Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
konnte mich nicht begeistern
The Bartender von Piper Rayne
The Bartender vom Autoren-Duo Piper Rayne ist ein Liebesroman, der sehr auf das körperlich setzt. Gefühlsmäßig bleibt es sehr auf der Oberfläche.
Der Roman ist offenbar der Beginn einer Reihe von Romanen um die drei Freundinnen Whitney, Thalia und Lennon in San Francisco. Dieser Schauplatz war der Hauptgrund, warum ich den Roman lesen wollte, obwohl ich eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre.
Leider machen die Autorinnen zu wenig aus der Lokation, die Handlung könnte im Prinzip überall ablaufen. Schade, da wurde eine Chance verschenkt. Zum Vergleich: Samantha Young hat mit ihrem Edinburgh Love Stories den Schauplatz einen höheren Stellenwert eingeräumt.
Eigentlich lässt sich Piper Rayne mehr mit Autoren wie Samantha Beck vergleichen.
Whitney ist die Icherzählerin. Sie ist erst vor kurzen in die Stadt zurückgekehrt und lässt sich mit dem angeblichen Barmann Cole ein. Klar, dass es zwischen den beiden sofort zündet. Eigentlich wollte ich die explizit beschriebenen Szenen zwischen den beiden überspringen. Das kürzt den ohnehin nicht langen Roman doch glatt um ein Drittel.
Der Roman konnte mich nicht begeistern. Die Dialoge wirken aufgesetzt, immer auch ein wenig zu laut. Es mangelt an Zwischentönen, die gerade in Liebesromanen so wichtig sind. Die Handlung ist hauchdünn und oberflächlich, die Figuren oberflächlich und der Ton zwischen ihnen banal.
Für mich war das Buch ein Flop!
Rezensionen von PFIFF:
Ende der Saga um die beiden neapolitanischen Freundinnen
Die Geschichte des verlorenen Kindes - Reife und Alter (Neapolitanische Saga 4) von Elena Ferrante
Im vierten und letzten Band der Geschichte zweier neapolitanischer Mädchen, ihres Werdegangs, ihrer Schicksale, Freud und Leid, schreibt Ferrante über Lila und Lenu, ihre Kinder und Partner, ihre berufliche Karriere.
Lenu versucht dem Rione zu entkommen, lebt in verschiedenen italienischen Städten, und kommt doch immer wieder nach Hause zurück.
Mit Lila verträt sie sich teils gut, dann gibt es Auseinandersetzungen, aber das kann der Freundschaft der beiden nichts anhaben.
Ihre Eltern verstehen die Töchter nicht, akzeptieren die wechselnden Partner nicht, lieben aber die Enkelkinder.
Die Kinder lernen zwischen wechselnden Städten, Halbgeschwistern und Stiefvätern zu jonglieren, finden ihren eigenen Weg und werden flügge.
Die harte Zeit der alleinerziehenden, berufstätigen Mütter ist vorbei, die Einsamkeit macht sich breit, das zunehmende Alter nagt an den Persönlichkeiten der beiden Freundinnen.
Rezensionen von PFIFF:
Liebenswertes aus Kindermund
Das Glück hat kleine Schokofinger von Müller Titus
Wie sehr verändert sich doch das Leben mit Kindern! Nichts ist mehr wie vorher, kein planbarer Tagesablauf, keine Ordnung, keine Nachtruhe. Und doch bereichern die Kleinen mit ihren Ideen, die Eltern zum Spielen zu bringen, ihre Missetaten zu rechtfertigen, und ihren unschuldigen großen Augen, wenn man sie rügt, das Familienleben.
Ihre Sicht der Dinge ist entwaffnend, auf ihre eigene Weise logisch und lässt uns schmunzeln, obwohl wir eigentlich wütend sein wollten.
Titus Müller erzählt aus seinem eigenen Familienleben auf amüsante Weise, was sicher alle junge Eltern nachempfinden können.
Rezensionen von manu63:
Allmacht
Das Erbe der Macht - Band 12: Allmacht von Andreas Suchanek
Band 12 der Reihe Das Erbe der Macht trägt den Titel Allmacht und ist das erste Staffelfinale der Reihe des Autors Andreas Suchanek. Mit einem verwegenen Plan versuchen Max und seine Freunde das Unheil, welches die Schattenfrau verbreiten will Einhalt zu gebieten. Dabei gehen sie mehrfach an ihre Grenzen und auch darüber hinaus.
Der Autor versteht es einmal mehr mich in den Bann der Reihe zu ziehen. Die Protagonisten wachsen teilweise über sich hinaus und müssen dabei Neues über sich selber und ihre Beziehungen erfahren. Gerade Alex und Jen steht ein großer Umbruch bevor. Die Spannungsbögen werden gut gehalten und Band 12 endet mit einem ganz fiesen Cliffhanger der für die weiteren Bände eine Menge Potential birgt. Gute und Böse Krieger bekommen immer mehr Schattierungen und als Leser neigt sich die Waagschale mal dem einen mal dem anderen zu. Auch bei den Schattenkriegern gibt es nicht nur Böse und die Lichtkämpfer haben auch den einen oder anderen Schatten, den sie aus ihrer Vergangenheit mit sich tragen. Gerade diese Grauzonen machen für mich einen guten Teil der Geschichte aus und die einzelnen Handlungsstränge die sich aufeinander zubewegen tun ihr übriges um mich gut zu unterhalten. Einige Charaktere müssen gehen aber dafür tauchen neue spannende Protagonisten auf.
Der Schreibstil und die Dialoge sind stimmig und gut lesbar, die Handlung selber gut aufgebaut und nicht künstlich in die Länge gezogen.
Rezensionen von manu63:
Hafenkino
Das Erbe der Macht - Band 12: Allmacht von Andreas Suchanek
Hafenkino Mein Mann seine Alte und ich ist eine Kolumnensammlung der Autorin Steffi von Wolff welche in der Zeitschrift Yacht erschienen ist. Geschildert wird dort Freud und Leid einer Seglergattin mit all seinen Facetten. Ich fand die selbstironisch erzählten Kurzgeschichten lustig und sie hatten einen hohen Wiedererkennungswert.
Solche Gatten wie den geschilderten kann man in jedem Hafen finden und Hafenkino ist was hochspannendes. Treffsicher legt die Autorin ihre Finger in die Wunden und zeigt erbarmungslos die Schwächen der Segler und Motoryachtfahrer auf.
Da ich selber so manchen Urlaub an Bord verbracht habe, kann ich die Stimmung der Autorin gut nachvollziehen und kenne auch selber solche Situationen wie die geschilderten. Wer selber noch nie eine Hafen besucht hat bzw. keine Erfahrungen mit Booten hat, wird sich sicherlich nicht so gut mit dem Buch amüsieren wie jemand mit eigenen Borderfahrungen. Für mich ein nettes kleines Geschenk für jeden Segler oder auch Motoryachtbesitzer. Das meiste stammt zwar aus Sicht der Segler aber vieles kann auch auf Motoryachten übertragen werden.
Bei den Geschichten wiederholt sich zwar das eine oder andere bzw. ist vorhersehbar aber das tat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Rezensionen von begine:
Coco Chanell
Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe von Michelle Marly
Die große Modezarin Coco Chanel wird von Michelle Marly wunderbar lebendig beschrieben. Coco Chanell ist für alle Frauen ein Begriff, das Chanel-Kostüm, das kleine Schwarze und Chanel No 5 kennen wir gut. Ihre Hüte sind ein Gedicht. Das ist Haute Couture in Paris. Das Leben der Gabrielle Chanel, Coco ist ein Kosename, wird in diesem Roman gut dargestellt.
Von ihr ist vieles bekannt. Ich habe vor Jahren schon mal einen Film über sie gesehen, ich habe einiges wieder erkannt.
Als 1919 ihr Geliebter tötlich verunglückt, ist sie voller Trauer und sie will ein Parfüm, in Gedenken an ihn, herstellen. Da beginnt der Roman. Gabrielle hat eine bestimmte Duft des Parfüms in der Nase, eine große Suche beginnt, bis sie ihn endlich findet. Die Autorin lässt mit Raffinesse Gabrielle mit vielen berühmten Personen in Verbindung bringen.
Eine schöne Lebensgeschichte vom armen Waisenmädchen bis zu einer berühmten reichen Geschäftsfrau, es wird ein interessantes Bild von ihr, mit ihren Träumen und Ängsten, gezeichnet.
Ein toller Gesellschaftsroman in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.
Rezensionen von Pink Anemone:
Ein wunderbares Kochbuch mit einfachen wie auch aufwendigeren Rezepten, interessanten Infos und Anekdoten, sowie stimmungsvollen Bildern.
Königlich und Köstlich von Robb Carolyn
Essen und Feiern wie die Windsors! Dieses Buch eröffnet einen exklusiven Einblick in die Rezepte und Geheimnisse der britischen Königsküche. Sortiert nach verschiedenen Themen und Anlässen werden ca. 80 besondere Rezepte vorgestellt, einige von ihnen ergänzt mit wundervollen und ebenfalls der Palastküche entstammenden Tipps und Ideen für die perfekte Blumen-Deko zum Menü.
Alle Rezepte waren Teil oder gar Zentrum fröhlicher, ereignisreicher oder festlicher Familienzusammenkünfte und nehmen den Leser mit an die Palasttafel. Persönliche Briefe und Notizen von Prinz Charles oder Lady Diana gewähren dem Leser einen einzigartigen und persönlichen Blick hinter die Kulissen. Dieses Buch ist ein wahres Genussbuch, das köstliche Rezepte mit spannenden Insider-Geschichten des Palastlebens vereint...(Klappentext)
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Dieses Kochbuch macht seinem Titel alle Ehre. Schon alleine die Aufmachung ist edel und qualitativ hochwertig - die Aufmachung des Schutzumschlages, das Lesebändchen und selbst ohne Schutzumschlag macht dieses Kochbuch etwas her.
Geschrieben wurde dieses Kochbuch von der Spitzen-Köchin Carolyn Robb, welche elf Jahre lang die persönliche Küchenchefin von seiner Königlichen Hoheit Prinz Charles und Prinzessin Diana war. Die Einleitung beginnt mit einer kleinen Geschichte ihres Werdeganges, wie und weshalb sie Köchin wurde und schließlich in den Kensington Palace gelangte.
"Diese Sammlung von 80 meiner Lieblingsrezepten ist mit sehr denkwürdigen Augenblicken der verschiedensten Stationen meiner 'kulinarischen Lebensreise' verbunden. Diese Reise ging über drei Kontinente und dauerte mehrere Jahrzehnte. Sie verschaffte mir das große Privileg, außergewöhnliche Menschen zu begegnen."
Wer nun Bedenken hat, dass man hier nur dekadente und opulente Gerichte und Menüs zu Gesicht bekommt, kann sich getrost zurücklehnen, denn selbst die Royals wissen einfaches Essen zu schätzen. Wichtig ist ihnen nur, dass Saisonales und Bio-Produkte auf den königlichen Tisch kommen. Tja, wer hätte das gedacht?
Die Unterteilung erfolgt in:
Herrliche Häppchen
Üppige Brote
Schöner Auftakt
Leicht & Sommerlich
Warm & Wohlig
Süsse Versuchungen
Kekse und Kleingebäck
Kuchen
Essen für Kinder
Haltbar & Lecker
Darin sind sowohl einfache wie auch aufwendigere Rezepte enthalten. Diese sind durchaus leicht nachzukochen, die Zutaten nicht wirklich außergewöhnlich oder schwer erhältlich und die Zubereitungen leicht verständlich. Hier findet man aber nicht nur typisch englische Gerichte und Rezepte, sondern einen interessanten internationalen Mix. Und doch enthält jedes Rezept, so italienisch oder schweizerisch es auch anmutet, den gewissen britischen Touch.
Jedes Rezept wird von einer kleinen persönlichen Geschichte der Köchin eingeleitet, welche auch interessante Informationen bezüglich des Königshauses und liebevolle Anekdoten beinhalten.
Die Bilder zu jedem Rezept sind einfach wundervoll anzusehen und lassen einem schon beim bloßen Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Doch was wäre ein königlicher Tisch ohne diese wundervollen Dekorationen mit Blumen und Blüten?
Um auf dem eigenen Esstisch einen edlen und royalen Flair erschaffen zu können, benötigt man normalerweise einen geübten Floristen, der das für einen übernimmt. Am besten wäre natürlich gleich eine geübte Floristin des Königshauses. Und genau diese kauft man quasi mit dem Buch gleich mit.
Hier findet man also nicht nur Rezepte, sondern auch Ideen und Anleitungen für wundervolle Blumenarrangements, passend für jede Gelegenheit. Ob nun sommerlich, opulent oder dezent - hier ist für jeden etwas dabei.
Dafür hat sich Carolyn Robb die ehemalige Floristin Sarah Champier ins Boot geholt. Diese war für die Blumenarrangements am Hof verantwortlich.
Diese Anleitungen und Bilder machen es einem leicht diese nachzubilden oder man lässt sich davon einfach nur inspirieren.
Dieses Kochbuch wird in einem lockeren Plauderton geführt und man hat daher das Gefühl als würde man mit der Köchin höchstpersönlich in der Küche bei einer Tasse Tee sitzen und Rezepte austauschen. Daher ist es einfach wunderbar darin zu schmökern und immer wieder aufs Neue Kleinigkeiten und auch wundervolle Rezepte zu entdecken.
Ich habe übrigens die Lemon Curd ausprobiert und es schmeckt einfach nur himmlisch!
Fazit:
Ich nehme mir immer noch gerne Zeit in diesem Kochbuch zu lesen und zu schmökern, da es ein wunderbares und vor allem appetitanregendes Lesevernügen ist. Es ist also nicht nur ein Buch, um Rezepte nachzukochen, sondern richtiggehend darin einzutauchen.
Solche Kochbücher gibt es meiner Meinung nach leider viel zu selten (vergleichbar wäre hier noch Nigella Lawson - auch einer meiner Lieblings-Kochbuchautorinnen).
Es gibt von mir daher natürlich eine absolute Leseempfehlung. Dieses edle Kochbuch mit Rezepten aus dem Königshaus sollte also im Regal einer jeden Hobbyköchin/eines jeden Hobbykochs stehen, ob nun England-Fan oder nicht.
© Pink Anemone
Rezensionen von Maeddsche:
Nichts für schwache Nerven
Königlich und Köstlich von Robb Carolyn
Cover:
Das komplett schwarze Cover mit dem simplen aber ausdrucksstarken roten Seil im Hintergrund, wirkt auf den ersten Blick sehr düster und passt perfekt zum Buchtitel. Insgesamt orientiert sich die Gestaltung am ersten Band, was mir gefällt, da die Bücher so auch optisch gut zusammen passen.
Die Schrift wirkt durch die Metallic-Optik wieder sehr hochwertig, dieses Mal jedoch in Silber, statt Roségold.
Titel und Untertitel werden zudem durch eine erhabene Schrift noch zusätzlich betont, was mir sehr gefällt.
Insgesamt ein sehr einfaches und doch ausdrucksstarkes Cover, das ich sehr ansprechend finde, wobei Teil 1 der Reihe noch hochwertiger wirkte.
Inhalt:
Das Buch beginnt mit einem Prolog der im Januar 2016 und somit nach den Ereignissen im Buch spielt. Natürlich wirft das dort beschriebene viele Fragen auf und man kann einiges noch nicht so ganz nachvollziehen. Es wird jedoch sofort deutlich, dass vor allem Schlimmes passieren wird, was nicht jeder unbeschadet übersteht. Leider ist dies auch ein ziemlicher Spoiler für den Leser und meines Erachtens nicht ganz gelungen.
Nach dem Prolog machen wir dann einen Zeitsprung von fünf Wochen zurück, sodass wir uns im Buch dann langsam wieder darauf zuarbeiten und Stück für Stück Antworten bekommen.
Wir begleiten dabei Emily Baxter von New Scotland Yard, die wir bereits aus dem ersten Teil kennen und man merkt sehr schnell, dass die Ragdoll-Morde und die damit zusammenhängenden Vorkommnisse nicht spurlos an ihr vorbei gingen.
Neben ihr lernen wir primär noch Damien Rouche vom CIA und Elliot Curtis vom FBI kennen. Die beiden sind mit dem im Klappentext beschriebenen Mord in New York beschäftigt und besuchen Baxter in London, um ihre Unterstützung anzufordern.
Wer Ragdoll gelesen hat, weiß, dass Coles Thriller nicht gerade harmlos sind. Und so bekommt man auch hier noch bevor die ersten 100 Seiten sind schon mehr als nur einen brutalen Mord geliefert. Von Beginn an geht es hoch her, ein Ereignis jagt das nächste und die ganze Situation spitzt sich rasant zu.
Nach circa 300 Seiten gibt es dann auch immer wieder einzelne Sprünge zu verschiedenen Punkten in der Vergangenheit, die natürlich eine Rolle für die Geschehnisse spielen und dem Leser langsam Informationen und Antworten hinsichtlich der Taten geben.
Im ganzen Buch erwarten uns immer wieder einzelne Spannungs-Höhepunkte, die sich an Brutalität jedes Mal zu übertreffen scheinen und am Ende in einem actionreichen Finale ihren Schluss finden.
Am Ende gibt es dann noch ein Wort von Daniel Cole das an die Leser gerichtet ist. Hier fand ich etwas schade, dass dieses am Ende steht, denn aus dem Inhalt geht eindeutig hervor, dass Cole den Leser adressiert bevor er das Buch gelesen hat.
Fazit:
Bevor ich dieses Buch begann, hatte ich bereits einige Stimmen gehört die gesagt haben es könne mit dem Vorgänger nicht mithalten. Dem kann ich absolut nicht zustimmen, im Gegenteil ich fand es sogar besser.
Der Thriller ist sehr brutal und würde man die Leichen zählen, wäre man sicher im hohen zweistelligen Bereich. Viele mag das abschrecken, mich begeistert es. Ich mag solche extremen Geschichten, die nicht auf Happy-End und Friede-Freude-Eierkuchen ausgelegt sind, sondern wo es, wie im echten Leben, auch Rückschläge und Katastrophen gibt. Wenn das Ganze, wie hier, dann auch noch realistisch und nicht überspitzt dargestellt ist, ist es umso gelungener.
Hinzu kommt, dass mir die Protagonistin Baxter einfach sehr gut gefällt. Ihre persönlichen Probleme passen einfach, da sie schon so viel mitmachen musste, dass jeder dafür Verständnis haben muss und es zu keinem Zeitpunkt nervig wird. Dazu noch ihre aufmüpfige und vorlaute Art, die mich regelmäßig zum Schmunzeln bringt - einfach nur genial! Und auch die anderen Protagonisten sind, obwohl sie nur in diesem Teil eine Rolle spielen, so detailliert und liebevoll gezeichnet, dass man sofort eine Beziehung zu ihnen aufbaut.
Nach dem ersten Teil war ich nicht sicher ob ich die Reihe weiterlesen sollte, er hatte mir zwar sehr gut gefallen, aber irgendwie war ich trotzdem nicht vollends gepackt. Nachdem ich Teil zwei aber eine Chance gegeben habe, bin ich froh darum, denn ich bin durchweg begeistert und der Cliffhanger am Ende lässt mich schon jetzt nach Teil drei gieren!
Somit gilt: klare Leseempfehlung für Hangman, wobei man den Vorgänger nicht zwingend gelesen haben muss, ich es aber empfehle um Baxters Verhalten nachvollziehen zu können und nicht als störend empfinden zu müssen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
"Alles" hätte mehr versprochen...
Königlich und Köstlich von Robb Carolyn
Ein amerikanisches Mittelstandsleben, recht trocken heruntererzählt: Mark und Karen geht es gut, aber für den großen Erfolg reicht es nicht ganz. Die Tochter hingegen ist ein wahres Wunder, schön, charmant, intelligent und einfühlsam, schon als Kleinkind. Das kann man glauben oder auch nicht, hinschreiben lässt sich schnell etwas und für den Lauf der Geschichte spielt es keine Rolle, die Eltern sind auf jeden Fall entzückt von ihrer Heather.
Dann kommt der Underdog, Kind einer drogensüchtigen Mutter, vorbestraft und chancenlos. Der wirft seine lüsternen Blicke auf Heather, der Vater sieht das Idyll bedroht und beseitigt ihn durch einen Stoß aus dem Fenster. Die Gefahr ist gebannt, der Mittelstand putzt sich ab- nicht wirklich überraschend, nicht richtig böse, eher patschert.
Ein kleines Werk, recht groß präsentiert: das Layout sehr großzügig, die Danksagungen des Autors überaus enthusiastisch und ausführlich- und immer noch ein paar leere Seiten, weil Heather halt doch nicht so viel hergibt.
Rezensionen von Petra Sch.:
Ein falscher, narzistischer und materieller "Gottesmann" - nach einer wahren Begebenheit!
Hütet euch vor dem kriminellen Pfaffen von Ina Mönch
Kurz zum Inhalt:
Julia wird nach dem Tod ihrer geliebten Tante Sophie zur Testamentsvollstreckerin. Doch war ihr nicht bewusst, welche Steine ihr da in den Weg gelegt werden. Nach und nach fällt Julia, vor allem durch die Einträge ihrer Tante Sophie in ein Kalendertagebuch auf, dass im Laufe von vielen Jahren immer mehr und mehr Geld verschwunden ist.
Kaum zu glauben, dass der allseits hoch angesehene Pastor Stark dafür verantwortlich sein soll. - Wird es Julia gelingen, das Netz aus Lügen, Kumpanei und persönlicher Bereicherung zu durchdringen und den Schuldigen einer gerechten Strafe zuzuführen?
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, auch wenn es eher wie als Bericht geschrieben ist. Zuerst lernt man Sophie Reber kennen, die dann in älteren Jahren, gutmütig wie sie war, von ihrem Pastor Stark, zu dem sie Vertrauen hatte - mehr noch, sie fühlte sich seiner Familie zugehörig - aufs Schlimmste ausgenommen wurde. Und als sie sich dessen endlich bewusst wurde, wusste sie sich dann nicht zu helfen bzw traute sich nicht richtig um Hilfe bitten, auch aus Schamgefühl.Erst nach dem Tod von Sophie hat ihre Großnichte Julia etliche Ungereimtheiten gefunden, und mithilfe des Tagebuchkalenders von Sophie, die detailliert ihre Werte aufgeschrieben hatte, gelingt ihr nachzuvollziehen, was mit dem Geld geschehen ist bzw. wer dafür verantwortlich ist. Pastor Stark weist natürlich sämtliche Schuld von sich, und trotz Gang an die Öffentlichkeit mittels Fernsehreportage, ist dem Gottesmann nicht anzukommen, da Pastor Stark leider durch ein Netzwerk aus Kumpanei bestens in die Höchsten Kreise vernetzt ist. Sogar die Staatsanwaltschaft krummbuckelt vor Pastor Stark, was einfach unglaublich ist!
Das Ende ist fiktiv, da der Fall leider immer noch nicht abgeschlossen ist...
Man kann es kaum glauben, dass so etwas in heutiger Zeit passiert ist. Und wie der Roman offenbart, ist Sophie Reber nicht die einzige alte Dame, die von Pastor Stark ausgenommen wurde. Ich wünsche der Familie ganz viel Kraft, dass sich doch noch etwas bewegt und der Pastor seiner gerechten Strafe zugeführt wird!
Fazit:
"Hütet euch vor dem kriminellen Pfaffen" ist ein erschütterndes Buch, das hoffentlich jeden zum nachdenken anregt und es soll auch ein Zeichen für die Zukunft setzen - dass es einfach absolut NICHT in Ordnung ist, wenn ein hoher Würdenträger seine Position so extrem schamlos ausnutzt, um sich finanziell zu bereichern!!!








