Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LEXI:
Heil und Leben, vergiss das nicht, mein Junge!
„Nur, weil es Heilung für das verwundete Leben der Menschen gibt, feiern wir Advent. Und nur deswegen wird es auch in diesem Jahr wieder eine neue Christnacht werden.“
Elisabeth Eberle erzählt in diesem Buch die Geschichte dreier ganz besonderer Männer. Es handelt sich hierbei zwar nicht um eine penibel recherchierte Biografie, man erhält aber dennoch einen kleinen Einblick in ihr Leben und ihre auf der ganzen Welt bekannten Errungenschaften.
Die erste Geschichte handelt von Georg Weissel, der von ganzem Herzen der Musik zugetan war. Dem sanftmütigen mittellosen Pfarrer ist eines der am meisten gesungenen Adventlieder zuzuschreiben, nämlich „Macht hoch die Tür“. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch unter anderem auch jenen langen und anstrengenden Marsch in bitterer Kälte, der maßgeblich zur Entstehung dieses Liedes beigetragen hat. „Macht hoch die Tür“ öffnete darüber hinaus dem reichen, aber hartherzigen Kaufmann namens Sturgis nicht nur dessen Herz, sondern auch die Tore zu seinem weitläufigen Anwesen.
In der zweiten Geschichte spielt der Handwerkersohn Johannes Daniel Falk aus Danzig die Hauptrolle. Er kam aus einer gebildeten und kunstbegabten Familie und liebte das Geigenspiel. Nachdem vier seiner jüngsten Kinder innerhalb kürzester Zeit starben, nahm er viele Pflegekinder in seinem Haus auf und wurde als „Vater der Waisen“ bekannt. Aus seiner Feder stammt das wunderschöne Weihnachtslied „O du fröhliche“.
Die Erfindung des ersten Adventkalenders wird in der dritten Geschichte dieses Buches erzählt. Johann Hinrich Wichern liebte Kunst, Literatur und Musik und war an einer privaten Internatsschule tätig. Er setzte sich für die Armen und Vernachlässigten ein und wollte die Not von Kindern aus schlimmen Verhältnissen lindern. Gemeinsam mit Karl Sieveking und seiner Cousine Amalie wollte er diesen Kindern Hoffnung und eine Zukunft schenken und es folgte die Gründung des „Rauhen Hauses“. Um den Kindern die Wartezeit auf das ersehnte Weihnachtsfest zu verkürzen, nahm er im Jahre 1839 kurzerhand ein altes, hölzernes Wagenrad und befestigte darauf für jeden Tag der Adventzeit eine Kerze.
Das Eintauchen in die Geschichte dieser drei Männer, die mir zwar namentlich bislang unbekannt waren, deren Lebenswerke jedoch weltweite Bekanntheit erlangten, hat mir großes Lesevergnügen bereitet. Ich fand die Ausführungen der Autorin höchst interessant und freute mich, nach jeder Geschichte eine ganzseitige Anmerkung zum jeweiligen Hintergrund sowie zu historischen Fakten zu erfahren. Allen drei Männern war eine große Liebe zur Musik, ein enormer Einsatz für Menschen in Not, und ihr tiefer, unerschütterlicher Glaube gemein.
Elisabeth Eberles Ausführungen wurden in sehr schönem, einnehmendem Schreibstil und gewählter Sprache dargebracht. Der Inhalt dieses Buches ist anhand von detaillierten Angaben, Überschriften und Nennung von Jahreszahlen sehr übersichtlich gestaltet, und die bereits erwähnten Informationen zu historisch belegten Fakten stellten eine willkommene Ergänzung dar. Ich habe dieses Buch mit sehr großem Interesse gelesen und empfand es als Bereicherung, mehr über die Männer hinter den beiden Weihnachtsliedern und der Erfindung des Adventkalenders zu erfahren. „Gnadenbringende Weihnachtszeit“ hat mir ausgezeichnet gefallen und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Rezensionen von LEXI:
Die Zeit des Wartens auf das Fest verkürzen
Voll Weihnachten von Arno Backhaus
Ich erinnere mich nur allzu gut an die Vorweihnachtszeit in meiner Kindheit, wo die Vorfreude auf den Heiligen Abend enorm war, und wir Geschwister uns die Tage und Stunden bis dahin vertreiben mussten. Wenn die Mutter beim Backen, der Vater am Arbeitsplatz, die Schule jedoch bereits geschlossen war, kam manchmal Langeweile auf.
Das Buch „Voll Weihnachten für Kinder“ ist hierbei ein ganz toller Ansatz, Kindern eine Fülle von Möglichkeiten vorzustellen, um sich diese Zeit des Wartens zu verkürzen.
Sehr gut gefallen haben mir beispielsweise das Spiel „Buchstabensalat“, aber auch die diversen Quiz-Spiele. Überaus originell und vor allen Dingen genussreich empfand ich das Weihnachtsplätzchen-Memory, ein Spiel, welches ich als Kind vermutlich geliebt hätte. Die Weihnachtsgeschichten haben mir ebenfalls gefallen, Erzählungen und Reime zum Vorlesen, und sogar ein paar Witze, passend zur Weihnachtszeit, bildeten eine bunte Abwechslung zwischen den einzelnen Vorschlägen. Auch der „Geschenke-Parcours“ ist eine gute Idee, die ich bereits aus meiner Jungschar-Zeit kenne und seither mehrfach umgesetzt habe.
Es ist zudem schön, dass in diesem Buch biblische Informationen vermittelt werden, und zwar durch das Einbinden der Bibel in dieses Ideenbuch. Die Kinder werden dazu animiert, sich mit dem Inhalt der Ereignisse zu Jesu Geburt im Neuen Testament zu beschäftigen.
Was mich an diesem Buch jedoch massiv gestört hat, sind die zahlreichen Spiele und der großzügige Umgang von Kindern mit brennenden Kerzen. Ich würde einem Kind niemals erlauben, brennende Kerzen mit einem Strohhalm auszupusten. Noch viel weniger würde ich einem Umgang mit Streichhölzern und brennenden Kerzen zustimmen, wenn dem Kind darüber hinaus auch noch die Augen verbunden sind. Da sogar bei mir als Erwachsene trotz guter Sicherheitsvorkehrungen einmal bereits ein Adventkranz lichterloh in Flammen aufging, empfinde ich das Spiel mit dem Feuer als völlig inakzeptabel. So sehr ich die Arbeit des Autors beim Sammeln der verschiedenen Ideen und der übersichtlichen und gefälligen Gestaltung dieses Buches auch schätze, würde ich das Ausprobieren vieler Vorschläge in diesem Buch einem Kind auf jeden Fall strikt verbieten. Noch weit besser ist es aus meiner Sicht allerdings, sie gar nicht erst auf solche Ideen zu bringen.
Beim Spiel „pfeifen und gleichzeitig Plätzchen essen“ wäre vor einigen Jahren in meinem Umfeld der betroffene Junge beinahe erstickt. Ich finde diesen Vorschlag daher weder witzig, noch würde ich irgendeinem Kind eine Nachahmung empfehlen.
FAZIT: Grundsätzlich betrachte ich dieses Buch als eine abwechslungsreiche und kreative Anleitung für Kinder, um sich die Wartezeit im Advent zu verkürzen. Besonders die weihnachtlichen Geschichten und Gedanken, aber auch die Texte in Reimform sowie die kindgerechten Witze mit dem Thema Weihnachten empfand ich als Bereicherung. Aus genannten Gründen steht es für mich jedoch vollkommen außer Frage, „Voll Weinachten für Kinder“ zu verschenken oder Kindern auch nur zu empfehlen. Die Gefahr, dass Inhalte daraus irgendwann einmal auch ohne Aufsicht eines Erwachsenen umgesetzt werden und die Kinder dabei sich selbst oder andere verletzen, ist aus meiner Sicht einfach viel zu groß.
Rezensionen von LEXI:
Auf den Spuren meiner Großmutter. Die unvollkommene Wirklichkeit ist viel mehr wert als ein perfekter Traum.
Die Sommer meines Lebens von Valpy Fiona
„In jenem Sommer verliebte ich mich in das Leben selbst, in die Möglichkeiten und die Hoffnung, die das Leben in sich birgt. Auf einmal ahnte ich, was das Leben sein könnte.“
Kendra ist Lehrerin und Mutter eines autistischen Sohnes, zwischen ihrem arbeitssuchenden Mann Dan und ihr scheint sich eine Ehekrise anzubahnen.
Bei einem Besuch im Pflegeheim richtet ihre Großmutter Ella eine große Bitte an ihre Enkelin: sie ersucht Kendra, anhand von Tonbandaufnahmen, alten Briefen und Fotos ihre Lebenserinnerungen aufzuschreiben. Kendra stimmt zu, und taucht auf den Spuren ihrer Großmutter ganz tief in die Vergangenheit ein, in der die jungen Schottin Eleanor „Ella“ Lennox im Jahre 1937 die lange Reise von Edinburgh nach Frankreich antritt. Auf der Ile de Ré erlebt sie atemlos vor Glück einen magischen Sommer erlebt. Ella schließt innige Freundschaften und begegnet ihrer ersten großen Liebe Christophe Martet. Doch die Konflikte in Europa führen zu einer wachsenden Beunruhigung im Land. Ella gibt Christophes Drängen nach und kehrt nach dem Ausbruch des Weltkrieges zu ihrer eigenen Sicherheit zurück in ihre Heimat Schottland. Die beiden Liebenden träumen trotz aller Widrigkeiten von einer glücklichen gemeinsamen Zukunft, doch das Leben hat andere Pläne ...
Fiona Valpy erzählt im vorliegenden Roman die bittersüße Geschichte einer großen Liebe vor dem dramatischen Hintergrund des Weltkrieges. Gekonnt verwob sie historische Fakten mit einer zutiefst emotionalen Geschichte über Freundschaft, Liebe und Abenteuer. Ihre Handlung findet in zwei Zeitebenen statt. Während Kendra in Edinburgh im Jahre 2014 die letzte Bitte ihrer Großmutter erfüllt, taucht sie anhand des ihr zur Verfügung gestellten Materials tief in die Vergangenheit ein und kehrt an Ellas Seite gedanklich mit ihr zurück nach Frankreich, wo im Jahre 1938 Ella und Christophe zum ersten Mal aufeinandertrafen.
Die Autorin setzt den in kursiver Schrift abgedruckten Briefwechsel zwischen den Geschwistern Martet und Ella Lennox als stilistisches Mittel ein, um ihre ohnehin bereits wundervoll charakterisierten Figuren noch lebendiger und tiefgründiger erscheinen zu lassen. Fiona Valpys Schreibstil hat mir ausgezeichnet gefallen, ihre Ausführungen besitzen unglaubliche Sogwirkung und bringen die Gefühlswelt ihrer handelnden Figuren exzellent zum Ausdruck. Die Idee, anhand der Erinnerungen von Vorfahren, sei es in mündlicher, oder schriftlicher Form, in deren Vergangenheit einzutauchen und sie auf diese Weise dem Leser nahezubringen, ist nicht neu. Fiona Valpys hervorragende und tief beeindruckende Umsetzung hat mir jedoch ein überwältigendes Lesehighlight verschafft, das mein heuriges Lesejahres mit einer richtigen kleinen Kostbarkeit beschließt.
Ich gehe bewusst nicht detaillierter auf den Inhalt dieses wundervollen Buches ein, um etwaige Spoiler zu vermeiden und den Lesegenuss interessierter Leser nicht zu schmälern. Ich möchte jedoch anmerken, dass es sich hierbei um eine zutiefst berührende, wunderschöne, aber auch zu Tränen rührende Geschichte handelt, die mir ausgezeichnet gefallen hat. „Die Sommer meines Lebens“ punktet nicht nur durch einen tiefgründigen und atemberaubenden Inhalt, sondern weist darüber hinaus auch eine hochwertige Aufmachung, ein bemerkenswertes Cover mit einer originellen Cover-Innenseite, sowie eine äußerst lesefreundliche Schriftgröße auf.
Ich kann dieses Buch Lesern ans Herz legen, die sich gerne in eine gefühlvolle und bittersüße Liebesgeschichte mit dem Krieg als historischen Hintergrund vertiefen möchten.
„Vergiss nie, die Schönheit in deinem Leben zu suchen, selbst in den schweren Zeiten.“
„Du bist gekommen, um mich zu suchen. Ich war verloren, und du hast mich gefunden.“
Rezensionen von Vicky:
Die Sonne für den Löwenhof
Die Frauen vom Löwenhof – Solveigs Versprechen von Corina Bomann
'Solveigs Versprechen' ist der dritte Band der Schwedensaga 'Die Frauen vom Löwenhof' der Autorin Corina Bomann.
Das Cover ist wieder super gelungen, es gefällt mir von der Farbgebung her sehr gut und passt ausgezeichnet zu den anderen Teilen der Reihe.
Unter 'Das Buch' kann man sich bereits eine kurzen aber recht guten Vorgeschmack auf die Familiengeschichte rund um den Löwenhof und die Familie Lejongård holen.
Im Fokus steht dieses Mal Solveig, Mathildas Tochter und somit Agnetas Enkelin. Ich empfehle unbedingt vorher die anderen beiden Bände zu lesen um diesen hier besser verstehen zu können!
'Solveigs Versprechen' gliedert sich auf vier Teile, mit insgesamt achtunddreißig Kapitel, auf. Teil eins spielt im Jahr 1967, Teil zwei im Jahr 1968, Teil drei im Jahr 1969 und Teil vier im Jahr 1972. Der Prolog ist ein gelungener Einstieg, man kommt gut und schnell in die Geschichte rein. Man kann außerdem sehr gut erkennen wie sich die Figuren, spezielle die Hauptfigur Solveig, in dieser Zeitspanne weiterentwickeln. Ich fand es sehr schön alte Bekannte, unter anderen die Hauptfigur Agneta aus Teil eins und jene aus Teil 2, Mathilda, wieder treffen zu dürfen. Solveig, die in diesem Teil im Fokus steht, mag ich bereits nach nur wenigen Seiten – aber so erginge es mir ja bisher mit jeder Lejongård. Ganz besonders schön fand ich es auch wieder am Löwenhof zu sein – ich liebe ihn und seine Bewohner!
Fazit: Corina Bomann präsentiert uns hier eine absolut gelungene, mitunter auch sehr emotionale, Fortsetzung der Familiensaga. Ich hatte mich bereits sehr auf diesen Band gefreut und wurde nicht enttäuscht - er schließt die Löewenhof-Saga gut ab, auch wenn ich etwas Wehmut verspüren wenn ich daran denke dass ich nichts mehr über ihn und seine Bewohner lesen werde! Ich werde ihn definitiv nicht vergessen und hoffe trotz der Tatsache dass diese Reihe als Trilogie geplant war auf eine Fortsetzung! Es wäre schön weitere Generationen am Löwenhof begleiten zu dürfen!
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Sehr gelungener Südtirol-Krimi
Die Bildermacherin von Christiane Omasreiter; Kathrin Scheck
Amalia ist entsetzt, als sie kurz nach der Beerdigung ihrer geliebten Oma Zille erfährt, dass diese kaltblütig ermordet worden ist. Plötzlich wirkt der vermeintlich idyllische kleine Ort in Südtirol bedrohlich und mysteriös und Amalia weiß bald nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann. Als sie auf der Suche nach einem Motiv für den Mord auf Ungereimtheiten in Zilles Vergangenheit stößt, erkennt Amalia, dass ihre Oma viele Geheimnisse vor ihr gehabt hat.
Geheimnisse, die auch andere Dorfbewohner betreffen, welche nun gezwungen sind, Amalias Nachforschungen ein Ende zu setzen…und notfalls gewillt sind, zum Äußersten zu gehen.
Christiane Omasreiter und Kathrin Scheck ist ein sensationelles Debüt gelungen, das die Leser bis zur letzten Seite fesselt und gänzlich in die Handlung eintauchen lässt. Ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können und war begeistert, wie mühelos der Spannungsbogen bis zum Schluss gehalten wird!
Das Lokalkolorit, insbesondere im Hinblick auf den regionalen Dialekt, das Brauchtum sowie die detaillierten Landschaftsbeschreibungen, ist mehr als treffend widergegeben und ansprechend in die Handlung eingebaut worden. Viele umgangssprachliche Begriffe und Ortsnamen sind zudem im Glossar im Anhang vermerkt, was sich äußerst hilfreich auf das Leseverständnis auswirkt. Nicht nur die lokalen Eigenheiten, auch die historischen Rückblicke sowie die zwischenmenschlichen Beziehungen und Dialoge sprühen nur so vor Authentizität und Aussagekraft.
Ich hatte beim Lesen sofort den Eindruck, sowohl den Handlungsort Pfunders als auch die sympathische Hauptfigur Amalia schon lange zu kennen. Besonders lobenswert hervorzuheben ist die Intensität, mit der sich der gegenwärtigen Situation wie auch der Vergangenheit gleichermaßen gewidmet worden ist. Beide Zeitebenen ergänzen sich zu einem sinnvollen Ganzen und lassen keine Fragen offen. Ich habe viel Neues und Interessantes über die mir bis dato unbekannte Vergangenheit Südtirols erfahren und man merkt, dass diesem Buch eine gründliche Recherche vorangegangen ist.
Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen des Genres ist der Schreibstil in diesem Werk nicht übertrieben unterkühlt und nüchtern, sondern besticht durch eine optimale Kombination von Emotionen, Fakten und fiktiven Spannungselementen. Die Handlung wird unaufhaltsam, aber nie zu schnell oder zu langatmig vorangetrieben; als Leser fiebert man mit Amalia mit und ist verblüfft über jede unerwartete Neuigkeit, jedes gelüftete Geheimnis und all die düsteren Abgründe, die selbst in den scheinbar freundlichsten Menschen zu schlummern scheinen.
In der einnehmenden Covergestaltung finden sich sowohl Hinweise auf das spannungsgeladene Genre Krimi/Thriller im Allgemeinen (verstärkt durch die teilweise düsteren Farben des Layouts) als auch auf die trügerische Idylle des Handlungsortes im Speziellen (erkennbar an der abgebildeten ländlichen Abgeschiedenheit). Auch die kräftigen Farben, speziell der Hell-Dunkel-Kontrast, und der erhabene Reliefdruck des Buchtitels in Glanzschrift lassen das Buchcover verdientermaßen hochwertig wirken.
Fazit: Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Fans von Kriminalromanen!
Rezensionen von Gluecksklee:
Wieder einmal ein sehr gelungener Kriminalroman
Die Bildermacherin von Christiane Omasreiter; Kathrin Scheck
Mit „Die Essenz des Bösen“ hat der britische Autor Tony Parsons nunmehr den 5. Band der Krimi-Reihe rund um seinen Ermittler Max Wolfe vorgelegt. Da ich ein begeisterter Fan der ersten vier Bände bin, war ich sehr neugierig und gespannt auf diesen neuen Teil der Reihe. Denn Tony Parsons greift in seinen Kriminalromanen immer wieder aktuelle Themen aus Gesellschaft und Politik auf.
Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass sich dieser Band mit Terrorismus beschäftigt. Tony Parsons beleuchtet dabei innerhalb der Handlung viele Aspekte – z.B. die Frage, wie unschuldig oder unwissend die Familie von Tätern tatsächlich sein kann.
Neben diesem aktuellen Thema ist es aber vor allem die Person Max Wolfe, die mich fasziniert. Bereits über die ersten vier Bände hinweg hat man als Leser schon so einiges über das Privatleben des Ermittlers erfahren. Er ist alleinerziehender Vater und kümmert sich wirklich rührend um seine kleine Tochter Scout. Max ist zwar nicht immer einfach, aber er steht zu seinen Überzeugungen und wirkt dadurch als Charakter für mich sowohl glaubhaft als auch interessant.
Der Krimi bietet sowohl Spannung als auch was fürs Herz, auch wenn damit meistens eher Momente von Herzschmerz gemeint sind.
Für mich ist „Die Essenz des Bösen“ wieder einmal absolut gelungen und erhält daher auch volle fünf Sterne von mir.
Rezensionen von rewareni:
Der Horror kommt
Die Bildermacherin von Christiane Omasreiter; Kathrin Scheck
Der erste Band der Zwielicht Reihe beschert dem Leser 15 Geschichten aus dem Bereich des Horrors, des Übersinnlichen und diverse Artikel über für mich unbekannte Autoren und ihre Werke.
Wie immer gibt es verschiedene Geschichten die sich mit sanften Horror oder sogar mit blutiger Brutalität beschäftigen.
So findet man bei N.T. Neumann ,, Das unterste Fundbüro´´ sogar eine Geschichte, die ein sanftes Schmunzeln ins Gesicht zaubert.
Torsten Scheib lässt in seiner ,, Götterdämmerung´´ ein gewaltiges Bild mit einer Weltuntergangsstimmung herauf beschwören.
Hingegen sollte man die Geschichte von Peter Nathschläger ,, Die Wölfe von Nebraska´´ nur dann lesen, wenn einem eine brutale und blutrünstige Beschreibung der Handlung nichts ausmacht.
Es waren gute und weniger gute Geschichten dabei, wo ich mir manchmal nicht sicher war, ob ich die Handlung und die Absicht des Autors wirklich verstanden habe und sich leider manche in die Länge gezogen haben. Wie immer kann sich jeder seine Lieblingsgeschichte aus einer großen Auswahl heraussuchen.
Rezensionen von Bibliomarie:
Der Geschmack von Marzipan
Das Café der kleinen Kostbarkeiten von Jan Steinbach
5 Jahre ist es her, dass Luise ihren Mann verlor. Ein Schlaganfall traf ihn und sie musste hilflos zusehen, wie die ärztliche Hilfe zu spät kam. In ihrer Trauer wurde sie von ihrem Sohn und seiner Familie aufgefangen, aber die anfängliche Fürsorge hat sich inzwischen zu einem subtilen Verlust über ihr eigenes Leben entwickelt.
Einen Wunsch trägt sie schon lange mit sich: Luise und ihr Mann wollten einmal die Weihnachtstage in Lübeck verbringen, wo sie zusammen einmal einen wunderschönen Tag verbrachten. Diesen Wunsch durchzusetzen erweist sich als schwierig, ihr Sohn und ihre Schwiegertochter wollen sie nicht allein reisen lassen.
Aber Luise setzt sich mit einigen Ausflüchten durch und so steht sie nun im winterlichen Lübeck und sucht die Orte auf, die sie zusammen mit ihrem Mann schon einmal erlebt hat. Ihr Weg führt sie auch in das hübsche kleine Café des passionierten Bäckers Ludwig Johannsen. Backen ist auch für Luise eine Leidenschaft und sie findet eine verwandte Seele. Sie lebt auf und es scheint, dass die Weihnachtszeit ihren Zauber auch Luise und Ludwig nicht verfehlt.
Aber die Realität in Form von Sohn Jochen holt sie ein. Er will seine Mutter zurückholen, vor unüberlegten Entscheidungen schützen und ein neues Glück für sie scheint ihm ein Verrat an der Familie zu sein.
Natürlich darf es in dieser zauberhaften kleinen Geschichte ein Happy End geben. Es ist schließlich Weihnachten, da sind die Herzen offen für kleine Wunder. Es liegt sicher auch daran, dass ich diese Geschichte am Weihnachtstag gelesen habe und sie hat meine Stimmung getroffen. Es ist herzerwärmend erzählt, ein klein wenig sentimental, aber mit liebevoller Zeichnung der Figuren. Man wünscht Luise und Ludwig dieses Glück, vereint mit ihrer Leidenschaft für’s Backen und dem kleinen, romantischen Café in Lübecks Altstadt. Der Geschmack von Marzipan lag mir beim Lesen auf der Zunge.
Im Anhang gibt es sogar Luises und Ludwigs Rezepte für Weihnachtsgebäck, die zum Ausprobieren verführen.
Rezensionen von zenzi:
Weihnachten das ganze Jahr
Das Weihnachtsglas von Jason F. Wright
Ein schönes sanftes, friedliches Buch über eine besondere Aktion: Ein Glas voll mit Münzen, die sich das ganze Jahr angesammelt haben, an irgendjemand Bedürftigen weiter zu schenken.
Das richtige Buch für die Weihnachtstage. Aber eigentlich sollte man das ganze Jahr Geld für das Glas sammeln und so immer wieder an Weihnachten und das Wunder denken.
Sehr einfühlsam geschrieben, gut zu lesen, eine Idylle im ganzen Buch, auch bei der Familie von den Maxwells, wo Hope sofort aufgenommen wird und dort das ganze Wunder um das besondere Glas erfährt.
Der Schluss mit dem Weihnachtsglas, verzweifelte Frau und Hope war schon etwas kitschig. Aber Ende gut alles Gut - ist aber gerade für eine friedliche Weihnachtsstimmung passend.
Rezensionen von Petra Sch.:
Nette Unterhaltung, hatte mir aber mehr erwartet
Sowas kann auch nur mir passieren von Mhairi McFarlane
Kurz zum Inhalt:
Georgina Horspool hat anscheinend nur Pech im Leben: zuerst wird sie von ihrem Job als Kellnerin gefeuert und danach erwischt sie auch noch ihren Freund in flagranti mit seiner Assistentin.
Doch Georgina macht das Beste draus: sie beendet die Beziehung und macht sich auf die Suche nach einem neuen Job.
Den sie auch findet, in einer neu eröffneten Bar. Alles könnte so schön sein, wäre einer ihrer beiden Bosse nicht jener Lucas McCarthy, mit dem sie in der Schule zusammen war und ihrer beiden Beziehung beim Abschlussball so fatal geendet hat...
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen; doch ich war leider irgendwie enttäuscht vom Buch. Ich bin mit der Protagonistin einfach nicht warm geworden und sie ging mir manchmal nur furchtbar auf die Nerven. Ich konnte ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen und hätte sie am liebsten geschüttelt und ihr zugerufen: "So sag doch was Mädchen! Wehr dich und erzähle, wie es wirklich war!!" Denn Georgina hat einfach ganz oft - nichts gesagt. Und so nahmen die Dinge ihren Lauf... Erst gegen Schluss macht sie eine Entwicklung durch und zeigt Stärke. Trotzdem bin ich mit ihr nicht so richtig warm geworden.
Auch hat mich etwas gestört, dass lange nicht aufgeklärt wurde, was damals zwischen Georgina und Lucas passiert war, es gab immer nur kurze Andeutungen - das kam erst relativ spät. Das Happy End ist natürlich schön.
Das Buch ist nette Unterhaltung für Zwischendurch, aber mir kam der Witz und der Humor auch irgendwie zu kurz...
Das Cover ist ansprechend, passt zum Inhalt und ist auch gleich als Buch der Autorin zu erkennen.
Fazit:
Nette Unterhaltung für Zwischendurch; leider nicht ganz, was ich erwartet hatte.








