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Rezensionen von cosmea:

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Ein Serienkiller als Jazzliebhaber?

“Höllenjazz in New Orleans“ (Original: “The Axeman´ s Jazz“) von Ray Celestin ist der Auftakt einer vierteiligen Krimiserie. Er basiert zum Teil auf tatsächlichen Ereignissen und enthält real existierende Personen, z.B. Louis Armstrong und andere bekannte Jazzmusiker. Von 1918-1919 ermordete ein unbekannter Serienkiller eine Reihe von italienischen Ladenbesitzern.

Es waren blutige Axtmorde, und der Killer hinterließ jedes Mal einige Tarotkarten am Tatort oder sogar in den Wunden der Opfer. Dann kündigt er in einem Brief an die Lokalzeitung weitere Morde an und fordert die Menschen auf, an einem bestimmten Tag um 0.15 Jazz in ihren Häusern erklingen zu lassen, andernfalls würden sie die nächsten Opfer sein. In New Orleans breitet sich Panik aus. Die Polizei tappt im Dunkeln.
Detective Lieutenant Michael Talbot arbeitet hart an dem Fall, kann aber bisher keine Ergebnisse vorweisen. Er hat sowieso einen schweren Stand, seit er seinen früheren Mentor Luca d´Andrea wegen Korruption angezeigt hat. Außerdem verbreitet sich in der extrem rassistischen Stadt das Gerücht, dass er mit einer Farbigen zusammenlebt.
In diesem zwar sehr umfangreichen, aber außerordentlich spannenden Krimi gibt es nicht einen, sondern drei Ermittler. Außer dem Polizisten Talbot versucht auch Luca d´Andrea nach seiner Entlassung aus 6jähriger Haft im Auftrag der Mafia den Mörder zu identifizieren, der es durch die Wahl seiner Opfer offensichtlich darauf anlegt, die Mafia zu diskreditieren. Luca hat als Vollwaise frühzeitig den Schutz seiner Landsleute gesucht und kann sich auch jetzt nicht aus den Fängen des Matranga-Clans befreien. Die 19jährige Ida Davis, Angestellte der Pinkerton Detetektivagentur, ermittelt zusammen mit ihrem Freund Louis Armstrong. Sie ist die langweilige Büroarbeit leid und hat Hinweise, dass ihr Chef John Lefebvre irgendwie in die Sache verwickelt ist. Alle drei Ermittler haben Informanten und gehen wichtigen Spuren nach. Alle drei geraten in Lebensgefahr wie auch einige andere, die dem Axeman zu nahe kommen. Jeder von ihnen bekommt einen Zipfel der Wahrheit zu packen, aber nur der Leser weiß am Ende, was genau passiert ist und warum.
Der Krimi besticht jedoch nicht nur durch seine raffinierte Struktur, sondern auch durch seine Themenvielfalt. Der Autor zeichnet mit viel Lokalkolorit und Detailgenauigkeit das Bild einer chaotischen, aber auch sehr lebendigen Stadt, wo Rassentrennung, das unselige Wirken der mächtigen Mafia-Clans, Korruption bis in die Spitzen der Politik und Gewalt das Leben bestimmen, das zusätzlich immer wieder durch schwere Stürme und Überschwemmungen bedroht wird. Der Roman ist für einen Krimi überdurchschnittlich gehaltvoll und dennoch sehr lesbar und sprachlich überzeugend. Mir hat der Roman hervorragend gefallen.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Anna, 12 Jahre aus Gries,

Penelop und der funkenrote Zauber von Zinck Valija

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen.

In dem Buch ging es um ein kleines Mädchen namens Penelop. Es wohnte zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Oma in einem Haus. Penelop hatte graue Haare, genauso wie ihre Oma. Daran hatte sie sich aber schon längst gewöhnt und auch daran, dass sie alles vorherhören konnte.

Auch an ihrem Geburtstag regnete es immer. Ob das wohl daran lag, dass ihr Vater weg war? Das einzige was sie von ihm hatte, war eine Katze und ein altes leeres Buch. Eines Tages beschloss Penelop, ihren Vater zu suchen und die ganzen Geheimnisse zu lüften.

Und ob sie ihren Vater findet und warum er weggegangen ist, könnt ihr selber herausfinden… Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

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Lea, 10 Jahre aus Wattens:

Man kann sich in die Geschichte gut hineinversetzen. Für mich persönlich ist es unlogisch, dass ein Mädchen graue Haare hat (es wird im Buch aufgeklärt). Es war sehr spannend, sehr gut verständlich und ich wollte unbedingt erfahren, wie das Buch ausgeht. Ich hätte mir das Buch selber nicht ausgesucht, da mich das Cover nicht anspricht. Der Inhalt war einfach Spitze!

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Sarah, 10 Jahre aus Innsbruck:

Dieses Buch war der Hammer!

Ich wurde nervös, als Penelop in einem fremden Garten ging und ihren Vater rettete.
Penelop tat auch recht verbotene Dinge, wie zB in Schwarzpfuhl hat sie alle Briefkästen zugeklebt! Selbst die Haare hat sie sich braun gefärbt!

Die Leute, welche ihren Vater gefangen gehalten haben, haben Penelops Mutter Lügen gesendet! Und selbst Sand haben sie ihr in einem grauen Briefumschlag gesendet!

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Hannah, 12 Jahre aus Oberperfuss:

Penelop ist ein ganz normales Mädchen. Naja, ein fast normales Mädchen. Sie hat das graue Haar einer Oma und immer an ihrem Geburtstag regnet es. Doch seltsamer Weise wird Penelop von diesem Regen nicht nass. Sie kann Stunden im Freien verbringen und kein Tropfen ist auf ihr. Aber das war noch nicht alles, denn Penelop kann "vor hören." Das bedeutet, dass sie schon vorher weiß, wer wann was sagen wird. Das ist manchmal ein Vorteil, aber manchmal auch nicht.

Eines Tages wacht Penelop auf und ihre grauen Haare sind plötzlich feuerrot! Noch am selben Tag erfährt sie, dass ihr tot geglaubten Vater noch lebt. Sie macht sich heimlich auf den Weg, ihren Vater zu finden, aber da weiß sie noch nicht, dass es sehr viel schwerer wird, als sie dachte...

Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen, es ist sehr lustig und spannend. Ich empfehle es gerne weiter!

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Anna, 12 Jahre aus Gries,

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Tobias, 14 Jahre aus Birgitz,

Penelop und der funkenrote Zauber von Zinck Valija

In diesem Buch geht es um die junge Frau Cecilie, die seit ihrer Kindheit davon träumt, Grundschullehrerin zu werden, und diesen Traum jetzt wahr macht. Doch aller Anfang ist schwer, und sie entspricht nicht nur den Ansprüchen der Eltern nicht, sie ist mit ihren Kindern auch überfordert. Doch die Grundschule steht kurz vor dem Zusammenbruch, und sie darf nicht nur an sich denken…

Wer die Baoulés sind, und wie Cecilie die Schule zu retten versucht… Lest selbst!

Mir hat das Buch sehr gefallen, genauso wie die anderen Bücher von der Autorin, weil man immer mindestens eine Rolle findet, mit der man sich selber identifizieren kann.

Außerdem ist das Buch spannend geschrieben und leicht zu verstehen; ich würde es an alle Leser über 12 Jahren empfehlen, da die Geschichte zwar nicht schwierig, die Moral aber trotzdem wichtig zu verstehen ist.

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Anna, 12 Jahre aus Gries,

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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EIne Hommage an die LIebe

Ein Held dunkler Zeit von Hardinghaus Christian

Historiker Christian Hardinghaus entführt seine Leser in eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte: In die Zeit des Nationalsozialismus.



Inhalt:



Als der Augenarzt Wilhelm Möckel 1932 die Medizinstudentin Annemarie kennenlernt, weiß er sofort, dass sie die Frau fürs Leben ist, aber er ahnt noch nicht, wie sehr diese Redewendung der Wahrheit entsprechen wird.

Annemarie hat nämlich, ohne dies bisher zu wissen, eine jüdische Mutter. Nach der Machtübernahme Hitlers und des Inkrafttretens der Nürnberger Rassegesetze gilt Annemarie als „Mischling ersten Grades“ und wird sukzessive vom sozialen Leben ausgeschlossen.

Freunde wenden sich ab, Wilhelms gutgehende Praxis wird von einem Tag auf den anderen gemieden und muss geschlossen werden. Um seine Familie, er ist inzwischen stolzer Vater zweier Söhne, zu schützen, fasst Wilhelm, nach Beratung mit seinem Zwillingsbruder Karl, der seit Langem als Jurist für die NSDAP arbeitet, einen folgenschweren Entschluss: Er meldet sich freiwillig als Mediziner zur Wehrmacht. Es gibt nämlich die Möglichkeit, als deutschblütig anerkannt zu werden, wenn ein Familienmitglied das „Eiserne Kreuz I. Klasse“ wegen besonderer Leistungen erhält. Ein Gnadenakt, der nur vom Reichskanzler höchspersönlich gewährt werden kann.



Dieses Ziel vor Augen zieht Wilhelm Möckel als Arzt mit der 16. Panzer-Aufklärungsdivision 1941 in die Südukraine. Immmer an seiner Seite: Der junge Sanitätsgehilfe Friedrich Tönnies.



Meine Meinung:



In diesem historischen Roman, der nach der wahren Geschichte des Helmut Machemer, geschrieben wurde, zeigt sich das wahre Gesicht des Krieges. Junge Männer werden auf beiden Seiten der Front(en) verheizt. Ein Menschenleben zählt nichts. Die Menschen werden zu Nummern degradiert, sowohl als Soldaten als auch als Insassen der Konzentrationslager.



In eindringlichen Worten, aber nicht Effekt haschend und weit abseits von heroisiernden „Landser-Geschichten“ á la Konsalik schildert der Autor das Leben an der Front. Besonders interessant ist die Erzählperspektive: Der nunmehr 95-jährige, ehemalige Sanitätsgehilfe Friedrich, schreibt die Lebensgeschichte „seines“ Arztes in der Ich-Form nieder. Auslöser ist ein Halbwüchsiger, der mit seinem Modellpanzer des Typs T34 (jenem sowjetischen Panzer, der im Krieg zum Einsatz kam) im Garten der Seniorenresidenz herumfährt und bei Friedrich einen Flashback verursacht.



Die Leser finden sich inmitten von Kugelhagel, Granatsplittern und sterbenden Männern wieder. Man kann förmlich das Rasseln der Panzerketten hören, den Brandgeruch, den Gestank der Latrinen und der Verwundeten wahrnehmen. Man kann die Verzweiflung und die Angst der Soldaten spüren. Es werden nur wenige an Körper und Seele unverletzt zurückkehren. An einigen Stellen schleicht sich auch ein wenig Menschlichkeit in der Unmenschlichkeit ein. So hilft Wilhelm verwundeten und im Stich gelassenen russischen Soldaten. Er fühlt sich an den Hippokratischen Eid gebunden. Er operiert, amputiert und verbindet die fremden Männer. Da kann auch die plötzlich auftauchende Gruppe von SS-Schergen wenig ausrichten. Geistegegenwärtig und auch gewitzt, schützt Wilhelm eine Seuche vor und rettet die Verwundeten vor der Ermordung.



Ein zweiter Erzählstrang ist der Blick auf die Heimat. Hier wird – in der dritten Person von den Repressalien, denen Annemarie und ihre Familie ausgesetzt ist, berichtet. Von Seite zu Seite steigert sich die Angst, ebenso wie ihre Mutter in ein KZ deportiert zu werden. Eindrucksvoll ist die zunehmende Beklemmung, die Furcht von irgendeinem missgünstigen Nachbarn denunziert zu werden geschildert. Die bedrückende Stimmung in einem Land leben zu müssen, lähmt beinahe den gesamten Alltag. Der völlige Irrsinn des Rassenwahns zeigt sich als Annemarie von Wecker, einem Nazi der ersten Stunde, sexuell bedrängt wird: Eine Ehe mit einer Jüdin/Juden einzugehen ist Rassenschande, sich an einer Jüdin zu vergreifen, ist ok. Hier greift Karl helfend ein. Ich denke, dies ist auch der Punkt, an dem er erkennt, mit welchem System er sich da eingelassen hat.



Christian Hardinghaus ist es gelungen die Gräuel des Krieges so darzustellen, dass die Leser zwar eine Ahnung davon bekommen, aber nicht durch allzu blutrünstige Details verschreckt werden.



Einige, für das Verständnis der Handlung, notwendige militärische Begriffe sind unaufgregt in die Geschichte eingeflochten. Die Interessierten unte uns Lesern können den einen oder anderen Fachbegriff dann noch nachlesen.



Charaktere:



Hauptperson ist natürlich Wilhelm, der aus Liebe zu seiner Frau, dieses Wagnis auf sich nimmt. Er unterzieht sich diesem Himmelfahrtskommando, immer das Ziel vor Augen, seine Familie zu retten.

Friedrich Tönnies ist die zweite, sehr sympathische Figur, die mit „seinem Arzt“, wie er Wilhelm respektvoll nennt, in die Hölle folgt, obwohl er mehrmals die Möglichkeit hat, in eine andere Einheit versetzt zu werden. Auch wenn die beiden durch Alter und Rang getrennt scheinen, sind sie einander freundschaftlich verbunden. Ja, diese Freundschaft geht soweit, dass Friedrich einen ehemaligen Freund Wilhelms brutal zusammenschlägt, als sich der über die Soldaten der Wehrmacht lustig macht und sich im Selbtmitleid suhlt, obwohl er im heimatlichen Osnabrück, die Front nur vom Hörensagen kennt.



Die verschiedenen Charakterzüge von Vorgesetzten – von wohlwollend bis menschenverachtend – sind gut herausgearbeitet.



Karl, Wilhelms Bruder, zu Beginn ein ordentlicher Parteisoldat, macht eine erstaunliche Entwickung durch, die vermutlich nicht einmal er selbst vorhergesehen hat. Er zieht Fäden, um Annemarie und Wilhelm zu helfen, kann aber nicht allzu zu offensichtlich auftreten, da Denunziatnen überall sind.



Annemarie ist zu bewundern, wie sie mit dem Druck, Wilhelm an der Front und die ständige Bedrohung durch ihre Herkunft umgeht. Selbst der Umzug nach Augsburg hilft wenig, das die Bürokratie, für die die Deutschen bekannt bzw. bertüchtigt ist, ihr vorauseilt.

Nachvollzihebar ist ihr Verhalten als sie als deutschblütig anerkannt, sich von ihrer ehemaligen Freundin, die nun wieder angekrochen kommt, distanziert.



Fazit:



Ein erschütternder Roman abseits jeder Heldenstilisierung, der auf der wahren Lebensgeschichte des Helmut Machemers beruht. Dazu gibt es auch noch das Sachbuch „Wofür es lohnte, das Leben zu wagen“, das Christian Hardinghaus gemeinsam mit Helmut Machmers Sohn Hans geschrieben hat.

Ich gebe diesem aufwühlenden Roman fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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EIne Hommage an die LIebe

Rezensionen von Vicky:

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Säe Liebe, und du wirst Liebe ernten

Ein Held dunkler Zeit von Hardinghaus Christian

Das Cover ist wie immer toll gestaltet, es gefällt mir und passt außerdem auch gut in die Optik der anderen Bände dieser Reihe.

'Die Erlösung' ist bereits der zwölfte Band der Buchserie 'Die Chroniken der Seelenwächter' von Nicole Böhm – ich kann es nach wie vor nicht fassen dass wir die Seelenwächter bereits über so viele Teile begleiten durften - unglaublich! Unter 'Was bisher geschah' gibt es wie immer eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse wodurch man sich einfach und schnell wieder in die Geschichte rund um die Seelenwächter, Jess und Jaydee einfindet - das finde ich sehr gut und vor allem hilfreich wenn man einige Zeit nichts mit der Welt der Seelenwächter zu tun hatte!

Dieser Teil umfasst fünfzig Kapiteln, dies sind einige mehr als sonst da diese hier die Staffel eins abschließt.

Die einzelnen Kapitel sind aus Sicht von verschiedenen Personen geschrieben. Hauptsächlich berichten Jaydee und Jess aber zwischendurch reihen sich auch immer wieder Kapitel von und mit anderen Personen in das Buch ein. Die Kapitel fliegen nur so dahin, die Geschichte ist sehr spannend. Ehe man sich’s versieht hat man bereits wieder das Ende des Bandes erreicht und lässt einen sofort den nächsten herbeisehnen.

Zum 'Bonusmaterial': Die Bilder der Charaktere, es werden am Ende zwei 'neue' besprochen, sind gut gelungen, diese gefallen mir wieder sehr und sind außerdem interessant :-) Durch die 'Besprechung' erfährt man immer wieder noch mehr Details über die jeweiligen Figuren, welche in der Geschichte so nicht vorkommen.

Fazit: ACHTUNG - Nicole Böhm erzeugt mit ihren Seelenwächtern absolute Suchtgefahr!

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EIne Hommage an die LIebe

Rezensionen von S.:

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Nur er kann sie retten

Ein Held dunkler Zeit von Hardinghaus Christian

Magnus Craig, genannt Schritter, ist ein Genie: er findet Spuren, die für alle anderen unsichtbar sind. Diese Gabe wird vom FBI für die Suche nach vermissten Personen genutzt. Ein effektives und liebenswertes Team wird ihm zur Unterstützung an die Seite gestellt.
Wunderbar, wenn Schritter Leute findet, die sich verirrt haben, schrecklich, wenn es um Menschen geht, die verunfallt sind oder ermordet wurden.

Das ist noch nicht alles: der Spurensucher sieht auch den Tathergang vor seinem inneren Auge. Enorm belastend für ihn, er stösst an psychische Grenzen, aber meine Güte - was für Möglichkeiten ergeben sich! Magnus hat zwei Fotoalben: ein weißes für Personen, die er retten konnte; ein schwarzes für die anderen. Seine Art, schwierige Emotionen zu bewältigen.
Schritter ist sehr sympathisch, sensibel, aber auch humorvoll. Problematisch die Balance, seine Fähigkeiten zu nutzen, aber nicht zu offenbaren. An einem persönlichen individuell gefärbten „Schein“ erkennt er Menschen. So kann er Spuren perfekt identifizieren und zuordnen.
Zwei Serientäter stehen im Focus: Leonardo, ein ständig wiederkehrender Schatten und Frowney, auf dessen Konto eine Vielzahl verschwundener junger Frauen gehen. Sein Kennzeichen ist ein trauriger Smiley, der sich eines Tages auch im Wohnhaus von Schritters Partner findet. Andere Spuren hinterlässt er nie. Oder?
Behutsam wird der Leser mit Schritters Fähigkeiten bekannt gemacht, sein Leben beschrieben. Man fiebert mit und möchte schnellstmöglich Fortschritte bei der Mörderjagd sehen. Eingebaute, nebensächliche Begebenheiten werden mitunter sehr ausführlich geschildert, drücken die Spannung. Einiges bleibt offen, Leonardo wird noch eine Rolle spielen. Handlungshintergründe der Gegenseite bleiben im Dunklen, schade.
Eine faszinierende und originelle Idee, kein Thriller im üblichen Stil. Fortsetzung erwünscht.

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Rezensionen von S.:

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Die Neunziger irgendwo im Osten

Ein Held dunkler Zeit von Hardinghaus Christian

Ein heruntergekommenes Gut, irgendwo im Osten, irgendwo in der Provinz. Die Wende ist noch nicht lang her und das Gutshaus, ehemals Ambulatorium, Konsum und mehr, soll Café , Arztpraxis und Heim für Marlene, Konrad und ihre Kinder werden. Niketsch, der Ich-Erzähler, liebt seine Jugendfreundin Marlene noch immer, aber sie hat ihn verlassen, ist mit seinem Bruder Konrad verheiratet, hat mit ihm drei Kinder.

Oder ist Selma, die Älteste, vielleicht von ihm? Ungefragt ziehen die Eltern der Brüder, Rita und Pavel, mit ins Gutshaus ein. Ständig funkt es zwischen den Frauen, ständig wird Niketsch ausgenutzt. Trotzdem kann er nicht von Gut Plenskow lassen, kommt immer wieder, hilft, verzichtet auf seine Träume.
Das Gutshaus wird schön, ein geheimnisvolles Wandgemälde wird freigelegt, das Café läuft. Aber das Geld reicht nie für alle Umbauten. Die Dorfbewohner sind auch nicht erfreut über die „Neuen“ und machen ihnen das Leben schwer. Dann hat Konrad einen Unfall....
Niketsch tut, was er kann, aber wird es ihm gedankt? Nimmt jemals jemand auf seine Gefühle Rücksicht?
Ruhig, bescheiden und selbstlos ist der Protagonist dieses Buches. Sehr sympathisch. Oft möchte man ihn schütteln und ihm raten, auch einmal für sich einzustehen. Jakob, sein Neffe, scheint ihm ähnlich zu sein, wird gemobbt, hat es nicht leicht. Trotzdem mochte ich ihn, aber auch ( ein wenig) Selma. Die meisten anderen Figuren empfinde ich als selbstsüchtig, egoistisch. Von vielen Dorfbewohnern ganz zu schweigen.
Barbara Handke schildert das Dorfleben treffsicher, zeichnet die Hauptfiguren lebendig und legt Boshaftigkeit und Häme offen.
Gut zu lesen, interessant, wie Nachwendezeit im Osten beschrieben wird. Lesenswert.

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Rezensionen von rainbowly:

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Absolute Sogwirkung!

Nachtwild von Phillips Gin

Fakten
Autor: Gin Phillips
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: 29.03.2018
Genre: Thriller
Seiten: 304

Inhalt
Joan verbringt einen schönen Tag mit ihrem Sohn Lincoln im Zoo. Auf dem Weg zum Ausgang hört sie Schüsse und entdeckt Leichen auf den Wegen. Sie rennt um ihr Leben. Jetzt zählt nur noch ihren Sohn und sich selbst in Sicherheit zu bringen.

Gestaltung
Das Cover ist ja sehr schlicht gehalten. Aber dadurch wirkt es auch extrem anziehend und fesselnd. Schwarz wie die Nacht und dann springt einen dieser leuchtend rote Leopardenkopf regelrecht an.

Sprache
Das Buch erzählt nur eine relativ kurze Zeitspanne, doch diese 3 Stunden werden wirklich zum Alptraum. Die Stimmung ist stetig angespannt. Man kann gar nicht aufhören zu lesen, muss wissen was als nächstes passiert. Und obwohl es auch längere Passagen gibt, in denen eigentlich nichts passiert, wird es nie langweilig. Denn man ist ständig auf der Hut. In jedem Schatten könnte etwas lauern. Man hat das Gefühl keinen Moment unachtsam sein zu dürfen. Ich war auf jeden Fall völlig im Geschehen drin.

Charaktere
Joan ist die absolute Löwenmutter. Es gibt für sie nur einen Gedanken: Ihrem Sohn darf nichts passieren! Und obwohl sie selbst oft nicht so genau weiß, was sie tun soll, bleibt sie immer ruhig und besonnen. Um ihren Sohn nicht in Panik zu versetzen, um ihm die Angst zu nehmen, die in ihr selbst doch so tief steckt, beschäftigt sie ihn, hält ihn ruhig und handelt überlegt. Es gibt auch einige Situationen an denen an das eigene Gewissen appelliert wird. Man fragt sich automatisch: Wie hätte ich in dieser Situation reagiert? Würde ich selbstlos handeln oder würde ich zum Schutz meines Kindes die anderen unbeachtet lassen?

Fazit
Eine absolut packende Erzählung. Mich hat das Buch mitgerissen. Allerdings habe ich auch zwei Kritikpunkte. Erstens kamen mir die Tiere zu kurz. Das Cover verspricht, dass auch die Tiere eine erschreckende Rolle in der Geschichte spielen, doch diese Thematik wurde so gut wie nicht behandelt. Allerdings könnte das natürlich auch die Message vermitteln, dass selbst das wildeste Tier nicht so grausam ist wie der Mensch. Trotzdem hätte das noch einiges an Spannung rein bringen können. Zweitens war mir das Ende zu schnell und zu offen. Ich hatte noch so viele Fragen. Das war etwas schade. Es hätte beispielweise auch ein Epilog genügt, oder vielleicht ein Zeitungsartikel, der das Geschehen nochmal zusammenfasst und abschließt. Aber alles in allem ein fesselnder Roman, den ich nicht aus der Hand legen konnte!

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Absolute Sogwirkung!

Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

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Tobias, 14 Jahre aus Birgitz,

The Hate U Give von Angie Thomas

In diesem Buch geht es um ein Mädchen, das in einem schwarzen Ghetto aufwächst, aber versucht, aus dem „Thugleben“ herauszukommen. Als einer ihrer besten Freunde von einem weißen Polizisten erschossen wird, verliert sie das Vertrauen zu ihrem Onkel und rutscht in eine unangenehme Situation hinein.

Ob und wie sie es schafft, aus dem Ghetto rauszukommen, sollt ihr aber selber herausfinden…

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und der Bestsellerautor John Green trifft es mit seinem Feedback: „Umwerfend und brillant, ein Klassiker“ recht gut. Es ist meiner Meinung nach ein Buch, das man nicht nur zur Beschäftigung lesen sollte, sondern eines, das man lesen sollte, damit man die Menschen in den Ghettos auch versteht und nicht nur die schlechten, nach außen dringenden, vorurteilenden Seiten sieht und hört.

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Tobias, 14 Jahre aus Birgitz,

Rezensionen von TanyBee:

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Wunderschön erzählt

Eine Liebe, in Gedanken von Kristine Bilkau


Manchmal liest man ein Buch und mag es sehr und kann hinterher gar nicht genau sagen, wieso eigentlich. So ging es mir ein bisschen bei „Eine Liebe, in Gedanken“. Aber ich werde versuchen, meine Gefühle in Worte zu fassen. Doch zuerst zum Inhalt:

Die Ich-Erzählerin hat gerade ihre Mutter verloren, sie ist alleine in ihrer Wohnung gestorben, sie hat sie gefunden.

In Gedanken führt sie noch Gespräche mit ihr. Die Erzählerin ist selbst gerade in einer Phase des Umbruchs, denn ihre eigene Tochter ist erwachsen und wird bald ausziehen. Das ist die Rahmenhandlung, doch der eigentliche Star des Buchs ist die Mutter: Toni, Antonia Weber. Das Buch erzählt uns ihre Geschichte. Es sind die 1960er Jahre, sie ist von zu Hause ausgezogen und genießt ihre Freiheit, auch wenn sie nur zur Untermiete in einem Zimmer wohnt. Sie ist eine selbstbewusste junge Frau und als sie eines Tages auf der Straße von einem Mann angesprochen wird, ob sie eine Tasse Kaffee mit ihm trinken will, lässt sie ihn erst einmal warten. Als er nach einer halben Stunde immer noch da ist, hat er den Test bestanden und Toni verliebt sich in ihn. Dieser Mann, ihre erste große Liebe, Edgar Janssen, wird ihr Schicksal sein und auch im hohen Alter wird sie noch an ihn denken.
Selbst ihre Tochter (die ihn nur aus den Erzählungen der Mutter kennt) denkt oft an ihn und beschließt sogar, sich mit ihm zu treffen.



Wenn man den Klappentext des Buches gelesen hat (der mehr verrät als meine Inhaltsangabe), dann kennt man eigentlich schon die ganze Handlung des Buches. Lohnt es sich denn dann trotzdem noch, es zu lesen? JA! Und warum? Es ist ganz wunderbar erzählt. Schon nachdem ich die Kennenlern-Szene zwischen Toni und Edgar gelesen habe, war ich ganz verliebt in das Buch. Edgar ist etwas schüchtern und geht ängstlich an das Leben ran, ganz anders als die unbekümmerte Toni. Es ist schön, die junge Liebe in der 60er Jahren zu begleiten. Als man sich noch Briefe geschrieben hat und eine Beziehung fast zwangsläufig aufs Heiraten zusteuerte. Man leidet mit Toni, die ihrer Zeit eigentlich voraus ist, die gerne Karriere machen möchte und Reisen und die die Pille nehmen möchte, die sie zur damaligen Zeit aber noch nicht bekommt.
Und zwischendurch treffen wir immer wieder die Tochter, die das große Rätsel im Leben der Mutter nicht los lässt: Edgar Janssen.

Ein sehr berührendes Buch, sehr schön zu lesen, ich habe jede Seite genossen. Schon der Debütroman der Autorin Kristine Bilkau („Die Glücklichen“) hat mir sehr gefallen und ich freue mich auf weitere Bücher von ihr.

Eine Leseempfehlung an alle, die auch die „leiseren“ Bücher mögen.

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Wunderschön erzählt