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Rezensionen von yellowdog:

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Wilm! Geef mi dorup noch' Kruiden

Deichfürst von Heike van Hoorn

Heike van Hoorn entwirft ihre Hauptfigur Gertrud Boekhoff, Journalistin für das Rheiderländer Tagblatt, als Original und als Kumpeltyp, sehr sympathisch.

Zweite Hauptfigur ist der Kriminalhauptkommissar Stephan Möllenkamp, der zur Kripo Leer gehört und verheiratet ist.

Beide beschäftigt der Mordfall an einem 80jährigen Mann, der aufgefunden wurde.

Das Opfer hat offenbar auch eine mysteriöse Vergangenheit.

Das detailreich gemachte Cover erwirkt wirklich eine Ostfriesland-Atmosphäre, die sich schnell auch im Text wiederfindet. Dazu gehört zum Beispiel ein Plattdeutsch-Dialekt der Einwohner, oder auch Konflikte zwischen denen die zur Meyer Werft in Papenburg mit deren Ozeanriesen gehören und denen deren Existenz als Krabbenfischer dadurch in Gefahr gerät.
Das finde ich ziemlich glaubwürdig entworfen.

Hinzu kommt ein Handlungsstrang, der im Jahr 1946 und später in den fünfziger und sechziger Jahren angesiedelt ist.
Es scheinen Ereignisse der Gegenwart und der Vergangenheit eine Rolle im Mordfall zu spielen.
Mehr sollte man an dieser Stelle nicht über den Fall verraten.

Der Krimi ist zwar relativ konventionell, aber das muss ja nicht unbedingt negativ sein. Das Buch überzeugt durch Realismus, so ist auch die Teamarbeit zwischen Polizei und der Lokalreporterin nicht gerade einfach. Sie ermitteln nicht wirklich zusammen. Ich könnte mir vorstellen, dass sich bei einer möglichen Fortsetzung in dieser Hinsicht noch mehr ergibt.

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Wilm! Geef mi dorup noch' Kruiden

Rezensionen von niknak:

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Sehr berührende Geschichte über das Schicksal zweier Menschen in Zeiten der Apartheit

Summ, wenn du das Lied nicht kennst von Bianca Marais

Inhalt:
Der 16.6.1976 verändert das Leben zweier Menschen und verbindet sie auf wundersame Art und Weise.
Die neunjährige Robin Conrad wächst behütet in einem Vorort von Johannisburg auf, als an diesem Tag ihre Eltern ermordet werden. Da sie sonst keine Verwandten hat, kommt sie zu ihrer Tante Edith nach Soweto.

Diese weiß allerdings nicht wie sie plötzlich mit einem Kind umgehen soll, da sie selbst keine hat und auch noch als Stewardess arbeitet und viel unterwegs ist.
Beauty Mbali macht sich zur selben Zeit auf die Suche nach ihrer Tochter Nomsa, die an einem Schüleraufstand beteiligt sein soll, der sehr blutig durch die Polizei zerschlagen wird.
Das Schicksal führt Robin und Beauty zusammen und sie entwickeln eine dicke Freundschaft, die es normalerweise unter Weißen und Schwarzen nicht gibt. Trotzdem können sie sich gegenseitig helfen, bis Robin eine fatale Entscheidung trifft.

Mein Kommentar:
Die Autorin Bianca Marais wurde selbst in Südafrika geboren und von einer Schwarzen großgezogen, da ihre Eltern viel arbeiteten. Daher hat sie in diesem Roman auch viele eigene Erfahrungen einbringen können, wodurch die Geschichte richtig glaubhaft und lebendig rüberkam. Sie erzählt die Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven, was mir sehr gut gefallen hat.
Zum einen wird Robins Perspektive erzählt, die als Weiße wohlbehütet aufwächst und erst langsam lernen muss, dass die Schwarzen auch ganz "normale" Menschen sind und nicht weniger wert sind, als sie selbst. Ihre Entwicklung kann man sehr gut nachvollziehen und leidet dabei auch mit ihr mit. Sie versteht oft nicht die Unterdrückung oder Ungleichbehandlung von Schwarzen, aber auch von Juden und Homosexuellen, da die Autorin alle drei Randgruppen gekonnt ins Buch eingebaut hat.

Zum anderen erfährt man die Geschichte aus Beautys Sicht und ihren Problemen, mit denen die Schwarzen zu dieser Zeit zu kämpfen hatten. Man bekommt die Unterdrückung und Ungleichbehandlung mit und kann ihre Lage sehr gut verstehen. Man leidet richtig mit ihr mit und hofft, dass sich ihre Situation bald verbessert.
Trotz all der vielen schrecklichen Dinge, die in diesem Land passieren, gibt es auch Weiße, die sich für die Rechte der Schwarzen einsetzen und dabei oft sogar ihr Leben riskieren. Dies kam im Buch auch sehr gut rüber, da Beauty einige solcher Menschen kennenlernte, die ihr halfen ihre Tochter Nomsa doch noch lebendig zu finden.

Außerdem ist es der Autorin auch noch gelungen, die Trauerarbeit der Beiden über den Verlust der Eltern, aber auch der verschwundenen Tochter sehr gut rüberzubringen und dem Leser glaubhaft zu machen. Man konnte auch die Verarbeitung der Trauer richtig gut mitverfolgen.

Am Ende deutet Robin an, dass es noch eine Fortsetzung geben könnte, was mir sehr gut gefallen würde, da ich gerne erfahren möchte wie es mit den Protagonisten weitergeht und wie sich ihr Leben weiter entwickelt. Da das Ende relativ offen ist, könnte ich mir so etwas sehr gut vorstellen.

Mein Fazit:
Ein sehr bewegender Roman, der auf die Probleme in Zeiten der Apartheit aufmerksam macht und den Leser nachdenklich zurücklässt. Dabei hoffe ich auf eine Fortsetzung des Romans, um noch mehr darüber zu erfahren.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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 Sehr berührende Geschichte über das Schicksal zweier Menschen in Zeiten der Apartheit

Rezensionen von yellowdog:

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Geschicktes Erzählen zwischen den Zeiten

Eine Liebe, in Gedanken von Kristine Bilkau

Die Klaus-Michael-Kühne Preisträgerin Kristine Bilkau schreibt in ihrem zweitem Roman “Eine Liebe, in Gedanken” über eine gescheiterte Liebe in den sechziger Jahren. Die Hamburger Autorin verfügt über sprachliche Qualitäten, sie schreibt aber auch verhalten. Die Zurückhaltung ihrer Figuren Antonioa und Edgar ist wohl auch einer norddeutschen Mentalität geschuldet.

Jedoch sind sie nicht emotionslos, im Gegenteil. Doch ihre Emotionen verbergen sie, insbesondere Edgar schreckt vor zu viel Intensität zurück, schützt sich mit sprachlich aberwitzigen Briefen und wie im Klappentext bereits angedeutet schließlich auch mit räumlicher Distanz. Er geht nach Hongkong, Antonia bleibt voller Hoffnungen zurück, die sich nie erfüllen.
Ich frage mich, wie der Roman auf den Leser wohl wirken würde, wenn der Klappentext nicht die Handlung vorwegnehmen würde. Ich denke, damm wäre das Leseerlebnis noch stärker.

Ein Merkmal des Romans ist das Zeitportrait. Verhaltensweisen des Paars und der Gesellschaft werden genau gezeigt, fast könnte man sagen entlarvt.
Auffällig ist Antonias Stärke, die sie natürlich nicht vor Verletzungen schützt, aber doch immerhin ermöglicht, dass sie sich ihr eigenes Leben aufbaut. Reflektiert wird das Ganze durch ihre erwachsene Tochter, die nach dem Tod der Mutter dieser vergangenen Liebe nachspürt. Dieser Kunstgriff erlaubt ein geschicktes Erzählen zwischen den Zeiten, das ist deutlich effektiver als ein lineares Erzählen. So entsteht ein Beziehungsroman, der nicht nur ein Liebesroman ist und jegliche Elemente des Kitsches ausschließt.

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Geschicktes Erzählen zwischen den Zeiten

Rezensionen von Pink Anemone:

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Diese Ausgabe ist nicht nur vom Cover her eine Augenweide, sondern auch vom Inhalt. Da zahlt sich ein Re-Read definitiv aus.

Stolz und Vorurteil von Jane Austen

Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets standesgemäß unter die Haube zu bringen. Kein leichtes Unterfangen für eine Familie auf dem Land, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Ausgerechnet die intelligente Elizabeth, das Lieblingskind des Vaters, erweist sich als besonders schwieriger Fall.

Zum allgemeinen Unverständnis hat sie die Stirn, den Antrag eines wohlsituierten Pfarrers auszuschlagen. Statt dem Drängen der Familie nachzugeben, folgt Elizabeth hartnäckig ihrem eigenen Urteil ...(Klappentext)

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"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau. " (S. 5 - Anfang)

So beginnt Jane Austens Roman "Stolz und Vorurteil" und dieser Satz ist fast so berühmt wie Jane Austen und ihre Romane selbst.
"Stolz und Vorurteil" ist einer ihrer populärsten Romane und somit spare ich mir eine Zusammenfassung des Inhalts.
Es ist ein typischer Entwicklungsroman aus Jane Austens Feder mit viel Liebe zum Detail, der typischen auktorialen Erzählweise mit den bissigen und ironischen Bemerkungen der Erzählerin aus dem "Off" und somit ist es regelrecht erfrischend der Entwicklung der Protagonisten zu folgen.
Fast durchgehend lag mir ein Schmunzeln auf den Lippen, da Jane Austen es wirklich versteht das damalige Sittenbild aufs Korn zu nehmen.

"...<<man kann keine Frau wirklich gebildet nennen, die nicht das übliche Maß weit übertrifft. Eine Frau muss grundlegende Kenntnisse in Musik, Gesang, Zeichnen, Tanzen und moderner Sprache haben, um diese Bezeichnung zu verdienen, und außerdem das gewisse Etwas in Haltung, Gang, Tonfall, Benehmen und Sprechweise besitzen, sonst verdient sie die Bezeichnung nur zur Hälfte.>>" (S. 62)

Jane Austen ein literarisches Sittengemälde zu erschaffen, welches vor Ironie und Sarkasmus nur so strotzt.

Ebenso spitzzüngig werden hier die skurrilsten Personen porträtiert und dem Leser so auf humorvolle Art und Weise näher gebracht. Man liebt sie, man hasst sie, man bemitleidet sie. Durch so manche bissige Beschreibung kann man das Gefühl des genervt seins der Hauptprotagonistin bezüglich mancher Bekannten und Verwandten mehr als deutlich nachempfinden:

"Sir William Lucas und seine Tochter Maria, ein gutmütiges Mädchen, aber ebenso hohlköpfig wie er, wußten nichts zu sagen. was des Zuhörens wert gewesen wäre, und Elizabeth lauschte ihnen mit etwa demselben Vergnügen wie dem Rattern der Räder." (S.242)

Der Roman ist aber ebenso tiefgründig wie amüsant und auch die Romantik kommt hier nicht zu kurz, enthält der Roman doch eine der größten literarischen Liebesgeschichten.

"Stolz und Vorurteil" eignet sich daher hervorragend, um mit den Werken von Jane Austen zu beginnen und hier möchte ich Euch vor allem diese Ausgabe aus dem Penguin-Verlag ans Herz legen.
Inzwischen kann ich 3 Ausgaben von "Stolz und Vorurteil" mein eigen nennen und die Übersetzung von Andrea Ott ist meiner Meinung nach für Jane Austen-Beginner sehr gut geeignet. Jane Austens Schreibstil wurde hier leicht modernisiert und daher verständlicher. Trotzdem gehen hier der erfrischende Esprit und der Humor einer Jane Austen keineswegs verloren.
Zudem enthält diese Ausgabe Anmerkungen, welche einem viele Bezeichnungen oder Geschehnisse verständlicher machen, sowie ein Nachwort der Übersetzerin selbst, welches interessante Einblicke zu dem Roman besteuern.

Falls in der Schule dieser Roman gelesen und besprochen werden soll, dann ist diese Ausgabe auch in dieser Hinsicht ans Herz zu legen.

Fazit:
Ich weiß nicht wie oft ich schon "Stolz und Vorurteil" gelesen habe, aber dieser Roman begeistert mich immer wieder aufs Neue und zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Mittlerweile besitze ich schon drei Ausgaben von "Stolz und Vorurteil" und die vorliegende Ausgabe ist nicht nur vom Cover her eine Augenweide, sondern auch vom Inhalt. Diese eignet sich aufgrund des leicht modernisierten Schreibstils hervorragend, um mit Jane Austens Romanen einzusteigen.
Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung und hoffe, dass noch weitere Jane Austen-Romane in diesem "Kleid" im Penguin-Verlag erscheinen werden.

© Pink Anemone

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Diese Ausgabe ist nicht nur vom Cover her eine Augenweide, sondern auch vom Inhalt. Da zahlt sich ein Re-Read definitiv aus.

Rezensionen von Flamingo:

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origineller Debütroman

Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi

Die Geschichte von „Für immer ist die längste Zeit“ ist schnell erzählt. Mutter Maddy ist tot und beobachtet und lenkt jetzt „von oben“ das Leben ihrer Teenager-Tochter Eve und ihres Mannes Brady. Wie bewältigen sie die Trauer? Den Tod der Mutter? Ist der Tod der Mutter mysteriös? Wie geht es weiter im Leben der Hinterbliebenen? All diese Fragen beantwortet der Roman auf ernste UND humorvolle Weise.

Und ja, das passt zusammen und das schafft die Autorin in alternierenden Ich-Erzählerperspektiven aus der Sicht von Maddy, Brady und Eve.
Zwischendurch verzettelt sich die Autorin immer mal wieder mit Nebenschauplätzen, die die Handlung nicht voran treiben und dann wieder werden Ereignisse oder Situationen ruckizucki abgefrühstückt, so dass manches etwas unrund rüber kommt. Da ist noch Luft nach oben.
Was die Autorin aber wirklich super geschafft hat, ist, die Figuren zum Leben zu erwecken. Haha, no pun intended. Sie hat alle drei Hauptfiguren und auch die Nebenfiguren toll geschrieben. Und einen extra Punkt gibt es für den Epilog. Viele Autoren haben darauf ja keine Lust mehr oder ihnen ging die Luft aus oder was auch immer. Aber nicht so hier, es gibt einen schönen Epilog, der alles zum Ende bringt und der auch noch mal etwas Stoff zum Nachdenken und Diskutieren gibt.
Mir hat der etwas flapsige Erzählstil der Autorin gut gefallen, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Übersetzung nicht ganz rund war. Ich würde definitiv wieder etwas von der Autorin lesen, dann aber wohl eher im Original.
Alles in allem ein gelungener Roman, der humorvoll zum Nachdenken anregt und eine schöne Geschichte erzählt. Man nimmt einiges mit nach der Lektüre. Wie gut kann man jemanden kennen können und wie leicht lässt sich eine tiefe Überzeugung erschüttern?
Nicht so gelungen finde ich den deutschen Titel des Romans. Das ist letzthin so eine Seuche, so verquirlte nichtssagende pseudo-philosophische Halbsätze auf den Titel zu klatschen. „I liked my life“ ist völlig in Ordnung mMn und hätte auch im deutschen funktioniert.
Das Cover ist zwar schön, inbesondere da ich völlig auf so Zeugs wie Blumen und Schmetterlinge abfahre, aber es hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Buch zu tun. Auch hier ist das Original wieder besser gelungen.

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origineller Debütroman

Rezensionen von rewa:

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Leben und sterben

Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi

Nordkorea- die beiden Geschwister Seonghan und Jeongah kennen nur das schwere und entbehrungsreiche Leben. Kälte, Nahrungsmangel, Krankheiten, bestimmen ihr Leben. Obwohl sie und ihre Familie oft nicht genug zum Leben haben, muss dem Führer trotzdem immer etwas abgegeben werden. Selbst wenn es nur mehr Baumrindensuppe zum Essen gibt, ist der führertreue Opa noch stolz auf sein Land.

Aber es gibt auch Menschen, die von einem anderen Land träumen, von einer Freiheit, die sich Seonghan nie vorstellen kann. Als er Bilder von Südkorea sieht, beginnt auch er zu träumen und er fasst einen folgenschweren Entschluss. Gemeinsam mit seiner Schwester Jeongah und seinem besten Freund Joonho wagen sie die Flucht. Dass es dabei viele Tote, Entbehrungen und verlorene Träume geben wird, können sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen.
Der Autor Marcus S. Theis hat mit seinem Debütroman ,,Schatten ohne Licht´´ einen emotionalen, spannenden und zu Tränen rührenden Roman geschrieben. Als Student der Soziologie und Politik führten den Autor seine Reisen auch nach Korea, wo er Land und Leute kennen lernen und auch mit Nordkoreaflüchtlinge sprechen konnte. Seine fiktive Geschichte könnte sich also jederzeit so abgespielt haben.
Der Autor beschreibt seine Protagonisten so einfühlsam, aber trotzdem stark, dass man zu lesen beginnt und gleich in der Geschichte gefangen ist. Man lernt als Leser ein eher unbekanntes Land kennen und dringt tief in die Seelen und Gedanken der Menschen ein. Man erhält einen Blick hinter die Kulissen, die einem als Außenstehender normalerweise verborgen bleiben.
Erschreckende Momente wechseln genauso ab, mit tiefgründigen und emotionalen. Es ist kein Buch, das man einfach so dahin lesen kann. Es gibt sehr wohl brutale und auch verstörende Szenen, die zeigen, wie wenig ein Menschenleben wert sein kann.
Die Unterschiede zwischen Nord- und Südkorea hat der Autor sehr gut in seine Geschichte einfließen lassen. Auf der einen Seite die Armut, die Angst etwas Falsches zu tun oder zu sagen, ein Führer, der das Leben und Sterben der Menschen beherrscht und auf der anderen Seite eine unbekannte Freiheit, eine Weite, die schon wieder zu eng werden kann, jeder lebt nur für sich.
Seite 186: Niemand kämpft ums Überleben, aber jeder ums Leben. Seite 214: Die Menschlichkeit stirbt und mit ihr die Idealisten.
Auch wenn es ein sehr trauriges Buch ist, will es zeigen, dass es immer und überall Menschlichkeit geben kann und sogar oft dort, wo man es nicht erwartet.
Uns so passt auch das Cover mit den Vögeln, die ihre Freiheit genießen können und die Licht- und Schatteneffekte gut zu der Geschichte, denn für Seonghan gab es nur Schatten ohne Licht aber für Jeongha Schatten mit Licht.

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origineller Debütroman

Rezensionen von rewa:

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Wo bleibt die Spannung?

Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi

In dem Buch ,,Kalter Schauer´´ von Patricia Causey findet man drei Kurzgeschichten, in denen man in die Welt des Gruselns und Mystischen eintauchen soll.
Ein kalter Schauer ist mir über den Rücken gelaufen als ich die erste Geschichte gelesen habe, aber nicht, weil es so gruselig war, sondern, weil aus Leselust- Lesefrust entstanden ist.

Es handelt von einem Liebespärchen, dem ein geheimnisvoller Junge mit schwarzen Augen begegnet, der stumm um eine Mitfahrgelegenheit bittet.
Es gibt kaum einen Satz, in dem es keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler gibt. Die Sätze sind oft so konfus geschrieben, dass ich nicht wusste, was ich gerade gelesen habe.
,,Dass ich in seinen Trick hereingefallen war und dass es gewiss vielen Menschen geschehen war.´´
Die zweite Geschichte handelt von einem Programmierer, der im Traum von einem Schattenwesen entführt wird und der ihm zeigt, dass er Taten setzen muss, wenn er etwas erreichen will.
Die Geschichte war etwas besser lektoriert, aber für mich nur mäßig interessant.
Die dritte Geschichte handelt von der Quantenphysik, die ein wenig zum Nachdenken anregt. Was- wäre- wenn: kann man sein Leben und alles, was rundherum passiert mit seinen Gedanken beeinflussen?
Das Buch wird mit spannenden und nervenaufreibenden Kurzgeschichten angepriesen. Das habe ich leider in allen drei vermisst. Die unterschiedliche Qualität des Lektorierens ist mir unverständlich. Ich kann deshalb keine Leseempfehlung abgeben.

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origineller Debütroman

Rezensionen von rewa:

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Drei besondere Frauen

Yasemins Kiosk von Christiane Antons

In einem Bielefelder Mehrfamilienhaus treffen drei Frauen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können.
Die Besitzerin Dorothee Klasbrummel, von allen nur liebevoll Doro genannt, die schon seit 15 Jahren nicht mehr ihre Wohnung verlässt freut sich über ihre Untermieterinnen. Die lebenslustige Deutschtürkin Yasemin, die einen kleinen Kiosk besitzt und die Polizistin Nina, die nicht ganz freiwillig keinen Polizeidienst mehr versieht, schließen sich als Trio zusammen, da es einen Mord auf zu klären gibt.

Als im Altpapiercontainer des Kiosks die Leiche eines jungen Türkens gefunden wurde beginnen die drei ihre eigenen Recherchen anzustellen. Da Yasmin auch noch einen unbekannten Stalker hat, müssen die Damen sogar in zwei Fällen ,,ermitteln´´.
Nina, deren psychisch kranker Mutter ihr das Leben nicht immer einfach macht, bekommt es auch noch mit dem attraktiven Polizeibeamten Tim zu tun, der es nicht gerne sieht, dass sich Nina in die Mordermittlungen einmischt.
Was hat es mit dem interkulturellen Bauprojekt auf sich, wo es offensichtlich nicht mit rechten Dingen zu geht? Bis zur Lösung des Falles, kann Doro zeigen, welch verborgene Talente sie besitzt, die nicht immer legal sind.
Die Autorin, Christiane Antons, hat mit ihrem Debütroman ,, Yasemins Kiosk- Zwei Kaffee und eine Leiche´´ eine lockere und leicht zu lesende Krimi Komödie geschrieben. Man findet eine bunt zusammengewürfelte Frauenpower, die stets einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Das Lieblingswort ist dabei ,, Isso´´, so wie das Leben gerade ist, so nehmen es die Damen hin. Obwohl alle drei von ihrem Temperament anders sind, passen sie gut zueinander und ergänzen sich. Dass nicht alles bei der Geschichte positiv verläuft, merkt man an der Mutter von Nina. Hetta wird, da sie psychisch krank ist, nicht unbedingt sympathisch dargestellt und ihre Wortwahl gegenüber ihrer Tochter ist manchmal recht heftig.
Auch greift die Autorin ernste Themen auf wie die Ohnmacht, die jemand verspürt, wenn er gestalkt wird, oder dubiose Machenschaften, bei Bauprojekten, wo dabei gerne eine Hand die andere wäscht.
Auch wenn ein paar Fragen offen bleiben wie z.b. woher Doro ihre besonderen ,,Talente´´ gelernt hat, ist es ein humorvoller und interessanter Roman, wo zwei Fälle geschickt miteinander verbunden sind. Da es ein eher offenes Ende gibt, ist anzunehmen, dass es eine Fortsetzung geben wird.

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Drei besondere Frauen

Rezensionen von PFIFF:

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Entfernung tut der Liebe nicht gut

Mein Herz in zwei Welten von Jojo Moyes


Louisa Clark hat eine Anstellung in New York gefunden, nachdem ihr Freund Will gestorben war. Sie ist aufgeregt in der neuen, ungewohnten Umgebung, den fremden Menschen mit anderen Gewohnheiten als in England.
Lou ist die persönliche Assistentin der gleichaltrigen Chefin, die sie den ganzen Tag beansprucht, warten lässt, in Geheimnisse einweiht und sie dann hängenlässt, als der Verdacht aufkommt, Louisa hätte Geld unterschlagen.

Die zuerst unfreundliche Nachbarin, eine alte schrullige Dame mit Mops, nimmt sie auf und stärkt ihr Selbstvertrauen.
Die Freundschaft mit Sanitäter-Sam leidet unter der Entfernung, ein geschiegelter junger New Yorker buhlt um Lou. Sie versucht sich zu orientieren und ihren ganz persönlichen Weg zu finden.
Nichts Menschliches ist Moyes fremd. Gewohnt gekonnt schildert sie Menschen, ihre Beziehungen und Lebenswege liebenswert und dramatisch.

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Entfernung tut der Liebe nicht gut

Rezensionen von PFIFF:

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Machenschaften an der Rohstoffbörse

Letzte Ernte von Tom Hillenbrand


Diesmal taucht der Luxemburger Koch Xavier Kiefer ein in die Welt Manipulationen des Weltmarkts über den Computer. Er lernt Hacker kennen, Broker, Banker und wird von einem abgehalfterten Sternekoch gebeten, bei einer Kochsendung im Fernsehen auszuhelfen. Seine Freundin, die Chefin vom berühmten Guide Gabin, sponsert die Sendung.

Als ein Computergenie in der Nähe seines Lokals "Deux Eglises" zu Tode kommt, wird Kiefer in die Ermittlungen hineingezogen, bedroht und muss sich auch um seine Freundin Valérie Gabin Sorgen machen.
Seine Recherchen führen Kiefer in die Schweiz und nach Paris. Bei der Kochshow in Hamburg gelingt ihm Backstage eine kleine Revenge an dem aufgeblasenen "Pampasprinzen" Esteban.

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Machenschaften an der Rohstoffbörse