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Rezensionen von LEXI:

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Pass auf, oder es kostete dich das Leben!

Das Kind aus dem versteckten Dorf von Irma Joubert

„Jeden Tag müssen sie aufpassen, wegen allem und noch mehr: keinen Lärm machen, kein Feuer anzünden, kein Wasser verschwenden, vorsichtig sein mit dem Essen. Pass auf, oder es kostet dich das Leben.“

Indem Gerrit de Vries im Kriegsjahr 1943 einer jüdischen Familie auf seinem Bauernhof in Vierhouten Unterschlupf gewährt, riskiert der alleinerziehende Vater nicht nur sein eigenes Leben.

Als er denunziert und von Soldaten mitgenommen wird, die auch nach seiner neunjährigen Tochter Mentje suchen, findet diese in einem „Pass-Auf-Lager“ mitten im Wald Unterschlupf. Als einzige Nichtjüdin und traumatisiert von der Verschleppung ihres Vaters fühlt das Mädchen sich einsam. Ungewissheit, Angst und Kummer sind ihre täglichen Begleiter, doch letztendlich siegt ihr Überlebenswille. „Den Mut verlieren, heißt alles verlieren“ ist ab sofort ihre Devise. Und obgleich Mentje bereits vor diesen Ereignissen eine eigenwillige und starke Persönlichkeit war, wächst sie infolge der Ereignisse noch weit über sich hinaus.

Tinus van Jaarsveld lebt bei seinen Großeltern im Bosveld und erfuhr bereits in frühen Jahren einen schweren Verlust: das Land und die Farm seiner Familie wurden versteigert. Tinus schwörte bereits als kleiner Junge, nicht eher zu ruhen, bis er sein geliebtes „Buffelspoort“ eines Tages zurückkaufen kann. Jahre später meldet er sich freiwillig und absolviert eine Fallschirmjägerausbildung in England. In der Schlacht um Arnheim kreuzen sich schließlich die Wege von Tinus und Mentje.

„Ein Fädchen von nur sieben Tagen gemeinsamer Erinnerungen verbindet Tinus und Mentje über die Kontinente und Jahreszeiten hinweg. Sie haben gemeinsam Dinge durchgestanden, von denen andere Menschen in diesem Land keine Ahnung haben.“

Irma Joubert verknüpft in ihrer aktuellen Neuerscheinung gekonnt fiktive Ereignisse mit wahren Begebenheiten. Die exzellente Recherche der historischen Fakten bildet eine perfekte Grundlage für diesen Roman. Der Autorin ist darüber hinaus ein wunderschöner Schreibstil zu eigen. Ihre gewählte Ausdrucksweise, die bildhaften Beschreibungen und fantastisch ausgearbeitete Charaktere, denen sie viel Raum und große Authentizität verleiht, haben mir ausgesprochen gut gefallen. Grundsätzlich bevorzuge ich in Büchern die gängige Zeitform des Präteritums/Vergangenheitsform. Irma Joubert ist jedoch eine der seltenen Autoren, bei der ich mich aufgrund des ausgezeichneten Inhalts mit ihrer favorisierten Erzählform Präsens arrangieren kann.

Mentje de Vries stellt eine äußerst vielschichtige und starke Protagonistin dar. Die einige Jahre umfassende Handlung mit den Ereignissen in Vierhouten, im „Pass-Auf-Lager“ und schließlich in Arnheim trugen dazu bei, dass Mentje sehr schnell erwachsen werden musste. Ich brachte auch dem großen, stillen Buren Tinus van Jaarsveld große Sympathie entgegen. Meine favorisierten Figuren waren jedoch die beiden Widerstandskämpfer Opa Bakker und Tante Cor sowie das Ehepaar Simon und Miempie. Dem impulsiven, unbeholfenen und im Grunde sehr ängstlichen Cousin Mentjes stand ich anfangs skeptisch gegenüber. Er war jedoch jene Figur, die aus meiner Sicht die größte Wandlung durchmachte und mich positiv überraschte.

Der christliche Glaube nimmt bei Irma Joubert einen hohen Stellenwert ein, so auch in diesem Buch. Während Mentjes tief gläubiger Vater Gerrit de Vries seiner Tochter christlichen Werte vorlebte, hadert das Mädchen einige Zeit mit Glaubenszweifeln. Der Glaube wird dezent in die Handlung eingeflochten und zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.

Fazit: „Das Kind aus dem versteckten Dorf“ hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich möchte besonders den exzellenten Schreibstil, die wunderschön ausgearbeiteten Charaktere und die hervorragende Recherchearbeit hervorheben, die dem Leser den Kampf niederländischer Freiheitskämpfer gegen die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs deutlich vor Augen führten. Fünf Bewertungspunkte und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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Pass auf, oder es kostete dich das Leben!

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Manchmal ist es ein Zeichen wahrer Liebe, wenn man loslässt

Das Mädchen, das den Blumen zuhörte von Stephanie Knipper

Antoinette und Lily Martin sind zwei ziemlich unterschiedliche Schwestern, doch sie lieben sich von ganzem Herzen. Der Tod ihrer Eltern hinterließ bei den beiden eine große Lücke, und die alleinerziehende Rose war auf die Hilfe ihrer Schwester Lily angewiesen. Aufgrund eines Zerwürfnisses sprachen die beiden jedoch nicht mehr miteinander.

Rose blieb auf der Eden Farm in Redbud, Kentucky, während Lily in ein altes Backsteinhaus in Covington am Südufer des Ohio zog. Sie sehnt sich verzweifelt nach der Heimat, der geliebten Blumenfarm, doch weder Rose, noch sie selber schaffen es, den ersten Schritt aufeinander zuzugehen. Erst ein Hilferuf der schwer erkrankten Rose durchbricht die Mauer, die Lily um sich herum aufgebaut hatte, und sie macht sich auf den Weg nach Hause.

Stephanie Knipper erzählt die berührende Geschichte eines jungen Mädchens, das ganz genau wusste, was es bedeutete, anders zu sein. Lily Martin sehnte sich ihr gesamtes Leben lang danach, so zu sein wie ihre strahlende, beliebte und quirlige Schwester Rose. Beide Frauen haben mit ihren Einschränkungen zu kämpfen. Die Autorin wartet mit sehr authentischen und liebevoll ausgearbeiteten Charakteren auf, die ich auf der Stelle ins Herz geschlossen hatte. Rose Martin musste viele ihrer Hoffnungen und Pläne begraben, durfte aber durch die Geburt einer Tochter allergrößtes Glück erleben. Die Andersartigkeit der kleinen Antoinette stellt jedoch eine riesengroße Herausforderung für sie dar. Ihre Ängste, die Kraft, die sie aufbringen muss, um mit der Situation fertig zu werden, und ihre Sehnsucht nach Versöhnung mit der entfremdeten Schwester wurden unglaublich berührend dargestellt. Lilys kleine Eigenheiten erinnern oftmals an jene ihrer Nichte Antoinette. Das ungewöhnliche Mädchen, das nie zu sprechen lernte, jedoch über eine hohe Intelligenz verfügt und heilende Fähigkeiten besitzt, hat mich fasziniert. Antoinette zeigt zwar Symptome autistischen Verhaltens, ist aber dennoch nicht als klassische Autistin einzustufen. Um das Mädchen herum passieren Dinge, die sich niemand erklären kann. Ganz besonders beeindruckt hat mich die Fähigkeit der Autorin, die innere Welt dieses ganz besonderen Kindes darzustellen, ihre permanente Reizüberflutung zum Ausdruck zu bringen und sich trotz ihrer Unfähigkeit zu sprechen mit jenen Menschen, die ihr nahestehen, zu verständigen. Um anderen Lesern den Lesegenuss nicht zu schmälern, werde ich auf die Handlung und die Figuren nicht näher eingehen. Ich möchte jedoch anmerken, dass Stephanie Knipper durch die beiden Nebenfiguren William Grayson und Seth Hastings zwei ganz besondere Charaktere in die Handlung einbrachte, die nicht unwesentlich dazu beigetragen haben, dass ich dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen konnte.

„Das Mädchen, das den Blumen zuhörte“ ist eine in äußerst einnehmendem Schreibstil und in wunderschöner Sprache erzählte Geschichte mit tiefen Emotionen, die mir ausgezeichnet gefallen hat. Ich habe jede einzelne Seite dieser Lektüre genossen und kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Manchmal ist es ein Zeichen wahrer Liebe, wenn man loslässt

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Zwischen Hoffnung und Sehnsucht. Eine tragische Liebe in den Wirren des Zweiten Weltkrieges.

Das Geheimnis der schwedischen Briefe von Tanja Bern

„Du musst Curt finden und ihm einen Brief von mir geben, den ich vor sechzig Jahren geschrieben, aber niemals abgeschickt habe. Wirst du das für mich tun?“

Johanna Arndt ist eine warmherzige und liebevolle Frau über neunzig, der es gesundheitlich nicht gut geht und die sich mit dieser eindringlichen Bitte an ihre Enkeltochter wendet.

Es ist ihr ein großes Anliegen, endlich jemandem die Wahrheit zu offenbaren. Und so erzählt die alte Dame ihrer Enkelin Emilia die Geschichte ihres Lebens. Sie taucht tief in die Vergangenheit ein und kehrt gedanklich mit der jungen Frau an der Seite ins Jahr 1945, zurück. Johanna lebte damals mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auf einem kleinen, idyllischen Hof in Pommern, nahe der Stadt Pyritz, der Vater und die Brüder kämpften an der Front. Während die Rote Armee immer weiter vorrückte und die drei Frauen sich vergeblich um eine Abreisebescheinigung bei der Deutschen Wehrmacht bemühen, entdeckt Johanna am Waldrand den verletzten deutschen Soldaten Curt Ehlert. Sie rettet ihm das Leben, und trotz seiner Verwundung beschützt er Johanna und ihre Familie, versucht, sie in Sicherheit zu bringen. Dieses Unterfangen gestaltet sich als lebensgefährlich, da nicht nur die immer rascher vorrückenden russischen Soldaten, sondern auch der eisig kalte Winter ihre Flucht zu einem Kampf auf Leben und Tod machen.

Tanja Bern erzählt die Lebensgeschichte einer mutigen jungen Frau, die mitten in den Wirren des Zweiten Weltkrieges ihr Herz verschenkte. In wunderschönem Schreibstil und in äußerst einfühlsamen Worten beschreibt sie die Schrecken des Krieges, beleuchtet das Leben aus der Sicht eines Soldaten, aber auch die Schwierigkeiten, mit denen die Landbevölkerung konfrontiert war. Kälte, Hunger, Angst und schreckliche Verluste beherrschen die Menschen, und sowohl das Zuhause, als auch geliebte Angehörige zu verlieren, bringt sie an die Grenzen des Erträglichen. Die Autorin zeichnet ein sehr lebhaftes Bild dieser Zeit und schildert die Hoffnung der Bevölkerung auf ein baldiges Ende dieses Krieges. Sowohl die Protagonisten dieses Buches, als auch sämtliche Nebenfiguren wurden hervorragend charakterisiert, sie zeugten von großer Authentizität und haben mich emotional sehr stark in die Handlung einbezogen. Johanna wird als sehr starke Persönlichkeit dargestellt, die trotz schrecklicher Schicksalsschläge niemals der Mut verlässt, die Hoffnung nie aufgibt. Der Wehrmachtssoldat Curt trug als männlicher Gegenpart eine Menge zum Kampfgeist der jungen Frau bei, in die er sich nach kurzer Zeit verliebte.

Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt, wobei die Ereignisse der Gegenwart mit Emilia Arndt als Protagonistin stets mit jener im Jahr 1945 und Johanna in der Hauptrolle wechselt. Obgleich mich die Ereignisse in der Zeit des Zweiten Weltkrieges tief betroffen machten und unglaublich berührten, vermochte ich mich auch dem Zauber der Gegenwart nicht zu entziehen, nachdem Emilia sich entschlossen hatte, nach Schweden zu reisen. Auch hier hat die Autorin eine wunderschöne Geschichte ersonnen, die mein Herz berührte.

Fazit: „Das Geheimnis der schwedischen Briefe“ stellte ein überwältigendes Lesehighlight für mich dar. Es war eine Lektüre, die betroffen macht, den Leser dermaßen fesselt, dass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Man leidet, hofft und weint mit der Protagonistin, versinkt in die bittersüße Geschichte einer lebenslangen großen Liebe und darf im zweiten Handlungsstrang auch die Geschicke der liebenswerten Enkeltochter Emilia miterleben.

Fünf Bewertungssterne für diesen außergewöhnlichen Roman und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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Zwischen Hoffnung und Sehnsucht. Eine tragische Liebe in den Wirren des Zweiten Weltkrieges.

Rezensionen von Harakiri:

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wieder ein Highlight

Das Geheimnis der schwedischen Briefe von Tanja Bern

Ein Heiratsschwindler geht um in Hannover. Auch Kommissar Völxens Sekretärin hat es erwischt. Als der Mann tot aufgefunden wird, geht die Polizei von einem Zusammenhang zwischen einem anderen Mord und dem Auffinden der Leiche aus. Doch wer hatte Grund, diese beiden Menschen zu töten?
Hach, ich liebe Kommissar Völxen und sein Team.

Besonders amüsiere ich mich immer (aber ihm nichts verraten) über die Schafswitze  Aber auch sonst finde ich die Charaktere alle sehr gelungen und begleite sie mittlerweile schon seit dem 1. Band. Es muss nicht immer viel Blut fließen, um spannend zu sein. Und ehrlich gesagt kommt es mir bei Mischkes Hannover-Reihe auch gar nicht so an. Die Fälle sind jedes Mal wieder lesenswert.
Natürlich ist es recht unwahrscheinlich, dass gerade Frau Cebulla auf einen Heiratsschwindler hereinfällt und somit in einen Mordfall verwickelt wird, aber das tut dem Vergnügen ja keinen Abbruch. Und dass man wieder bis zum Ende rätseln musste, wer denn jetzt tatsächlich der Täter war und wie alles zusammenhängt, das fand ich dann doch wieder sehr überzeugend ausgedacht.
Schade finde ich, dass Jule nun beim LKA ist und nicht mehr direkt „mitspielt“, aber dafür ist ja jetzt Elena Rifkin da, die Jules Platz auch sehr gut ausfüllt.
Fazit: Band 9 wird schon sehnsüchtig von mir erwartet!

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Zwischen Hoffnung und Sehnsucht. Eine tragische Liebe in den Wirren des Zweiten Weltkrieges.

Rezensionen von begine:

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Gute Unterhaltung

Auf dem Wasser treiben von Prammer Theresa

Die Autorin Theresa Prammer hat für ihre Romane Wien als Schauplatz gewählt. Ihre Kriminaltrilogie um Carlotta Fiore habe ich schon gerne gelesen.

Der Roman „Auf dem Wasser treiben“ ist ihr wieder gut gelungen.
Es gibt in ihm Notlügen, Unaufrichtigkeit, und Verschwiegenheit, alles ist gut gemeint, hinterlässt aber Spuren im Leben der drei Geschwister.

Als Stefan 8 Jahre alt ist, ertrinkt er fast, wird aber von seiner Mutter Hannah gerettet. Darauf verlässt der Vater die Familie.
Seime Schwester Emma, der Bruder Fred und er warten sehnsüchtig aus ihn, bis sie erfahren das er gestorben ist.
Als Erwachsene sprechen sie ihre Probleme nicht an.
Als Hannah 55 Jahre alt wird, plant ihr zweiter Mann eine Geburtstagsparty. Dabei kommen Erinnerungen hoch und sie will etwas bereinigen. Planlos verlässt sie die Party und bringt ihre Familie in Angst und Schrecken.
Bei der berührenden Suche nach Hannah erfahren wir Überraschungen.

Theresa Prammer lässt die Geschichte mit Ernst und Witz wachsen. Ich war von der Familie gefesselt. Die Autorin hat einen spritzigen Schreibstil, sie wirft Themen auf, die sie mit Empathie verarbeitet und löst.

Auf dem Wasser treiben hat mich sehr gut unterhalten und ich kann ihn weiter empfehlen.

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Gute Unterhaltung

Rezensionen von thora01:

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Sehr spannendes Prequel uzu "Deceptive City"

Auf dem Wasser treiben von Prammer Theresa

Inhalt/Klappentext:
Was würdest du tun, wenn ein Mensch, den du liebst, einfach verschwindet?
Was würdest du riskieren, um ihn zurückzubekommen?
Die siebzehnjährige Susanna hat alles außer echten Problemen. Als Mitglied einer privilegierten Gesellschaft, die ihr perfektes Leben in einer Stadt hinter schützenden Mauern führt, gleicht ihr Dasein einem Hauptgewinn.

Nur ist ihr gar nicht bewusst, wie viel Glück sie tatsächlich hat.
Nachdem ihr Bruder jedoch eines Tages spurlos verschwindet, setzt sie alles daran, ihn zu finden, und stößt dabei auf Wahrheiten, die ihr den Boden unter den Füßen wegreißen.
›Sanni‹ ist das Prequel zu ›Deceptive City‹ und die Antwort auf die Frage: Wer ist Susi wirklich?
(Quelle: Sternensand Verlag)

Meine Meinung:
Sehr spannender Prequel. Ich war sofort wieder in der Geschichte und hatte ein wenig Mühe die Zusammenhänge richtig auf die Reihe zu bekommen. Da ich „Deceptive City – Aussortiert“ bereits gelesen habe und vieles schon dort angedeutet wurde. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und ich konnte mich sofort wieder in die Geschichte fallen lassen. Die Protagonistin Sanni gefällt mir wirklich sehr gut. Sie ist sehr sympathisch und ihr Verhalten ist in ihrem Umfeld sehr ungewöhnlich. Sie steht für sich ein und will ihre Lieben beschützen. Sehr negativ aufgefallen sind mir die Eltern von Sanni und ich musste wegen ihrem Verhalten oft den Kopf schütteln. Das Verhalten der Erwachsenen finde ich sehr grenzwertig. Es zeigt sehr deutlich wie alles von oben bestimmt wird. Ich musste beim Lesen das ein oder andere Tränchen verdrücken. Die Autorin hat gekonnte mit den Gefühlen der Leserschaft gespielt und ihnen damit einen ganz besonderen Eindruck vermittelt. Die Unterteilung in zwei Stränge fand ich sehr gut. Es war für mich nicht unbedingt einfach der Geschichte zu folgen, da der Heute-Strang schon sehr an „Deceptive City – Aussortiert“ angelehnt war. Dennoch macht genau dieser Aufbau das Buch für den Leser sehr interessant. Der Abschluss finde ich toll auch wenn noch viele Fragezeichen offen sind. Ganz besonders gefällt mir, wie der Abschluss direkt in „Deceptive City – Aussortiert“ mündet und beide Geschichten teilweise parallel verlaufen.

Mein Fazit:
Ich wurde sofort in den Bann gezogen. Die Geschichte bringt uns Susi aus „Deceptive City – Aussortiert“ näher und zeigt uns sehr schön die Gründe für ihr Verhalten. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen um noch tiefer in die Welt von „Deceptive City“ einzutauchen.

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Gute Unterhaltung

Rezensionen von PFIFF:

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Familiengeheimnisse mit tragischen Auswirkungen

Mutter und Tochter von Ross Macdonald


Mr. Wycherly, ein einflussreicher, reicher Patriarch, beauftragt Lew Archer, seine verschwundene Tochter zu suchen.
Archer befragt Verwandte und Studienkollegen. Er hat jedesmal das gefühl, dass niemand die ganze Wahrheit sagt, oder zumindest etwas verschweigt, wenn nicht sogar lügt.
Es ist sehr schwer, in diesem Fall weiterzukommen, bis eine Frauenleiche aus einem ins Merr gestürzten Wagens geborgen wird.

Archer erkennt nun, dass er bisher erfolgreich getäuscht wurde, kommt einem düsteren Familiengeheimnis auf die Spur und löst den Fall.
Unglaublich spannend bis zum verblüffenden Ende. Typisch Ross Macdonald.

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Familiengeheimnisse mit tragischen Auswirkungen

Rezensionen von PFIFF:

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Ein musikbesessener Frauenmörder mit irren Plänen

Mörderisches Mozart-Kind von Sebastian Knauer


Morde an jungen Musikerinnen vereinen deutsche und Österreichische Beamte, um den Serienmörder zu finden.
Dieser führt ein Doppelleben mit zwei Identitäten, zwei Wohnsitzen, einer ahnungslosen Ehefrau, die gar nicht neuierig ist auf die Hintergründe des Reichtums ihres Mannes, sondern nur ihr Leben genießt.

Es ist ihr auch egal, dass er mit wechselnden Begleiterinnen Reisen unternimmt.
Steven Briggs, alias Stefan Sand, träumt von einem geklonten neuen Mozartkind und sucht nach geeigneten Müttern, am besten selbst begabte Musikerinnen. Doch die Damen spielen sein gefährliches Spiel nicht mit und müssen entsorgt werden, um seinen Plan nicht zu gefährden.
Doch Briggs rechnet nicht mit der gefinkelten Justiz, die ihm auf den Fersen sitzt.
Sehr mittelmäßig geschrieben, mit vielen Detail- und Druckfehlern, sehr klischeehaft und gekünstelt.

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Ein musikbesessener Frauenmörder mit irren Plänen

Rezensionen von simone.h1:

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Spannungsroman auf höchstem Niveau

Das Echo der Wahrheit von Chirovici Eugene

Der berühmte Psychiater Dr. Cobb wird von dem millionenschweren Joshua Fleischer kontaktiert und von ihm eingeladen, um Hypnosesitzungen mit ihm abzuhalten. Der schwerkranke Fleischer möchte vor seinem Tod mit einem tragischen und traumatischen Erlebnis in seiner Jugend abschließen und durch diese Sitzungen die Wahrheit der damaligen Geschehnisse herausfinden.

Durch diesen Auftrag wird Dr. Cobb in einen Strudel aus heraufbeschworenen Erinnerungen gezogen, die in immer tiefer zu verschlingen drohen...

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Spannungsroman auf allerhöchstem Niveau. Anfangs hat man das Gefühl, dass die Erzählung leicht aufzuklären und simpel ist, was sich jedoch von Seite zu Seite widerlegt. Trotzdem, dass in diesem Buch sehr viele Personen vorkommen, um sich dadurch immer näher an die Wahrheit heranzutasten, ist es als Leser kein Problem den Handlungen zu folgen. Diese Personen sind alle sehr gut gezeichnet, authentisch und man findet als Leser leicht Zugang zu ihnen. Auch die Sprache gefällt mir ausgesprochen gut, da der Roman trotz einer gewissen Herausforderung im Aufbau sehr gut und flüssig zu lesen ist.

Ich selbst habe auch beim Lesen das Gefühl gehabt in einen Strudel gezogen zu werden, da mich die Geschichte derart gepackt hat. Die Kontruktion der Geschichte ist perfekt. Sämtliche Handlungsstränge sind nachvollziehbar und ergeben am Ende einen Sinn, was bei der Komplexität einfach genial ist. Auch ist es für mich etwas ganz besonderes, dass man bis zur letzten Seite keine stichhaltige Ahnung hat, wie sich die Erzählung auflösen wird und auch von dieser Auflösung nicht enttäuscht wird.

Für mich hat es der Autor mit seinem zweiten Buch definitiv auf die Liste meiner Lieblingsautoren geschafft, da ein solch ausgeklügeltes Buch nur selten zu finden ist.

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Spannungsroman auf höchstem Niveau

Rezensionen von dorli:

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Ein Job für Neill Archer

Ein Job für Neill Archer von Karen Witemeyer

Texas, 1893. Neill Archer reist als Gelegenheitsarbeiter durchs Land, um sich Geld für seinen Traum vom eigenen Ackerland zu verdienen. In dem kleinen Ort Dry Gulch wird ihm von einem Unbekannten ein Auftrag zugespielt: Das Dach des Hauses der Witwe Clara Danvers muss dringend repariert werden. Neill macht sich auf zu der angegebenen Adresse, doch der Empfang, den ihm die junge Witwe bereitet, ist alles andere als herzlich…

In ihrem historischen Kurzroman „Ein Job für Neill Archer“ wartet Karen Witemeyer mit einer unterhaltsamen Mischung aus Romantik und Spannung auf.

Das in der „Kleine Auszeit“- Reihe des Verlags der Francke-Buchhandlung erschienene Buch liest sich locker und angenehm zügig. Schon nach wenigen Seiten ist man mittendrin im Geschehen und kann ausgezeichnet mit Neill und Clara mitfiebern und mitfühlen.

Clara hat ein paar sehr schlechte Erfahrungen machen müssen, da ist es verständlich, dass sie misstrauisch ist und den Fremden vor ihrer Tür schleunigst wieder loswerden will. Doch der liebenswerte, stets hilfsbereite Neill erkennt schnell, dass Clara dringend Beistand benötigt und lässt sich nicht so einfach abwimmeln. Im Verlauf der Handlung gilt es dann, ein paar Situationen zu meistern, die weitaus kniffliger sind, als eine einfache Dachreparatur…

Karen Witemeyer hat einen frischen, lebendigen Schreibstil. Die Autorin erzählt die Geschichte im lockeren Wechsel mal aus Neills, mal aus Claras Sicht, so dass man als Leser beide Akteure sehr gut kennenlernt und bestens verfolgen kann, was beide über den jeweils anderen denken.

„Ein Job für Neill Archer“ hat mir sehr gut gefallen – ein unterhaltsames Leseerlebnis für alle, die dramatisch-romantische Geschichten mit Wild-West-Atmosphäre mögen.

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Ein Job für Neill Archer