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Rezensionen von LEXI:

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„The thing called life“ – durch Liebe verbunden, nicht durch Blut

Die andere Hälfte des Herzens von Karen McQuestion

„Es gab so viele gute Menschen auf der Welt, aber trotzdem schienen die schlechten in der Mehrheit zu sein, weil sie mehr Lärm machten.“

Als dem neunjährigen Logan Weber eine weitere Prügelattacke seines grausamen und jähzornigen Vaters droht, flüchtet er in Todesangst aus dem Haus, hetzt durch die Straßen und versteckt sich in einem Umzugswagen.

Dieser Umstand rettet ihm vermutlich das Leben. Logans Vater Robert ist in alkoholisiertem Zustand ganz besonders reizbar, der psychisch labile Mann misshandelt seinen wehrlosen Sohn regelmäßig. Er verhindert jeglichen Kontakt des Jungen zu seiner Großmutter Nan, die ihn über alles liebt. Da Logan seit einem traumatischen Ereignis in seiner Kindheit nicht mehr sprechen kann, ist es ihm auch nicht möglich, sich während seines unfreiwilligen Transportes bemerkbar zu machen. Und so landet er am Ende einer langen Fahrt in einem anderen Bundesstaat. In seinem Versuch, sich alleine durchzuschlagen, bietet ihm ein stabil gebautes verlassenes Baumhaus auf einem bewaldeten Privatgrundstück Unterschlupf. Die Besitzerin des Geländes ist eine liebenswürdige alte Dame namens Joanne. Sowohl Joanne, als auch ihre neuen Nachbarn Paul und Laura, haben Mitleid mit dem kleinen Jungen. Sie ahnen jedoch nicht, in welcher Gefahr sie schweben. Denn der hasserfüllte und erbarmungslos brutale Vater ist vor Wut wie von Sinnen, nachdem sein Sohn es wagte, sich seiner körperlichen Züchtigung zu entziehen. Sowohl Logans Großmutter Nan, als auch sein Vater Robert versuchen, den Jungen aufzuspüren. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, und Logans einzige Chance besteht darin, dass Nan ihn zuerst findet.

Karen McQuestions traurige Geschichte eines Jungen, der unter der psychischen und körperlichen Misshandlung durch seinen Vater leidet und in dessen einsamen Leben es keine Liebe gibt, hat mich tief berührt. Erschüttert las ich von den Qualen, die er erleiden musste und bewunderte dabei seinen guten Charakter, den er sich trotz des fürchterlichen Umfelds, in dem er aufwachsen musste, bewahrte. Logans Liebe zu seiner Großmutter Nan durchzieht das gesamte Buch wie ein roter Faden – für Nancy Shaw bedeutet Logan die ganze Welt. Sie wird die Suche nach dem geliebten Enkelkind niemals aufgeben.

Die tragische Kindheit, von der Karen McQuestion hier erzählt, ist mit Sicherheit kein Einzelfall. Sie versteht es jedoch, Logans Schicksal auf unglaublich behutsame und emotional tief berührende Art und Weise zu vermitteln. Den Figuren dieser Handlung wurde große Authentizität verliehen, die permanente Bedrohung durch die Person des Robert Weber verlieh der Geschichte einen hohen Spannungsfaktor. Man erlebt hautnah die Furcht des kleinen Protagonisten und fiebert der unausweichlichen Konfrontation mit bangem Herzen entgegen. Besonders beeindruckt hat mich die Fähigkeit der Autorin, sich in ihre Figuren hineinzuversetzen. Sie beschreibt zudem auch die inneren Konflikte einiger Nebenfiguren, die Logan zwar helfen möchten, es aus bestimmten Gründen jedoch verabsäumten. Die aufwühlende Thematik sorgte zusammen mit der sehnsüchtigen Hoffnung auf einen Sieg über das Böse dafür, dass ich dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen konnte.

„Es gab so viele gute Menschen auf der Welt, aber trotzdem schienen die schlechten in der Mehrheit zu sein, weil sie mehr Lärm machten.“ Es stellt eine unglaubliche Leistung dar, angesichts Logans Schicksal den Glauben an das Gute nicht zu verlieren. Zu dieser Einstellung hat aus meiner Sicht der positive Einfluss der herzlichen und liebevollen Großmutter in der frühen Kindheit eine ganze Menge beigetragen.

Fazit: „Die andere Hälfte des Herzens“ zählt für mich zu jenen seltenen Büchern, die ich ohne Zögern als einzigartig und unvergesslich bezeichnen kann. Diese Lektüre hat meinem Lesegeschmack in jeder Hinsicht entsprochen, mich unfassbar berührt und mir ein außergewöhnliches Leseerlebnis beschert. Ich habe während der gesamten dreihundert Seiten an Logans Seite mitgefiebert, seine Qualen wie auch seine Sehnsucht nach einem anderen Leben beinahe körperlich mitempfunden und seine innere Charakterstärke zutiefst bewundert. Ein absolutes Highlight, hervorragend umgesetzt durch eine Autorin, deren Namen ich mir unbedingt merken muss.

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  „The thing called life“ – durch Liebe verbunden, nicht durch Blut

Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:

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Verwirrung pur

Am Beispiel des Affen von Kumar Amitava

Nachdem ich mich gute 100 Seiten durch das Buch gequält habe und dann noch immer nicht wusste, was mir dieses Buch wohl sagen will, habe ich definitiv kapituliert.
Die kurzen Schilderungen von diesem und jenem, den diversen Tête à Têtes, die vielen Fußzeilen, es war alles zusammen weder spannend noch lesbar, eher verwirrend würde ich meinen.

Selbst das Layout gefällt mir nicht und so möchte ich dieses Buch nicht weiterempfehlen - sorry....

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Verwirrung pur

Rezensionen von C. P.:

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Ich hatte mehr starke Frauen erwartet

Am Beispiel des Affen von Kumar Amitava

Prinz Asa hat gewaltsam die Macht über Viridia an sich gerissen und Nomi sowie Kronprinz Malachi auf die Gefängnisinsel verbannt, auf welcher Serina kurz zuvor ihre erfolgreiche Rebellion führte. In diesem zweiten Teil der Dilogie schmieden die beiden Schwestern Serina und Nomi nun Pläne, wie sie die Frauen von der Gefängnisinsel retten und Asa vom Thron stürzen können, der die Frauen noch stärker unterjochen will als sein Vater zuvor.

Der zweite Band von Iron Flowers schließt direkt an den ersten an. Durch ein paar eingestreute Wiederholungen kommt man auch nach längerer Zeit wieder sehr gut in die Handlung hinein. Leider kam jedoch im zweiten Band die Handlung anfangs kaum von der Stelle. Die Frauen auf der Gefängnisinsel wurde mir viel zu naiv dargestellt, wodurch ihnen zuviele vermeidbare Fehler passierten, was die Zeit auf der Gefängnisinsel unnötig streckte. Aus Kämpfernatur Nomi war zudem ein verhuschtes Mädchen geworden, was sich erstmal in Selbstmitleid suhlte, bevor sie zu alter Stärke zurück fand. Erst zum Ende hin nahm das Buch wieder an Fahrt auf und wurde stellenweise richtig spannend und emotional. Da machte sich allerdings negativ bemerkbar, dass das Hörbuch um einige Szenen gekürzt wurde, welche dem Hörbuch vielleicht gut getan hätten. Dafür haben die beiden Sprecherinnen wieder einen guten Job gemacht.
Eine nicht ganz so gelungene Fortsetzung, da für meinen Geschmack der Aufstand der Frauen nicht stark genug umgesetzt wurde.

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Verwirrung pur

Rezensionen von C. P.:

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Ein Buch voller unnötiger Geheimniskrämerei

Nächte, in denen Sturm aufzieht von Jojo Moyes

Liza McCullen floh vor 5 Jahren Hals über Kopf mit ihrer Tochter Hannah aus England nach Australien zu ihrer Tante Kathleen. Dort lebt sie im kleinen Ort Silver Bay von Bootstouren für Touristen zu den dort vorbei ziehenden Walen und Delphinen. Genau diesen Ort hat sich Mike Dormers Arbeitgeber als perfekten Baugrund für eine moderne Urlaubsanlage der gehobenen Preiskategorie ausgesucht, und Mike soll vor Ort den Weg zur Baugenehmigung ebnen.

„Nächte, in denen Sturm aufzieht“ ist eine Neuauflage des 2008 erschienenen Romans „Dem Himmel so nah“. Gut gefallen haben mir die Momente, in denen die Protagonisten den Delphinen und Walen begegneten, das war wirklich sehr anschaulich und emotional beschrieben. Da der Roman mit einer solchen Bootstour begann hatte ich mir entsprechend auch einen unterhaltsamen und gefühlvollen Roman erhofft. Leider entpuppte sich die Haupstory jedoch als eine Geschichte mit ziemlich verworrenen Personen. Allen voran Liza, die ich als sehr anstrengend empfand, da sie fast jedem vor den Kopf stieß und ihrer 10-jährigen Tochter alles verbot, was auch nur ansatzweise gefährlich sein könnte - und dazu gehörte auch das Mitfahren auf einem der Touristenschiffe zu den Delphinen. In einer Zeit der Schwimmwesten völlig übertrieben in meinen Augen, zumal die Mutter-Tochter-Beziehung auch ansonsten vielmehr durch Abwesenheit der Mutter glänzte - diese war lieber mit ihrem Katamaran auf dem Meer unterwegs. Dazu kam dann Mike, der aus seiner englischen Hochglanz-Welt in dem kleinen Dorf auftauchte und glaubte, alles ließe sich mit Geld regeln. Wobei Mike wenigstens im Buch zu einer 180 Grad-Wende seines Charakters ansetzte. Das ganze Pro und Contra zur modernen Ferienanlage und welchen Einfluss der Bau auf die Wale und die Dorfbewohner haben könnte wurde nach und nach zum Hauptthema, wurde jedoch überschattet von Lizas Geheimnistuerei , ihre Vergangenheit betreffend. Ließen sich die Bewohner, allen voran Hannah, wenigstens noch was einfallen, um ihr uriges Dorf vor dem geplanten Upperclass-Tourismus zu schützen, enttäuschte mich jedoch das Geheimnis um Lizas Vergangenheit sehr.
Der Roman ist so gestaltet, dass fast jeder Charakter mal zu Wort kommt mit seinem eigenen Kapitel. Und dennoch blieben mir viele Charaktere zu flach und unnahbar mit Ausnahme der kleinen Hannah, die ich sofort ins Herz geschlossen hatte. Die ganze Geschichte war durchzogen von Geheimniskrämerei vor anderen Personen, was alles unnötig verkomplizierte. Und die Romanze wirkte auf mich auch nur steif und verkrampft. Da hab ich von der Autorin bereits deutlich gefühlvollere Romane gelesen.

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Ein Buch voller unnötiger Geheimniskrämerei

Rezensionen von rainbowly:

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Lustiges und fantasievolles Abenteuer

Ein Affe an der Angel von Bauer Jonny

Inhalt
Darko ist Tierforscher und Entdecker. Sein ständiger Begleiter ist sein Tierlexikon und wenn er Langeweile hat denkt er sich Abenteuer mit den Tieren aus dem Lexikon aus.

Gestaltung
Das Cover ist bunt und lustig und es gibt viel zu entdecken. Genauso setzt sich die Illustration auch im Buch fort.

Sehr schön! Das macht das Lesen für Kinder unterhaltsam und anschaulich.

Sprache
Die Geschichte ist einfach und lustig erzählt. Es ist spannend zu lesen und ganz nebenbei kann man noch etwas über Tiere lernen. Etwas fragwürdig fand ich Darkos Ausflug an der Autobahn entlang zu wandern. Da hätte man vielleicht in einem Satz erwähnen können, dass auch das nur in seiner Fantasie statt gefunden hat oder dass das natürlich gefährlich ist und nicht nachgemacht werden sollte.
Manchmal war auch nicht ganz eindeutig, was sich in Darkos Fantasie abspielt und was Teil der Realität ist. Beispielsweise bei der letzten Geschichte sitzt Darko mit seinem echten Hamster im Wartezimmer des Tierarztes. Dort tauchen dann auch seine Freunde aus dem Tierlexikon auf, aber es gibt da auch noch Tiere die nicht sprechen, aber mit den Fantasietieren agieren. Sind diese dann real? Und gibt es dort im Wartezimmer gar keine Menschen? Oder blendet Darko diese aus? Diese Situation konnte sich mein Sohn nicht so richtig vorstellen.

Charaktere
Darko ist ein aufgeweckter, neugieriger Junge. Er hat eine blühende Fantasie und weiß seine Langeweile zu vertreiben.

Fazit
Eine fantasievolle, lustige und spannende Geschichte! Meinem Sohn haben besonders die fantasievollen Tiere und die lustigen Abenteuer gefallen. Mir gefielen die detailreichen Bilder am Besten.

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Lustiges und fantasievolles Abenteuer

Rezensionen von rewareni:

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Unheimliche Geschichten

Ein Affe an der Angel von Bauer Jonny

Der 7 Band der Zwielicht Classic Reihe beschert dem Leser 8 Geschichten aus dem Bereich des Horrors, des Übersinnlichen und diverse Artikel über für mich unbekannte Autoren und ihre Werke.
Wie immer gibt es verschiedene Geschichten die sich mit Horror, mysteriösen Zufällen oder wandelnden Toten beschäftigt.

Die Mischung zwischen sanften Humor bis unheimlichen Erscheinungen macht die Geschichten interessant.
Jeder Autor geht mit seinem eigenen Stil vor, wo sich der Leser seine Lieblingsgeschichte heraus suchen kann.
Während Andreas Gruber in ,, Ristorante Mystico´´seinen Protagonisten mit unglaublichen Zufällen konfrontiert, begleitet man in der Geschichte von Christian Weis
,, Die andere Seite´´ einen Wiedergänger in die Totenstadt, wo nicht einmal die Verstorbenen sich wohl fühlen.
Bis auf eine Geschichte haben mir alle recht gut gefallen und auch das Cover passt gut zu dem Horrormagazin.

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Lustiges und fantasievolles Abenteuer

Rezensionen von Gudrun7:

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Lachen und Weinen inbegriffen – ein extrem wertvolles Buch

Ein Affe an der Angel von Bauer Jonny

Das Cover zeigt schlicht und dennoch sehr einnehmend die wichtigsten Details. Hier wurde sehr genau darauf geachtet und ich empfinde es wunderschön. Die Farbgebung, die mit wenig Coloration auskommt, deutet ebenfalls auf Detailgenauigkeit und Tiefsinn hin.

Aufgrund des gut durchdachten Covers hatte ich sehr hohe Erwartungen an den Inhalt.

Diese Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen.
Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich eine Leseratte bin und dementsprechend schon sehr viele Bücher gelesen habe und lese, aber, solch ein emotionales und ergreifendes Buch, das so viel Lebensweisheit, verpackt mit optimal passendem Humor, enthält, habe ich selten in Händen gehabt. Hut ab an den Autor.

Der Schreibstil ist, genau wie das Cover, einnehmend und nimmt einen von Beginn an mitten ins Geschehen. Durch die lebhaften und authentischen Beschreibungen der Vorgänge sind Lachen und Weinen inbegriffen. Es lässt sich von der ersten bis zur letzten Seite flüssig lesen, so dass die Seiten nur so dahinschmelzen.

Der Autor hat ein sehr trauriges und auch schwieriges Thema mit der richtigen Brise Humor gespickt, so dass man als Leser die Szenerien absolut ergreifend miterleben kann. Die Dosierung von Trauer, Leid und Humor ist richtig gewählt und gibt das Gefühl von Authentizität. Es wird super rübergebracht, dass ernste und traurige Themen auch mit einem guten Quäntchen Humor tiefgreifend und ehrlich beim Leser ankommen.

Bei den Charakteren habe ich ein lebhaftes Bild vor Augen. Die verschiedenen Eigenschaften der Mitwirkenden werden bildhaft und äußerst liebevoll dargestellt. So kann man die Vielfalt richtig erfassen.

Die Hintergrundinformationen, wie die Geschehnisse ablaufen, sind gut erläutert und interessant geschildert und in die Geschichte eingebunden.

Der Titel findet sich immer wieder im Verlauf des Buches und wird durch vielfältige Beispiele erläutert und „aufgedröselt“. Es wird ein stimmiges und komplettes Bild geschaffen.

Mein Fazit: Die Geschehnisse und die Handlungsweisen werden nachvollziehbar und verständlich dargestellt und so ergreifend geschildert, dass Lachen und Weinen inbegriffen sind – ein extrem wertvolles Buch

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Lustiges und fantasievolles Abenteuer

Rezensionen von Harakiri:

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Beginn einer Reihe?

Cainstorm Island – Der Gejagte von Golien Marie

Die Kluft zwischen Asaria und Cainstorm ist unendlich groß. Auf der einen Seite riesiger Reichtum, auf der anderen Seite tiefste Armut. Emilio lebt auf Cainstorm und hat sich einen Chip einpflanzen lassen, um Geld für seine Familie zu verdienen. Doch als er einen mächtigen Clanboss tötet, ist auf einmal die halbe Welt hinter ihm her.

Unterstützung findet er bei Lyssa und ihrer Gang.
Ein sehr rasanter dystopischer Roman, der sich schnell liest. Die Charaktere sind sympathisch gezeichnet und können überzeugen. Durch die etwas ungleiche Jagd wird die Spannung sehr hoch gehalten.
Den Schreibstil von Golien fand ich stellenweise allerdings etwas anstrengend und ich musste mich erst einlesen. Doch für ein Erstlingswerk ist das Buch dennoch sehr gelungen und auch ich als Erwachsene konnte mich gut in der Handlung wieder finden, die teilweise sehr erschreckende Parallelen zur Realität aufwies.
Besonders zu erwähnen ist die freundschaftliche Komponente zwischen Emilio und Jago. Emilio hat sich in der Hierarchie ein wenig nach oben gearbeitet und schaut dennoch nicht auf Jago herab. Die Freundschaft der beiden scheint unverbrüchlich und beide sind immer füreinander da.
Sehr gut gefielen mir die Situationen, die so unlösbar aussahen und aus denen Emilio dann durch Schläue oder Mut doch wieder entkommen konnte.
Leider ist das Ende etwas offen, lässt aber Raum für eine Fortsetzung, die ich auch gern wieder lesen würde.

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Beginn einer Reihe?

Rezensionen von Streiflicht:

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Interessant und lesenswert

Stieg Larssons Erbe von Jan Stocklassa

Da ich die Bücher von Stieg Larsson sehr spannend fand und es immer sehr traurig fand, dass er so früh gestorben ist, bin ich immer neugierig, wenn es etwas Neues von ihm gibt. Oder in diesem Fall auch über ihn. Erst 2014 – zehn Jahre nach Larssons Tod – stößt der Journalist und Doku-mentarfilmer Jan Stocklassa auf dessen persönliches Archiv zum Mordfall Olof Plame.

Es sind zwanzig Kartons, die davon zeugen, dass Larsson den bis heute unaufgeklärten Mordfall klären wollte.
Unglaublich spannend und packend, auch wenn es nicht immer einfach zu lesen ist, weil man sich als Deutscher nicht so gut mit der schwedischen Politik auskennt. Wenn man aber Lust hat, sich einzulesen und mitzudenken, dann ist dieses Buch ein wirklicher Gewinn und echt lesenswert. Allerdings ist eher eine Recherche und Abhandlung als ein True Crime für mich gewesen – das hat der Spannung aber keinen großen Abbruch getan. Ich fand es bemerkenswert, dass sich sowohl Larsson als auch Stocklassa so viele Jahre nach der Tat so intensiv damit beschäftigt haben und man den Eindruck hatte, sie haben mehr herausgefunden als die Polizei.
Ich bin gespannt, ob das Buch auch bezüglich der Tat einen Nachhall haben wird oder ob der Fall auch weiterhin ungeklärt bleibt.
Jedenfalls ist es interessant und wirklich lesenswert, wenn man sich darauf einlässt.

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Interessant und lesenswert

Rezensionen von Streiflicht:

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Ein wirkliches Highlight

Tannenstein von Geschke Linus

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich bereits andere Bücher dieses Autoren gelesen hatte und sehr gut fand. Dass das Buch auch noch in einer Region spielt, die ich gut kenne, hat mich umso neugieriger gemacht. Meine Erwartungen waren also recht hoch, aber Linus Geschke hat sie eigentlich noch übertroffen.

Ich mag seine sehr deutliche und klare Sprache, die unverblümt und unbeschönigt beschreibt, wie es eben ist. Das gefällt mir, zumal es manchmal schon wieder fast poetisch wirkt. Die Beschrei-bungen sind ganz nah an der Realität und so ist es fast, als wäre man dabei.
Man lernt die Vergangenheit kennen und taucht in die Gegenwart ein. Für Alexander Born ist alles in seinem Leben bedeutungslos, außer der Tod seiner geliebten Lydia und seine Rache an ihrem Mörder. Man lernt schnell die wichtigsten Figuren kennen, erahnt aber zuerst noch keine Zusam-menhänge. Das macht das Geschehen sehr spannend und man rast regelrecht durch die Seiten. Born ist eine wunderbare Romanfigur, die heldenhaft und dennoch so menschlich ist. Gerade auch seine dunklen Seiten haben mich fasziniert – ich mag solche Typen einfach.
Gut gefallen haben mir auch die verschiedenen Erzählstränge in der Vergangenheit und Gegen-wart, aber auch aus der Sicht der unterschiedlichen Figuren. Das macht den Roman unterhaltsam und spannend, realitätsnah und unterhaltsam. Ich hatte auch immer wieder das Gefühl, dass der Autor wirklich weiß, worüber er schreibt und gut recherchiert hat – auch das fand ich sehr gut. Ich mag fundierte Hintergründe und Tatsachen, die ins fiktive Geschehen eingeflochten werden. Gera-de die Exkurse in die Vergangenheit waren da oft sehr interessant.
Dass man hier auch mal lachen kann oder schmunzeln, dass die Tränen rollen und man fast schon an den Fingernägel kauen muss, das alles spricht für sich und für dieses Buch! Ich kann „Tannen-stein“ nur empfehlen und freue mich heute schon auf die beiden Folgebände in dieser Trilogie! Hof-fentlich schreibt der Autor schnell!

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Ein wirkliches Highlight