Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich nicht überzeugt
Graue Nächte von Indridason Arnaldur; Indriðason Arnaldur
Dieser Krimi von Arnaldur Indridason spielt während des Zweiten Weltkriegs in Island.
Mehrere Tote, die irgendwie zusammenhanglos in der Landschaft verstreut sind, halten die beiden Ermittler Thorson und Flovent auf Trab. Wobei Trab nicht der richtige Ausdruck ist, denn der Krimi ist retardiert, grau und zäh wie der dicke Nebel, der die Insel einhüllt.
Was haben der junge Mann, der in der Nähe einer amerikanischen Soldatenkneipe erstochen wurde und der an den Strand gespülte Mann miteinander zu tun? Haben sie ein gemeinsames Geheimnis? Was ist mit dem isländischen Medizinstudenten, der in Dänemark von den Nazis verhaftet wurde? Und was wusste der Mann, der von der Fähre „Esja“ fiel? Die Befragungen der Soldaten sowie der isländischen Bevölkerung gestaltet sich schwierig. Die Menschen sind unzugänglich, schroff und manchmal auch gewalttätig.
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist mein erster von war Arnaldur Indridason. Vermutlich wird es auch mein letzter sein, denn ich kann mit den meisten skandinavischen Schriftstellern nicht wirklich warm werden. Mir fehlt die Leichtigkeit der französischen oder italienischen Krimis, die auch durch eine gewisse Schlitzohrigkeit punkten. Oder deutsche und österreichische Krimis, die auch so ganz anders sind als jene aus dem Norden.
Wie schon Mankell oder Nesser macht mich auch dieser hier ein wenig depressiv.
Gut gefallen hat mir der historische Hintergrund. Der Leser erfährt einiges, vielleicht nicht so Bekanntes über das Leben in Island im Zweiten Weltkrieg. Das Zusammenleben mit fremden Soldaten, denen man aber kaum entkommt, weil sie sich teilweise nicht an das Fraternisierungsverbot halten, ist nicht immer friktionsfrei. Ja, das hätte Zeug für Dramatik und Spannung, die ich leider vermisse. Dass ich lange Zeit, gemeinsam mit den Ermittlern im Dunklen tappe, ist nicht so störend, wie der doch recht lange, zähe Beginn. Das Ende kommt dann recht schnell und ist für mich unbefriedigend.
Aufgefallen ist mir recht bald, dass die Geschichte in zwei Zeitebenen spielt, die als solche nicht leicht zu erkennen sind. Da wären Überschriften mit Zeitangaben ein wenig hilfreich gewesen.
Fazit:
Ein ziemlich düsterer Krimi, der zu Titel und Cover gut passt. Mich hat er nicht ganz überzeugt, daher kann ich nur drei Sterne vergeben.
Rezensionen von manu63:
Es werde Licht
Graue Nächte von Indridason Arnaldur; Indriðason Arnaldur
Pro und Contra Mein Licht in deiner Dunkelheit ist eine in sich abgeschlossene Geschichte der Autorin Sabine Schulter. In einer Welt ohne die Möglichkeit Elektrizität künstlich herzustellen ist die Menschheit angewiesen auf Pesonen mit besonderen Fähigkeiten, Pro und Contras die zusammen Strom zur Verfügung stellen können, um wieder Licht in die Welt zu bringen.
Kayden ist ein Contra und Summer eine Pro, doch beide wollen sich nicht aneinander, binden weil sie frei von den Reglementierungen der Regierung sein wollen. Doch beide haben nicht damit gerecht das sie sich magisch anziehen sobald sie sich einmal erblickt haben, denn Pro und Contra gehören zusammen und so bleibt ihnen nichts anderes übrig als sich ihrem Schicksal zu stellen und dabei zu versuchen ihre Freiheit zu behalten.
Der Autorin ist eine fesselnde Geschichte gelungen die oft in eher sanften Worten die Beziehung zwischen Summer und Kayden entstehen lässt. Dabei gibt es spannende und bewegende Momente wenn sich die Protagonisten ihrem Schicksal entgegen stellen. Unterstützt werden sie dabei von gut angelegten Nebencharakteren die teils liebevolle, teils nervige Eigenschaften aufweisen. Die Geschichte wird trotz ihrer einfühlsamen Dialoge an keiner Stelle langweilig, die Spannungsbögen sind gut gesetzt und halten die Geschichte im Fluss. Der Schreibstil lässt entspannt genießen und es gibt keine Bandwurm- oder Schachtelsätze bei denen man mehrere Anläufe braucht um den Sinn zu entnehmen.
Sicherlich hätte die Autorin gerade das Ende noch ein wenig ausbauen können und das wird bei Leserinnen bzw. Leser vielleicht Enttäuschung hervorrufen die in einer Geschichte alles bis ins Detail geklärt haben möchten. Ich dagegen fand das Ende zwar knapp aber passend und war auch nicht enttäuscht, das einige Stellen nicht so ausgebaut waren wie es bei einer mehrbändigen Reihe der Fall wäre.
Rezensionen von heinoko:
Herzzerreißend und hoffnungsfroh gleichermaßen
Die Liebesbriefe von Montmartre von Nicolas Barreau
Dieses Buch bricht dem Leser das Herz – und setzt es ganz neu wieder zusammen.
Julien Azoulay ist Autor von humorvollen Liebeskomödien. Doch als seine Frau Hélène im Alter von nur dreiunddreißig Jahren an Krebs stirbt, kann Julien nicht mehr schreiben. Sein Verleger zeigt lange Zeit Verständnis und wartet geduldig auf das neue Manuskript, aber Julien ist ein gebrochener Mann, der nichts als Schmerz empfindet.
Dennoch hatte er seiner Frau ein Versprechen gegeben. Er soll ihr nach ihrem Tod 33 Briefe schreiben, für jedes gelebte Lebensjahr einen. Nach einer Zeit der Erstarrung in Trauer beginnt Julien mit diesen Briefen. Er berichtet Hélène von seiner abgrundtiefen Verzweiflung, von seinem alltäglichen unglücklichen Leben, vom gemeinsamen Söhnchen Arthur, von der gemeinsamen Freundin Cathérine, von all dem, was ohne sie, ohne Hélène, sinnlos erscheint. Die Briefe legt er in ein geheimes Fach in Hélènes Grabstein auf den Friedhof am Montmartre. Eines Tages sind die Briefe verschwunden. Stattdessen findet Julien seltsame symbolhafte Antworten, ein Herz aus Stein zum Beispiel oder Kinokarten, ein Blumensträußchen… Julien klammert sich an den Glauben, dass ihm Hélène auf wundersame Weise aus dem Jenseits antwortet.
Es rankt sich ein Geheimnis um den Autor Nicolas Barreau. Es gibt keine Vita, kein Foto, nur Mutmaßungen, wer sich hinter diesem erfolgreichen Autorennamen verstecken könnte. Mir gefällt der Gedanke sehr, dass es sich um eine dem Verlag nahestehende Person handeln könnte, denn ich bin absolut sicher, dass nur eine Frau in dieser subtilen, feinsinnigen, ergreifenden, humorvollen, einfühlsamen Weise schreiben kann.
Die einzelnen Briefe, die Julien an seine verstorbene Frau schreibt, sind wie einzelne Schritte der Seele, zu Beginn im Dunkeln, in abgrundtiefer Traurigkeit, in der Vergangenheit verhaftet. Dann aber Schritt für Schritt beginnt sich der Weg zurück ins Leben abzuzeichnen. Diese Entwicklung ohne Kitsch, ohne Larmoyanz, aber bewegend-tröstlich zu gestalten, ist große Schreibekunst. Die vielen klugen Verweise in die Literatur und Musik verlocken zum Nachforschen, Nachlesen, Nachhören und dadurch Mitempfinden dessen, was uns Barreau an Gefühlen vermitteln will. Das Buch hat eine geradezu magische Wirkung in seiner Intensität, in dem es uns das Leben zeigt in seiner ganzen Fülle, traurig und komisch, ungerecht und erschreckend, und doch voller Wunder und unsagbar schön, um den Leser ein Stück weit mutiger, hoffnungsfroher und gestärkter zurückzulassen. Ich kann es nicht besser sagen: Dieses Buch bricht dem Leser das Herz und setzt es ganz neu zusammen.
Rezensionen von begine:
Besuch aus der Vergangenheit
Die Liebesbriefe von Montmartre von Nicolas Barreau
Der spanische Autor Jordi Sierra Fabra, ist für mich eine Neuentdeckung. Mit seinem Roman „Das zweite Leben des Senor Castro“ konnte er mich total fesseln. Der Roman wurde von Sabine Giersberg übersetzt.
Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf in Spanien um 1977. Franko ist inzwischen gestorben und langsam kommen die Freiheitskämpfer wieder.
1936 wurde Rogelio Castro zusammen mit seinem Vater, seinem Bruder und einigen Anderen aus dem Dorf erschossen und im Wald vergraben. Rogelio hatte Glück, er überlebte und verschwand. Seit 40 Jahren glauben alle, das er tot ist. Vor 20 Jahren hat er seiner Schwester geschrieben, das er lebt, sie soll aber schweigen. Jetzt meldet er seinen Besuch an. Das Dorf ist in Aufregung, einige haben Angst, das er sich rächen will. Einer von ihnen hat ihn 1936 verraten. Es liest sich gut, wie er mit seinen Freunden und Feinden abrechnet.
Der Roman beschäftigt sich mit der spanischen Geschichte. Jordi Sierra Fabra gelingt es einen interessanten spannenden Unterhaltungsroman zu schreiben. Ich würde gerne mehr von ihm lesen.
Rezensionen von yellowdog:
Melancholie und leise Komik
Für eine schlechte Überraschung gut von Paasilinna Arto
Kennzeichnend für den Stil des Romans ist der leichte Humor in schweren Zeiten, daher ist auch eine Melancholie zu spüren.
Das ist in Kriegszeiten nicht verwunderlich.
Schauplatz ist Finnland. Im Mittelpunkt stehen 2 Männer, die mit einem Flugzeug in den eisigen Weiten landeten.
Savolenko und Kunitsin sind unterschiedliche Typen, aber sie verstehen sich.
Die Dialoge sind verantworlich für die leise Komik.
So sehr viel passiert nicht von Bedeutung, ich kann das Buch daher nicht besonders hoch einschätzen.
Auffällig am Buch ist auch das schön gezeichnete Cover, das ich deswegen abschließend unbedingt noch erwähnen möchte.
Rezensionen von begine:
Top Krimi
Für eine schlechte Überraschung gut von Paasilinna Arto
Von Christine Drews habe ich einen Roman gelesen.
Der Krimi „Kälter als die Angst“ ist der 5. Teil mit dem Ermittlerteam Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. Für mich ist er der Erste, den ich gelesen habe. In diesem Krimi hat Katrin Ortrup aus dem 1. Teil „Schattenfreundin“ eine Gastrolle.
Sie zieht mit ihren Söhnen nach Münster. Dort bekommt sie Drohbriefe, ihre Nachbarn berichten ihr, das in ihrem Haus vor Jahren ein Mord an einer Frau begangen wurde. Der Mörder ist wieder frei.
Carla Delbrück wird nach der Alten Methode ermordet. Viel Arbeit für Charlotte und Käfer.
Christine Drews lässt ordentlich Spannung aufkommen. Immer wieder gibt es neue Verdächtige. Der Krimi ist gut aufgebaut und fesselt ungemein. Ich werde noch andere Krimis der Autorin lesen. Das Ermittlerteam ist sehr sympathisch.
Ein Top Krimi, den ich empfehlen kann.
Rezensionen von Streiflicht:
Ein gelungener Auftakt
Treibts zua! von Brandstätter Lisa; Wenger Clemens
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich selbst aus Bayern stamme und die Beschreibung so toll und spannend fand. Und was soll ich sagen? Ich bin einfach nur begeistert. Das Buch ist witzig und spannend zugleich und ich wollte zu gerne einfach weiterlesen. Für mich hat das Buch genau einen Fehler – es ist zu kurz! Sonst ist es einfach nur perfekt!
Die beiden Autoren haben nach eigener Aussage einmal aus Sicht des österreichischen Mayors und einmal aus Sicht von Lilly Engel geschrieben.
Man hat dennoch das Gefühl, das Buch und die Story sind aus einem Guss. Die beiden Autoren ergänzen sich also wunderbar und stimmig. Das Buch ist rund und witzig, spannend und temporeich, persönlich-emotional und sachlich, wenn es um die Arbeit der Ermittler geht. Für mich ein wunderbares Werk, das zu den Highlights in diesem Jahr 2018 gehört. Die Figuren sind detailreich und liebevoll gezeichnet und die Marotten sind hu-morvoll pointiert. Das Lesen dieses Romans macht einfach Spaß und sorgt für gute Unterhaltung mit einem Schmunzeln und gleichzeitig auch ein bisschen Gänsehaut, Schauer und Spannung wegen der vielen Toten, die den Weg der Ermittler pflastern, und weil auch der Täter immer wieder zu Wort kommt. Gleichzeitig entwickelt sich auch noch ein bisschen Kribbeln und Herzflattern, so-dass auch das Gefühl nicht zu kurz kommt. Zusammenfassend kann man sagen: Hier passt ein-fach alles!
Ich hoffe sehr, dass aus diesem Buch tatsächlich eine Reihe wird. Das Potenzial wäre auf jeden Fall da!
Rezensionen von Streiflicht:
Tragisch und unfassbar
Treibts zua! von Brandstätter Lisa; Wenger Clemens
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich das Thema Justiz allgemein interessiert und außerdem meine Schulfreundin Jura studiert hat. Dadurch war ich jahrelang immer wieder mit juris-tischen Themen und Fragestellungen konfrontiert. Ein Richter, der nun als Insider aus dem Alltag der Justiz berichtet – das fand ich spannend.
Umso mehr, weil der Titel ja dramatisch klingt und auch die Kurzbeschreibung – das hat mich dann noch neugieriger gemacht.
Und in der Tat ist die Sachlage wohl dramatisch. Leider wissen das die meisten Bürger nicht und gehen davon aus, dass der Staat es schon richten wird. Dass dies nicht so ist, belegt dieses Buch mit zahlreichen Praxisbeispielen leider ganz deutlich. Ich glaube nicht, dass der Richter übertreibt, denn er kann alle seine Beschreibungen belegen. Damit sind es nicht mehr nur Behauptungen, sondern Tatsachen. Teilweise hat es mich einfach nur erschreckt und mir auch Angst gemacht. Richtige Verbrecher kommen wieder aus der Untersuchungshaft frei, weil es zeitlich nicht machbar ist, rechtzeitig Anklage zu erheben. Ein kleiner Verkehrssünder dagegen muss zahlen, auch wenn nicht wirklich überprüfbar ist, ob das Messgerät tatsächlich richtig geeicht ist und gemessen hat. Ich glaube, hier gibt es an ganz vielen Ecken und Enden dringenden Handlungsbedarf!
Der Autor schreibt sehr detailreich und dicht, sodass man wirklich genau lesen muss. Gleichzeitig ist es durch die vielen Praxisbeispiele und guten Erklärungen aber leicht verständlich, auch wenn man nicht tief in der Materie steckt und keine große Ahnung von der Justiz hat. Das hat mir gut gefallen und mich beeindruckt. Danke, dass ich diese Einblicke erhalten durfte, die mich persönlich sehr bewegt und berührt haben!
Ich hoffe, dass ganz viele Menschen dieses Buch lesen und dass sich etwas bewegt!
Rezensionen von Streiflicht:
Gelungener Abschluss
Du bist mein Besitz von Drea Summer
Dieses Buch ist der dritte Teil der Gran-Canaria-Trilogie und bildet damit den Abschluss. Leider, denn eigentlich hätte ich gerne noch mehr von Carlos, Sarah und ihren Mitstreitern gelesen.
Da ich bereits die beiden Vorgängerbücher gelesen hatte, hatte ich überhaupt keine Probleme, in die Geschichte reinzukommen.
Ich bin mir allerdings auch sicher, dass man jedes der Bücher sehr gut auch einzeln lesen kann, da die Geschichten in sich abgeschlossen sind. In der richtigen Reihenfolge und fortlaufend ist es natürlich schöner, da man dann das Privatleben der Hauptfiguren noch besser nachvollziehen kann.
Der Fall ist auch dieses Mal wieder spannend und unterhaltsam, grausam und blutig – zarte Gemü-ter sind hier eher nicht gefragt. Wer es aber so mag, der wird voller Begeisterung lesen und mitfiebern. Erneut sind die Polizisten im Einsatz, um seltsame Fälle zu lösen, die miteinander zusammenhängen zu scheinen. Oder nicht? Gleichzeitig hakt es auch zwischen Sarah und Carlos und man darf auf des Rätsels Lösung gespannt sein.
In meinen Augen ein gelungener Abschluss, der trotzdem Lust auf mehr macht.
Rezensionen von zenzi:
Island im 2. Weltkrieg
Graue Nächte von Indridason Arnaldur; Indriðason Arnaldur
Ein neuer Roman von Arnaldur Indriadsion - ein neues Erlebnis - Island. Wiedereinmal gelingt es dem Autor sehr gut, die Eigenheiten von Island - historisch, geographisch, menschlich, gesellschafftlich herauszuarbeiten. So lernt man beim Lesen sehr viel über dieses schöne Land.
Der Plot ist interessant, wenn auch der Anfang etwas mühsam zu lesen ist, weil die beiden großen Handlungsstränge örtlich und vorallen zeitlich nicht zusammen passen.
Erst gegen Ende löst sich dieses Problem und beide Personengruppen finden zueinander, sodass nun die Ereignisse auch vom Leser besser eingeordnet werden können und die geheimen Vermutungen eigentlich bestätigt werden.
Der Erzählstil ist gut übersichtlich und wie immer bei diesem Autor spannend.Kurze Kapitel, die bei der höchsten Spannung abbrechen und dann beim zweiten Erzählstrang weiter führen, fördern das rasche Lesen.
Die Beschreibung der Gesellschaft auf dem besonderen Heimkehrerschiff und auch in Reykjavik zur Zeit der Kriegsnot, Besatzung, Militär, viele junge amerikanische Männer wirkt auf den Leser realistisch, düster, bedrohend.
Wieder ein lesenswerter Roman von einem isländischen Autor!






