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Rezensionen von biest.22@web.de:

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Witzig aber ausbaufähig

Inhalt:

Bea und Irene, beide Anfang fünfzig, sind frisch aus dem Knast entlassen. Notgedrungen überlegen sich die Ladies ihr eigenes Reintegrationsprogramm: eine Ich-AG mit krimineller Rache-Ausrichtung. Ihre Expertise: Männer überfahren. Irene hat darin Erfahrung, vor acht Jahren hat sie ihren Mann im Rückwärtsgang erledigt.

Also räumen Bea und Irene auf Wunsch ihrer Klientinnen unerträgliche Ehemänner, fiese Chefs und lästige Rivalen aus dem Weg. Als eine Konkurrenz-Agentur, die Organisation ‚Revanche‘, auf der Bildfläche erscheint, müssen die Heldinnen dieses komisch-skurrilen Romans schleunigst einen höheren Gang einlegen!

Meine Meinung:

Max Urlacher hats geschafft mich auf 200 Seiten gut zu unterhalten.
Mit Bea und Irene sind ihm zwei lustige Damen mittleren Alters und Berliner Schnauze gelungen. Wobei Irene mehr den Ton angibt und Bea eher die Mitläuferin ist. Aber die beiden ergänzen sich super. Mit gelegentlicher Hilfe von Außen stellen die beiden, nach ihrem Knastaufenthalt, eine eher unkonventionelle Ich-AG auf die Beine und schon nimmt das Übel seinen Lauf. Wer mit einem Krankenhausaufenthalt davon kommt, hat noch Glück gehabt. Denn Einige gehen hier sogar über Leichen. Die Story an sich hat mir wirklich gut gefallen, wäre aber an einigen Stellen noch ausbaufähig gewesen.
Zum Beispiel als "Revanche" mit ins Spiel kam. Da hätte ich mir mehr Einzelheiten und Details gewünscht. Dieses Kapitel war doch sehr schnell abgehandelt.

Das Cover finde ich gelungen und absolut passend. Der Schreibstil war auch toll und hat sich flott lesen lassen. Allerdings hatte ich mir nach der Leseprobe doch ein bisschen mehr versprochen.
Ich habe mich auf den 200 Seiten aber trotzdem gut unterhalten gefühlt. Mehr hätte es aber so dann auch nicht sein dürfen, denn sonst wäre es glaube ich langweilig geworden. Die Idee war top, die Umsetzung ausbaufähig.

Fazit:

Für zwischendurch kann ich dieses Buch absolut empfehlen. Es ist lustig geschrieben, sorgt an einigen Stellen für kleine Lacher. Wer sich hier allerdings etwas Hochspannendes und extrem Witziges vorstellt, dem würde ich eher dazu raten die Finger davon zu lassen um einer Enttäuschung vorzubeugen.

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Rezensionen von Pink Anemone:

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Die Entschleunigung des Lesens

Der Nachsommer von Adalbert Stifter

Auf seinen naturkundlichen Wanderungen begegnet der Ich-Erzähler Heinrich Drendorf seinem späteren väterlichen Freund, dem Freiherrn von Risach, auf dessen Landgut. Dort lernt er nicht nur eine neue Form der Lebens- und Wirklichkeitsbewältigung kennen, sondern auch seine spätere Frau Natalie und deren Mutter Mathilde Tarona, die auf geheimnisvolle Weise mit Risach verbunden ist.

»›Der Nachsommer‹ ist der Bildungsroman schlechthin, ein rührend-unheimlich deutsches Buch aus Österreich, welches dem Leser das Menschlichwerden zeigen will.« Walther Killy....(Klappentext)

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"Mein Vater war ein Kaufmann. Er bewohnte einen Teil des ersten Stockwerkes eines mäßig großen Hauses in der Stadt in welchem er zur Miete war.." (S. 7 - Anfang)

Wie soll man einem Literaturklassiker gerecht werden, wenn man sich einen Monat lang durchgequält hat? Diese Frage stellte ich mir bereits nach den ersten Seiten dieses Buches.

Ich liebe Klassiker, angefangen bei Shakespeare, über Lessing bis hin zu Tolstoi. Dabei schätze ich vor allem die Sprachgewalt, die Poesie und den bildhaften Erzählstil, inklusive der Detailverliebtheit. Doch gerade diese langatmigen Beschreibungen und die ständigen Abschweifungen ins Detail, machten mir das Lesen von "Der Nachsommer" mehr als schwer.

Die Handlung schreitet nur mit überaus kleinen Schritten voran, nahezu stockend und humpelnd und zwar aufgrund diverser minutiöser Beschreibungen von Gemälden, Pflanzen und selbst von Steinen.

"Ich war schon als Knabe ein großer Freund der Wirklichkeit der Dinge gewesen, wie sie sich so in der Schöpfung oder in dem geregelten Gange des menschlichen Lebens darstellte..." (S. 24)

"Der Vater pflege zu sagen, ich müßte einmal ein Beschreiber der Dinge werden,..." (S. 25)

Genau, und schlußendlich war er das auch.

Aber so sehr Stifter auch auf die Darstellung von Natur und Kunst eingeht, die Charaktere bleiben auf den 730 Seiten blass und vor allem langweilig.
Hier fällt kein böses Wort und Missverständnisse gibt es hier ebenso wenig. Selbst als Risachs Geheimnis gelüftet wird, herrscht hier Verständnis und Einigkeit.
Immerzu herrscht hier Harmonie und höchste Idylle, dass es kaum auszuhalten ist. Hinzu kommen die ständigen Wiederholungen der alltäglichen Rituale - die Neurotik des Biedermeier lässt grüßen.

Diese Art des Schreibens ist von Adalbert Stifter jedoch so beabsichtigt. Die Industrialisierung machte zu dieser Zeit auch vor Österreich nicht Halt. Aber wie Franz I. und Metternich, so war auch Stifter gegen diese Modernisierung und versuchte sie, zumindest in diesem Werk, aufzuhalten - den Fortschritt entschleunigen.

Bei mir rief es auch eine Entschleunigung hervor und zwar die des Lesens.
"Der Nachsommer" ist also keineswegs ein Klassiker den man mal schnell zwischendurch lesen kann und auch nicht sollte.
Man muss sich dafür Zeit nehmen, darin eintauchen und diesen wirken lassen. In der heutigen schnelllebigen Zeit mit Sicherheit ungewohnt, aber durchaus nicht verkehrt und eben auch genau das was von Stifter beabsichtigt war. Für mich persönlich war das nichts.

Das Werk enthält aber auch gleichzeitig wunderschöne Zitate, welche zum Nachdenken anregen:

"...der Mensch sei nicht zuerst der menschlichen Gesellschaft wegen da, sondern seiner selbst willen. Und wenn jeder seiner selbst willen auf die beste Art da sei, so sei er es auch für die menschliche Gesellschaft." (S. 15)

Trotzdem werden Herr Stifter und ich wohl keine Freunde. Sein Schreib- und Erzählstil sind sehr speziell und nicht für jeden geeignet. Man muss diesen Stil schon mögen - ich tue es nur bedingt.

Die vorliegende Neuauflage aus dem dtv-Verlag ist jedoch mehr als nur gelungen. Hier wurde nämlich die Urfassung beibehalten, inklusive der etwas ungewöhnlichen Interpunktion Stifters. Ja, selbst hier hatte Adalbert Stifter seine Eigenheiten. Diese spezielle Art Kommas zu setzen, sollte seinen Stil intensivieren. Nun ja, diese Tatsache machte das Lesen nicht unbedingt leichter.
Es wurden aber auch die Laut- und Wortformen , sowie die alten österreichischen Bezeichnungen beibehalten.

Die meisten Verlage scheuen sich davor, solche Eigenheiten beizubehalten und modernisieren Texte, Passagen und ganze Werke. Nicht so beim dtv-Verlag, der aufgrund dessen für mich die erste Adresse bei Neuauflagen von Klassikern ist.

Wie gewohnt erhält man im Nachwort Informationen über das Werk und dessen Entstehung und es beinhaltet eine kleine, aber durchaus ausführliche Biographie des Autors mittel Zeittafel. Ich muss gestehen, diese Anhänge lasen sich spannender als "Der Nachsommer" selbst.

Fazit:
Der Schreib- und Erzählstil von Adalbert Stifter ist sehr speziell (anstrengend trifft es wohl besser). Dies muss man mögen, um das vorliegende Werk vollends genießen zu können. Ich konnte es leider nicht. Diese Abschweifungen und detailreichen Beschreibungen...meine Güte, diese Beschreibungen und Schilderungen!!...waren so gar nicht meines.
Ein Lob gebührt jedoch dieser Neuauflage aus dem dtv-Verlag, welche die Urfassung, sowie viele interessante Informationen im Anhang enthält.
Für Adalbert Stifter-Fans, Studenten der Germanistik und Literaturwissenschaft absolut zu empfehlen.

© Pink Anemone

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Die Entschleunigung des Lesens

Rezensionen von biest.22@web.de:

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Vielversprechender Reihenauftakt

Der Nachsommer von Adalbert Stifter

Inhalt:

In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Tote mit schwarzen Flügeln: Es ist die prominente Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel. In den Griff ist die Zahl 17 geritzt.Tom Babylon vom LKA will diesen Fall um jeden Preis. Denn mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine kleine Schwester Viola.

Doch Tom bekommt eine unliebsame Partnerin für die Ermittlungen. Die Psychologin Sita Johanns fragt sich schon bald, wer in diesem Fall mehr zu verbergen hat: Tom oder der Mörder, der sie beide erbarmungslos vor sich hertreibt.

Meine Meinung:

Marc Raabe ist hier ein grandioser Reihenauftakt gelungen. Mit Tom Babylon vom LKA und seiner Kollegin Psychologin Sita Johanns, hat er ein tolles Ermittlerduo geschaffen. Am Anfang sind sich die beiden nicht ganz grün, aber im Laufe der Ermittlungen wachsen sie zu einem super Team zusammen. Diese Entwicklung kann der Leser hautnah mitverfolgen, genau wie die detailliert beschriebene Ermittlungsarbeit. Tom und Sita waren mir von Anfang an sympathisch. Die beiden könnten zwar unterschiedlicher nicht sein, aber sie ergänzen sich super. Beide versuchen ihre Geheimnisse aus der Vergangenheit so gut es geht zu verbergen, doch im Laufe der Geschichte erfährt man als Leser immer mehr.
Die verschiedenen Handlungsstränge machen die Story enorm spannend. Immer wieder versucht man sich auszumalen wie diese denn nun plausibel zusammenlaufen könnten. Die bildhaften Beschreibungen und die vielen unterschiedlichen aber durchaus interessanten Charaktere machen dieses Buch zu einem wahren Lesevergnügen.
Von Beginn an hat der Leser hier die Chance mitzuermitteln. Ich habe es auch versucht, aber bin kläglich gescheitert. Immer wieder führt Marc Raabe einen gekonnt in die Irre. Legt falsche Fährten, wirft einem erneut ein Häppchen hin, so das man denkt „gleich hab ich‘s“, um dann doch wieder feststellen zu müssen, das man dem Autor erneut auf den Leim gegangen ist. So bleibt dieser geniale Thriller spannend bis zum bitteren Ende. Am Ende kommt dann auch der große Knall, fast alles wird aufgelöst. Ich muss sagen, damit habe ich so nicht gerechnet. Nun, da es sich ja um einen Reihenauftakt handelt, kann ich es kaum erwarten bis der nächste Band erscheint.
Einmal angefangen zu lesen, konnte ich dieses Buch nicht mehr aus den Händen Legen. Ich habe diesen 510 Seiten starken Wälzer innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Der Schreibstil, der sich sehr gut und flott lesen lies, hat sein übriges dazugetan.

Fazit:

Eine glasklare Leseempfehlung für alle Krimi und Thrillerfans und die, die es noch werden wollen. Ein Lese-Muss. Wer dieses Buch nicht liest, hat ganz klar etwas verpasst.

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Die Entschleunigung des Lesens

Rezensionen von yesterday:

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Ein klassischer Schwedenkrimi der gut unterhält

Dominotod von Jonas Moström

Jonas Moström hat hier einen durchdachten, klassischen Schwedenkrimi geschrieben. Auch wenn es mit der Hauptfigur Nathalie Svensson schon einen Band gibt, lässt sich das Buch auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Auch die Andeutungen die es über ihre Vergangenheit gibt, sind gut eingeflochten und nerven nicht.

Beim aktuellen Fall soll Nathalie als Psychiaterin ein Team aus Kriminalisten (vor Ort und hinzugerufen) sowie deren Computerspezialisten unterstützen. Gemeinsam sollen sie ein Täterprofil erstellen. Dies gestaltet sich schwierig. Zwei Ärzte sind verschwunden, einer tot und bis auf den Arbeitsort und zwei gefundene Dominosteine scheint sie nichts verbunden zu haben.
Nach und nach graben die Ermittler in den Privatleben der Verdächtigen und Nathalie wird immer stärker selbst betroffen, da auch ihre Schwester in die Sache verstrickt zu sein scheint. Auch der Kommissar vor Ort ist involviert, da eng mit einem der Opfer befreundet.

Es entbrennt ein Wettlauf gegen die Zeit, der sich für den Leser aber nicht so gehetzt anfühlt wie in anderen Krimis, weil einfach vieles nebenbei passiert, kleine Hinweise auftauchen und vieles mehr. Man selbst kann immer mitraten. Zudem gibt es Rückblenden, die zu Beginn wenig Sinn ergeben, sich aber am Ende einfügen. Wer hellhörig ist, kann schon im ersten Drittel des Buches den Täter vermuten, dennoch ist die Auflösung clever gestaltet und der gesamt Krimi unterhält gut.

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Ein klassischer Schwedenkrimi der gut unterhält

Rezensionen von begine:

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Ein Mysterium

Das Vermächtnis des Künstlers von Gordon McBane

Vermächtnis des Künstlers ist der 1. Teil einer Mysterie - Serie mit dem Psychologen George Mallory. Der Autor Gordon McBane hat ihn in dem Roman als einen ganz schön schräger Typ beschrieben. In Europa geschehen einige mysteriöse Todesfälle und Schuld sollen Gemälde sein. Aus Venedig bekommt der Parapsychologe ein Hilfeersuchen von der Kuratorin eines Museums in Venedig.

Es gibt ziemlich viele interessante Dialoge und Sprüche. Die Ortsbeschreibungen sind bildhaft dargestellt.
Der Schreibstil ist flüssig und teilweise etwas unspektakulär. Dann gibt es noch eine Lebenserinnerung der Mitwirkenden Jennifer und danach hat der Krimi noch einen spannenden Aspekt.
Ansonsten ist Krimi ruhig angelegt. Es gibt zwar einige dramatische Situationen für George, die mich nicht groß überraschten.
Alles in allem ist die Lektüre unterhaltsam.
Vielleicht ist er nichts für harte Krimileser, aber mir hat der Roman gut gefallen.

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Ein Mysterium

Rezensionen von rewa:

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Anna und das kluge Kätzchen

Das Vermächtnis des Künstlers von Gordon McBane

Die Malerin Anna hat es nicht leicht. Um ihren Kopf frei zu bekommen, nach ihrer misslungenen Vernissage, stolpert sie auch noch auf der Ölgangsinsel im Dunkeln über eine Leiche. Dass sich auch noch eine kleine, mit blutigem Fell behaftete Katze an ihre Fersen hängt, macht für die Katzenhaarallergikerin Anna, die ganze Sache auch nicht leichter.

Noch dazu, weil sie sehr schnell von der Kommissarin Richards als Mordverdächtigte gilt. Bei der Leiche handelt es sich um Hartmut Lanski, Redakteur des Neusser Lokalkuriers, der wie sich bald herausstellt, nicht viele Freunde hatte. Da für Anna die Mordermittlungen der Polizei zu langsam vor sich gehen, beginnt sie selbst zu ermitteln und immer mehr scheint es so, dass der Mörder auf ihrer Vernissage war. Fotos von dieser Veranstaltung sollen dabei helfen. Bis es aber so weit ist den Täter zu überführen, muss Anna noch vielen falschen Spuren nach gehen, bis sie an ihr Ziel kommt.
Der Roman ,,Tod im Wald der Engel´´ ist ein gut geschriebener Niederreihn- Krimi von Andrea Tillmanns. Die Autorin entführt den Leser in eine Geschichte, in der die eher unscheinbare und manchmal auch naiv wirkende Anna ihre Unschuld beweisen will. Sie schafft es immer wieder durch spontane Einfällen und geschickten Fragen, ihr Gegenüber dazu zu bringen, Dinge aus zu plaudern die für sie interessant sind. Die Kommissarin sammelt kaum Pluspunkte, da sie arrogant, unfreundlich und nicht unbedingt objektiv wirkt. Hier stehen sich zwei ganz unterschiedliche Frauen gegenüber, wo Anna den Großteil der ,,Ermittlungen´´ erledigt. Es ist ein eher ruhiger Krimi, wo es einiges an Lokalkolorit gibt und speziell Pflanzenfreunde auf ihre Kosten kommen. Ein angenehmer und flüssiger Schreibstil lässt den Leser schnell vorwärts kommen und man taucht schnell in die Geschichte ein. Besonders nett ist auch, dass die kleine Katze einen nicht unwichtigen Beitrag bei diesem Roman leistet und die Szenen mit ihr und der Allergikerin Anna werden immer wieder auch humorvoll beschrieben. Die Autorin legt viele Spuren aus und es ist kaum möglich heraus zu finden, wer der Täter ist, da muss man wirklich bis zum Ende mit rätseln.
Ein schön geschriebener Krimi, der durch Spitzfindigkeit, Humor und interessante Gedankengänge besticht.

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Ein Mysterium

Rezensionen von LadyIceTea:

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Kauzig und unglaublich liebenswürdig

Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen von Paulsen Anna

Matilda arbeitet im Amt für nicht zustellbare Post, für die Buchstaben K bis M. Mit nichts verbringt sie lieber Zeit als mit ihren Briefen oder ihren Büchern. Sowieso ist sie lieber allein oder kümmert sich um ihre Nachbarn. Von den Regeln und Normalitäten würde sie grundsätzlich nicht abweichen.

Doch dann fällt ihr ein längst vergessener Brief in die Hände und plötzlich sieht sie sich gezwungen ihre Komfortzone zu verlassen. Denn dieser Brief hat sie mehr berührt als alles andere je zuvor.

Schon die ersten Seiten dieser Geschichte haben mich verzaubert. Matilda ist auf eine wirklich herzerwärmende Art und Weise kauzig, da konnte ich nur verzückt weiterlesen.
Matilda ist eine ungewöhnliche Protagonistin. Sie ist nicht besonders gesellig oder selbstbewusst. Sie ist nicht wunderschön oder hat einen heißen Partner an ihrer Seite. Nein, sie ist einfach ein wenig schrullig, eher altmodisch und lieber alleine als unter Leuten. Aber sie hat ein großes Herz und das merkt man ziemlich schnell. Es hat nur ein paar Seiten gedauert, da habe ich sie und ihren ungewöhnlichen Beruf in mein Herz geschlossen.
Auch ihre Nachbarn, besonders Knut, sind einfach zum knuddeln. Sie sind sympathisch und jeder auf seine Art und Weise liebenswürdig.
Knut hilft ihr mit Rat und Tat und gibt ihr immer wieder einen kleinen Schubs, damit sie ihren gewohnten Trott verlässt.
Matildas Suche nach den beiden Liebenden aus dem Brief ist wundervoll beschrieben. Man fiebert und sucht mit und erlebt auch jedes kleine Nebenabenteuer voller Freude mit Matilda.
Der Schreibstil ist perfekt für diese Geschichte und ich habe das Buch in wenigen Stunden verschlungen. Ich war richtig traurig, als das richtig tolle Ende dann kam.
Ein wunderschönes Buch!

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Kauzig und unglaublich liebenswürdig

Rezensionen von yellowdog:

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Elegant

All die Jahre von J. Courtney Sullivan

All die Jahre ist eine elegant geschriebene Familien- und Auswanderergeschichte. Der Stil ist angenehm zu lesen, aber auch ein wenig verhaltend, nie ausschweifend. Das zeichnet en Roman durchaus aus.

Dem Buch ist ein schönes Zitat von Margaret Atwood vorangestellt:
Ich existiere an zwei Orten,
Hier und wo du bist.

Nora Flynn ist eine junge Frau, die sich nach dem frühen Tod ihrer Mutter pflichtbewusst um ihre jüngeren Geschwister kümmert. Dabei ist sie eigentlich kein selbstbewusster Typ, im Gegensatz zu ihrer jüngeren Schwester Theresa, die forsch und neugierig auf das Leben ist.
In den fünfziger Jahren wandert Nora mit Theresa von Irland in die USA aus. In Boston soll sie ihren Verlobten heiraten. Obwohl Nora nicht sehr in ihn verliebt ist, lässt sie sich darauf ein, damit Theresa gute Zukunftsaussichten bekommt. Prompt wird diese unbeabsichtigt Schwanger. Und wieder muss Nora Pflichten übernehmen.

Es ist beeindruckend, wie deutlich die Beziehungen er Figuren untereinander gezeigt werden. Das gilt zunächst für die Schwestern und eine Generation später auch für deren Kinder, die aber hauptsächlich 2009 als Erwachsene gezeigt werden. John, Patrick, Bridget, Brian. Auch diese 4 haben grundverschiedene Charaktere. Das macht das Buch gerade interessant.

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Elegant

Rezensionen von biest.22@web.de:

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Eine emotionale Achterbahnfahrt

Die amerikanische Prinzessin von J. Courtney Sullivan

„Courage all the time“ - den Mut nie verlieren!

Inhalt:

Am 13. April 1927 geht Allene Tew im Hafen von New York an Bord der Mauretania. Sie lässt ein Leben hinter sich, das ihr alles geschenkt hatte, wovon Sie als junges Mädchen vom Land einst träumte: Wohlstand, Ansehen, Mutterglück und die Liebe ihres Lebens.

Fast alles hat sie wieder verloren. ›Die reichste und traurigste Witwe der Stadt‹ nennen die Klatschspalten Allene. Doch an diesem Tag bricht sie auf in eine neue Welt. In Europa wartet auf sie eine zweite Heimat, eine Zukunft als wahrhaftige Prinzessin, russische Gräfin und Patentante von Königin Beatrix. ›Die amerikanische Prinzessin‹ ist die Rekonstruktion eines faszinierenden Lebens vor dem historischem Panorama von Wirtschaftsboom, Revolution und Krieg. Vor allem aber ist es die bewegende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die den Mut hat, ihren eigenen Weg zu gehen bis zum bitteren Ende.

Meine Meinung:

Mit sehr viel Charme und Stil erzählt die niederländische Autorin Annejet van der Zijl die Geschichte der amerikanischen Prinzessin Allene. Eigentlich ist diese Lektüre ein Sachbuch, liest sich die Geschichte, vom Leben der Allene Tew, doch eher wie ein Roman. Dank der vier Jahre langen Recherchearbeit der Autorin bekommt man tiefe Einblicke in das Leben der amerikanischen Prinzessin. Sie schreibt über ihr bewegtes Leben, über Glück und Trauer, Ängste und Verluste, vom ausgegrenzt sein und der Dazugehörigkeit. Vom industriellen Aufschwung, über den Untergang der Titanic, den Börsencrash, den 1. Weltkrieg bis hin zum 2. Weltkrieg.
Der Schreibstil hat mir persönlich sehr gut gefallen, man fühlte sich sofort in die damalige Zeit zurückversetzt. Er ließ sich trotz der anspruchsvolleren Themen sehr flüssig lesen. Besonders die eingebauten Zitate, Zeitungsartikel, Briefe und Redewendungen, zum größten Teil in englisch, fand ich sehr gelungen und haben das Ganze ein bisschen aufgelockert.
Am Anfang des Buches findet man eine Landkarte und einen Stammbaum, die einem die Orientierung erheblich erleichtern.
Ein absolutes Highlight waren für mich jedoch die Fotos von damals. Ganze 47 Stück gibt es davon, sie zeigen unter anderm Allene, ihre Familie, ihre Ehemänner und einige ihrer prachtvollen Behausungen.

Das 264 Seiten starke Hardcover hat einen Neupreis von 24,95 Euro. Der durch die sehr aufwendige Gestaltung meiner Meinung nach völlig gerechtfertigt ist.

Fazit:

Ein Muss für Geschichtsfreunde und Fans historischer Romane.

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Eine emotionale Achterbahnfahrt

Rezensionen von Krimine:

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Ein vielschichtiger und emotional fesselnder Kriminalroman

Die amerikanische Prinzessin von J. Courtney Sullivan

In dem beschaulichen Küstenort Fjällbaka wird ein vierjähriges Mädchen vermisst und alle zur Verfügung stehenden Bewohner suchen nach ihr. Auch der syrische Flüchtling Karim, der die kleine Lianna tot in einem ausgehöhlten Baumstamm findet. Vor allem deshalb steht er schon bald unter Verdacht, der gesuchte Mörder zu sein.

Doch anstatt ihn zu verhaften, konzentrieren sich Hauptkommissar Patrik Hedström und sein Team auf einen alten Fall, der 30 Jahre zuvor die Gemüter erregte. Damals war von demselben Hof ein vierjähriges Mädchen verschwunden und zwei Jugendliche wurden angeklagt, sie ermordet zu haben. Aber nicht nur Patrik Hedström beschäftigt sich mit dem grausamen Mord. Auch seine Frau, die Schriftstellerin Erica Falck, interessiert sich für ihn. Schließlich schreibt sie an einem Kriminalroman, der von dem einstigen Verbrechen erzählt und tatsächlich findet sie bald eine erste Spur, die Licht in das verhängnisvolle Durcheinander bringen kann.

"Die Eishexe" ist der 10. Fall aus der Fjällbacka -Reihe, in der Camilla Läckberg alte Kriminalfälle aufleben lässt und sie geschickt mit neuen Verbrechen kombiniert. Gleich von Beginn an versteht sie es eine Atmosphäre zu schaffen, die den Leser in ein eher düsteres Schweden versetzt, wo er zum Zeugen unheilvoller Ereignisse wird. Dabei ist es nicht nur die Mystik, die um das alte Verbrechen rankt und eine aufkommende Bedrohung erahnen lässt, sondern auch der mit unsäglichem Leid einhergehende neue Fall, der kein glückliches Ende verspricht. Hinzu kommt mit Patrik Hedström und Erica Falk ein Ermittlerduo, das sich wunderbar ergänzt und eine Reihe an Nebenhandlungen, die in deutliche Worte verpackt, Kritik an gesellschaftlichen Zuständen üben. Aber auch ein Blick in private Belange wird gewährt, durch den der Hörer die Entwicklung der Hauptfiguren gut verfolgen kann. Ein vielschichtiger Aufbau, der viel Aufmerksamkeit verlangt, gleichzeitig aber eine Geschichte in sich birgt, die mit überraschenden Wendungen und interessanten Einzelschicksalen emotional zu fesseln versteht. Zwar gibt es auch einige Längen in dem aus mehreren Perspektiven heraus erzählten Geschehen, welche allerdings aufgrund der dramatischen Gesamtentwicklung schnell vergessen sind.

Fazit:
Von Maria Hartmann mit viel Einfühlungsvermögen gelesen, versteht es "Die Eishexe" ihre Hörer bereits nach einigen Minuten in ihren Bann zu ziehen und Bilder in ihren Kopf entstehen zu lassen, die ihn lange Zeit beschäftigen werden.

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Eine emotionale Achterbahnfahrt