Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sikal:
Plus zwei Grad von Helga Kromp-Kolb; Herbert Formayer
Ein wichtiges Thema für alle
Gerade weil sich auch Politiker zu so manch unüberlegter Aussage hinreißen lassen, viele Menschen denken, dass es nur für die anderen gilt und Österreich quasi eine „Insel der Seligen“ bildet, ist dieses Buch wichtig und sollte für alle zur Pflichtlektüre werden.
Der Klimawandel ist präsent, ja, es gibt ihn und er kann auch nicht wegdiskutiert werden.
Die Autoren Helga Kromp-Kolb sowie Herbert Formayer, beide Meteorologen und Klimaforscher, haben mit diesem Buch die wichtigsten Punkte strukturiert und für den Laien verständlich zusammengefasst. Ohne mit erhobenem Zeigefinger auf Verursacher zu zeigen, schildern sie Fakten, Auswirkungen, aber auch Lösungsansätze. Sie widerlegen so manchen Mythos, hinterfragen Ursachen, stellen Zusammenhänge her und zeigen immer wieder auf: Es betrifft uns alle!
Das Buch ist klar strukturiert, hat kurze Kapitel, die mit Studienergebnissen, Grafiken ergänzt werden und zusätzlich kann man noch „Mehr erfahren“ in hervorgehobenen Kästchen, die so manche Zusatzinformation parat haben. Nicht nur die Klimaveränderungen der letzten Jahrzehnte, das Kyotoprotokoll und das Pariser Abkommen werden ausführlich behandelt, auch Österreich als Musterland? sowie der Zusammenhang zwischen Hunger, Migration und dem Klimawandel wird hergestellt. Was jeder einzelne tun kann, um entgegenzusteuern wird ebenso thematisiert wie die Verpflichtung, unseren Enkeln gegenüber – auch sie sollen noch auf einem lebenswerten Planeten leben können. Doch es werden auch sehr viele positive Beispiele genannt und besondere Aktivitäten hervorgehoben.
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, auch den eigenen Lebensstil zu überdenken. Ich für meinen Teil konnte mich bei den Lösungsvorschlägen einige Male wiederfinden – wir versuchen regionale Produkte zu kaufen, zum Großteil in Bioqualität, weniger Fleisch zu essen, fahren mit einem Elektroauto und haben eine Photovoltaik-Anlage … doch es gibt immer was zu tun und darum halte ich mich an das letzte Kapitel des Buches, welches treffend verlautet: „Meine Enkerl sollen stolz auf mich sein!“
Das Buch empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 5 wichtige Sterne.
Rezensionen von heinoko:
Sensibel und brutal gleichermaßen
Stella von Würger Takis
Als ich Takis Würger bei einer Lesung seines ersten Buches Der Club beobachten konnte, erschien er mir seltsam zwiegespalten. Einerseits unerfahren, unsicher, fast ein wenig linkisch, auf der anderen Seite auf eine vornehm-sichere und privilegierte Weise von sich überzeugt. Und ebenso zwiegespalten erscheint mir das vorliegende Buch: sowohl leise-vorsichtig, scheu, als auch von einer inhaltlichen und sprachlichen Wucht, wie sie kaum zu ertragen ist.
Der Klappentext lässt uns nur Fakten wissen: „Es ist 1942. Friedrich, ein stiller junger Mann, kommt vom Genfer See nach Berlin. In einer Kunstschule trifft er Kristin. Sie nimmt Friedrich mit in die geheimen Jazzclubs. Sie trinkt Kognak mit ihm und gibt ihm seinen ersten Kuss. Bei ihr kann er sich einbilden, der Krieg sei weit weg. Eines Morgens klopft Kristin an seine Tür, verletzt, mit Striemen im Gesicht: "Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt." Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt.“ Was im Klappentext jedoch fehlt, ist für mich ein entscheidender Teil der Geschichte. Denn Friedrich war nicht immer so still gewesen. Seine Vorgeschichte, wie und warum es zu seiner entstellenden Gesichtsverletzung kam, wie er dadurch die Liebe seiner Mutter und noch viel mehr verlor, das ist aus meiner Sicht die Grundlage des Buches, denn es steht Friedrich im Mittelpunkt, nicht Stella. Es wird mit den Augen Friedrichs das Geschehen, sowohl das politische als auch das individuelle, beobachtet, und für den Leser wird nachvollziehbar, weshalb Friedrich eher passiv und leidend geschehen lässt, was geschieht. Seine bedürftige, obsessive Liebe zu Stella verschließt ihm die Augen vor den Wahrheiten um ihn herum.
Die Erzählweise ist besonders. Schlichte Wörter, schlichte Sätze, und dabei eine so dichte Atmosphäre schaffend und so treffgenau, wie es manch einem Autor mit vielen Wörtern und langen Sätzen nicht gelingt. „Berlin ist ein Ort, an dem sogar Friseure sagen, was sie denken.“ An anderen Stellen knallen dem Leser die kurzen Sätze nur so um die Ohren, dass man sich ducken möchte vor den Bildern, die angeschossen kommen. Ein Buch, sensibel und brutal gleichermaßen, Fakten und Fiktion genial vermischend. Ein großes Buch.
Rezensionen von kkarin:
Mann oh Mann: was für eine geniale Sammlung inspirierender Frauen-Portraits!
Good Night Stories for Rebel Girls.Bd.2 von Elena Favilli; Francesca Cavallo
Ich hatte zwar schon zuvor Lobeshymnen auf „Good Night Stories for Rebel Girls 1“ gehört und gelesen, kam aber erst mit Band 2 in den Genuss, jeweils auf der linken Buchseite die Erfolgsgeschichte einer Frau zu lesen, welche die gängigen gesellschaftlichen Konventionen ihrer jeweiligen Zeit gesprengt, an sich und ihr Vorhaben geglaubt und es konsequent verfolgt hat.
Äußerst erfrischend dabei ist der Mix an Frauen aus unterschiedlichsten Epochen, geographischen und gesellschaftlichen Schichten, beruflichen Betätigungsfeldern - von (Friedens-)Aktivistinnen, Menschenrechtlerinnen und Wissenschaftlerinnen bis hin zu Künstlerinnen, Sportlerinnen oder gar einer Skateboarderin bzw. einer Pfadfinderin - und unterschiedlichem heutigen Bekanntheitsgrad.
Jede (!) der Frauen bzw. Stories überzeugt für sich und wird optisch durch eine jeweils auf der rechten Buchseite befindliche äußerst ansprechende und/oder eindrückliche Illustration – von 50 auf der gesamten Welt wohnhaften/tätigen Illustratorinnen – gewürdigt.
Neben dem Mut, Kraft und der Hartnäckigkeit der Frauen sind es auch die Vielzahl an starken Vätern, Ehemännern oder Wegbegleitern, die in den Geschichten vorkommen, die aufzeigen, dass Gleichberechtigung und die Unterstützung weiblichen Empowerments für alle – unabhängig vom Geschlecht – einen unbezahlbaren (regionalen/weltweiten gesellschaftlichen) Mehrwert schafft.
Ein RIESEN Dankeschön an die Protagonistinnen für ihre Vorreiterinnen-Funktion, an Francesca Cavallo, Elena Favilli und die gesamte Timbuktu-Family für diese Buch-Reihe, die hoffentlich noch viele Fortsetzungen finden wird, sowie an alle Rebellinnen und Rebellen, die mittels Crowdfunding die Realisierung ermöglichten/beschleunigten.
Meinerseits gibt es eine klare Leseempfehlung für jedermann/-frau jeden Alters, sich mit einer Dosis „Rebel-Girls-Power“ zu stärken!
Rezensionen von BarbaraM:
Ein wunderbares Weihnachts-Leseabenteuer!
Good Night Stories for Rebel Girls.Bd.2 von Elena Favilli; Francesca Cavallo
Weihnachten steht vor der Tür und Familie Bollermann, die aus Papa-Chef und Mami und den fünf Kindern Leni, Leo, Lukas, Lischen und Mopse besteht, bereit sich darauf vor. So wird ein toller Klopapierrollenadventskalender gebastelt, es wird gebacken, gesungen und allerhand, mehr, um sich auf auf den Heiligen Abend vorbereitet.
Der Weihnachtsabend wird dann ganz stimmungsvoll mit einem Krippenspiel und im engen Familienkreis gefeiert. Bis zum fröhlichen Silvesterabend geht es dann auch noch nach draußen in den Schnee und natürlich mit den Schlittschuhen aufs Eis. Es ist einfach wunderbar, mit der Familie Bollermann durch die Adventszeit und noch etwas darüber hinaus zu gehen.
Hier ist einfach immer etwas los und als Leser ist man mittendrin!
Mit ihrem Band „Familie Bollermann feiert Weihnachten“ ist Lena Maria Wandzioch ein wunderbares stimmungsvolles und lesenswertes Abenteuer gelungen, das 2018 erschienen ist und knappe 90 Seiten umfasst.
Das Buch ist fünf Geschichten gegliedert und in einfach gehaltener Sprache zu lesen. Also absolut für Kinder geeignet.
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein.
Wir haben die einzelnen Charaktere sofort ins Herz geschlossen und freuen uns schon sehr auf einen nächsten Band.
Passend zur Geschichte sind immer wieder wunderschöne, detailreiche und auch lustige bunte Zeichnungen ebenfalls von Lena Maria Wandzioch zu finden.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Kaufempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 6-7 Jahren, die ein herzliches und lustiges Weihnachtabenteuer mit der Familie Bollermann erleben wollen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.
Lesespaß ist hier 100%ig garantiert.
Rezensionen von liesmal:
Die zwei Seiten einer Katastrophe
Kascha und der große Schnee von Anne C. Voorhoeve
Die zwölfjährige Kascha gehört zu einer Sinti-Familie, die in einem kleinen einsamen Dorf an der Küste lebt. Von den anderen Dorfbewohnern werden sie abgelehnt und auch in der Schule will niemand etwas mit ihnen zu tun haben. Doch das ist nicht Kaschas einziges Problem: Ihre große Schwester will heimlich von zu Hause fort und ihr geliebter Puro, der Großvater, ist sehr krank.
Mit der Schneekatastrophe, die im Winter 1978 über Norddeutschland hereinbricht, kommt Veränderung ins Leben der Dorfbewohner. In Notsituationen hält man zusammen!
Obwohl sie von sämtlichen Nachbarn bisher gemieden wurden, waren Kascha und ihre Familie diejenigen, die sofort bereit waren Nachbarschaftshilfe zu leisten. Hier gefällt mir besonders, wie sie die Kühe gemolken haben; und ebenfalls die „Rettung“ von Hugenmüller. Auch Kaschas Mutter hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Es war sicher für die Nachbarn nicht einfach, die Hilfe der Menschen anzunehmen, denen sie so feindlich gegenübergestanden haben.
Kascha ist ein sehr liebenswertes Mädchen, auch wenn sie manchmal gemein sein kann oder zumindest ziemlich direkt. Herrlich, wenn auch nicht immer lustig, ist das Verhältnis zwischen Kascha und ihrer Cousine Bettina – eine Bereicherung für die Geschichte.
Das Buch erzählt viel aus dem Leben und den Traditionen der Sinti. Schon allein deswegen ist es für mich ein richtiger Schatz. Ein eindrucksvoller Schreibstil, in dem das Herz der Autorin mitschwingt, bietet ganz viele Gelegenheiten zum Nachdenken, es gibt Trauriges, aber auch Fröhliches.
Qualle und seine Geschichte haben mich sehr berührt und ich mag es, dass Krankheit, Tod und Trauer auch ihren Raum bekommen haben.
Dieses Buch, das ich gern einfach noch weitergelesen hätte, hat mich besonders bewegt. Ich empfehle es unbedingt und wünsche mir, dass ganz viele Menschen diesen Schatz für sich entdecken.
Rezensionen von Vicky:
Eine Hand wäscht die andere
Love & Danger - Verführerische Lügen von Lauren Black
'Love & Danger - Verführersiche Lügen' ist ein Liebesroman der Autorin Lauren Black und der erste Teil der Mafia-Reihe.
Ich finde das Buch hat ein tolles Cover, durch das schwarz weiße Bild mit der weiß blauen Schrift ist es sehr ansprechend gestaltet.
Unter 'Zu diesem Buch' kann man sich bereits einen ersten Eindruck über die Figuren Angelina Connelly, Marco Alighieri und Jake Paxton holen.
Der Roman umfasst neunzehn Kapitel und spielt in Chicago.
Der Einstieg war für mich eher holprig und etwas schwierig, ich wurde mit dem Schreibstil der Autorin anfangs ehrlich gesagt nicht ganz warm. Bis der gewisse Funke übergesprungen ist hat es so seine Zeit gedauert... Ab Kapitel drei oder eher vier wurde es dann allerdings besser, bis ich dann sogar regelrecht süchtig nach der Geschichte wurde. Die Erinnerungen an Carly fand ich sehr spannend! Wegen den Anfangsschwierigkeiten ziehe ich allerdings einen Stern ab.
Bei den Hauptfiguren war ich mir lange nicht sicher ob ich sie mögen soll oder nicht... Jeder hatten so seine jeweiligen 'FÜR'- aber auf 'DAGEGEN'-Moment, und somit definitiv schwierig... Angelina mochte ich von Anfang an, man leidet mit ihr mit, und versteht auch sehr gut ihren Zwiespalt. Letztlich finde ich alles sehr schlüssig und gut nachvollziehbar.
Einziges Manko ist in meinen Augen das Ende, mir war nicht klar dass es sich hierbei um den ersten Teil einer Reihe handelt... Natürlich bin ich jetzt gespannt wie es weitergeht aber gleichzeitig auch enttäuscht. Nun warte ich gespannt auf den nächsten Teil der Reihe: Love & Danger – Verbotene Wahrheit
Rezensionen von Gaby 2707:
So sollte Kirche sein
Himmel, Herrgott, Sakrament von Rainer Maria Schießler
Rainer Maria Schießler, den ich als kellnernden Pfarrer von der Wies´n und aus einigen Besuchen in St. Maximilian im Glockenbachviertel und Heilig Geist direkt am Viktualienmarkt kenne, hat unter Mitarbeit von Stefan Linde seine Gedanken zu Papier gebracht. Sollte man dieses Buch lesen? Von mir ein eindeutiges JA!
In seiner für einen ‚Priester unnachahmlichen offenen Art erzählt Schießler aus seiner Kindheit, wie er mit 19 dazu kam, zölibat leben und Pfarrer werden zu wollen.
Er spricht über seine zeitweilige Einsamkeit; Menschen, die am Sonntag lieber brunchen, als zu ihm in die Messe zu kommen; Menschen, die am liebsten das Glockengeläut abschaffen würden; Taxifahren als rollender Beichtstuhl und seiner Liebe zu seinem Motorrad. Er lässt mich in sein Innerstes blicken, breitet seine Höhen und Tiefen vor mir aus und ich erkenne das Einzige, was er wirklich zu wollen scheint – die Liebe an alle Mitmenschen weiter zugeben. Alles in allem meine ich ihn durch seine Selbstbeschreibungen gut kennenzulernen.
Mit seinen Predigten trifft Rainer M. Schießler punktgenau in die Herzen der Menschen. Er spricht konkret an, was andere Kirchenmänner nur sanft umschreiben. Er ist mittendrin in unserer Gesellschaft und schafft es, entgegen vieler anderer Kirchengemeinden, seine Schäfchenherde weiter zu vergrößern. So, wie ich es hier lese, sollte Kirche gelebt werden.
Schießler schreibt so interessant, so spannend, dass ich Mühe hatte, das Buch auch mal aus der Hand zu legen. Er reiht nicht nur die Stationen seines bisherigen Weges aneinander, sondern füllt die Seiten mit kirchlichem Leben. Die Lektüre macht nicht nur nachdenklich, sondern sie hat auch Momente, bei denen ich schmunzeln musste. Schießler ist keiner dieser alten verknöcherten Pfarrer, die ihre Predigt am Snntag hinter sich bringen wolen und gut is. Nein, er füllt das Leben seiner Gemeindemitglieder mit Leben in vielerlei Situationen, nicht nur auf die Kirche bezogen.
Ein tolles Buch, das zeigt, das Kirche auch heutzutage lebendig sein kann und ist. Gäbe es mehr solch offene Menschen im Priesteramt, hätte die katholische Kirche bestimmt einige Sorgen und Austritte weniger.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Zu abgedreht in der zweiten Buchhälfte
Himmel, Herrgott, Sakrament von Rainer Maria Schießler
„Bad Boy by Banana. Zwischen uns die Zeit“ ist der Auftakt einer Reihe um den Steuerberater Tom Sandmann. Das Buch ist im Selbstverlag als E-Book von Alva Furisto erschienen.
Worum geht es?
Tom Sandmann ist in seinen späten 40ern und irgendwo zwischen Burnout und Midlifecrisis gefangen, als ihn sein Geschäftspartner Richard auf einen „Back to the roots“ Erholungsurlaub nach Finnland in eine einsame Hütte schickt – für vier Wochen.
Unerwartet ist Tom jedoch nicht allein, sondern teilt sich mit der jungen und äußerst attraktiven Nancy, genannt „die Bärin“ die Hütte.
Meine Meinung
Den Beginn des Buches, der auch im Klappentext zu finden ist, fand ich extrem witzig geschrieben. Die Leseprobe hatte mich überzeugt: ich wollte beim Buch unbedingt weiterlesen. Die Sprache des Buches ist unkonventionell und ungewohnt, hier finden sich sehr viele Kraftausdrücke. Wer sich daran stört, sollte lieber nicht zu dem Buch greifen. Für mich hat das jedoch gut zum Protagonisten gepasst.
In der ersten Hälfte des Buches lernt man viele tolle Leute kennen, von denen jeder einen Spitznamen von Tom erhält. Seine Verflossenen und aktuellen „Betthäschen“ bekommen alle Vogelnamen, in Finnland hat er „die Bärin“ kennengelernt und zusammen arbeitet er mit der eloquenten und hochprofessionellen Sophia Gomez, der „Senora“.
Ich konnte mir, trotz geringer Beschreibung, die Personen und Orte gut vorstellen und musste mein Bild nicht korrigieren.
Zu abgedreht wurde es mir dann in der zweiten Hälfte. Das plötzliche Auftauchen der Exfreundin, das Thema Pflege, das hier sehr lieblos abgehandelt wird, sehr unprofessionelle psychologische Betreuung, zu viel esoterisch/mystische Handlungselemente und Personen, die mit der Handlung dann gar nichts mehr zu tun haben und trotzdem eingeführt werden – bei 300 Seien Text.
Mühsam zum Lesen fand ich auch die Schriftart – Schreibmaschinenschrift lässt sich auf meinem Tablet nicht gut darstellen, so dass ich entweder sehr oft umblättern musste oder Mühe beim Lesen hatte, weil der Weißanteil der Schrift sehr groß ist.
Fazit: Weniger ist oft mehr. Mir wäre es lieber gewesen, die Handlungen aus der ersten Buchhälfte wären ordentlich und ohne die ganzen Übertreibungen, die danach kamen, zusammengeführt worden. Was soll da in Folgebänden noch über den Protagonisten kommen?
Rezensionen von begine:
Esstraining
No time to eat von Rainer Maria Schießler
Die Ernährungstrainerin Sarah Tschernigow brimgt uns mit ihrem Buch „No time to eat“ gesunde Ernährung ohne viel Aufwand nahe. Sie betreibt den Podcast No time to eat.
In ihrem Buch gibt sie Tips für stressgeplagte und Vielbeschäftigte. Ihre eigenen Erfahrungen werden gut eingebunden.
Es gibt keine Diäten und Zwänge.
Nur clean sollen die Nahrungsmittel sein.
Ich war anfangs skeptisch, aber je länger ich las, desto mehr sprach mich diese Methode an. Allerdings esse und koche ich gerne gut und schmackhaft.
Teilweise habe ich diese Ernährungsweise für Unterwegs schon angewendet. Jetzt gibt es noch einfachee Tips. Nur ob ich das für immer aushalte, weiß ich nicht.
Allerdings sagt die Autorin das sie auch mal schwach wird.
Durch die Erzählweise um ihre eigene Ernährung, gibt Laune, es doch nach zu machen.
Eigentlich nichts Neues, aber es muss mal wieder an die echte gesunde Nahrung erinnert werden.
Rezensionen von PFIFF:
Sind gehäufte Todesfälle wirklich auf Spinnenbisse zurückzuführen?
Der Zorn der Einsiedlerin von Vargas Fred
Kommissar Adamsberg stößt zufällig auf den Bericht von 2 Todesfällen von alten Herrn des gleichen Alters durch den Spinnenbiss der Einsiedlerspinne. Es ist merkwürdig und ungewöhnlich, aber kein Grund, mehr dahinter zu vermuten.
Trotzdem erkundigt sich der Kommissar bei einem Arachnologen und trifft zufällig eine alte Dame, die sehr viel über diese Spinnen weiß.
Er freundet sich mit ihr an, besucht sie und fängt inoffizielle Ermittlungen an, an denen seine engsten Mitarbeiter mithelfen.
Langsam verdichten sich die Indizien, dass es sich doch um Morde handeln könnte, sehr geschickt getarnt und lange vor bereitet.
Adamsberg rollt schreckliche Vorfälle in einem Waisenhaus auf und findet Zusammenhänge mit weiteren Todesfällen, die als Unfälle abgehakt wurden, sich aber ebenfalls als geschickt inszenierte Morde herausstellen.
Nebenbei kämpft Adamsberg gegen seinen Stellvertreter Danglard, der in die Geschichte verwickelt scheint und mit sich selbst wegen alter, nicht verarbeiterter Erinnerungen an eine Rekluse, eine Einsiedlerin, die ihm als Kind einen enormen Schrecken eingejagt hatte.
Spannend verfolgen wir die verschiedenen Spuren, die Adamsberg zum Teil auf Irrwege führen, doch letztendlich zur Aufklärung .









