Kunden em pfehlungen
Rezensionen von StefanieFreigericht:
Nein, dieses Buch will ich NICHT mit jedem teilen - dazu ist es zu einzigartig!
Die Stierin von Andrea Stift-Laube
Ich bin beeindruckt nach der Lektüre. Teilen will ich das Buch NICHT mit jedem - dieses Buch möchten bitte nur die Leser zur Hand nehmen, die bereit sind, sich auf ein ganz spezielles Erlebnis einzulassen. Sie werden belohnt werden.
Grandios: Doppelbödig, mythologische Komponenten, fesselnd, verstörend, sehr eigen, (heraus-)fordernd, komplex, lässt innehalten: belohnt
Mythologische Komponenten:
Die keltische Maeve, Halbgöttin und Königin, ist eine zentrale Figur der irischen Mythologie, für ihre Mannstollheit bekannt, stark und unerbittlich.
Im wohl bekanntesten Epos Irlands will Maeve mit ihrem Mann gleichziehen, der im Gegensatz zu ihr einen sehr starken Stier besitzt. Als sie den von ihr daraufhin erworbenen Stier in den Kampf gegen seinen schickt, endet das für beide Tiere mit dem Tod.
sehr eigen: Maeve trifft auf Maeve, die keltische Sage wird transponiert in die Gegenwart. Die Maeve der Gegenwart besitzt einen Käseladen. Die keltische Maeve wurde mit einem Stück Käse getötet. Ein Chor. Das klingt eigen und ist es, ist aber (ganz definitiv) kein Fantasyroman, sondern ein von den reinen Worten her nicht abgehobener, aber sehr literarischer, sehr reicher und symbolhafter Text, denn was hier gemein(sam) ist, ist
verstörend: es wird berichtet von männlicher Gewalt, damals ? und heute. "Vor einigen Tagen zwang er mich auf die Knie und ich musste so verharren. Das war alles." S. 22 Das bleibt nicht 2alles". Beide Frauen verschweigen die Tat. "Man hätte sie mit Mitleid, mit Gerüchten und abschätzigen Blicken ein zweites Mal in den Schmutz getreten." S. 124
(heraus-)fordernd, komplex, lässt innehalten: die "nur" 176 starken Seiten habe ich aus der Anregung der Leserunde in drei Abschnitten gelesen. Diese haben mir gut getan; die wenigen Seiten sind so komprimiert, dass ich vielfach zurück- und vorgeblättert habe. Der Text ist unglaublich überdacht konstruiert, da ist nichts Zufälliges - selbst die Symbole über den Texten zum Chor haben ihren Sinn.
Ich habe drei Abende lang gelesen - immer wieder musste das Buch hingelegt werden, um Platz zu schaffen für die hervorströmenden Assoziationen und Gedankenspiele, die mich auch durch die Tage begleiteten. Da geht es um männliche Gewalt und weibliches (Er-)Dulden, um Rache, um Kampf, um weiblichen Neid, um Selbstwert. Ich fühle mich belohnt ? und empfehle die Lektüre, bitte erst nach Austesten anhand der Leseprobe. Dieses Buch ist zu toll, um schlechte Bewertungen anhand einer falschen Erwartungshaltung zu verdienen. http://www.kremayr-scheriau.at/assets/buxmedia/9c9f9fb47562fc98e341896908b85a91.pdf
Übrigens macht der Verlag Kremayr & Scheriau alles alles richtig bei der Gestaltung seiner Bücher, dies waren meine ersten (gleichzeitig mit "Fliegenpilze aus Kork"). Da gibt es Lesebändchen selbst bei einer geringen Seitenzahl von knapp unter zweihundert Seiten, diese sind auf haptisch angenehmem (und gut duftendem!!) Papier gedruckt, es gibt zusätzlich zum Umschlagdesign ein dazu passendes Design des eigentlichen Einbandes - die roten Haare setzen sich fort. Auf dem Vorsatzblatt sind die roten Haare spiegelverkehrt; also rote Farbe als Hintergrund und die Haare in weiß. Und die eigentlichen Buchdeckel des Buches unterhalb des Schutzumschlages sind wiederum dazu gespiegelt. Das Foto davon hängt an. Das ist genial (ich mag keine Cover - aber so etwas ist schon ein bisschen sehr cool) - und die verschiedenen Bücher des Verlages sind bei sonst unterschiedlicher Gestaltung von den Buchrücken her eindeutig zueinander passend. Etwas für alle Sinne, das freut das Bücherherz!
Rezensionen von Dorothy:
Dieses Buch feiert das Leben
Die Stierin von Andrea Stift-Laube
Bevor ich auf dieses Buch aufmerksam wurde, hatte ich noch nie von dem Blog gehört. Es war in mehr als einer Hinsicht Liebe auf den ersten Blick. Die Idee hat mich verzaubert, der Erfolg der Autorin und der Seite begeistert und die Briefe tief bewegt und nicht mehr losgelassen.
DAS BUCH
Mich hatte schon das Cover angesprochen, die vielen bunten Tropfen, die bunten Farben.
Es hatte etwas Lebensbejahendes, Kreatives, Beschwingtes. Als ich dann auf den Inhalt geschaut habe, wusste ich, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Manche der Tropfen glänzen metallisch, was sehr hübsch ist, das Cover ist fest und die Prägung gibt einem das Gefühl, als hätte man Stoff in der Hand. Die Ecken sind abgerundet, es gibt ein Lesebändchen - schon allein der Einband ist mit viel Liebe gestaltet.
Aber das ist noch kein Vergleich zum Inneren des Buches. Alle Seiten sind bunt, thematisch mit dem passenden Design hinterlegt, die Texte kreativ und farbig ausgearbeitet und aus festem, stabilem Papier - einfach wunderschön. Das ganze Buch wirkt mit so viel Liebe gefüllt, mit so viel Gefühl, dass schon das durchblättern Spaß macht und einen mit großer Vorfreude erfüllt. Das Buch ist ein Schatz für all diejenigen, die es zu schätzen wissen. Lisa Congdon - die Illustratorin des Buches - hat hier eindeutig viel Herz bewiesen.
DER INHALT
Neben einem Vorwort von Emily Trunko finden wir zahlreiche Briefe der verschiedensten Art. Es gibt keine Seitenzahlen, dafür aber immerhin Kapitel, nach denen die Briefe unterteilt sind (und das Lesebändchen!). So finden wir uns in Themen wie Familie, Freunde, unerwiderte Liebe, Herzschmerz und Verlust wieder. Und anderen Themen, die die meisten von uns kennen und auf die ein oder andere Art bereits erlebt haben. Auch hier sind die Titelblätter natürlich wunderschön bunt und passend gestaltet. Die Briefe sind alle sehr unterschiedlich, und sich in ihrer Unterschiedlichkeit aber auch oft sehr ähnlich. Manchmal hat man mehrere Briefe hintereinander, die im Grunde das gleiche sagen, aber andere Worte dafür wählen. Manche sind unglaublich kurz, manche gehen über zwei Seiten - das waren mir die Liebsten.
Ich habe ein schlechtes Gewissen es gedacht zu haben und jetzt auch hier zu schreiben, aber manche Briefe wirken sogar etwas 'banal', etwas zu einfach, ohne eine große Aussagekraft. Unpersönlich. Aber so ist das Buch und der Blog nun einmal. Es geht nicht wirklich um die Leser, es geht um diejenigen, die schreiben, sich öffnen, ungeschickte Briefe und unausgesprochene Worte endlich in die Welt entlassen. Manch ein Brief mag vielleicht banal wirken, aber für die Person war es das sicher nicht - für manche haben diese kurzen Eingeständnisse schon viel Kraft und Mut gekostet. Dass ist nun einmal das Leben. Demnach unterscheidet sich auch der Schreibstil, je nach Briefschreiber und das ist auch gut und richtig so. Es gibt einen Brief der die Reaktion auf einen anderen, in dem Buch abgedruckten, Brief ist - das mochte ich sehr. Manche Briefe habe ich eher überblättert, manche haben mich zum Innehalten gezwungen und mir Tränen in die Augen getrieben. Das Kapitel 'Verlust' habe ich komplett durchgeweint.
Zu Beginn - beim Durchblättern - habe ich mich sehr darüber gefreut, dass das Buch mit dem Kapitel 'Danke' endet, schließlich waren ihm einige manchmal recht schmerzvolle Kapitel vorangegangen. Aber dass das Kapitel ausgerechnet nach 'Verlust' kommt, hat mich doch stark aus dem Konzept gebracht - hier bedarf es auf jeden Fall ein paar Stunden Pause zwischendurch. Allgemein ist das Buch mit Sicherheit nichts, dass man einfach in einem Zug durchlesen sollte, sondern Stück für Stück, Brief für Brief manchmal mit einer kleinen und manchmal mit einer größeren Pause genießen sollte. Das Buch erzählt nicht eine große Geschichte, sondern hunderte. Auch wenn sie letztlich alle vom Leben erzählen.
EMILY TRUNKO UND DER BLOG
Emily Tusko ist zum jetzigen Zeitpunkt 16 Jahre, sie hat den Blog 'Dear my Blank' vor fast zwei Jahren gegründet - damals bestand er aus unzähligen Briefen, die sie selbst geschrieben und niemals abgeschickt hat. Heute folgen tausende Menschen ihrem Beispiel. Aber auch wenn die Briefe anonym sind, ist es die Seite in vielerlei Hinsicht nicht, es ist eine Cummunity entstanden, eine Familie. Die Leser unterstützen die Schreibenden, Leser fühlen sich verstanden, versuchen zu helfen, teilen ihre Gefühle, ihre Gedanken und Geheimnisse. Es ist nicht das erste wundervolle Projekt, das Emily Trunko ins Leben gerufen hat - aber auch dazu findet ihr mehr, wenn ihr das Buch selbst lest. Das Buch ist ein Schatz und ein Juwel - aber der Blog ist ein Geschenk und ein Zufluchtsort für so viele Menschen geworden.
FAZIT & MINIMALE KRITIK
Es ist unmöglich, dieses Buch nicht zu lieben. Nicht mitzufühlen und über das Leben und seine eigenen Erfahrungen nachzudenken. Zumindest war es das für mich. Es ist ebenfalls fast unmöglich eine normale Rezension über dieses Buch zu verfassen, weil es so anders ist, so besonders - aber ich wollte es zumindest versuchen. Das Buch hat mich motiviert, selbst einmal ein paar Dinge nieder zuschreiben, die längst einmal hätten gesagt werden müssen, zu deren Aussprechen mir aber der Mut fehlt. Das Buch hat mich sehr bewegt, mich manchmal zum Lachen und oft zum Weinen gebracht. Oft waren es vor allem die langen Briefe, die mich bewegt haben - was denke ich, natürlich ist, weil man sich leichter in die Situation einfühlen kann, als wenn es nur zwei Sätze sind, zu denen uns der Hintergrund fehlt. Aber auch insbesondere ein kurzer Brief - wenn nicht gar einer der kürzesten - hat mich nach Luft schnappen lassen und direkt ins Herz getroffen. Von manchen Briefen habe ich mich verstanden gefühlt, anderen hätte ich entgegen brüllen wollen. Mit manchen habe ich mitgefiebert und wünsche den Verfassern von Herzen alles Glück dieser Welt.
Der einzige Kritikpunkt - und auch hier habe ich geradezu ein schlechtes Gewissen, bei diesem wundervollen Buch einen Kritikpunkt anzubringen - ist die Auswahl der Briefe. Tausende erreichen Emily Trunko immer und immer wieder und ich weigere mich zu glauben, dass es nicht manchmal mehr Themen gegeben hätte, als die der abgedruckten. So drehen sich im Kapitel 'Danke' viele um ehemalige Beziehungen - was natürlich ein guter Aspekt ist, aber es gibt so viele Dinge für die man dankbar sein kann, dass ich bei diesem Kapitel und manchmal auch bei einem der anderen, etwas vermisst habe.
Zum Schluss fand ich es manchmal sogar etwas traurig, dass die Illustration so schlicht und jugendlich ausgefallen ist. Für dieses wundervolle Buch hätte man die größten Künstler begeistern können - aber eigentlich stimmt das nicht. Lisa Congdon IST eine Künstlerin voller Herz und hat dieses Buch zu dem gemacht, was es jetzt ist. Die Illustration passt perfekt zu dem Buch, es passt zur Autorin und es passt zum Leben. Manche Briefe sind traurig, andere wütend, andere voller Liebe und Dankbarkeit - aber die bunten Seiten, die verschiedenen Schriften, das feste Papier in den Händen und die passenden Bilder feiern das Leben mit jedem Mal, das wir umblättern.
Für mich ist das die Aussage dieses Buches. Wir haben alle viel erlebt, wir leiden und lachen und lieben. Wie erleben. Manchmal mit unseren Freunden und Familien, manchmal allein. Aber wir alle haben diese Gefühle, wir alle spüren das Leben. Manchmal fühlt es sich nur nicht so an.
'Ich wollte nur, dass du noch weißt' zeigt uns auf jeder Seite was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Danke.
Rezensionen von yellowdog:
Ganz besondere Geschichten
Ab morgen wird alles anders von Anna Gavalda
Die bekannte französische Autorin Anna Gavalda hat mit ?Ab morgen wird alles anders? großartige Erzählungen vorgelegt.
Anna Gavaldas symbolhafte Kurzgeschichten vermögen zu berühren. Gerade auch die erste Geschichte mit dem Hund. Eine tragische Familiengeschichte.
Gavaldas Storys sind abwechslungsreich.
Wie anders ist z.B. dann die längste Geschichte ?Mathilde, über eine junge Studentin in Paris in der Krise. Sie überdramatisiert, aber ihre Situation ist prekär. Das nimmt noch zu, als sie die besondere Begegnung mit Jean-Baptiste hat.
Mathildes innere Gedankengänge sind ironisch gehalten. Das hat seine eigene Komik.
Schließlich wird das ganze unerwartet zu einer Art Lebensbeichte. Anlass ist der Fund eines Briefes in der einst verlorenen Handtasche.
Es folgt Meine Kraftpunkte. Eine eindrucksvolle, aber etwas sentimentale Familiengeschichte, die einen Vorfall in der Schule in den Mittelpunkt stellt. Schade, eigentlich, dass das Geheimnis der Geschichte schließlich doch gelüftet wird.
Dann kommen mit Yann und Minnesang noch 2 Stories, auf die ich jetzt inhaltlich nicht mehr eingehe, weil sie mich nicht ganz so stark erreicht haben, wie die 3 vorhergehenden und um den Rahmen nicht zu sprengen.
Die Autorin vermag es, einen Einblick in die jeweilige Lebenssituation zu geben, ein Zeichen für ihre Empathiefähigkeit, die sie auch an ihre Leser weitergeben kann.
Mein einziger Kritikpunkt an Anna Gavaldas Stil wäre, dass sie manchmal etwas schneller auf den Punkt kommen könnte. Aber sie schreibt lieber zwei Sätze mehr, als einen zu verdichten. Quasi als Ausgleich dafür enthält Gavaldas Sprache einen hohen Detailreichtum.
Die Geschichten funktionieren und beeindrucken durch ihre Originalität. Dafür sind vier fette Sterne mehr als verdient.
Rezensionen von thora01:
Die Vergangenheit läßt grüßen - schöne aufschlussreiche Fortsetzung
Ab morgen wird alles anders von Anna Gavalda
Inhalt/Klappentext:
Nach dem Schockerlebnis am See versucht Jess, einen Sinn hinter dem Handeln ihrer Mutter zu finden. Gemeinsam mit Will und Kendra rätselt sie, wie sie bekommt, was ihr zusteht. Jaydee findet langsam zurück in sein Leben und erholt sich vom Fieberwahn. Er erzählt Abe von seinen Erlebnissen und überlegt, wie er in all den Lügen und Geheimnissen, die ihn sein Leben lang begleitet haben, einen Sinn finden kann.
Auch Akil stellt sich seinen Aufgaben und tritt - gemeinsam mit Ben - in eine Welt ein, die ihm mehr abverlangt, als er je angenommen hat. Er erhält eine weitere Vision, in der er abermals ein Leben retten muss. Dieses Mal von jemanden, den er kennt - und es könnte bereits zu spät sein.
Meine Meinung:
Sehr schöner wenn auch etwas ruhiger Teil. Sehr spannend war es Antworten auf viele in den Vorbänden aufgetauchten Fragen zu bekommen. Der Schreibstil ist wie eh und je genial. Die Idee mehrere Stränge parallel verlaufen zu lassen finde ich sehr gut. Die Protagonisten werden immer tiefgründiger und zeigen immer mehr ihre ganz besondere Eigenheiten. Sehr gut gefällt mir, wie Nicole Nebenprotas aus den Anfangsbänden wieder in die Geschichte integriert hat. Sehr spannend finde ich wie Entscheidungen der Protas die Reihe beeinflusst haben und beeinflussen. Der Schluss ist ein wenig dramatisch und macht Lust sofort weiterzulesen.
Mein Fazit:
Tolle Fortsetzung. Er ist weniger actionreich aber dennoch sehr spannend. Die Zusammenhänge werden immer klarer und die Protagonisten immer mehr gefordert.
Rezensionen von TheUjulala:
Großartig aufregende Achterbahn der Gefühle zwischen prickelnden Funken und verblüffenden Wendungen
GötterFunke 1. Liebe mich nicht von Marah Woolf
Zugegeben, anfangs hatte ich doch etwas Angst davor: Marah Woolfs erstes Buch, welches in einem Verlag veröffentlicht wurde. Und es wurde in den Medien ziemlich gepusht. Ich kenne alle Bücher der Autorin und bin immer wieder fasziniert davon, wie großartig raffiniert sie das Spiel des Gefühls-Ping-Pong beherrscht.
Als großer Marah Woolf Fan war dieses Buch natürlich ein absolutes Muss, und was soll ich sagen - sie hat mich mal wieder total begeistert!
Das Cover:
Zugegeben, das Cover erschlägt mich ein bisschen. Es wurden verschiedene Schriftarten eingesetzt, und diese auch großflächig über die gesamte Seite verteilt. Außerdem liegen viele ornamentale Ebenen übereinander. Das Porträt ist hübsch, obwohl für mich das eher eine reifere Frau ist, als eine junge Erwachsene. Die Augen wären wahrscheinlich besser heraus gekommen, wenn das Wort "liebe" nicht ganz so prägnant auf der Stirn platziert wäre. Das Besondere aber an dem Cover ist, dass es aus einem geriffelten Strukturpapier besteht, und nur der Satz ?liebe mich nicht? in Blindprägung einen Glanzlack erhalten hat. Das macht das ganze Cover ziemlich edel und ich habe das Buch tatsächlich ehrfürchtig in den Händen gehalten. Ja, ich bin beeindruckt. Im Buchhandel wäre ich auf jeden Fall magnetisch angezogen worden. Und ja, ich finde es etwas zu kitschig - aber wer hat behauptet Kitsch wäre doof?
Die Handlung:
Die beiden besten Freundinnen Jessica und Robyn wollen ihre letzten gemeinsamen Sommerferien mit ihren Freunden Cameron und Josh in einem 6 wöchigen Feriencamp verbringen. In dem Camp lernen sie zudem Athene, Apoll und Cayden kennen, jedoch wissen sie nicht, dass die drei Götter sind. Auch nicht der Grund ihrer Anwesenheit, der Wettstreit zwischen Zeus und Prometheus, der sich auf der Erde den menschlichen Namen Cayden gegeben hat. Diese Aufgabe, die Prometheus erledigen muss, um seinen sehnlichsten Wunsch endlich sterblich zu werden, stellt die Freundschaft zwischen den beiden Mädchen auf eine harte Probe. Denn erst, wenn ein von Athene gewähltes Mädchen seiner Verführung widerstehen kann, wird Zeus ihm seinen Wunsch erfüllen. Und dafür hat Prometheus nur alle 100 Jahre 3 mal die Chance. Obwohl sich Jess geschworen hat, sich nicht zu verlieben, muss sie sich eingestehen, dass sie Cayden verfallen ist. Aber sein zwiespältiges Verhalten treibt sie fast in den Wahnsinn.
Was mir nicht so gut gefallen hat:
Die Handlung ging mir zu Beginn ein bisschen zu zäh los. Nach nicht ganz 200 Seiten steigt die Spannung erst ein bisschen. Über die Zwischeneinschübe von Hermes bin ich mir nicht so sicher, ob sie mir wirklich gefallen. Sie verraten dann doch teilweise zu viel, was der Leser sich aber eigentlich schon denken konnte. Manchmal sind sie gut, manchmal empfinde ich sie als überflüssig.
Was mir gut gefallen hat:
Trotz leichten Startschwierigkeiten hat die Spannung und der Handlungsbogen dann aber stetig zugenommen. Vor allem das Wechselbad der Gefühle geht immer mehr auf Achterbahnfahrt! Ab da hatte es mich dann gepackt und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Grandios, wie raffiniert Marah Woolf mal wieder mit den Gefühlen der Protagonisten und des Lesers spielt! Ich bin total von den Socken. Ich liebe es, wenn das Protagonisten-Pärchen sich nicht sofort findet und sich durch den ganzen Roman schlappernd aneinander hängt.
Ich konnte mir die Figuren wunderbar vorstellen. Josh und Apoll hatte ich sofort in mein Herz geschlossen, Leah und Athene waren mir von Anfang an sympathisch, sowie mir die heimlichen Beschützer sehr gefallen haben. Robyn mit ihrer arroganten Art konnte ich von Beginn an nicht leiden und der Verlauf der Geschichte bestätigte nur meine Meinung über sie. Sie hat einen Wandel durchgemacht, den ich nicht gehofft, aber leider erwartet hatte. Aber wer weiß, ob da nicht jemand seine Finger im Spiel hatte...
Auch wenn man als Leser besser als Jess informiert ist, tat sie mir unheimlich leid. Nicht nur wegen Cayden, sondern auch wegen der bröckelnden Freundschaft mit Robyn. In Jess konnte ich mich immer sehr gut einfühlen. Sie war zwar manchmal etwas naiv und auch teilweise dickköpfig, aber das hat sie mir trotzdem sympathisch gemacht. Sie macht auch im Laufe der Handlung eine interessante Wandlung durch. Zunächst ist sie eher das arme Hascherl, das im Schatten ihrer Freundin Robyn steht. Von jeglichen Phobien gebeutelt und aus einem traurigen Elternhaus, vom Vater verlassen, die Mutter Alkoholikerin, beginnt sie doch immer mehr Selbstbewusstsein aufzubauen.
Cayden - tja, der Titanensohn, der ebenso göttlich arrogant aber auch leidenschaftlich sein kann. Da sägt aber jemand gewaltig an Cassians Thron des bockigsten und launischsten Wesen in der Fantasy-Welt. Ich bin super begeistert, wie Marah das wieder geschafft hat. Ich bin mir auch sicher, dass die Autorin Cayden bewusst so ambivalent und ungreifbar erscheinen lies. Und es versüßt mir auch die Wartezeit auf FederLeicht 5. Sie schafft es auch die Figuren so bildlich auszuformen, ohne auf das ?göttliche? Aussehen herum zu reiten, und ohne ständig den "besonderen Duft" und die "harte Brust" pausenlos zu erwähnen. Auch baut sie immer wieder einige überraschende Momente ein - und kaum denkt man, "okay, jetzt ist alles klar" - ZACK - ist gleich wieder alles anders und selbst mein Herz ist dabei gebrochen. Kaum schlägt das Buch prickelnde Funken - ZACK - zerfließt man in Jess? Verblüffung und Trauer.
Der Schreibstil ist wie immer unglaublich leicht, flüssig aber bildhaft und vor allem auch charmant witzig. Ich habe immer wieder herzlich gelacht! Ich sage nur: ?Schieb deinen Hintern doch einfach zur Seite, du blöde Tussi. Dann hat Leo auch noch Platz auf der fucking Holztür. Beim Ertrinken muss man nicht erster Klasse reisen.? (S. 399, Gebundene Ausgabe 2017). Flotte Sprach-Scharmützel wechseln sich immer wieder mit Funken schlagenden Momenten ab, ... lasst Euch überraschen!
Und trotzdem gibt es einige sehr schöne philosophische Stellen, die einem doch auch zu denken geben. Besonders berührt hat mich die Unterhaltung zwischen Jess und Zeus über das Gut und Böse. Da schwingt auch ganz viel Kritik an unsere heutige Zivilisation mit. Dass wir dabei sind, uns selber zu zerstören und es dafür eigentlich keine göttliche Apokalypse benötigt. Mir gefällt auch, dass Jess die Besonderheit nicht schulterzuckend annimmt, sondern sich darüber lange den Kopf zerbricht und versucht sich dafür eine realistische Erklärung zu schaffen - die gar nicht so abwegig sein könnte.
Die Autorin flechtet auch immer sehr gekonnt und dezent die Geschichte der griechischen Mythologie ein, ohne langweilig oder belehrend zu werden. Ich konnte alles wunderbar nachvollziehen und verstehen, ohne der große Mythologie-Checker zu sein. Großartig - es hat mich sehr fasziniert!
Mein Fazit:
Man muss es einfach mögen, das Hin und Her, der ?Eiertanz" der Gefühle, das permanenten Abreisen der Gänseblumen-Blütenblätter ?Er liebt mich - er liebt mich nicht?. Ansonsten sollte man dieses Buch erst gar nicht lesen. Wer Marah Woolf kennt, und weiß, wie prickelnd sie dieses Spiel auf die Spitze treiben kann, dem wird dieses Buch gefallen. Ja, es werden die gängigen Klischees bedient, aber ansonsten bräuchte ich das Buch gar nicht lesen, wenn ich das nicht mögen würde. Und ich liebe es! Trotz Cliffhanger - der ganz schön gemein ist.
Rezensionen von Ela_Ela:
Unglaublicher Auftakt einer neuen Serie : )
GötterFunke 1. Liebe mich nicht von Marah Woolf
Manchmal werden Träume wahr! Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus.
Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?
Nachdem ich vor kurzem endlich Percy Jackson gelesen und geliebt habe und dieses Buch ebenfalls um die griechische Mythologie handelt, musste ich es lesen.
Es ist etwas anders als Percy Jackson, was natürlich klar ist und genau das hat mir so gut gefallen und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Die Geschichte um Jess hat mich gepackt. Und auch nicht nur ihre Sichtweise wird erzählt. Auch Hermes fungiert als Beobachter und Bote und gibt seinen Senf vor jedem Kapital dazu.
Hier lernt man die Götter einmal anders kennen und als Menschen getarnt sind sie einem noch sympathischer als man glaubt.
Der flüssige und tolle Schreibstil der Autorin hat mir auch sehr gut gefallen und man kommt schnell voran in diesem Buch. : )
Fazit: Für mich war dieses Buch ein wahres Lesevergnügen und ich freue mich auf die weiteren Bände. Von mir bekommt es 4,5 Sterne.
Serie:
1. Götterfunke - Liebe mich nicht
2. Götterfunke - Hasse mich nicht (erscheint im September 2017)
3. Götterfunke - Verlasse mich nicht (erscheint im Februar 2018)
Rezensionen von Ela_Ela:
Anders als erwartet : /
GötterFunke 1. Liebe mich nicht von Marah Woolf
Elf Minuten ist Delaney unter dem Eis, bevor ihr bester Freund Decker sie aus dem eiskalten See herausziehen kann - und nach allem, was die Ärzte sagen, sollte sie eigentlich tot sein. Aber nach einer Woche im Koma erwacht Delaney - ohne bleibende Schäden. Und trotzdem ist nichts, wie es vorher war.
Nach und nach zeigen sich Risse in Delaneys Alltag und ihrer Wahrnehmung. Unausgesprochene Gefühle zwischen ihr und Decker belasten Delaney zusätzlich, und sie fühlt sich plötzlich zu dem mysteriösen Troy Varga hingezogen, der nach einer Nahtoderfahrung dieselbe schreckliche Fähigkeit wie sie zu besitzen scheint: Beide spüren den bevorstehenden Tod anderer Menschen.
Dieses Buch klang unheimlich vielversprechend und spannend. Doch irgendwie kam ich nicht ganz mit dieser Geschichte zurecht. Es gab schon einige Stellen die unheimlich spannend waren und wo ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Diese waren jedoch relativ schnell wieder vorbei.
Es hat nicht wirklich viele Seiten doch wurde ich nicht mit Delaney warm, für mich war sie undurchschaubar und oft verstand ich nicht was ihr Problem war. Ihren besten Freund Decker mochte ich wieder viel lieber und konnte ihn auch verstehen. Ihn hätte Delaney doch alles erzählen können. Troy kam mir von Anfang an schon ein wenig seltsam vor, was sich ja dann auch bestätigt hat.
Fazit: Ein stockender Anfang mit einem spannenden Mittelteil und einem schwachen Ende. Mehr kann ich nicht mehr über dieses Buch sagen. Es bekommt von mit 3,5 Sterne.
Rezensionen von Wolly:
Sehr kreatives Abenteuer
GötterFunke 1. Liebe mich nicht von Marah Woolf
In Saint Lupin´s Academy begeben wir uns mit Anne, Penelope und Hiro auf eine abenteuerliche Reise direkt vom Waisenhaus in die größte Prophezeihungsmission aller Zeiten. Nicht mehr als die Rettung der Welt steht auf dem Programm und das innerhalb von nur 3 Tagen. Ohne Erfahrung, Plan oder gescheite Ausrüstung werden unsere jungen Abenteuer auf ihre Mission geschickt und müssen dabei viele Hindernisse überwinden, bekommen aber auch unerwartete Hilfe.
Wie die Mission ausgeht? Findet es selbst heraus.
Das Debüt von Wade Albert White strotz nur so vor fantasivollen Ideen. Navigierende Vögel, Drachenfeuerbälle, Sandwölfe und vieles mehr erwarten den Leser in diesem schönen Kinderbuch. Von Beginn an lässt es die Geschichte nicht an Action missen und auch Spannung ist ausreichend vorhanden. Man ist geneigt mit der jungen Protagonistin und ihrem Team mitzufiebern und die bildreiche Beschreibung der Umgebung setzt das Kopfkino in Gang. Auch der ein wenig eigenwillige Humor bleibt durch das komplette Buch ein stetiger Begleiter. Auch wenn es der Autor an manchen Stellen übertreibt, merkt man durchweg wie liebevoll an dieser Geschichte gearbeitet wurde und dieser Spaß überträgt sich auf den Leser. Die ein oder andere Kuriosität sollte man beim Lesen einfach mit einem Schmunzeln hinnehmen.
Ich denke das Buch eignet sich für Jung und Alt, spricht aber vor allem Kinder an. Es eignet sich zum Vorlesen genauso gut, wie zum selbst entdecken. Ich denke gerade Kinder werden an dieser super kreativen Welt Spaß haben und sicherlich etwas neidisch auf die Abenteurertruppe sein.
Fazit:
Ein schöner Auftakt zu einer Reihe, die in manchem Kinderzimmer sicherlich bald nicht mehr fehlen darf. Auch Erwachsene, die die nötige Fantasie mitbringen werden ihren Spaß haben. Mir hats auf jeden Fall gefallen.
Rezensionen von thora01:
Fantasy trifft auf Realität - sehr schöner Reihenauftakt
GötterFunke 1. Liebe mich nicht von Marah Woolf
Inhalt/Klappentext:
Jillian wünscht sich nichts sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein ? leider ohne Erfolg. An ihrem 17. Geburtstag erfährt sie von ihrer Tante, dass ihre seltsamen Fähigkeiten keineswegs normaler Herkunft sind, sondern sich auf ihre Abstammung als Hexe zurückführen lassen.
Kurz darauf findet sie sich in einer Welt wieder, in der Vampire, Werwölfe und Dämonen keine Fantasiegespinste mehr darstellen, und muss sich in der vollkommen neuartigen Umgebung der Winterfold Akademie zurechtfinden. Doch selbst unter Hexen ist Jillian keineswegs so normal, wie sie anfangs gehofft hat. Glücklicherweise lernt sie zum ersten Mal in ihrem Leben Freunde kennen, die ihr zur Seite stehen, als sie sich zu allem Übel auch noch unglücklich verliebt. Doch alles ändert sich, als es in der Umgebung zu vermehrten Dämonenangriffen kommt ...
Meine Meinung:
Sehr schöner Reihenauftakt. Das Buch hat mich sofort gefesselt. Es ist ein wenig mystisch angehaucht. Der Schreibstil gefällt mir sehr. Er lässt sich leicht lesen und ich bin einfach durch die Geschichte geflogen. Die Protagonisten sind mir sehr sympathisch und ich konnte mich sofort in sie hineinversetzten. Die Geschichte ist sehr spannend und actionreich. Sehr schön finde ich wie die verschieden Charaktere miteinander agieren. Das Buch enthält einige Überraschungen deren Folgen noch nicht ganz absehbar sind. Sehr Interessant sind die Anmerkungen zur griechischen Mythologie und die Rolle der Götter in diesem Buch. Der Abschluss ist sehr actionreich und verspricht einen sehr spannenden 2. Teil.
Mein Fazit:
Sehr schönes mystisches Buch. Es ist spannend und actionreich.
Rezensionen von LadyIceTea:
Und so schließt sich der Kreis
Die Auserwählten - Phase Null von Dashner James
Ich habe grade alle fünf Teile dieser Reihe gelesen und hoffe, dass dies der letzte Teil ist. Nicht weil er schlecht ist, sondern weil die Geschichte nun beendet ist.
Ich war vom ersten Prequel leider etwas enttäuscht. Es war langatmig und hat nur wenige Fragen beantwortet. Doch dieses zweite Prequel hat mich wieder in seinen Bann gezogen.
Der Schreibstil war wieder wie wir es von James Dashner gewohnt sind und riss mich förmlich mit.
Wir erleben nun endlich, wie es Thomas ergangen ist, bevor er ins Labyrinth gekommen ist. Wir lernen die anderen Lichter und Theresa auf eine neue Art und Weise kennen. Viele Fragen über das Warum und Wieso aus der eigentlichen Trilogie haben sich mir beantwortet.
Ich habe neue Charakterzüge an Thomas und Theresa entdeckt, die ich nicht erwartet hätte. Positive wie negative. Oftmals haben die Beiden mich wirklich überrascht.
Mir hat es sehr gut gefallen, wie James Dashner nach und nach, alle möglichen Fragen und Unklarheiten aufgeräumt hat und wie sich plötzlich Puzzleteile aus den anderen vier Bänden nun endlich zusammenfügen.
Super fand ich auch immer die Szenen mit und über die Cranks. Diese waren immer so herrlich schaurig und erschreckend. Dashner hätte auch Talent für Zombieromane.
Mein absolutes Highlight ist aber, dass es James Dashner geschafft hat, mit diesem (hoffentlich) letzten Band, meine komplette Sichtweise auf die ersten drei Teile zu verändern. Das Ende war einfach nur unbeschreiblich und alles verändernd.
Ich kann jedem, der ein Fan der Reihe ist dieses Buch und den vorherigen Prequel sehr empfehlen. Aber sie sollten wirklich in Erscheinungsreihenfolge gelesen werden!





