sie ist sechzehn, nimmt bei Berührung die Gefühle anderer Menschen wahr und hat durch Tarotkarten und eine innere Stimme, die sich als ein drängendes "Sieh hin! Sieh hin!" äußert, eine besondere Wahrnehmung. Dazu lebt bei ihr eine Andraunin, eine Fee, die sie ganz unkreativ Fee nennt und die dringend Hilfe braucht, um den Weg zurück in den Knochenwald zu finden. Zora versteckt ihre Gabe vor anderen Menschen, weil sie Angst hat, für verrückt gehalten zu werden. Diese Ausgangslage fand ich interessant, aber Zoras ständige Nervosität, die sich durch das wiederholte Herumspielen an ihrem Infinity-Armband zeigt, wurde für mich mit der Zeit anstrengend. Anfangs war es nachvollziehbar, später wirkte es eher wie eine Störung.
Ihre Mischung aus Mut und Naivität hat mich ebenfalls beschäftigt. Sie möchte Fee unbedingt helfen und sucht deshalb Kontakt zu Andraunen, die sie normalerweise meidet, aber gleichzeitig handelt sie oft vorschnell und ohne sich über mögliche Folgen klar zu sein. Besonders an der Umbra Academy, einer Schule voller Andraunen mit unterschiedlichen magischen Fähigkeiten, tritt sie manchmal provozierend und vorlaut auf, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr Fragen stellt und sich aktiver darum bemüht, das Machtgefüge und die Regeln dieser Welt zu verstehen. An ihrer Stelle hätte ich versucht, so viele Informationen wie möglich zu bekommen.
Die Situation mit Silas und Kilian zu Beginn hat mich ebenfalls beschäftigt. Durch einen fehlgeleiteten Zauber sind Zora und Silas magisch miteinander verbunden, was dazu führt, dass Zora mit in die Welt der Andraunen muss. Silas, der Fürstensohn der Sitris, und Kilian, sein Leibwächter, gewinnen Zoras Vertrauen erstaunlich schnell, weil der eine hilflos und schön und der andere heiß und schön aussieht. Gleichzeitig misstraut sie Mathea und Viggo, den anderen Fürstenkindern, obwohl diese ihr von Anfang an deutlich machen, dass sie von ihr nichts wollen und nur mit Silas und Kilian Probleme haben. Für mich wirkte es seltsam, dass Zora sich hier so stark auf die Erzählungen von Silas und Kilian verlässt, obwohl die beiden viele Geheimnisse haben und ihr nur das Nötigste erklären. Sie warnen sie ständig vor den anderen Andraunen, geben ihr aber kaum Informationen, die ihr wirklich helfen würden. Das hat mich dazu gebracht, Mathea und Viggo glaubwürdiger zu finden als die drei Hauptfiguren.
Die Romanze zwischen Zora und Kilian hat für mich nicht funktioniert. Ich war froh, dass es kein Liebesdreieck mit Silas gibt, aber die Beziehung zwischen den beiden bleibt sehr blass. Kilian verschweigt viel und Zora verlässt sich zu sehr auf die Gefühle, die sie durch Berührung wahrnimmt. Dadurch entsteht kein echtes Vertrauen und die Entwicklung wirkt sehr künstlich. Ich hatte kaum Momente, in denen ich eine echte Anziehung gespürt hätte.
Mein Lesetempo war ungewöhnlich langsam. Das Buch hat nur 400 Seiten und 48 kurze Kapitel, aber ich habe fast drei Wochen gebraucht, um es zu beenden. Der Einstieg ist stark, man wird sofort mit den Sagengestalten konfrontiert und Zora ist schon in Kapitel vier an der Umbra Academy. Danach verliert die Handlung deutlich an Tempo. Zoras Nachforschungen zum Knochenwald treten lange auf der Stelle und auch im Schulalltag passiert wenig. Ich habe mich oft dabei ertappt, dass ich lese, ohne das Gefühl zu haben, dass sich etwas bewegt. Erst ab Kapitel 25, also nach gut 50 Prozent des Buches, kommt wieder etwas mehr Dynamik in die Geschichte, weil Mathea und Viggo stärker eingebunden werden. Wirklich spannend wird es erst sehr spät, ungefähr ab 80 Prozent, wenn plötzlich viele Ereignisse in kurzer Zeit passieren und die Handlung sich spürbar verdichtet. Der Erlkönig selbst tritt nur zweimal auf, einmal bei der Treueschwur-Zeremonie und einmal am Ende an Zoras Krankenbett. Das fand ich schade, denn der Titel und die Grundidee hätten mehr Präsenz dieser Figur verdient.
Während ich gelesen habe, wurde mir immer klarer, dass mich die Welt zwar fasziniert, die Umsetzung aber nicht genug trägt, um mich für die Reihe zu begeistern. Die langsame Mitte, die unausgereifte Figurenentwicklung und die blasse Romanze haben mich so oft aus dem Lesefluss gebracht, dass ich für mich entschieden habe, diese Reihe nicht weiterzulesen, auch wenn Band 2 im Frühjahr 2027 erscheinen soll.
Fazit: "Im Bann des Erlkönigs" hat eine starke Grundidee, eine faszinierende Welt voller Sagengestalten und eine atmosphärische Grundlage, die mich sehr angesprochen hat. Gleichzeitig verliert die Geschichte durch eine lange Phase ohne spürbare Entwicklung, eine oft unüberlegte Protagonistin und eine wenig überzeugende Romanze an Kraft. Für mich ergibt das 3.5 Sterne, aber ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.
Rezensionen von praja:
Kinder-Approved!
Play+ Mein lustiges Spielbuch Wut im Bauch - ab 2 Jahre von Maria Höck
Irgendwie ist es super seltsam ein Kinderbuch zu bewerten :D
Eine Freundin von mir hat seit einiger Zeit ein Kind und da sind natürlich auch Kinderbücher voll das Ding! Der Kleine ist irgendwas zwischen 1 und 2 - um ehrlich zu sein, weiß ich es gar nicht sooo genau. Da ich selber keine Kinder hab, ist das irgendwie halt einfach eine Zahl die sich nicht so richtig mit dem Kind vereinbaren lässt.
Aber egal. Fazit: der Kleine liebt das Buch! Vermutlich weil Dinge zum anfassen immer super sind und man es getrost auch mal runterschmeißen kann, lachen kann und dann gehts weiter, ohne dass es direkt kaputt ist :D
ich glaub in dem Alter ist das größte Problem, dass Dinge schnell auch wieder uninteressant sind, wenn sie nicht gerade Geräusche machen. Aber der Faktor, dass es eben keine Dünnen Buchseiten, sondern was zum betatschen und spielen ist, machts halt richtig gut!











