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Rezensionen von C. P.:

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Gute Idee, langweilig umgesetzt

Die Energiekrise auf der Erde ist vorbei: Dank Lumite, eines energiereichen Minerals, welches auf dem Mond abgebaut wird. Dort arbeitet die 17-jährige Aggie als Analystin für Lunar Inc. Als sie aufgrund ihrer Vergangenheit als eine Art Engel das Firmenimage etwas aufpolieren soll lernt sie den Rebellen Danny kennen und entdeckt ein düsteres und gefährliches Geheimnis auf dem Mond.

Die Idee dieser Jugend-SciFi klingt nicht schlecht, zumal auch das Cover sehr futuristisch gestaltet ist. Leider musste ich beim Lesen feststellen, dass die Story nur sehr schleppend vorankommt, fast schon auf der Stelle tritt, bevor etwas Interessantes passiert. Mir wurde für meinen Geschmack zu oft darauf herum geritten, dass Aggie ein Tollpatsch ist und irgendwas in ihrer Vergangenheit erlebte, was aber niemand wissen soll. Irgendwann war das Ganze ausgereizt, die Story ging jedoch trotzdem kaum voran. Die Entdeckung auf dem Mond mithilfe des Rebellen Danny war zwar thematisch interessant, jedoch schlecht umgesetzt. Die Protagonisten blieben flach und entsprachen teilweise langweiligen Klischees. Die spannenden Momente würden zusammen genommen vielleicht die Länge einer Kurzgeschichte ergeben. Kurz: Leider hat es die Autorin nicht geschafft, aus ihrer guten Idee auch eine spannende Geschichte zu basteln!

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Rezensionen von yellowdog:

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Band 2 der Korff-Saga

Als die Hoffnung uns gehörte von Michael Wallner

Der österreichische Schriftsteller Michael Wallner wurde einst mit April in Paris zum internationalen literarischen Superstar. „Als die Hoffnung uns gehörte“ enttäuscht aber leicht, jedenfalls am Anfang. Es ist typischer Mittelteil der zu erwartenden Trilogie der Korff-Saga und hat auch nicht ganz den Drive seines früheren Romans „Die Frau des Gouverneurs“.

Natürlich ist deswegen noch kein schlechtes Buch, aber die Figuren erreichen den Leser manchmal nicht in der gewohnten Tiefe und ein großer Lesesog entsteht auch nicht. Das war früher ein wichtiges Merkmal des Autors.

Zu den gelungenen Passagen gehören die Abschnitte um Scarlett und ihre Erkrankung. Sie hat einen Gehirntumor und muss damit fertig werden, vermutlich bald zu sterben.
Die Beziehung zu ihrer großen Liebe Philipp ist davon beeinflusst. In Wien lässt sie sich von Dr.Freud behandeln.

Als Zeitportrait der zwanziger Jahre ist der Roman nicht zu verachten, da einige politische Strömungen der Zeit gut erfasst werden. Erstaunlich ist auch, wie viel man in diesem Buch herumkommt. Von New York nach Wien, Berlin, Bayern, Pennsylvania, sogar Havanna in Kuba.
Das Buch ist weder Top noch Flop. Man muss es nicht unbedingt lesen, aber man kann es ohne zu bereuen. Es wird auch sicher seine Leserschaft finden.

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Band 2 der Korff-Saga

Rezensionen von C. P.:

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An dieser Schule wäre ich auch gerne!

Die Mitternachtsschule - Erste Stunde Geisterkunde (Die Mitternachtsschule, Bd. 1) von Hendrik Lambertus

Dass Milan nach dem Umzug mit seinem Vater in eine neue Schule kommt, war klar wie Kloßbrühe. Nur warum beginnt der Unterricht um Mitternacht? Das ist doch bestimmt nur ein Schreibfehler. Oder planen sie vielleicht eine Sonderveranstaltung zum Schulbeginn? Die Neugier siegt und Milan macht sich nachts auf den Weg zur neuen Schule.

Ein wenig unheimlich ist es schon, im Dunkeln allein am Friedhof vorbei zu gehen. Und warum hat ihm niemand gesagt, dass die Kinder sich als Monster verkleiden sollen? Das sind doch alles nur Kostüme, oder etwa nicht?
„Die Mitternachtsschule“ ist ein fantastisches Abenteuer des Jungen Milan, der an eine Schule kommt, die voller Gruselgestalten ist wie Vampire, Werwolf, Gremlin, Irrlicht und vielen mehr. Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam, alles ist sehr gut beschrieben und wunderschön farbig und detailreich bebildert. Sehr gefallen hat mir, wie gut die unterschiedlichen Kinder sich verstanden. Auch gab es in den aussergewöhnlichen Unterrichtsstunden so einiges zu entdecken. Spannend wird es, als Milan versucht, hinter das Geheimnis im Heizungskeller zu kommen, welcher für die Schüler tabu ist. Und als Poltergeister beginnen, den Lehrern Streiche zu spielen, geht das Chaos so richtig los.
Mir hat das Buch hervorragend gefallen, ich war regelrecht be-geist-ert. Die Geschichte ist faszinierend und es macht Spaß, die wunderschönen Bilder im Buch zu betrachten. Es gibt Geheimnisse zu lüften, welche das Buch spannend machen, Stellen zum Schmunzeln und jede Menge fantastische Wesen mit besonderen Fähigkeiten. Loben muss ich zudem die Idee des Autors, Milan kein konkretes Alter zu geben, wodurch das Buch für Kinder unterschiedlichen Alters interessant ist.

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An dieser Schule wäre ich auch gerne!

Rezensionen von LEXI:

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Was, wenn das Ganze überhaupt kein Spiel ist?

Tiefe Stille von Susanne Rößner

Maria Wagner, Leon Trattner und Christof Bichler errangen die ersten drei Plätze einer Rallye im Zuge der Landesmeisterschaften des Krimiklubs. Als Belohnung winkt eine aufregende Reise ins bayerische Oberland, wo sie auf einer Alm wohnen und einen imaginären Fall lösen dürfen. Gleich zu Beginn gibt es einige Hindernisse zu überwinden, und die Teilnehmer ahnen nicht, wie viel Aufregung ihnen auf dieser Reise tatsächlich noch bevorsteht.

Denn nach Untersuchung der ersten Spuren an einem vermeintlich fiktiven Tatort werden sie bald mit der furchtbare Realität konfrontiert: es gab einen Toten, eine furchtbare Explosion, und aus dem interessanten Hobby wird schnell tödlicher Ernst. Denn irgendjemand hat es auch auf die Mitglieder der Krimirallye abgesehen.

Kriminalhauptkommissar Lukas Zieringer hat sich aufgrund eines traumatischen Ereignisses von München in die Provinz versetzen lassen. Im vermeintlich ruhigen, geruhsamen Umfeld vertieft er sich in die Akten seines Vorgängers, der einem Drogenhandel auf der Spur war. Als von einem Wanderer eine nicht identifizierte Leiche mit Kopfschuss gefunden wird und noch dazu Zieringers Tante Maria Wagner in den Fall involviert scheint, überschlagen sich die Ereignisse. Aus Amateur-Ermittlern werden Gejagte, und die Polizei ermittelt bald in alle Richtungen. Ein aufregender Fall scheint auf ein turbulentes Finale hinzuführen…

Susanne Rößners Prolog mit einer in völliger Dunkelheit isolierten Frau, die am Verhungern und Verdursten ist, lässt bereits ein wenig von den schrecklichen Ereignissen dieser Krimihandlung erahnen. Ihre Protagonistin Maria Wagner ist eine fünfzigjährige Witwe mit kriminalistischem Spürsinn, die den jugendlichen zweiten Gewinner Leon unter ihre Fittiche nimmt. Die beiden profitieren voneinander: während Maria den Leihwagen lenkt, unterstützt der siebzehnjährige Computer-Nerd und Hacker Leon sie in allen technischen Belangen. Die Figur des dritten Gewinners Christof Bichler war für mich eine ganze Weile undurchschaubar, erst nach und nach kommen die Beweggründe für sein Engagement zu Vorschein. Marias Neffe Lukas Zieringer hat als ermittelnder Kommissar eine das gesamte Buch hindurch wichtige Funktion inne. Er kämpft jedoch gegen seine Panikattacken und Flashbacks. Die Autorin hat ihren Protagonisten zahlreiche Nebenfiguren zur Seite gestellt, wobei dem alten Bergmann Franz Schmiedl meine einzige wirkliche Sympathie galt. Zusammengefasst möchte ich anmerken, dass mich die Charakterzeichnung der handelnden Personen generell nicht zu überzeugen vermochte, ich sie an manchen Stellen sogar als etwas widersprüchlich empfand.

Durch den schlichten Schreibstil, der mir persönlich nicht gefallen hat, sowie der großen Vielzahl von Schimpfwörtern, gespickt mit Gossensprache, wurde mir die Freude an dieser Lektüre zusätzlich genommen. Leider konnte mich auch die Krimihandlung nicht überzeugen. Einzig der relativ hohe Spannungsbogen im letzten Drittel des Buches sorgte dafür, dass meine Neugier auf die Hintergründe und Auflösung des Falles bis zur letzten Seite aufrechterhalten wurde.

Fazit: „Tiefe Stille“ ist ein Krimi, der meinem persönlichen Lesegeschmack leider nicht entsprochen hat. Ich werde die Fortsetzung dieser Reihe um Kriminalhauptkommissar Lukas Zieringer daher nicht weiterverfolgen. Schade.

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Was, wenn das Ganze überhaupt kein Spiel ist?

Rezensionen von LEXI:

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Reiß dich zusammen, und bring’s hinter dich!

Tiefe Stille von Susanne Rößner

Der zehnjährige Cobain, der jedoch lieber Danny genannt werden möchte, ist ein verwahrloster und magerer Junge, der als Sohn einer Drogensüchtigen dazu gezwungen wurde, viel zu früh erwachsen zu werden. Er musste sich stets um alles kümmern, war nur allzu oft auf sich gestellt und bemüht sich so gut er kann, auf der Straße Geld für die Versorgung seiner dreijährigen Schwester Isabelle zu erbetteln.

Danny und Isabelle sind Kinder mit einem denkbar schlechten Start ins Leben und wenig Chancen auf eine bessere Zukunft. Als Danny eines Tages mit seiner kranken Schwester auf Dr. Matthew Conelly trifft, bringt er den Mann dazu, seine Wohnung für sie zu öffnen. Doch ob der erfolgsverwöhnte, ehrgeizige und karrierebesessene Manager eines Pharmaunternehmens auch sein Herz für die beiden Kinder öffnen wird, scheint mehr als fraglich. Denn Matthew hat bereits durch seine eigene Kindheit und durch eine gescheiterte Beziehung genügend Altlasten aus seiner Vergangenheit zu bewältigen. Zwei kleine, obdachlose Kinder und ihre drogensüchtige Mutter passen definitiv nicht in seine Lebensplanung.

Lisa Tucker erzählt die Geschichte eines selbstsüchtigen, attraktiven und von seiner Karriere besessenen Managers, der ganz unvermutet mit einer völlig konträren Welt konfrontiert wird. Matthew Connelly wird als vielschichtiger Mann dargestellt, seine Charakterzeichnung vermochte es jedoch bis zuletzt nicht ganz, mich für ihn zu erwärmen. Die weibliche Protagonistin Dr. Amelia Johannson versucht, die unmoralischen Geschäftspraktiken eines Pharmakonzerns aufzudecken. Matthews und Amelias bester Freund Benjamin Watkins ist ein brillanter Wissenschaftler, eine zerstreute und in seiner eigenen Gedankenwelt lebende Berühmtheit. Ben ist mit der Heilung und Rettung der Menschheit beschäftigt, in sozialen Interaktionen mit seinen Mitmenschen jedoch vollkommen unzulänglich. Die größte Aufmerksamkeit gilt den beiden Kindern Danny und Isabelle, wobei Danny definitiv meine favorisierte handelnde Person dieses Buches darstellte. Ich habe den kleinen, ernsten und tapferen Jungen, der trotz seiner furchtbaren Kindheit großes Ehrgefühl und ein Gewissen besitzt und sich aufopfernd und liebevoll um seine hilflose kleine Schwester kümmert, auf der Stelle ins Herz geschlossen. Es hat mir auch Freude bereitet, die Entwicklung von Isabelle und ihr Aufblühen in Matthews Obhut mitzuverfolgen. Sämtliche Nebenfiguren dieses Buches blieben jedoch blass und wurden nur ansatzweise beschrieben.

Die Handlung dieses Romans ist interessant und bietet Raum für große Emotionen. Im Zentrum des Geschehens steht der Überlebenskampf einer drogensüchtigen Mutter, die es irgendwie schaffen muss, sich und ihre zwei Kinder über die Runden zu bringen. Der Chemiekonzern Astor-Denning ist Anlass für Diskussionen über Ethik, und auch die Abtreibung von Kindern mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) stellt eines der tiefgründigen Themen dieses Buches dar. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, sie wartet jedoch mit einer überdimensionalen Anzahl von Flüchen und Schimpfwörtern auf, was mein Lesevergnügen empfindlich trübte. Der kleine Spannungsfaktor, der durch das ungewisse Schicksal der beiden Kinder konstant aufrechterhalten wird, sorgte dafür, dass ich das Buch dennoch bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen mochte.

Fazit: „Zum Glück fehlt nur die Liebe“ ist eine Geschichte, die mit hoch interessanten Themen und einer dramatischen Familiengeschichte aufwartet. Der Schreibstil und die Darstellung der handelnden Personen konnten mich jedoch nicht vollends überzeugen.

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Was, wenn das Ganze überhaupt kein Spiel ist?

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Pass auf, oder es kostete dich das Leben!

Das Kind aus dem versteckten Dorf von Irma Joubert

„Jeden Tag müssen sie aufpassen, wegen allem und noch mehr: keinen Lärm machen, kein Feuer anzünden, kein Wasser verschwenden, vorsichtig sein mit dem Essen. Pass auf, oder es kostet dich das Leben.“

Indem Gerrit de Vries im Kriegsjahr 1943 einer jüdischen Familie auf seinem Bauernhof in Vierhouten Unterschlupf gewährt, riskiert der alleinerziehende Vater nicht nur sein eigenes Leben.

Als er denunziert und von Soldaten mitgenommen wird, die auch nach seiner neunjährigen Tochter Mentje suchen, findet diese in einem „Pass-Auf-Lager“ mitten im Wald Unterschlupf. Als einzige Nichtjüdin und traumatisiert von der Verschleppung ihres Vaters fühlt das Mädchen sich einsam. Ungewissheit, Angst und Kummer sind ihre täglichen Begleiter, doch letztendlich siegt ihr Überlebenswille. „Den Mut verlieren, heißt alles verlieren“ ist ab sofort ihre Devise. Und obgleich Mentje bereits vor diesen Ereignissen eine eigenwillige und starke Persönlichkeit war, wächst sie infolge der Ereignisse noch weit über sich hinaus.

Tinus van Jaarsveld lebt bei seinen Großeltern im Bosveld und erfuhr bereits in frühen Jahren einen schweren Verlust: das Land und die Farm seiner Familie wurden versteigert. Tinus schwörte bereits als kleiner Junge, nicht eher zu ruhen, bis er sein geliebtes „Buffelspoort“ eines Tages zurückkaufen kann. Jahre später meldet er sich freiwillig und absolviert eine Fallschirmjägerausbildung in England. In der Schlacht um Arnheim kreuzen sich schließlich die Wege von Tinus und Mentje.

„Ein Fädchen von nur sieben Tagen gemeinsamer Erinnerungen verbindet Tinus und Mentje über die Kontinente und Jahreszeiten hinweg. Sie haben gemeinsam Dinge durchgestanden, von denen andere Menschen in diesem Land keine Ahnung haben.“

Irma Joubert verknüpft in ihrer aktuellen Neuerscheinung gekonnt fiktive Ereignisse mit wahren Begebenheiten. Die exzellente Recherche der historischen Fakten bildet eine perfekte Grundlage für diesen Roman. Der Autorin ist darüber hinaus ein wunderschöner Schreibstil zu eigen. Ihre gewählte Ausdrucksweise, die bildhaften Beschreibungen und fantastisch ausgearbeitete Charaktere, denen sie viel Raum und große Authentizität verleiht, haben mir ausgesprochen gut gefallen. Grundsätzlich bevorzuge ich in Büchern die gängige Zeitform des Präteritums/Vergangenheitsform. Irma Joubert ist jedoch eine der seltenen Autoren, bei der ich mich aufgrund des ausgezeichneten Inhalts mit ihrer favorisierten Erzählform Präsens arrangieren kann.

Mentje de Vries stellt eine äußerst vielschichtige und starke Protagonistin dar. Die einige Jahre umfassende Handlung mit den Ereignissen in Vierhouten, im „Pass-Auf-Lager“ und schließlich in Arnheim trugen dazu bei, dass Mentje sehr schnell erwachsen werden musste. Ich brachte auch dem großen, stillen Buren Tinus van Jaarsveld große Sympathie entgegen. Meine favorisierten Figuren waren jedoch die beiden Widerstandskämpfer Opa Bakker und Tante Cor sowie das Ehepaar Simon und Miempie. Dem impulsiven, unbeholfenen und im Grunde sehr ängstlichen Cousin Mentjes stand ich anfangs skeptisch gegenüber. Er war jedoch jene Figur, die aus meiner Sicht die größte Wandlung durchmachte und mich positiv überraschte.

Der christliche Glaube nimmt bei Irma Joubert einen hohen Stellenwert ein, so auch in diesem Buch. Während Mentjes tief gläubiger Vater Gerrit de Vries seiner Tochter christlichen Werte vorlebte, hadert das Mädchen einige Zeit mit Glaubenszweifeln. Der Glaube wird dezent in die Handlung eingeflochten und zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.

Fazit: „Das Kind aus dem versteckten Dorf“ hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich möchte besonders den exzellenten Schreibstil, die wunderschön ausgearbeiteten Charaktere und die hervorragende Recherchearbeit hervorheben, die dem Leser den Kampf niederländischer Freiheitskämpfer gegen die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs deutlich vor Augen führten. Fünf Bewertungspunkte und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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Pass auf, oder es kostete dich das Leben!

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Manchmal ist es ein Zeichen wahrer Liebe, wenn man loslässt

Das Mädchen, das den Blumen zuhörte von Stephanie Knipper

Antoinette und Lily Martin sind zwei ziemlich unterschiedliche Schwestern, doch sie lieben sich von ganzem Herzen. Der Tod ihrer Eltern hinterließ bei den beiden eine große Lücke, und die alleinerziehende Rose war auf die Hilfe ihrer Schwester Lily angewiesen. Aufgrund eines Zerwürfnisses sprachen die beiden jedoch nicht mehr miteinander.

Rose blieb auf der Eden Farm in Redbud, Kentucky, während Lily in ein altes Backsteinhaus in Covington am Südufer des Ohio zog. Sie sehnt sich verzweifelt nach der Heimat, der geliebten Blumenfarm, doch weder Rose, noch sie selber schaffen es, den ersten Schritt aufeinander zuzugehen. Erst ein Hilferuf der schwer erkrankten Rose durchbricht die Mauer, die Lily um sich herum aufgebaut hatte, und sie macht sich auf den Weg nach Hause.

Stephanie Knipper erzählt die berührende Geschichte eines jungen Mädchens, das ganz genau wusste, was es bedeutete, anders zu sein. Lily Martin sehnte sich ihr gesamtes Leben lang danach, so zu sein wie ihre strahlende, beliebte und quirlige Schwester Rose. Beide Frauen haben mit ihren Einschränkungen zu kämpfen. Die Autorin wartet mit sehr authentischen und liebevoll ausgearbeiteten Charakteren auf, die ich auf der Stelle ins Herz geschlossen hatte. Rose Martin musste viele ihrer Hoffnungen und Pläne begraben, durfte aber durch die Geburt einer Tochter allergrößtes Glück erleben. Die Andersartigkeit der kleinen Antoinette stellt jedoch eine riesengroße Herausforderung für sie dar. Ihre Ängste, die Kraft, die sie aufbringen muss, um mit der Situation fertig zu werden, und ihre Sehnsucht nach Versöhnung mit der entfremdeten Schwester wurden unglaublich berührend dargestellt. Lilys kleine Eigenheiten erinnern oftmals an jene ihrer Nichte Antoinette. Das ungewöhnliche Mädchen, das nie zu sprechen lernte, jedoch über eine hohe Intelligenz verfügt und heilende Fähigkeiten besitzt, hat mich fasziniert. Antoinette zeigt zwar Symptome autistischen Verhaltens, ist aber dennoch nicht als klassische Autistin einzustufen. Um das Mädchen herum passieren Dinge, die sich niemand erklären kann. Ganz besonders beeindruckt hat mich die Fähigkeit der Autorin, die innere Welt dieses ganz besonderen Kindes darzustellen, ihre permanente Reizüberflutung zum Ausdruck zu bringen und sich trotz ihrer Unfähigkeit zu sprechen mit jenen Menschen, die ihr nahestehen, zu verständigen. Um anderen Lesern den Lesegenuss nicht zu schmälern, werde ich auf die Handlung und die Figuren nicht näher eingehen. Ich möchte jedoch anmerken, dass Stephanie Knipper durch die beiden Nebenfiguren William Grayson und Seth Hastings zwei ganz besondere Charaktere in die Handlung einbrachte, die nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass ich dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen konnte.

„Das Mädchen, das den Blumen zuhörte“ ist eine in äußerst einnehmendem Schreibstil und in wunderschöner Sprache erzählte Geschichte mit tiefen Emotionen, die mir ausgezeichnet gefallen hat. Ich habe jede einzelne Seite dieser Lektüre genossen und kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Manchmal ist es ein Zeichen wahrer Liebe, wenn man loslässt

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Zwischen Hoffnung und Sehnsucht. Eine tragische Liebe in den Wirren des Zweiten Weltkrieges.

Das Geheimnis der schwedischen Briefe von Tanja Bern

„Du musst Curt finden und ihm einen Brief von mir geben, den ich vor sechzig Jahren geschrieben, aber niemals abgeschickt habe. Wirst du das für mich tun?“

Johanna Arndt ist eine warmherzige und liebevolle Frau über neunzig, der es gesundheitlich nicht gut geht und die sich mit dieser eindringlichen Bitte an ihre Enkeltochter wendet.

Es ist ihr ein großes Anliegen, endlich jemandem die Wahrheit zu offenbaren. Und so erzählt die alte Dame ihrer Enkelin Emilia die Geschichte ihres Lebens. Sie taucht tief in die Vergangenheit ein und kehrt gedanklich mit der jungen Frau an der Seite ins Jahr 1945, zurück. Johanna lebte damals mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auf einem kleinen, idyllischen Hof in Pommern, nahe der Stadt Pyritz, der Vater und die Brüder kämpften an der Front. Während die Rote Armee immer weiter vorrückte und die drei Frauen sich vergeblich um eine Abreisebescheinigung bei der Deutschen Wehrmacht bemühen, entdeckt Johanna am Waldrand den verletzten deutschen Soldaten Curt Ehlert. Sie rettet ihm das Leben, und trotz seiner Verwundung beschützt er Johanna und ihre Familie, versucht, sie in Sicherheit zu bringen. Dieses Unterfangen gestaltet sich als lebensgefährlich, da nicht nur die immer rascher vorrückenden russischen Soldaten, sondern auch der eisig kalte Winter ihre Flucht zu einem Kampf auf Leben und Tod machen.

Tanja Bern erzählt die Lebensgeschichte einer mutigen jungen Frau, die mitten in den Wirren des Zweiten Weltkrieges ihr Herz verschenkte. In wunderschönem Schreibstil und in äußerst einfühlsamen Worten beschreibt sie die Schrecken des Krieges, beleuchtet das Leben aus der Sicht eines Soldaten, aber auch die Schwierigkeiten, mit denen die Landbevölkerung konfrontiert war. Kälte, Hunger, Angst und schreckliche Verluste beherrschen die Menschen, und sowohl das Zuhause, als auch geliebte Angehörige zu verlieren, bringt sie an die Grenzen des Erträglichen. Die Autorin zeichnet ein sehr lebhaftes Bild dieser Zeit und schildert die Hoffnung der Bevölkerung auf ein baldiges Ende dieses Krieges. Sowohl die Protagonisten dieses Buches, als auch sämtliche Nebenfiguren wurden hervorragend charakterisiert, sie zeugten von großer Authentizität und haben mich emotional sehr stark in die Handlung einbezogen. Johanna wird als sehr starke Persönlichkeit dargestellt, die trotz schrecklicher Schicksalsschläge niemals der Mut verlässt, die Hoffnung nie aufgibt. Der Wehrmachtssoldat Curt trug als männlicher Gegenpart eine Menge zum Kampfgeist der jungen Frau bei, in die er sich nach kurzer Zeit verliebte.

Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt, wobei die Ereignisse der Gegenwart mit Emilia Arndt als Protagonistin stets mit jener im Jahr 1945 und Johanna in der Hauptrolle wechselt. Obgleich mich die Ereignisse in der Zeit des Zweiten Weltkrieges tief betroffen machten und unglaublich berührten, vermochte ich mich auch dem Zauber der Gegenwart nicht zu entziehen, nachdem Emilia sich entschlossen hatte, nach Schweden zu reisen. Auch hier hat die Autorin eine wunderschöne Geschichte ersonnen, die mein Herz berührte.

Fazit: „Das Geheimnis der schwedischen Briefe“ stellte ein überwältigendes Lesehighlight für mich dar. Es war eine Lektüre, die betroffen macht, den Leser dermaßen fesselt, dass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Man leidet, hofft und weint mit der Protagonistin, versinkt in die bittersüße Geschichte einer lebenslangen großen Liebe und darf im zweiten Handlungsstrang auch die Geschicke der liebenswerten Enkeltochter Emilia miterleben.

Fünf Bewertungssterne für diesen außergewöhnlichen Roman und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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Zwischen Hoffnung und Sehnsucht. Eine tragische Liebe in den Wirren des Zweiten Weltkrieges.

Rezensionen von Harakiri:

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wieder ein Highlight

Das Geheimnis der schwedischen Briefe von Tanja Bern

Ein Heiratsschwindler geht um in Hannover. Auch Kommissar Völxens Sekretärin hat es erwischt. Als der Mann tot aufgefunden wird, geht die Polizei von einem Zusammenhang zwischen einem anderen Mord und dem Auffinden der Leiche aus. Doch wer hatte Grund, diese beiden Menschen zu töten?
Hach, ich liebe Kommissar Völxen und sein Team.

Besonders amüsiere ich mich immer (aber ihm nichts verraten) über die Schafswitze  Aber auch sonst finde ich die Charaktere alle sehr gelungen und begleite sie mittlerweile schon seit dem 1. Band. Es muss nicht immer viel Blut fließen, um spannend zu sein. Und ehrlich gesagt kommt es mir bei Mischkes Hannover-Reihe auch gar nicht so an. Die Fälle sind jedes Mal wieder lesenswert.
Natürlich ist es recht unwahrscheinlich, dass gerade Frau Cebulla auf einen Heiratsschwindler hereinfällt und somit in einen Mordfall verwickelt wird, aber das tut dem Vergnügen ja keinen Abbruch. Und dass man wieder bis zum Ende rätseln musste, wer denn jetzt tatsächlich der Täter war und wie alles zusammenhängt, das fand ich dann doch wieder sehr überzeugend ausgedacht.
Schade finde ich, dass Jule nun beim LKA ist und nicht mehr direkt „mitspielt“, aber dafür ist ja jetzt Elena Rifkin da, die Jules Platz auch sehr gut ausfüllt.
Fazit: Band 9 wird schon sehnsüchtig von mir erwartet!

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Zwischen Hoffnung und Sehnsucht. Eine tragische Liebe in den Wirren des Zweiten Weltkrieges.

Rezensionen von begine:

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Gute Unterhaltung

Auf dem Wasser treiben von Prammer Theresa

Die Autorin Theresa Prammer hat für ihre Romane Wien als Schauplatz gewählt. Ihre Kriminaltrilogie um Carlotta Fiore habe ich schon gerne gelesen.

Der Roman „Auf dem Wasser treiben“ ist ihr wieder gut gelungen.
Es gibt in ihm Notlügen, Unaufrichtigkeit, und Verschwiegenheit, alles ist gut gemeint, hinterlässt aber Spuren im Leben der drei Geschwister.

Als Stefan 8 Jahre alt ist, ertrinkt er fast, wird aber von seiner Mutter Hannah gerettet. Darauf verlässt der Vater die Familie.
Seime Schwester Emma, der Bruder Fred und er warten sehnsüchtig aus ihn, bis sie erfahren das er gestorben ist.
Als Erwachsene sprechen sie ihre Probleme nicht an.
Als Hannah 55 Jahre alt wird, plant ihr zweiter Mann eine Geburtstagsparty. Dabei kommen Erinnerungen hoch und sie will etwas bereinigen. Planlos verlässt sie die Party und bringt ihre Familie in Angst und Schrecken.
Bei der berührenden Suche nach Hannah erfahren wir Überraschungen.

Theresa Prammer lässt die Geschichte mit Ernst und Witz wachsen. Ich war von der Familie gefesselt. Die Autorin hat einen spritzigen Schreibstil, sie wirft Themen auf, die sie mit Empathie verarbeitet und löst.

Auf dem Wasser treiben hat mich sehr gut unterhalten und ich kann ihn weiter empfehlen.

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Gute Unterhaltung